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Vorrichtung zum Korrigieren der Blendeneinstellung einer einäugigen
Spiegelreflexkamera Die Erfindung betrifft allgemein eine einäugige Spiegelreflexkamera
mit einem automatischen Belichtungssteuerungssystem vom EE-Typ (electronic eye =
elektronisches Auge), bei dem ein Belichtungsmesser selbst drehbar ist und die Belichtungseinstellung
bei der größten öffnung vorgenommen wird; insbesondere betrifft die Erfindung bei
einer solchen Kamera eine solche Vorrichtung zum Korrigieren der Blendenzahleinstellung
bzw. der oeffnung, bei der eine Blendenzahlenskala in Abhängigkeit von der größten
Blendenzahl eines angebrachten Wechselobjektives insbesondere von solchen mit Bajonettverschluß,
gedreht wird.
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Bei der üblichen einäugigen Spiegelreflexkamera mit einem Belichtungssteuerungssystem
des Typs, bei dem ein Belichtungsmesser in Abhängigkeit von einer eingestellten
VerschluRgeschwindigkeit oder der Empfindlichkeit des verwendeten Films um einen
Winkel gedreht wird, wird ein sich von einer Blende in einem Wechselobjektiv
erstreckender
Stift ohne Berücksichtigung der größten Blendenzahl bzw. Blende des angebrachten
Wechselobjektivs in eine vorherbestimmte Stellung gebracht, so daß ein Belichtungsmesser
in Abhängigkeit von der größten Blendenzahl bzw. Blende des angebrachten Wechselobjektives
um einen Winkel gedreht werden muß, um die Abweichung des Ausschlagwinkels des Zeigers
aufgrund der Differenz der das Objektiv passierenden Lichtmenge zu korrigieren.
Zu diesem Zweck muß ein komplexer Ausgleichmechanismus wie er z.B. aus der japanischen
Patentveröffentlichung Nr. 5182/1971 hervorgeht, vorgesehen werden, um beim Betrieb
ein in Abhängigkeit von einer eingestellten Verschlußzeit oder der Empfindlichkeit
des verwendeten Films betätigtes Element mit einem Belichtungsmesser zu koppeln.
Als Alternative hierzu muß ein komplexer Mechanismus, wie er z.B. aus der iapanischen
Patentveröffentlichung Nr. 1913/1972 hervorgeht, vorgesehen sein, um die Winkelstellung
eines Belichtungsmessers in Abhängigkeit von der maximalen Blendenöffnung eines
angebrachten Wechselobjektivs zu kompensieren. Diese Mechanismen neigen jedoch dazu,
sehr oft zu versagen.
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Der Erfindung liegt deshalb unter anderem die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zum Korrigieren der Blendeneinstellung für eine einäugige Spiegelreflexkamera
mit einem solchen automatischen Belichtungssteuerungssystem (EE-Typ) zu schaffen,
bei dem die Belichtung bei der größten Hoffnung eingestellt wird, wobei die Vorrichtung
nach der vorliegenden Erfindung es erlaubt, ohne die komplizierten oben angegebenen
Mechanismen auszukommen.
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Weiterhin soll nach der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zum
Korrigieren der Blendeneinstellung für einäugige Spnegelreflexkameras des erläuterten
Typs geschaffen werden, die zwar einen einfachen Aufbau hat, im Betrieb jedoch äußerst
zuverlässig ist.
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Das wichtigste merkmal der vorliegenden Erfindung liegt in folgender
Wirkungsweise: Wenn ein Wechselobjktiv mit einem Stift, dessen Position die größte
Blendenöffnung bzw. Blendenzahl des Objektivs verkbrpert, an einem Kameragehäuse
angebracht wird, dann wird ein Mitnehmer auf der Seite des Kameragehäuses, die mit
dem Stift an dem Objektiv in Eingriff kommt, um einen Winkel gedreht, der der größten
Blendenöffnung bzw. Blendenzahl entspricht, so daß eine mit dem Mitnehmer gekoppelte
Blendenzahlskala in eine Stellung verschoben wird, die der größten Blendenöffnung
bzw. Blendenzahl des angebrachten Wechselobjektives entspricht; dadurch kann der
Zeiger eines Belichtungsmessers die optimale Öffnung oder Blendeneinstellung ohne
weitere Berücksichtigung der größten Blendenöffnung des angebrachten Wechselobjektives
anzeigen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung kann deshalb die Position der größten
Of£nung eines Blendenrings an dem Objektiv immer auf einer vorherbestimmten Position
gehalten werden, und zwar ohne weitere Berücksichtigung der größten Blendenöffnung
bzw. Blendenzahl des Objektivs; der Zeiger des Belichtungsmessers schwenkt um einen
Winkel,
der von der größten Blendenöffnung bzw. Blendenzahl des Objektivs abhängt. Deshalb
werden die üblichen, komplexen Ausgleichsmechanismen zur Herstellung einer Verbindung
zwischen den Einrichtungen zur Einstellung einer Verschlußzeit und/oder Filmempfindlichkeit
und dem Belichtungsmesser überflüssig, so daß die Drehung des Belichtungsmessers
mit einem höheren Genauigkeitsgrad sichergestellt werden und die korrekte und optimale
Belichtung erreicht werden kann. Weiterhin wird durch einen Einstellstift für die
größte Blendenöffnung bzw. Blendenzahl an einem Wechselobjektiv, dessen Winkelstellung
in AbhSngigkeit von der größten Blendenöffnung bzw. Blendenzahl des Objektivs bestimmt
wird, eine Blendenskala in Abhängigkeit von der größten Nffnung bzw. Blendenzahl
des Objektivs mit Hilfe eines Einsteligliedes für die Blendenzahl am Kameragehäuse
oben, so daß die Blendeneinstellung mit größter hoffnung und die Blendeneinstellungen,die
dunkeler als die Blendeneinstellung mit größter oeffnung sind, im Gesichtsfeld eines
Suchers betrachtet werden können. Deshalb können Fehler aufgrund von Unterbelichtung
oder Überbelichtung vollständig eliminiert werden.
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Ein AusfUhrungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand einer
Figur näher erläutert, in der eine auseinandergezogen und perspektivisch gezeigte
Ansicht einer Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung dargestellt ist.
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Gemäß der einzigen Figur hängt die Stellung eines Einstellstiftes
1 für die größte oeffnung oder Blendenzahl, der sich von einem Objektivtubus oder
einem Wechselobjektiv (nicht dargestellt) erstreckt, von der größten oeffnung oder
Blendenzahl des an einer Kamera befestigten Objektivs ab. Ein Einstellmitnehmer
2 mit einer Steuerkurve für die Blendeneinstellung mit dter größten Uffnung, der
koaxial zur optischen Achse der Kamera zur Drehung um diese Achse angeordnet ist,
weist einen Vorsprung 2a auf, der so ausgebildet ist, daß er mit dem Einstellstift
1 für die größte oeffnung an dem Objektiv in Eingriff kommen kann, und eine Steuerkurvenfläche
2b auf. Der Einstellmitnehmer 2 fUr die größte öffnung ist unter dem Einfluß der
Kraft einer Feder 3 vorgespannt, die bestrebt ist, ihn gegen den Uhrzeigersinn zu
drehen. Je größer die öffnung der Blendeneinstellung des angebrachten Wechselobjektives
ist, um so größer wird der Drehwinkel im Uhrzeigersinn des Einstellmitnehmers 2
für die größte öffnung.
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Ein erster Verbindungshebel 4, der mit einem Drehzapfen 5 an einem
stationären Teil eines KameragehäuseB schwenkbar angebracht ist, weist an einem
Ende einen Abtaststift 6 für den Mitnehmer auf, der mit der Steuerkurvenfläche 2b
des Einstellmitnehmers 2 für die größte öffnung in Eingriff kommt. Das andere Ende
des ersten Verbindungshebels 4 ist in Eingriff mit einem Ende des zweiten Verbindungshebels
7, der mit einem Drehzapfen 8 schwenkbar an dem Kameragehäuse angebracht ist. Ein
sich von dem anderen Ende des zweiten
Verbindungshebels 7 nach oben
erstreckender Stift 9 ist mit einem Ende eines dritten Verbindungshebels 10 in Eingriff,
der von einer Welle 11 eines im folgenden zu beschreibenden Belichtungsmessers 5
getragen wird. Das andere Ende des dritten Verbindungshebels 10, der normalerweise
durch eine Feder 12 zu einer Drehung in Richtung des Uhrzeigersinns vorgespannt
ist, endet in einem sich nach unten erstreckenden, umgekehrten, L-fFrmigen Teil
10a, der eine bogenfMrmige Blendenskala 13 trägt. Die Blendenskala 13 besteht aus
einem transparenten, dünnen Material und weist eine rotgefärbte Warnzone auf, die
sich jenseits der kleinsten Gffnung oder in der hier beschriebenen Ausführungsform
jenseits der Blendenzahl 16 befindet.
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Eine aus einem rotgefärbten Material hergestellte Anzeigeplatte 14
für die Blendeneinstellung mit der größten Nffnung ist so ausgebildet, daß sie bei
der hier beschriebenen Ausführungsform des angebrachten Wechselobiektivs die Blendeneinstellung
2 mit der größten dffnung anzeigt. Der Belichtungsmesserl5 wird drehbar durch die
Welle 11 getragen, die zwischen einem Paar von TrUgern 16 und 17 gelagert ist; der
Belichtungsmesser 15 weist einen Zeiger 15a und einen Abtaster 15b auf, der so ausgebildet
ist, daß er den Schwenkwinkel des Zeigers 15a feststellen kann. Wie bei dem bleichen
Belichtungssteuerungssystem kommt der Abtaster 15b mit einem stufenweisegezahnten
Teil 18a einer gezahnten Blendensperrplatte 18 in Eingriff, die funktionsmäßig mit
einem Verschlußauslöser verbunden ist, so daß die Verschiebung der Blendensperrplatte
18 in Abhängigkeit von dem Schwenkwinkel des Zeigers 15a, d.h. also der Helligkeit
eines
zu photographierenden Subjektes, bestimmt wird. Auf diese Weise wird eine flung
des Objektivs in Abhängigkeit von der Verschiebung der gezahnten Blendensperrplatte
18, d.h. der Helligket des Subjektes, eingestellt.
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Ein Grenzanzeigehebel 19 sitzt fest auf der Welle 11 und dreht sich
deshalb synchron bzw. 9m Gleichlauf mit dem Belichtungsmesser 15; der Hebel 29 weist
eine Grenzanzeigeplatte 20 auf, die zur Anzeige der unteren Grenze des Schwenkwinkels
des Zeiger 15a des Belichtungsmessers 15 aus gefärbtes Material hergestellt ist.
Der Belichtungsmesser 15 ist mit einem Einstellknopf 22 für die Verschiußzeit durch
einen auf einer Führungsrolle 25 geführten Nylonfaden gekuppelt, wobei der Einstellknopf
eine Verschlußzeit oder eine FiXm.empfindlichkeit anzeigt Im folgenden wird die
Funktionsweise der Einrichtung beschrieben werden-. Wenn ein Wechselobjektiv an
der Kamera befestigt wird, kommt sein Einstellstift 1 für die Blendeneinstellung
mit maximaler öffnung mit dem Vorsprung 2a des Einstellmitnehmers 2 für die maximale
Öffnung in Eingriff, um letzteren im Uhrzeigersinn zu drehen. Da sich der als Mitläufer
für den Mitnehmer dienende Stift 6 in Kontakt mit der SteuerkurvenflSehe 2b des
Mitnehmers 2 befindet, wird der erste Hebel 4 veranlaßt, sich gegen den Uhrzeigersinn
zu drehen. Der zweite Verbindungshebel 7 wird veranlaßt, sich mit dem Uhrzeigersinn
zu drehen, so daß der dritte Verbindungshebel 10 sich gegen die Einwirkung der Feder
12 gegen den Uhrzeigersinn drehen
muß. Deshalb wird die Blendenskala
13 in die von dem Pfeil B angedeutete Richtung verschoben, so daß die Blendenzahlen
für Blendeneinstellungen, die mehr Licht durchlassen als die Blendeneinstellung
F 2,0 mit der größten oeffnung nach der vorliegenden Ausführungsform, von der Anzeigeplatte
14 für die Blendeneinstellungtnit der größten oeffnung bedeckt werden. Auf diese
Weise werden die Blendeneinstellungrmit der größten Mffnung und die Blendeneinstellungen,
die weniger Licht durchlassen als die größte ?1ffnung, gezeigt, und der Zeiger 15a
des Belichtungsmessers schwenkt um einen diese gezeigten Blendeneinstellungen überstreichenden
Winkel. Als Ergebnis hiervon kann die optimale Belichtung erreicht werden, wenn
der Zeiger 15a des Belichtungsmessers in dem Sucher Uber den Bereich schwenkt, der
die Blendeneinstellungen ausschließt, die von der aaenzanzeigeplatte 20 und der
Warnzone lNa bedeckt werden.
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Wenn der Knopf für den Verschlußauslöser unter diesen Bedingungen
heruntergedrückt wird, dann steuert die gezahnte Blendensperrplatte 18, deren Verschiebung
von dem Abtaster 15b des Belichtungsmessers 15 gesteuert wird, (nicht dargestellte)
Teile, die eine optimale Blendenöffnung einstellen und enen Spiegel anheben, so
daß eine Aufnahme gemacht wird.
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Die Erfindung schafft also eine Vorrichtung zum Korrigieren der Blendeneinstellung
fgr einäugige Spiegelreflexkameras mit folgender Wirkungsweise: Wenn ein Wechselobjektiv
mit einem Stift, der so angeordnet ist, daß er seine Blendeneinstellung mit größter
nffnung
anzeigt, an einem Kameragehäuse befestigt wird, dann veranlaßt
der Stift einen Einstellmitnehmer für die Blendeneinstellung mit größter öffnung:
an der Seite des Kameragehäuses, sich um einen Winkel zu drehen, der der Biendeneinstellung
mit größter öffnung entspricht. In Abhängigkeit von der Drehung des Mitnehmers wird
eine Blendenskala gedreht, um auf diese Weise die Blendeneinstellung mit größter
öffnung und die Blendeneinstellungen anzuzeigen, die weniger Licht durchlassen als
die Blendeneinstellungsmit größter öffnung. Der Zeiger eines Belichtungsmessers
gibt deshalb immer die optimale öffnung oder Blendeneinstellung an.
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- Patentansprüche -