DE2212375A1 - Fluessige Grundierung und deren Verwendung - Google Patents
Fluessige Grundierung und deren VerwendungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft die Aufbringung von Dichtungsmassen auf der Grundlage von Polysulfidpolymeren auf Mauerwerkoberflächen
und spezieller eine neue Grundierung, die zur Aufbringung auf einer Mauerwerkoberfläche, wie einer Beton- oder Zementoberfläche,
vor der Aufbringung des Dichtungsmittels geeignet ist, um die Haftung des Dichtungsmittels auf dem Beton o.dgl. zu verbessern.
Dichtungsmassen auf der Grundlage von Polysulfidpolymeren sind in
der Technik bekannt und wurden in großem Umfang zur Ausbildung ela-
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stomerer Dichtungen zwischen Oberflächen solcher Materialien, wie Metalle, Glas, Beton usw., verwendet. Wenn sie geeignet zusammengesetzt
und gehärtet werden, bilden sie elastomere Dichtungen, die hoch widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, Sonnenlicht"
Temperaturveränderungen und Lösungsmittel sind, und behalten ihre elastomeren Eigenschaften, auch werin sie variierenden atmosphären
Bedingungen längere Zeit ausgesetzt werden.
Die PoIysulfidpolymere, die gewöhnlich in Dichtungsmassen auf
Polysulfidgrundlage verwendet werden, sind flüssige Polymere, die beispielsweise gemäß der USA-Patentschrift 2 466 963 hergestellt
werden können. Wie in dieser Patentschrift beschrieben ist, können hochmolekulare Polymere hergestellt werden, die dann unter
Bildung von Polythiopolymercaptanpolymeren mit Molekulargewichten
in der Größenordnung von 300 bis 25.000 aufgespalten werden können und die viskose Flüssigkeiten mit Viskositäten im Bereich von
300 bis 150.000 Centipoisen bei 25° C sind. Solche flüssigen Polymere können mit verschiedenen Härtungsmitteln gehärtet werden,
wie sie in der USA-Patentschrift 2 466 963 beschrieben sind, und bilden dabei feste Elastomere mit ausgezeichneter Widerstandsfähigkeit
gegen Säuren, Alkali, Erdölkohlenwasserstoffe und atmosphärische Feuchtigkeit und Oxidation. Im allgemeinen können
solche Polymere durch die allgemeine Formel HS(RSn)mRSH wiedergegeben
werden, worin η einen Durchschnittswert von 1,5 bis 5 besitzt, m zwischen 2 und 70 variieren kann und R einen zweibindigen
Kohlenwasserstoff-, Oxakohlenwasserstoff- oder Thiakohlenwasserstoffrest
bedeutet. Eines der am stärksten verwendeten flüssigen Polythiolpolymercaptanpolymere wird durch Umsetzung von
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Bis-ß-chloräthylformal mit einer Natriumsulfidlösung in Gegenwart
eines kleinen Prozentsatzes Trichlorpropan zur Bildung eines festen Polymers, das dann gemäß der USA-Patentschrift 2 466 963
aufgespalten wird, hergestellt, wobei man ein flüssiges Polymer bekommt, das aus sich wiederholenden Einheiten
(S.CH2.CH2*O.CH2.0.CH-.CH2.S) besteht und freie Mercaptoendgruppen
und etwa 0,1 bis 4 % Quervernetzung besitzt.
Wie in der USA-Patentschrift 2 466 963 beschrieben ist, können die flüssigen Polymere mit Hilfe einer großen Vielzahl von Härtungsmitteln
unter Bildung fester Elastomere mit ausgezeichneter Beständigkeit gegen Säuren, Alkali, Erdölkohlenwasserstoffe und
atmosphärische Oxidation gehärtet werden. Geeignete Härtungsmittel sind beispielsweise organische Oxidationsmittel, wie Benzoylperoxid,
Dicumylperoxid, Dibutylzinnoxid und Nitrobenzole, sowie
anorganische Peroxide, wie Alkali- und Erdalkaliperoxide, wie Natriumperoxid, Lithiumperoxid, Calciumperoxid, Bariumperoxid,
sowie Zinkperoxid, Bleiperoxid, Antimonperoxid, Mangandioxid und Natriumperborat.
Dichtungsmassen auf der Grundlage flüssiger Polysulfidpolymere
enthalten gewöhnlich außer dem Polymer und Härtungsmittel verschiedene Zusätze, wie fein verteilte anorganische Füllstoffe,
Weichmacher,thixotrope Mittel, Härtungsbeschleuniger oder Härtungsverzögerer
und Haftungsverbesserer. Das Dichtungsmittel kann ein Zweikomponentensystem oder ein Einkomponentensystem sein. Im
Falle von Zweikomponentendichtungsmassen können das flüssige Polymer und ein oder mehrere Zusatzstoffe in einer Verpackung Und
das Härtungsmittel und ein oder mehrere Zusatzstoffe in einer
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zweiten Packung untergebracht sein. Die beiden Packungen werden zu dem Punkt der Verwendung transportiert und erst dort unmittelbar
vor der Verwendung miteinander vermischt. Solche Zweikomponentendichtung smas sen besitzen bestimmte Nachteile infolge der Tatsache,
daß zur Gewinnung der besten Ergebnisse die Komponenten der Dichtungsmasse sorgfältig unter kontrollierten Bedingungen
miteinander vermischt werden sollten, um ein intensives Mischen der Bestandteile in den richtigen Mengenverhältnissen zu gewährleisten,
wobei nicht immer erfahrene Arbeiter, die solche Bedingungen gewährleisten können, am Punkt der Verwendung der Dichtungsmassen
zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund wurde eine Reihe von Typen von Einkomponentendichtungsmassen vorgeschlagen und
verwendet, und solche Einkomponentendichtungsmassen sind allgemein bevorzugt.
Einkomponentendichtungsmassen auf der Grundlage von flüssigen
Polythiolpolymercaptanpolymeren sind beispielsweise in den USA-Patentschriften
3 225 017, 3 349 047 und 3499 864 beschrieben. Im allgemeinen werden solche Einkomponentendichtungsmassen unter
Verwendung von Härtungsmitteln zusammengestellt, die nicht mit dem flüssigen Polymer bei Umgebungstemperatur reagieren, wenn sie
in einer dichten Verpackung gehalten werden, aber durch Luftfeuchtigkeit oder Sauerstoff unter der erwünschten Härtung des PoIysulfidpolymers
aktiviert werden, wenn sie der Atmosphäre ausgesetzt werden. In einigen der Einkomponentendichtungsmassen, die
beispielsweise in der USA-Patentschrift 3 225 017 beschrieben sind, ist ein zerfließendes Beschleunigungsmittel in die Masse
eingeschlossen, um die Erhärtung zu beschleunigen, wenn die Dich-
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tungsmasse der Atmosphäre ausgesetzt wird. Solche Beschleunigungsmittel können Alkali- oder Erdalkalioxide, -peroxide oder -hydroxide einschließen. In anderen Massen, wie sie beispielsweise
in der USA-Patentschrift 3 402 155 beschrieben sind, wird eine basische Verbindung, wie ein Amin, benutzt, um die Härtung des
Polymers über seine Mercaptoendgruppen zu aktivieren. Wie in der USA-Patentschrift 3 499 864 beschrieben ist, kann die Lagerstabilität der Dichtungsmassen vom letzteren Typ verbessert werden,
indem man eine relativ kleine Menge elementaren Schwefel als
Stabilisierungsmittel einarbeitet.
Wegen ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Luftfeuchtigkeit, Sauerstoff und Sonnenlicht sind die Dichtungsmassen auf Polyaulfidpolymergrundlage brauchbar zum Abdichten von Rissen in Mauerwerk
sowie von Verbindungen zwischen Mauerwerkteilen und Bauteilen sowie zum Oberziehen solcher Strukturen. Es ergaben sich jedoch
einige Schwierigkeiten bei der Sicherstellung einer ausreichenden Haftung der Dichtmittelmasse auf solchen Teilen, und es ist
eine übliche Methode, eine flüssige Grundierung auf dem Mauerwerk vor der Aufbringung der Dichtungsmittelmasse aufzubringen.
Wie im Falle der Dichtungsmittel selbst können die Grundierungen Zweikomponentensysteme oder Einkomponentensysteme sein, d.h. die
Grundierung kann in getrennten Packungen gelagert werden, deren Inhalt erst am Punkt der Verwendung kurz vor der Aufbringung auf
das Mauerwerk vermischt wird. Solche Zweikomponentengrundierungen besitzen die oben in Verbindung mit den Zweikomponentendichtungsmassen genannten Nachteile, so daß Einkomponentengrundierungen
bevorzugt sind. Solche Einkomponentengrundierungen umfassen ge-
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wohnlich eine Lösung eines festen Materials, das die Mauerwerkoberfläche
überzieht und die erwünschte Haftung zwischen dem gehärteten Dichtungsmittel und der Mauerwerkoberfläche liefert, in
einem flüchtigen organischen Lösungsmittel. Die gelösten Stoffe, die für solche Grundierungen bisher vorgeschlagen wurden, waren
beispielsweise chlorierter Kautschuk, chloriertes Blphenyl, substituierte
Silane, wie Epoxysilan, und Mer'captoalkylsilane, wie Mercaptopropyltrimethoxysilan, sowie niedermolekulare Urethanvorpolymere,
wie das Kondensationsprodukt von Trimethylolpropan und
Toluoldiisocyanat. Typische Lösungsmittel sind beispielsweise niedermolekulare aliphatische Kohlenwasserstoffe, aromatische
Kohlenwasserstoffe, wie Toluol und Xylol, niedermolekulare Alkanole
und Glycolester.
Bei der Herstellung solcher Einkomponentengrundierungsmassen traten
bestimmte Schwierigkeiten auf, eine Zusammensetzung zu erhalten, die sowohl den erwünschten Grad an Haftung der Dichtungemit-
telmaase auf dem Mauerwerk liefert und gegenüber den Ultraviolett*
komponenten von Sonnenlicht beständig ist. Somit neigen unter den bisher vorgeschlagenen Grundierungsmitteln jene, die dem Mauerwerksubstrat
ausreichende Haftung für die Dichtmittelmasse verleihen, zu übermäßiger Empfindlichkeit gegen die Einflüsse von
Ultraviolettlicht, wie sich durch die Tatsache zeigt, daß sie sich rasch bei der Bestrahlung mit Sonnenlicht verfärben, während
jene Grundierungsmittel, die relativ wenig durch Ultraviolettlicht
beeinflußt werden, keine ausreichende Haftung des Dichtungsmittels auf Polysulfidpolymergrundlage auf dem Mauerwerk ergeben.
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Es ist demnach ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes
flüssiges Grundierungsmittel zu bekommen, das geeignet
ist, auf Mauerwerk o.dgl. aufgebracht zu werden, um die Haftung von Dichtungsmitteln auf der Grundlage von Polysulfidpolymeren
darauf zu verbessern. Ein anderes Ziel der Erfindung besteht darin, eine flüssige Grundierung zur Aufbringung auf Mauerwerkoberflächen
zu bekommen, die eine gute Haftung des Dichtungsmittels auf Polysulfidpolymergrundlage auf dem Substrat liefert und auch
durch Einwirkung von Ultraviolettlicht im wesentlichen unbeeinflußt
bleibt. Andere Ziele der Erfindung werden nachfolgend teils offenbar und teils direkt ausgeführt*
Das Ziel der vorliegenden Erfindung wird erreicht, indem man ein Grundiermittel hergestellt, das eine Lösung eines Gemisches eines
chlorierten Kautschuks und eines niedermolekularen Alkylmethacrylatpolymers, d.h. eines Methacrylpolymers, in dem die Alkylgruppe
1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält, in einem organischen Lösungsmittel
umfaßt. Das bevorzugte Methacrylatpolymer für die Verwendung in den GrundierungsmitteIn nach der Erfindung ist Poly~nbutylmethacrylat.
Die Mengenverhältnisse der beiden verwendeten gelösten Stoffe können von etwa 10 bis 90 Gewichts-% des chlorierten
Kautschuks und 90 bis 10 Gewichts-% des Methacrylatpolymers variieren. Die bevorzugten Mengenverhältnisse sind 60 bis
80 Gewichts-% des chlorierten Kautschuks und 20 bis 40 % des Methacrylatpolymers. Das verwendete flüchtige Lösungsmittel kann
eines des oben in Verbindung mit den früheren Grundiermitteln beschriebenen Typs sein, d.h. ein flüchtiges aliphatisches oder
aromatisches Kohlenwaserstofflösungsmittel, wie Mineralalkohole,
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Toluol oder Xylol, oder Glycolester, besonders Ätherester, wie der Methyl- oder Äthylester von Äthylenglycolacetat, sowie Gemische
der Kohlenwasserstoff- und Glycolesterlösungsmittel. Es wurde gefunden, daß flüssige Grundiermittel, die wie oben zusammengestellt
sind und durch die folgenden Beispiele erläutert werden, ausgezeichnete Haftung zwischen Mauerwerkoberflächen und gehärteten
Dichtungsmittelmassen auf der Grundlage von flüssigen PoIythiolpolymercaptanpolymeren
liefern und auch gute Beständigkeit gegen die Einwirkung von Ultraviolettlicht zeigen.
Die nachfolgenden Beispiele zeigen die Ergebnisse, die man erhält,
wenn man die vorliegenden Grundiermittel in Verbindung mit zwei Typen von Dichtungsmitteln verwendet, die in den Beispielen als
Dichtungsmittel A und Dichtungsmittel B bezeichnet werden. Beide dieser Dichtungsmittel basieren auf dem gleichen flüssigen PoIysulfidpolymer,
das in den Beispielen als LP-32 bezeichnet ist und im wesentlichen die folgende Struktur besitzt:
H(SC3H4.O.CH2-O.C2H4S)23H, wobei es etwa 0,5 % Vernetzung und
ein mittleren Molekulargewicht von etwa 4000 besitzt. Das Dichtungsmittel A besaß im wesentlichen die folgende Rezeptur in
Gewichtsteilen:
Polymer LP-32 100
Thixotropes Mittel (Thixcin R) 7
Calciumcarbonat 57
Titandioxid 15
Chloriertes Diphenyl (Arochlor 1254) 6
Butylbenzylphthalat (Santicizer 160) 25
Schwefel 0,3
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Zinkperoxid , 8,0
Lithiumperoxid 0,75
Äthylendiamin (10 Gewichts-%) auf
einem Molekularsieb 5A .2,0
Das Dichtungsmittel B besaß, im wesentlichen die folgende Zusammensetzung
in Gewichtsteilen:
Polymer LP-32 100
Titandioxid 20
Calciumcarbonat ■ 40
Chloriertes Biphenyl (Arochlor 1254) 30
80 %-ige Lösung von Epoxyharz (Epon 1001)
in Methyläthylketon 5
Calciumperoxid 10,5
Bariumoxid ' 10
Teilweise hydriertes Terphenyl als
Weichmacher. HB-40 10
Toluol 3,75
In den folgenden Beispielen war das verwendete Acrylpolymer ein Poly-(n-butylmethacrylat) in Lösung in einem Kohlenwasserstofflösungsmittel
(Acryloid P-IO). Die Lösung enthielt 40 Gewichts-% des Polymers. Es wurde ein im wesentlichen voll chlorierter
Kautschuk (Parlon S-IO) verwendet. Variierende Mengen des Acryloid
F-IO und Parlon S-IO wurden mit einem Lösungsmittel vermischt,
das ein Gemisch gleicher Gewichtsteile von Toluol und Äthylenglycoläthylatheracetat (Cellosolveacetat) war.
Die Grundiermittel wurden auf Betonoberflächen aufgebracht, und
man ließ das Lösungsmittel verdampfen. Danach wurde ein Tropfen eines der oben identifizierten Dichtungsmittel auf der grundier-
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ten Oberfläche aufgebracht und darauf gehärtet. Die resultierende Zusammenstellung wurde verschiedenen Testbedingungen unterzogen,
wie in der nachfolgenden Tabelle gezeigt ist, und die Perle wurde dann von der Betonoberfläche abgezogen, um zu bestimmen, ob ein
Adhäsions- oder Kohäsionsfehler auftrat. In der Tabelle zeigt "C" einen Kohäsionsfehler, d.h. ein Brechen der Perle und nicht
eine Abtrennung derselben von dem Substrat. "A-C" zeigt, daß der Fehler teilweise ein Kohäsionsfehler und teilweise ein Adhäsionsfehler war, und "NA" zeigt, daß ein Adhäsionsfehler auftrat. Die
Mengenverhältnisse der Bestandteile sind in Gewichtsteilen angegeben.
Beispiel Nr. 1. 2 3
Acryloid P-IO 25 25 25
Parlon S-IO 25 15 5
Lösungsmittel 35 35 35
A CCC
B CCC
Nach einer Woche bei 38° C und 100 % relativer Feuchtigkeit und anschließend einer Woche bei Ultraviolettlicht
A CCC
B CCC
Nach einer Woche bei 38° C und 100 % relativer Feuchtigkeit und anschließend einer Woche Eintauchen in Wasser
A CCC
B C A-C NA
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Jede der Grundierlösungen 1,2 und 3 wurde Ultraviolettlicht während 20 Tagen ausgesetzt und zeigte nur eine geringe Verfärbung
am Ende dieser Zeit.
Aus der obigen Beschreibung sollte ersichtlich sein, daß die vorliegende
Erfindung eine Grundierung liefert, die in der Lage ist, den oben ausgeführten Anforderungen zu genügen. Wenn eine solche
Grundierung auf Mauerwerkoberflächen aufgebracht wird, bekommt
man eine ausgezeichnete Bindung zwischen einer solchen Oberfläche und nachfolgend aufgebrachten Dichtungsmitteln auf der Grundlage
von flüssigen Polysulfidpolymeren. Auch verfärbt sie sich nur
wenig unter dem Einfluß von Ultraviolettlicht und behält ihre Bindungswirksamkeit, wenn das darauf gebundene Dichtungsmittel
Ultraviolettlicht ausgesetzt wird.
Obwohl die obigen Beispiele die Verwendung der vorliegenden Grundiermittel zur Bindung von Einkomponentendichtungsmitteln
auf Mauerwerkoberflächen zeigen, ist es selbstverständlich, daß die Grundiermittel auch verwendet werden können, um die Haftung
von Zweikomponentendichtungsmitteln auf Mauerwerkoberflächen zu
fördern. Auch dienen die Beispiele nur der Erläuterung, und es können innerhalb des Erfindungsgedankens zahlreiche Abwandlungen
vorgenommen werden.
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Claims (7)
1. Flüssiges Grundiermittel sur Verbesserung der Haftung von Dichtungs-
oder überzugsmittel auf der Grundlage flüssiger Polysulfidpolymere
auf Mauerwerkoberflächen, dadurch gekennzeichnet, daß
das Grundiermittel im wesentlichen aus einer Lösung eines chlorierten Kautschuks und eines Poly-(niederalkylmethacrylats) in
einem organischen Lösungsmittel besteht.
2. Flüssiges Grundiermittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der chlorierte Kautschuk ein im wesentlichen vollständig chlorierter Kautschuk und das Poly-(niederalkylmethacrylat) ein
Poly-(n-butylmethacrylat) ist.
3. Grundiermittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Feststoffgehalt der Lösung 10 bis 90 Gewichts-% des chlorierten Kautschuks und 90 bis 10 Gewichts-% des Polymethacrylates
umfaßt.
4. Grundiermittel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
es als Lösungsmittel ein Gemisch von Cellosolveacetat und flüchtigem
flüssigem Kohlenwasserstoff enthält.
5. Flüssiges Grundiermittel nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß es etwa 60 bis 80 Gewichts-% des chlorierten Kautschuks und etwa 20 bis 40 Gewichts-% des Polymethacrylates enthält.
6. Verfahren zur Bindung eines Dichtungsmittels auf einer Mauerwerkoberfläche,
dadurch gekennzeichnet, daß man auf diese eine Grun-
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diermittel aufbringt, das im wesentlichen aus einer Lösung eines chlorierten Kautschuks und eines Poly-(niederalkylmethacrylats)
in einem organischen Lösungsmittel besteht, das Lösungsmittel sodann verdampft, auf der grundierten Oberfläche ein härtbares
Dichtungsmittel auf der Grundlage eines flüssigen Polysulfidpolymers aufbringt und das Dichtungsmittel in situ härtet.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man eine
Grundierlösung verwendet, die 10 bis 90 Gewichts-% eines im wesentlichen
vollständigen chlorierten Kautschuks und 90 bis 10 Gewichts-% eines Poly-(n-butylmethacrylats) enthält.
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ORIGINAL INSPECTED
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US12588371A | 1971-03-18 | 1971-03-18 | |
| US12588371 | 1971-03-18 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2212375A1 true DE2212375A1 (de) | 1972-11-16 |
| DE2212375B2 DE2212375B2 (de) | 1976-05-26 |
| DE2212375C3 DE2212375C3 (de) | 1977-01-13 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH570945A5 (de) | 1975-12-31 |
| AU460844B2 (en) | 1975-05-08 |
| CA1004791A (en) | 1977-02-01 |
| FR2129778A5 (de) | 1972-10-27 |
| DE2212375B2 (de) | 1976-05-26 |
| JPS5331176B1 (de) | 1978-08-31 |
| GB1344433A (en) | 1974-01-23 |
| ZA72973B (en) | 1972-11-29 |
| SE392282B (sv) | 1977-03-21 |
| AU3892572A (en) | 1973-08-16 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |