DE1794344C3 - Polysulfidpolymermassen und deren Verwendung - Google Patents
Polysulfidpolymermassen und deren VerwendungInfo
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- DE1794344C3 DE1794344C3 DE19641794344 DE1794344A DE1794344C3 DE 1794344 C3 DE1794344 C3 DE 1794344C3 DE 19641794344 DE19641794344 DE 19641794344 DE 1794344 A DE1794344 A DE 1794344A DE 1794344 C3 DE1794344 C3 DE 1794344C3
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Description
Überzugsmassen
Weiß
Schwarz
100
Polysulfidpolymer (1)
Polysulfidpolymer (2)
Calciumcarbonat
Titandioxid
Ruß
Polysulfidpolymer (2)
Calciumcarbonat
Titandioxid
Ruß
Mercaptopropyl-trimethoxysilan
Calciumstearat (thixotropes
Mittel)
Calciumstearat (thixotropes
Mittel)
Stearinsäure (Verzögerer)
Chlorierter Kohlenwasserstoffweichmacher mit einem Gehalt
von 54% Chlor
Wasserhaltige Kieselsäure
Schwefel
Chlorierter Kohlenwasserstoffweichmacher mit einem Gehalt
von 54% Chlor
Wasserhaltige Kieselsäure
Schwefel
Polysulfidpolymer (1) besitzt im wesentlichen die Struktur
HS(C2H4 — O — CH2 — OC2 H4-S — S—)23—j
L-C2H4-O-CH2-O-C2H4-SH
mit etwa 0,5% Quervernetzung oder Seitenketten.
| 30 | — |
| 10 | — |
| 30 | |
| 3 | 3 |
| 1 | — |
| 1 | 0,25 |
| 5 | 5 |
| 3 | 2 |
| 0,1 | — |
Polysulfidpolymer (2) besitzt die gleiche Struktur wie Polysulfidpolymer (1) mit etwa 2% Quervernetzung
oder Seitenketten.
Nach dem Aufbringen der Überzugsmassen auf Aluminium, rostfreiem Stahl und Glas ließ man etwa
1 Woche lang bei Raumtemperatur aushärten, bpvor die Haftfestigkeit des gehärteten Überzuges auf der
Unterlage getestet wurde. Die Tests wurden in der Weise ausgeführt, daß zwei Proben gleich beschichteter
Unterlagen hergestellt wurden, so daß die Haftfähigkeitseigenschaften des Überzuges auf diesen Unterlagen
unter zweierlei Bedingungen geprüft werden konnten, indem der überzug erstens bei Raumtemperatur
unter Leitungswasser und zweitens bei Raumtemperatur an der Luft untersucht wurde. Der Haftfestigkeitsversuch
bestand darin, daß man probierte, eine gehärtete Perle der überzugsmasse von der
Unterlage abzureißen. Wenn sich die Perle von der Unterlage leicht abheben ließ, ohne einen Riß in der
Struktur der Perle zu verursachen, wurde dies als ein Adhäsionsfehler vermerkt. Wenn die Perle jedoch
nicht leicht von der Unterlage ohne Auseinanderreißen der Perle gelöst werden konnte, wurde dies als Kohäsionsfehler
notiert. Bei allen Proben erhielt man im wesentlichen nur Kohäsionsfehler, was die gute Haftung
der gehärteten Überzugsmassen auf den Substraten zeigte.
Claims (2)
1. Mit üblichen Härtern härtbare Polysulfidpolymermassen,
die polysulfidpolymer und gegebenenfalls übliche Zusatzstoffe enthalten, dadurch
gekennzeichnet, daß sie je 100 Gewichtsteile des Polysulfide 1 bis 3,5 Gewichtsteile
einer Verbindung der allgemeinen Formel
(R")„„
— R)n/ — Si — (OR')n
worin R einen niedermolekularen Alkylenrest bedeutet, R' und R" niedermolekulare Alkylreste
bedeuten, ?! 2 oder 3, n' 1 oder 2 und n" 0 oder 1
bedeutet, wobei die Summe von n, ?i' und n" 4 ist, als haftverbessernden Zusatz enthalten.
2. Verwendung von Polysulfidpolymermassen nach Anspruch 1 zum überziehen von Substraten.
Härtbare Überzugs- und Dichtungsmassen auf der Basis flüssiger Polysulfidpolymer sind seit langem
bekannt Sie besitzen als Grundlage härtbare flüssige Polysulfidpolymere mit Mercaptanendgruppen. Die
Struktur und Herstellung dieser Polythiopolymercaptanpolymeren sind in der USA.-Patentschrift 24 66 963
beschrieben. Die geringe Haftfähigkeit von Polysulfidpolymeren erfordert jedoch gewöhnlich den Zusatz
eines Klebemittels, um eine gute Verbindung des ausgehärteten Überzuges auf der Unterlage zu gewährleisten.
Die haftverbessernden Zusätze, die für diese Zwecke bis heute zur Verfügung stehen, wie z. B.
solche von phenolischer Natur, liefern jedoch eher eine polare als eine chemische Bindung des gehärteten
Überzuges auf der Unterlage.
Diese polare Bindung ist aber empfindlich gegenüber polaren Lösungsmitteln, wie Wasser. Es gab also
bisher keine haftverbessernden Zusätze mit Hilfe derer überzüge aus Polysulfidpolymermassen fest und chemisch
an eine Unterlage gebunden bleiben, wenn sie längere Zeit mit polaren Lösungsmitteln in Berührung
gebracht werden müssen. Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe war es daher, Polysulfidpolymermassen
zu bekommen, die auch in Gegenwart polarer Lösungsmittel dauerhafte überzüge speziell auf Substraten,
wie Holz, Glas oder Metall ergeben.
Die mit üblichen Härtern erhärtbaren Polysulfidpolymermassen nach der Erfindung, die Polysulfide
und gegebenenfalls übliche Zusatzstoffe enthalten, sind dadurch gekennzeichnet, daß sie je 100 Gewichtsteile des Polysulfide 1 bis 3,5 Gewichtsteile einer
Verbindung der allgemeinen Formel
R' und R" niedermolekulare Alkylgruppen bedeuten, η 2 oder 3, n' 1 oder 2 und n" 0 oder 1 bedeutet, wobei
die Summe von n, »' und n" 4 ist, als haftverbessernden
Zusatz enthalten..R' und/oder R" sind beispielsweise Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl- oder Butylgruppen.
Erfindungsgemäß verwendet man diese Polysulfidpolymermassen
zur Herstellung von überzügen auf einem Substrat, wie Holz, Glas oder Metall, die nach
dem Aufbringen in üblicher Weise auf dem Substrat gehärtet werden. Beispiele erfindungsgemäß verwendeter
Verbindungen der obigen Formel sind Mercaptopropyl-trimethoxysilan
und Mercaptopropyl-triäthoxysilan.
,5 Die Polysulfidpolymere, auf deren Grundlage die
Dichtungs- oder Überzugsmassen nach der vorliegenden Erfindung hergestellt werden, sind jene flüssigen
Polythiopolymercaptanpolymere, die, wie oben erwähnt, in der USA.-Patentschrift 24 66 963 beschrieben
sind. Die am meisten bevorzugten Polymere sind jene, die ein Molekulargewicht von etwa 500 bis 4000
besitzen, da sie die wirksamste Härtungszeit besitzen. Die Härter für die flüssigen Polysulfidpolymere.
die für die Überzugsmassen nach der Erfindung verwendet werden können, sind etwa alle jene Materialien,
die dem Fachmann als Härter für flüssige Polysulfidpolymere bekannt sind, wie z. B. Polyepoxyharze,
Bleidioxid, Calciumperoxid, Bariumperoxid, Tellurdioxid und die verschiedenen Chromatsalze, wie
solche, die in der USA.-Patentschrift 29 64 503 offenbart sind. Man sollte nach der vorliegenden Erfindung
etwa 2,5 bis 10 Gewichtsteile eines oder mehrerer solcher Härter je 100 Gewichtsteile des verwendeten
flüssigen Polysulfidpolymers benutzen.
Mit den neuen Überzugsmassen und Verfahren nach der vorliegenden Erfindung kann man eine feste Bindung
des gehärteten Überzuges auf der Unterlage in etwa 2 bis 24 Stunden bei Raumtemperatur (etwa
25°C) erhalten.
Die Polysulfidpolymermassen nach der Erfindung können als Schutzüberzüge auf Substraten aufgebracht
oder auch als Dichtungsmassen in Hohlräumen zwischen mehreren Substraten eingefüllt werden oder zur
Verbindung mehrerer Substrate verwendet werden. Als Substrate sind beispielsweise Holz, Silicate, wie
Glas, Metall, wie Aluminium, Eisen und Stahl sowie Zink oder verchromtes Eisen oder verchromter Stahl
zu nennen. Als übliche Zusatzstoffe können die Polysulfidpolymermassen beispielsweise Füllstoffe,
Weichmacher, Pigmente, Stabilisatoren gegen Ultraviolettlicht, Härtungsbeschleuniger usw. enthalten.
Die Polysulfidpolymermassen nach der Erfindung besitzen nach Zugabe des Härters eine Topfzeit von etwa
0,5 bis 24 Stunden.
Das folgende Beispiel dient der weiteren Erläuterung
der Erfindung.
üj")„„
(HS-R)n,-Si-(OR'),,
(HS-R)n,-Si-(OR'),,
worin R einen niedermolekularen Alkylenrest bedeutet,
Beispiel
In diesem Versuch wurden Polysulfidpolymermassen zum überziehen verschiedener Substrate verwendet.
Die verwendeten Überzugsmassen waren Zusammensetzungen mit entweder schwarzen oder
weißen Füllstoffen und besaßen folgende in Gewichtsteilen ausgedrückte Zusammensetzung.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US31166163 | 1963-09-26 | ||
| US311661A US3312669A (en) | 1963-09-26 | 1963-09-26 | Polythiopolymercaptan based sealant composition and bonding process |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1794344A1 DE1794344A1 (de) | 1972-03-09 |
| DE1794344B2 DE1794344B2 (de) | 1976-03-04 |
| DE1794344C3 true DE1794344C3 (de) | 1976-10-28 |
Family
ID=
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