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DE2200029A1 - Herbizid - Google Patents

Herbizid

Info

Publication number
DE2200029A1
DE2200029A1 DE19722200029 DE2200029A DE2200029A1 DE 2200029 A1 DE2200029 A1 DE 2200029A1 DE 19722200029 DE19722200029 DE 19722200029 DE 2200029 A DE2200029 A DE 2200029A DE 2200029 A1 DE2200029 A1 DE 2200029A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
herbicide
triazine
diethylamino
chloro
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722200029
Other languages
English (en)
Inventor
Pfeiffer Rudolf Koloman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fisons Ltd
Original Assignee
Fisons Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fisons Ltd filed Critical Fisons Ltd
Publication of DE2200029A1 publication Critical patent/DE2200029A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N47/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid
    • A01N47/08Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid the carbon atom having one or more single bonds to nitrogen atoms
    • A01N47/28Ureas or thioureas containing the groups >N—CO—N< or >N—CS—N<
    • A01N47/30Derivatives containing the group >N—CO—N aryl or >N—CS—N—aryl

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
dr. W. Schalk · dipl.-ing. P.Wirth · dipl.-ing. G. Dannenberg DR. V. SCHMIED-KOWARZIK · DR. P. WEI N HOLD · DR. D. G UDEL
6 FRANKFURTAM MAIN
OR. ESCHENHEIMER STRASSE 39 SK/SK
Case: 964/71 AJA
Fisons Limited
Harvest House,
Felixstowe, Suffolk, England
Herbizid
Die vorliegende Erfindung bezieht siGh auf herbizide Präparate, ihre Herstellung und ihre Verwendung,
Die vorliegende Erfindung liefert ein herbizides Präparat aus 3-(3,4-Oichlorphanyl)-1,1-dimethylharnatoff und 2^hloi>-4-diäthylamina-6-äthylaminas-triazin.
Weiterhin liefert die vorliegende Erfindung sin Verfahren zur Unkrautbekämpfung am befallenen Ort oder möglicherwsis® befallenen Ort, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man mit dem Ort eine unkrautbskämpfende Manga des erfindungsgemäßen Präparates in Berührung bringt.
Die beiden oben genannten Chemikalien sind als Herbizids bekannt, die erfindungsgemäßen Mischungen sind jedoch gegenüber dem, was aus dan beiden Einzelbestandteilen zu erwarten war, wesentlich vorteilhafter. Das heißt, die Mischungen sind synergistisch. Die Doabrung des 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoffes kann bei Erzielung derselben oder einer überlegenen
Wirkung vermindert werden, indem man einen Teil derselben durch eine geringere Gewichtsmenge des leichter herzustellenden 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthyl·- amino-s-triazins ersetzt. Weiterhin sind die Herbizidmischungen gegen Nutzpflanzen, d.h. Getreide, überraschend sicher und zeigen gegenüber der Nutzpflanze ein größeres Maß an Sicherheit als bei Verwendung der einzelnen Komponenten als Herbizide.
Das erfindungsgemäße Präparat erhält man durch einfaches Mischen der Bestandteile; die beiden wesentlichen Bestandteile sollten in einer Menge von 1-100 Teilen anwesend sein, wobei in der vorliegenden Anmeldung Teile, Verhältnisse und Prozentangaben Gew.-Teile, Gewichtsverhältnisse und Gew.-j/o sind. Gewöhnlich beträgt das Verhältnis von 2-ihlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-s-triazon zu 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharn^toff im Präparat 0,3-8:1, obgleich gewöhnlich eine größere Gewichtsrr .;.. 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-s-triazin als an 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff vorliegt; die bevorzugten Verhältnisse sind 1-3:1, insbesondere 3:2. Dieses spezifische Präparat ist besonders geeignet zur Verwendung als benetzbares Pulver mit bis zu 80 Gew.-^ insgesamt an den beiden wesentlichen Bestandteilen.
Die Präparate werden gewöhnlich in Form von Konzentraten, z.B. mit insgesamt 0,5-80 Gew,-J)d der beiden wesentlichen Bestandteile, hergestellt und zur Aufbringung mit Wasser verdünnt.
Die Präparate enthalten normalerweise ein oberflächenaktives Mittel und/oder einen Träger.
Der Träger kann eine flüssigkeit, z.B. Wasser sein, wobei Wasser zum Verdünnen des Konzentrates zwecks Aufbringung verwendet wird; dann kann das Präparat zweckmäßig ein oberflächenaktives Mittel enthalten. Mit dem Wasser kann ein organisches Lösungsmittel gemischt werden, obgleich dies nicht notwendig ist. Der Träger kann auch eine andere Flüssigkeit als Wasser, z.B. ein mit Wasser nicht mischbares Lösungsmittel, wie ein aromatisches oder aliphatisches Kohlenwasserstofflösungsmittel, sein, in welchem die herbizide Mischung gelöst oder suspendiert wird. Der flüssige Träger kann ein Kohlenwasserstoff mit einem Siedepunkt zwischen 130-270 C. sein. Zweckmäßig ist im Präparat ein oberflächenaktives Mittel anwesend, so daß das Präparat nach Zugabe zu Wasser als selbstemulgierbares Öl wirkt.
Im Konzentrat wird jedoch ein fester, fein zerteilter Träger, wie z.B. Tone, Sand oder Glimmer, bevorzugt.
Benetzbare, in Wasser lösliche oder dispergierbare Pulver werden besonders bevorzugt und können durch Mischen der beiden wesentlichen Herbizide mit oder ohne Träger mit einem oberflächenaktiven Mittel gebildet werden. Ein bevorzugtes benetzbares Pulver umfaßt die beiden wesentlichen Herbizide, Kaolin und/oder Kieselsäure als Träger und ein oberflächenaktives Mittel. Die erfindungsgemäßen benetzbaren Pulver enthalten gewöhnlich bis zu 80 % an aktivem Bestandteil.
Die hier verwendete Bezeichnung "oberflächenaktives Mittel11 umfaßt im weiteren Sinn die verschiedenen, Emulgatoren, Dispergierungsmittel und Netzmittel genannten Materialien. Diese Mittel sind in der Herbizidtechnik bekannt.
Die verwendeten oberflächenaktiven Mittel können anionische Verbindungen, wie Seifen, Fettsulfatester, z.B. Dadecylnatriumsulfat, Octadecylnatriumsulfat und Cetylnatriumsulfat, aromatische Fettsulfonate, wie Alkylbenzolsulfonate oder ButyJ-naphthalinsulfaonate, komplexere Fettsulfοnate, wie das Amidkondensationsprodukt von Ölsäure und N-Methyltaurin oder das Natriumsulf onat von Dioctylsuccinat, umfassen.
Die oberflächenaktiven Mittel können auch nicht-ionische Mittel umfassen, z.B. die Kodensationsprodukte von Fettsäuren, Fettalkoholen oder fettsubstituierten Phenolen mit Äthylenoxyd, oder Fettester und -äther von Zuckern oder mehrwertigen Alkoholen, oder die aus den letzteren durch Kondensation mit ÄttyLehoxyd erhaltenen Produkte sowie die als Blockmischpolymerisate aus Äthylenoxyd und Propylenoxyd bekannten Produkte. Geeignet sind auch kationische oberflächenaktive Mittel, wie Cetyltrirathylammoniumbromid.
Die bevorzugten oberflächenaktiven Mittel umfassen Fettalkylsulfate, Alkylarylsulfonate, Fettalkyläthoxylate, sulfatierte Fettalkyläthoxylate, Dialkylsulfoeuccinatester, Ligninsulfonatsalze, sulfonierte Naphthalin/Formeldehyd-Kondeneate und sulfonierte Harnatoff/Formaldehyd-Kondenaate.
Die entscheidenden Herbizide können auch mit einem Düngemittel oder mit anderen agrochemischen Pestiziden, z.B. anderen Herbiziden, gemischt werden.
Das erfindungsgemäße herbizide Präparat kann auf Pflanzen, Boden, Land- oder Meeresgebiete angewendet werden. Es kann als nicht-selektives Herbizid* verwendet werden, obgleich seine Verwendung als selektives Herbizid, insbesondere zur selektiven Bekämpfung von Unkraut in Getreiden, vor allem Weizen, bevorzugt wird. Es eignet sich besonders zur Bekämpfung von Wiesenfuchsschwanzgras in ttinterweizsn.
Das Präparat wird vorzugsweise im Vorlaufstadium, z.B. im Herbst bei Winterweizen, angewendet. Es kann jedoch auch als Nachlaufpräparat, z.B. kurz nach dem Sprossen von Winterweizen, verwendet werden. Gewöhnlich wird es in einer Menge von 0,6-7 kg/ha, vorzugsweise 0,8-4 kg/ha, verwendet; zweckmäßig werden die beiden wesentlichen Bestandteile und alle anderen Bestandteile zusammen aufgebracht. Besonders zweckmäßig ist die Verwendung von weniger als 4 kg/ha.
Es wurden vorzugsweise 0,6-2,2 kg/ha 2-Chlor-4—diäthylamino-6-äthylamino-striazin und 0,3-1,7 kg/ha 3-(3,4-üichlorphenyl}-1,1-dimethylharnstoff aufgebracht. Besonders geeignet sind Menge von 0,8 kg/ha an 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-s-triazin und 0,6 kg/ha an 3*p(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimet hylharnstoff.
Die wesentlichen Bestandteile können unmittelbar vor der Verwendung gemischt werden.Es ist jedoch zweckmäßig, wenn die beiden wesentlichen Bestandteile bereits gemischt sind.
Das erfindungsgemäße herbizide Präparat ist wirksam gegen eine Vielzahl breitblättriger Unkräuter, wie Sandkraut (Stellaria media) und Hundskamille (Matricaria spp.) sowie auch gegen viele Gräser, wie Wissenfuchsschwanzgras
- 6 (Alopecurus myosuroides) und Ripsengras (Poa annua).
Das folgende Beispiel veranschaulicht die vorliegende Erfindung, ohne sie zu beschränken.
Beispiel
Es wurde eine benetzbare Pulverformulierung hergestellt, die 24 % 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-s-triazin und 15% 37-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff enthielt. Diese wurde in Wasser suspendiert und im Vorlauf im Herbst in einer Menge von 0,84 kg/ha 2^hlor-4-diäthylamino-6--äthylaminos-triazin und 0,56 kg/ha 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff auf Winterweizen gesprüht, wobei die Gesamtkonzentration an aktivem Bestandteil in der Sprühflüssigkeit 1 Teil in 200 Teilen betrug. Im Vergleich zu Kontrollfeldern ergab die Behandlung eine gute Bekämpfung von Gräsern und breitblättrigen Unkräutern bei der Untersuchung im folgenden Frühling.

Claims (7)

-. 7 Patentansprüche
1.- Heräzid, bestehend aus oder enthaltend 3-l3,4-0ichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff und 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino>-s-triazin.
2.- Herbizid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Üs 0,3-3 Gew.-Teile, vorzugsweise 1-3 ßew.-Teile, Triazin pro Gew.-Teil Harnstoff enthält.
3.- Herbizid nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß es ein oberflächenaktives Mittel enthält.
4.- Verfahren zur Unkrautbekämpfung, dadurch gekennzeichnet, daß man den zu schützenden Ort mit einem Mittel gemäß Anspruch 1 bis 3 in Berührung bringt.
5.- Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel als Vor- oder Nachlaufherbizid verwendet wird.
6.- Verfahren nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zur selektiven Bekämpfung von Unkraut an einem Ort verwendet wird, wo Getreide, vorzugsweise Winterweizen, wächst.
7.- Verfahren nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß insgesamt 0,6-7 kg/ha der beiden wesentlichen Bestandteile verwendet werden.
B.- Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß 0,6-2,2 kg/,ha 2-Chlor-4-diäthylamino-6-äthylamino-s-triazin und 0,3-1,7 kg/ha 3-(3,4-OiChIOr-" phenyl)-1,1-dimethylharnstoff verwendet werden.
Der Patentanwalt:
DE19722200029 1971-01-08 1972-01-03 Herbizid Pending DE2200029A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB96471 1971-01-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2200029A1 true DE2200029A1 (de) 1972-07-27

Family

ID=9713612

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19722200029 Pending DE2200029A1 (de) 1971-01-08 1972-01-03 Herbizid

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BE (1) BE777788A (de)
DE (1) DE2200029A1 (de)
FR (1) FR2121650A1 (de)
IT (1) IT946376B (de)
NL (1) NL7200107A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2191845A1 (en) * 1972-07-17 1974-02-08 Phyteurop Sa Urea-triazine herbicidal compsn - showing synergistic effect for pre-emergence treatment of cereal crops

Also Published As

Publication number Publication date
NL7200107A (de) 1972-07-11
FR2121650A1 (en) 1972-08-25
BE777788A (fr) 1972-07-06
IT946376B (it) 1973-05-21

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