DE2257001A1 - Anordnung zur lecksicherung an pipelines - Google Patents
Anordnung zur lecksicherung an pipelinesInfo
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Description
DR.-INQ. R. DÖRING DIPL.-PHYS. DR. J. FRICKE
BRAUNSCHWEIG MÜNCHEN
1621
Gerard Francis Wittgenstein
Lausanne, Schweiz 29» Chemin Champrond
Anordnung zur Lecksicherung an Pipelines Zusatz zu Hauptpatent ... (Patentanmeldung P 20 40 997.6-12)
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Lecksicherung von Pipelines sowie zur Verhinderung der Verschmutzung
der Umgebung durch aus Hissen oder dgl, der Pipeline austretende Leckmengen, bestehend aus einem Mantel, der die
Pipeline abdichtend umgibt und mit dieser einen ringförmigen Zwischenraum bildet, welcher in Längsrichtung verlaufende
Garnituren enthält, die durch Kanäle getrennt sind, welche mit einem gasförmigen oder flüssigen Strömungsmedium
gefüllt sind, wobei die Garnituren untereinander durch Kabel, Fäden, Drähte oder dgl· verbunden sind, bei der u.a.
wenigstens eine Sammelstelle vorgesehen ist, in die über die Kanäle die Leckflüssigkeit strömen kann und zwar unter
Auslösung eines Signals mit Hilfe einer Fühleinrichtung, durch die die Pumpen imd Ventile bzw. Schieber der
Pipeline steuerbar sind·
Ee ist aus den schweizerischen Patentschriften 468 590
(vergl, Pig,3) oder 523 465 (vargl. fig.5) bekannt, daß
die durch die Kanäle getrennten Garnituren von dem Mantel
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unabhängig und untereinander verbunden sein können, beispielsweise
durch Drähte oder Fäden. Diese Garnituren und die zugehörigen Verbindungsdrähte bilden somit eine Art Netz um die Leitung.
Um dieses Netz wird der Mantel aufgebracht, der an seltnen Enden auf der Pipeline verschlossen wird, beispielsweise mit Hilfe
eines abdichtenden Endringes.
Im praktischen Stand der Technik besteht der Mantel, der beispielsweise
aus synthetischem Harz mit oder ohne Glasfaserarmierung hergestellt ist, ausschließlich aus kurzen Abschnitten von
wenigen Mettrn Länge, welche zur Bildung eines langen, starren Abschnittes ohne jede Unterbrechungsstelle zwischen den Abechnitten
starr miteinander verbunden sind. Die AusbL ldung der abdichtenden
Verbindungsstellen auf der Baustelle stellt eine umfängliohe
und delikate Arbeit dar, die im Falle des Verschweissens
oder Verklebens von einem hochqualifizierten Fachmann ausgeführt werden muß. Die Verbindungsstellen werden gefährlichen mechanischen
Biegebeanspruchungen In den schwachen Krümmungen oder Kurven der Pipeline unterworfen.
Diese beruhen auf elastischen Verformungen, während die Abschnitte
nicht geeignet sind, ohne zu brechen wesentliche Ausbiegungen zu erleiden, die beim Auerunden bzw. Wölben der Leitung
auftrtten. Eine solche Auurundung oder Wölbung tritt jedesman
dann auf, wenn der Zentrumawinkel eines Rohres der Leitung
von ungefähr 12 Metern den Wert von 1° übersteigt. Weiterhin
muß bemerkt werden, daß ©ine komplementäre Schwierigkeit daraus resultiert, daß nicht alle Materialien schweißbar oder klebbar
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Weiterhin wird "behauptet, daß ein Einfädeln oder Aufbringen
eines Mantelrohres auf eine Rohrleitung oder auf das Netzwerk
der Garnituren nur durchführbar ist, wenn man zwischen dem Mantel und der Leitung bzw. den Garnituren ein ausreichendes Spiel beläßt und daß dieses Spiel zur Folge hat, daß der Mantel unter der Wirkung der Last der Erde, die den Mantel bedeckt, verdrückt wird und daß weiterhin die Aufbringung darüberhinaus unmöglich
ist bei einer gekrümmten Leitung oder bei allen bereits vollendeten Leitungen und daß aus diesen Motiven im allgemeinen ein
Mantel nicht auffädelbar ist. Man hat daher den Mantel entweder aus zwei Halbschalen oder aber gemäß der U.S.-Patentschrift
3 530 024 aus einem geschlitzten Rohr hergestellt, dessen Ränder man stark auseinandergespreizt hat, um die Leitung umfassen zu können. Den oder die Längsschlitze müssen nach dem praktischen Stand der Technik anschließend wieder geschlossen werden und
zwar durch eine abdichtende und widerstandsfähige Schweißnaht
oder Klebnaht, so daß sich der Unternehmer bezüglich der Längsnähte mit den gleichen Problemen konfrontiert sieht, wie sie
oben im Zusammenhang mit den Verbindungen an den Enden der starren Mantelabschnitte beschrieben worden sind.
eines Mantelrohres auf eine Rohrleitung oder auf das Netzwerk
der Garnituren nur durchführbar ist, wenn man zwischen dem Mantel und der Leitung bzw. den Garnituren ein ausreichendes Spiel beläßt und daß dieses Spiel zur Folge hat, daß der Mantel unter der Wirkung der Last der Erde, die den Mantel bedeckt, verdrückt wird und daß weiterhin die Aufbringung darüberhinaus unmöglich
ist bei einer gekrümmten Leitung oder bei allen bereits vollendeten Leitungen und daß aus diesen Motiven im allgemeinen ein
Mantel nicht auffädelbar ist. Man hat daher den Mantel entweder aus zwei Halbschalen oder aber gemäß der U.S.-Patentschrift
3 530 024 aus einem geschlitzten Rohr hergestellt, dessen Ränder man stark auseinandergespreizt hat, um die Leitung umfassen zu können. Den oder die Längsschlitze müssen nach dem praktischen Stand der Technik anschließend wieder geschlossen werden und
zwar durch eine abdichtende und widerstandsfähige Schweißnaht
oder Klebnaht, so daß sich der Unternehmer bezüglich der Längsnähte mit den gleichen Problemen konfrontiert sieht, wie sie
oben im Zusammenhang mit den Verbindungen an den Enden der starren Mantelabschnitte beschrieben worden sind.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die eingangs näher bezeichnete
Anordnung so weiterzubilden, daß die im einzelnen beschriebenen Schwierigkeiten ausgeschaltet werden und eine zuverläseige
Lecksicherung und Verhinderung der Verschmutzung der Umgebung bei einfachem Aufbau und einfacher Verlegung der Rohre
gewährleistet wird.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Hantel aus kurzen starren Abschnitten besteht, die durch nachgiebige
Verbindung sstellen miteinander verbunden sind und zwar in der
Weise, daß die Zwischenräume zwischen den starren Abschnitten Trennelemente oder Trennbänder enthalten und nach außen durch ein
abdichtendes, nachgiebiges Bauelement in Form einer Manschette abgedeckt sind, wobei die Trennelemente auf den Garnituren aufliegen
und während dem die Manschette an den Stirnenden der Abschnitte anliegen, ferner, daß die Länge eines Abschnittes in
den Krümmungen der Trasse proportionell der Länge des Krümmungsradius der Leitung ist, die von dem Abschnitt unhüllt wird und
daß die Abschnitte in den Krümmungen der Leitungen eine polygonale Gestalt annehmen oder wenigstens eine weniger starke Krümmung
als die Leitung selbst. Kurz gesagt, ist vorgesehen, daß gemäß der Erfindung der Mantel aus starren Abschnitten und nachgiebigen
Verbindungen besteht.
Weiterhin sieht die Erfindung vor, daß die beiden Längsränder
des Längsspaltes eines wenigstens an einer Stelle längsgeschlitzten Mantelabschnittes nicht miteinander direkt verbunden sind,
sondern auf einer mit einer länglichen Nut versehenen Garnitur aufliegen, wobei die beiden Randbereiche mit Hilfe eines Werkzeuges
zwecks Verriegelung an den Kanten oder Rändern der Nut verformt sind, und wobei nachfolgend zur Abdichtung der Zwischenraum
mit einer pastören oder flüssigen Masse ausgefüllt ist, die nach dem Trocknen die Abdichtung des Schlitzes oder Spaltes
sicherstellt.
Es ist hervorzuheben, daß aufgrund der Tatsache, daß die Schlitz-
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_ 5 —
ränder nicht miteinander verbunden sind, es um so leichter ist,
die Ränder zu spreizen, um dieLeitung mit Hilfe eines geschlitzten
Abschnittes zu umgeben. Diese Erleichterung in der Herstellung und Handhabung bildet einen zusätzlichen Vorteil.
Es ist ersichtlich, daß die Elemente der Garnitur vorzugsweise
eine von der Länge der Abschnitte des Mantels abweichende Länge
aufweisen, damit die ÜnterbreGhungsstellen der starren Abschnitte des Mantels nicht mit den Unterbrechungssteilen der Garnituren
zusammenfallen. Weiterhin ist ersichtlich, daß die Garnituren zweckmaßigerweise Merkmale aufweisen, welche ihrem Querschnitt
eine differenzierte Verformung in den Kurven gestattet. So können die Garnituren zweckmaßigerweise mit einer Längsausnehmung oder
einem Längskanal versehen sein, der ihnen einen rohrförmigen Querschnitt verleiht, der unter Zusammendrücken des Kanals oder
der Ausnehmung verformbar ist. Zusätzlich oder alternativ dazu
kann das Profil der Garnituren zwei Flügel aufweisen,die sich, unter der Wirkung des Zusammenspannens des Mantels mit Hilfe
eines Gurtes oder Gürtels nach Aufbringung des Abschnittes auf die Leitung, spreizen.
Diese Merkmale erleichtern in den Kurven die differenzierte Verformung
der verschiedenen Abschnitt der Garnitur derart, daß die nahe der Leitung liegende Zone die Gestalt der Kurve annimmt,
während die nahe dem Mantel liegende Zone wenig ausbiegt und das Aufrechterhalten des quasi linearen Verlaufs des Mantelabschnittes
erleichtert, wobei die nicht durchgehend verlaufenden Abschnitte, wie schon erwähnt, eine polygonale figur bilden.
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Zwischen die starren Abschnitte, die jeweils durch ein Schlitzrohr
gebildet sind, können starre Abschnitte eingefügt werden, die aus zwei Teilen geformt sind. Solche geformten Abschnitte
werden vorteilhafterweise an Orte vorgesehen, wo der Mantel mit einem schornsteinartigen Teil ausgerüstet ist; der Schornstein
dient einerseits dazu, die austretende Flüssigkeit in einen Sammelbehälter zu leiten und zum anderen zur Aufnahme von Geräten
oder dgl.
Die Trennbänder oder Trennelemente der Mantelstücke sind vorzugsweise
Metallbänder oder Kabel, die mit Kunststoff eingehüllt sind, wobei sie vollständig die Unterbrechungsstellen zwischen
aufeinanderfolgenden Abschnitten ausfüllen können.
Be ist zu bemerken, daß dann, wenn trotz der Ausfüllung der Unterbrechungsateilen
und trotz der äußeren Bandage die Unterbrechungestelle
im Falle einer Leckstelle der Pipeline einige Tropfen der Flüssigkeit oder gar einen dünnen flüssigkeitsfaden
heraussickern läßt, die Austrittsmenge, bezogen auf die in die
Zisterne oder den Sammelbehälter durch die zwischen den Garnituren verlaufenden Trennkanäle fließende Menge, sehr gering ist·
In die Nuten oder Ausnehmungen an den Enden der Garnituren kann
man profilierte Stücke einsetzen, z.B. in Form eines sehr kurzen U-Elementes, das dazu dient, die Füllmasse im Bereich der kurzen
ünterbrechungssteilen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Garnituren
einzuschließen.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen :
Fig.1 eine Teilansicht der Anordnung gemäß der Erfindung, wobei
die Garnitur im rechten Teil der Zeichnung in Längsrichtung geschnitten ist;
Fig.2 einen Querschnitt im größeren Maßstabe und um 180° gedreht
entlang der Schnittlinie X-X der Fig.1}
Fig.3 einen Längsschnitt durch ein eingesetztes Formstück, das
zwischen zwei geschlitzte Mantelabschnitte eingefügt istj
Fig.4 eine Teilansicht im Längsschnitt durch einen Abschnitt der
Einrichtung, wobei die Schnittdarstellung ähnlich der nach Fig.1 ist, jedoch der polygonale Verlauf des Mantels und die Verformung
der Garnituren in der schematisierten Zeichnung nach Fig.4
übertrieben dargestellt sind.
Fig.5 einen Querschnitt durch eine Verbindungszone oberhalb eines
Ausschnittes der Garnitur, sowie durch die beiden Randbereiche eines geschlitzten Mantelabschnittes.
Fig.6 die gleiche Zone wie Fig.5 im Stadium der Verformung der
Randbereiche, die sich im Eingriff mit der Ausnehmung der Garnitur befinden und
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Pig.7 die gleiche Zone wie Fig.5 und 6 im endgültigen Stadium
der F rtigstellung.
Unter Bezugnahme auf die Fig.1 bis 4 ist bei 1 die Leitung, bei
2, 2', 2"... die starren Abschnitte des Mantels, bei 3 die Innenwand der Abschnitte, an der eich die Garnituren anlegen;
bei 4 eine Garnitur, die ihre Fortsetzung in der Garnitur 4'
findet und von dieser durch einen kurzen Zwischenraum 13 getrennt ist? bei 13' und 13" die Zwischenräume, welche die Garnituren
4 und 4' von den nachfolgenden Garnituren trennen} bti und 27f zwei Garnituren, die in Umfangerichtung der Garnitur 4
benachbart sind und bei 5 und 5' in Längsrichtung verlaufend·
Kanäle, welche die in Umfangsrichtung benachbarten Garnituren
voneinander trennen.
Die Basis der Garnituren, die sich gegen die Wand 3 der Mantelabschnitte
legt, ist in Umfangsrichtung gesehen, breiter als die Zone, die sich gegen die Leitung legt (vergl.Fig.2)· Diese
Bemessung stellt eine wirkungsvolle, statische Abstützung der Leitung dar und zeitigt weiterhin die Wirkung, daß die Strahlen
des durch einen Riß der Leitung austretenden Kohlenwasserstoffes im wesentlichen alle die Chance haben, auf das Profil der Garnitur
zu treffen und zwar entweder auf das äußere Profil der Garnitur oder das Profil der Ausnehmung 14·
Bei 11 und 11' sind Unterbreohungssteilen zwischen zwei in Längerichtung
aufeinanderfolgenden starren Mantelabschnitten wiedergegeben.
Diese Unterbrechungsstellen enthalten Trennbänder 12
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bzw. 12' und sind außen durch nachgiebige Manschetten 6 bzw» 6'
aus Gewebe oder an derem nachgiebigen Material abgedeckt.
Ein Schornstein 17 ist an einem Gußstück 26 vorgesehen, das aus
zwei Teilen besteht und zwischen zwei in Längsrichtung aufeinanderfolgenden starren Abschnitten 2 und 21 mit Hilfe nachgiebiger
Dichtungen eingesetzt ist« Dieser durch einen Deckel 18 verschlossene Schacht enthält beispielsweise Wickel 19 für Lagebestimmungskabel,
wobei die Sonden, die dort auch enthalten sein können* nicht dargestellt sind.
Die Garnituren besitzen eine kanalförmige Ausnehmung 9>
sowie Hügel 10 und 10', die durch die Ausnehmung 14 Voneinander getrennt
sind, wobei die Ausnehmung 14 im Gegensatz zu der Ausnehmung 9 nicht kanal- oder rohrförmig ausgebildet ist. Ein Kern 20
kann in die Ausnehmungen von aufeinanderfolgenden Garnituren eingesetzt
werden, wie dies Fig.1 veranschaulicht. Wenn der Kern aus Metall besteht, kann er zugleich als kathodischer Schutz dienen.
Die schematische Darstellung nach Pig.4 zeigt insbesondere, daß
dann, wenn der Mantelabschnitt 2 zusammengezogen wird, die rohr-, förmige Ausnehmung 9 bzw. 9! in Abhängigkeit von der Krümmung
verformt oder zusammengedrückt werden kann mit Ausnahme der Stellen
des Kernstückes 20. Durch dieVerformung wird die Anlage der Garnitur an der Leitung beim Zusammenziehen des starren Abschnittes
unterstützt, während der Mantelabschnitt trotz der Krümmung der Leitung "weniger verformt wird.
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Um dieses Merkmal noch deutlicher hervorzuheben, ist in Pig.4
bei 25 die Lage der äußeren Wand des Mantelabschnittes vor dem
Zusammenziehen strichpunktiert wiedergegeben· Ee wird deutlich,
daß beim Zusammenziehen der Mantelabschnitt nur wenig verformt
wird. Sie Lage der äußeren Wand nach dem Zuaammenspannen ist in
flg.4 bei 25' mit ausgezogenen Linien wiedergegeben.
In den Fig« 5, 6 und 7 ist bei 1 die Leitung, bei 2 ein starrer
Abschnitt, bei 4 eine Garnitur, bei 6 die nachgiebige Manschette, welche die Verbindungsstelle einschließt, und bei 9 die
rohrförmige Ausnehmung der Garnitur wiedergegeben* 7 und 71 geben
die Kantenbereiches eines in Längsrichtung geschlitzten Mantelabschnittes wieder. Bei 8 ist ein Heizwerkzeug wiedergegeben,
das dazu dient, die Handbereiche in die Ausnehmung 30 der Garnitur
1 einzuformen, wobei der Zwischenraum anschließend durch
eine Abdichtungsmasse 35 ausgefüllt wird. Bei 15 ist schematisch
ein Gürtel oder ein Riemen wiedergegeben, mit dessen Hilfe der Mantel um die Garnituren herumgespannt werden kann, während die
Kantenbereiche 7 und 7' dabei einander genähert werden.
Bei 33 ist ein Verbindungsdraht oder Faden für die Garnituren wiedergegeben. Dieses Verbindungselement ist durch Klemmen oder
Knoten 34 festgelegt, die nach dem Durchqueren einer Bohrung 33* der Garnitur angebracht werden.
Bei 32 ist eine Schraube bezeichnet, welche in einer Gewindebohrung
31 schraubbar ist, um die beiden Teile des Heizwerkzeuges 8 mehr oder weniger zu spreizen, wobei deren Profil so
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■bestimmt ist, daß sich die Kantenbereiche 7, 7' unter der Wirkung
des Werkzeuges verformen bis sie die Verriegelungsstellung naph
Fig. 6 einnehmen. Es ist zu bemerken, daß die Verformung der Kantenbereiche, wie sie oben beschrieben wurde, entweder an der
Baustelle oder in der fabrik durchgeführt werden kann. Im letzteren
lalle können dazu alle geeigneten Hilfsmittel verwendet werden. Weiterhin ist zu bemerken, daß das aus den Garnitüren und
den Verbindungsdrähten bestehende netzwerk ebenfalls schon in der Fabrik gefertigt werden kann, wobei schließlich im allgemeinen
die Garnituren durch Strangpressen eines Kunstharzes hergestellt werden können.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung füllt eine lücke aus und bietet eine wichtige Anwendung sowohl bei den inneren Leitungen
einer Raffinerie wie auch bei langen Pipelines für rohes oder raffiniertes öl. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen,
daß beispielsweise in den Vereinigten Staaten von Amerika offiziell für 1971 Tausende von Rissen in Pipelines beklagt
worden sind, von denen 1446 ;jeweils mehr als 50 Barrel Rohöl
haben austreten lassen. Diese Mengen sind im Stande 10Milliarden Tonnen von Wasser zu verunreinigen, ohne daß der Verbraucher
dieses Wassers die langsame Vergiftung bemerkt»
Diese kurze Erläuterung soll die vitale Bedeutung der Probleme demonstrieren, die mit Hilfe der vorliegenden Erfindung gelöst
werden können, und sollen den technischen und sozialen Fortschritt
deutlich machen, den die Erfindung mit sich bringt.
Ansprüche
30982B/03U9 .
Claims (10)
- Ansprüche,) Anordnung zur Lecksicherung von Pipelines und zur Verhinderung der Verschmutzung der Umgebung nach Hauptpatent ·.. (Patentanmeldung P 20 40 997.6-12) durch aus Hitzen oder dgl. einer Pipeline austretende Leckmengen, bestehend aus einem Mantel, der die Pipeline abdichtend umgibt und mit dieser einen ringförmigen Zwischenraum bildet, der sich in Längsrichtung erstreckende Garnituren enthält, die durch Kanäle voneinander getrennt sind, die ihrerseits mit einem gasförmigen oder flüssigen Strömungsmedium gefüllt sind, wobei die Garnituren untereinander durch Kabel, Fäden, Drähte oder dgl. verbunden sind, bei welcher Anordnung u.a. wenigstens eine Sammelstelle vorgesehen ist, in die über die Kanäle die Leckflüssigkeit fließen kann, und zwar unter Auslösung eines Signals durch eine Fühleinrichtung, durch die die Pumpen und Ventile bzw. Schieber der Pipeline steuerbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel aus kurzen, starren Abschnitten (2, 2') gebildet ist, die über nachgiebige Verbindungen (6, 11, 12) miteinander verbunden sind, indem die die Zwischenräume (11) zwischen in Längsrichtung aufeinanderfolgenden Mantelabschnitten Trennelemente (12) enthalten und durch eine nachgiebige, abdichtende Manschette (6) abgedeckt sind, wobei die Trennelemente oder dgl. auf den Garnituren (4, 27, 27') aufliegen, währenddem die Manschetten (6) auf den Stirnenden der Mantelabschnitte (2, 2') anliegen, derart, daß die Länge eines Mantelabschnittes in einer Kurve der Trasse proportional dem Krümmungsradius der in dem Mantelabschnitt enthaltenden Leitung ist, daß wengistens eine Garnitur eine Ausnehmung (30) aufweist,309825/0309in welche die Längsränder eines in Längsrichtung geschlitzten Mantelabschnittes bis zur Anlage in der Ausnehmung mit Hilfe eines Werkzeugs (18) verformt sind, daß die Verbindung zwischen den Längsrändern und der Ausnehmung der Garnitur festgelegt und abgedichtet ist durch Ausfüllen der Ausnehmung mit Hilfe einer Masse (35), die durch Trocknen verfestigt, daß die Garnituren (4) ein Profil aufweisen, das wenigstens eine Verformung großer Veränderbarkeit entlang der Garnituren im Bereich der Kuryen der Trasse ermöglicht, und. daß die Garnituren mit breiter Basis an der Innenfläche der Mantelabschnitte anliegen.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrechungsstellen (11) der Mantelabschnitte (2, 2') in Längsrichtung gegenüber den Ünterbrechungssteilen (13, 13*) der Garnituren (4, 27, 27') versetzt sind, derart, daß die Trennelemente oder Bänder (12) von den Garnituren eingeschlossen und abgestützt sind.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß zur Verwirklichung der Verformbarkeit der Garnituren diese eine in Längsrichtung verlaufende Ausnehmung (9) aufweisen, die entlang der Garnitur in veränderlichem Umfange zusammendrückbar ist.
- 4. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erleichterung dar Verformbarkeit der Garnituren diese ein in bestimmter Weise ausgebildetes Querschnittsprofil mit zwei flügel (10, 10') aufweist,309.826/03OÖ"2207001welche spreizbar auf dem Außenumfang der Leitung (1) abstützbar sind.
- 5. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Garnituren (4 bzw« 27) aufgrund ihrer Verformbarkeit die Krümmung der Leitung (1} nehmen, wobei die nahe dem Mantelabschnitt liegende Zone wenig auebiegt,wobei der Mantel trotz einer Krümmung der Leitung eine quasi polygonale Form annimmt.
- 6. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5t dadurch gekennzeichnet , dafl an vorbestimmten Stellen ein starrer Abschnitt (26) mit einem Schacht (18) zwischen zwei starre Abschnitte mit nur einem Längsschnitt eingesetzt und mit diesem durch nachgiebige Verbindungen verbunden ist und daß der starre Abschnitt vorzugsweise aus zwei Stücken geformt oder gegossen ist.
- 7* Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , dal kurze Profiletücke (20) an den Enden der Ausnehmungen (9) von aufeinanderfolgenden Garnituren (4) eingesetzt sind·
- 8. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß las zur Verformung der Längerandbereiche (7, 7') der Mantelabschnitte (2) dienende Werkzeug (8) mit einer Heizeinrichtung ausgerüstet 1st, welche zum Erweichen der Handbereiche und zur Erleichterung ihrer309826/03OdUmlegung oder Umbiegung dient.
- 9. Anordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (9) kanal- oder rohrförmig ausgebildet ist und an den Enden der Garnituren Kernstücke (20) enthält, die zu zwei in Längsrichtung aufeinanderfolgende Garnituren gemeinsam gehören.
- 10. Anordnung nach Anspruch 3 oder 9, dadurch g e k e η η ζ e i c hn e t , daß die Ausnehmungen (9) der Garnituren (4) Metallstücke als kathodischen Schutz enthalten.. 30982 B/0309Leerseite
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