DE2521681A1 - Verfahren und vorrichtung zur internen rezirkulation von abgas bei verbrennungsmotoren - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur internen rezirkulation von abgas bei verbrennungsmotorenInfo
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Description
15. Mai 1975
RDGIü NATIOITALE DES USINES RENAULT
8/10 Avenue Emile Zola
Boulof-ns-Billancourt (Hauts de Seine)
Boulof-ns-Billancourt (Hauts de Seine)
und
AUTOIiOBILSS Peugeot
75 Avenue de la Grande Armee
Patentanmeldung
Verfahren und Vorrichtung zur internen Rezirkulation
von Abgas "bei Verbrennungsmotoren.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Internen Rezirkulation von Abgas bei Verbrennungsmotoren,
insbesondere im Hinblick auf die Abgasreinigung.
Die immer schärfer werdenden Beschränkungsbestimmungen
für Stickoxydemissionen in Abgasen haben allgemein zur Amiendung von Abgas-Rezirkulationssystemen geführt,
welche die Realisierung eines erhöhten Rezirkulationsgrades
in einem erweiterten Funktionsbereich erlauben. Diese Entwicklung führt praktisch zum Ersatz der Rezirkulationssysteme,
die nach dem Prinzip "alles oder nichts" arbeiten, durch fortschrittlichere Systeme, welche auf
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rationellere ¥eise die Erreichung erhöhter Rezirkulationsgrade
unter Beibehaltung des Leitungsdrucks und. mit einem
akzeptablen Kraftstoffverbrauch zulassen.
Bei diesen bekannten Abgas-Rezirkulationssysternen, mögen
sie nun nach dem Prinzip "alles oder nichts" arbeiten oder nach einem fortschrittlicherem Prinzip, wird die .
rezirkulierte Gasmenge dadurch gesteuert, daß sie direkt durch eine Rezirkulations-Ventilklappe hindurchgeführt
wird, deren Öffnung durch mechanische, elektromagnetische oder pneumatische Mittel einstellbar ist,(die pneumatische
Steuerung erfolgt durch den Steuerdruck des Gases, wobei Unterdruck im Ansaugraum, im Auspuffraum oder in einem
Venturi-Rohr herrscht, das mit dem Ansaugraum in Verbindung steht, USV/ ).
Derartige Ventilklappen, die von Gasen mit hoher Temperatur
durchströmt v/erden, sind rauhen Betriebsbedingungen ausgesetzt, so daß ein zuverlässiges und präzises
Funktionieren nur schwierig zu gewährleisten ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, welche ein zuverlässiges
und präzises Funktionieren gewährleisten, wobei insbesondere der zuvor geschilderte Kachteil vermieden werden
soll, welcher seine Ursache darin hat, daß ein Schieber oder eine Ventilklappe von Gas mit hoher Temperatur durchströmt
wird.
Das erfindungsgemäße Abgas-Rezirkulationsverfahren ist
dementsprechend im wesentlichen dadurch gekennzeichnet,
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daß das Abgas dem Ansaugrohr des Ilotors unter Beimischung einer regelbaren Menge angesaugter Luft zugeführt wird,
wobei letztere indirekt die Dosierung der rezirkulierten AbgasKienge bestimmt.
Insbesondere besteht das erfindungsgemäße Verfahren in der Regelung der Luftmenge, die den Gasen als Funktion der
urngekehrten Belastung des Motors beigemischt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur internen Abgasrezirkulr.tion
bei einer Verbrennungskraftmaschine umfaßt einen Rezirkulationskanal, der einen Teil des Abgassystemes
mit einem Teil des Ansaugrohres des Ilotors verbindet, und ist im v.resent liehen gekennzeichnet durch einen Luftansaugkanal
der mit dem Rezirkulationskanal stromaufwärts von dessen Verbindung mit dem Ansaugrohr verbunden und mit einem
Luftmengen-Regelventil versehen ist, dessen Öffnung entsprechend der gewünschten Dosierung der rezirkulierten Abgasmenge erfolgt.
Dieses Ventil kann insbesondere als Funktion des stromabwärts von der zur Leistungsregelung dienenden Drosselklappe
herrschenden Druckes in dein Ansaugrohr gesteuert werden.
Zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung
werden nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Motors mit
der erfindungsgemäßen Abgas-Rezirkulationsvorrichtung;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer anderen Motor-Anordnung
und Abgas-Rezirkulationsvorrichtuns.
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-L-
Figur 1 zeigt in scliematischer Ausführungsform einen
Bezinmotor 1 mit einem Ansaugrohr 2 und einem Auspuffrohr 3. In dem Ansaugrohr 2 ist eine gewöhnliche Drosselklappe
4 zur Regelung der Leistung dargestellt. Diese Drosselklappe kann die Menge des angesaugten Luft-Kraftstoff-Gemisches
in dem Fall regeln, daß die Versorgung mit diesem Gemisch durch einen Vergaser erfolgt,
dessen Verengung stromaufwärts an der mit 5 bezeichneten Stelle der Figur angeordnet ist. Die
Drosselklappe kann aber auch die Menge der angesaugten Luft in dein Fall regeln, daß die Kraftstoffversorgung
durch direkte oder indirekte Einspritzung erfolgt.
Hit dem Auspuffrohr 3 ist ein Abgas-Rezirkulationskanal
β verbunden. Am Eingang weist der Abgas-Rezirkulationskanal 6 eine kalibierte Drosselstelle 7 auf.
Mit seinem Ende mündet der Abgas-Rezirkulationskanal
an der Stelle 8 in dem Ansaugrohr 2 stromaufwärts der Drosselklappe 4, wenn sich diese in der dargestellten
Position befindet (dargestellt als vollausgezogener Strich), in welcher der Motor abgebremst wird.
Mit dem Rezirkulationskanal 6 ist stromaufwärts vom Verbindungspunkt 8 ein Luftansaugkanal 9 verbunden.
Dieser Luftansaugkanal 9 enthält ein Luftmengen-Regelventil 10. Letzteres weist ein Verschlußteil 11 auf,
das durch eine Feder 12 im Schließsinn betätigt wird und mit einer Membran 13 verbunden ist. Die Membran
ist Teil einer zur Steuerung dienenden Unterdruckkammer 14, welche über eine Leitung 15 mit dem Ansaugrohr 2 stromabwärts
der Drosselklappe 4 verbunden ist. Der Luftansaugkanal 9 ist von dem Luftansaugrohr 2 an einem Punkt
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15 stromaufwärts vorn Punkt 8 und von dem evtl. vorhandenen
Vergaser abgeleitet. Die angesaugte Luft wird durch ein gewöhnliches Filter 17 gefiltert.
Die Funktion der Vorrichtung ist wie folgt: Beim Starten des Motors und insbesondere beim Abbremsen
befindet sich die Kündung des Rezirkulationskanales stromaufwärts von der Drosselklappe 4, wenn diese ihre
Abbremsposition einnimmt. Dadurch herrscht am Punkt wahrnehmbar der gleiche Druck wie am Punkt 16, und obgleich
das Verschlußteil 11 infolge der Wirkung des stromabwärts von der Drosselklappe herrschenden Unterdruckes
vollständig in Offnungsstellung sein sollte,
erfolgt nur eine schwache Luftzirkulation zwischen den Punkten 16 und 8 sowie nur eine leichte Rezirkulation
von Abgasen in Rio htung auf den stromaufwärts der Drosselklappe befindlichen Bereich,v/o der herrschende Druck
etwa gleich dem atmosphärischen Druck ist. Unter diesen Bedingungen ist gewährleistet, daß bei der Abbremsphase
des Motors und zu Beginn des Öffnens der Drosselklappe keine Störungen durch die existierende leichtere Zirkulation
auftreten können. Die Form der MündungsÖffnung am Punkt 8 kann entsprechend diesem Effekt gewählt sein,
sie kann beispielsweise ein kreisförmiges Loch oder ein Spalt sein.
Bei niedrigen Belastungen des Motors, bei denen die Scheibe der Drosselklappe 4 sich in eine Stellung befindet, in der die Mündung 8 stromabwärts von der Drosselklappe
liegt, wird das Verschlußteil 11 immer noch in seiner vollen Offenstellung gehalten und die in dem
Kanal 9 strömende Luftmenge hat ihren höchsten Wert,
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Daraus ergibt sich, daß die rezirkulierte Abgasmenge relativ gering ist.
Bei einer Erhöhung der liotorbelastung geht das Verschlußteil
11 fortschreitend in seine Schließstellung über, und dementsprechend reduziert sich auch die Menge
der in dem Kanal 9 strömenden Luft. Dagegen steigt die Menge des rezirkulierten Abgases entsprechend an
bis das Verschlußteil 11 vollständige seine Schließ- ■
stellung eingenommen hat.
Nachdem das Verschlußteil 11 seine Verschlussteilung
vollständig erreicht hat und die Drosselklappe zwischenzeitlich in ihre maximale Öffnungsstellung überführt
worden ist, erfolgt schließlich wieder eine Verminderung der rezirkulierten Gasnenge als Folge der Verringerung
der- Druckdifferenz, die zwischen dem Auspuffrohr und
dem Ansaugrohr herrscht*
l's ist daher festzustellen, dai3 die Rezirkulation der
Gase im wesentlichen durch die Vermittlung der Luftmenge dosiert wird, welche durch das Ventil 10 strömt, ohne
das Risiko eines Entweichens oder eines Verschmutzens
das Ventils durch hindurchströmende Abgase in Kauf nehmen zu müssen.
Die Figur 2 zsigt eine 'vsitare Aüsführungsfom der erfiiidiingsgeiaäSen
Vorrichtung, "vslclie zusätzlich eine Korrektur der zuvor dargelegten Betriebsbedingungen zum
Zeitpunkt das Startens und des Inbetriebsetzens bsi kaltem Jlotor ermöglicht, Bei dieser Ausfülimngsform
sind Elemente, die bestimmten Siebenten in dar Figur
entsprechen mit den gleichen Bssugssiffem unter* Hinzu-
503847/044?
fügung des Buchstaben a bezeichnet.
In die Leitung 15a ist ein Elektroventil 18 eingefügt,
welches ein Schließorgan 19 enthält, das zwei Positionen einnehmen kann. In der einen Position
wird das Schließorgang 19 durch Einwirkung einer Feder 20 gehalten, so daß die Leitung 15a normalerweise die
Unterdruckkammer 14a des Ventiles 10a mit dem Ansaugrohr
2a verbindet. Abweichend von der zuvor beschriebenen Ausführungsform steht mit der Leitung 15a ein Unterdruckbehälter
21 in Verbindung, v/elcher mit einem Ansaug-und Regelventil 22 versehen ist. Letzteres weist
eine Feder 23 auf, die auf einen Unterdruckwert eingestellt
ist, der dem Druck in der Steuerkammer 14a entspricht,
der notwendig ist, um das Verschlußteil 11a vollständig in seine Öffnungsstellung zu überführen.
Der Unterdruckbehälter 21 ist über eine Leitung 24 mit dem Elektroventil 18 verbunden, wobei die Leitung
24 normalerweise durch das Schließorgan 19 verschlossen ist.
Der Elektromagnet 25 des Elektroventils kann in Abhängigkeit von einem temperaturempfindlichen Kontaktgeber erregt
werden, der in Figur 2 als Kontakt 26 angedeutet ist. Dieser Kontakt 26 ist unterhalb einer gewissen
Temperatur geschlossen. Sr ist beispielsweise im Kühlwasser-Kreislauf
des Motors angeordnet und öffnet sich, wenn die erwähnte bestimmte Temperatur erreicht ist.
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-s-
jJemnaoh wird das Verschlußteil 11a beim Starten und
während dos Inbetriebsetzens des kalten Motors durch den erregten Elektromagneten 25 angezogen, wodurch die
normalerweise vorhandene Verbindung über die Leitung 15a unterbrochen und d3r Unterdruckbehälter 21 mit der
Unterdrucksteuerkammer 14a des VerschluSteiles 11a des
Ventiles 10a verbunden wird. Dadurch wird das Verschlußteil
11a vollständig in seine Öffnungsstellung überführt, und die durch das Ventil strömende Luftmenge wird
auf ihrem maximal möglichen Wert gehalten. Das hat andererseits zur Folge, daß die Rezirkulation von Abgas solange
auf ihrem iainimalen Wert gehalten wird, wie die normale
Betriebstemperatur des Motors, die durch den erwähnten
Kontakt geraessen wird, noch nicht erreicht ist. Von dem Horn ent an, wo die Betriebstemperatur erreicht ist, ist
die Betriebe-weise der Vorrichtung identisch mit derjenigen,
die im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben wurde.
Ss soll noch bemerkt werden, daß als Regelparameter für
die angesaugte Luftmenge in den Ventilen 10 und 10a selbstverständlich auch andere Größen verwendet werden
können und daß das Öffnen der zuletzt erwähnten Ventile beispielsweise durch Steuerwirkung der Drosselklappe für
die Leistungsregelung erfolgen könnte, wobei diese · Steuerwirkung im Sinne eines Schließens der Ventile
wirksam sein müßte, wenn die Drosselklappe geöffnet wird.
Es sind selbstverständlich auch noch andere Varianten vorstellbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
50984 7 /Ü447
Claims (8)
- Ansprüche1 ) ) Verfallren zur internen Abgas-Rezirkulation bei Verbrennungskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß das Abgas dem Ansaugrohr des Motors unter Beimischung einer regelbaren Menge angesaugter Luft zugeführt wird, wobei letztere indirekt die Dosierung der rezirkulierten Abgasmenge bestimmt.
- 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Abgas beigemischte Menge angesaugter Luft als Funktion der umgekehrten Belastung des-Motors geregelt
- 3) Vorfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die regelbare angesaugte Luftmenge parallel zu dem Ansaugrohr geführt wird und daß das Geraioch aus der regelbaren Menge angesaugter Luft und der rezirkulierten Abgasmenge in das Ansaugrohr des Motors unmittelbar stromaufwärts vor der zur Leistungsregelung dienden Drosselklappe eingeführt wird, derart, daß an dieser Stella-- beim Abbremsen des Motors atmosphärischer Druck herrscht.
- 4) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem Rezirkulationskanal, welcher einen Teil des Abgassystems mit einem Teil des Ansaugrohrs des Motors verbindet, gekennzeichnet durch einen Luftansaugkanal (2), welcher mit dem Rezirkulationskanal (6) stromaufwärts von dessen Verbindung (8) mit dem Ansaugrohr (2) verbunden und mit einem Luftmengen-Regelventil (10) versehen ist, dessen Öffnung entsprechend der50984 7/0447gev/ünschtsn Dosierung der rezirkulierten Abgasmenge erfolgt .
- 5) Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung des Luftmengen-Regelventils (10) als Funktion des Unterdrucks in dam Ansaugrohr (2) stronabwärts von der Drosselklappe (4) zur Leistungsregelung des Motors erfolgt.
- 6) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftansaugkanal (9) von dem Ansaugrohr (2) an einer Stelle (16) angeleitet ist, die sich stromaufwärts von dem Punkt (8) befindet, an dem der Rezirkulationskanal (δ) in das Ansaugrohr (2) mündet und daß der zuletzt genannte Hündungspunkt (8) seinerseits unmittelbar stromaufwärts vor der Drosselklappe zur Leistungsregelung cles I-Iotors liegt, trenn sich die Drosseklappe (4) in der Stellung befindet, die dem Abbremsen des Motors entspricht.
- 7) Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Luftmengen-Regelventil (10a) eino Unterdruck-Steuerkaramer (14a) aufweist, welche ßit dem Ansaugrohr (2a) durch Zwischenschaltung eines weiteren Ventils (18) verbunden ist, welches zwei Schaltstellungen einnehmen kann, wobei e^feich normalerweise in Offenstellung befindet und seine Schließstellung nur "beim Starten des Motors in kaltem Zustand einnimmt und dann die UnterdrucksteuernkaaEar (14a) mit einem Unterdruck-Behälter (21) verbindet.509847/0447
- 8) Vorrichtung nach Anspruch 75 dadurch gekennzeichnst, ö.o.fj das weiters Ventil (18) ein elektromagnetisches Ventil ist, das durch einen, wärmeenpfindlichen Schalter (26) steuerbar ist.Der Pat&0984 7/0447Leerseite
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