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DE2322159B2 - Verfahren zur Herstellung eines geschmolzenen Behandlungsbades zur Erzeugung einer Vanadin-, Niob- oder Tantalcarbidschicht auf der Oberfläche von mindestens 0,05 Gewichtsprozent Kohlenstoff enthaltenden Werkstücken aus Eisen, Eisenlegierungen oder Sintercarbid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines geschmolzenen Behandlungsbades zur Erzeugung einer Vanadin-, Niob- oder Tantalcarbidschicht auf der Oberfläche von mindestens 0,05 Gewichtsprozent Kohlenstoff enthaltenden Werkstücken aus Eisen, Eisenlegierungen oder Sintercarbid

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DE2322159B2
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vanadium
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iron
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DE2322159A
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DE2322159A1 (de
DE2322159C3 (de
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Tohru Arai
Noboru Toyoake Komatsu
Masayoshi Mizutami
Yoshihiko Sugimoto
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Toyota Central R&D Labs Inc
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Toyota Central R&D Labs Inc
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Application filed by Toyota Central R&D Labs Inc filed Critical Toyota Central R&D Labs Inc
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    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
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    • C23C10/18Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces using liquids, e.g. salt baths, liquid suspensions
    • C23C10/20Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces using liquids, e.g. salt baths, liquid suspensions only one element being diffused
    • C23C10/24Salt bath containing the element to be diffused
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Description

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Verfahren zur Herstellung eines geschmolzenen Behandlungsbadus zur Erzeugung einer Vanadin-, Niob- oder Tantalcarbidschicht auf der Oberfläche von mindestens 0,05 Gewichtsprozent Kohlenstoff enthaltenden Werkstücken aus Eisen, Eisenlegierungen oder Sintercarbid. Diese Erfindung betrifft den im Anspruch gekennzeichneten Gegenstand.
Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Beschichtung oder Bildung einer Metallcarbidschicht auf der Oberfläche von Metallgegenständen bekannt. Die japanische Patentanmeldung Serial No. 44 87 805 beschreibt ein Verfahren zur Bildung einer Carbidschicht eines Elements der Gruppe Va des Periodischen Systems der Elemente auf der Oberfläche von Metallgegenständen mittels eines geschmolzenen Behandlungsbades, das Borsäure oder ein Borat und ein Metallpulver eines Elements der Gruppe Va enthält. Dieses sehr leistungsfähige und billige Verfahren liefert sehr gleichmäßige Carbidschichten der Elemente der Gruppe Va des Periodischen Systems der Elemente, wie Vanadiumcarbid (VC), Niobcarbid (NbC) und Tantalcarbid (TaC) mit einer sehr hohen Härte im Bereich von HV 2000 kg/mm2 bis HV 3000 kg/mm? [die in dieser Beschreibung angegebenen Werte für die Vickers-Härte wurde jeweils an der Oberfläche des Materials mit Hilfe des Mikro-Vickers-Härle-Prüfgeräts bestimmt (Belastung (in N): 1000 g)]. Mit derartigen Carbidschichten versehene Werkstücke zeigen infolge ihrer hohen Härte ein überlegenes Verhalten gegenüber Abrieb und Verschleiß und sind daher besonders für Formen, wie Düsen und Stempel, Werkzeuge, wie Brechstangen, Kneifzangen, Schraubenzieher, für Teile von Werkzeugmaschinen und Automobilteile, die dem Abrieb unter- v> worfen sind, geeignet.
Weiterhin ist das Carbid eines Elements der Gruppe Va des Periodischen Systems gegen Eisen oder Stahl viel härter und bei hohen Temperaturen viel weniger reaklionsfähig, als das Sintercarbid aus Wolframcarbid. «> Es wird daher durch die Bildung der Carbidschicht eines Elements der Gruppe Va des Periodischen Systems auf der Oberfläche eines Schneidwerkzeugs aus Sintercarbid die Gebrauchsdauer des Werkzeugs wesentlich erhöht. '■»
Diis vorstehend beschriebene Verfahren hat jedoch einen Nachteil. Es verwendet nämlich ein geschmolzenes Behandlungsbad, welches Metallteilchen enthält.
Die Metallteilchen benötigen jedoch bis zu ihrer Auflösung in dem Behandlungsbad einen verhältnismäßig langen Zeitraum, so daß sich ungelöste Metallteilchen in der gebildeten Carbidschicht ablagern und die Oberfläche des behandelten Werkstückes rauh machen können.
Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestand daher darin, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung eines geschmolzenen Behandlungsbades, das zur Erzeugung einer Vanadin-, Niob- oder Tantalcarbidschicht auf der Oberfläche von Werkstükken aus Eisen, Eisenlegierungen oder Sintercarbid, die mindestens 0,05 Gewichtsprozent Kohlenstoff enthalten, durch Eintauchen des Werkstücks in die Schmelze zur Bildung der Carbidschicht dient, durch Auflösen von metallischem Vanadin, Niob oder Tantal in einem im wesentlichen aus Borsäure oder Borat bestehenden Schmelzbad, zu schaffen, wobei mit Hufe dieses Behandlungsbades die Erzeugung der Metallcarbidschichten mit hoher Dichte und großer Gleichmäßigkeit in einer technisch sichereren, einfacheren und weniger kostspieligen Weise auch auf einer glatten Oberfläche ermöglicht werden soll, ohne daß irgendwelche ungelöste, im Behandlungsbad vorhandene Metallteilchen auf der Oberfläche des Werkstücks als rauhe Stellen auftreten.
Aufgrund intensiver Untersuchungen über den Mechanismus der Bildung einer Carbidschicht auf der Oberfläche eines Werkstückes durch Diffundieren von Vanadin, Niob oder Tantal aus dem geschmolzenen Behandlungsbad, das Borsäure oder Borat und eines der vorstehend genannten Elemente enthaltendes Metallpulver umfaßt, wurde festgestellt, daß die Hauptmenge des Metalls in der Metallcarbidschicht eher aus dem in dem geschmolzenen Behandlungsbad gelösten Metall, als unmittelbar aus den ungelösten, festen Metallteilchen stammt. Das in dem Metallpulver enthaltene Vanadin, Niob oder Tantal wird nämlich in dem geschmolzenen Behandlungsbad gelöst und das gelöste Metall diffundiert nach dem Erreichen der Oberfläche des Werkstückes in dieses unter Bildung einer entsprechenden Carbidschicht mit dem in dem Werkstück enthaltenen Kohlenstoff.
Es ist nicht erforderlich, daß das geschmolzene Behandlungsbad Metallpulver enthält, sondern es genügt, daß das Metall in gelöster Form anwesend ist.
Um das entsprechende Metall in dem geschmolzenen Behandlungsbad zur Bildung einer Carbidschicht mit glatter Oberfläche zu lösen, ist es zweckmäßig, einen Metallblock ohne Kontakt mit dem zur Behandlung vorgesehenen Werkstück in das Bad einzutauchen anstelle, wie oben erwähnt, Metallpulver zuzugeben Jedoch wird durch Verwendung eines Metallblocks anstelle von Metallpulver die wirksame Oberfläche des Metalls wesentlich verringert, so daß die Lösungsgeschwindigkeit des Metalls merklich abnimmt. Der Metallblock kann durch Reaktion mit Luftsauerstofl passiviert werden, bevor noch eine ausreichende Menge an Metall gelöst worden ist. Durch Versuche wurde festgestellt, daß die Passivierung an dem Metallblock be einem Durchmesser von 2 mm oder mehr auftritt. Urr die Passivierung zu vermeiden, kann man anstelle eine; Metallblocks einen dünnen Metallfilm oder einer Inertgasmantel zur Abdeckung des geschmolzener Behandlungsbades verwenden und so die Absorptior von Sauerstoff durch das geschmolzene Behandlungs bad vermeiden. Jedoch ist einerseits ein dünnei Metallfilm nicht leicht zu erhalten und andererseit;
benötigt man eine komplizierte und kostspielige Vorrichtung sowie eine lange Zeit, um eine ausreichende Metallmenge aufzulösen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wurde nun so gelöst, daß Borsäure oder ein Borat unter Bildung eines geschmolzenen Bades erhitzt wird, ein mindestens eines der Metalle Vanadin, Niob oder Tantal enthaltender Metallblock in das geschmolzene Bad eingetaucht und anodisch gelöst wird.
Hierbei wird das Gefäß, welches das Behandlungsbad enthält, als Kathode, und der Vanadin, Niob oder Tantal enthaltende Metallblock als Anode geschaltet. Die Metallcarbidschicht kann nun durch Eintauchen eines Werkstückes in das geschmolzene Behandlungsbad gebildet werden. Es kann jedoch auch schon während der anodischen Auflösung des Metalls enthaltenden Metallblocks in dem geschmolzenen Behandlungsbad ein Werkstück zur Ausbildung einer Carbidschicht auf seiner Oberfläche eingetaucht werden.
Als Substanzen können für das erfindungsgemäß hergestellte Beha.idlungsbad Borsäure (B2O3) oder ein Borat, wie Natriumborat {Borax, NaiB^O?), Kaüurr.borat (K2B4O7) und dergleichen, sowie deren Gemische, eingesetzt werden. Die Borsäure und das Borat haben die Funktion, ein Metalloxid zu lösen und die Oberfläche des zur Behandlung vorgesehenen Werkstückes rein zu halten, wobei weiterhin die Borsäure beziehungsweise die Borate ungiftig und schwer verdampfbar sind, so daß das Verfahren der vorliegenden Erfindung ohne Gefährdung des Bedienungspersonals durchgeführt werden kann.
Als gelöste, in d<-r.i geschmolzenen Behandlungsbad enthaltene Menge an Vanadin, Niob und Tantal ist I Gewichtsprozent (die nachfolgenden Prozentsätze beziehen sich immer auf das Gewicht) ausreichend. Bei der technischen Durchführung kann jedoch in dem geschmolzenen Behandlungsbad Metall in einer Menge zwischen 2 und 20 Gewichtsprozent gelöst werden.
Als Vanadin, Niob oder Tantal enthaltender Metallblock kann reines Metall oder eine Legierung des entsprechenden Metalls verwendet werden. Als Legierung ist eine Legierung von Vanadin, Niob oder Tantal mit Eisen besonders günstig, da diese relativ billig und leicht zu erhalten ist. Es ist nicht zweckmäßig, daß diese Legierungen mehr als 10 Gewichtsprozent an Ti, Zr, Hf, Mn, Si, Al, Mg, Ca oder Elementen der seltenen Erden enthalten, weil diese die Borsäure oder das Borat zu Bormetali reduzieren. Um die Viskosität des geschmolzenen Behandlungsbades zu senken, kann diesem ein Salz, wie Alkalimetallchlorid und -fluorid, zugegeben werden.
Die anodische Auflösung von Vanadin, Niob oder Tantal kann bei einer relativ niederen Spannung durchgeführt werden, bei welcher eine Elektrolyse der Borsäure oder des Borats noch nicht eintritt.
Während der anodischen Auflösung von Vanadin, Niob oder Tantal kann die Stromdichte im Bereich von 0,2 bis 5 A/cm2 liegen. Eine Erhöhung der Stromdichte verkürzt die erforderliche Zeit zur Auflösung einer bestimmten Menge an Metall in dem geschmolzenen Behandlungsbad. Die erforderliche Zeit für die anodische Auflösung von Vanadin, Niob oder Tantal hängt von der Stromdichte, dem Volumen des geschmolzenen Behandlungsbades, der Größe des als Anode verwendeten Blocks und den in dem Block enthaltenen Verbindungen ab. Die in der Praxis benötigte Zeit zur anodischen Auflösung liegt im Bereich von 30 Minuten bis zu 5 Stunden.
Das zur Behandlung vorgesehene Werkstück aus Eisen, Eisenlegierungen oder Sintercarbid muß wenigstens 0,05% Kohlenstoff, vorzugsweise 0,1% oder mehr Kohlenstoff enthalten. Der in dem Gegenstand enthaltene Kohlenstoff wird während der Behandlung ein Bestandteil des Carbids. Dabei v*;ird angenommen, daß der Kohlenstoff in dem Werkstück zu dessen Oberfläche diffundiert und mit dem Vanadin, Niob oder Tantal aus dem geschmolzenen Behandiungsbad unter Bildung
des Carbids auf der Oberfläche d«:i« Werkstücks reagiert. Ein höherer Kohlenstoffgehalt in dem Werkstück ist im Hinblick auf die Bildung der Carbidschicht vorzuziehen. Auf einem Werkstück aus Eisen, Eisenlegierungen oder Sintercarbid, das weniger als Ο,ΟίΛό Kohlenstoff enthält, kann keine gleichmäßige und dicke Carbidschicht durch dit Behandlung gebildet werden. Jedoch können auch Werkstücke, die nur in ihrem Oberflächenteil wenigstens 0,05% Kohlenstoff enthalten, unter Bildung einer Carbidschicht auf der Oberfläche behandelt verden.
Beispielsweise kann ein reiner E sengegenstand, der zur Erhöhung des Kohlenstoffgehalts in dem Oberflächente!! einsatzgehärtet wurde, in dem erfindungsgemäß hergestellten Behandiungsbad mit einer Vanadin-, Niob- oder Tantalcarbidschicht versehen: werden.
In dieser Beschreibung und im Anspruch ist unter Eisen ein solches mit Kohlenstoffgehalt oder ein einsatzgehärtetes Eisen, unter Eisenlegierung Kohlenstoffstahl und Legieri.ngsstahl, und unter Sintercarbid ein gesintertes, Kobalt-enthaltendes Wolframcarbid zu
verstehen. Das Sintercarbid kann eine geringe Menge Titancarbid, Niobcarbid, Tantabarbid und dergleichen enthalten.
Vor der Behandlung in dem erfindungsgemäß hergestellten Behandiungsbad ist es wichtig, die
Oberfläche des Werkstückes zu reinigen, um eine gute Carbidschicht zu erhalten, wozu man Rost und Öl von der Oberfläche des Werkstücke durch Waschen mit sauren, wässerigen Lösungen oder einer anderen Flüssigkeit entfernt.
Die Behandlungstemperatur 1:2nn ^m weiten Bereich vom Schmelpunkt der Borsäure oder des Borats bis zum Schmelzpunkt des zur Behandlung vorgesehenen Werkstückes ausgewählt werden. Es kann daher vorzugsweise die Behandlungsiemperalur im Bereich
4-> von 800° bis 1100"C liegen. Bei Erniedrigung der Behandlungstemperatur erhöht sich die Viskosität des erfindungsgemäß hergestellten geschmolzenen Behandlungsbades allmählich und die Dicke der gebildeten Carbidschicht nimmt ab. Demgegenüber verschlechtert
ω sich die Qualität des geschmolzenen Behandlungsbades bei einer relativ hohen Behandlungstemperatur rasch und auch die Qualität des Materials des Werkstückes verschlechtert sich.
Die Behandlungszeit eines Werkstückes im erfindungsgemäß hergestellten Behandlungsbad hängt von der Dicke der vorgesehenen Carbidschicht ab. Ein kürzeres Erhitzen als 10 Minuten wird jedoch zu keiner praktisch annehmbaren Bildung einer Carbidschicht führen, obgleich die Behandlunßszeit von der Behand-
n'i lungstemperatur abhängt. Durch Erhöhen der Bchandlungszeit kann die Dicke der Carbidschicht entsprechend erhöht werden. Bei der praktischen Durchführung der Behandlung eines Werkstückes im erfindungsgemäß hergestellten Behandlungsbad kann eine an-
"' nehmbare Schichtdicke innerhalb von 30 Stunden oder darunter erreicht werden. Die bevorzugte Behandlungszeit liegt zwischen 1 bis 30 Stunden.
Das Gefäß zur Aufnahme des erfindungsgemäß
hergestellten geschmolzenen Behandlungsbades kann aus Graphit oder wärmeresistentem Stahl gefertigt sein.
Es ist nicht erforderlich, das Verfahren der vorliegenden Erfindung in einer Atmosphäre von nicht oxidierendem Gas durchzuführen, sondern man kann auch in wirksamer Weise unter Luftzutritt arbeiten. Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
1000 g Ejrax werden in einem Graphittiegel in einem elektrischen Ofen unter Luftzutritt auf 90O0C zum Aufschmelzen erhitzt und dann eine Metallplatte (6 χ 40 χ 60 mm) aus Ferrovanadin (mit einem Gehalt von 53,7% Vanadin) in die Mitte der Boraxschmelze eingetaucht Die Metallplatte wird nun als Anode und der Tiegel als Kathode geschaltet Die Metallplatte löst sich anodisch in dem geschmolzenen Borax nach 2 Stunden bei einem Gleichstrom mit einer Stromdichte von 2 A/cm2 an der Anode auf. Man erhält auf diese Weise ein geschmolzenes Behandlungsbad, das 9,8% Ferrovanadin enthält.
Röntgenmikroanalyse wurde festgestellt, daß diese Schicht Niobcarbid (NbC) war, das eine geringe Menge Tantal enthielt.
Bei s pi el 3
500 g Borax wurden in einem Graphittiegel in einem elektrischen Ofen auf 1000°C zum Schmelzen des Borax erhitzt und dann eine elektrolytische Niobplatte (40 χ 35 χ 4 mm) anodisch in dem geschmolzenen
ίο Borax gelöst (2 Stunden Gleichstrom mit einer Stromdichte von 1 A/cm2 an der Oberfläche der Anode). Durch Feststellen des Gewichtsverlustes der Platte konnte errechnet werden, daß das geschmolzene Behandlungsbad etwa 9,4% gelöstes Niob enthielt
Es wurde dann eine Probe (1 χ 5,5 χ 30 mm) aus Sintercarbid, das 91% Wolframcarbid und 9% Kobalt enthielt, in das geschmolzene Behandiungsbad eingetaucht, 14 Stunden darin belassen, dann herausgenommen und an der Luft abgekühlt. Das an der Oberfläche haftende Behandlungsmateria! wurde ciurch Eintauchen der Probe in heißes Wasser ent^-nt. Die Oberfläche der
nnKnrtn Dvnka mi* oirjorr. Durchmesser von behand^hen miltplc Uf
7 mm aus Kohlenstoffwerkzeugstahl (J'^S SK4, Gehalt 1,0% Kohlenstoff) wird in das geschmolzene Behandlungsbad getaucht, 2 Stunden darin belassen, herausgenommen und an der Luft abgekühlt Das an der Oberfläche der Probe haftende Behandlungsmaterial wird durch Waschen mit heißem Wasser entfernt, wonach man die behandelte Probe untersucht. Die Oberfläche der Probe war sehr glatt. Nach Schneiden und Polieren der Probe wurde die Probe mikrographisch untersucht und dabei die Bildung einer gleichmäßigen Schicht festgestellt. Die Dicke der Schicht betrug 7 μίτι. Durch Röntgenbeugung und Röntgenmikroanalyse wurde gefunden, daß die Schicht aus Vanadincarbid (VC) bestand.
Beispiel 2
In gleicher Weise wie in Beispiel 1 wurde eine Metallplatte (6 χ 40 χ 50 mm) aus Ferroniob (das 58,9% : Hob und 3,6% Tantel enthielt) anodisch gelöst, wodurch ein geschmolzenes Behandlungsbad hergestellt wurde.
Dann wurde eine polierte Probe aus Kohlenstoffwerkzeugstahl (JlS SK4) in das geschmolzene Behandlungsbad eingetaucht und 2 Stunden darin belassen. Durc'i die Benandlung erhieh man eine einheitliche. 9 u.m dicke Schicht, die der in Beispiel 1 gebildeten Schicht ähnlich war. Durch Röntgenbeugung und genbeugung und Röntgenmikroanalyse untersucht. Es wurde festgestellt, daß eine Schicht mit einer gleichmäßigen und dichten Struktur mit einer Schichtdicke von 26 μπι gebildet worden war. Mittels Röntgenbeugung wurden starke Niobcarbid (NbC)-Beug'ungslinien an der Schicht festgestellt. Die Röntgenmikroanalyse ergab, daß die Schicht eine große Menge Niob enthielt. Die Härte der Schicht, gemessen an der Oberfläche der Probe, betrug HV 2888 kg/mm-'. Demgegenüber betrug die Härte des Grundmaterial der Probe etwa HV 1525 kg/mm2.
Be i s ρ ie I 4
In gleicher Weise wie in Beispiel 3 beschrieben wurde eine elektrolytische Tantalplatte (50 χ 40 χ 4 mm) 1 Stunde lang bei 1000"C bei einer Stromdichte von 1 A/cm2 anodisch aufgelöst. Das so erhaltene geschmol-
4n zene Behandlungsbad enthielt etwa 11.2% gelöstes Tantal.
Danach wurde eine Probe der gleichen Größe und des gleichen Materials, wie die in Beispiel 3 verwendete Probe, in das geschmolzene Behandiungsbad einge-3 taucht und 16 Stunden darin belassen. Durch die Behandlung wurde eine gleichmäßige und dichte. 15 μπι dicke Schicht gebildet. Mittels Röntgenbeugung wurde die Schicht als Tantalcarbid (TaCJ identifiziert. Die Härte der Schicht betrug etwa HV 1720 kg/mm2.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines geschmolzenen Behandlungsbades, das zur Erzeugung einer Vanadin-, Niob- oder Tantalcarbidschicht auf der Oberfläche von mindestens 0,05 Gew.-°/o Kohlenstoff enthaltenden Werkstücken aus Eisen, Eisenlegierungen oder Sintercarbid dient, durch Eintauchen des Werkstücks in die Schmelze zur Bildung der Carbidschicht und durch Auflösen von metallischem Vanadin, Niob oder Tantal in einem im wesentlichen aus Borsäure oder Borst bestehenden Schmelzbad, dadurch gekennzeichnet, daß Borsäure oder ein Borat unter Bildung eines geschmolzenen Bades erhitzt wird, ein mindestens eines der Metalle is Vanadin, Niob oder Tantal enthaltender Metallblock in das geschmolzene Bad eingetaucht und anodisch gelöst wird.
DE2322159A 1972-05-04 1973-05-02 Verfahren zur Herstellung eines geschmolzenen Behandlungsbades zur Erzeugung einer Vanadin-, Niob- oder Tantalcarbidschicht auf der Oberfläche von mindestens 0,05 Gewichtsprozent Kohlenstoff enthaltenden Werkstücken aus Eisen, Eisenlegierungen oder Sintercarbid Expired DE2322159C3 (de)

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JP47043730A JPS5123262B2 (de) 1972-05-04 1972-05-04
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DE2322159A1 DE2322159A1 (de) 1973-11-22
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