DE2201496A1 - Metall-Befestigungselement,Verfahren zu seiner Herstellung und UEberzugsmasse hierfuer - Google Patents
Metall-Befestigungselement,Verfahren zu seiner Herstellung und UEberzugsmasse hierfuerInfo
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Description
220U96
DIPL.-iNQ. A. GRÜNECKER <·»ο a-mhchen 22
DR.-ING. H. KINKELDEY ^»Γμ "
DR.-ING. VV. STOCKMAIR. Ae. E. calk- π .··-.· ^ica*,! ™e3rom™ h.™?* v.wi
PATENTANWÄLTE Icle* 05-28380
13· Ju.ii. .fit
USS ENGINEERS AND CONSULTANTS, INC.
600 Grant Street,
Pittsburgh, Pennsylvania, USA.
Metall-Befestigungselement, Verfahren zu
seiner Herstellung und Überzugsmasse hierfür»
Die Erfindung betrifft ein Metall-Befestigungselement mit einem
harten, glatten Überzug sowie ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen Befestigungselements und eine Überzugsmasse, insbesondere zum Beschichten von Nägeln.
Überzüge für Nägel, welche zur Verbesserung des Haftvermögens
beim Einsetzen mit Reibschluß in verformbare Werkstoffe wie Holz und dergl. mit einem harten, glatten Überzug versehen sind,
sind seit langem bekannt. Sie bestehen gewöhnlich aus Kolophonium oder kolophonium-ähnlichen Harzen, die aus in orga
nischen Lösungsmitteln hergestellten Lösungen auf den Nagel
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aufgetragen v/erden. Derartige Überzüge sind brüchig, haben
eine geringe Haftung am Nagel und tragen in den meisten
Fällen wenig zur Verbesserung des Haftvermögens des Nagels bei. Wo in seltenen Fällen unmittelbar nach dem Einschlagen des Nagels doch eine meßbare Verbesserung eintritt, verliert sich diese nach einer Alterungsperiode von einigen
Wochen oder Monaten.
eine geringe Haftung am Nagel und tragen in den meisten
Fällen wenig zur Verbesserung des Haftvermögens des Nagels bei. Wo in seltenen Fällen unmittelbar nach dem Einschlagen des Nagels doch eine meßbare Verbesserung eintritt, verliert sich diese nach einer Alterungsperiode von einigen
Wochen oder Monaten.
Es sind weiterhin andere, beispielsweise aus wärmehärtenden
Harzen hergestellte Nagelüberzüge vorgeschlagen worden, die infolge durch die Reibung beim Einschlagen des Nagels erzeugten
Wärme aushärten. Wird der Nagel in voller Länge mit einem einzigen Schlag eingetrieben, wie beispielsweise mittels
einer Nagelmaschine, ist mit derartigen Überzügen eine gute Haftung erzielbar. Diese Wirkung des Überzugs kommt jedoch
nicht zustande, wenn der Nagel von Hand bzw. ruck- oder abschnittsweise eingeschlagen wird.
einer Nagelmaschine, ist mit derartigen Überzügen eine gute Haftung erzielbar. Diese Wirkung des Überzugs kommt jedoch
nicht zustande, wenn der Nagel von Hand bzw. ruck- oder abschnittsweise eingeschlagen wird.
Erwähnt sei auch, daß es Überzüge gibt, die der Verhütung
von Rostbildung an Stahlnägeln dienen oder eine Schmierwirkung erzeugen sollen.
von Rostbildung an Stahlnägeln dienen oder eine Schmierwirkung erzeugen sollen.
Es sind jedoch bisher für Befestigungsmittel keineyÜberzüge
bekannt, in denen die Vorteile erhöhter Haftvermögens, von
Korrosionsbeständigkeit und Schmierwirkung vereinigt wären.
Korrosionsbeständigkeit und Schmierwirkung vereinigt wären.
Es ist ein wichtiges Ziel der Erfindung, die Nachteile des
Standes der Technik zzu überwinden und ein Metall-Befestigungselement zu schaffen, das in wirtschaftlicher Herstellung mit einem besonders zuverlässig wirkenden Überzug beschichtet ist.
Standes der Technik zzu überwinden und ein Metall-Befestigungselement zu schaffen, das in wirtschaftlicher Herstellung mit einem besonders zuverlässig wirkenden Überzug beschichtet ist.
Weitere wichtige Ziele der Erfindung sind insbesondere eine Verbesserung des Haftvermögens, leichtere Einschlagbarkeit,
verbesserter Korrosionsschutz sowie ein Kennzeichnungszwecke
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ermöglichendes und/oder besonderen ästhetischen Anforderungen
genügendes gefälliges Aussehen des mit der Überzugsmasse beschichteten
Befestigungselementes sowie bequemes, aus wäßrigex-Dispersion
erfolgendes Auftragen der Überzugsmasse, ihre bessere Verträglichkeit mit Verunreinigungen an der Oberfläche
dos Befestigungn-elementes und ihre Anwendung als Kleber zum
innigen Verbinden des Befestigungselementes mit dem Werkstoff.
Die Erfindung schlägt ein Netall-Befestigungselement vor,
welches mit einem überzug aus einer Kombination von zwei thermoplastischen Harzen versehen ist, nämlich eines biegsamen,
Carboxyl bzw. substituiertes Carboxyl enthaltenden Äthylenco- bzw. -terpolymers mit einem ihm zugemischten
kolophonium-ähnlichen Harz, welches hart und bei Raumtemperatur brüchig bzw. spröde ist, aber mäßig hohen
Temperaturen, wie sie an der Oberfläche eines Hagels beim Einschlagen kurzfristig auftreten, schmilzt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein Metall-Befestigungselement der eingangs genannten Art mit einem
Überzug beschichtet, der etwa 50 bis 80 Gew.-% Kolophonium
odertolophonium-ähnliches Harz mit einem Schmelzpunkt zwischen
etwa 600C und 1500C und etwa 20 bis 50 Gew..-% Äthylenco- bzw.
-terpolymer enthält, das seinerseits etwa 60, vorzugsweise etwa 75, bis 90 Gew.-96 Äthylen und etwa 10 bis 40 Gew.-% äthylen-ungättigte
Carbonsäure und/oder eines Esters hiervon enthält, der frei von mit dem Kolophonium bzw. dem kolophonium-ähnlichen Harz
reaktionsfähigen Gruppen ist.
Das erfindungsgemäße Befestigungselement hat drei Haupt-Bestandteile,
nämlich das metallische Befestigungselement selbst und eine Zwei-Komponenten-Überzugsmasse aus einer Dispersion
eines kolophonium-ähnlichen Harzes in einem Äthylencopolymer. Es kann ein beliebiges aus der Gruppe von Befestigungselemente!}
gewählt sein, die in einen verformbaren Werkstoff einr.ot?,-,
einschlag- bzw. einschraubbar sind und an denen Reibkräfte mit ausreichender Stärke angreifen, um eine kurzfristige
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Oberflächentemperatur von wenigstens 60 C zu erzeugen, also
beispielsweise u.a. Nägel, Holzschrauben, Zwecken bzw. Stifte und Krampen bzw. Heftklammern. Das metallische Befestigungselement
ist gewöhnlich aus Stahl hergestellt. Die erfindungsgemäße Überzugsmasse ist jedoch auch zum Beschichten von nicht
aus Stahl bestehenden metallischen Befestigungselementen geeignet, so.z.B. von Aluminiumnägeln.
Zur Herstellung des Befestigungselementes ist nach der Erfindung vorgesehen, daß das Äthylenco- bzw. -terpolymer in
einer heißen, flüchtigen, wäßrigen Alkalilösung dispergiert und mit dem in einem organischen Lösungsmittel gelösten Kolophonium
bzw. kolophonium-ähnlichen Harz versetzt, das erhaltene Gemisch emulgiert, das unbeschichtete Metall-Befestigungselement
in dieser Mischung eingetaucht und das beschichtete Metall-Befestigungselement getrocknet wird.
Das kolophonium-ähnliche Harz wird in die Matrix aus
ÄthylencopQlymer dispergiert, die Dispersion auf das
Befestigungselement aufgetragen und getrocknet. Bei der beim Einschlagen des Befestigungselementes in den Werkstoff
auftretenden Temperatur verflüssigt sich das kolophiumähnliche Harz, und schafft durch Benetzung des Holzes bzw.
eines ähnlichen Werkstoffes, in den das Befestigungselement eingetrieben wird, eine stärkere Verbindung zwischen diesen.
Die-Äth yiencopolymer-Matrix dient als Zäh- und Schmiegsammacher
und fördert die Haftung am Metall-Befestigungselement. Das verbesserte Haftvermögen sowohl gegenüber dem Metall-Befestigungselement
als auch gegenüber dem Holz bzw. einem ähnlichen Werkstoff bewirkt eine bedeutende Erhöhung
des Haftvermögens des eingeschlagenen Befestigungselementes. Die erfindungsgemäße Überzugsmasse bietet weitere Vorteile
durch ihre Korrosionsschutzwirkung und durch eine gefällige Färbung, die nicht nur asiatischen Ansprüchen genügt, sondern
beispielsweise zu Kennzeichnungszwecken nutzbar gemacht \;ercen
kann. Da die Überzugsmasse ein gutes Detergens in ach ist,
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kann deribliche Arbeitsschritt des Reinigens der Oberfläche
des Befestigungselementes vereinfacht werden bzw. in Wegfall kommen.
Die erfindungsgemäße Überzugsmasse ist eine kolloidale
Dispersion eines kolophonium-ahnliehen Harzes und eines
Äthylenco- bzw. -terpolymers. Geeignet sind Äthylenco- bzw. -terpolymere mit einem einer Kohlenwasserstoffkette
ähnlichen Aufbau, bei denen etwa 10 bis 40 Gew.-% des Copolymers
aus Substituentengruppen, die Carboxylgruppen bzw. veresterte .
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Carboxylgruppen enthalten, bestehen. Geeignete Carboxyle sind die äthylen-ungesättigten Carbonsäuren, wie beispielsweise
Acrylsäure, Methacrylsäure, Crotonsäure, Isocroton- '^
säure, Vinylessigsäure und Allylessigsäure. Als Carboxylgruppen bevorzugt werden Derivate der Acryl- und Methacrylsäure.
Geeignete veresterte Carboxylgruppen sind die äthylen-ungesättigten Ester der Carbonsäuren, welche frei sind von
mit Kolophonium bzw. dem kolophonium-ähnlichen Harz reaktionsfähigen Gruppen, also z.B. Allyl- und Vinylcrotonylacetat
sowie Allyl-, Methyl-, Äthyl-bzw. Butylacrylat. Al3 veresterte Carboxylgruppen bevorzugt werden
Derivate der Alkylacrylate, bei denen'die Alkylgruppe ein niederes Alkyl ist und in der Kette vorzugsweise 1 bi3
3 Kohlenstoffatome aufweist, sowie Vinylacetat .jBei einer
bevorzugten Ausführungsform nach der Erfindung enthält die Kohlenwasserstoff-Äthylen-Kette in ausreichender Menge
alkalilösliche Substituentengruppen, um die Hydrolyse des
Polymers unter alkalischen Bedingungen zu ermöglichen. Äthylensäure-Copolymere mit einem Anteil von etwa 18 bis
24 Gew.-?J an copolymerisierter Acrylsäure sind besonders
geeignet. Die Säuregruppen reagieren mit heißen wäßrigen Alkalilösungen und bilden Salze, die in Wasser zu seifen
ähnlichen kolloidalen Lösungen löslich sind. Es ist zweckmäßig, Copolymere mit hohem Schmelzindex (nach ASTM
D I238-52T), vorzugsweise mit einem Schmelzindex nicht niedriger als etwa 300, zu verwenden, da solche Copolymere
bei niedrigeren Temperaturen gelöst werden können und infolge ihrer größeren Pluidität bei den beim Einschlagen
des Befestigungselementes erzeugten höheren Temperaturen eine bessere Benetzung und Haftung bewirken. Obgleich mit
ihnen weniger gute Ergebnisse erzielt werden, sind auch Copolymere mit niedrigeren Schmelzindices, wie z.B. 30
oder darunter, verwendbar.
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Das Athylencopclymer ist in beliebiger, geeigneter Weise fluidisierbar, beispielsweise durch Emulgieren in einer
Kolloidmühle, d\irch Lösen in einem heißen organischen
Lösungsmittel oder vorzugsweise durch Dispergieren in einer wäßrigen Lösung eines flüchtigen Alkalis. Die ersten
beiden Verfahren wendet man an, wenn das Äthylenco- bzw. -terpolymer in wäßriger Alkalilösung nicht"löslich ist.
Das letztgenannte, bevorzugte Verfahren findet bei löslichen Polymeren Anwendung. Bei Verwendung flüchtiger Alkalilösungen
ist eine einfache Beschichtung des Befestigungselementes mit der Überzugsmasse dadureh erzielbar, daß
das bei der Reaktion der Säuregruppen des Polymers mit dem Alkali gebildete Salz durch Ausscheiden des Wassers und
des flüchtigen Alkalis durch Erwärmen in die Säureform zurückführbar ist. Es kann ein beliebiges, geeignetes
Alkali verwendet werden. Erfindungsgemäß wird jedoch wäßriges Ammoniak oder ein flüchtiges, wasserlösliches
Amin, wie beispielsweise Äthanolamin, Diäthylämin oder
Morpholin bzw. Gemische davon bevorzugt.
Das zweite Element der Überzugsmasse ist Kolophonium bzw. sind kolophonium-ähnliche Harze, wie beispielsweise
Polykohlenwasserstoffharze, Pech, Erdharze (fossil resins) bzw. Gemische davon oder ähnliche Harze. Die ihre
Eignung zur Verwendung in der Überzugsmasse bestimmenden Eigenschaften sind erstens eine ausreichende Härte bei
Raumtemperatur, die der Bindung eine gewisse Scherfestigkeit verleiht, und zweitens ein Schmelzpunkt im
Bereich zwischen etwa 60 C und 150 C, so daß das Harz in
der Lage ist, den Werkstoff, in den das Befestigungselement eingeschlagen wird, zu benetzen. Diese notwendigen Eigenschaften
besitzen viele organische und anorganische Harze, die daher alle verwendbar sind, auch wenn die nachstehend ■
aufgeführten als am besten geeignet angesehen werden.
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Kolophonium ist ein fester harzhaltiger Stoff, der in der Natur-im Harzöl von Kiefern vorkommt. Es handelt sich um
ein kompliziertes Gemisch aus hauptsächlich Abietinsäure und kleinen Mengen nichtsaurer Bestandteile. Kolophonium
ist im allgemeinen durchscheinend, brüchig bzw. spröde bei Raumtemperatur und in Wasser unlöslich. Durch chemisches
Behandeln, z.B. durch Hydrierung, Dehydrierung oder Polymerisation sind Stabilität und mechanische Eigenschaften
des Kolophoniums durch Modifizierung des Anteils an Pnenanthren-Derivaten verbesserbar. Diese Produkte sind
als modifizierte Harze bekannt. Nichtmodifizierte und modifizierte Kolophoniumharze sind außerdem in Carbonsäurederivate
umwandelbar. Die Erfindung betrachtet Kolophonium, modifizierte Ko.lophoniumharzs und Kolophoniumderivate
mit einem Schmelzpunkt im Bereich zwischen etwa 60 C und 15O0C als zur Verwendung geeignet.
Als Kohlenwasserstoffharze seien die leichtthermoplastischen Polymere mit niedrigem Molekulargewicht bezeichnet, die
aus Steinkohlenteerfraktionen, aus weitgehend gekrackten (bzw. deeply cracked) Petroleumdestillaten und aus Terpentin
gewonnen werden. Das mittlere Molekulargewicht dieser Harze ist gewöhnlich kleiner als 2000.
Die aus Steinkohlenteer gewonnenen Kohlenwasserstoffharze bzw. Indencumaronharze sind in der Farbe zwischen einem
hellen Gelb und einem dunklen Braun variierende, leicht schmelzbare Harze von niedrigem Molekulargewicht. Obgleich
weiche Balsame, die bei 60 C oder darunter schmelzen, kann geeignet sind, sind die bei höheren Temperaturen schmelzenden',
bei Raumtemperatur jedoch harten und brüchigen bzw. spröden Indencumaronharze bei der erfindungsgemäßen Überzugsmasse
verwendbar. Der Anteil des Cumarons an den Harzbildnern ist sehr gering und liegt vermutlich bei weniger
als 10$. In den Steinkohlenteerölen sind auch Methylindene,
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— «&' —
Styrole, Vinyltoluole und Methylcumarin enthalten. In den
Harzen kommen alle diese Stoffe in Form von Copolymeren oder als Gemische von Polymeren vor.
Gut geeignete Erdharze , ^useful petroleum resins) sind
leicht ι thermoplastische Kohlenwasserstoffharze von niedrigem Molekulargewicht und enthalten ein Gemenge von
vielen Chemikalien. Sie werden durch katalytische Polymerisation weitgehend gekrackter (deeply cracked)
Petroleumstoffe gewonnen. Ihr mittleres .Molekulargewicht ist gewöhnlich kleiner als 2000; ihr Erweichungspunkt
liegt gewöhnlich in einem Temperaturbereich zwischen 1000C und 1200C. Einige Petroleum- bzw. Erdharze stehen
in Emulsionsform zur Verfügung, die in anionischen kationischeroder nicht-ionischer Pomalle zur Verwendung
in der erfindungsgemäßen Überzugsmasse geeignet sind. Die aromatischen Harzbildner sind die gleichen wie in
Steinkohlenteerölen, mit der Ausnahme, daß der Cumaron und seine Homologe nicht vorhanden sind. Unter den Gewinnungsprodukten sind ι Butadien, Isopren, 1,3-Pentadien und
die Pentilene zu nennen. Höhere Diolefine
sowie große Mengen Cyclopentadiene fallen an.
Cyclopentadienharze sind, genau genommen, ebenfalls Erdbzw. Petroleumharze, werden jedoch gewöhnlich ihrer unterschiedlichen
Eigenschaften wegen getrennt betrachtet. Dicyclopentadienharze haben niedriges Molekulargewicht.
Das Tr'imer des Dicyclopentadiene schmilzt bei 68 C. Die Härte von aus aliphatischen Dienen gewonnenen Petroleum--
bzw. Erdharzen ist durch Zusatz von Cyclopentadien erhöhbar. Eine Cyclopentadienkonzentration von 5$ hebt den Erweichungspunkt
des sich ergebenden Harzes um 5 bis 100C an. Aus hochreinem Dicyclopentadien können Harze mit einem Schmelzpunkt
bis zu 1800C hergestellt werden. Jedoch liegt der Schmelzpunkt der meisten handelsüblichen Harze zwischen
etwa 100 und 12O0C.
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Auch Polyterpenharze haben sich als geeignet herausgestellt. Die wichtigsten Terpenharze sind Polymere des in Terpentin
vorkommenden/?-Pinens, welches bei Ionisationsbestrahlung
ein Polymer bildet, von dem ein Teil im Pinen unlöslich ist. Der in Chloroform lösliche Teil hat ein Molekulargewicht
von 1500 und einen Erweichungspunkt zwischen 150
und 163 C ; er ist zur Verwendung in der erfindungsgemäßen Überzugsmasse geeignet. Dipinen bzw. in seiner optisch
aktiven Form als Limonen ist ebenfalls polymerisierbar. Das Dipinen muß jedoch hohe Reinheit aufweisen, andernfalls
bildet es kein Hartharz. Die Herstellung von handelsüblichem Harz erfolgt in einem aliphatischen Lösungsmittel, wobei
Aluminiumchlorid als Katalysator dient. Das Ausscheiden des Katalysators geschieht durch saures, neutrales und alkalisches
Auswaschen,· durch nachfolgendes Erhitzen auf eine Temperatur zwischen 150 und 2000C sowie schließlich durch Wasserdampfdestillation,
durch die die Lösungsmittel und die entstandenen Terpenöle ausgeschieden werden. Die Einteilung des
erhaltenen Harzes richtet sich nach dem Erweichungspunkt, der mit der Ring- und Kugelmethode ermittelt wird. Zur
Verwendung bei der erfindungsgemäßen Überzugsmasse sind die
Qualitäten geeignet, deren nach der Ring- und Kugelmethode ermittelter Erweichungspunkt zwischen etwa 60 C und 150 C
liegt, wobei die bei 850C weichwerdende Qualität bevorzugt
wird. \
Die Terpenpolymere haben eine schmale Verteilung. So sind in der handelsüblichen Harzqualität mit einem Erweichungspunkt
von 1150C und einem mittleren Molekulargewicht
von 1200 Anteile mit Molekulargewichten zwischen 550 und 2200 und Erweichungspunkten zwischen 150 und 760C enthalten.
oC-Pinen (mit 85$ oC-Anteil), Holz- oder Gummiharze
(wood or gum turpentine) oder handelsübliches Dipinen (mit einem Dipinengehalt von nur etwa 155^) bilden ebenfalls durch
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Polymerisation ein Harz mit einem Erweichungspunkt zwischen 40 und 18O°C und einem Molekulargewicht zwischen 850 und
3000. Die Qualitäten mit einem nach der Ring- und Kugelmethode ermittelten Erweichungspunkt zwischen etwa 60 G
und 15O0C sind zur Verwendung in der erfindungsgemäßen
Überzugsmasse geeignet.
Bei Überzügsmassen, die die Forderung nach heller Färbung
nicht erfüllen müssen, ist auch Steinkohlenteerpech geeignet. Pech ist das bei der Destillation von Steinkohlenteer
anfallende Rückstandsprodukt. Zu den verwendbaren Pechqualitäten gehört das unter dieser Bezeichnung bekannte
Weichpech mit einem nach der Ring- und Kugelmethode ermittelten Erweichungspunkt zwischen etwa 600C und 750C,
Mittelhartpech (85 bis 950C) und Hartpech (über 950C).
Verwendbar sind ebenfalls natürlich vorkommende Erdharze (bzw. fossil resins), wie beispielsweise Dammare, Ostindien
(bzw. East India), Kopale, Akkroide und Sandarak. Zur Verwendung in der erfindungsgemäßen Überzugsmasse geeignet
sind die bei Raumtemperatur harten Qualitäten mit einem Schmelzpunkt zwischen etwa 6O0C und 1500C.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Herstellen von mit Überzügen versehenen Befestigunselementen besteht der erste Arbeitsschritt in
der Herstellung einer Dispersion des Äthylencopolymers. Das Äthylencopolymerharz wird in ein Druckgefäß gegeben,
zusammen mit einer stöchiometrischen Menge Alkali zur Reaktion mit den Carboxylgruppen. Handelt es sich bei dem
Harz um das bevorzugte Äthylenacryloäurecopolymer und beim
Alkali um das bevorzugte wäßrige Ammoniak, wird das Gemisch auf eine Temperatur zwischen etwa 90 und 1300C erhitzt,
bis die Harze in eine seifenähnliche Lösung übergehen.
Nach der Erfindung sind Lösungen vorteilhaft, die wegen
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ihrer geringen Viskosität einen Feststoffanteil zwischen etwa 18 und etwa 24 Prozent aufweisen. Nach Bedarf kann
das Äthylencopolymer in einem erhitzten Lösungsmittel
in lösung übergeführt oder in einer Kolloidmühle emulgiert oder in anderer Weise dispergiert werden.
Anschließend wird das vorher in einem organischen Lösungsmittel gelöste Kolophonium-ähnliche Harz in der Copolymerlösung
emulgiert. Das organische Lösungsmittel unterstützt in emulgiertem Zustand die Benetzung mit Öl behafteter
Befestigungselemente aus Metall. ToIuqI ist ein brauchbares
organisches Lösungsmittel. Diacetonalkohol verbessert die
Stabilität der sich ergebenden Emulsion.
Die Äthylenacrylsäurecopolymer-Lösung wird dann in eine Trommel bzw. einen Kessel eingegeben, welche bzw. welcher
mit einem Hochleistungsmischer nach dem Scherprinzip (jS-Og·. high shear mixer) ausgerüstet ist. Der Athylencopolymerlösung
wird dann langsam die Lösung des kolophoniumähnlichen Harzes zugegeben und die gründliche Emulgierung
durch kräftiges Rühren unterstützt. Vor dem .kolophoniumähnlichen Harz können Oberflächenbehandlungsmittel zugesetzt
werden, die die Emulsionsbildung fördern und Schaumbildung
verhindern. Die Schaumbildung wird vorzugsweise durch Zusatz von Butanol oder eines anderen
Alkohols verringert, der ebenfalls eine glattere Überzugsoberfläche bewirkt. Farbstoffe werden der Masse erst nach
der Emulgierung des kolophonium-ähnlichen Harzes zugesetzt. Zur Erzielung der vorgeschriebenen Feststoffkonzentration
wird die Lösung mit Zusatzwasser verdünnt.
Der gesamte Harzfeststoffanteil an der Überzugsmasse sollte
zwischen etwa 20 und etwa 40, vorzugsweise zwischen etwa 25 und etwa 30 Gew.-# der Emulsion liegen. In diesem Anteil
sollen die aus dem Äthylenco- bzw. -terpolymer stammenden Feststoffe etwa 20 bis etwa 50, vorzugsweise zwischen etwa
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23 und etwa 35 Gew.-fi ausmachen. Die angegebene Mindest-Menge
an Copolymer ist zur Erzielung eines biegsamen Überzuges erforderlich. Ein Überschreiten der angegebenen
Maximalwerte bringt wirtschaftlich keine Vorteile.
Die Dispersion ist nunmehr fertig zum Auftragen auf daß
Metallbefestigungseleraent. In den Fällen, in denen das
mit der erfindungsgemäßen Überzugsmasse erzielbare maximale Haftvermögen nicht erforderlich ist, kann auf ein Reinigen
der Befestigungselemente vor dem Beschichten verzichtet werden, da die Überzugsmasse selbst ein gutes Detergens ist.
An nicht vorher gereinigtenNägelnaufgetragene Überzüge
weisen gegenüber Überzügen an gereinigten Nägeln sowohl geringere Glätte und geringeren Glanz als auch weniger
gutes Haftvermögen auf. Soll also ein Höchstmaß an Haftvermögen erreicht werden, so ist es notwendig, die Befestigungselemente
vor dem Beschichten zu reinigen.
Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgt die Beschichtung von Nägeln in dem Zustand, wie sie aus dem Dampfentfetter austreten. Die Nägel werden mittels
eines Vibrationsförderers durch eine warme Überzugslösung hindurchgeführt und nach dem Beschichten zu einer Trockenstation
verbracht, in der sie zum Trocknen und Backen des Überzugs auf eine Temperatur von wenigstens etwa 150C
erwärmt werden. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, zur Erzielung einer besseren Benetzung der Nägel und eines
schnellen und gleichmäßigeren Trocknens die Überzugslösung auf einer Temperatur zwischen etwa 60 C und etwa 82 C
zu halten . Es ist jedoch nicht erforderlich, heiße Nägel oder eine heiße Lösung zu verwenden. Zufriedenstellende
Ergebnisse v/urden erzielt, wenn sowohl Nägel als auch Lösung Raumtemperatur aufwiesen.
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Das vorherige Reinigen der Nägel kann auch mit anderen
Verfahren durchgeführt werden, beispielsweise durch Sprühwaschen mit einem alkalischen oder Emulsions-Detergens.
Die nachfolgend beschriebenen Versuche, die nur als Beispiele zu verstehen sind und keinerlei einschränkenden Charakter
haben, zeigen die bei einer Anzahl Nageltypen und zwei
Holzwerkstoffen mit bestimmten Überzugsmassen erzielten Ergebnisse.
Die Überzugsmassen wurden hergestellt unter Verwendung einei
Äthyleneopolymers in Verbindung mit einer Anzahl unterschiedlicher kalophonium-ähnlicher Harze. Die Beschichtung
erfolgte dann an Befestigungselementen aus einer Anzahl
unterschiedlicher Metalle, die dann in Holz der Ponderosa-Kiefer bzw. der Douglas-Tanne eingeschlagen wurden. Sodann
wurden die Ergebnisse analysiert.
Das in allen Fällen verwendete Äthylencopolymer ist ein Copolymer von Äthylen und Acrylsäure, wobei der Anteil
der Acrylsäure am Copolymer 20 Gew.-$ ausmacht. Die Dichte
des Copolymers beträgt 0,96, der Schmelzindex isyt 300.
Bei <ter Überzugsmasse Nr. 1 wird das Äthylencopolymer
mit einem Esterharz mit einem Erweichungspunkt von 105 G emulgiert, das durch Veresterung von Pentaerythritol mit
Kolophonium gewonnen wird. Bei der Überzugsmasse Nr. 2 wird dasselbe Athylenacrylsäurecopolymer mit einem Kohlenwasser
stoffharz emulgiert, dessen nach der Ring-und Kugelmethode ermittelter Erweichungspunkt zwischen 145 und 1550C
liegt, das ein Molekulargewicht zwischen 600 und 1000 aufweist und dessen Säurezahl zwischen 0 und 2 liegt. Zur
Herstellung der Überzugsmasse Nr. 3 wird das Äthylenacrylsäurecopolymer
mit einem Polyterpenharz kombiniert, dessen
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nach der Ring- und Kugelmethode ermittelter Erweichungspunkt bei 1310C liegt und dessen Säurezahl 0 ist. Überzugsmasse
Nr. 4 setzt sich aus den gleichen Bestandteilen wie die Überzugsmasse Hr. 3 zusammen, weist jedoch einen unterschiedlichen
Feststoffgehalt auf.
Zur Darstellung der Überzugsmassen wird wie folgt verfahren. In ein geschlossenes Gefäß mit 21,5 Gew.-Teilen Ammoniumhydroxid
(28$ NIK) und 378,5 Gew.-Teilen Wasser werden
100 Gew.-Teile des Äthylenacrylsäurecopolymers gegeben. Das Gemisch wird gerührt, auf 1000C erwärmt- und auf dieser
Temperatur etwa für die Dauer einer Stunde oder bis zum Zeitpunkt der Dispersion des Copolymers gehalten. In einem
separaten Gefäß wird das kolophonium-ähnliche Harz in Toluol gelöst und auf einer Temperatur von 270C gehalten.
Nach Zusetzen von Diacetonalkohol wird das in Lösung übergeführte kolophonium-ähnliche Harz langsam und unter Benutzung
eines Hochleistungsmischers nach dem Scherprinzip (bzw. eines Scherungsmischers) der Copolymer-Dispersion
zugesetzt. Durch Zugabe entsprechender Mengen Zusatzwassers wird der für die Überzugsmasse gewählte gesamte Harzfeststoffanteil
erzielt. Die folgende Tabelle zeigt die quantitative Zusammensetzung der vier Überzugsmassen.
Überzugsmasse Nr.
Äthylenacrylsäurecopolymer
(20$ Peststoffe Ammonium-
·. lösung) 500 ml 500 ml 500 ml 500 ml
(20$ Peststoffe Ammonium-
·. lösung) 500 ml 500 ml 500 ml 500 ml
Pentaerythritol-Kolophoniumesterharz 333 g
Kohlenwasserstoffharz 250 g
|, · Polyterpenharz 250 g 250 g
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Λ>
220H96
(Portsetzung Tabelle 1) Bestandteil
Toluol
Diacetonalkohol .
Zusatzwasser
Harzfeststoffe, etwa
Zusatzwasser
Harzfeststoffe, etwa
| 1 | ml | Uberzugsma 2 |
ml | sse ·} |
Kr. | 125 | ml |
| 167 | ml | 167 | ml | 125 | ml | 25 | ml |
| 33 | ml | 25 | ml | 25 | ml | 475 | ml |
| 700 | io | 300 | 56 | 350 | ml | 31 | i |
| 31 | ■35 | 35 | |||||
Gereinigte gewöhnliche Nägel aus 8d Stahl werden in die Überzugsmassen entsprechend Beispiel 1 eingetaucht, getrocknet
und von Hand in Holz der Ponderosa-Kiefer und der Douglas-Tanne eingeschlagen. Die zum Herausziehen der Nägel erforderliche
Kraft bzw. die Haftkraft der Nägel wird mittels einer Zerreißprüfmaschine gemessen, und zwar unmittelbar
nach dem Einschlagen und nach einer Alterungszeit von 16 Wochen. Vergleiche hierzu die folgende Tabelle 2.
Haftkraft sofort nach dem Einschlagen in kp
| Kiefer | etwa |
| Tanne | etwa |
| Haftkraft nach Alterung in kp |
|
| Kiefer | etwa |
| Tanne | etwa |
Unbeschichteter Nagel
94,4 96,66
91,6 57,6
Überzugsmasse Nr. _J 2 3 4
150 143 168 204,45 274 318,9 269,1 289,1
170,45 150,9 177 215,9 194,36 247 198,36 10Vi
209832/1049
Zur Darstellung der folgenden Nagelüberzugsmasse wird das Äthylenacrylsäurecopolymer aus den Massen Hr. 1 bis 4 in
Verbindung mit einem Gemisch kolophoniura-ähnlicher Harze verwendet.Entsprechend dorn Verfahren aus Beispiel 1 wird
das Äthylenacrylsäurecopolymer in einer Lösung wäßrigen Ammoniaks in eine Lösung mit 2O/o Peststoffanteil übergeführt.
Ein Polyterpenharz mit einem nach der Ring- und Kugelmethode
ermittelten Erweichungspunkt von 85 C und einer Säurezahl von etwa O und ein Kohlenwasserstoffharz mit einem nach
der Ring- und Kugelmethode ermittelten Erweichungspunkt zwischen 145 und 155°C, einem Molekulargewicht zwischen
600 und 1000 und einer Säurezahl zwischen 0 und 2, werden in Toluol gelöst. Nach Zusetzen von Diacetonalkohol wird
das in Lösung übergeführte kolophoniurn-ähnliche Harz mit dem Äthylenacrylsäurecopolymer emulgiert. Durch Zugabe
von Zusatzwasser wird der gewählte Feststoffanteil erzielt. Die folgende Tabelle 3 zeigt die quantitative Zusammensetzung
dieser Überzugsmasse.
Bestandteil Gewichtsteile
Äthylenacrylsäurecopolymer (20> Feststoffe Ammoniumlösung)
Polyt erpenharz
Kohlenwasserstoffharz Toluol
Diacetonalkohol
Zusatzwasser
Fe ο t ε t ο f fant e i1
| 1 | 75 | etwa | 28/ |
| 75 | |||
| 25 | |||
| 75 | |||
| 10 | |||
| 1 | 20 | ||
| 4Ö0 |
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220H96
Unterschiedliche Nägel werden in die Überzugsmasse Nr. 5
eingetaucht, getrocknet und in Holz der Ponderosa-Kiefer
bzw. der Douglas-Tanne eingeschlagen. Mittels einer Zerreißprüfmaschine
wird die zum Herausziehen der Nägel erforderliche Kraft bzw. die Haftkraft der Nägel geraessen,und zwar unmittelbar
nach dem Trocknen. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 4 zusammengefaßt.
| Nageltype | Gewöhnli aus 8d Ge reinigt |
eher Nagel - Stahl Unge reinigt |
Galvani sierter Nagel aus 8d-Stahl |
- | I | Schrauben- schaft- nagel aus 8d-Stahl |
Gewöhnl. Nagel aus 8d-Stahl Ge reinigt |
| Einschlagen | von Hand | von Hand | von Hand | 114,36 | 83,41 | von Hand | maschinell |
| Douglas-Ts | inne | 177,9 | 135,55 | ||||
| Haftkraft in kp |
Kiefer | ||||||
| Unbeschichtet | 109,9 | 73,5 | 121,36 | 172,45 | |||
| Beschichtet | 294,81 | 222,45 | 288 > | 272 | |||
| Ponderosa- | |||||||
| Haftkraft in kp |
|||||||
| Unbeschichtet | 83,9 | 87,56 | 90,25 | 121,55 | |||
| Beschichtet | 176,1 | 204,45 | 187,36 | 274,9 * |
K Dem herausgezogenen Nagel haften Holzfasern in beträchtlicher
Menge an.
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/3 220H96
Sämtliche aus den Ansprüchen und der Beschreibung hervorgehenden Merkmale und Vorteile der Erfindung, einschließlich
Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in beliebiger. Kombination erfindungsvvesentlich sein.
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Claims (11)
1. Metall-Befestigungselement mit einem harten, glatten
Überzug, dadurch ge kenn ζ ei chnet, daß der Überzug etwa 50 bis 80 Gew.-% Kolophonium oder kolophoniumähnliches
Harz mit einem Schmelzpunkt zwischen etwa 600C und 1500C und etwa 20 bis 50 Gew.-% Äthylenco- bzw.-terpolymer
enthält, das seinerseits etwa 60, vorzugsweise etwa 75 > bis 90 Gew.-% Äthylen und etwa 10 bis 40 Gew.-% äthylen-ungesättigte
Carbonsäure und/oder eines Esters hiervon enthält, der frei mit dem Kolophonium bzw. dem kolophoniuin-ähnlichen
Harz reaktionsfähigen Gruppen ist.
2. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kolophonium bzw. Kolophonium-ähnliche
Harz im Überzug mit etwa 67 bis 75 Gew.-% enthalten ist.
3. Befestigungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Äthylenco- bzw. terpolymer
in Alkalien dispergierbar ist.
4. Befestigungselement nach einem der-Ansprüche 1 bis 3»
dadurch gekennzeichnet, daß Bestandteile des Äthylencopolymers Äthylen ind Acrylsäure sind.
5· Befestigungselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil der Acrylsäure am Copolymer
etwa 18 bis 24 Gew.-% ausmacht.
6. Befestigungselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß die äthylen
ungesättigte Carbonsäure aus der Gruppe mit Acrylsäure und Methacrylsäure gewählt und der Ester Vinylacetat ist.
209832/10 49
220H96
7. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 Ms 3?
dadurch gekennzeichnet, daß Bestandteile de^
Äthylenterpolymers Äthylen, Vinylacetat und Acrylsäure sind.
8. Befestigungselement nach wenigstens einem der An&prüche 1 "bis 7ϊ dadurch gekennzeichnet, daß das kolophonium-ähnliche
Harz aus der Gruppe mit Inden-Cumaron, Petroleum, Polyterpen und Erdharzen (bzw. fossil resins)
sowie Steinkohlenteerpech gewählt ist.
9· Befestigungselement nach wenigstens einem der Ansprüche
1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das mittlere Molekulargewicht des Harzes kleiner als 2000 ist.
10.Verfahren zur Herstellung des Befestigungselementes
nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß das Äthylenco- bzw.
therpolymer in einer heißen, flüchtigen, wäßrigen Alkali-Ib"sung
despergiert uid mit dem in einem organischen Lösungsmittel gelösten Kolophonium bzw. kolophonium-ähnlichen Harz
versetzt, das erhaltene Gemisch emugiert, das unbeschitete Metall-Befestigungselement in diese Mischung eingetaucht
und das beschichtete Metall-Befestigungselement getrocknet wird.
11. Überzugsmasse, insbesondere zum Beschichten von Nägeln, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse etwa
50 bis 80 Gew.-% Kolophonium bzw. kolophonium-ähnliches
Harz mit einem Schmelzpunkt zwischen etwa 600C und 1500C
und etwa 20 bis 50 Gew.-% Äthylenco- bzw. -terpolymer enthält,
cas seinerseits etwa 60, vorzugsweise etwa 75 * bis 90 Gew,-% Äthylen und/oder etwa 10 bis 40 Gew.-% äthylenungesättigte
Carbonsäure oder eines Esters hiervon enthält, der frei von mit dsm Kolophonium bzw. dem kolphonium-ähnlichen
Harz reaktionsfähigen Gruppen ist.
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| WO1987004448A1 (en) * | 1986-01-27 | 1987-07-30 | Yhtyneet Paperitehtaat Oy | Method for the production of a coating and the coating so obtained |
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