DE2352110C3 - Korrekturvorrichtung zum Angleichen von Wechselobjektiven an den Belichtungsmesser einer Spiegelreflexkamera - Google Patents
Korrekturvorrichtung zum Angleichen von Wechselobjektiven an den Belichtungsmesser einer SpiegelreflexkameraInfo
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Description
35
Die Erfindung betrifft eine Korrekturvorrichtung rum selbsttätigen Angleichen von Wechselobjektiven
unterschiedlicher, maximale·· Blendenöffnungen an den
Belichtungsmesser einer einäugigen Spiegelreflexkamera mit Innenmessung bei Offenblende, wobei am
Wechselobjektiv ein Anschlag vorgesehen ist, der die maximale Blendenöffnung in die MeSv.<■ richtung ein
gibt.
Diese Korrekturvorrichtung läßt sich insbesondere bei Wechselobjektiven einsetzen, die mittels eines Bajonettverschlusses
mit dem Kameragehäuse verbunden werden.
Dabei wird der Zeiger des Belichtungsmessers in Abhängigkeit von der eingestellten Belichtungszeit oder
der Empfindlichkeit des verwendeten Films um einen so
bestimmten Winkel gedreht, so daß immer eine Korrelation zwischen Belichtungszeit bzw. Empfindlichkeit
und der Zeigerste'lung besteht.
Aus der DL-PS 43 102 ist eine Korrekturvorrichtung der angegebenen Gattung bekannt, bei der der Beiich- 5s
tungsmesser für ein größeres als durch den objektivseitigen Blendeneinsteller einstellbares öffnungsverhält
nis ausgelegt und am Wechselobjektiv ein vorzugsweise als Bolzen ausgebildeter Anschlag vorgesehen ist,
der die Ausschlagdiffcrcn/ zwischen dem den Beiich- (>u
tungsmesser charakterisierenden und dem objektivseilig einstellbaren größten Öffnungsverhältnis durch
Verstellen beweglicher Teile des Belichtungsmessers ausgleicht. Dabei kann der Bolzen eine Verlängerung
und einen Absatz aufweisen, der zur Steuerung einer <">
zusätzlichen kamcraseitigen Blendenanzeigevorrichtung
dient. Ober die Verlängerung verstellt der Über tragungsbolzen beispielsweise einen Index.
Die Länge der Verlängerung entspricht dem vom Übertragungsbolzen nicht realisierbaren Hub. Diese
Korrekturvorrichtung kann also nur den Unterschied eines Blendenwertes ausgleichen, da die Länge der
Verlängerung fest vorgegeben ist. Diese Einschränkung auf einen Blendenwert reicht jedoch in der Praxis nicht
aus. da viele der gebräuchlichen Wechselobjektive eine
Lichtstärke \on ! : 3,4 oder sogar 1 : 5.b, wie das beliebte >.Fischauge« haben, so daß etwa zwischen diesen
Maximalwerten liegende Blendenwerte durch die bekannte Korrektlirvorrichtung nicht ausgeglichen werden
können.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
eine Konckturvomchtung zum selbsttätigen Angleichen
von Wechselobjektiven an den Belichtungsmesser einer einäugigen Spiegelreflexkamera der angegebe
nen Gattung zu schaffen, die auch bei verschiedenen Wechrelobjektiven mit stark unterschiedlicher maximaler
Blendenöffnung eine einwandfreie, im Sucher der
Kamera darstellbare Anzeige liefert.
Diese Aufgabe wira erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß in der Kamera eine bewegliche Blendenskala vergesehen ist. die beim Anbringen des Wechselobjek
tivs um einen Winkel, der der Winkelstellung des Λπ
schlags für die Anzeige der maximalen Blendenöffnung
entspricht, durch einen Mechan smus verschoben wird,
der mit dem Anschlag zusammenarbeitet, und daß das Gehäuse des Belichtungsmessers in bekannter Weise
mit Einrichtungen zur Anzeige der Verschlußzeit und der Filmgeschwiiidigkeit drehbar gekoppelt isi. und
daß eine Begren/ungsplatte fur den Zeiger vorgesehen ist. so daß der Zeiger des Bch.htungsmtssers nur über
den Bereich der Blendenskala schwenkbar ist, der /wischen der maximalen Blendenöffnung des angebrach
ten Wechselobjektivs und der kleinsten Blendenoff nung liegt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen insbesondere in folgender Wirkungsweise: An eint.n Wechselobjektiv
befindet sich ein Anschlag, dessen Lagigenau die maximale Blendenöffnung anzeigt, die mn
diesem Wechselobjektiv möglich ist. Wird das Wechselobjektiv an einer Kamera angebracht, so
kommt der Anschlag mit einem aus mehreren Hebeln und Kurvenscheiben bestehenden Me.hanismus in Eingriff,
der die Blendenskala in die Richtung verschiebt, daß die Blendenwerte, die einer größeren Blendenoff
nung entsprechen als sie bei dem Wechseloh.ckliv
möglich ist. von der An/eigeplatte bedeckt werden. Dadurch
sind nur die Blendenwerte sichtbar, die der größten möglichen Öffnung des Wechselobjektivs und kk-i
neren Blendenöffnungen entsprechen; gleichzeitig kann der Zeiger des Belichtungsmessers nur über den dadurch
eingegrenzten Bim-icn üci [i!.:rid<.r.",!;s!ü geschwenkt
werden, um die für die Belichtung resultierende
Blenden anzuzeigen. Wird diese Korrekturvor richtung beispielsweise mit dem Sucher der Kamera
gekoppelt, so kann gleich/eilig mn der Einstellung der Kamera auch die Schärfentiefe angezeigt und wahrge
nommen werden. Außerdem kann die Blende autoina
tisch im Anschluß an die Auslösung des Verschlusses eingestellt werden. Dadurch können weiter Fehler vcr
mieden -verden, die durch Unter- oder Überbelichtung entstehen, wobei die Anpassung eines Wechselobjek
tivs an die Spiegelreflexkamera nicht auf den Unterschied
von einem Blcndenweri beschränkt ist. sondern
auch bei mehreren Unterschieden noch eine eindeu. ge und richtige Anzeige liefert. Weiterhin wird bereits 1 ei
der Anzeige der Einfluß von Verschlußzeit und FiI-
23 52 HO
me:npfindlichkeit berücksichtigt, was bei der bekannten
Vorrichtung nicht möglich ist. Außerdem hat die erfindungsgemäße Korrekturvorrichtung einen einfachen
Aufbau, wodurch sich im Betrieb eine hohe Zuverlässigkeit ergibt.
Schließlich lassen sich die Anzeigemittel, also insbesondere die Blendenskala und der Zeiger, im Sucher
anordnen, so daß die eingestellte Blende sowie die ma-χ.male
Blendenöfnung des eingesetzten Wechselobjektivs im Gesichtsfeld des Suchers betrachtet werden
können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im UA
genden an Hand einer Figur näher erläutert, in der eine
auseinandergezogen und perspektivisch geze^ · \nsieht
einer Korrekturvorrichtung naen cl^r v-i.iegenden
Erfindung dargestellt ist.
Gemäß der einzigen Figur hängt <l'w Stellung eines
Anschlags i ff-r die größte Blend?" j"nung, der sich
von einem Objektivtubus ode- nem Wechselobjektiv (nicht dargestellt) erstreckt, von der maximalen
Blendenöffnung des an einer Kamera befestigten Objektivs ab. Ein Einsiellmitnehmer 2 mit einer Steuerkurve
für die Blendeneinstellung mit der größten Öffnung, der koaxial zur optischen Achse der Kamera zur Drehi:iifc*
um diese Achse angeordnet ist, weist einen Vor sprung 2a, der so ausgebildet ist, daß er mit dem Anschlag
I für die größte Blendenöffnung an dem Objektiv in Eingriff kommen kann, und eine Steuerkurvenfläche
2b auf. Der Einsteilmitnehmer 2 ίιτ die größte
Blendenöffnung ist unter dem Einfluß der Kraft einer Feder Ϊ vorgespannt, die bestrebt ist. ihn gegen den
Uhrzeigersinn zu drehen. Je größer die Öffnung der Blendeneinstellung des angebrachten Wechselobjektivs
fet. um so größer wird im Uhrzeigersinn der Drehwinkel
des Einsieilmitnehmers 2 für die größte Blendenöff
nung.
Ein erster Verbindiingshebel 4, der mit einem Drehzapfen
5 an einem stationären Teil eines Kameragehäuses
schwenkbar angebracht ist, weist an einem Ende einen Abiaststift 6 für den Mitnehmer auf. tier mit der
Steuerknrvenfläche 2£>dcs ,iinstellmitnehmers 2 für die
größte Blendenöffnung ein Eingriff kommt. Das andeie
End·.· de*· ersten Vcrbindiingshebels 4 ist in Eingriff mit
einem Ende des zweiter; Verbindungshebeis 7, der mit einem Drehzap'i'M 8 schwenkbar an d m Kameragehause
angebrach' .-.t. F in sn r ·.<
>n dim anderen Ende des /weiten Verbindtintshebels 7 nach oben erstrekkender
Stift 9 ist mit einem I nde eines dritten Verbiniking'.hebck
!O in Eingriff, dt" von einer WeIIo Il eines
im folgenden /u beschreibender. Belichtungsmessers 15 so
gelragen wird. Das andere Ende des dritten Verbin diingshebels 10. der normalerweise dun h eine Feder 12
zu einer Drehung in Richtung des Uhrzeigersinns vor gesp.innl ist. endet in einem sich nach unu-n nMn\kin
d<-n umgekehrten, L formigen Teil tOa. der eine bogen si
formige Blendenskala IJ tragt Die Blemienskala H besteht
aus einem transparenten, dünnen Material und
weist eint* ratgelarblc Warn/onc auf. die sah jcnsciis
der kleinsten Blendenöffnung oder in der hier beschrie
benen Ausführungsform jenseits der Blendenz.ihl Ib <«>
befindet.
Eine aus einem roigefarbten Material hergestellte·
Anzeigeplatte 14 für die Blendeneinstellung mit du
größten öffnung ist so ausgebildet·, daß sie bei der huv
beschriebenen Ausführungsforrn des angebrachten <<s
Wechselobjektivs cl'c maximale Blendenöffnung 2 .111
zeigt Der Relichtungsmi er 15 wird drehbar durih
eine Welle 11 getragen, die zwischen einem Paar von Träger 16 und 17 gelagert; der Belichtungsmesser 15
weist einen Zeiger 15a und e'nen Abtaster 15i>
auf. i_er so ausgebildet ist. daß er den Schwenkwinkel des Zeigers
15a feststelle^ kann. Wie bei dem üblichen Belichtungssteucrungssystem
kommt der Abtaster 150 mit
einem stufenweise gezahnten Teil 18a einer gezahnten Blcnücnsperrplatte !8 in Eingriff, die funktiensmäßig
mit einem Verschlußauslöser verbunden ist, so daß die Verschiebung der Blendensperrplatte 18 in Abhängigkeit
von dem Sehwenkv» inkel des Zeigers 15a, d. h. also,
der Helligkeit eines zu photographierenden Subjekts, bestimmt wird. Auf diese Weise wird eine Blendenöffnung
des Objektivs in Abhängigkeit von der Verschiebung der gezahnten Blendensperrplatte 18, d. h. der
Helligkeit des Subjekts, eingestellt.
Ein Begren/ungshebel 19 sitzt fest auf der Welle 11 und dreht sich deshalb synchron bzw. im G'eichl »if mit
dem Belichtungsmesser 15; der Hebel 19 weist cine Begrenzungsplat.e
20 auf, die zur Anzeige der unteren Grenze des Schwenkvvinkels des Zei^ rs 15a des Be
lichtungsmessers 15 aus gefärbtem Mater· ;l hergestellt ist. Der Belichtungsmesser 15 ist mit einem Einstellknopf
22 für die Verschiußzeit durch einen auf einer Führungsrolle 25 geführten Nylonfaden gekuppelt, wobei
der E.nstellknopf eine Verschlußzeit oder eine Filmempfindlichkeit anzeigt.
Im folgenden wird die Funktionsweise der Einrichtung
beschrieben werden. Wenn ein Wechselobjektiv an der Kamera befestigt wird, kommt sein Anschlag 1
für die Blendeneinstellung mit maximaler Blendenöffnung mit dem Vorsprung 2a des Einstellmitnehmers 2
für die maximale Öffnung in Eingriff, um letzteren im Uhrzeigersinn zu drehen. Da sich der als Mitläufer für
den Mitnehmer dienende Stift 6 in Kontakt mit der Steuerkurvenoberfläche 2b des Mitnehmers 2 befindet,
wird der erste Hebel 4 veranlaßt, sich gegen den Uhrzeigersinn zu drehen. Der zweite Verbindungshebel 7
wird veranlaßt, sich mit dem Uhrzeigersinn zu drehen, so naß der dritte Verbindungshebel IO sich gegen die
Einwirkung der Feder 12 gegen den Uhrzeigersinn drehen muß. Deshalb wird die Blendenskala Π in die von
dem Pfeil B angedeutete Richtung verschoben, so daß die Blendenzahlen für die Blendeneinstellungen, die
mehr Licht durchlassen als die Blendeneinstellung F 2.0 mit der größten Blendenöffnung nach der vorliegenden
Ausführungsforin. von der AnzLMgeplatte 14 für die
Blendeneinstellung mit der größten Öffnung bedeckt werden Auf diese Weise werden die Blendeneinstellung
mit der größten Blendenöffnung und die Blendeneinstel'ungen.
die weniger Licht durchlassen als die größte Öffnung, gezeigt, wobei der Zeiger 15a des Belichtungsmessers
pm einen diese gezeigten Blendeneir.-steiiiiiigen übeiMicili-cmuch Winke! .ίι,ηννΟΰ'κί. Ais Fr
gebms hiervon kann die Belichtung angezeigt werden, wenn der Zeiger 15a des Belichtungsmessers in dem
Sucher über ilen bereich schwenkt, der die Blendeneinsielliinpr«
,iiisschließl, die von der Begrenzungsplatte
20 und der Warnzone 13a bedeckt werden.
Wenn der Knopf für den Verschlußauslöse1· unter
diesen Bedingungen heruntergedrückt wird, dann steuert die gezahni·· Blendensperrplatle 18, deren Vcrsihiibung
von dem Abtaster 15/> des Pelichtungsmessers !5 gesteuert wira, (nicht dargestellte) Teile, die
eine optimale Blendenöffnung einstellen und den Spiegel
der Kamera anheben, so daß eine Aufnahme ptmacht wird
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Korrekturvorrichtung zum selbsttätigen Angleichen
von Wechselobjektiven unterschiedlicher maximaler Blendenöffnungen an den Belichtungsmesser
einer einäugigen Spiegelreflexkamera mit Innenmessung bei Offenblende, wobei am Wechselobjektiv
ein Anschlag vorgesehen ist. der die maximale Blendenöffnung in die Meßvorrichtung eingibt,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Kamera eine bewegliche Blendenskala (13) vorgesehen
ist, die beim Anbringen des Wechselobjektivs um einen Winkel, der der Winkelstellung des Anschlags
(t) für die Anzeige der maximalen Blendenöffnung entspricht, durch einen Mechanismus (2, 3.
4, 7, 9, 10) verschoben wird, der mit dem Anschlag
(1) zusammenarbeitet, und daß das Gehäuse de.; Belichtungsmessers (15) in L>
rkannter Weise mit Einrichtungen (22) zur Anzeige der Verschlußzeit und
der Filmgeschwindigkeit drehbar gekoppelt ist, und daß eine Begrenzungsplatte (20) für den Zeiger
(15a. 156) vorgesehen ist, so daß der Zeiger (15a) des Belichtungsmesser (15) nur über den Bereich
der Blendenskala (13) schwenkbar ist. der /-wischen der maximalen Blendenöffnung des angebrachten
Wechselobjektivs und der kleinsten Blendenöffnung liegt.
2 Korrektur ve rricht-.ig nach Anspruch 1 dadurch
gekennzeichnet, daß die Begren/ungsplatte (20) aus gefärbtem Material bergest·. Ht isi.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP10401872A JPS5117476B2 (de) | 1972-10-19 | 1972-10-19 | |
| JP10401872 | 1972-10-19 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2352110A1 DE2352110A1 (de) | 1974-05-02 |
| DE2352110B2 DE2352110B2 (de) | 1975-10-30 |
| DE2352110C3 true DE2352110C3 (de) | 1976-06-16 |
Family
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