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Vorrichtung zum Geradführen von handbetätigten Werkzeugen Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum Geradführen von handbetätigten, von einem Werkzeughalter
getragenen Werkzeugen, beispielsweise Feilen, AnreiBwinkeln oder H>ßstäben an
der Zeichenmaschine, Handbohrmaschinen, Sobrauberkzeugen oder dgl., die auf ein
Werkstück in einer vorbUstimmten Arbeitsrichtung einwirken, mit einer Parallelogrammführung
rJur parallelen Verlagerung der Werkzeuge in Vorschubrichtung, an der der Werkzeughalter
aufgehängt ist.
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Eine derartige Vorrichtung ist aus der deutschen Patentschrift 729
707 bekannt. Der Nachteil dieser bekannten Vorrichtung liegt jedoch darin, daß der
Werkzeughalter für eine Bewegung nur zwei Freiheitsgrade hat. Das bedeutet, daß
dqs Werkzeug nur in zwei Richtungen, und zwar in der Arbeitsrichtung und in der
rechtwinklig zu dieser verlaufenden Vorschubrichtung bewegt werden kann. Eine Querbewegung
des Werkzeuges in der Arbeitsebene ist bei dieser bekannten Vorrichtung nicht möglich.
Damit können ohne Umspannen des Werkstückes beispielsweise keine zwei nebeneinanderliegende
Schnitte mit einer Säge ausgeführt
werden. Wird als Werkzeug eine
Feile verwendet, so kann mit dieser nur die der Feilenbreite entsprechende Fläche
bearbeitet werden.
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Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, die bekannte Vorrichtung so
zu verbessern, daß das Werkzeug in allen drei rechtwinklig zueinander verlaufenden
Ebenen unter Beibehaltung seiner Winkellage zu dem Werkstück bewegbar ist.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß beide Enden
der Parallelogrammführung in zwei rechtwinklig zueinander stehenden Richtungen beweglich
sind und daß zwischen der Parallelogrammführung und dem Werkzeughalter eine zweite
nur in eine dritte Richtung bewegbare Parallelogrammführung zwischengeschaltet ist.
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Durch die Erfindung wird nun in vorteilhafter Weise erreicht, daß
die Werkzeuge innerhalb des Bewegungsbereiches der beiden Parallelogrammführungen
mit konstanter Winkellage an jede Stelle des Raumes hinbewegt werden können.
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Dadurch ist eine universelle Anwendungsmöglichkeit der Vorrichtung
gegeben. Eine besondere Bedeutung erlangt die gemäß der Erfindung ausgeführte Vorrichtung
dadurch, daß mit ihrer Hilfe Nichtfachleute ohne weiteres Werkzeuge fachgerecht
handhaben können, deren Geradführung ohne diese Vorrichtung nur durch einen Fachmann
möglich.
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Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele der Erfindung, und zwar sind:
Fig. 1 eine Vorderansicht eines Ausführungsbeispieles der Vorrichtung zum Geradfuhren
von handbetätigten Werkzeugen in einer Arbeitsstellung,
in der ein
Sehraubstock und ein Werkstueck strichpunktiert dargestellt sind, Fig. 2 eine von
links betrachtete Seitenansicht der in Fig.1 gezeigten Vorrichtung, Fig. 3 eine
Draufsicht auf die Vorrichtung der Fig.1, Fig. 4 ein Schnitt langs der Linie IV-IV
in der Fig.2, Fig. 5 ein Schnitt längs der Linie V-V in der Fig.1, Fig. 6 ein Schnitt
längs der Linie VI-VI in der Fig.2, Fig. 7 eine teilweise geschnittene Seitenansicht
des Werkzeughilters mit einer eingespannten Feile, Fig. 8 ein ausschnitt einer Seitenansicht
der zweiten Parallelogranuii£iilwmig eines zweiten Ausführungsbeispieles mit einer
teilweise geschnittenen, als Kraftspeicher arbeitenden Druckfeder, Fig. 9 eine Darstellung
ähnlich der der Fig.8, die ein weiteres Ausfiihrungsbeispiel mit einem als Kraftverstärker
arbeitenden Servomotor zeigt und Fig. 10 ein Längsschnitt durch den Servomotor der
Fig.9 und durch einen als Servosteuerung arbeitenden Handgriff des Werkzeughalters,
wobei die Verbindungsleitungen, ein Vorratsbehälter für Hydraulikflüssigkeit und
eine Druckquelle für die Hydraulikflüssigkeit schematisch dargestellt sind.
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Gemäß Fig.1 - 3 ist eine Vorrichtung 10 zum Geradfuhren eines handbetätigten
Werkzeuges 11 unabhängig von einem ein Werkstück 12 haltenden Schraubstock 13 auf
einem Werktisch 14 durch Schrauben 15 befestigt. Zur Abstützung der Vorrichtung
10 dient ein Ständer 16 mit einem Fuß 17 und einer in diesem befestigten Standsäule
18. Auf der Standsäule 18 befindet sich ein Klemmring 19, auf dem sich eine Klemmhülse
20 abstützt. Der Klemmring 19 und die Klemmhülse 20 können mittels üblicher mit
einem Hebel versehener Kleuunchraubcn auf der Standsäule 18 festgeklemmt oder gelöst
werden.
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Gemäß Fig.3 ist an der Klemmhülse 20 eine waagerecht angeordnete Parallelogrammführung
angelenkt, die im nachfolgenden als dritte Parallelograminführung 21 bezeichnet
ist. Diese dritte Parallelogrammführung hat zwei parallele Lenker 22 und 23. Der
parallele Lenker 22 ist eine senkrecht angeordnete Platte und der zweite Lenker
23 ine gleich lange Stange. Der plattenförmige Lenker 22 ist an der Klemmhülse 20
auf zwei senkrechten und miteinander fluchtenden Achsen 24 und 25 gelagert. Der
stangenförmige Lenker 23 ist an der Klemmhülse 20 in deren Mitte auf einer ebenfalls
senkrechten Achse 26 gelagert, die den Lagerachsen 24 und 25 in Durchmesserrichtung
der Klemmhülse 20 gegenüberliegt. Durch die Anordnung der drei Lagerachsen 24, 25
und 26 an den Eckpunkten eines Dreiecks und durch die Kombination eines plattenförmigen
Lenkers 22 mit einem stangenförmigen Lenker 23 ist die dritte Parallelogrammführung
21 drehstabil um ihre Längsachse. Das der Klemmhülse 20 abgewandte Ende des plattenförmigen
Lenkers 22 ist an einem Winkelbock 27 auf senkrechten und miteinander fluchtenden
Lagerachsen 28 und 29 und das der Elemshülse 20 abgewandte Ende des stangenförmigen
Lenkers 23 ist ebenfalls an dem Winkelbock
27 auf einer senkrewohten
Achse 30 gelagert. Die drei Lagerachsen 28,29 und 30 haben an dem Winkelbock 27
den gleichen Abstand voneinander wie die Lagerachsen 24, 25 und 26 an der Klemmhülse
20.
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Gemäß Fig.1 und 3 ist etwa in der Mitte zwischen den Lagerachsen 28
und 29 nahe den der Klemmhulse abgewandten Ende an dem plattenförmigen Lenker 22
auf der dem stangenförmigen Lenker 23 zugewandten Fläche ein Auge 31 mit einer senkrechten
Lagerachse 32 befestigt.
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Die senkrechte Lagerachse 32 nimmt eine waagerecht angeordnete Arretierstange
33 auf, deren Unterfläche auf dem stangenförmigen Lenker 23 aufliegt und in der
sich ein Längsschlitz 34 befindet. Eine übliche mit einem Hebel versehene Klemmschraube
35 erstreckt sich durch den Längsschlitz 34 und sie ist in ein in dem stangenförmigen
Lenker 23 befindliches Gewindeloch eingeschraubt.
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Durch Festziehen der Klemmschraube 35 wird die an dem plattenförmigen
Lenker 22 angelenkte Arretierstange 33 zur Arretierung der dritten Parallelogrammführung
21 fest mit dem stangenförmigen Lenker 23 verbunden.
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Gemäß Fig.1 - 3 ist an dem Winkelbock 27 eine weitere waagerecht angeordnete
Parallelogrammführung angelenkt, die im nachfolgenden als erste Parallelogrammführung
36 bezeichnet ist. Diese erste Parallelogrammführung besteht aus drei parallelen
Lenkern 3Q, 38 und 39. De-r erste Lenker 37 ist als torsionssteifes Rohr ausgebildet
und die beiden anderen Lenker sind in der Länge einstellbare Stangen. Der rohrförmige
Lenker 37 ist an dem Winkelbock 27 in einem Kardangelenk 40-und die beiden stangenförmigen
in ihrer Länge verstellbaren Lenker 38 und 39 sind an dem Winkelbock 27 in Kugelgelenken
41 und 42 gelagert. Die Kugelgelenke 41 und 42 sowie das Kardangelenk 40 befinden
sich in
einer gemeinsamen senkrechten Ebene, die zu der gemeinsamen
senkrechten Ebene der drei Lagerachsen 28, 29 und 30 an dem Winkelbock 27 im etwa
rechten Winkel angeordnet ist. Die entgegengesetzten Enden der Lenker 37, 38 und
39 sind an einem Schwenkbock 43 angelenkt. Dabei ist der rohrförmige Lenker 37 an
dem Schwenkbock 43 in einem Kardangelenk 44 gelagert und die stangenförmigen Lenker
38 und 39 sind durch Kugelgelenke 45 und 46 an dem Schwenkbock 43 gehalten. Gemäß
Fig.2 und 3 befinden sich die beiden stangenförmigen Lenker 38 und 39 in einer gemeinsamen
senkrechten Ebene und der parallel zu diesen angeordnete rohrförmige Lenker 37 hat
von dieser Ebene einen Abstand und er verläuft in der Mitte zwischen den beiden
stangenförmigen Lenkern, so daß die beiden Kugelgelenke 41 und 42 bzw. 45 und 46
und das Kardangelenk 40 bzw. 44 an den Ecken eines Dreiecks angeordnet sind. Die
beiden Kardangelenke 40 und 44 sind so ausgebildet, daß zwar ein Schwenken des rohrförmigen
Lenkers 37 nach allen Seiten möglich ist, daß aber ein Drehen des rohrförmigen Lenkers
um seine Längsachse nicht erfolgen kann. Durch diese Anordnung ist die erste Parallelogrammführung
36 drehstabil um ihre Längsachse. Die Verwendung von Kardangelenken 40, 44 für den
rohrförmigen Lenker 37 und von Kugelgelenken 41, 42 und 45, 46 für die beiden stangenförmigen
Lenker 38 und 39 ermöglicht eine Bewegung des Schwenkbockes 43 bei arretierter dritter
Parallelorammfiürng 21 auf der Oberfläche eines Kugelabschnittes, dessen Mittels
punkt in der Ebene der Lagerstellen 41 und 42 und dem Drehpunkt des Kardangelenkes
40 liegt. Dabei ist eine Drehung des Schwenkbockes 43 gegenüber dem Winkelbock 27
verhindert. Bei gelöster Arretierung der dritten Parallelogrammführung ist demnach
eine freie Bewegung des Schwenkbockes 43 im Raum bei unveranderter Winkellage möglich,
die nur durch die maximal mögliche Auslenkung der beiden
Parallelogrnmmführungen
21 und 36 beschränkt ist.
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Gemäß Fig.2 trägt der Schwenkbock 43 einen Schwenkkopf mit einer senkrecht
angeordneten Drehachse, der im nachfolgenden als der erste Schwenkkopf 47 bezeichnet
ist. Der Schwenkkopf 47 besteht gemäß Fig.4 aus einem Oberteil 48 und einem Unterteil
49. Von dem Unterteil 49 erstreckt sich eine Achse 50 durch den Oberteil 48, die
auf ihrem aus dem Oberteil vorstehenden Abschnitt eine übliche mit einem Hebel.
versehene Klemmutter 53 trägt. Der Schwenkkopfoberteil 48 hat auf seiner dem Unterteil
zugewandten Seite konzentrisch zu der Achse 50 einen vorstehenden, ringförmigen
Ansatz 51, der in eine passende ringförmige Vertiefung 52 in der Oberseite des Unterteils
49 eingreift. Beim Sestzieten der Klemmutter 53 wird der Ansatz 51 fest in die Vertiefung
52 gedrückt. Hierdurch sind Ober- und Unterteil des ersten Schwenkkopfes 47 miteinander
verspannt. Zur Verhinderung eines übermäßigen Spiels zwischen dem Ansatz 51 und
der Vertiefung 52 beim Lösen der Klemmutter 53 sind gemäß Bigo4 im Abstand s von
der Klemmutter 53 auf die Achse 50 noch zwei Eontermuttern 54, 55 aufgeschraubt
und gegeneinander verspannt.
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Wie dies in Fig.4 dargestellt ist, hat der Schwenkkopfunterteil 49
auf seiner Außenfläche eine Gradeinteilung 56. Der Ansatz 51 trägt auf seiner Außenseite
einen aufgeklemmten Ring 57 mit einer Markierung, die auch als Nbnius ausgebildet
sein kann. Natürlich kann der Ring 57 auf dem Ansatz 51 gedreht werden, um die Markierung
auf einen bestimmten Wert der Gradeinteilung 56 einstellen zu können.
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An dem Unterteil 49 des ersten Schwenkkopfes 47 ist eine senkrecht
angeordnete Parallelogrammführung angelenkt, die im nachfolgenden als zweite Parallelogrammführung
61 bezeichnet ist. Diese zweite Parallelogrammführung 61 besteht aus drei parallelen
Lenkern 62, 63 und 64. Der erste Lenker 62 ist als torsionssteifer rohrförmiger
Lenker ausgebildet, und die beiden anderen Lenker sind in der Länge einstellbare
stangenförmige Lenker. Gemäß Fig.1 und 4 ist das obere Ende des rohrförmigen Lenkers
62 auf einer waagerechten Achse 60 gelagert, die von zwei von dem Schwenkkopfunterteil
49 nach unten vorstehenden Ansätzen 58 und 59 gehalten ist. Die oberen Enden der
stangenförmigen Lenker 63 und 64 sind auf waagerechten Achsen 65 und 66 gelagert,
die sich in einem ebenfalls von dem Schwenkkopfuntcrteil 49 nach unten vorstehenden
Ansatz 67 befinden.
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Das dem Schwenkkopf 47 abgewandte Ende des rohrförmigen Lenkers 62
ist gemäß Fig.1 und 5 auf einer waagerechten Achse 68 eines Schwenkkopfes gelagert,
der im nachfolgenden als zweiter Schwenkkopf 69 bezeichnet ist. Dieser Schwenkkopf
69 besteht aus einem die waagerechte Achse 68 enthaltenden Oberteil 70 und einem
gegenüber dem Oberteil drehbaren Unterteil 71. Die Achse 68 besitzt zwei einstückig
mit dieser ausgebildete Ansätze 72 und 73 mit waagerecht angeordneten Achsen 74
und 75, auf denen die dem Schwenkkopf 47 abgewandten Enden der stangenförmigen Lenker
63 und 64 gelagert sind.
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Gemaß Fig.5 hat auch bei der zweiten Parallelogrammführung der parallel
zu den stangenförmigen Lenkern 63 und 64 angeordnete rohrförmige Lenker 62 von der
Ebene, in der sich die stangenförmigen Lenker befinden, einen Abstand.
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Durch die starre Verbindung der Lagerachsen 60, 65 und 66 mit dem
Schwenkkopfunterteil 49 und der Lagerachsen 68, 74 und 75 mit dem Schwenkkopfoberteil
70 ist auch die zweite Parallelogrammführung 61 drehstabil um ihre Längsachse. Gegenüber
dem ersten Schwenkkopf 47 bewegt sich der zweite Schwenkkopf 69 wie ein Pendel mit
unveränderter Winkellage in der Ebene der zweiten Parallelogrammführung 61. Gleichzeitig
kann der zweite Schwenkkopf 69 bei unveränderter Winkellage wie der erste Schwenkkopf
47 in allen Richtungen bewegt werden.
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Das bedeutet, daß der zweite Schwenkkopf 69 gegenüber dem Schraubstock
13 mit unveränderter Winkellage in jede Richtung bewegbar ist.
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Der Unterteil 71 des zweiten Schwenkkopfes 69 besitzt einen sich durch
den Oberteil 70 und durch die mit dem Oberteil 70 yerbundene Achse 68 erstreckenden
Bolzen 76, dessen aus der Achse 68 vorstehender Abschnitt 77 mit einem Gewinde versehen
ist. Auf den Gewindeabschnitt 77 ist eine übliche mit einem Hebel versehene Elemmmutter
78 aufgeschraubt. Der Unterteil 71 hat auf seiner dem Oberteil 70 zugewandten Seite
konzentrisch zu dem Bolzen 76 einen ringförmigen Ansatz 79, der in eine passende
Vertiefung 80 in dem Schwenkkopfoberteil 70 eingreift. Durch Festziehen der Elemniutter
78, die sich gegen eine Verlängerung der Achse 68 abstützt, werden Unter- und Oberteil
des zweiten Schwenkkopfes 69 miteinander verspannt. Zur Vermeidung eines übermäßigen
Spiels zwischen dem Ansatz 79 und der Vertlefung 80 beim Lösen der Klenunutter 78
sind gemäß Fig.5 im Abstand s von der Klemmutter 78 auf den Gewindeabschnitt 77
zwei Kontermuttern 81 und 82 aufgeschraubt und gegeneinander verspannt.
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Wie dies in Fig.5 dargestellt ist, hat der Schwenkkopfoberteil 70
auf seiner Außenfläche eine Gradeinteilung 83. Der Ansatz 79 trägt auf seiner Außenseite
einen aufgeklemmten Ring 84 mit einer Markierung, die auch als Nonius ausgebildet
sein kann. Natürlich kann der Ring 84 auf dem Ansatz 79 gedreht werden, um die Narkierung
auf einen bestimmten Wert der Gradeinteilung 83 einstellen zu können.
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Mit dem Unterteil 71 des zweiten Schwenkkopfes 69 ist auf dessen Außenseite
eine Klemmhülse 85 mit einer üblichen mit einem Hebel versehenen Klemmschraube 86
fest verbunden. Die Kleminhülse 85 nimmt einen Bügel 87 eines Werkzeughalters 88
auf.
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Gemäß Fig.? dient der Werkzeughalter 88 zur Aufnahme des Werkzeuges
11, das hier als Feile dargestellt ist.
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Der Bügel 87 hat an seinem einen Ende eine durch eine Klemmschraube
89 festklemmbare Lagerung 90. Diese Lagerung 90 nimmt eine Welle 91 auf, die auf
einer Seite mit einem Handgriff 92 und auf der anderen Seite mit einer Hülse 93
versehen ist. Mit der Welle 91 und dem Handgriff 92 ist eine Scheibe 94 fest verbunden,
die auf ihrem äußeren Rand eine Gradeinteilung 95 hat.
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Auf der Lagerung 90 ist eine gleichgroße Scheibe 96 schwergängig aufgebracht,
die auf ihrem äußeren Rand eine Markierung oder einen Nonius trägt. Bei gelöster
Klemmschraube 89 kann die Hülse 93 mittels des Handgriffes 92 um ihre Längsachse
gedreht werden. Diese vorstehend beschriebene Anordnung wird im nachfolgenden als
dritter Schwenkkopf 90a bezeichnet.
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Gemaß Fig.7 nimmt die Hülse 93 die Feilenangel 97 auf, die durch vier
in die Hülse 93 eingeschraubte Schrauben
98 in einer beliebigen
Stellung innerhalb der Hülse festgeklemmt wird.
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Ein auf dem anderen Ende des Bügels 87 festklemmbares Gegenlager 99
trägt eine Schraube 100mit einem Konus 101 an ihrem dem Werkzeug zugewandten Ende.
Die Achse der Schraube 100 fluchtet mit der Achse der Welle 91.
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Durch eine Kontermutter 102 kann die Schraube 100 in ihrer eingestellten
Lage gegen das Gegenlager gekontert werden. Der Konus 101 sitzt in einer passenden
Vertiefung einer Gegenhülse 103, die das andere Ende 104 der Feile 11 aufnimmt.
Durch Festziehen der Schraube 100 wird die Feile 11 zwischen den beiden Hülsen 93
und 103 festgeklemmt. Nach dem Lösen der Klemmschraube 89 kann die festgeklemmte
Feile 11 durch Drehen des dritten Schwenkkopfes 90a um ihre Längsachse gedreht werden,
um die Feilenfläche in eine gewunschte Lage einstellen zu können.
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Weitere Einstellungen der Feile 11 sind durch eine Verstellung des
ersten Schwenkkopfes 47 um seine senkrechte Achse und des zweiten Schwenkkopfes
69 um seine waagerechte Achse möglich. Die so eingestellte Feile behält nun bei
allen Bewegungen ihre einmal eingestellte Lage bei und nach dem Arretieren der dritten
Parallelogrammfuhrung kann bei exakter Geradführung die normale Feil arbeit vorgenommen
werden, wobei die Bedienungskraft durch die Vorrichtung zum Geradführen der Feile
nicht behindert wird.
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Zum Ausgleich des Gewichtes des Werkzeughalters 88, des zweiten Schwenkkopfes
69, der zweiten Parallelogrammführung 61, des ersten Schwenkkopfes 47, des
Schwenkbockes
43 und eines Teiles der ersten Parallelogrammführung 36 ist eine Vorrichtung 105
zum Gewichtsausgleich vorhanden.
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Gemäß Fig.3 und 6 ist die waagerechte Achse des Kardangelenkes 40
nach einer Seite durch einen Bolzen 106 verlängert. Auf der dem Kardangelenk 40
zugewandten Seite trägt der Bolzen 106 eine Buchse 107 und an seinem entgegengesetzten
Ende eine Klemmbuchse 108. Auf den Außenseiten der Buchsen 107 und 108 befindet
sich eine Schraubenfeder 109, deren eines Ende 110 nach innen umgebogen ist und
in eine radiale Bohrung 111 in der Klemmbuchse 108 eingreift. Das andere Ende 113
der Feder 109 greift gemäß Fig.2 und 3 unter den rohrförmigen Lenker 37 der ersten
Parallelogrammführung 36. Durch Verdrehen der Klemmbuchse 108 auf dem Bolzen 106
wird die Schraubenfeder 109 soweit vorgespannt, daß das oben erwähnte Gewicht der
Vorrichtungsteile von der Feder aufgenommen wird. In dieser Stellung wird die Klemmbuchse
108 durch eine Schraube 112 in der Klemmbuchse 108 gegen den Bolzen 106 festgeklemmt.
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Bei vielen handbetätigten Werkzeugen erfolgt eine Bearbeitung des
Werkstückes 12 nur in einer Bewegungsrichtung des Werkzeuges 11. Der Rückhub des
Werkzeuges erfordert dann eine erheblich geringere Kraftanstrengung durch die Bedienungsperson
als der Arbeitshub. Da die verfügbare Sluskelkraft im Normalfall für den Rückhub
des Werkzeuges größer ist als für den Hub in der Bearbeitungsrichtung, wird in einem
anderen Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zum Geradführen eines handbetätigten
Werkzeuges durch einen Kraftspeicher beim Rückhub des Werkzeuges Kraft gespeichert,
die beim
Hub in Bearbeitungsrichtung wieder frei wird und so zusätzlich
zu der verfügbaren Muskelkraft der Bedienungsperson zur Bearbeitung des Werkstückes
genutzt wira.
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Bei dem in Fig.8 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht dieser
Kraftspeicher aus einer Druckfeder 115. Diese Druckfeder 115 ist zwischen einem
Ansatz 117,der von dem Unterteil 49 des ersten Schwenkkopfes 47 nach unten vorsteht
und einem Ansatz 116 an dem rohrförmigen Lenker 62 der zweiten Parallelogrammführung
61 in der Ebene parallel zu dem rohrförmigen Lenker 62 angeordnet, in der der Lenker
schwingen kann. Dabei befindet sich die Druckfeder auf der Seite des rohrförmigen
Lenkers 62, auf der sie beim Rückhub des Werkzeuges zusammengedrückt wird. Um die
gespeicherte Kraft bis zum äußeren Ende des Bearbeitungshubes ausnutzen zu können,
ist Die Druckfeder in der Mittels stellung des Werkzeuges, in der die Lenker senkrecht
nach unten zeigen, bereits teilweise zusammengedrückt. Befindet sich die Achse der
Druckfeder 115 von der Achse des rohrförmigen Lenkers 62 im Abstand a und übt die
Feder eine Kraft P aus, so wird der rohrförmige Lenker 62 mit dem Drehmoment P .
a um die Achse 60 am Schwenkkopfunterteil 49 in Fig.2 im Uhrzeigersinn gedreht.
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In Fig.9 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt.
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Hier kommt an Stelle einer Druckfeder 515 ein als Hydraulikzylinder
118 mit Kolben und Kolbenstange 119 ausgebildeter Servomotor als Kraftverstärker
zur Anwendung. Der Zylinder 118 ist mit seinem Zylinderkopf 120 an dem Ansatz 116
des rohrförmigen Lenkers 62 so angelenkt, daß seine parallel zu dem Lenker 62 angeordnete
Mittelachse von der Mittelachse des Lenkers den Abstand a hat. Dabei befindet sich
der Zylinder 118 auf derselben Seite des Lenkers wie in
der in
Fig.8 dargestellten Ausführungsform die Druckfeder 115. Die Kolbenstange 119 ist
mit dem Ansatz 117 des Schwenkkopfunterteils 49 gelenkig verbunden. Die gemäß Fig.10
hohl ausgeführte Kolbenstange 119 ist über einen Hydraulikanschluß 121 an eine Druckquelle
124 für eine Hydraulikflüssigkeit angeschlossen. Die Steuerung der Hydraulikflüssigkeit
ist in-einem Handgriff 123 des Werkzeughalters untergebracht. Der Handgriff ist
über einen Hydraulikanschluß 124 an einen Hydraulikanschluß 122 an dem Kopfende
des Zylinders 118 angeschlossen.
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Durch einen weiteren Hydraulikanschluß 125 gelangt die Hydraulikflüssigkeit
aus dem Handgriff in einen Vorratsbehälter 126.
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Die nachfolgend beschriebene Hydrauliksteuerung hat den Vorteil, daß
an dem Handgriff nur zwei Hydraulikanschlüsee erforderlich sind im Gegensatz zu
üblichen Steuerungen, die am Handgriff vier Anschlüsse, nämlich zwei Zylinder anschlüsse
sowie je einen Druck- und Rücklaufanschluß, erforderlich machen.
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In der in Fig.10 dargestellten Stellung des Handgriffes und des Kolbens
strömt die Hydraulikflüssigkeit von der Druckquelle 124 über den Hydraulikanschluß
121 in die hohle Kolbenstange 119. Auf der Stangenseite des Kolbens befinden sich
in der Kolbenstange 119 Bohrungen 127, durch die die Hydraulikflüssigkeit in die
Stangenseite des Zylinders gelangt. Außerdem strömt die unter Druck stehende Hydraulikflüssigkeit
durch ein durch eine Feder 131 vorgespanntes Rückschlagventil 128 in die Kopfseite
des Zylinders 118. Von hier aus fließt das Hydraulikmedium über den Hydraulikanschluß
122 des Zylinders 118 und den Anschluß 124 des Handgriffes 123 in eine Leitung 129,
auf der der Handgriff 123 verschiebbar ist. In der dargestellten
zurückgezogenen
Stellung des Handgriffes 123 auf der Leitung 129 gibt ein Ventil 130 in dem Handgriff
die Mündung der Leitung 129 frei, und die Hydraùlikflüßigkeit kann drucklos durch
den Anschluß 125 in den Vorratsbehälter 126 abströmen.
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Durch das vorgespannte Rückschlagventil 128 ist der Druck auf der
Stangenseite des Zylinders höher als auf der Kopfseite. Hierdurch wird die Rückführung
des Werkzeuges unterstützt.
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Wird nun das Werkzeug in umgekehrter Richtung auf seinem Arbeitshub
bewegt, so wird der Handgriff 123 aus der in Fig.1O dargestellten Stellung nach
links verschoben.
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Dabei schließt das Ventil 130 die Mündung der Leitung 129. Da nunmehr
die Hydraulikflü3igkeit nicht mehr drucklos abfließen kann, baut sich sofort auf
der Kopfseite des Zylinders ein Druck auf. Durch die größere Kolbenfläche auf der
Kopfseite überwiegt die auf dieser Seite auf den Kolben ausgeübte Kraft die Gegenkraft
auf der Stangenseite des Kolbens Der Kolben wird daher ausgeschoben und damit das
Werkzeug in der Arbeitsrichtung bewegt bzw. die von der Bedienungskraft in der Arbeitsrichtung
aufgebrachte Handkraft wird unter stützt.