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Aromamischung für Zahhpasten und Mundwässer Die Erfindung betrifft
eine neue Aromamischung für Zahnpasten und Mundwässer, die aufgrund der synergistischen
Wirkung ihrer Einzelkomponenten bei der Anwendung der Zahnpasta hzw. des Mundwassers
in der Mundhöhle eine Frischéwirkung von außergewöhnlicher Schnelli.gkeit und Intensität
hervorruft.
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Es ist bereits seit langem bekannt, Zahnpasten zur Erzeugung eines
erfrischenden Gefühl im Mund einen gewissen Anteil an Chloroform zuzusetzen.
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Derartige chloroformhaltige Zahnpasten sind auch seit einiger Zeit
im Hahdel erhältlich. Es hat sich jedoch gezeigt, daß die Anwendung von Chloroform
in Zahnpasten gewisse Nachteile mit sich bringt. So tritt, insbesondere bei Verwendung
von auf der Innenseite nicht lackierten Aluminiumtuben, häufig eine Korrosion an
der tubeninnenfläche auf, die auf die Einwirkung von Chloroform zurUckgeführt wird.
Weiterhin sind aus pharmakologischen Gründen dem Konzentrationsbereich von Chloroform
in Zahnpasten sehr enge Grenzen gesteckt, in manchen Ländern ist der Zusatz von
Chloroform zu Zahnpasten sogar überhaupt vezboten, so daß es angezeigt erschien,
Aromastoffe oder -gemische zu entwickeln, die zwar eine dem Chloroform ähnliche
Frischewirkung in der Mundhöhle aufweisen, aber die oben geschilderten Nachteile
nicht besitzen.
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Dabei wurde nun gefunden, daß man Zahnpasten und Mundwässern einen
beim Kontakt der Paste mit der Mundhöhle sofort auf tretenden und lang anhaltenden
Frischeefïckt verleihen kann, wenn man diesen Zahnpasten eine Aromamischung zusetzt,
die
1,1, 2-Trichlortriflu6räthan zusammen mit sek.-Buthyläthyläther
und/oder Nonanoylvanillylamid, vorzugsweise in einem Gewichtsverhältnis von 5 bis
500:1, insbesondere So bis 300:1, enthält.
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Es ist möglich und vielfach sogar zweckmäßig, neben dem synergistischen
Aromagemisch aus 1,1,2-Trichlortrifluoräthaq und sek.-Butyläthyläther und/oder Nonanoylvanillylamid
noch andere, an sich bekannte natürliche und synthetische Aromabestandteile in Zahnpasten
einzusetzen.
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Als solche seien neben Methylenchlorid insbesondere Menthol, Pfefferminzöl,
Wintergrünöl, Krauseminzöl, Anethol, Orangenöl, Spearmintöl, Ester des Menthols,
Eukalyptusöl, Geraniol, Salircylsäureester, Nelkenöl, Citronellol, Anisöl, Dillsamenöl,
Estragonöl, Fenchelöl, Kamillenöl, Kümmelöl, Myrrhenöl, Thujon, Teebaumöl, Zimtöl,
Carvacrol, Origanumöl, Basilicumöl,Mandarinenöl, Phenyläthylalkohol, Cardamomenöl,
Rosenöl, Vahllin, Äthylvanillin, Eugenol, Angelicaöl, Baldrianöl, Pimentöl,Majoranöl,
Pfefferöl, Lavendelöl, Zitronendl oder Corianderöl genannt, Der Anteil des Gesamtaromas
in Zahnpasten liegt üblicherweise bei etwa o, 1 bis etwa # zo Gew.% der Gesamtzusammensetzung,
bei Mundwasserkonzentraten liegt die obere Grenze bei etwa 15 Gew. %.
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Die Zahnpasten und Mundwässer, denen das erfindungsgemäße synergistische
Aromagemisch zugesetzt wird, enthalten die Ublichen Träger- und Aufbaustoffe. Für
Mundwässer sind dies Wasser und Äthylalkohol, für Zahnpasten neben den üblichen
Polier-, Verdickungs- und Feuchthaltemitteln oberflächenaktive Stoffe, Konservierungsmittel
sowie verschiedene Wirkstoffe.
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Für Zahnpasten geeignete Poliermittel sind beispielsweise Calciumcarbonat,
Dicalciumphosphat und dessen Dihydrat, Calciumpyrophosphat, Tricalciumphosphat,
unlösliche Alkalimetaphosphate, Aluminiumoxid und dessen Trihydrat, Siliciumdioxid,
pulverförmige Kunststoffe beispielsweise Polyvinylchlorid, Polyamide oder Polymethylmethacrylat.
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Geeignete Binde- und Verdickungsmittel sind insbesondere die bekannten
Cellulosederivate, wie Carboxymethylcellulose, Hydroxyäthylcellulose, Methylcellulose
oder Äthylcellulose
sowie das Ammoniumsalz und die Alkalisalze der
Polyacrylsäure.
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Als Feuchthaltemittel seien insbesondere Glycerin, Sorbit sowie verschiedene
andere Zuckeralkohole und Alkandiole, beispielsweise Propandiol oder Butandiol,
genannt.
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Als Konservierungsmittel in Zahnpasten und Mundwässern finden insbesondere
p-Hydroxybenzoesäureester Verwendung. Es ist auch möglich, verschiedene Phenolderivate,
beispielsweise -Bromchlomphen, oder quartäre AmmoniuIaverbindungen, beispielsweise
Cetyltrimethylammoniumbromid, sowie die unter dem Namen Chlorhexidin oder Hexetedin
bekannten, antimikrobiell wirksamen Substanzen einzusetzen.
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Zahnpasten und Mundwässer enthalten üblicherweise oberflächenaktive
Substanzen. Diese können anionischen, kationischen, ampholytischen oder nichtionischen
Charakters sein.
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Als Beispiele seien genannt: Alkalisalze höherer Alkylsulfate wie
Natriumlaurylsulfat, Alkalisalze sulfatierter Monoglyceride von höheren Fettsäùren,
Alkylsulfoacetate, Sarcosinate wie Alkalilauroylsarcosinat, Alkalimyristcylsarcosinat
oder Alkalipalmitoylsarcosinat, Aminoxide, beispielsweise Lauryldimethyiaminoxid,
quartäre Ammoniumverbindungen, Betaine oder höhere N-Alkylaminocarbonsäuren.
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Als Wirkstoffe in den mit dem erfindungsgemäßen synergistischen Aromagemisch
ausgestatteten Zahnpasten und Mundwässern sind vorzugsweise Fluorverbindungen geeignet,
die den Zahnpasten und Mundwässern eine kariesprophylaktische Wirksamkeit verleihen.
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Als einsetzbare Fluorverbindungen seien beispielsweise Alkalifluoride
wie Natriumfluorid, Kaliumfluorid, Ammoniumfluorid und Lithiumfluorid, Zìnnfruorid,
Zirkonfluorid, Manganfluorid, Indiumfluorid, Eisenfluorid, Palladiumfluorid, Cobaltfluorid,
Nickelfluorid, Kupferfluorid, Cadmiumfluorid, Aluminiumfluorid, Zinnfluorzirkonat,
Zinnfluorgermanat, Natrium- und KiBumhexafluorstannat und Alkalimonofluorphosphate,
insbesondere Natrium-und Kaliummonofluorphosphat und deren Gemisches genannt. Auch
organische, Fluorionen liefernde Verbindungen können eingesetzt werden, beispielsweise
langkettige' Aminfluoride sowie Addukte aus FluonJasserstoff und Verschiedenal Aminosäuren.
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Als weitere Wirkstoffe seien beispielsweise Enzylne genannt; als solche
konasen insbesondere Proteasen tierischen,pflanzlichen
und vorzugsweise
mikrobiellen Ursprungs sowie Carbohydrasen, insbesondere Gliccanasen wie die unter
dem Trivialnamen Dextranase und Mutanase bekannten, auf Zahnbelag abbauend wirkenden
Enzyme, in Betracht.
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Die das erfindungsgemäße Aromagemisch enthaltenden Zahnpasten und
Mundwässer können, wie bereits ausgeführt, in verschiedenen Applikationsformen vorliegen,
nämlich in Pasten-, Gel- oder Lösungsform. Es ist auch möglich, unter Druck stehende
Mundwässer, sogenannte Mundwassersprays, durch Versetzen des Mundwassers mit einem
Treibmittel und Abfüllen in einen Druckbehälter herzustellen.
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Als besonders vorteilhaft hat sich auch die Einarbeitung des erfindungsgemäßen
Aromagemisches in eine Zahnpastengrundmasse in Form eines durchsichtigen Gels erwiesen,
wie sie in letzter Zeit bevorzugt in den Handel gelangt sind.
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Solche Gele sind entweder putzkörperfrei, in einem solchen Fall werden
die bekannten Gelbildner wie beispielsweise Alkalisalze der Polyacrylsäure verwendet,
sie können jedoch auch einen gleichzeitig polierend und verdickend wirkenden Bestandteil
enthalten.
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Als derartige Bestandteile haben sich insbesondere die unter dem dem
Handelsnamen Syloid,R erhältlichen Siliciumdioxid-Xerogele und -Aerogele bewährt,
die Teilchengrößen von etwa 3 bis etwa 20 Mikron und Oberflächen von etwa 250 bis
etwa 800 m² aufweisen.
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Im folgenden werden Rezepturbeispiele für einige mit der erfindungsgemäßen
synergistischen Aromamischung ausgestattete Zahnpasten und Mundwässer gegeben, die
angegebenen Prozentzahlen beziehen sich jeweils auf Gew.-%.
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Beispiel 1: (Zahnpasta) Aromagemisch 4,50 % Calciumcarbonat 38,oo
% Glycerin 29,oo % Chlorhexidinhydrochlorid o,o5 % Äthyl-p-hydroxybenzoat o,15 %
Natriumlaurylsulfat 1,50 % Saccharin-Natrium o,lo % Carboxymethylcellulose 1,20
% Wasser 25,50 % Das Aromagemisch wies folgende Zusammensetzung auf: 1,1,2-Trichlortrifluoräthan
65,00 % sek.-Butyläthyläther o,35 % Nonanoylvanillylamid o,35 % Pfefferminzöl 6,oo
% Krauseminzöl 14,oo % Menthol 8,40 % Anethol 2,60 % Carvon 0,70 % Eukalyptol 1,75
% Methylsalicylat o,15 % Orangenöl, terpenarm o,35 % Geraniol 0,35 %
Beispiel
2: (Transparente Zahnpasta) Aromagemisch 4,10 % Siliciumdioxid-Xerogel 18,50 % (mittl.
Teilchengröße 2 9 Mikron, Oberfläche 290 m /g) Methyl-p-hydroxybenzoat 0,20 % Irish
Moos 0,50 % Sorbit, 70%-ig 50,00 % Glycerin 12,oo % Polyäthylenglykol 600 3,00 %
Saccharin-Natrium o,lo % Natriummonofluorphosphat o,38 % Natriumfluorid o,ll % Lebensmittelrot
3 (E 123) o,ol % Natriumlaurylsulfoacetat 2,20 % Wasser 8,90 % Das Aromagemisch
hatte folgende Zusammensetzung: 1,1,2-Trichlortrifluoräthan 60,00 % sek. -Butyläthyläther
0,80 % Krauseminzöl 20,00 % Menthol lo,oo % Anethol 6 7,40 % Carvon 1,60 % Geraniumöl
0,20 %
Beispiel 3: (Mundwasser) Aromagemisch 4,50 % Polyäthylenglykol
400 1,35 % Aluminiumlactat 2,oo % Saccharin-Natrium o,lo % Bromchlorophen 0,05 %
Glcerin 9,00 % Äthanol, 50%-ig 83,oo % Das Aromagemisch bestand aus: 1, 1,2-Trichlortrifluoräthan
65,oo % Nonanoylvanillylamid 0,70 % Pfefferminzöl 12,00 % Krauseminzöl 12,00 % Menthol
4,90 % Anethol 2,65 % Carvon 0,70 % Eukalyptol 1,05 % Methylsalicylat 0,30 % Orangenöl,
terpenarm o,35 % Geraniol o,35 %
Beispiel 4: (Mundwasser-Spray)
Aromagemisch 9,00 % Glycerin lo,oo % Bromchlorophen 0,10 % Fettalkoholpolyglykolester
7,50 % Natriumricinoleat 2,40 % Äthylalkohol, 50%-ig 61,00 % abgefüllt mit Dichlordifluormethan/Dichlor-
lo,oo " tetrafluoräthan-Gemisch (40:60) Das Aromagemisch entsprach der Zusammensetzung:
1,1,2-Trichlortrifluoräthan 55,oo % Methylenchlorid 10,00 % sek.-Butyläthyläther
0,25 % Nonanoylvanillylamid 0,20 % Pfefferminzöl 14,30 % Krauseminzöl 14,oo % Menthol
1,40 % Anethol 2,25 % Carvon 0,70 % Eukalyptol 1,o5 % Methylsalicylat o,15 % Orangenöl,
terpenarm o,35 % Geraniol . o,35 %
Beispiel 5: . (Zahnpasta) Aromagemisch
6,oo % Dicalciumphosphatdihydrat , 35,oo % unlösl. Natriumpolymetaphosphat 9,50
% Glycerin 24,50 % Farbstofflösung, grün o, 20 % Saccharin-Natrium @0,10 % Irish
Moos 1,50 % Natriumlauroylsarkosinat 1, 50 % Xthylenoxid-Propylenglykgl- o,50 %
Addukt vom Typ "Pluronic@" Bromchlorophen o, 20 % Wasser 21,oo % Das Aromagemisch
enthält: 1,1,2-Trichlortrifluoräthan 66,50 % sek. -Butyläthyläther 0,40 % Nonanoylvanillylamid
0,60 % Krauseminzöl 18,80 % Menthol 9,20 % Anethol 2,50 % Carvon l,lo % Orangenöl,
terpenarm o,45 % Geraniol 0,15 % Geraniumöl o,15 % Citronellol o,15 %