DE2265215C3 - Stichgruppen-Nähmaschine - Google Patents
Stichgruppen-NähmaschineInfo
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- D05B3/00—Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stichgruppen-Nähmaschine mit einem Nähguttragarm und einer zu der durch den
Nähguttragarm bestimmten vertikalen Mittelebene der Nähmaschine schiefwinklig bewegbaren Nähgutklemme,
die ein Klemmenoberteil und ein Klemmenunterteil mit einer Nähguttragplatte aufweist.
Stichgruppen-Nähmaschinen, wie beispielsweise Knopflochnähmaschinen, werden sowohl in Einzel- als
auch in sogenannter Mehrfachanordnung verwendet. Bei der Mehrfachanordnung, die insbesondere zur
gleichzeitigen Herstellung von mehreren im Abstand zueinander anzuordnenden Knopflöchern Verwendung
findet, ergibt sich häufig die Notwendigkeit, an ein- und demselben Werkstück gleichzeitig kantenparallele und
kantensenkrechte Knopflöcher herzustellen.
Zu diesem Zweck wurde eine Stichgruppen-Nähmaschine (vgl. DE-OS 14 85 196) geschaffen, bei weicher
die Nähgutvorschubrichtung schiefwinklig vorzugsweise unter einem Winkel von 45° zu der durch den
Stofftragarm bestimmten vertikalen Mittelebene der Nähmaschine ausgerichtet ist. Bei dieser Gattung von
Nähmaschinen verläuft die Maschinenhauptwelle schiefwinklig zur Nähgutvorschubrichtung, so daß die
von der Maschinenhauptwelle abgeleiteten und parallel zu ihr verlaufenden Bewegungen in die
Nähgutvorschubrichtung umgelenkt werden müssen. Die Umlenkung der Antriebsbewegung der Nähgutklemme
ist insbesondere bei der Mehrfachanordnung dieser Nähmaschine schwierig, da ihr Mittenabstand
den Mittenabstand der herzustellenden Knopflöcher nicht überschreiten darf. Aus diesem Grund wurde bei
der Einrichtung nach der genannten DT-OS für eine bestimmte Maschinengruppe jeweils ein gemeinsames
Vorschubgetriebe bzw. ein gemeinsamer Nähguteinspannrahmen vorgesehen. So ist beispielsweise zum
gleichzeitigen Nähen von sogenannten Längs- und Querknopflöchern an ein und demselben Werkstück für
die die Längsknopflöcher herstellenden Nähmaschinen ein diesen Maschinen gemeinsames Vorschubgetriebe
mit Nähguteinspannrahmen vorgesehen, während die zum Herstellen des Querknopfloches dienende Maschi-
!0 ne ein eigenes Vorschubgetriebe mit eigenem Nähguteinspannrahmen
aufweist. Dies hat den Nachteil, daß diese Maschinen nicht ohne weiteres als Einzelmaschinen
verwendet werden können bzw. Einzelmaschinen nur nach entsprechendem Umbau in einer zwischenraumlosen
Mehrfachanordnung eingesetzt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Antrieb für die Nähgutklemme zu schaffen, der es
gestattet, die zur Mittelebene der Nähmaschine parallel gerichtete Antriebsbewegung auf engstem Raum in eine
zur Maschinenmitteiebene schiefwinklig verlaufende Vorschubbewegung umzulenken.
Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.
Eine sichere Parallelführung für die Nähguttragplatte ergibt sich dadurch, daß diese eine zur Schrägführung
der Grundplatte parallel verlaufende Führung für eine von der Grundplatte getragene Führungsrolle aufweist.
Während des Nähvorgangs muß die gegenüber der Grundplatte eine Relativbewegung ausführende Nähguttragplatle
den erforderlichen Schließdruck der Nähgutklemme aufnehmen. Eine sichere Abstützung
der Nähguttragplatte, die gleichzeitig eine nur geringe Reibung gewährleistet, ergibt sich dadurch, daß seitlich
der Führung von der Grundplatte aufgenommene Stützrollen für die Nähguttragplatte angeordnet sind,
deren Achse in einer zur Achse der Führungsrolle senkrechten Ebene verläuft.
Die Erfindung wird nun anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Gesamtdarstellung einer Nähmaschine mit der Nähgutklemme;
Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung des Unterteils
der Nähgutklemme;
Fig.3 eine Draufsicht auf das Unterteil der Nähgutklemme und das Grundteil der Nähmaschine;
F i g. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der F i g. 3.
In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine als Knopflochnähmaschine ausgebildete Stichgruppennähmaschine gezeigt, die ein feststehendes Grundteil 1 und einen daran angelenkten Arm 2 aufweist, der auf einem im Grundteil 1 befestigten Zapfen 3 gelagert ist. Zum Bewegen des Armes 2 von seiner Näh- in seine von der Stichbildestelle abgekehrte Ruhestellung ist der Arm seitlich des Zapfens 3 mit dem Anker eines doppelseitig wirkenden Elektromagneten 4 verbunden, der in seinen beiden Endstellungen arretiert ist, so daß damit sowohl die Näh- als auch die
F i g. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der F i g. 3.
In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine als Knopflochnähmaschine ausgebildete Stichgruppennähmaschine gezeigt, die ein feststehendes Grundteil 1 und einen daran angelenkten Arm 2 aufweist, der auf einem im Grundteil 1 befestigten Zapfen 3 gelagert ist. Zum Bewegen des Armes 2 von seiner Näh- in seine von der Stichbildestelle abgekehrte Ruhestellung ist der Arm seitlich des Zapfens 3 mit dem Anker eines doppelseitig wirkenden Elektromagneten 4 verbunden, der in seinen beiden Endstellungen arretiert ist, so daß damit sowohl die Näh- als auch die
bu Ruhestellung des Armes 2 bestimmt ist.
Im Grundteil 1 der Nähmaschine ist eine Hauptwelle 5 gelagert, die ein von einem nicht dargestellten
Slopmotor angetriebenes Riemenrad 6 trägt. An dem
noch freien Ende der Hauptwelle 5 ist eine Kurbel 7
ir> angeordnet, die über einen Lenker 8 und ein
Zwischenglied 9, die eine fadenführende Nadel 10 tragende Nadelstange Il antreibt. Die Nadel 10
durchsticht somit das Nähgut von unten nach oben und
arbeitet mit einem Umlaufgreifer 12 zusammen, der an der Stirnseite des Armes 2 gelagert ist.
Auf der Hauptwelle 5 ist zum Antrieb des Greifers 12 ein Riemenrad 13 befestigt, welches über einen
Zahnriemen 14 und ein Gegenrad 15 eine im Arm 2 gelagerte Welle 16 antreibt, die ihrerseits über ein
Kegelradpaar 17 eine vertikal angeordnete Welle 18 in Drehbewegung versetzt. Die Welle 18 ist über ein
weiteres Kegelradpaar 19 mit der Welle 20 des Greifers 12 in Antriebsverbindung, der damit über den
beschriebenen Getriebezug im Verhältnis 2:1 zur Nadelbewegung angetrieben wird.
Zur Aufnahme des Nähgutes dient eine Nähgutklemme 211, die im wesentlichen von einem Klemmenoberteil
22 und einem Klemmenunterteil 23 gebildet ist.
Das Klemmenobarteil 22 ist von einem am Klemmenunterteil
23 befestigten Lagerbock 24 aufgenommen und um eine horizontal und schräg zur Maschinenhauptweiie
5 verlaufende Achse 25 schwenkbar. Am vorderen Ende des Klemmenoberteils 22 ist in an sich bekannter
Weise ein das Nähgut gegen das Klemmenunlerlei! 23 drückender Spannrahmen 26 gelagert, der zum Durchtritt
der Nadel 10 und eines nicht dargestellten Knopflochmessers eine Aussparung 27 aufweist. Das
vordere Ende des Klemmenoberteils 22 ist ferner mit einer zur Nähgutvorschubrichtung parallel verlaufenden
Druckschiene 28 versehen, auf der eine Druckrolle 29 abrollt. Die Druckrolle 29 ist am unteren End : einer
dort gabelförmig ausgebildeten Führungsstange 30 frei drehbar gelagert, die innerhalb eines Angusses 31 des
Armes 2 verschiebbar aufgenommen ist. An ihrem unteren Ende ist die Führungsstange 30 mit einem die
Druckschiene 28 untergreifenden Mitnehmer 32 ausgestattet. Die Führungsstange 30 trägt einen zu ihrer
Längsachse senkrecht verlaufenden Stift 35, der innerhalb eines zu ihrer Längsachse parallel verlaufenden
Langloches 34 des Angusses 31 gleitet und die Längsbeweglichkeit der Führungsstange 30 begrenzt.
Eine zwischen dem Anguß 31 und dem unteren Ende der Führungsstange 30 angeordnete Feder 37 hält das
Klemmenoberteil 22 stets in seiner unteren Lage.
Das Klemmenunterteil 23 wird, wie am besten aus Fig. 2 hervorgeht, von einer Abdeckplatte 38, einer
eigentlichen Nähguttragplatte 39, einer Zwischenplattc
40 und einer Grundplatte 41 gebildet. Die Grundplatte
41 ist mittels eines Zapfens 42 am Grundteil 1 schwenkbar gelagert und stützt sich im Bereich der
Stichbildestelle gegen eine im Grundteil 1 verschiebbar angeordnete Gegenlagc 43 (Fig. 1 und 4). Ein die
Gegenlage 43 bildender Bolzen 44 ist dazu von einer Feder 45 umgeben, die innerhalb einer topfförmigen
Aussparung 46 des Gmndteils 1 verschiebbar ist. Eine am unteren Ende des Bolzens 44 vorgesehene Mutter
begrenzt die Beweglichkeit des Bolzens 44 nach oben.
Die Grundplatte 41 des Klemmenunterteils 23 ist mit zwei zur senkrechten Mittelebene der Nähmaschine und
somit zur Maschinenhauptwelle 5 parallel verlaufenden Führungen 47, 48 versehen, in denen eine Rolle 49 und
ein Gleitstück 50 verschiebbar angeordnet sind. Sowohl das Gleitstück 50 als auch die um einen senkrechten
Zapfen 51 drehbare Rolle 49 sind mit der Zwischenplatte 40' des Klemmenunterteils 23 fest verbunden, die
damit in der Grundplatte 41 geführt ist. Die Zwischenplam:
40 weist eine schiefwinklig zu den Führungen 47, 48 verlaufende Schrägführung 52 auf, durch die ein
Führungszapfen 53 hindurchgrcil't, der an der Nähguttragplatte 39 befestigt ist. Das untere Ende des
Führungszapfens 53 ragt in eine zur Nähgutvorschubrichtung, die schiefwinklig zur senkrechten Mittelebene
gerichtet ist, parallel verlaufende Schrägführung 54 der Grundplatte 41. Durch diese Anordnung der beiden
Schrägführungen 52, 54 in der Zwischenplatte 40 bzw. in der Grundplatte 41 wird der Führungszapfen 53 bei
einer entlang den Führungen 47, 48 erfolgenden Schieoebewegung der Zwischenplatte 40 innerhalb der
Schrägführung 54 der Grundplatte 41 verschoben, so daß die am oberen Ende des Führungszapfens 53
ίο befestigte Nähguttragplatte 39 parallel zur Schrägführung
54 der Grundplatte 41 und somit in Nähgutvorschubrichtung
bewegt wird. Um ein Abheben der Nähguttragplatte 39 bzw. des Führungszapfens 53 zu
vermeiden, ist dieser an seinem unteren Ende mit einem seitlichen Flansch versehen, der innerhalb eines
Einschnittes 55 der Schrägführung 54 der Grundplatte 41 gleitet. Zur genauen Parallelführung der Nähguttragplatte
39 ist im Bereich des vorderen Endes der Grundplatte 41 eine Führungsrolle 56 auf einem in der
Grundplatte 41 befestigten Zapfen 57 angeordnet, die in einen zur Schrägführung 54 der Grundplatte 41 parallel
verlaufende Führung 58 der Nähguttragplatte 39 ragt.
Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind zur Erzielung einer möglichst genauen Parallelführung der
Nähguttragplatte 39 zwei in relativ großem Abstand zueinander angeordnete Führungsmittel (Führungszapfen
53 und Führungsrolle 56) angeordnet. Es ist selbstverständlich denkbar, den Führungszapfen 53 an
seinem in die Schrägführung 54 ragenden Ende in an
jo sich bekannter Weise als Gleitstein auszubilden, der mit
der Schrägführung 54 eine Kulissenführung bildend eine Parallelführung der Nähgutklemme sicherstellt.
Die Nähguttragplatte 39 ist zur Aufnahme des Nähgutes mit der Abdeckplatte 38 fest verbunden. Zu
J5 ihrer Abstützung sind im Bereich des vorderen Endes
der Grundplatte 41 zwei um je eine horizontale Achse 59 drehbare Stützrollen 60 vorgesehen, wobei sich die
Nähgutiragplatte 39 direkt auf der einen Stützrolle 60 und über die Abdeckplatte 38 auf der anderen Stützrolle
60 abstützt. Die Grundplatte 41 ist, wie ebenfalls aus F i g. 2 hervorgeht, im Bereich ihres vorderen Endes mit
einem als Stichplatte 61 anzusprechenden Einsatz versehen, der einen Längsschlitz 62 für ein nicht
gezeigtes Knopflöchmesser und ein Stichloch 63 zum Durchtritt der Nadel 10 aufweist und in eine Aussparung
64 der die Nähguttragplatte 39 überdeckenden Abdeckplatte 38 ragt.
Das an der Zwischenplatte 40 befestigte Gleitstück 50, das einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt
mit nach außen abgebogenen, die Grundplatte 41 untergreifenden Schenkeln aufweist, dient zur Aufnahme
eines Formstückes 65, das einen Teil einer zwischen dem Schrittschaltwerk 66 und der Nähgutklemme 21
aneordneten Kupplung 67 bildet. Das auf einem vom Gleitstück 50 aufgenommenen Zapfen 68 schwenkbar
gelagerte Formstück 65 wird von einem eine entsprechende Aussparung 69 aufweisenden Gegenstück 70 der
Kupplung 67 umgriffen, welches mit einer Stange 71 fest verbunden ist. Die zur Maschinenhauptwelle 5 im
mi wesentlichen parallel angeordnete Stange 71 ist im
Innern einer als Hohlwelle ausgeredeten Gewindespindel 72 aufgenommen und an ihrem noch freien Ende mit
einem einstellbaren Widerlager 73 für eine zwischen dem Widerlager 73 und dem Ende der Gewindespindel
ι,. 72 abgeordnete Feder 74 versehen, die das Formstück
65 in kraftschlüssigem Eingriff mit dem Gegenstück 70
hält. Damit liegt das Gleitstück 50 kraftschlüssig an einem winkelförmigen Träger 75 an, der mit der
Gewindespindel 72 verbunden isi, die ihrerseits von einer im Grundteil 1 drehbar angeordneten, axial jedoch
festgelegten Gewindemuttcr 76 umgeben ist. und wird entsprechend der Drehrichtung der Gewindemutter 76
hin- und herbewegt. Auf der Gewindemutter 76 ist ein Kiemenrad 77 befestigt, das über einen über ein
Umlenkrad 78 geführten Zahnriemen 79 mit dem Schrittschaltwerk 66 zusammenwirkt. Das Schrittschaltwerk
66 umfaßt ferner zwei auf der unteren Hauptwelle 5 angeordnete Exzenter 80, 81. die einer Riemenzange
82 sowohl eine Vorschubbewegung als auch eine Spreizbzw. Klcmmbewegung erteilen, wodurch die von dem
Vorschubexzenter 80 abgeleitete Bewegung über den Zahnriemen 79 als intermittierende Drehbewegung auf
die Gewindemutter 76 übertragen wird.
Die Wirkungsweise der Nähmaschine ist wie folgt:
Es sei davon ausgegangen, daß der Arm 2 seine von dur Sticlibildestelle abgekehrte Ruhestellung einnimmt
und das Nähgut auf die Abdeckplatte 38 des Klemmenunterteils 23 aufgelegt wird. Da der Spannrahmen
26 des Klemmenoberteils 22 nur um einen geringen Betrag vom Klemmenunterteil 23 abgehoben ist, ist das
Einlegen und insbesondere das Ausrichten des Nähgutes vergleichsweise einfach. Das Klemmenunterteil 23
nimmt während des Einlegevorganges eine nahezu horizontale Lage ein. wobei die Grundplatte 41 auf der
von dem Bolzen 44 gebildeten Gegenlage 43 aufliegt und die Feder 45 praktisch entspannt ist. Der am
unteren Ende der Führungsstange 30 vorgesehene Mitnehmer 32 untergreift die Druckschiene 28, wobei
der Stift 35 bei entspannter Feder 37 am unteren Ende des Langloches 34 anliegt und damit das Klemmenoberteil
22 in seiner angehobenen Lage gehalten ist.
Zum Überführen des Armes 2 von seiner Ruhestellung in die Nähstellung wird der Magnet 4 erregt, so daß
der Arm 2 eine um den Zapfen 3 erfolgende Schwenkbewegung ausführt. Das Klemmenoberteil 22
bewegt sich synchron mit dem Arm nach abwärts und schwenkt dabei um die Achse 25. Sobald der
Spannrahmen 26 auf dem Nähgut aufliegt, wird, da die Feder 37 eine flachere Charakteristik als die Feder 45
aufweist, der Arm 2 relativ zur Fiihrungsstange 30 verschoben, wobei die Druckrolle 29 auf der Druckschiene
28 aufliegt und die Feder 37 zusammengedrückt wird. Die Führungsstange 30 bewegt sich im Anguß 31
so weit nach aufwärts, bis der sie gegen Verdrehung sichernde Stift 35 den oberen Bereich des Langloches 36
erreicht hat. Arm 2 und Klemmenoberteil 22 bilden jetzt eine starre Einheit, so daß während des weiteren
Verlaufes der Absenkbewegung des Armes 2 die Feder 45 so weit zusammengedrückt wird, bis der Arm seine
durch die Endstellung des Magneten 4 fixierte Nähstellung erreicht hat. Während der Schwenkbewegung
des Armes wurde das Klemmenunterteil 23 um einen entsprechenden Winkelbetrag um den Zapfen 42
geschwenkt. Da der Zapfen 42 aber verhältnismäßig weit von der Stichbildestelle entfernt ist ist der
Winkelbetrag der Schwenkbewegung verhältnismäßig gering, so daß das Klemmenunterteil 23 nach der
Schwenkbewegung noch eine nahezu horizontale Lage einnimmt Nachdem der Arm in seiner Nähstellung
fixiert ist ist die gegenseitige Zuordnung von Nadel 10 bzw. Nadelhub und Greifer 12 gesichert
Zum Bilden der Naht beispielsweise eines Knopfloches, werden die das Nähgut von unten nach oben
durchdringende Nadel 10 und der Greifer 12 über die gezeigten Antriebsmittel angetrieben. Die Druckrolle
29 rollt auf der Druckschiene 28 ab. so daß zwischen dem Klemmenobeneil 22 und dem Klemmenunterteil
23 der von der zusammengedrückten leder 45 aulgebrachte Spanndruck herrscht. Von den beiden
Ex/entern 80,81 des Schritt.schaltwerkcs wird über die
Riemenzange 82 und den Zahnriemen 79 eine intermittierende Drehbewegung auf das mit der
Gewindemutter 76 fest verbundene Riemenrad 77 übertragen. Die drehfest angeordnete Gewindespindel
72 verschiebt sich in der der Drehrichtung der
lü Gewindemuttcr 76 entsprechenden Richtung und bewegt den mit ihr verbundenen Träger 75 parallel zu
ihrer Achse. Der Träger 75 liegt dabei an der Stirnseite des Gleitstückes 50 an und erteilt diesem eine
Längsbewegung. Die in den Führungen 47, 48 mit Hilfe der Führungsrolle 49 bzw. dem Gleitstück 50 geführte
Zwischenplatte 40 führt dabei eine zur senkrechten Mittelebene der Nähmaschine parallel gerichtete
Längsbewegung aus. wobei der Zapfen 53 innerhalb der Schrägführung 52 der Zwischenplatte 40 verschoben
wird und sich dabei gleichzeitig entlang der in der Grundplatte 41 vorgesehenen Schrägführung 54 bewegt.
Da die Nähguttragplatte fest mit dem Zapfen 53 verbunden ist, führt sie eine durch die Lage dieser
Schrägführung 54 vorgegebene Schiebebewegung aus und wird dabei zusätzlich durch die in ihre Führung 58
ragende, von der Grundplatte 41 getragene Führungsrolle 56 geführt.
Nach dem Nähen der ersten Knopflochraupe und der entsprechenden Überstiche wird die von der Riemenzange
82 auf den Zahnriemen 79 zu übertragende Bewegung durch nicht näher dargestellte Mittel
umgekehrt, so daß die Gewindemutter 76 entgegen ihrer ursprünglichen Drehrichtung angetrieben wird. Da
das Gleitstück 50 über das an ihm schwenkbar gelagerte Formstück 65 und das unter dem Einfluß der Feder 74
stehende Gegenstück 70 kraftschlüssig an dem mit der Gewindespindel 72 fest verbundenen Träger 75 anliegt,
erfolgt der Wechsel der Bewegungsrichtung der Nähgutklcmme 21 vollkommen spielfrei.
Am Ende des Nähvorganges wird die Nähmaschine bei sich in Tiefstellung befindender Nadel 10 stillgesetzt
und der Arm 2 durch den erneut zu erregenden Elektromagneten 4 von der Nähstellung in die
Ruhestellung überführt. Bei sich nach aufwärts bewegendem Arm 2 entspannt sich zunächst die den
Spanndruck zwischen Klemmenober- und Klemmenunterteil aufbringende Feder 45. wodurch die Nähgutklemme
21 eine Schwenkbewegung um den Zapfen 42 ausführt und Jas Klemmenunterteil 23 von seiner
Nähstellung in die etwas oberhalb der Horizontalen liegende Beschickungsstelle überführt wird. Nachdem
die Feder 45 entspannt ist. entspannt sich im weiteren Verlauf der Schwenkbewegung des Armes die Feder 37.
Dies bewirkt, daß das Klemmenoberteil 22 bei sich weiter nach aufwärts bewegendem Arm so lange auf
dem Nähgut aufliegen bleibt, bis sich der Stift 35 der Führungsstange 30 im Bereich des unteren Endes des im
Anguß 31 vorgesehenen Langloches 36 befindet Erst am Ende dieser Relativbewegung zwischen Arm 2 und
Wi Klemmenoberteil 22 — die durch den Leerhub der
Antriebsverbindung zwischen Arm und Nähgutklemme 21 erreicht wird — nimmt die sich in ihrer unteren
Stellung befindende Führungsstange 30 über den die Druckschiene 28 untergreifenden Mitnehmer 32 das
Klemmenoberteil 22 nach aufwärts mit. Der Arm 2 setzt
seine um den Zapfen 3 erfolgende Schwenkbewegung bis zum Erreichen seiner Ruhestellung fort das
Klemmenoberteil 22 führt dabei eine Schwenkbewe-
gung um die Achse 25 aus und wird in der Ruhestellung
des Armes 2 durch den die Druckschienen 28 untergreifenden Mitnehmer 32gehalten.
Soll bei sich in Ruhestellung befindendem Arm die Nadel 10 zum Einfädeln oder Auswechseln freigelegt
werden, so kann die Nähgutklemme 21 unabhängig vom Arm 2 um den Zapfen 42 geschwenkt werden. Das mit
der Zwischenplatte 40 fest verbundene Gleitstück 50 nimmt dabei an der Schwenkbewegung teil, während
das mit der Stange 71 verbundene Gegenstück 70 seine Lage beibehält. Während der Relativbewegung zwi-
sehen Gleitstück 50 und Gegenstück 70 führt das auf dem Zapfen 68 gelagerte Formstück 65 eine Schwenkbewegung
um diesen Zapfen aus und ändert dabei seine Relativlage zur Aussparung 69 des Gegenstückes 70. Da
aber das Gegenstück 70 durch die Feder 74 in kraftschlüssigem Eingriff mit dem Formstück 65
gehalten wird, ist die Antriebsverbindung zwischen dem Schrittschaltwerk 66 und der Nähgutklemme 21,
nachdem diese wieder ihre Ausgangslage erreicht hat, in unveränderter und vollkommen spielfreier Weise
wiederhergestellt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Stichgruppen-Nähmaschine mit einem Nähguttragarm und einer zu der durch den Nähguttragarm
bestimmten vertikalen Mittelebene der Nähmaschine schiefwinklig bewegbaren Nähgutklemme, die ein
Klemmenoberteil und ein Klemmenunterteil mit einer Nähguttragplatte aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Nähguttragplatte (39) und einer ortsfesten Grundplatte (41) des
Klemmenunterteils (23) eine in Richtung der Mittelebene bewegbare Zwischenplatte (40) angeordnet
ist und die Grundplatte (41) eine zur Nähgutvorschubrichtung parallel verlaufende
Schrägführung (54) für ein von der Nähgutlragplatte (39) aufgenommenes Führungsmittel (53) aufweist,
das durch eine in der Zwischenpiatte (40) vorgesehene Schrägführung (52) hindurchragt, die schiefwinklig
zur Schrägführung (54) der Grundplatte (41) verläuft.
2. Stichgruppen-Nähmaschine nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet, daß die Nähguttragplatte
(39) eine zur Schrägführung (54) der Grundplatte (41) parallel verlaufende Führung (58) für eine von
der Grundplatte (41) getragene Führungsrolle (56) aufweist.
3. Stichgruppen-Nähmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich der
Führung (58) von der Grundplatte (41) aufgenommene Stützrollen (60) für die Nähguttragplatte (39)
angeordnet sind, deren Achse (59) in einer zur Achse der Führungsrolle (56) senkrechten Ebene verläuft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722265215 DE2265215C3 (de) | 1972-05-06 | 1972-05-06 | Stichgruppen-Nähmaschine |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722222294 DE2222294C3 (de) | 1972-05-06 | Nähmaschine | |
| DE19722265215 DE2265215C3 (de) | 1972-05-06 | 1972-05-06 | Stichgruppen-Nähmaschine |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2265215A1 DE2265215A1 (de) | 1977-03-03 |
| DE2265215B2 DE2265215B2 (de) | 1978-01-19 |
| DE2265215C3 true DE2265215C3 (de) | 1978-09-14 |
Family
ID=25763216
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722265215 Expired DE2265215C3 (de) | 1972-05-06 | 1972-05-06 | Stichgruppen-Nähmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2265215C3 (de) |
-
1972
- 1972-05-06 DE DE19722265215 patent/DE2265215C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2265215B2 (de) | 1978-01-19 |
| DE2265215A1 (de) | 1977-03-03 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |