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DE2320663A1 - Herbizide zusammensetzungen - Google Patents

Herbizide zusammensetzungen

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Publication number
DE2320663A1
DE2320663A1 DE19732320663 DE2320663A DE2320663A1 DE 2320663 A1 DE2320663 A1 DE 2320663A1 DE 19732320663 DE19732320663 DE 19732320663 DE 2320663 A DE2320663 A DE 2320663A DE 2320663 A1 DE2320663 A1 DE 2320663A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
triazine
rush
urea
winter
chloro
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19732320663
Other languages
English (en)
Inventor
Alan Philip Ball
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fisons Ltd
Original Assignee
Fisons Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fisons Ltd filed Critical Fisons Ltd
Publication of DE2320663A1 publication Critical patent/DE2320663A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
DiPJMn9-RWIRTH-DrV-SCHMIED-KOWARZlK DfpL-lng. G. DANNENBERG · Dr. P. WEINHOLD · Dr. D. GUDEL
281134 β FRANKFURTAM MAIN
287014 GaESCHENHEIMEHSTRASSESO
B.A. 18796/72
PISONS LIMITED
Fison House
9 Grosvenor Street
London
England
Herbizide Zusammensetzungen.
3098 A3/1181
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf herbizide Zusammensetzungen. · ' . :-
Binse (Alopecurus myosuroides) ist eine ernste Plage bei Wintergetreide, beispielsweise Winterweizen oder Wintergerste, das zu der Jahreszeit wächst, wenn Binse blüht, und die meisten allgemein verwendeten chlorierten Triazinherbiziele ' (z.B. 2-Chlor-4,6-bisäthylamino-l,3,5-triazin oder 2-Chlor-6~ äthylamino-4-isopropylamino-l,3,5-triazin) können dann keine gute Binsenbekämpfung gewährleisten, ohne dem Getreide zu schaden. Es wurde nun gefunden, daß das chlorierte Triazinherbizid 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-l>3,5-triazin überraschend sicher zur guten Binsenbekämpfung bei derartigen Getreidearten verwendet werden kann.
2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-l,3,5-triazin ist ein bekanntes, obwohl wenig bekanntes Herbizid und wurde zur Verbesserung von 2 ,4~Dichlorphenyi-'4-nitrophenyläther vorgeschlagen. Es wurde jedoch weder geoffenbart noch nahegelegt, daß das Triazin selbst gegen Binse nützlich ist.
Demgemäß bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum selektiven Bekämpfen von Binse an Stellen, wo Wintergetreide wächst oder wachsen soll, welches Verfahren darin besteht, daß auf die betreffende Stelle eine binsenbekämpfende Menge an 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-l,3 ,5-triazin entweder als alleiniges binsenbekämpfendes Herbizid oder in Mischung mit einem anderen- Herbizid als 2jU-Dichlorphenyl-4-nitrophenyläther, das Binse ebenfalls bekämpft, aufgebracht wird. · .
* Das Wort "Binse" ist hier synonym für "Ackerfuchsschwanz" gebraucht; englisch = blaekgrass,
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Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf eine herbizide Zusammensetzung, die 2-Chlor-'4-diäthylamino-6-äthylamino-1,3,5-triazin und N'-(3,4-Dichlorphenyl)-N-methoxy-N-methylharnstoff in einem Gewichtsverhältnis von 2 : 1 bis 4:1 enthält.
Das vorhandene Triazin kann als alleiniges binsenbekämpfendes Herbizid verwendet werden. Für allgemeinere Anwendung wird es beispielsweise aber doch vorzugsweise in Mischung mit einem· anderen Herbizid verwendet, das ebenfalls Binse bekämpft, so daß jedes der Herbizide eine Wirksamkeit gegen das Unkraut entfaltet und sie zusammen eine außerordentlich gute Bekämpfung ergeben können. So kann das Triazin beispielsweise mit einem anderen Herbizid, .das von einem Äther verschieden ist und die Binse ebenfalls bekämpft, verwendet werden. Es kann beispielsweise in Mischung mit einer geringeren Gewichtsmenge eines anderen Herbizids, das ebenfalls die Binse bekämpft, als sein eigenes Gewicht verwendet werden.
Die bevorzugte Gruppe derartiger anderer Herbizide, die ebenfalls die Binse bekäsnpfen, besteht aus den Harnstoffherbiziden, z.B. einem von 3-(3,4-Dichlorphenyl)-l,1-dimethylharnstoff verschiedenen Harnstoffherbizid. Gemäß einer besonderen Ausführungsform wird das Triazin entweder als alleiniges binsenbekämpfendes Herbizid oder in Mischung mit einem anderen, von 2,4-Dichlorphenyl-4-nitrophenylather oder 3-(3,4-Dichlorphenyl)-l,1-dimethy!harnstoff verschiedenen Herbizid, das die Binse ebenfalls bekämpft, verwendet. Bevorzugte andere derartige Herbizide sind N'-( 3 ,U-DichlorphenyD-N-
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methoxy-N-methylharnstoff und N-(Benzothiazol-2-yl)-N,N'-dimethylharnstoff. Es wird vorgezogen, daß das Triazin anders als in Mischung mit einer beliebigen Menge der Herbizide 2 ,14--Dichlorphenyl-4--nitrophenylather und 3-(3 ,^-Dichlorphenyl)-l ,1-dimethylharns'toff verwendet werden soll.
Die Erfindung schafft ein Verfahren zum selektiven Bekämpfen von Binse an Stellen, wo ein Wintergetreide wächst oder wachsen soll, welches darin besteht, daß auf die betreffenden Stellen eine binsenbekämpfende Menge einer herbiziden Zusammensetzung, die 2-Chlor-1+-diäthylamino-6-äthylamino-lj3,5-triazin und N' - (3 ,4~Dichlorphenyl )-N-methoxy-N-methylharnstof f enthält, aufgebracht wird. Diese Zusammensetzung gewährleistet eine bemerkenswert gute Bekämpfung der Binse mit einer überraschend hohen Sicherheit für das Getreide. Vorzugsweise enthält die Zusammensetzung kein anderes binsenbekämpfendes Herbizid und vorzugsweise überhaupt kein anderes Herbizid.
Die Erfindung schafft auch ein Verfahren zum selektiven Bekämpfen von Binse an Stellen, wo ein Wintergetreide wächst oder wachsen soll, welches darin besteht, daß auf die betreffenden Stellen eine binsenbekämpfende Menge einer herbiziden Zusammensetzung, die 2-Chlör-4-diäthylamino-6~äthylamino-l,3,5-triazin und N-(Benzothiazol-2-yl)-N,NT-dimethylharnstoff enthält, aufgebracht wird. Diese Zusammensetzung gewährleistet ebenfalls eine bemerkenswert gute Bekämpfung der Binse mit einer überraschend hohen Sicherheit für das Getreide. Weiterhin ermöglicht sie, daß die durch die·Harnstoffverbindung allein erzielte Binsenbekämpfung durch Aufbringen von weniger Gesamt-
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herbizid gleich oder verbessert ist, was beispielsweise wünschenswert ist, um jede nachteilige Wirkung auf die Umgebung, zu der der Rückstand möglicherweise Anlaß geben könnte, auf ein Minimum herabzusetzen. Vorzugsweise enthält die Zusammensetzung kein anderes binsenbekämpfendes Herbizid und vorzugsweise überhaupt kein anderes Herbizid.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, beispielsweise Mischungen von binsenbekämpfenden Herbiziden, können durch Mischen der Bestandteile hergestellt werden.
Die Verhältnisse von 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-1,3,5-triazin zürn N'-(3,4-DichlorphenyD-N-methoxy-N-methylharnstoff betragen gewöhnlich 1 : 3 bis 6:1, vorzugsweise 1 : 1 bis 4:1, insbesondere 2 : 1 bis 4 : 1. Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich alle Teile, Verhältnisse und Prozente auf das Gewicht.
Die Verhältnisse von 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-l,3,5-triazin zum N-(Benzothiazol-2-yi)-N,N'-dimethylharnstoff betragen gewöhnlich 1 : 6 bis 3:1, z.B. 1 : 3 bis 4:3, vorzugsweise 1 : 2 bis 1:5.
Gewöhnlich werden das Triazin oder Mischungen mit anderen binsenbekämpfenden Herbiziden in Form von Zusammensetzungen verwendet, die mindestens ein anderes Material aus der Gruppe anderer Schädlingsbekämpfungsmittel, oberflächenaktiver Mittel und Träger enthalten. Die Zusammensetzungen werden gewöhnlich zunächst in Form von Konzentraten hergestellt, beispielsweise mit einem Gesamtgehalt der wesentlichen Herbizide von 0,5 bis 85 %, und diese werden dann mit Wasser
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oder einem Kohlenwasserstoff, gewöhnlich Wasser, zur Verwendung verdünnt, im allgemeinen derart, daß die Konzentration der wesentlichen Bestandteile insgesamt 0,05 bis 5 %, z.B. 0,05 bis 4· %, beträgt.'
Der Träger kann eine Flüssigkeit, z.B. Wasser (beispielsweise das zur Verdünnung eines Konzentrates für die Verwendung verwendete Wasser), sein. Wenn Wasser als Träger in einem Konzentrat verwendet wird, kann auch ein organisches Lösungsmittel als Träger vorhanden sein, obwohl dieses gewöhnlich nicht verwendet wird. Ein Konzentrat, das Wasser als Träger enthält, kann vorteilhafterweise auch ein oberflächenaktives Mittel enthalten.
Da?Träger kann eine andere Flüssigkeit als Wasser sein, beispielsweise ein organisches Lösungsmittel, gewöhnlich ein,mit Wasser nicht mischbares Lösungsmittel sein, z.B. ein Kohlenwasserstoff mit einem Siedebereich von 130 bis 27O°C, in dem die wesentlichen Bestandteile gelöst oder suspendiert werden. Ein Konzentrat, das ein organisches Lösungsmittel enthält, enthält geeigneterweise auch ein oberflächenaktives Mittel, so daß das Konzentrat bei Mischung mit Wasser als selbstemulgierbares öl wirkt.
Der Träger im Konzentrat ist jedoch vorzugsweise ein Feststoff, der fein zerteilt sein kann. Beispiele von geeigneten Feststoffen sind Tone, Sand, Glimmer, Kreide, Ättapulgit, Diatomit, Perlit und Sepiolit, und synthetische feste Träger, z.B. Kieselerden, Silikate und Lignosulfonate, In Wasser lösliche oder dispergierbare netzbare Pulver
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können durch Mischen der wesentlichen Herbizide mit oder ohne Träger mit einem oberflächenaktiven Mittel gebildet werden und stellen die bevorzugte Form des Konzentrats dar.
Der Ausdruck "oberflächenaktives Mittel" wird in weitem Sinne verwendet und umfaßt Materialien, wie Emulgatoren, Dispergiermittel und Netzmittel, Derartige Mittel sind in der Herbizidtechnik wohl bekannt.
Die verwendeten oberflächenaktiven Mittel können anionische oberflächenaktive Mittel sein, beispielsweise Seifen, Fettsulfatester, wie Dodecy!natriumsulfat, Octadecylnatriumsulfat und Cetylnatriumsulfat, fettaromatische Sulfonate, wie Alkylb.enzolsulfonate oder Butylnaphthalinsulfonate, komplexere Fettsulfonate, wie das Amidkondensatxonsprodukt von ölsäure und N-MethyItaurin oder das Natriumsulfonat von Dioctylsuccinat.
Die oberflächenaktiven Mittel können auch nicht-ionische Mittel sein, beispielsweise Kondensationsprodukte von Fettsäuren, Fettalkoholen oder fettsubstituierten Phenolen mit Äthylenoxyd oder Fettester und -äther von Zuckern oder mehrwertigen Alkoholen oder die aus letzteren durch Kondensation mit Äthylenoxyd erhaltenen Produkte oder die Produkte, die als Blockcopolymeren von Äthylenoxyd und Propylenoxyd bekannt sind.
Die oberflächenaktiven Mittel können auch kationische Mittel sein, beispielsweise Cetyltrimethylammoniumbromid.
Bevorzugte oberflächenaktive Mittel sind beispielsweise Fettalkylsulfate, Alkylarylsulfonate, Fettalkyläthoxylate, sulfatierte Fettalkyläthoxylate, Dialkylsulfosuccinatester,
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Ligninsulfonatsalze, sulfonierte Naphthalin-Formaldehydkondensate und sulfonierte Harnstoff-Formaldehydkondensate.
Das Triazin oder die Mischungen mit anderen binsenbekämpfenden Herbiziden können mit Düngemitteln oder mit anderen Schädlingsbekämpfungsmitteln gemischt werden. So kann, das Triazin mit einem anderen Herbizid, von dem . gegebenenfalls bekannt ist, daß es Binse bekämpft, oder mit einem anderen Herbizid, das gegebenenfalls zur Anwendung auf5 Wintergetreide zur selektiven Unkrautbekämpfung bekannt ist, gemischt werden. Andererseits kann das Triazin das einzige, für die erfindungsgemäße Behandlung aufgebrachte Herbizid sein.
Die Aufbringung kann vor dem Pflanzen oder Aussäen
vorzugsweise des Getreides, vorzugsweise jedoch nachher, erfolgen, d.h./ an einem Ort, wo ein Getreide bereits wächst. Sie erfolgt gewöhnlich vor dem Auflauf ei des Getreides, kann jedoch auch nachher erfolgen. Vorzugsweise ist das Getreide Winterweizen oder Wintergerste, insbesondere Winterweizen. Zweckmäßigerweise werden alle Herbizide gemeinsam aufgebracht. Wenn eine Mischung von Herbiziden verwendet wird, können diese unmittelbar, vor der Verwendung gemischt werden; es ist jedoch erwünscht, daß sie bereits vorher gemischt worden sind.
im " ' ·
Das Triazin wird/allgemeinen in einer Menge von
1/2 bis 2 1/2, z.B. 3/4 bis.2 1/2 kg pro ha aufgebracht. Erfindungsgemäß wird es vorgezogen, 1/2 bis 2 1/2, z.B. 3/4 bis 2 1/2 kg des chlorierten Triazins an einen Ort aufzubringen, wo Winterweizen oder Wintergerste wächst, u.zw. vor dessen Auflaufen. Die Aufbringung der meisten allgemein verwendeten
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chlorierten Triazine, z.B. 2-ChIOr-M- , 6-bisäthylamino~l ,3 ,5-triazin oder 2-Chlor-6-äthylamino-ll-isopropylamino-l ,3 ,5-triazin, in dieser Menge auf diesen Ort tendiert dazu, das Getreide zu schädigen; das erfindungεgemäße Verfahren ist für das Getreide überraschend sicher.
Die Menge an 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-l,3,5-triazin kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform 1 bis 1 1/2 kg pro ha ,betragen, insbesondere wenn es das alleinige Herbizid ist, das Binse bekämpft.
Wenn eine Mischung von Triazin und N'-(3,4-DichlorphenyD-N-methoxy-N-methy!harnstoff verwendet wird, werden gewöhnlich insgesamt 1/2 bis 3 1/2, vorzugsweise 1 bis 2 kg der beiden Herbizide pro ha aufgebracht. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden 1/2 bis 2, vorzugsweise 3/4 bis 1 1/4 kg Triazin und 1/8 bis 1 1/2, beispielsweise 1/8 bis 1, vorzugsweise 1/4 bis 3/4 kg des Harnstoffes pro ha aufgebracht, insbesondere wo Winterweizen oder Wintergerste wächst, insbesondere vor dessen Auflaufen.
Wenn eine Mischung von Triazin und N-(Benzothiazol-2-yl)-N,N'-dimethylharnstoff verwendet wird, werden gewöhnlich insgesamt 1 bis 4 1/2, vorzugsweise 1 1/2 bis 3 1/2 kg der beiden Herbizide pro ha aufgebracht. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden 1/2 bis 1 1/2, vorzugsweise 3/4 bis 1 1/4 kg Triazin und 1/2 bis 3, vorzugsweise 3/4 bis 2 1/2 kg Harnstoff pro ha aufgebracht, insbesondere wo Winterweizen oder Wintergerste wächst, insbesondere vor dessen Auflaufen.Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden 1/2 bis 1 kg
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Triazin und 1 bis 2 1/2 kg Harnstoff pro ha aufgebracht, insbesondere wo Winterweizen oder Wintergerste wächst, insbesondere vor dessen Auflaufen.
Die folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung näher erläutern, ohne daß diese jedoch hierauf beschränkt sein soll.
Beispiel 1: Winterweizen (Capelle-Varietät) wurde am 7. Oktober 19 71 in England ausgesät. Am 11. Oktober 19 71 wurde 2-Chlor-1l-diäthylamino-6-äthylamino-l ,3 ,5-triazin in einer wässerigen Sprühflüssigkeit in einer Menge von 1 1/4 kg pro ha aufgebracht. Die Ergebnisse wurden im März 1972 festgestellt. Im Vergleich mit einer benachbarten, unbehandelten Fläche war eine 9 5 %ige Binsenbekämpfung erzielt und kein Getreideschaden feststellbar.
Bei einem anderen Versuch wurden 2 1/2 kg 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-s-triazin pro ha aufgebracht. Es war ebenfalls kein Getreideschaden vorhanden.
Beispiel 2: 20 verschiedene Feldversuche unter verschiedenen Boden- und Klimabedingungen wurden in England durchgeführt, wobei 1 kg 2-Chlor-li-diäthylamino-6-äthylamino-1,3 ,5-triazin und 1/2 kg N'-(3,4-DichlorphenyD-N-methoxy-N-methylharnstoff pro ha in einer wässerigen Sprühflüssigkeit im Herbst 1971 vor dem Auflaufe auf Winterweizen verschiedener Varietäten aufgebracht wurden. Die Prüfung im folgenden März ergab eine 89 %ige Binsenbekämpfung im Vergleich mit unbehandelten Vergleichsfeldern. Es traten keine Getreideschäden auf.
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- li -
Beispiel 3: 20 verschiedene Feldversuche unter verschiedenen Boden- und Klimabedingungen wurden in England durchgeführt, wobei 0,75 kg 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-1,3,5-triazin und entweder 2,2 oder 1,7 kg N-(Benzothiazol-2-yl)-N,N'-dimethy!harnstoff pro ha in einer wässerigen Sprühflüssigkeit im Herbst 1971 vor dem Auflaufanauf Winterweizen verschiedener Varietäten aufgebracht Xtfurden. Die Prüfung im folgenden März/April zeigte eine durchschnittliche Binsenbekämpfung von 90 %, wo 0,75 kg/ha Triazin und 2,2 kg/ha Harnstoff aufgebracht worden waren, und 87 %, wo 0,75 kg/ha Triazin und 1,7 kg/ha Harnstoff aufgebracht worden waren, beide im Vergleich mit unbehandelten Kontrollfeldern.
Es traten keine Getreideschäden auf.
Bei weiteren Vergleichen wurden 3,125 kg/ha Harnstoff allein in einer wässerigen Sprühflüssigkeit aufgebracht. Dies ergab eine durchschnittliche Binsenbekämpfung von nur 78 % im Vergleich mit den unbehandelten Feldern.
Daraus .ist ersichtlich, daß erfindungsgemäß eine bessere Binsenbekämpfung erzielt wird, obwohl weniger aktiver Bestandteil aufgebracht wird.
Beispiel if: Verschiedene Feldversuche unter unterschiedlichen Boden- und Klimabedingungen wurden in England durchgeführt, wobei entweder 0,75 oder 1,0 kg/ha 2-Chlor-U-diäthylamino-6-äthylamino-l,3,5-triazin und 0,375 kg/ha N'-( 3 ,^-DichlorphenyD-N-methoxy-N-methylharnstoff in einer wässerigen Sprühflüssigkeit im Herbst vor dem Auflaufen auf Winterweizen aufgebracht wurden, Die Prüfung bei der Ernte
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ergab im Vergleich mit unbehandelten Kontrollfeldern folgende durchschnittliche Ergebnisse:
Behandlung % Binsenbekämpfung Weizenernte
0,75 kg/ha Triazin +
0,3 75 kg/ha Harnstoff 9'1 119
1,0 kg/ha Triazin +
0,375 kg/ha Harnstoff 93 .122
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Claims (11)

- 13 Patentansprüche :
1. Verfahren zum selektiven Bekämpfen von Binse an Orten, wo ein Wintergetreide wächst oder wachsen soll, dadurch gekennzeichnet, daß auf die betreffenden Orte eine binsenbekämpfende Menge an 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-1,3,5-triazin entweder als alleiniges binsenbekämpfendes Herbizid oder in Mischung nit einem anderen, von 2,4-Dichlorphenyl-4-nitrophenyläther verschiedenen Herbizid, das ebenfalls Binae bekämpft, aufgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Triazin in Mischung mit einem anderen, von einem Äther verschiedenen Herbizid, das ebenfalls Binse bekämpft, ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Triazin entweder als alleiniges binsenbekämpfendes Herbizid oder in Mischung mit einem anderen, von 2,4-Dichlorphenyl-4~nitrophenyläther oder 3-(3,U-DichlorphenyD-l,1-dimethy!harnstoff verschiedenen Herbizid, das ebenfalls Binse bekämpft, verwendet wird.
4. Verfahren zum selektiven Bekämpfen von Binse an Orten, wo ein Wintergetreide wächst oder wachsen soll, dadurch gekennzeichnet, daß auf die betreffenden Orte eine binsenbekämpfende Menge einer herbiziden Zusammensetzung, die 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-l,3,5-triazin und
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N'-(3 ^-DichlorphenyD-N-methoxy-N-methylharnstoff enthält, aufgebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch M-, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von Triazin zum Harnstoff 1 : 3 bis 6 : 1 beträgt.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß 1/2 bis 2 kg Triazin und 1/8 bis 1 1/2 kg Harnstoff pro ha aufgebracht werden.
7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß 3/4 bis 1 1/4 kg Triazin und 1/4 bis 3/4 kg Harnstoff pro ha auf einen Ort, wo Winterweizen oder Wintergerste wächst., vor dessen Auflaufen aufgebracht werden.
8. Verfahren zum selektiven Bekämpfen von Binse an Orten, wo ein Wintergetreide wächst oder wachsen soll, dadurch gekennzeichnet, daß auf die betreffenden Orte eine binsenbekämpfende Menge einer herbiziden Zusammensetzung, die 2-Chlor-4-diäthylamino-6~äthylamino-l ,3,5-triazin und N-(Benzothiazol-2-yl)-N,N'-dimethylharnstoff enthält, aufgebracht wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gew. Verhältnis von .Triazin zum Harnstoff 1 : 6 bis 3 : 1 beträgt.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß 1/2 bis 1. 1/2 kg Triazin und 1/2 bis 3 kg Harnstoff pro ha aufgebracht werden.
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11. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß 3/4- bis 1 l/H kg Triazin und 3/4 bis 2 1/2 kg Harnstoff pro ha auf einen Ort, wo Winterweizen oder Wintergerste wächst, vor dessen Auflaufen aufgebracht werden.
Herbizide Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, daß sie 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-l,3,5-triazin und N1-(3,4-DichlorphenyD-N-methoxy-N-methy!harnstoff in einem Gewichtsverhältnis von 2 : 1 bis 4 : 1 enthält.
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