DE2202393A1 - Prosapogenine,Verfahren zu deren Herstellung sowie Arzneimittel,die diese Prosapogenine enthalten - Google Patents
Prosapogenine,Verfahren zu deren Herstellung sowie Arzneimittel,die diese Prosapogenine enthaltenInfo
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- DE2202393A1 DE2202393A1 DE19722202393 DE2202393A DE2202393A1 DE 2202393 A1 DE2202393 A1 DE 2202393A1 DE 19722202393 DE19722202393 DE 19722202393 DE 2202393 A DE2202393 A DE 2202393A DE 2202393 A1 DE2202393 A1 DE 2202393A1
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Description
Unsere Nr. 17 627
dott. Inverni & Delia Beffa S.p.A.
Mailand / Italien
Prosapogenine» Verfahren zu deren Herstellung sowie
Arzneimittel, die diese Prosapogenine enthalten.
Die Erfindung betrifft neue Prosapogenine, Verfahren zu deren Herstellung sowie Arzneimittel, die eines
oder mehrere der neuen Prosagenine enthalten.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Produkt der partiellen Hydrolyse eines oder mehrerer Saponine von
Ruscus aculeatus L. (lileacea) bereitgestellt, sowie
auch Verbindungen, die aus diesen Hydrolyseprodukten isoliert werden können und die hier als "Prosapogenine"
bezeichnet werden. Es werden vor allem solche Prosapogenine bereitgestellt, die einen Ruscogenin- oder Neoruscogeninkern
enthalten, an dem insbesondere in der 1-ß-Stellung ein mono- oder polyglycosidischer Rest,
insbesondere ein mono-, di oder triglycosidischer Rest gebunden ist.
Die Erfindung betrifft insbesondere Verbindungen einer der folgenden Strukturen:
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in denen die freie Valenz in 1-ß-Stellung durch einen
mono- oder polyglycosidischen Rest, insbesondere durch einen mono-, di- oder triglycosidischen Rest abgesättigt
Es werden insbesondere Verbindungen der folgenden Formeln
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und
tie Komponenten bestimmter Prosapogenine der Erfindung
darstellen, wobei R in diesen Formeln eine der Gruppen
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bedeutet, bereitgestellt.
Die Erfindung umfaßt ebenso Gemische, die eines oder
mehrere der neuen erfindungsgemäßen Prosapogenine oder eine oder mehrere ihrer Komponenten allein oder in Verbindung
mit beispielsweise dem entsprechenden Saponin oder den entsprechenden Saponinen, oder Ruscogenin oder
Ruscogeninen enthalten.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen besitzen eine wertvolle
pharmakologische Wirksamkeit und eignen sich zur Vorbeugung und Behandlung von Kreislaufstörungen.
Die erfindungsgemäßen Prosapogenine sowie Gemische und Komponenten davon können auf oralem, rectalem oder
parenteralem, z.B. subkutanem Wege entweder allein oder in Verbindung mit einem oder mehreren pharmazeutisch
verträglichen Excipientien verabreicht werden. Die Erfindung umfaßt auch- pharmazeutische Präparate, die eine
oder mehrere erfindungsgemäße Verbindungen in Verbindung mit einem pharmazeutisch verträglichen Streckmittel
oder Trägerstoff enthalten.
Beispiele für geeignete Excipienten sind Wasser, Stärke,
Magnesiumstearat, Laktose, Saccharose, oberflächenaktive
Mittel wie Tween 20, Polißlycol 4000, Migliol 812, Witepol H 15, und hydroalkoholische Lösungsmittel. Die
pharmazeutischen Präparate können zusätzlich nichtantipathetische, pharmazeutisch verträgliche wirksame
Bestandteile außer den Prosapogeninen enthalten. Beispiele für derartige Bestandteile sind Rutin, Aescin
und Vitamin C.
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Die erfindungsgemäßen Prosapogenine können durch partielle Hydrolyse der geeigneten Saponine (wobei die Saponine
aus einem Extrakt von Ruscus aculeatus L. (liliacea:
gewonnen werden) hergestellt werden. Die vollständige Hydrolyse des Saponins führt zur Bildung des entsprechenden
Sapogenins (Ruscogenins) und die einzelnen Prosapogenine, die vorstehend beschrieben wurden, sind
Zwischenprodukte, die noch einen mono-, di- oder triglycosidischen Rest enthalten.
Es wurde nun gefunden, daß die Hydrolyse der aus Ruscus aculeatus gewonnenen Saponine unter geeigneten Bedingungen
in der Prosapogenin-Stufe zum Stillstand gebrach"1;
werden kann, wobei praktisch keine Ruscogenine gebildet werden. Diese kontrollierte Hydrolyse wird vorzugsweise
in enzymatischen Verfahren durchgeführt; eine chemische
Hydrolyse ist zwar möglich, jedoch liefert sie aufgrund der Bildung von beträchtlichen Mengen an Ruscogeninen
nicht so gute Ergebnisse. Zur Durchführung der enzymatischen Hydrolyse werden die Saponine vorzugsweise in
Wasser oder einem Gemisch aus Wasser und einem Lösungsmittel wie Alkohol, Aceton oder Dioxan gelöst oder
suspendiert. Es wurde auch gefunden, daß die Hydrolyse in Gegenwart eines oder mehrerer der vorgenannten Lösungsmittel
und eines nicht mischbaren Lösungsmittels wie Äthylacetat, das die sich bildenden Prosapogenine
löst, durchgeführt werden kann.
Die Lösung oder Suspension kann also mit einer reinen ß-Glycosidase (beispielsweise ß-Glucosidase) oder mit
einem Enzymkomplex mit ß-glycosidasischer (beispielsweise ß-glucosidasischer) Wirksamkeit wie Cellulase,
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Taka-Diastase oder Ciarase behandelt werden. Die Hydro
lyse wird vorzugsweise bei einem pH-Wert zwischen k und
8 und ei
geführt.
geführt.
8 und einer Temperatur im Bereich von 20 bis 60 C durchEs
wurde gefunden, daß im allgemeinen weniger als 2k Stunden ausreichen, um die Hydrolyse der Saponine zu
Prosapogeninen vollständig durchzuführen, und daß mit Enzymgemischen bessere Ergebnisse erzielt werden als
mit einer reinen ß-Glycosidase (beispielsweise einer reinen ß-Glucosidase). Der Verlauf der Hydrolyse kann
durch Chromatographieren von Proben der Lösung der Saponine, die periodisch entnommen werden, verfolgt werden
und die Reaktion wird zweckmäßigerweise dann abgebrochen wenn die den Saponinen entsprechenden Flecke verschwunden
sind.
Die zu verwendende Menge an Enzymen hängt von deren enzymatischer Wirkung ab, die unter anderem von der
Art des verwendeten Enzyms oder Enzymgemischs abhängt.
Aufgrund der schlechten Löslichkeit in Wasser können die gebildeten Prosapogenine im Laufe der Hydrolyse
ausgefällt werden (insbesondere dann, wenn die Hydrolyse in Wasser stattfindet).
Die Prosapogenine können entweder durch Filtration oder durch Extraktion mit einem Lösungsmittel oder einem
Lösungsmittelgemisch, das mit Wasser nicht oder nur teilweise mischbar ist, wie beispielsweise Äthylacetat,
Butyl- und Amylalkohole oder ein Gemisch aus Chloroform und Alkohol, abgetrennt werden. Im Falle der Filtration
können die rohen Prosapoginene nach dem Filtrieren ge-
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waschen und getrocknet werden, während im Falle der Lösungsmittelextraktion das die rohen Prosapogenine
enthaltende Lösungsmittel mit einer alkalischen Lösung gewaschen, anschließend entweder zur Trockne oder auf
ein kleines Volumen eingedampft und mit einem geeigneten Lösungsmittel (beispielsweise Ä'thyläther, Isopropyläther
oder Aceton) verdünnt werden kann.
Die rohen Prosapogenine werden gewöhnlich als ein braunes amorphes Pulver isoliert.
Die Zusammensetzung dieser rohen Prosapogenine ist ziemlich komplex: neben einem Hauptprodukt sind gewöhnlich
einige weitere ProsaDogenine in beträchtlicher Menge und darüber hinaus weitere in nur sehr kleinen
Mensen vorhanden.
Pi,«?,. 1 der Zeichnungen zeigt Kopien von Chromatogrammen
von Proben roher Prosapogeningemische, worin die Trennung von Prosapogenin-Bestandteilen, die mit den Abkürzungen
R3, R1I, P5, R6, R7, R8 und R9 bezeichnet sind,
dargestellt ist.
Dts angewendete chromatographische Verfahren wurde wie
folgt durchgeführt:
Absorptionsmittel: Silicagel
Eluierungsmittel : Äthylacetat-Äthanol-Wasser im
Verhältnis 100 : 13,5 : 10
Entwicklungsmittel: Sehwefelsäure-Essipsäure-Anisaldehyd
im Volumenverhältnis 1 : 100 : 1
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Da das Prosapogenin R6 (hier auch als Desglucoruscin
bezeichnet) im allgemeinen das am reichlichsten auftretende Produkt der partiellen Hydrolyse zu sein
scheint, kann es als Bezugssubstanz für analytische Kontrolluntersuchungen verwendet werden: ein rohes
Prosapogeningemisch kann also 10 bis 25 % Prosapogenin R6 enthalten. Die rohen Prosapogenine können als Rohmaterial
für die Gewinnung von teilweise reinen Prosapogeninen (Prosapogenin R6 > 50 %) zur Herstellung einer
Reihe von reinen Prosapogeninen und auch eines Rohmaterials, aus dem die Komponenten der einzelnen Prosapogenine
isoliert werden können, verwendet werden. Zur Gewinnung von teilweise reinen Prosapogeninen wird das
Gemisch von rohen Prosapogeninen zur Reinigung bei einer Temperatur von 30 bis 50 C in Wasser gelöst, und diese
Lösung wird mit einem Gemisch aus 2 oder 3 Volumen Chloroform und 1 bis 1,5 Volumen Alkohol ebenfalls bei einer
Temneratur von 30 bis 50 C extrahiert. Nach partieller
Eindampfung des Extraktionslösungsmittels und anschließender Verdünnung mit einem geeigneten Lösungsmittel
wie beispielsweise Äthyläther, Isopropylather oder Acetor
wird ein gelb-braunee amorphes Pulver erhalten, das in
Wasser schlecht löslich ist, in Alkoholen, Dimethylsulf-
oxid und Dimethylformamid löslich ist und in Äthern, Chloroform, Aceton und Äthylacetat praktisch unlöslich
ist. Das Pulver enthält mindestens 50 % Prosapogenin R6.
Zur Herstellung von im wesentlichen reinen Prosapogeninen kann ein Gemisch entweder aus rohen Prosapogeninen oder
aus teilweise gereinigten Prosapogeninen als Rohmaterial verwendet werden. Die reinen Produkte können durch SSulonchromatographie
«-«der durch direkte Kristallisation
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erhalten werden.
Die besten Ergebnisse werden durch Chromatograph! Trennung an Silicagel oder Aluminiumoxid erhalten.
Eine direkte Kristallisation kann in der Regel nur mit Prosapogeninen durchgeführt werden, die einen hohen
Gehalt an Prosapogenin R6 aufweisen, so daß in der Praxis nur reines Prosapogenin R6 mit diesem Verfahren
erhalten werden kann. Dagegen können mit der Säulenchromatographie auch die anderen Prosapogenine erhalter
werden.
Gemische wie Äthylacetat/Wasser/Methanol; Äthylacetat/
Alkohol/Wasser oder Chloroform/Methanol/Wasser 65:35:3.0
können als Lösungsmittel für die chromatographische Trennung verwendet werden. Die Menge an Silicagel oder
Aluminiumoxid entspricht vorzugsweise dem 10- bis 40-fachen Gewicht der chromatographisch zu trennenden
rohen oder gereinigten Prosapogeninen.
Die Prosapogenine R6, R9, R^ und R3 sind in reinem Zustand
erhalten worden, und alle diese Produkte besitzen die gemeinsame Eigenschaft, daß sie nicht homogen sindj
sondern aus einem Gemisch aus zwei Glycosiden, nämlich
dem des Ruscogenins und dem des Neoruscogenins, bestehen.
Diese Tatsache bestätigt die Entdeckungen von Sannie und Lapin (Bull. Soc Chim. France 1237, 1957)
im Falle des "Ruscogenin", das durch vollständige Hydrolyse
der Saponine von Ruscus erhalten wurde, und das auch kein homogenes Produkt ist, sondern ein Gemisch
aus Ruscogenin und Neoruscogenin, deren prozentuale
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- ίο -
Anteile je nach der Art der zur Herstellung verwendeten
Ruscus-Rhizome verschieden sind.
Desglucoruscin kann als weißes Pulver erhalten werden, das in Wasser, Äthern, chlorierten Lösungsmitteln,
Aceton und Äthylacetat unlöslich und in Alkoholen, Pyridin, Dimcthylsulphoxid und Dimethylformamid löslich
ist.
Die Untersuchung des I.R.Spektrums zeigt eine intensive
Bande bei 919 cm und eine schwächere bei 898 cm ;
da die Bande bei 919 cm für Neoruscogenin und die bei 898 cm für Ruscogenin charakteristisch ist, ergibt
sich, daß Desglucoruscin aus einem Gemisch aus zwei Glycosiden besteht, wobei als Aglycone in dem einen
Fall Meoruscogenin und in dem anderen Fall Ruscogenin
vorliegen.
Der glycosidische Teil von Desglucoruacin besteht aus einem Rhamnoserest und einem Arabinoserest.
Desglucoruscin ist daher ein Gemisch aus
a) l-O-CL-Rhamnopyranosyl-d^i-L-arabinopyranosyl (1)]-spirosta-5(6),
25(27)-dien-lß,3ß-diol (I)
b) l-0-[L-Rhamnopyranosyl-(l->2)-L-ar>ahinopyranosyl (1)}-spirost-5(6)-en-lß,
3ß-diol (II)
Die reine Komponente I wurde durch Verseifung, ihres
Acetylderivates hergestellt, das wiederum durch Acetylicrung von Desglucoruscin und anschließende Trennung
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- li -
der Acetylderivate der Komponenten I und II durch wiederholte
Kristallisation aus Isopropyläther und durch Chromatographie an 20 % Silbernitrat enthaltenem SiIicagel
erhalten wurde. Die Komponente I kristallisiert aus Methanol, schmilzt bei 251J0C und besitzt ein spezifisches
Drehvermögen von -7^,5° (c = 1,92, Methanol).
Pmsapogenin RQ (auch "Desglucodesrhamnoruscin" genannt)
Die Eigenschaften dieses Prosapogenins sind praktisch identisch mit denen des Desglucoruscins, was die physikalischen
Eirenschaften und die Löslichkeit anbetrifft.
Desglucodesrhamnoruscin enthält einen einzigen glycosidischen
Rest, nämlich ein Arabinosemolekül; es kann daher als mit Desglucoruscin identisch angesehen werden,
wobei jedoch der Rhamnoserest fehlt.
Es wurde gefunden, daß das Desglucnruscin durch Erhitzen
des mit Essigsäure fast vollständig in DesglucfTrhamnoruscin
umgewandelt wird. Das Desglucodesrhamnoruscin besteht daher aus einem Gemisch aus zwei Glycosiden mit den
folgenden Formeln:
a) l-0-[L-Arnbinopyranosyl-(l)]-spirosta-5(6),25(27)-dien-lß,
3ß-diol (III)
b) l-0-[L-Arabinopyranosyl-(l)3-spirost-5(6)-en-lß,
3ß-diol (IV)
Die reine Komponente III wurde durch Verseifung ihres Acetylderivites hergestellt, das wiederum durch Acety-
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lierung von Desglucodesrhamnoruscin und anschließende Trennung der Acetylderivate der Komponente III und IV
durch wiederholte Kristallisation aus Isopropyläther und durch Chromatographie an 20 % Silbernitrat enthaltendem
Silicagel erhalten wurde. Die Komponente III kristallisiert aus Methanol, schmilzt bei 236 - 240 C
und besitzt ein spezifisches Drehvermögen von -79»0
(c = 0,5,Äthanol).
Ruscin kann als weißes Pulver erhalten werden, das die gleichen Lösungseigenschaften hat wie Desglucoruscin
und Desglucodesrhamnoruscin.
Ruscogenin und Neoruscogenin, Glucose, Rhamnose und
Arabinose werden durch Säurehydrolyse aus Ruscin erhalten. Es besteht aus einem Gemisch aus:
a) l-0-[D-Glucopyranosyl-(l->3)-L-rhamnopyranosyl-(l->2)-L-arabinopyranosyl(l)]-spirosta-5(6),
25(27)-ddenlß, 3ß-diol (V)
b) l-O-CD-Glucopyranosyi-il-^-L-rhamnopyranosyl-d-^)-L-arabinopyranosyl(l)]-spirost-5(6)-en-lß,
3ß-diol (VI)
Die reine Komponente V wurde durch Verseifung ihres Acetylderivates hergestellt, das wiederum durch Acetylierung
von Desglucodesrhamnoruscin und anschließende Trennung der Acetylderivate der Komponenten V und VI
durch wiederholte Kristallisation aus Isopropyläther und durch Chromatographie an 20 % Silbernitrat enthaltendem
Silicagel erhalten wurde. Die Komponente V
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kristallisiert aus Methanol, schmilzt bei 215 C und besitzt ein spezifischen Drehvermögen von -72,1 (c =
O,5,Äthanol).
Die Eigenschaften ('es Prosapogenin R5 entsprechen denen
der vorstehend beschriebenen Prosapogenine.
Durch Säurehydrolyse werden daraus Ruscogenin und Neoruscogenin erhalten.
Prosapogenin R3 kann als weißes Pulver erhalten werden, das in Alkohol und Wasser löslich und in Sther und
Chloroform unlöslich ist. Es wird durch Kristallisation aus Isonropanoi gereinigt; Schmelzpunkt = 200 C (Zers-),
Ca]1,-70,115° (c = !,Methanol).
Ruscogenin und Meoruscogenin können durch Säurehydrolyse erhalten werden.
Die Strukturformeln der Verbindungen I, III und V lassen
sich folgendermaßen darstellen:
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Produkt Γ
R =
OH
HO -0
ι I
ι ι
HO OH
Produkt III R = o—
OH
o—
Produkt V
R = KOH N
VL/
| CH, | ,OHi | I | |
| y | οΉ | ||
| ( | OH | ) | |
| P | vL | -/ | |
| 4 | I | ||
| HO | I | ||
| OH | |||
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Die Strukturformeln der vorstehend genannten Verbindung-II,
IV und VI können wie folgt dargestellt werden:
Produkt II
R =
Produkt IV
R =
o—
0 0
ι ι HG O
HO
'OH
OH
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Produkt VI
R =
OH
ΗΡ,Γ-0
| CjH2 | I | ι | |
| ι | h | OH ' | ι OH |
| J | OH | -ol | |
| ( | ) | ||
| I > | / | ||
| I | -ί | ||
| I | ι | ||
| HO | L.. | ||
OH
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Die nachstehenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung.
30 kg zerriebene Rhizome von Ruscus aculeatus wurden mit 300 1 70 %igem Äthanol bei seinem Siedepunkt extrahiert.
Die vereinigten alkoholischen Extrakte wurden solange eingedampft,
bis der Alkohol völlig entfernt war; die die Saponine enthaltende wäßrige Lösung wurde zur Entfernung
der Harz- und Fettsubstanzen mit 100 1 Chloroform extrahiert.
Nach Abtrennung des Chloroforms wurde die wäßrige Lösung unter Vakuum konzentriert, um das organische Lösungsmittel
völlig zu entfernen; dann wurden 150 g eines Enzymge-. misches (z. B. Cellulase oder Taka-Diastase) bei einem
pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5 und einer Temperatur von 40 °C zugesetzt. Die enzymatische Hydrolyse war nach etwa 18
Stunden abgeschlossen. Während der Hydrolyse wurden die Prosapogenine ausgefällt. Der Niederschlag wurde filtriert
und gründlich mit Wasser gewaschen; dabei wurden etwa 1,2 kg rohe Prosapogenine in Form eines amorphen braunen
Pulvers erhalten.
30 kg zerriebene Rhizome von Ruscus aculeatus wurden mit
300 1 70 %igem Alkohol bei seinem Siedepunkt extrahiert.
Nachdem der Alkohol aus den vereinigten Extrakten unter
Vakuum abgedampft worden war, wurde die wäßrige Lösung bei einer Temperatur von 45-50 C und einem pH-Wert von
4,5 bis 5,5 mit 200 g eines Gemisches von Enzymen mit ß-glykosidasischer Wirkung, wie z. B. Cellulase, versetzt.
Nach etwa 20 Stunden wurde Alkali zugesetzt, um den pH-Wert auf 11 zu erhöhen, und die Extraktion wurde mit 300 1 Butanol
durchgeführt. Der Butanolextrakt wurde mit einer ge-
sättigtem Natriumchloridlösung gewaschen, die ausgefällten
Salze wurden abfiltriert, und das Filtrat wurde auf etwa 10 1 eingedampft. Dann wurde das Filtrat unter kräftigem
Rühren in 50 1 Isopropyläther gegossen. Es wurden 1,5 kg rohe Prosapogenine mit einem Gehalt von etwa 20 % Prosapogenin
R6 erhalten.
1 kg rohe Prosapogenine (mit einem Gehalt von 20 % Prosapogenin
R6) wurden bei 40 C in 20 1 Wasser gelöst; die Lösung wurde dreimal mit gleichen Volumen eines Gemisches
aus Chloroform und Methanol im Volumenverhältnis von 2,8 : 1 extrahiert. Die Chloroformlösung wurde auf
5 1 eingedampft und in 15 1 Isopropyläther gegossen; dabei wurden 500 g teilweise gereinigte Prosapogenine mit einem
Gehalt von mindestens 50 % Prosapogenin R6 erhalten.
400 g rohe Prosapogenine (mit einem Gehalt von etwa 20 % Prosapogenin R6) wurden an 10 kg Silicagel chromatographiert,
wobei als Elutionsmittel ein Gemisch aus mit Wasser gesättigtem Äthylacetat und Methanol im Volumenverhältnis von
99,5 : 0,5 verwandt wurde.
Dabei wurden nach Kristallisieren aus Alkohol neben geringeren Mengen an Prosapogenin R7 und Prosapogenin R8 16 g Prosapogenin
R9, 55 g Prosapogenin R6, 6 g Prosapogenin R5 und 3,2 g Prosapogenin R 4 erhalten.
Beispiel 5
K> K
K> K
O 400 g teilweise gereinigte Prosapogenine (mit einem Gehalt
von etwa 50 % Prosapogenin R6) wurden an 6,5 kg SiHeagel
chromatographiert, wobei als Elutionsmittel ο in G
aus Äthylacetat, Äthanol und Wasser im Verhältnis von 100 13,5 : 10 oder ein Gemisch aus Chloroform, Methanol und
Wasser im Verhältnis von 65 : 35 : 10 verwandt wurde.
Dabei wurden nach Kristallisieren aus Alkohol neben geringen Mengen an Prosapogenin R7 und Prosapogenin R8 19 g Prosapogenin
R9 , 180 g Prosapogenin R6 , 18 g Prosapogenin R5 und 10 g Prosapogenin R4 erhalten.
100 mg Prosapogenin R6 wurden in 10 ml Eisessig gelöst. Mach
etwa einstündigem Erhitzen auf 90 C war praktisch völlige Umwandlung zu Prosapogenin R9 erfolgt, das durch Verdünnen
mit einem gleichen Volumen Wasser und Extrahieren mit ButanoJ isoliert wurde. Nachdem der Butanolextrakt mit Wasser bis
zur Neutralität gewaschen und zu einem kleinen Volumen konzentriert worden war, kristallisierten 50 mg reines Prosapogenin
R9 aus.
100 g teilweise gereinigte Prosapogenine (mit einem Gehalt von 50 % Prosapogenin R6) wurden in 10 Volumenteilen eines
Gemisches aus mit Wasser gesättigtem Äthylacetat und Methanol im Verhältnis von 99,5 : 0,5 gelöst. Nachdem die Lösung
■ibür Nacht stehengelassen worden war, wurden 40 g Prosapogenin
R6 mit einer Reinheit von etwa 90 % erhalten; durch anschließendes Kristallisieren aus 5 Volumenteilen 40 %igem
Alkohol wurden 30 g reines Prosapogenin R6 erhalten.
15 g Prosapogenin R6 wurden in 50 ml Pyridin gelöst. Dann
wurden 15 ml Essigsäureanhydrid zugesetzt, und das Gemisch wui'de 24 Stunden lang bei Raumtemperatur stehengelassen.
o Dann wurde das Gemisch in Eiswasser gegossen und mit Äther
*° extrahiert. Das Lösungsmittel wurde abgedampft und der
oo
*■» Rückstand sechsmal aus Isopropyläther kristallisiert. Das
•n^ Acetylderivat von I, das auf diese Weise in reinem Zustan 1
^ erhalten wurde, wurde mit Pottasche in Methanol verseift und ■*■* 1 Stunde lang unter Rückfluß erhitzt. Nachdem das erhaltene
Produkt mit Essigsäure neutralisiert worden war, wurde os
auf ein geringes Volumen eingedampft. Nachdem es über
Nacht stehengelassen worden war, wurde das reine Produkt I abfiltriert.
5 g Acetylderivate des Prosapogenins R6 wurden an 200 Teilen
Silicagel, das 20 % Silbernitrat enthielt, chromatopraphiort.
Dur^ch Elution mit Benzol/Äthylacctat im Verhältnis von 8 :
wir es möglich, Fraktionen zu erhalten, die einen besonders
hohoη Gehalt an Produkt (I) aufwiesen. Aus diesen Fraktionen
wurden nach Abdampfen des Lösungsmittels und zweimaligem Kristallisieren aus Isopropyläther 2 g des reinen Produkts I
erhalten.
10 kg zerriebene Rhizome von Ruscus aculeatus wurden mit 100 1 70 %igem wäßrigen Äthanol bei seinem Siedepunkt extrahiert
.
Die vereinigten alkoholischen Extrakte wurden unter Vakuum auf 20 1 eingedampft. Das Konzentrat wurde, mit 4 0 1 Hexan
"entfettet". Dann wurden 5 1 Äthylacetat und anschließend 5OgCeIIuIuSe zugesetzt. Die enzymatische Hydrolyse wurde
bei 37 C bei einen pH-Wert zwischen 6 und 7 durchgeführt.
Nach 24 Stunden waren die Saponine völlig zu..Prosapogeninen
in Äthylacetat umgewandelt worden. Auf Grund ihrer Löslichkeit-s'lag der
größte Teil der Prosapogenine in der organischen Phase vor.
K> Die organische Lösung wurde abgetrennt, und die wäßrige
<o Lösung wurde weitere 4 Mal mit jeweils 1 1 Äthylacetat
extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte-wurden
O mit einer 5 %igen Natriumcarbonatlösung gewaschen und dann
_* auf 0,b i einredrimpft. Das auf diese V/eise erhaltene Kcn-
zentrat wurde in 3 1 Isopr^opylather gegossen. Es wurden
*** 300 / rohu Pros .ipogenine mit einem Gehalt von etwa 30 %
? r c r, = ρ opi-. η i η P (-.· e rh alten.
BAD ORIGINAL
Die pharmakologischen Eigenschaften der teilweise gereinigten Prosapogenine (mit einem Gehalt an 50 % Desglucoruscin)
werden mit den nachstehenden Versuchen gezeigt:
der teilweise gereinigten Prosapogenine
Die teilweise gereinigten Prosapogenine wurden Mäusen und Ratten oral und intraperitoneal verabreicht. Die LD50 (diejenige
Dosis in mg/kg Körpergewicht, die erforderlich ist, um die Hälfte der Versuchstiere zu töten) wird in der nachstehenden
Tabelle wiedergegeben.
Versuchstier
Verabreichungsart
in mg/kg
| Maus | oral | > 3000 | - 202) |
| Maus | intraperitoneal | 245 (296 | |
| Ratte | oral | > 3000 | - 189) |
| Ratte | intraperitoneal | 210 (233 | |
Dosis Anzahl Ödeme ödemin mg/kg der Ver- ml ± S.E. hemmung
(1) suchs- (2) in % tiere
| Kontrollversuche | 25 | 10 | 0 | ,30 | ί 0 | ,007 | 33 |
| Teilweise gerei nigte Prosapoge nine |
50 | 10 | 0 | ,20 | ί 0 | ,oiox | 66 |
| 10 | 0 | ,10 | ± 0 | ,005X | |||
unterscheidet sich merklich (p<0,05) von den mittleren Werten, die bei den Kontrollversuchen (nach dem Student 1S-"t"-Test)erhalten
wurden.
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(1) zweimal intraperitoneal verabreichte Dosen: 30 Minuten
vor und 1 Stunde nach subplantarer.Carrageenin-Injektion
(0,1 ml einer 1 %igen Suspension). 2202393
(2) Mittlerer Umfang der Ödeme, gemessen 3 Stunden nach der Carrageenin-Injektion, d. h. zu der Zeit, als der Umfang
der Ödeme bei den KontrOlltieren am größten war.
Hemmung von durch Bierhefe induzierten Ödemen
Dosen • in mg/kg (1)
Anzahl
der Versuchstiere
der Versuchstiere
Ödeme
ml ± S.E.
(2)
Ödemhemmung in %
| Kontroll- VCrsuche |
- | 10 | 0 | ,35 | ± 0 | ,01 | 22 |
| Teilweise ge reinigte Pro- s ipogenine |
25 | 10 | 0 | ,27 | ί 0 | ,01X | 31 |
| 50 | 10 | 0 | ,24 | t 0 | }008X | ||
unterscheidet sich merklich (p<0,05) von den mittleren
Werten, die bei den Kontrollversuchen nach dem Student 1S-
!It"-Test erhalten wurden.
(1) Dosen, die 30 Minuten vor der subplantaren Injektion mit Bierhefe (0,1 ml einer 2 %igen Suspension) ir.traperitoneal
verabreicht wurden.
(2) Mittlerer Umfang der Ödeme, gemessen 1 Stunde nach der Injektion mit Bierhefe, d. h. zu der Zeit, als der Umfang
der Ödeme bei den Kontrolltieren am größten war.
Die vorstehend genannten Werte zeigen, daß teilweise gereinigte
Prosapogenine eine niedrige Toxizität und eine gute entzündungshemmende Wirksamkeit aufweisen.
Die hier beschriebenen Prosapogenine lassen sich klinisch zur Verhinderung und Behandlung von Kreislaufstörungen verwenden.
Wie vorstehend erwähnt, lassen sie sich allein oder in Kombination mit einem oder mehreren geeigneten pharmazeutisch
verträglichen Produkten oral, rektal oder lokal, d.h. örtlich, verabreichen. Sie lassen sich auch injizieren.
Gewöhnlich beträgt die mittlere tägliche orale Dosis 20 ~ 100 mg reines Prosapogenin oder die doppelte Menge an teilweise gereinigten Prosapogeninen (mit einem Gehalt von 50 %
Desglucoruscin).
209840/1177
Eine zu oraler Verabreichung geeignete Dosierungseinheit
kann zweckmäßigerwoise 5 bis 100 mg reines Prosapogenin
enthalten und kann bis viermal täglich verabreicht werden.
Eine geeignete Dosierung zur Verabreichung durch Injektion
beträft 20-50 mg ein- oder zweimal täglich; bei
Verabreichung auf rektalem We«? beträgt eine geeignete Tagesdosis 1-3 Suppositorien, die ,ie 50-100 mg reine
Prosapogenine enthalten; im Falle von teilweise gereinigten Prosanogeninen (mit einem Gehalt von 50 « Desglucoruscin) kann die doppelte Dosis verwendet werden. Zur lokalen Behandlung werden im allgemeinen Salben
und Gele verwendet, die 1-3 % reine Prosapogenine oder die doppelte Konzentration an bis zu 50 % teilweise
gereinigten Prosapogeninen enthalten.
Verabreichung auf rektalem We«? beträgt eine geeignete Tagesdosis 1-3 Suppositorien, die ,ie 50-100 mg reine
Prosapogenine enthalten; im Falle von teilweise gereinigten Prosanogeninen (mit einem Gehalt von 50 « Desglucoruscin) kann die doppelte Dosis verwendet werden. Zur lokalen Behandlung werden im allgemeinen Salben
und Gele verwendet, die 1-3 % reine Prosapogenine oder die doppelte Konzentration an bis zu 50 % teilweise
gereinigten Prosapogeninen enthalten.
Die nachstehenden Formulierungen zeigen Beispiele von Präparaten, die als Wirkstoff nur die erfindungsgemäßen
Prosapogenine enthalten un^ Beispiele für PrSp ar-ate,
die darüber hinaus andere Wirkstoffe enthalten:
Tabletten
- Desglucoruscin 40 mg
- Streckmittel (Stärke, Magnesiumstearat, Laktose)
q. s. bis 250 mg
Tabletten
- teilweise gereinigte Prnsapngenine 'LOO r.g
- Rutin 25 mg
- Streckmittel (Stärke, Laktose, ilagnesiumsbearat,
Zucker) a.s. bis... 350 mg
Zucker) a.s. bis... 350 mg
208840/1177
- teilweise ~ereinip;te Prosaponenine 3 r;
- Escin 1 [T
- Streckmittel (Polyrlycol 4000, Tween 20) und Wasser
q. s. bis 100 g
- Desf'luco^esrhamnoruscin 75 mg
- Streckmittel (Mißli^l 812, Witenol H 15)
α. s. bis 1,4 (^
Tropfen
- Rusc in 1 ρ,
- Vftanin C 1 ρ
- Hydroalkoholisches Lösunnsmitte]
q. s. his 100 ml
209840/1177
BAO ORIGINAL
Claims (1)
- Patentansprüche:Prosapogenine als Produkt der partiellen Hydrolyse eines Sapnnins oder eines Gemischs aus Saponinen von Ruscus aculeatus.2. Prosapofmnine nach Anspruch 1 als Produkt derenzymatischen
partiellenVHydrolyse eines Saponins oder eines Gemischs aus Saponinen von Ruscus aculeatus.3. Prosapogenin R3 nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch das Chromatogramm gemäß Figur 1 der Zeichnung.k. Prosapogenin RiJ (Ruscin) nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch das Chromaton;ramm gemäß Figur 1 der Zeichnung.5. Prosapogenin R5 nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch das nhromatogramm gemäß Figur 1 der Zeichnung.6. Prosapogenin R6 (Desglucoruscin) nach Anspruch oder 2, gekennzeichnet durch das Ohromatogramm gemäß Figur 1 der Zeichnung.7. Prosapogenin R7 nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch das Chromatogramm gemäß Figur 1 der Zeichnung.209840/11778. Prosapogenin R8 nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch das Chromatogramm gemäß Figur 1 der Zeichnung.9. Prosanogenin R9 (Desglucodesrhamnoruscin nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch das Chrornatorramm gemäß Figur 1 der Zeichnung.IC. Prosapogenin R^ (Ruscin) enthaltend ein Gemisch aus l-0-[P-Glucnpyranos,yl)-(l-^3)-L-rhamnopyranosyl-(1*2)-L-arabinopyranosyl (1 )]-spirosta-5 (6) ,25(27 )-dienlß, 3ß-diol und l-O-fD-Glucopyranosyl- (l->3)-L-rhamnopyranosyl-(l-^2)-L-arabinopyrjanosyl(l)'J-spirost-5(6)-enlß, 3ß-diol.11. Prosapogenin R6 (Desglucoruscin) enthaltend ein Gemisch aus 1-0-£L-Rhamnopyranosyl- (l->2 )-L-arabinopyranosyl(l)]-spirosta-5(6),25(27)-dien-lß, 3ß-diol und l-O-fL-Rhamnopyranosyl- (1r>2 )-L-arabinopyranosyl( 1 )]-spirost-5(6)-en-lß, 3ß-diol.12. Prosapogenin R9 (Desglucodesrhamnoruscin) enthaltend ein Gemisch aus I~0-[L-Arabinipyranosyl-(1)J-spirosta-ci(6),25(27)-dien-lß, 3ß-diol und 1-0-[L-Arabinopyranosyl-(l)3-spirost-5(6)-en-lß, 3ß-diol.13. Prosapogeninkomponente, bestehend aus einer Verbindung der Formel209840/1177ocierin R eine -Tor Γοΐ rennen Gruppen darstellt0-O1HHO,CH7HO209840/1177BAD ORfGINALlh. ProsapoKeningemisch, erhalten durch partielle Hydrolyse eines Saponins oder eines Gemisches aus Saponinen von Ruscus aculeatus und gegebenenfalls durch weitere Konzentration des erhaltenen Produkts.15. Prosariogeningemisch nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens 50 Gew.-% Prosapogenin R6 enthält.16. Verfahren zur Herstellung eines Prosapogenins oder einen Gemischs aus Prosapogeninen oder einer Komponente eines Prosapogenins dadurch gekennzeichnet, daß man ein oder mehrere Saponine von Ruscus aculeatus einer partiellen Hydrolyse unterwirft und ein Prosapogenin enthaltendes Gemisch erhält.17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß man eine enzymische Hydrolyse anwendet.18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß man die enzymische Hydrolyse in Gegenwart eines Enzyms oder eines Gemischs aus Enzymen oder einem Enzymkomplex mit ß-glycosidasischer Wirkung durchführt.19. Verfahren nach Anspruch l8, dadurch gekennzeichnet, daß das Enzym, das Gemisch aus Enzymen oder der Enzymkomplex ß-glucosidasische Wirkung aufweisen.20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß man ein oder mehrere Prosapogenine durch fraktionierte Kristallisation oder durch chromatographische Trennung isoliert.209840/117721. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die chromatographische Trennung an Silicagel oder Aluminiumoxid durchgeführt wird, wobei 10 bis 40 Gewichtsteile Silicagel oder Aluminiumoxid pro Gewichtsteil Prosapogenine, die chromatographisch getrennt werden, verwendet werden.22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß ein Äthylacetat/Wasser/Methanol-Gemisch, ein Äthylacetat /Äthanol/Wasser-Gemisch oder ein Chloroform/Methanol/Wasser-Gemisch als chromatographisches Lösungsmittel verwendet wird.23. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß man zum Isolieren einer Komponente eines Gemische aus einem 1-Glycosid von Spirostn-5(6), 25(27)-dien-lß, 3ß-diol und einem 1-Glycosid von Spirosta-5(6)-en-lß, 3ß-diol das Gemisch acetyliert, die ncetylierten Glycoside durch fraktionierte Kristallisation oder durch Chromatographieren trennt und das Acetylderivat der gewünschten Komponente hydrolysiert.2k. Pharmazeutisches Präparat enthaltend ein Prosapogenin oder ein Gemisch aus Prosapogeninen oder eine Komponente eines Prosapogenins nach einem der Ansprüche 1 bis 15 im Gemisch mit einem pharmazeutisch verträglichen Exzipienten.209840/117725. Pharmazeutisches Präparat nach Anspruch 21J, in Einheitsdosierungsform zur oralen Verabreichung, enthaltend 5 bis 100 mg des Prosapogenins oder des Gemischs aus Prosapogeninen oder der Komponenten eines Prosapogenins.26. Pharmazeutisches Präparat nach Anspruch 21I, in Einheitsdosierungsform zur rektalen Verabreichung enthaltend 50 bis 100 mg des Prosapogenins, des Gemischs aus Prosapοgeninen oder der Komponenten des Prosapogenins.27· Pharmazeutisches Präparat nach Anspruch 21I, in Form einer injizierbaren Lösung oder Suspension.28. Pharmazeutisches Präparat nach Anspruch 21I, in zur lokalen Anwendung geeigneter Form, enthaltend 1 bis 3 % des Prosapogenins, des Gemischs aus Prosapogeninen oder der Komponenten des Prosapogenins.Für: dott. Inverni & Delia Beffa S.p.A. Mailand / Itaflien(Dr.H.J.Wolff) Recht sanv/alt209840/1177
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-
1971
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- 1972-01-19 DE DE19722202393 patent/DE2202393A1/de active Pending
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| CZ301179B6 (cs) * | 1999-06-01 | 2009-11-25 | Indena S. P. A. | Zpusob výroby desglukodesrhamnoruscinu |
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