DE2310056C3 - Einrichtung zur Verminderung der Schadstoffemission im Abgas einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Einrichtung zur Verminderung der Schadstoffemission im Abgas einer BrennkraftmaschineInfo
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Description
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Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung zur Verminderung der Schadstoffemission im Abgas einer
Brennkraftmaschine, die ein pneumatisch gesteuertes Ventil umfaßt, über das unter dem Förderdruck eines
Luftgebläses stehende Zusatzluft in einen Abschnitt des Ansaugsystems eingeführt wird, der zwischen Zylindereinlaß
und einem vorgeschalteten Vergaser liegt, wobei das pneumatisch gesteuerte Ventil durch den Druck im
Ansaugsystem stromab des Vergasers betätigt ist, sowie außerdem mit einer Lufteinblasleitung, die, ausgehend
von der Förderleitung des Luftgebläses, in das Abgassystem mündet.
Bei derartigen aus der DE-OS 21 01 667 bekannten Einrichtungen ist zum Erzielen eines günstigen Mischungsverhältnisses
von Brennstoff und Luft sowie eines schadstoffarmen Abgases vorgesehen, die Zufuhr
von Primärluft zum Ansaugkanal ebenso wie die Zufuhr von Sekundärluft zum Auspuffkanal in Abhängigkeit
von den Betriebsbedingungen der Brennkraftmaschine zu steuern, wobei ein nachgeschalteter Abgasreaktor
nur dann in Betrieb gesetzt wird, wenn das Abgassystem ein schadstoffreiches Abgas in die Atmosphäre abgeben
könnte.
Bei der bekannten Einrichtung wird in einem Betriebsbereich, beispielsweise bei Schiebebetrieb,
zusätzlich Luft in das Ansaugsystem der Brennkraftmaschine stromab der Drosselklappe des Vergasers
eingeführt, wenn vom Vergaser ein Brennstoff-Luft-Gemisch geliefert wird, das hinsichtlich seines Mischungsverhältnisses
ohnehin nicht besonders günstig ist. Gerade in diesem Bereich wird aber zusätzlich Luft
zugeführt, so daß das in die Brennkraftmaschine einströmende Brennstoff-Luft-Gemisch nicht mehr
gezündet werden kann und zu einem erhöhten Schadstoffausstoß mit den Abgasen führt. Allerdings
wird auch bei der bekannten Anordnung in das Abgassystem zusätzlich Luft eingeführt, so daß die
Schadstoffe zwar verbrennen, jedoch zu einer unverhältnismäßig hohen Belastung und somit zu einem
vorzeitigen Verschleiß des nachgeschalteten Abgasreaktors führen.
Im allgemeinen wird der Brennstoffanteil des für den Beirieb νυπ Vergasermotoren notwendigen Brerinsioff-Luft-Gemisches
in Abhängigkeit von den Arbeitsbedingungen des Motors (Luftdruck, Drehzahl und Belastung)
im Vergaser geregelt, indem entweder die Luftförderiiienge
oder die Brennstoff-Fördermenge beeinflußt wird.
Im ersten Fall steuert man die im Mischkanal ankommende Luftmenge mittels einer barometrischen
Druckdose und einer Unterdruckdose, die an das Ansaugrohr oder an den verstärkten Unterdruck im
Venturirohr des Vergasers angeschlossen ist
Im zweiten Fall wird mit ähnlichen Mitteln eine Steuernadel für die Kraftstoffzufuhr beeinflußt
Wenn sehr kleine Augenblicksänderungen der Fördermenge überwacht werden müssen, fehlt beiden
bekannten Maßnahmen die Empfindlichkeit und die Zuverlässigkeit So stellt die mit Unterdruck in einem
Mischkanal mit sehr kleinem Querschnitt von beispielsweise nur 0,7 mm ankommende Luftmenge eine schwer
zu überwachende Größe dar. Weiterhin ist bekannt daß die die Brennstoffmenge beeinflussenden Nadeln genau
gearbeitet und empfindliche Teile sind, die leicht beschädigt werden können. In der Serienfabrikation
lassen sich mit derartigen Mitteln nur schwer gleichbleibende Ergebnisse erzielen. Diese Maßnahmen erlauben
keine Regelung im Verzögerungsbereich, in dem das Mischsystem dann wirkungslos ist und sie sind selbst bei
normalen Betriebsdrehzahlen in komplizierten Versorgungssyrtemen, etwa bei Doppelvergasern, praktisch
nicht anwendbar.
Aus der DE-OS 21 22 230 ist eine Einrichtung zur Kraftstoffersparnis und zur Verminderung der schädlichen
Abgasbestandteile bei gemischverdichtenden Brennkraftmaschinen in Kraftfahrzeugen bekannt, bei
der der Gemischbildungseinheit eine verschließbare Luftzuführungsöffnung im Saugrohr nachgeschaltet ist,
die in Abhängigkeit vom Unterdruck im Saugsystem selbsttätig auf- bzw. zugeregelt wird. Dazu dient eine
zwischen Gemischbildungseinheit und Saugrohr angeschlossene Unterdruckdose. — Die bekannte Einrichtung
läßt keine altimetrische Korrektur zu und spricht nicht auf starke Belastungs- und hohe Drehzahländerungen
an, weil der Ansaug-Unterdruck nicht ausreicht, die Zweitluftzufuhr wirksam zu regeln.
Die DE-PS 4 65 849 betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Regelung der Gemischtemperatur und
des Mischungsverhältnisses bei Höhenmotoren, bei der mit zunehmender Höhenlage der Maschine das
Ladegemisch in Abhängigkeit vom Verdichtungsdruck im Maschinenzylinder zum Ausgleich des Temperaturabfalls
der Ansaugluft mehr und mehr beheizt und gleichzeitig zur Verhinderung einer Überfettung infolge
des Druckabfalls der Ansaugluft durch Zusatzluftzufuhr oder Brennstoffdrosselung mehr und mehr verdünnt
wird. — Die bekannte Vorrichtung dient nicht der Verminderung der Schadstoffemission im Abgas einer
Brennkraftmaschine.
Das gleiche gilt für die deutschen Patentschriften 7 14 202 (a) und 4 52 592 (b), die einen schwimmerlosen
Vergaser für Brennkraftmaschinen (a) bzw. eine Vorrichtung zum selbsttätigen Regeln für mit Überdruck
laufende Flugzeugmotoren (b) beschreiben. Zweck der Erfindung nach (a) ist es, bei einem
schwimmerlosen Vergaser für Brennkraftmaschinen in Flugzeugen, die Hubgröße der Brennstoffdüsennadel im
Verhältnis zur Hubgröße des gleichzeitig mit der Nadel vom Gashebel betätigten Luftschiebers entsprechend
dem wechselnden Luftdruck mittels einer Barometerdo-5€ ZU VerSriucrn. — mit ucf ν öiTiCiiiüug gCrnSu^u; SGn
die Brennstoffzufuhr in Obereinstimmung mit der
Flughöhe für Flugmotoren, die unter Oberdruck laufen,
durch eine barometrische Kapsel selbsttätig geregelt werden.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht demgegenüber darin, die Mängel der eingangs
näher beschriebenen Einrichtung zur Verminderung der Schadstoffemission im Abgas einer Brennkraftmaschine
zu beheben und so weiterzuentwickeln, daß sie den Anforderungen einer Brennkraftmaschine an das ihr
zugeführte Brennstoff-Luft-Gemisch besser als bisher gerecht wird und daß insbesondere die Abgase der
Brennkraftmaschine in allen Betriebsbereichen einen möglichst geringen Schadstoffanteil aufweisen.
Diese Aufgabe ist bei der eingangs beschriebenen Einrichtung und im Oberbegriff des Anspruchs festgelegten
Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem pneumatisch gesteuerten Ventil ein pneumatischer
Verstärker vorgeschaltet ist, dem als Steuerdruck der in
einem Venturirohr des Vergasers herrschende Druck und als Arbeitsdruck der im Ansaugsystem stromab des
Vergasers herrschende Druck zugeleitet werden.
Die Einrichtung nach der Erfindung gewährleistet die Regelung der atmosphärischen Druckänderungen für
alle Geschwindigkeitsbereiche und Betriebsverhältnisse 2s der Brennkraftmaschine ohne nennenswerten baulichen
Aufwand bei guter Ansprech-Empfindlichkeit, selbst bei
starker Belastung und hoher Geschwindigkeit, wo der Unterdruck in der Ansaugleitung ungenügend wird und
die hohe Geschwindigkeit des Luftdurchganges an der engsten Stelle des Venturirohres einen Unterdruck
durch Stauwirkung in der Leitung erzeugt und so eine gute Empfindlichkeit des pneumatisch gesteuerten
Ventils bewahrt. Die Arbeitsweise des Vergasers wird dadurch nicht beeinträchtigt
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer
Zeichnungen näher erläutert.
F i g. 1 ist eine Stirnansicht eines Motors mit der erfindungsgemäßen Einrichtung,
F i g. 2 zeigt den gleichen Motor von oben gesehen, mit teilweise im Schnitt gezeichneten Luftmengenregelventilen.
Die Einrichtung besteht aus einer Luftpumpe 1, die gleichzeitig dem Einleiten von Luft in den (nicht
gezeichneten) Auspufftopf dient, einer barometrischen Druckdose 4, einer Klappe 3, die den Luftstrom
entsprechend dein Barometerdruck regelt, einem pneumatischen Verstärker 6 für den am Venturirohr 11
des Vergasers C abgenommenen Unterdruck, einem von dem verstärkten Unterdruck pneumatisch gesteuerten
Ventil 5, daß die Luftmenge entsprechend der Belastung und der Drehzahl des Motors Mreguliert, und
einem Lufteinlaß 10 im Ansaugsystem A unterhalb des Vergasers C
Ein Teil der von der Luftpumpe 1 gelieferten Luft wird von einem Rohr 2 zur Klappe 3 geleitet, die von der
barometrischen Druckdose 4 gesteuert wird. Druckdose 4 und Klappe 3 sind so aufeinander abgestimmt, daß bei
Normaldruck (760 mm Hg) der Luftdurchlaß geschlossen ist Sobald der Luftdruck abnimmt, beginnt die
Druckdose 4 die Klappe 3 zu öffnen und der Luftdurchlaß ist regelbar.
Diese Anordnung dient dazu, den Luftstrom entsprechend
dem atmosphärischen Luftdruck zu regeln, wobei der Vergaser auf ein normales Brennstoff-Luft-Gemisch
bei normalem Luftdruck (760 mm Hg) eingestellt ist
Nachdem die Luft die Klappe 3 passiert hat, strömt sie
zu dem pneumatisch gesteuerten Ventil 5, welches von dem Unterdruck gesteuert wird, der am Venturirohr 11
des Vergasers C abgenommen und von dem pneumatischen Verstärker 6 verstärkt worden ist Dieser
Verstärker ist einerseits an eine Leitung 8, die den Unterdruck am Venturirohr 11 und andererseits an eine
zweite Leitung 9 angeschlossen, die den Unterdruck der Ansaugleitung als Verstärkungsmittel liefert. Das
pneumatisch gesteuerte Ventil 5 und der pneumatische Verstärker 6 dienen gemeinsam dazu, den Luftstrom
entsprechend der Drehzahl und der Belastung des Motors zu regeln. Bei voller Belastung und höchster
Drehzahl ist der Unterdruck im Venturirohr 11 größer und infolgedessen erreichen die öffnung des Ventils und
der Luftstrom ebenfalls ihren Höchstwert
Von dem pneumatisch gesteuerten Ventil 5 aus wird die Luft durch eine Leitung 7 in das Ansaugsystem A
geführt; die Einströmöffnung liegt in der Nähe und in Strömungsrichtung unterhalb des Vergasers C
Durch diese Anordnung kann die Menge der eingelassenen Luft so gesteuert werden, daß sich der
Brennstoffanteil im Brennstoff-Luft-Gemisch trotz unterschiedlichen atmosphärischen Luftdrucks nicht
ändert
Als pneumatischer Verstärker kann ein handelsüblicher Fluid-Verstärker dienen, der den Unterdruck im
Ansaugsystem als Energiequelle ausnützt
Um bei Abgasnachbehandlungsanlagen eine befriedigende Lebensdauer zu erreichen, muß die Betriebstemperatur
des katalytischen Reaktors begrenzt werden, was nur durch Konstanthaltung des Brennstoffanteils im
Brennstoff-Luft-Gemisch möglich ist
Claims (1)
1
Patentanspruch:
Patentanspruch:
Einrichtung zur Verminderung der Schadstoffemission im Abgas einer Brennkraftmaschine, die ein
pneumatisch gesteuertes Ventil umfaßt. Ober das unter dem Förderdruck eines Luftgebläses stehende
Zusatzluft in einen Abschnitt des Ansaugsystems eingeführt wird, der zwischen Zylindereinlaß und
einem vorgeschalteten Vergaser liegt, wobei das pneumatisch gesteuerte Ventil durch den Druck im
Ansaugsystem stromab des Vergasers betätigt ist, sowie außerdem mit einer Lufteinblasleitung, die,
ausgehend von der Förderleitung des Luftgebläses, in das Abgassystem mündet, dadurch gekennzeichnet,
daß dem pneumatisch gesteuerten Ventil (5) ein pneumatischer Verstärker (6) vorgeschaltet
ist, dem als Steuerdruck der in einem Venturirohr (11) des Vergasers (C) herrschende
Druck und als Arbeitsdruck der im Ansaugsystem (A) stromab des Vergasers (C) herrschende Druck
zugeleitet werden.
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