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DE317919C - - Google Patents

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Publication number
DE317919C
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DE
Germany
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lime
carbonate
soluble
phosphoric acid
phosphorus
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DENDAT317919D
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English (en)
Publication of DE317919C publication Critical patent/DE317919C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B17/00Other phosphatic fertilisers, e.g. soft rock phosphates, bone meal

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß sich aus dem Obolus Apollinis, einer in . Esthland vorkommenden in Sandstein eingelagerten Versteinerung, ein wertvolles phosphorhaltiges und pflanzenlösliches Düngemittel herstellen läßt. Der Sandstein mit dem Obolus Apollinis wird zu diesem Zweck fein gemahlen, mit kohlensaurem oder Ätzkalk vermischt, der die in ihm enthaltenen Eisenverbindungen neutralisiert. So wird ein Düngemittel mit einem Gehalt von 5 bis 30 Prozent P2O6 erhalten.
Als Zusatz kann man feinst gepulverten Ätzkalk oder gemahlenen oder geschlemmten kohlensauren Kalk verwenden. Demselben Zweck kann ohne weiteres natürlich abgelagerter kohlensaurer Kalk von teigiger Beschaffenheit dienen, wie er sich in Flußniederungen findet, falls die'Korngröße sehr gering (0,02 mm) ist. Ein Überschuß von Kalk, kohlensaurem Kalk oder Gips ist nur von Vorteil. Gleichzeitig kann man phosphorhaltige Glaukonitkalke (die meistens 0,4 bis ι Prozent P2O5 enthalten), Leperditienmergel, Kalkkonkretionen mit Tribolitenschalen, Conodonten mit hohem Kalk- und Phosphorsäuregehalt oder Phosphoritknollen des Vaginatenkalkes, und für lehmarme Böden Tonerdeverbindungen zusetzen.
Bei der beschriebenen Behandlung werden die in den Obolenschalen vorhandenen Phosphorverbindungen durch die bloße Mischung mit Ätzkalk oder kohlensaurem Kalk pflanzenlöslich, während man bisher auf dem Standpunkt gestanden hat, daß es zur Erzielung einer brauchbaren Düngewirkung notwendig ist, die phosphorsäurehaltigen Mineralsubstanzen einem Aufschließungsverfahren zu unterwerfen, durch welches die Phosphorsäure in wasserlösliche oder zitratlösliche Form übergeführt wird. Bekanntlich werden alle derartigen Düngemittel, wie Superphosphate, Thomasmehl u. dgl. im Handel nach ihrem Gehalt an wasserlöslicher oder zitratlöslicher Phosphorsäure bewertet.
Die Tatsache, daß bei dem vorliegenden Ausgangsmaterial ein derartiger Aufschließungsprozeß unnötig ist, daß vielmehr die bloße Mischung mit Ätzkalk oder kohlensaurem Kalk genügt, um die in dem Ausgangsmaterial enthaltene Phosphorsäure zu befähigen, von den Pflanzen aufgenommen zu werden, ist höchst überraschend. Außerdem ist ein bloßes Mischungsverfahren wesentlich einfacher, als eine Aufschließung mit. Schwefelsäure, wie sie bisher bei mineralischen phosphorhaltigen Ausgangsstoffen für nötig gehalten wurde.
Daß tatsächlich die Phosphorsäure der Obolenschalen durch die angegebene Mischung pflanzenlöslich wird, haben Vergleichsversuche ergeben, bei denen auf Ackerflächen gleicher Beschaffenheit einerseits das neue Düngemittel, andererseits Superphosphat oder Thomasmehl -von gleichem oder sogar* noch höherem Gehalt an P2 O5 verwendet wurde, der bei letzteren Produkten in zitratlöslicher Form vorlag.
Bei diesen Versuchen ließen sich weder in der Farbe des gekeimten Saatgutes, noch in der Wuchsform, noch in der Schwere des erdroschenen Getreides Unterschiede in der
Wirkung des neuen Düngemittels gegenüber dem zitratlöslichen Düngemittel feststellen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    '•'ϊ: Verfahren zur Herstellung eines phosphorartigen, pflanzenlöslichen Düngemittels, dadurch gekennzeichnet, daß Sandstein mit Obolus Apollinis fein gemahlen, mit Kalk oder kohlensaurem Kalk vermischt wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatz natürliche feinkörnige Mehle oder Schlämme von kohlensaurem Kalk benutzt werden.
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