DE2305478A1 - Verfahren zum herstellen dispersionsverstaerkter metalle oder metalllegierungen - Google Patents
Verfahren zum herstellen dispersionsverstaerkter metalle oder metalllegierungenInfo
- Publication number
- DE2305478A1 DE2305478A1 DE2305478A DE2305478A DE2305478A1 DE 2305478 A1 DE2305478 A1 DE 2305478A1 DE 2305478 A DE2305478 A DE 2305478A DE 2305478 A DE2305478 A DE 2305478A DE 2305478 A1 DE2305478 A1 DE 2305478A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- metal
- slag
- dispersoid
- reaction
- alloy
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C1/00—Making non-ferrous alloys
- C22C1/10—Alloys containing non-metals
- C22C1/1036—Alloys containing non-metals starting from a melt
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Manufacture Of Alloys Or Alloy Compounds (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
- Electrolytic Production Of Metals (AREA)
Description
Patentanwälte
Dr.-Ing. Pi. ο t: κ ,· ·■■>
jr __
β MQnch,„ 22, s'.8i„sclorf;tr;10 7^ ^ 2305478
293-20.133P 5.2.1973
Secretary of State for Trade and Industry in Her Britannic Majesty's Government of the United
Kingdom of Great Britain and Northern Ireland, London (Großbritannien)
Verfahren zum Hersteilen dispersionsverstärkter Metalle oder Metallegierungen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen dispergierter Phasen in Metallen oder Metallegierungen.
Es ist bekannt, daß nichtmetallische Phasen, welcher Begriff Metallabkömmlinge, wie z. B. Oxide umfaßt in Metallen
zu verbesserten mechanischen Eigenschaften von Metallwerkstoffen, wie z. B. Festigkeit, Härte und Hochtemperaturverhalten führen können. Diese verbesserten Eigenschaften
ergeben sich üblicherweise durch Kornverfeinerung, die für normale Temperaturbedingungen besonders nützlich ist,
oder durch Diepersionsverfestigung, die für Hochtemperatur-,
anwendungen besonders vorteilhaft ist.
293-(JX 3834/07)-TpF
509849/0808
Verschiedene verfahren sind· zur Herstellung von Metallen
mit Gehalt an nichtmetallischen Verbindungen, vorzugsweise Metalloxiden bekannt. Zu diesen Verfahren gehören das
mechanische Vermischen, die Anbringung einer Salzlösung auf einem Metall mit anschließendem Erhitzen zwecks
Oxydation des Salzes und selektive Reduktionsprozesse. Alle diese verfahren sind relativ aufwendig, haben eine begrenzte
Brauchbarkeit für einige Materialien und beziehen sich in erster Linie auf die Dispersion von Metalloxiden, z. B.
Aluminium- und Thoriumoxid. Das Elektroschlacke-Umschmelzen einer aus Oxidteilchen und Legierung zusammengesetzten
Elektrode wurde ebenfalls in Erwägung gezogen. Es wurde nun gefunden, daß sich Metall- oder Metallegierungsmischwerkstoffe
mit Gehalt an einer dispergieren Phase aus
einer Metallverbindung in einfacher, billiger Weise durch
Reaktion eines Metalls oder einer Metallegierung im geschmolzenen Zustand mit einer Schlacke herstellen lassen,
die den metallischen Bestandteil der Dispersoidverbindung und/oder die Anionen der Dispersoidverbindung oder-verbindungen
enthält, die zur Bildung solcher Anionen oder zur Bildung des nichtmetallischen Bestandteils des DIspersoids
geeignet sind.
Der Ausdruck Dispersoidverbindung In dieser Anmeldung
soll eine Verbindung bedeuten, die zwischen einem Metall und einem nichtmetallischen Element gebildet wird, und
kann z. B. ein Oxid, Arsenid, Karbid, Sulfid, Borid, Nitrid,
Phosphid oder Silizid eines Metalls sein.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zum
Herstellen dispersionsverßtärkt@r Metalle oder Metallegierungen,
mit dem Kennzeichen« daß man ein Metall oder eine
9*849/08.08
Metallegierung im geschmolzenen Zustand mit einer Schlacke reagieren läßt, die den metallischen und/oder den nichtmetallischen
Bestandteil der Disperspidverbindung und/oder die Ionen der Dispersoidverbindung und/oder zur Bildung
solcher Ionen oder des metallischen oder des nichtmetallischen Elements des Dispersoids geeignete verbindungen
enthält.
Die Reaktion zwischen dem Metall oder der Metallegierung und der Schlacke kann eine chemische oder eine elektrochemische
Reaktion sein.
Selbstverständlich muß die freie Bildungsenergie des Dispersoids geringer als die'der Matrixmaterialien sein.
Der Ausdruck Dispersoid soll in dieser Anmeldung auch so
verstanden werden, daß er flir mehr als eine verbindung steht.
Vorzugsweise wird das Metall oder die Legierung mit dem Dispersionsgehalt erstarren oder teilweise erstarren
gelassen, wenn die Dispersoidkonzentration auf der gewünschten Höhe ist, um ein Teilchenwachstum und einen verlust
von Teilchen an die. Schlackenphase zu vermeiden.
Geeignete Erstarrungsgeschwindigkeiten des aispersoidhaltigen
Metalls lassen sich erreichen, indem man das behandelte Metall einen Block auf einer gekühlten Basisplatte
bilden läßt und unoxydiertes Metall als Schmelzenstrom mit geeigneter Geschwindigkeit zuführt, um ein flaches Bad
von Metallschmelze auf der Oberseite des Blocks aufrechtzuerhalten.
S09849/0808
Man wählte die Schlacke so aus., daß sie eine Liquidustemperatur nahe oder etwas unter der des Metalls
oder der Legierung aufweist. Wenn eine elektrochemische Reaktion zur Anwendung kommt, muß die Schlacke hauptsächlich
ionisch leitend sein. Für Nickel, Chrom, Eisen,
Stahl, Titan, Platin, Kobalt, Thorium oder ihre Legierungen ist Kalziumfluorid ein geeignetes Schlackenmedium.
Für niedriger schmelzende Metalle, wie z. B. Aluminium,
Kupfer, Zink, Blei, Silber, Magnesium, Uran, Plutonium oder deren Legierungen lassen sich niedriger schmelzende
Eutektika, wie z. B. von Alkalimetallluoriden verwenden.
(Die Schlacke sollte kein Anion enthalten, das leichter
elektrooxydierbar als das Metall oder die Legierung ist,
die elektrooxydiert werden soll, oder kein Kation enthalten, das leichter elektroreduzierbar als das zu
elektroreduzierende Anion ist).
Wenn unerwünschte Nebenreaktionen der beteiligten Stoffe/
z. B. atmosphärische Oxydation, auftreten können, sollte
die Reaktion vorzugsweise in einer inerten Atmosphäre, z. B. reinem Argon, oder im Vakuum oder unter Senkung des
'Pafctialdruckes des reaktionsfähigen Gases durchgeführt
werden.
Nach einer Ausführungsart der Erfindung ist der metallische
Bestandteil der Dispersoidverbindung das Metall oder wenigstens ein Bestandteil der Metallegierung, das bzw,
die verarbeitet wird. Bei dieser Ausführungsart wird das Dispersoid durch Reaktion des zu oxydierenden Metalls mit
einem Anion (der einem anderen geeigneten Stoff in der
Schlacke oder durch Reaktion des Metalls mit einem durch
Reduktion des Anions erzeugten Elementes gebildet. So müssen
SO 9849/0808
zur Erzeugung dispergierter Oxide Oxidionen in der Schlacke vorhanden sein. Diese können in der Form des im Metall
zu dispergierenden Oxids oder in Form eines inerten Oxids vorliegen. Zum Beispiel kann zur Bildung von
Aluminiumoxid in Eisen aus einer Aluminium-Eisen-Legierung
die letztere in einer Kalziumfluoridschlacke mit Aluminiumoxid- und/oder Kalziumoxidgehalt oxydiert werden. Ähnlich
können Karbide mittels: Kalziumkarbid in der Schlacke,
Sulfide und Arsenide mittels nichtflUchtiger Sulfide bzw. Arsenide und Boride mittels löslicher Boride
in die Metallschmelze eingeführt werden. Nitride lassen sich durch Reaktion mit stickstoffhaltigen Anionen, wie.
z. B. Nitrosyl!onen und Nitriden erzeugen.
Wegen des niedrigen Preises von Oxyanionen, die von Elementen, wie z. B. Bor, Arsen, Phosphor und Silizium
abgeleitet sind, kann es vorteilhaft sein, Dispersoide mit diesen Elementen aus den Oxyanionen durch Reduktion
zum Element und Reaktion des letzteren mit dem Legierungselement oder Metall zu bilden. Ähnlich lassen sich Sulfide
und Karbide durch Reduktion von Sulfaten bzw. Karbonaten erzeugen. Zum Beispiel läßt sich zur Bildung von Titanborid
in Aluminium aus einer Titan-Aluminium-Legierung eine Schlacke von Alkalifluoriden mit einem Gehalt an
Borax chemisch durch das Aluminium oder elektrochemische reduzieren.
Nachjeiner weiteren Ausführungsart der Erfindung läßt
sich das metallische Element des Dispersoids von der Schlacke durch chemische oder elektrochemische Reduktion
abtrennen, und z. B. erhält man so Titan, Wolfram, Molybdän und Niob aus TiO2 bzw. WO-, bzw. MoO, bzw. Nb3O5, und das
609849/0808
Dispersoid läßt sich dann durch die Reaktion der zusammen
abgeschiedenen metallischen und nichtmetallischen Elemente bilden.
Vorzugsweise sollte die Abscheidegeschwindigkeit der
metallischen und nichtmetallischen Elemente proportional ihren Molverhältnissen in der gewünschten Dispersoidverbindung
sein, und die Geschwindigkeitsverhältnisse beim Abscheiden lassen sich, falls erforderlich, durch
an sich bekannte Mittel, z, B. durch Einstellen der relativen
Konzentrationen der Bestandteile in der Schlacke justieren.
Dispersoidteilchen werden innerhalb des Bades der Metallschmelze
auskristallisiert, und die zahl der Teilchen, die auskristallisieren, hängt von den Konzentrationen der
Disperspidbestandteile und der Aufenthaltszeit in dem Schmelzbar ab. Die Größe der Teilchen hängt für ein gegebenes
System von etlischen Paktoren einschließlich der Aufenthaltszeit im Schmelzbad und der Zahl der Teilchen im Bad ab.
Allgemein begünstigt ein flaches Metallschmelzbad kleine
Teilchen und ein tiefes Metallschmelzbad die Bildung größerer Zeilchenzahlen und größerer Teilchen, obwohl im letzteren
Fall große Teilchen auch in die Schlacke übertreten können. Pur ein gegebenes System müssen die Konzentrationen der
Dispersoiden und die verweilszeit optimiert werden,, um die
Aufnahme und das Festhalten der gewünschten Teilchenzahlen und Teilchengrößenverteilung im festen Block zu erhalten.
Die Tiefe des Metallbades läßt sich durch die Geschwindigkeit steuern, mit der Metallschmelze zugesetzt wird. Ein Halten
von Teilchen-im Metall läßt sich teilweise durch die Grenzfläche
ns pannung zwischen der Schlackenphase und dem Metallsohme
izbad st©uerna und zum bestmöglichen Festhalten von
Teilchen sollte dies© Oberflächenspannung so niedrig wie
SO 9 8 49/080 3
möglich sein. Dies läßt sich durch Anlegen eines geeigneten Gleichstrompotentials über die Metallbad-Schlacken-Grenzfläche
erreichen.
Wenn der metallische Bestandteil der Dispersoidverbindung aus einem Schlackenbestandteil gewonnen werden soll, ist es
erforderlich, daß entweder das Metall oder die Metallegierung den geeigneten Schlackenbestandteil zum gewünschten metallischen
Bestandteil zu reduzieren vermag, oder daß man das Metall oder die Metallegierung kathodisch polarisiert, um
den gewünschten metallischen Bestandteil aus der Schlackenphase elektrochemisch abzuscheiden. Zum Beispiel kann man
Titan in Aluminium einführen, indem man das letztere mit einer Titandioxid enthaltenden Schlackenschmelze in
Berührung bringt; wenn die Schlacke auch ein Borat enthält, wird Titanborid im Aluminium abgeschieden. Der elektrochemische
Weg läßt sich auch beschreiten, wenn der Metallbestandteil durch Reaktion des oxydierten Metallbestandteils
mit dem geeigneten Anion an der Gegenelektrode erzeugt wird, vorausgesetzt, daß beide Elektroden aus dem Metall
oder der Metallegierung bestehen, indem man z. B. das durch die Fig. 3 erläuterte verfahren anwendet und den metallischen
Bestandteil an der oberen schmelzenden Kathode abscheidet und am Block, der eine Anode ist, zur Dispersoidverbindung
umwandelt.
Das Dispersoid kann durch Oxydation des flüssigen Metalls
selbst oder eines oder mehrerer Legierungselemente im Metall gebildet werden. Im Fall von Legierungen oxydieren solche
Elemente, die elektrochemisch am wenigstens edel sind, zuerst, so daß das Dispersoid, wenn Legierungselemente in der
Legierung zurückgehalten werden sollen, aus einem Element gebildet werden sollte, dessen Oxydationspotential in der
Schlacke von den im metallischen Zustand zu behaltenden
6098 4 9/080
Legierungselementen möglichst stark kathodisch ist.
Oder anders gesagt, sollte die freie Bildungsenergie des Dispersoids günstiger als die entsprechende Reaktion
der zurückzuhaltenden Legierungselemente sein.
Um die Erfindung besser verständlich zu mächen, soll
sie unter besonderer Bezugnahme auf die Dispersion von Metalloxiden in Metallen oder Metallegierungen näher
beschrieben werden. .
Einige freie Oxidbildungsenergiene und Oxydationspotent lalwerte von Metallen sind in der Tabelle 1 angegeben.
Wenn so zum Beispiel eine Dispersion eines feuerfesten Oxids in einer Nickelbasislegierung erforderlich ist,
in der man Aluminium als Element zurückhalten will, könnte Yttrium zur Bildung von Yttriumoxidteilchen verwendet
werden. Tabelle l zeigt auch, daß, wenn eine Aluminium-Eisen-Legierung
oxydiert wird, sich eher Aluminiumoxid als Eisenoxid bildet. Die Konzentration des im Metall zu oxydierenden
Legierungselementes wird üblicherweise im Bereich
von 1 bis 25 Gew.$ liegen.
Freie Bildungsenergiene von Oxiden bei 200O0K (in kcal/g-Mol
O2) und Oxydationspotentiale von Metallen in Chloridschmelzen
bei 450°C.
E° (Volt) -2.86
-2.27(700°) -2.88
-I.76 SO 9849/0808
| Element | Y | Δ G |
| Lanthaniden | -225 | |
| (Atomnummern 57-71) | ||
| Th | -220 | |
| La | -208 | |
| Zr | -196 | |
| Al | -171 | |
| -l6<5 |
Ti -1.60
(TiO) -ΙβΟ
(TiO2) -140
Si -123
" «Μ
V -121 -1.53
Mn (MnO) -110 -1.85
Cr (Cr2O,) - 99 -1.42
Fe (FeO) - 67 -1.17
Ni (NiO) - 21
Die Oxydation des Metalls oder einer Legierung läßt sich elektrochemisch oder durch ein geeignetes Oxydationsmittel
in der Schlacke in Berührung mit der Metallschmelze erreichen. Die Metall- oder Legierungsschmelze sollte
bezüglich einer zweiten Elektrode in Berührung mit der Schlackenphase anodisch polarisiert werden, die Oxydationsgeschwindigkeit
läßt sich durch die Stromdichte steuern, die der Grenzfläche zwischen der Metall- oder Legierungsschmeize
und der Schlacke zugeführt wird. Die stromdichte läßt sich auch zur Erzielung einer Steuerung hinsichtlich der
zu oxydierenden Legierungselemente ausnutzen. So kann man, wo zwei relativ leicht oxydierbare Elemente vorliegen, den
größeren Unterschied zwischen den jeweiligen Oxydationsraten bei niedrigen Stromdichten erreichen, während umgekehrt
bei hohen Stromdichten größere Anteile des an sich weniger leicht oxydierbaren Bestandteils oxydiert werden. Daher
ist durch die Variation der Stromdichte eine Steuerung der Dispersoidzusammensetzung möglich. Die Stromdichte sollte
vorzugsweise im Bereich von 5 bis J>Q Amp/cm liegen.
509849/0
Ein chemisches Oxydationsmittel kann ein Ion sein, dessen
Reduktionspotential in der Schlacke anodischer als das Oxydationspotential des zu oxydierenden Metalls oder
Legierungselements ist und das eon Element bildet, dessen Anwesenheit im Metall oder in der Legierung toleriert
werden kann. So kann eine Aluminium-Eisen-Legierung durch eine eisenoxidhaltige Schlacke oxydiert werden.
-2(Al)Fe + 3(Fe2+) + 3 Ο2'- (Al2O3)pe + 3(Fe)
pe
Wenn die Legierung mehr als einen leicht oxydierbaren Bestandteil enthält, ist es zweckmäßig, als Oxydationsmittel
das Ion des Elementes zu wählen, dessen Oxydationspotential
dem der zu oxydierenden Legierung am nächsten liegt. Zum
Beispiel läßt sich bei einer Aluminium enthaltenden NickelbasisIegierung Yttriumoxid durch Oxydation von
Yttriummetall in der Legierung bei Vorliegen von Aluminiumoxid in der Schlacke erzeugen.
Wenn das D&spersoid aus Oxyanionen des nichtmetallischen
Elements durch Reduktion zum nichtmetallischen Element herzustellen ist, sollte die Metall- oder Legierungsschmelze
bezüglich einer zweiten Elektrode im Kontakt mit der
Schlackenphase kathodisch polarisiert werden. Die Bildungsgeschwindigkeit
des nichtmetallischen Elements aus dem O^cyanion läßt sich durch die Stromdichte steuern. Das
Oxyanion sollte normalerweise der am leichtesten reduzierbare Stoff in der Schlacke sein, und daher ist es vorteilhaft,
daß die Kationen in der Schlacke solche der Alkali- oder
Erdalkalimetalle sind* Wenn das Metall oder die Legierung
merkliche Mengen von Aluminium oder eines Erdalkalielements
S0 9849/0 80
- li -
enthält, kann das Reduktionsvermögen der Legierung ausreichend sein, um das Oxyanion zum Element zu reduzieren,
ohne daß ein elektrisches Potential angelegt wird: jedoch kann das letztere erwünscht sein, um zu einer praktisch
vernünftigen Reaktionsgeschwindigkeit zu gelangen.
Auf dem elektrochemischen Weg läßt sich der Strom auch
zur Erhitzung des Schlackenbades verwenden.
Verschiedene Durchführungsarten des elektrochemischen Verfahrens werden durch die in der Zeichnung veranschaulichten
Ausführungsbeispiele näher erläutert; darin zeigen;
Fig. 1 eine Vorrichtung zur Durchführung einer Verfahrensart
unter Verwendung einer Elektrode;
Fig. 2 eine Vorrichtung zur Durchführung eines ähnlichen Verfahrens unter Verwendung einer Plasma oder
Lichtbogenelektrode zum Erhitzen;
Fig. 3 eine Vorrichtung zur Durchführung eines Elektroschlacke
-Umschmelzverfahrens;
Fig. 4 eine Vorrichtung, mit der feste Stoffe unter Verwendung von Plasmastrahlen oder Kohlelichtbogen
geschmolzen werden;
und
Fig. 5 eine Vorrichtung zur Durchführung eines Induktionserhitzungs-Schlackeverfahrens.
Fig. 5 eine Vorrichtung zur Durchführung eines Induktionserhitzungs-Schlackeverfahrens.
Fig. 1 zeigt eine kreisförmige wassergekühlte Form 1,
die über einer wassergekühlten Basisplatte 2 angeordnet und gegenüber dieser isoliert ist. Ein Behälter j5 mit einem
verjüngten Ende 4 enthält ein zu verarbeitendes Metall 5
im geschmolzenen Zustand. Das Metall 5 tropft in eine erhitzte
&C9849/0808
Schlacke β und bildet ein Bad 7 über einem Block 8 des
erstarrten zusammengesetzten Erzeugnisses, der über der wassergekühlten Basisplatte 2 anwächst. Der Strom
fließt zwischen dem Block 8 und einer nichtjabschmelzenden Sekundärelektrode 9, die in die Schlacke β eintaucht. Der
Block 8 ist bezüglich der Sekundärelektrode zwecks Elektrooxydation des Metalls anodisch oder zwecks Reduktion
von Anioneη in der Schlacke kathodisch. Die Tiefe des
Metallbades auf dem Block läßt sich durch die Geschwindigkeit des Zusatzes von geschmolzenem Metall 5 und durch entsprechende
Wärmezufuhr einrichten, so daß optimale Bedingungen zum Pesthalten von Teilehen des Dispersoids
gewünschter Größe erzielt werden. Die Vorrichtung nach Fig. ist der nach Fig. 1 ähnlich, wobei auf den Unterschied
hinzuweisen ist,daß hier eine Plasmastrahleinrichtung die Elektrode 9 nach Fig. 1 ersetzt.
In Fig. 3 besteht die Vorrichtung ebenfalls aus der wassergekühlten Form mit wassergekühltem Boden und der
Schlacke wie in Fig. 1, doch wird der elektrische strom durch eine abschmelzbare Elektrode 11 des zu verarbeitenden
Materials eingeführt, das durch Kontakt mit der erhitzten Schlacke geschmolzen wird. Die Elektrode kann bereits eine
Legierung sein, oder die Legierung kann während des Schmeizens aus einer zusammengesetzten Elektrode mit den verschiedenen
Bestandteilen oder auch aus in ein Rohr aus der Legierung oder einem ihrer Bestandteile eingespeisten Metallpulvern gebildet
werden. Entweder der Block oder die abschmelzende Elektrode kann der Ort der elektrochemischen Reaktionen
sein, jedoch ist die erste Möglichkeit üblicherweise vorzuziehen.
.-.--.
Fig. 4 zeigt zur Erläuterung einer weiteren Verfahrensart
509849/0808
eine Vorrichtung, die aus der wassergekühlten Form und
dem wassergekühlten Boden und der Schlackenanordnung wie in Fig. 1 besteht, wobei jedoch feste Stoffe einschließlich
Schrott einer geeigneten Teilchengröße aus einem nach unten verjüngten Behälter 12 in die Form eingeführt werden. Die
Feststoffe können durch eine Plasmastrahlvorrichtung 15
oder durch einen Kohlelichtbogen geschmolzen werden. Es ist am vorteilhaftesten, eine derartige elektrische
Polarität zu verwenden, daß der Block der Ort der gewünschten elektrochemischen Reaktionen ist.
Fig. 5 erläutert ein Induktionserhitzungs-Schlackenverfahren,
bei dem die Form zusätzlich zu entweder einer (dargestellten) Elektrode oder einer (nicht dargestellten
Plasmastrahleinrichtung durch eine Induktionsspule i4
erhitzt wird. Metallschmelze wird der Form von einem Behälter 15 zugeführt. Der Boden der Form kann kontinuierlich
entfernbar sein, wie die Figur zeigt, um eine kontinuierliche Betriebsweise nach Art eines Stranggusses zu ermöglichen.
Bei allen durch die Vorrichtungen in den Figuren veranschaulichten
Verfahren kann eine kombinierte Gleichstrom- und Wechselstromenergie verwendet werden, wobei man
den überlagerten Gleichstrom durch eine Extraelektrode einführt,
um den Block auf ein ausreichend anodisches oder kathodisches Potential für die gewünschte durchzuführende
Reaktion vorzuspannen.
Die durch die in den Figurenjiargestellten Vorrichtungen
veranschaulichten Verfahren lassen sich auch anwenden, wenn der Schlacke ein Oxydationsmittel zugesetzt wird. Hierbei kann
5098A9/0808
Wechselstrom verwendet werden, um die Schlacke geschmolzen
zu halten oder die festen stoffe zu schmelzen,und bei der Vorrichtung nach Fig.5 kann die Elektrode oder die plasmastränkeinrichtung
ausgelassen werden. Die Konzentration des Oxydationsmittels in der Schlacke ist typisch 5 bis
10 Gew.%.
In allen folgenden Beispielen wurde eine Metallelektrode
in einer Atmosphäre unter verwendung einer Vorrichtung --- ähnlich der in Fig.3 in einer wassergekühlten Kupferform
umgeschmolzen. Gleichstrom wurde bei Schaltung des Blocks
als einer Elektrode zum Schmelzen verwendet. Ein Abschnitt
des erzeugten Blockes wurde zum Auflösen in konzentrierter Salzsäure verwendet, der Rückstand gewonnen und einer Untersuchung
durch Röntgenbeugung unterworfen. Die Koimgröße
wurde bestimmt, nachdem der Block auf 10000C
erhitzt und auf seine halbe Querschnittsflache warmgewalzt
war. Ein Kontrollprobenblock, den man durch Wechselstromumschmelzen
erzeugte, wurde gleichfalls überprüft.
Die Elektrode bestand aus einer unterteilten, einen
Durchmesser von 19 mm aufweisenden Stange aus "Remko"-Eisen,
wobei 1,2 Gew.% Aluminium als Folie zwischen den beiden
Stangenhälften eingebunden war. Sie wurde in Sauerstoff durch 100 g einer Schlacke umgeschmolzen, die aus
70 Gev.% CaF2, 15'Gew.ji CaO und 15 G®w.# Al3O3 bestand. Die
Form war eine wassergekühlte Kupferform mit 5I mm Durchmesser.
Gleichstrom wurde bei Schaltung des Blocks als Anode
zum Schmelzen bei 490 Amp und 20 V verwendet, wobei das
Schmelzen IJ Minuten dauerte, um einen Block von, 900 g zu
erzeugen. Ein Teil des Blocks wurde zum Auflösen in kon-
509849/0808
zentrierter Salzsäure genommen, woraus 0,51 Gew.^ Rückstand
gewonnen wurde, der sich mittels Röntgenbeugung als
<L- Aluminiumoxid erwies. Die Korngröße des Blocks nach
dem Erhitzen auf 10000C und Warmwalzen auf die halbe Querschnittsfläche
wurde mit einem Durchschnitt von 3 bis 4 /U
ermittelt. Ein durch Wechselstromumschmelzen unter Zusatz
von Aluminium erzeugter Kontrollblock lieferte 0,05 Gew.#
extrahiertes Aluminiumoxid und ergab nach gleichem Walzen,
wie oben erwähnt, eine Durchschnittskorngröße von 18 yu. Die Homogenität der 0,51 Gew.% Aluminiumoxid enthaltenden
Probe war bei Überprüfung mit dem Durchstrahlungselektronenmikroskop bei l Mev ausgezeichnet. Die kugelförmigen
Aluminiumoxidteilchen mit einer Durchschnittsgröße von 10/U waren gleichmäßig zwischen Korngrenzen- und Innenkornlagen
verteilt.
Die Härte des kornverfeinerten Materials war l40 VPN im Vergleich mit nur 98 VPN beim Kontrollbeispiel.
Ein ähnlicher Versuch wurde durchgeführt, wobei eine
unterteilte, einen Durchmesser von 20 mm aufweisende Stange aus reinem Nickel mit 0,5 Gew.% Yttriumfolie, die
zwischen den beiden Stangenhälften eingebunden war, als Elektrode in Luft durch 60 g einer Schlacke, die aus
78 Gew.% CaP2, 17 Gew.% CaO und 5 Gew.% Y2O, bestand,
in einer wassergekühlten Kupferform mit 38 mm Durchmesser
umgeschmolzen wurde. Gleichstrom wurde bei anodischer
Schaltung des Blocks zum Schmelzen mit 400 Amp und 20 V verwendet, wobei das Schmelzen 8 Minuten zur Erzeugung eines
Blocks von 605 g dauerte.
Die Korngröße des Materials im Gußzustand war 35 λχ und
bO3849 /080 8
blieb auch beim Erhitzen während 1/2 Stunde auf 1OOO°C
unverändert. Ein Kontrollblock ohne Yttriumzusatz ergab eine Korngröße von 800/U. Zugversuche bei 10000C in Argon
zeigten bei der yttriumoxidhaltigen Probe eine erhöhte
Dehnung beim Bruch, die 46$ im Gegensatz zu nur l6$-
in dem Kontrollblock betrug,wobei Yttrium (als Yttriumoxid)als Teilchen in der Metallmatrix durch Röntgendispersionsanalyse
identifiziert wurde.
Ein ähnlicher Versuch wurde durchgeführt, indem eine
unterteilte, einen Durchmesser von IJ mm aufweisende Stange
aus reinem Aluminium in Argon durch 100 g einer Schlacke umgeschmolzen wurde, die aus 40 Gew.$ KCl, JO Gew.$ KBF2^
und 30 Gew.$ KTiFg bestand, wozu eine wassergekühlte
Kupferform von 51 mm Durchmesser verwendet wurde. Gleichstrom wurde bei kathodischer Schaltung des Blocks zum Schmelzen
bei 125 Amp und 20 V verwendet, wobei das Schmelzen zum Erzeugen eines Blocks von l40 g 6 Minuten dauerte.
Ein Teil des Blocks wurde zum Auflösen in 50-volumenprozentiger
Salzsäure verwendet, woraus 0,81 Gew.% Rückstand gewonnen wurde, der die Röntgenbeugungslinien von Titandiborid
ergab. Eine optische Untersuchung zeigte eine Durchschnittstellchengröße von 1,5/U bei einem Spitzenwert
im Bereich bis zu 0,5 Ai, wobei die Teilchen über den ganzen
Block gut verteilt waren. Die Durchschnittskorngröße des Materials im gegossenen Zustand war l400/U für reines
Aluminium und nur 100 λΐ für das Titandiborid enthaltende
Material.
Beispiel 4 Ein ähnlicher Versuch wurde durchgeführt, indem eine unter-
509849/0808
teilte, einen Durchmesser von IJ mm aufweisende stange aus
"Remko"-Eisen mit 2 Gew.% Titan in Form einer Folie, die
zwischen den beiden Stangenhälften eingebunden war, in Stickstoff durch lOO^einer aus reagenzreinem
CaF2 bestehenden Schlacke in einer wassergekühlten Kupferform
von 51 mm Durchmesser umgeschmolzen wurde. Gleichstrom
wurde bei anodischer Schaltung des Blocks zum Schmelzen bei 450 Amp und 15 V verwendet, wobei das Schmelzen zum
Erzeugen eines Blocks von 370 g 63 Minuten in Anspruch nahm.
Ein Teil des Blocks wurde in konzentrierter Salzsäure aufgelöst, woraus 0,34 Gew.% Rückstand gewonnen wurde, der
nach der Röntgenbeugungsaufnahme vorwiegend aus Titannitrid
bestand. Eine Untersuchung im Elektronenmikroskop bei 1 MeV zeigte Teilchen einer Durchschnittsgröße von
1,7 αϊ bei einem Volumenanteil von etwa ~5%.
Ein ähnlicher Versuch wurde durchgeführt, wobei eine unterteilte, einen Durchmesser von 13 mm aufweisende Stange
aus "Remko"-Eisen mit 2 Gew.% Titan in Form einer zwischen den beiden Stangenhälften eingebundenen Folie in Argon
durch 100 g einer aus 70 Gew.% CaFg,""Ϊ5 Gew.% CaO und
15 Gew.% CaP bestehenden Schlacke in einer wassergekühlten
Kupferform fron 51 mm Durchmesser umgeschmolzen wurde.
Gleichstrom wurde bei anodischer Schaltung des Blocks zum Schmelzen bei 350 Amp und 20 V verwendet, wobei das
Schmelzen zur Erzeugung eines Blocks von 396 g ^*5 Minuten
dauerte.
Ein Teil des Blocks wurde zum Auflösen in konzentrierter Salzsäure genommen, woraus 0,64 Gew.# Rückstand gewonnen
509849/0808
wurde, der nach spektrographischer Analyse sowohl Titan
als auch Phosphor enthielt. Eine Erfassung der Teilehen
im Metall durch Röntgendispersionsanalyse zeigte, ebenfalls die Anwesenheit von Titan und Phosphor. Eine optische
Untersuchung veranschaulichte eine gute Verteilung von nadelähnlichen Teilchen einer Durchschnittslänge von
2 /U. Die Härte der Legierung war 144 VPN irrr. Gegensatz
zu nur 100 VPN einer Kontrollprobe im gegossenen Blockzustand.
Ein ähnlicher Versuch wurde durchgeführt, indem eine
unterteilte, einen Durchmesser von 13 mm aufweisende Stange
aus "Remko"-Eisen mit 1,2 Gew.% Vanadin in Form einer
zwischen den beiden Stangenhälften eingebundenen Folie in
Argon durch 100 g einer aus 70 Gew.% CaF2, 15 Gew.^ CaO
und 15 Gew.% CaSip bestehenden Schlacke in einer wassergekühlten
Kupferform von 51 nun Durchmesser umgeschmolzen
wurde. Gleichstrom]" wurde bei anodischer Schaltung des Blocks zum Schmelzen bei 300 Amp und l6 V verwendet, wobei das
Schmelzen zum Erzeugen eines Blocks von 370 g fünf Minuten in Anspruch nahm.
Ein Teil des Blocks wurde in konzentrierter Salzsäure aufgelöst, woraus 0*53 Gews$ Rückstand gewonnen wurde.
Eine spektrographisehe Analyse des Rückstandes zeigte
Vanadin und Silizium als die Hauptbestandteile, Eine Röntgendispersionsanalyse der Teilchen im Metall zeigte
ebenfalls die Anwesenheit von Vanadin und Silizium. Eine optische Untersuchung veranschaulichte eine gute verteilung
-von Teilchen mit einem Durchschnittsdurchmesser von 2 ,u. Die
SG9849/08Q8
Härte der Legierung war 116 VPN im Gegensatz zu nur 100 VPN
des Ausgangsgußblocks.
Ein ähnlicher Versuch wurde durchgeführt, wobei eine unterteilte, einen Durchmesser von IJ aufweisende Stange
aus "Remko"-Eisen mit 1,7 Gew.% in Form einer zwischen
den beiden Stangenhälften eingebundenen Folie in Argon durch 100 g einer aus 60 Gew.% CaFg, 13 Gew.$ CaO, 13 Gew.
AIpO-, und lh Gew.% CaC2 bestehenden Schlacke in einer wassergekühlten Kupferform' von 51 mm Durchmesser umge schmölze η
wurde. Gleichstrom wurde bei anodischer Schaltung des Blocks zum Schmelzen bei 280 Amp und 15V verwendet, wobei das
Schmelzen zur Erzeugung eines Blocks von 372 g 10 Minuten dauerte.
Ein Teil des Blocks wurde in konzentrierter Salzsäure
aufgelöst, woraus 1,49 Gew.% Rückstand gewonnen wurde,
der nach einer Röntgeribeugungsanalyse aus Titankarbid bestand.
Eine Untersuchung einer geätzten Oberfläche mit dem Abtastelektronenmikroskop zeigte teilchen eines Durchschnittsdurchmessers
von 0,5 M, die hauptsächlich an den
Grenzen der Körner, einer Durchschnittsgröße von I5 λχ
konzentriert waren.
Ein ähnlicher Versuch wurde durchgeführt, indem eine unterteilte, einen Durchmesser von 1-6 mm aufweisende Stange
aus einer Nicke1-Chrom-Legierung (80 Gew.# Ni) mit 1 Gew.% Yttrium in Form einer zwischen den beiden Stangen·;-halften
eingebundenen Folie in Luft durch 100 g einer
5093A9/0808
78 Gew.^ CaF2, 17 Gew. CaO und .5 Gew.% Y3O, bestehenden
Schlacke in einer wassergekühlten Kupferform von 38 mm
Durchmesser umgeschmolzen wurde. Gleichstrom wurde bei kathodischer Schaltung des Blockes zum Schmelzen
bei 320 Amp und 15 V verwendet, wobei das Schmelzen zum
Erzeugen eines Blocks von 376 g 8 Minuten dauerte.
Y0O-, wurde im Block identifiziert.
5 0 9 8 4 9 / 0 8 0.'8
Claims (10)
1. Verfahren zum Herstellen dispersionsverstärkter Metalle oder Metallegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß man
ein Metall oder eine Metallegierung im geschmolzenen Zustand mit einer Schlacke reagieren läßt, die den metallischen
und/oder den nichtmetallischen Bestandteil der Dispersoidverbindung und/oder die Ionen deijDispersoidverbindung
und/oder zur Bildung solcher Ionen oder des metallischen oder des nichtmetallischen Elements des Dispersoids
geeignete verbindungen enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß
die Reaktion zwischen dem Metall oder der Metallegierung und der Schlacke eine chemische Reaktion ist.
3. verfahren nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß
die Reaktion zwischen dem Metall oder der Metallegierung und der Schlacke eine elektrochemische Reaktion ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis j5* dadurch gekennzeichnet,
daß die Dispersoidkonzentration und/oder -teilchengröße durch die Erstarrungsgeschwindigkeit des
Metallschraelzbades gesteuert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Erstarrungsgeschwindigkeit der Metallschmelze durch eine wassergekühlte Basisplatte des Reaktionsbehälters
gesteuert wird.
6. verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5* dadurch gekennzeichnet,
daß die Teilchengröße des Dispersoids durch die Geschwindigkeit des Zusatzes des Metalls oder der Metallegierung
zur Reaktion gesteuert wird.
509849/0808
7. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 6,- dadurch
gekennzeichnet, daß die Dispersoidkonzentration durch
Anlegen eines Gleichstroms über die Metallschmelzen-Schlacken-Gfenzflache
gesteuert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche ι bis J, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reaktion in einer inerten Atmosphäre
oder unter vermindertem Druck durchgeführt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche l bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Dispersoid ein Oxid, Arsenid,
Karbid, Sulfid, Borid, Nitrid, Phosphid oder Silicid ist.
Karbid, Sulfid, Borid, Nitrid, Phosphid oder Silicid ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß das Metall oder die Metallegierung aus
Nickel, Chrom, Eisen, Stahl, Titan, Platin, Kobalt, Thorium, Aluminium, Kupfer, Zink, Blei, Silber Magnesium, Uran,
Plutonium oder deren Legierungen besteht.
BG9849/0808
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB525072A GB1431882A (en) | 1972-02-04 | 1972-02-04 | Dispersion strnegthened metals and alloys |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2305478A1 true DE2305478A1 (de) | 1975-12-04 |
Family
ID=9792548
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2305478A Pending DE2305478A1 (de) | 1972-02-04 | 1973-02-05 | Verfahren zum herstellen dispersionsverstaerkter metalle oder metalllegierungen |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE794959A (de) |
| DE (1) | DE2305478A1 (de) |
| FR (1) | FR2268083A1 (de) |
| GB (1) | GB1431882A (de) |
| IT (1) | IT991541B (de) |
| SE (1) | SE7301512L (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2628848A1 (de) * | 1976-06-26 | 1977-12-29 | Krupp Gmbh | Verfahren zur aufstickung von hochlegierten staehlen beim elektroschlackeumschmelzen |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2257985A (en) * | 1991-07-26 | 1993-01-27 | London Scandinavian Metall | Metal matrix alloys. |
| GB2274467A (en) * | 1993-01-26 | 1994-07-27 | London Scandinavian Metall | Metal matrix alloys |
| GB9406513D0 (en) * | 1994-03-31 | 1994-05-25 | Brunel University Of West Lond | Ceramic reinforced metal-matrix composites |
| AU744300B2 (en) * | 1995-03-31 | 2002-02-21 | Merck Patent Gmbh | TiB2 particulate ceramic reinforced al-alloy metal-matrix composites |
| AU5148596A (en) * | 1995-03-31 | 1996-10-16 | Merck Patent Gmbh | Tib2 particulate ceramic reinforced al-alloy metal-matrix co mposites |
| RU2324576C2 (ru) * | 2002-09-30 | 2008-05-20 | Нано Текнолоджи Инститьют, Инк | Нанокристаллический металлический материал с аустенитной структурой, обладающий высокой твердостью, прочностью и вязкостью, и способ его изготовления |
| RU2254359C1 (ru) * | 2003-12-26 | 2005-06-20 | Абачараев Ибрагим Мусаевич | Состав металлотермического топлива |
-
0
- BE BE127243A patent/BE794959A/xx unknown
-
1972
- 1972-02-04 GB GB525072A patent/GB1431882A/en not_active Expired
-
1973
- 1973-02-01 IT IT67197/73A patent/IT991541B/it active
- 1973-02-02 SE SE7301512A patent/SE7301512L/ unknown
- 1973-02-02 FR FR7303696A patent/FR2268083A1/fr not_active Withdrawn
- 1973-02-05 DE DE2305478A patent/DE2305478A1/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2628848A1 (de) * | 1976-06-26 | 1977-12-29 | Krupp Gmbh | Verfahren zur aufstickung von hochlegierten staehlen beim elektroschlackeumschmelzen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2268083A1 (de) | 1975-11-14 |
| BE794959A (de) | 1975-04-14 |
| SE7301512L (sv) | 1975-04-29 |
| IT991541B (it) | 1975-08-30 |
| GB1431882A (en) | 1976-04-14 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19781680B4 (de) | Verfahren zur Herabsetzung des Sauerstoffgehaltes in Ventilmetall-Materialien | |
| DE3879819T2 (de) | Schmelzflusselektrolyse mit sich nicht aufbrauchender anode. | |
| DE69936859T2 (de) | Verfahren zur herstellung hochreinen tantals für zerstäubungstargets | |
| DE3024697A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung legierter oder unlegierter reaktiver metalle | |
| DE69306853T2 (de) | Legierungen aus Metall mit hohen Schmelzpunkten geeignet für die Umwandlung in homogene und rein Blöcke, und Herstellungsverfahren dieser Legierungen | |
| DE60310023T2 (de) | Verfahren zur schmelzfreien Herstellung eines Schweissstabes | |
| DE2924896C2 (de) | ||
| DE3822616C2 (de) | Entfernung von Lithiumnitrid aus Lithiummetall | |
| DE2350406A1 (de) | Verfahren zur herstellung einer legierung eines seltenen erdmetalls | |
| DE2137996A1 (de) | Verfahren zum Eintragen eines festen Metalls in eine Metallschmelze | |
| DE2305478A1 (de) | Verfahren zum herstellen dispersionsverstaerkter metalle oder metalllegierungen | |
| DE69912119T2 (de) | Tantal-silizium legierungen, deren produkte und verfahren zu deren herstellung | |
| DE2322159C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines geschmolzenen Behandlungsbades zur Erzeugung einer Vanadin-, Niob- oder Tantalcarbidschicht auf der Oberfläche von mindestens 0,05 Gewichtsprozent Kohlenstoff enthaltenden Werkstücken aus Eisen, Eisenlegierungen oder Sintercarbid | |
| DE1621051A1 (de) | Verfahren zum Aufbringen eines UEberzugs aus einer Zirkonverbindung oder Hafniumverbindung auf Metallkoerpern | |
| EP0275349B1 (de) | Verfahren zum sekundär-metallurgischen Behandeln von Metallschmelzen, insbesondere Stahlschmelzen | |
| DE2716760A1 (de) | Kupferkristall | |
| DE2322157B2 (de) | Verfahren zur kathodischen Herstellung einer Vanadin- und/oder Niob- und/oder Tantalcarbidschicht auf der Oberfläche eines mindestens 0,05 Gew.-°/o Kohlenstoff enthaltenden Eisen-, Eisenlegierungs- oder Sintercarbidgegenstandes | |
| DE2356675C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines geschmolzenen Behandlungsbades zur Erzeugung einer Chromcarbidschicht auf der Oberfläche eines mindestens 0,06% Kohlenstoff enthaltenden Gegenstandes aus Eisen, einer Eisenlegierung oder Wolframsintercarbid | |
| DE2725389C2 (de) | Verfahren zum Abscheiden von Metallen durch Schmelzflußelektrolyse | |
| DE3208835A1 (de) | Unloesliche elektrode und elektrochemische vorrichtung | |
| DE2829976C2 (de) | Gemisch, enthaltend Borsäure, Natriumborat und/oder Kaliumborat zur Erzeugung einer Carbidschicht und Verfahren zur Erzeugung der Carbidschicht | |
| DE1621050A1 (de) | Verfahren zum Aufbringen eines UEberzugs aus einer Titanverbindung auf Metallkoerpern | |
| DE2740732A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum reinigen von aluminium | |
| DE153619C (de) | Verfahren zur elektrolytshen darstellung van vanadin und dessen legierungen | |
| DE4004575C2 (de) |