DE1594281A1 - Isoliermassen und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Isoliermassen und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
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Telegrammadresse: WILLPÄTENT
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Bank: Dresdner Bank AG. Wiesbaden
THIOKOL CHEMICAL CORPOBATION
Newportville Road, Bristol, Pennsylvania, U.S.A.
Isoliermassen und Verfahren zu deren Herstellung
Priorität; vom 2. Januar 1964 in USA unter der Serial-Nummer
335 391
Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Isoliermasse
auf der Grundlage eines flüssigen Polysulfidpolymers und
Verfahren zur Bindung von Isoliermassen auf der Grundlage eines flüssigen Polysulfidpolymers auf Unterlagen.
•Härtbare Isolier- und Dichtungsmassen auf der Grundlage
flüssiger Polysulfidpolymerer sind seit langem in der Technik bekannt. Sie basieren auf härtbaren flüssigen Polysulfidpolymeren
mit Mercaptanendgruppen. Die Struktur und Herstellung dieser Polythiopolymercaptanpolymeren sind in der USA-Patentschrift
2 466 965 beschrieben. Diese Massen werden zum
Abdichten und/oder für dichtende Verbindungen und/oder zum
Ausfüllen von Fugen zwischen verschiedenen Strukturelementen· in den unterschiedlichsten Industrien verwandt. Die Klebeigenechaften
von Polysulfidpolymeren sind jedoch so, daß sie gewöhnlich
die Verwendung eines Klebstoffzusatzes in der Isoliermasse
auf der Basis eines Polysulfidpolymers erforderlich machen,
um eine gute Bindung der gehärteten iJolierun-g auf der Unter-
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009850/1697
• ■ - 2 -
lage zu bewirken. Die Klebstoffzusätze, die für diesen Zweck
bis heute zur Verfugung stehen, wie jene von phenoliseher
Natur, liefern jedoch gewöhnlich eher nur polare als chemische Bindungen der gehärteten Isoliermasse auf der Unterlage. Diese
polare Bindung ist empfindlich gegen den Angriff polarer lösungsmittel, wie Wasser, wodurch die Bindung dazu neigt,
an Festigkeit zu verlieren und so die Verwendbarkeit der Isoliermasse
unter Bedingungen zu verringern, unter denen ein solcher Angriff erfolgt.
Für die Fachwelt waren Isolier- und Dichtungsmassen auf der
Grundlage von Polysulfidpolynieren und/oder Verfahren, mit
denen solche Massen fest und mit chemischen Bindungen auf Unterlagen verankert werden könnten, die mit den Massen behandelt
wurden, sehr erwünscht, speziell solche, die auf der Unterlage fest haften, wenn die beschichtete Unterlage wiederholt
und/oder längere Zeit mit polaren Lösungsmitteln, wie Wasser, in Berührung kommt.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine neue Is·--Ij erode
r Dichtungsmasse auf der Grundlage flüssiger lol,-suifidpolymerer
zu schaffen, die die Gewinnung einer festen und dauerhaften Bindung der Isolierung auf der damit behandelten
Unterlage bewirkt, speziell bei solchen Anwendungsgebieten, bei denen die Isolierung in Gegenwart polarer Lösungsmittel
benutzt wird.
Mn anderes Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein oder iriehrere Verfahren zu schaffen, mit Hilfe derer Isolier- und
Dichtungsmassen auf der Grundlage flüssiger Polysulfidpolymerer
verwandt werden können, um eine feste und dauerhafte Bindung der gehärteten Masse auf der damit behandelten Unterlage zu
erzielen, speziell wenn die Dichtungsriasse in Gegenwart polarer ösungsmittel verwandt werden soll.
Überraschenderweise wurde nun nach tor vorliegenden Erfindung
herausgefunden, daß man eine feste und dauerhafte Bindung gehärteter
Isolier- und Dichtungsmassen auf der Grundlage flüssiger
PoIysulfidpolymerer auf der damit behandelten Unterlage
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erhalten kann, speziell in Gegenwart polarer Lösungsmittel,
wenn die Isoliermasse in Verbindung mit einem oder mehreren
zugesetzten Klebstoffmassen der allgemeinen Formel
()0 R
I a I
Si-(CH0)JiH-CH-CH9-SH
■ : tv · :
worin E eineNiederalkylgruppe, wie Methyl, Äthyl, Propyl,
Isopropyl oder Butyl, R1 Wasserstoff oder eine Niederalkylgruppe,
wie Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl oder Butyl, a eine ganze Zahl von 1 bis 5, b eine ganze Zahl von 0 bis 2
und a + b = 3, η eine ganze Zahl von 1 bis etwa 6 und R" Wasserstoff oder eine Niederalky!gruppe, wie Methyl oder
Äthyl, -ist, verwendet wird. In einem bestimmten Fall, in dem mehr als eine R- oder R'-Gruppe in der Verbindung verwandt
wird, können R oder R' gleiche oder verschiedene Alkylgruppen
sein, wenn die verwandten R'-Gruppen nicht Wasserstoff sind.
Die Herstellung und Eigenschaften der zugesetzten Klebstoffe, die bei den neuen Massen und Verfahren nach der vorliegenden
Erfindung verwandt werden, sind in einer schwebenden USA-Patentanmeldung
offenbart, die unter dem Namen von George F. Bulbenko mit dem Titel "ß-Mercapto-aikylamino-alkyltrialkoxy-3ilane"
vor kurzem angemeldet wurde.
Die zugesetzte KlebstoffVerbindung kann nach der vorliegenden
Erfindung in Form einer Grundierungsschicht benutzt werden,
mit der die unterlage überzogen wird, und die Isoliermassen auf der Grundlage flüssiger Polysulfidpolymerer werden dann
auf der so behandelten Unterlage aufgebracht und gehärtet.
Der Silicium-enthaltende Klebstoff kann auch nach der vorliegenden
Erfindung in der Weise benutzt werden, daß man ii" zu
der härtbaren Isolier- oder Dichtungsmasse auf der Grundlage
eines flüssigen Polysulfidpolymers zumischt und dann die härtbare
Masse auf die zu behandelnde Unterlage aufbringt und darauf aushärtet. Unabhängig davon, ob er als Grundierung und/oder
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BADGHlGIiMAL
im Gemisch mit der Isoliermasse verwandt wird, sollte das silanhaltige
Klebmittel in einer solchen Menge verwandt werden, daß man 1 "bis 3,5 Gew.-teile des Klebmittels pro 100 Gewo-teile des
verwandten härtbaren flüssigen Polymers erhält«
Das nach der Erfindung zugesetzte oben beschriebene Klebemittel kann als ß-Mereapto-alkylaminoalkyl-trialkoxysilan bezeichnet
werden. Ein Beispiel solcher Verbindungen ist ß-Mercapto-äthylaminopropyl-triäthoxysilan,
welches die Struktur (CH,CH20),Si-(CH2),NH-CH2CH2-SH
besitzt.
Die Polysulfidpolymeren, auf denen die Isolier- oder Dichtungsmassen nach der vorliegenden Erfindung basieren, sind jene flüssigen
Polythiopolymercaptanpolymere, die wie oben erwähnt, in der USA-Patentschrift 2 466 963 offenbart und beansprucht sind. Die
am meisten bevorzugten dieser Polymere nach der vorliegenden Erfindung sind jene mit einem Molekulargewicht von etwa 500 bis
4000. Polymere mit solchen Molekulargewichten sind deswegen bevorzugt,
da sie die wirksamsten Härtungszeiten gestatten.
Die flüssigen Polysulfidpolymere, die als Härtungsmittel in den Isoliermassen nach der vorliegenden Erfindung verwandt werden
können, sind etwa jene Materialien, die in der Technik als flüssige Polysulfidpolymer-Härtungsmittel bekannt sind, wie z.B.
Polyepoxyharze, Bleiperoxyd, Calciumperoxyd, Bariumperoxyd,
Tellurdioxyd und die verschiedenen Chromatsalze, die in der USA-Patentschrift
2 964 503 beschrieben sind. Etwa 2,5 bis 10 Gew.-teile
eines oder mehrerer solcher Härtungsmittel sollten nach der vorliegenden Erfindung pro 100 Gew„-teile des verwandten
flüssigen Polysulfidpolymers eingesetzt werden.
Mit den neuen Isoliermaterialien und Verfahren nach der vorliegenden
Erfindung kann man eine starke Bindung der gehärteten
Isoliermasse auf der Unterlage in etwa 2 bis 24 Stunden bei Raumtemperatur (etwa 25° C) erhalten.
Der Begriff "behandeln" eines oder mehrerer Unterlagen mit Hilfe der neuen Verfahren und/oder Massen nach der Erfindung umfaßt
selbstverständlich auch das Aufbringen von Schutzschichten der
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gehärteten Massen nach der v; ?1 i Agenden Erfindung auf Unterlagen
und/oder das Ausfüllen von Fugen zwischen zwei oder mehr Unterlagen und/oder die Verbindung zweier oder mehrerer Unterlagen
miteinander, die aus dem gleichen oder verschiedenem Material
bestehen können. Die Unterlagen, die nach der vorliegenden
Erfindung so behandelt werden sollen, bestehen etwa aus
Holz ν-«■** Kieselsäurematerial, wie Glas, oder Metall, wie Aluminium,
Eisen oder Stahl sowie Zink und/oder verchromtem Eisen oder Stahl.
Die härtbaren Massen nach, der vorliegenden Erfindung können auch,
verschiedene Typen inerter Materialien enthalten, die gewöhnlich
in Isolier- und Dichtungsmassen auf der Grundlage flüssiger Polysulfidpolymerer verwandt werden, wie z.B. Füllstoffe, Weichmacher,
Pigmente, Stabilisatoren gegen Ultraviolettlicht, Härtung sbeschleuniger usw.
Wenn die Silan-Klebmittelmassen nach der vorliegenden Erfindung
als Grundierungsmittel verwandt werden, können sie auf die Oberfläche der Unterlage oder Unterlagen, die behandelt werden sollen,
in form einer Lösung aufgebracht werden, um darauf wenigstens
eine monomolekulare Schicht des Silanmaterials zu liefern. Das in einem solchen Fall verwandte Lösungsmittelmedium sollte
ein ziemlich flüchtiges Material sein, wie Äthylalkohol, Toluol, Gellosolve, Methanol, n-Butanol, Isobutanol, Chloroform, Ithylacetat,
Aceton oder Benzol.
Die härtbaren Massen nach der vorliegenden Erfindung besitzen eine
Topfzeit (Arbeitszeit) von etwa 0,5 bis 24 Stunden und die Topfzeit
dieser Massen muß beachtet werden, wenn man das Härtungs-,mittel
mit dem Klebstoffzusatz und/oder flüssigen Polysulfidpolymer
vermischt und/oder in Berührung bringt.
Zur Erläuterung der vorliegenden Erfindung, nicht jedoch zu
deren Beschränkung; dient das folgende Beispiel.
In eine roetfreie Stahlbombe gab man 44 g (0,20 Mol) }f-Amino-
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propyl-triäthoxysilan, d. h. (CH5CH2O)5Si-(CH2)^-NH2, 9 g
Äthylensulfid (0,15 Mol) und 100 ml über Natrium getrocknetes Benzol. Dabei konnte keine exotherme Reaktion beobachtet werden.
Das System wurde mit einer Stickstoffatmosphäre bedeckt, und
die Bombe wurde verschlossen und etwa 20 Stunden in einen Ofen bei 100° C gegeben. Dann wurde die Bombe aus dem Ofen entfernt,
auf Raumtemperatur abgekühlt und geöffnet. Man beobachtete keine Polymerbildung. Das Reaktionssystem wurde bei Atmosphärendruck
und einer Topftemperatur von 70° C destilliert. Dabei wurde
kein unumgesetztes Monomer aufgefangen, doch bildete sich etwas
polymeres Äthylensulfid im Destillationskolben unter geringem Vakuum. 81 g Benzol wurden zurückgewonnen. Bei einem höheren
Vakuum von mehr als einem mm Hg wurde eine kleine Menge hochsiedender Bestandteile in einer C02/Aceton-Falle aufgefangen.
Dieses Material gab eine schwache SH-Reaktion, und die gewonnene Materialmenge betrug 2 g. Der Rückstand in dem Destillationskolben
war eine milchige, bräunlich gefärbte Flüssigkeit mit
einem Gewicht von etwa 41 g. Dieser Rückstand wurde in trockenem Benzol aufgenommen und filtriert. Nach Gefriertrocknung des
Filtrats bildeten sich einige Feststoffe, und das Filtrat wurde wiederum filtriert. Man erhielt ein Reingewicht von 38 g des
Filtrats. Etwa 25 g des Filtrats wurden einer fraktionierten Destillation unterzogen. Fraktion 1 wurde bei 50 bis 52° C und
0,2 mm Hg aufgefangen. Man erhielt davon 8 g, die bei der Analyse Spuren, d. h. 0,11 #, SH und einen Stickstoffgehalt von
6,3 $> besaßen. Fraktion 2, das ß-Mercapto-äthylaminopropyltriäthoxysilan,
wurde bei 97 bis 98° C und 0,2 mm Hg aufgefangen. Sie war eine wasserhelle Flüssigkeit. Man erhielt 10 i/2 g, die
bei der Analyse einen SH-Gehalt von 11,4 ^ und einen Stickstoffgehalt
von 4,8 $> zeigten. Der Brechungsindex des Produktes bei
26° C betrug 1,4500 und die Dichte bei 26° C war 0,96. Der berechnte
SH- und N-Gehalt für ß-Mercapto-äthylaminopropyl-triäthoxysilan
ist 11,75 i bzw. 4,98 #. Der in dem Destillationskolben
verbleibende Rückstand wog 5g.
Wie oben hergestelltes ß-Mercaptoäthylaminopropyl-triäthoxysilan
wurde in diesem Beispiel als Grundierung verwandt, mit der ver-
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schiedene Unterlagen grundiert wurden, "bevor man versuchte,
eine Isoliermasse auf der Basis eines Polysulf id polymers darauf
zu binden. Die verwandten Unterlagen "bestanden aus Aluminium,
rostfreiem Stahl und G-las. Die Silanverbindung wurde in der
!Form einer Äthanollösung "benutzt, indem man 12 Gew.-teile der
Silanverbindung in 88 Gew.-teilen Äthanol löste. Die Grundierlösung wurde dann auf der Oberfläche der Unterlage aufgebracht,
indem man die Oberfläche einmal mit einem Baumwollschwabbel,
der damit gesättigt war, bestrich. Die grundierte Unterlage ließ man über Nacht bei Raumtemperatur stehen, während weloher
Zeit das Lösungsmittel verdampfte. Dann wurde ein Tropfen der härtbaren Isoliermasse auf der Grundlage eines Polysulfidpolymers
auf der grundierten Unterlage aufgebracht und eine Woche bei Raumtemperatur auf ihr ausgehärtet. Am Ende dieser Zeit
wurde ein Satz Platten auf Adhäsion des Tropfens an den Platten geprüft,-und ein zweiter Satz Platten wurde eine Woche in Leitungswasser
bei Raumtemperatur getaucht, bevor die Adhäsion der Isoliermassentropfen auf .diesen Platten geprüft wurde. Die
Zusammensetzung des verwandten Isoliermaterials war folgendes
LI' 2-Polysulfiä polymer 100
Witcarb RD (Calciumcarbonat) 30
Titanox RA50 (Titandioxyd) 10
HiSiI 233 (hydratisiertes Siliciumdioxyd) 3 -
Galciumstearat (thixotropes Mittel) 1
Stearinsäure -\
Schwefel q^·)
145,1
LP-52-Polysulfidpolymer besitzt im wesentlichen die Struktur
HS(C2H4-O-CH2-O-C2H4-S-S)25C2H4-O-CH2-O-C2H4-SH mit etwa 0,5 #
Quervernetzungen oder Verzweigungen durch Trichlorpropan.
Vor dem Aufbringen auf die Unterlagen wurde die obige Isoliermasse
mit 10,3 Gew.-teilen pro 100 Gewo-teile der Masse einer
Härtungspaste aus Bleiperoxyd und Aroclor 1254 vermischt, die
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etwa 50 # PbO2 enthielt* Aroclor 1254- ist ein chlorierter Biphenyl-Weichmacher
mit einem Gehalt von etwa 54 $> Chlor. Der
Adhäsionstest bestand darin, daß man versuchte, die gehärteten Isoliermassenperlen von den unterlagen abzuschälen. Wenn die
Perle sich löste, wurde dies als mangelnde Haftfähigkeit bezeichnet.
Wenn die Perle nicht ohne Zerreissen entfernt werden konnte, wurde dies als Kohäsionsfehler angesehen. Grenzfälle
wurden als geringe Kohäsionsfehler bezeichnet. Die Versuche
zeigten lediglich das Auftreten von Kohäsionsfehlern.
In weiteren Versuchen wurden die oben genannte gleiche Isoliermasse
und die gleiche Härtungspaste mit ß-Mercapto-äthylaminopropyltriäthoxysilan.
als Klebmittelzusatz nach folgender Rezeptur verwandt:
Gewichtsteile
Polysulfid-Isoliermasse Blei-Härtungspaste
ß-Mercapto-äthylaminopropyl-triäthoxysilan
Hierbei wurden die härtbaren Isoliermassen A und B gebildet.
Sie wurden als Tropfen auf je zwei gereinigten ungrundierten Platten aus Aluminium, rostfreiem Stahl und Glas aufgebracht
und an der Luft eine Woche bei Raumtemperatur gehärtet. Ein Satz der Platten wurde auf Haftfähigkeit untersucht, wobei alle
Perlen Kohäsionsfehler zeigten. Der andere Satz Platten wurde
dann in Leitungswasser eine Woche bei Raumtemperatur eingetaucht, bevor er untersucht wurde, wobei er ebenfalls nur Kohäsionsfehler
zeigte. So wenig wie 0,5 und so viel wie 5 Gew.-teile des Silans ergeben also eine gute Adhäsion.
| A | B |
| 140 | 140 |
| 15 | 15 |
| 1 | 3 |
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Claims (6)
1. Isoliermasse, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine größere
Menge eines Polysulfidpolymers und eine kleinere Menge eines
Mercaptoalkyl^alkoxysilans umfaßt.
2. Isoliermasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Polymer im Gemisch mit 0,5 Ms 5 Teilen des^Silans pro
100 Gew.-teile des Polymers vorliegt·
3. Isoliermasse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse in gehärtetem Zustand vorliegt.
4. Verfahren zur Herstellung einer PolySulfidpolymerschicht auf
der Oberfläche einer Unterlage, wie aus Holz, Glas oder Metall, dadurch gekennzeichnet, daß man als Adhäaionsverbesserer für
die Bindung zwischen der Schicht und der Unterlage ein Mercaptoalkylamino-alkoxysilan
verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man
den Adhäsionsverbesserer mit der Polysulfidbeschichtung vermischt,
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennaselehnet; daß man
den Adhäsionsverbesserer auf der Unterlage vor der Aufbringung der Polysulfidechicht aufbringt»
BAD ORIGINAL
009850/16S?
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1965
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