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DE2134979A1 - Lichtempfindliches fotografisches Aufzeichnungsmaterial - Google Patents

Lichtempfindliches fotografisches Aufzeichnungsmaterial

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Publication number
DE2134979A1
DE2134979A1 DE19712134979 DE2134979A DE2134979A1 DE 2134979 A1 DE2134979 A1 DE 2134979A1 DE 19712134979 DE19712134979 DE 19712134979 DE 2134979 A DE2134979 A DE 2134979A DE 2134979 A1 DE2134979 A1 DE 2134979A1
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DE
Germany
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silver
recording material
layer
image
developer
Prior art date
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Granted
Application number
DE19712134979
Other languages
English (en)
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DE2134979C2 (de
Inventor
Richard Joseph Weston Stephens Robert Kendnck Burlington Mass Haberlin (V St A )
Original Assignee
Polaroid Corp , Cambridge, Mass (V St A)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Polaroid Corp , Cambridge, Mass (V St A) filed Critical Polaroid Corp , Cambridge, Mass (V St A)
Publication of DE2134979A1 publication Critical patent/DE2134979A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2134979C2 publication Critical patent/DE2134979C2/de
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    • G03C8/00Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
    • G03C8/24Photosensitive materials characterised by the image-receiving section
    • G03C8/26Image-receiving layers
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Description

213437-9
Beschreibung DA-4359
zu der Patentanmeldung
der Firma ■
POLAROID CORPORATION 730 Main Street, Cambridge,. Massachussetts, USA 02139
betreffend
Lichtempfindliches fotografisches Aufzeichnungsmaterial
Prioritäten: 13. Juli 1970, USA, Nr. 54 167 •13. Juli 1970, USA, Nr. 54 170
Im allgemeinen läßt sich eine fotografische Silberbild-Reproduktion durch selektives Belichten, z.B. des bevorzugten lichtempfindlichen Materials, erreichen, d.h. lichtempfindliches Silberhalogenid, worauf das belichtete Material in üblicher Weise entwickelt werden kann. Im einzelnen können die so belichteten Emulsionen durch übliche Entwicklungsverfahren entwickelt werden, indem die belichteten Silber-
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halogenidkristalle reduziert werden. Diese Entwicklung erfolgt im allgemeinen, indem die belichtete Emulsion mit einer Lösung in Berührung gebracht wird, die eine übliche Entwicklersubstanz enthält, z.B. eine oder mehrere der üblichen Entwicklersubstanzen und -Zubereitungen, wie sie beschrieben sind in Kap. 14 des Buchs "The Theory of the Photographic Process", überarbeitete Ausgabe 1954, von C. E. K. Mees, the MacMillan Co., New York, sowie in den Kapiteln 6, 7, 8 und 9 des Buchs "Photographic Chemistry",
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Band I, von P. Glafkides, Foundation Press, London. Bei den bevorzugten Entwicklersubstanzen handelt es sich, imallgemeinen um organische Verbindungen, insbesondere um solche der aromatischen Reihe, die wenigstens zwei Hydroxyl- und/oder Aminogruppen enthalten, wobei wenigstens eine dieser Gruppen sich in einer ortho- oder paraStellung zu wenigstens einer anderen dieser Gruppen be- . findet, z.B. die verschiedenen bekannten Hydrochinone, p-Aminophenole, p-Phenylendiamine sowie ihre verschiedenen bekannten fuaktionellen Homologen und Analogen. Die Entwickler Zubereitungen, welche die speziellen Silberhalogenid-Entwicklersubstanzen enthalten, enthalten im allgemeinen eine wässrige Lösung, die zusätzlich wenigstens ein alkalisches Material wie Natriumhydroxyd oder Natriumkarbonat und dergl· enthält. Sierkann mit dem belichteten Silberhalogenidmaterial auf übliche Weise, z.B. durch Sank-Sehalen- oder ähnliche Entwicklungsverfahren in Berührung gebracht werden. DieEntwicklerzubereitung kann gegebenenfalls und zusätzlich ein oder mehrere spezielle Silberhalogenid-Entwicklersubstanzen, Schutzmittel,,Alkalien, Terzögerer, Beschleuniger und dergl. enthalten. Die Konzentration der verschiedenen Komponenten kann über einen weiten Bereich schwanken, und, falls erwünscht, können ein oder mehrere Komponenten sich in dem Aufzeichnungsmaterial vor der Belichtung befinden, und zwar in einer gesonderten durchlässigen Schicht des Aufzeichnungsmaterials und/oder in der Emulsion, die das lichtempfindliche Silberhalogenid-
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material selbst enthält.
Um das entwickelte Bild zu stabilisieren, kann die Emulsion mit den üblichen Fixier-^asch- und/oder Trockenmethoden fixiert werden, wie* dies a.B. in Kapitel 11 des Buchs "Photographic-Chemistry", -Band I, sowie in Kapitel 17 des Buchs "The Theory of the Photographic Process" beschrieben ist. Beispielsweise kann das lichtempfindliche Material mit dem entwickelten Bild von Anfang an mit einem Unterbrecherbad in Berührung gebracht werden, das die Wirkung der Entwicklersubstanz auf die lichtempfindliche Emulsion beendigen kann, indem der pH der Emulsion auf einen pH geändert wird, bei dem die entsprechende Silberhalogenid-EntwickleraubBtanE (en) praktisch keine Entwicklungseigenschaft entfalten. Wenn es sich bei der Silberhalogenid-EntwicklereubstanB um eine organische Verbindung handelt, die ihre Ätttwicklungseigenschaft bei einem alkalischen pH entfaltet, κ.B. ein Hydrochinon oder dergl., kann die Emulsion mit einem sauren Unterbrecherbad eine genügende Zeitlang in Berührung gebracht werden, um die Silberhalogenid-Entwlcklfcrfunktion des betreffenden EntwicklungsmitteIb wirksam su neutralisieren*
Die Emulsion kann dann in ein fixierbad gebracht «erden, um wirksam unbelichtetes, lichtempfindliches Silberhalogenid Von der Emulsion auf übliche Weise »u entfernen.
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Im allgemeinen handelt es sich bei dem Fixiermittel um ein Bad eines Silberhalogenid-Lösungsmittels, wie Hatriumthiosulfat, das wirksam alle Arten von Silberhalogeniden aus der Emulsionsschicht entfernt, die ursprünglich das lichtempfindliche Silberhalogenid enthielt, ohne dabei das entwickelte Silberbild zu beschädigen. Nach dem Fixieren werden alle restlichen Spuren des Fixiermittels durch Waschen mit Wasser entfernt, um die Dauerhaftigkeit des entwickelten Bilds zu gewährleisten.
Wenn eine positive Silberbildbildung erwünscht ist,d.h. daß sich, ein Bild in Abhängigkeit von den unbelichteten Abschnitten der Emulsion ergeben hat, kann eine übliche Umkehrentwicklung vorgenommen werden, oder man kann eine direkte positive Emulsion verwenden, oder das positive Bild kann sich durch Biffusionsübertragungsentwicklung bilden.
Bei der ersten oben erwähnten Alternative kann die Umkehrentwicklung in der üblichen Weise durch Entwickeln der belichteten Emulsion nach einem der üblichen Verfahren vorgenommen werden, mit denen man das latente Bild entwickeln kann, das von der Belichtung resultiert, z.B. mit Hilfe der oben erwähnten Verfahren. Nach dem Entwickeln des latenten Bilds zu einem sichtbaren Silberbild kann das resultierende entwickelte Bild wirksam in der üblichen V7eise entfernt »orden, indem man das Bild mit üblichen be-
ί ν ,; ' / ι / ς 9
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kannten Mitteln in Berührung bringt, mit denen sich ein fotografisches Silberbild ohne schädlichen Wirkungen auf das unbelichtete lichtempfindliche Silberhalogenid entfernen läßt, z.B. die Bleichmittel und Bleichbäder, die in Kapitel 3o .des'Buchs "Photographic Chemistry", Band II, angegeben sind. Nach dem Entfernen des entwickelten Bilds, beispielsweise durch Bleichen, kann das in der Emulsion zurückbleibende lichtempfindliche Silberhalogenid in einen entwickelbaren Zustand durch physikalische Schleierbildung umgewandelt werden, die 2.B. durch Belichten mit aktinischen Strahlen und/oder durch Trübung erreicht wird, etwa durch Berühren nit einem üblichen Trübungsmittel oder dergl., und wiederum kann das resultierende, verschleierte Silberhalogenid entwickelt und, falls erwünscht, stabilisiert werden, in der oben angegebenen Weise, um die erforderliche positive Silberbildbildung zu erreichen.
Nach der zweiten oben erwähnten Alternative läßt sich die positive Silberbildbildung durch Verwendung einer üblichen direkten positiven Silberhalogenid-Emulsion erreichen, die in Gegenwart eines Schleierbildungsmittels direkt entwickelt werden kann, nach den oben beschriebenen Verfahren, wobei man die erforderliche Silberbildbildung erhält.
Bei · der dritten oben erwähnten Alternative kann die positive Silberbildbildung durch Diffusionöübertragunosent-
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wicklung erreicht werden, wobei das latente Bild, das sich durch Belichtung der lichtempfindlichen Silberhalogenid-Emulsion gebildet hat, entwickelt und im wesentlichen gleichzeitig mit der Entwicklung ein löslicher Komplex erhalten wird, z.B. durch Reaktion eines Silberhalogenid-Lösungsmittels mit unbelichtetem und unentwickeltem Silberhalogenid der Emulsion. Der resultierende lösliche Silberkomplex kann,wenigstens zum Teil, in Richtung auf ein geeignetes Bildaufnahmeelement transportiert werden, und das Silber des Komplexes in dem Element ausgefällt werden, um die erforderliche positive Silberbildbildung zu erreichen. Das bei dieser Ausführungsform resultierende positive Silberbild, ein Silberübertragungsbild, kann als Reflexions- oder Durchsichtsbild betrachtet werden.
Von den drei oben beschriebenen Alternativen ist die Bildung des positiven Bilds durch Diffusionsübertragungsent-Wicklung eindeutig denjenigen vorzuziehen, die als erste Alternative" bezeichnet worden sind, wegen der Einfachheit des Entwickeins. Sie ist auch der zweitenAusführungsform wegen der höheren fotografischen praktischen Empfindlichke it swerte vor zu zi ehen.
Im allgemeinen kann eine fotografische Farbreproduktion hergestellt werden, indem man ein lichtempfindliches Material,' z.B. eine lichtempfindliche Silberhaiogenid-Emulsion, mit einem Gegenstand durch ein optisches Rasterelement belichtet, das ein FiItermedium oder Rasterelemente
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aufweist, die in bestimmter V/eise die Strahlung modulieren, z.B. Filtermedien, die selektiv vorbestimmte Teile des elektromagnetischen Strahlenspektrums aus dem sichtbaren Bereich hindurchtreten lassen. Die so aufgezeichnete Farbinformatio"n wird herausgelesen durch Betrachten des resultierenden Bilds, iijaem Aufzeichnungsmaterial durch das gleiche oder ein ähnliches Rastereleraent, das dem Bild in geeigneter Weise zugeordnet ist. Für die Reproduktion des betreffenden Gegenstandes in Farbe und in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der additiven Farbfotografie sind die einzelnen Filtermedien oder Rasterelemente, die das optische Raster ergeben, so aufgebaut, daß sie eine wirksame Filtrierung von vorbestimmten Abschnitten des sichtbaren elektromagnetischen Spektrums hervorrufen, das im wesentlichen seinem roten, blauen und grünen Abschnitt entspricht, und die Aufzeichnung von Farbinformationen wird durch das Punkt-für-PunktrEinfallen von aktinischen Strahlen auf das betreffende lichtempfindliche Material erreicht, das durch 'das Rasterelement moduliert wird. Die visuelle Reproduktion des auf das lichtempfindliche Material aufgezeichneten Informationsgehalts wird erreicht durch Herauslesen des eingefangenen Bilds, so wie es ursprünglich moduliert worden ist, oder als im wesentlichen identisches Rasterelement in genauer Zuordnung zu dem aufgezeichneten Bild.
Eine addi.bi.ve furbfotografi.Oche Reproduktion or&Lht· r. Loh somit durch Belichten eines Lichtempfindlichen.
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vorzugsweise einer lichtempfindlichen Silberhalogenid-Emulsion durch ein additives Farbraster, das zahlreiche Filtermedien oder Rasterelementgruppen von einzelnen addi-. tiven Farben wie rot, blau oder grün aufweist und durch Betrachten des resultierenden fotografischen Bilds, vorzugsweise eines Silberbilds nach der Entwicklung des Bilds.'durch das gleiche oder ein im wesentlichen identisches, in geeigneter Weise zugeordnetes Rasterelement.
Obwohl für die Zwecke der Aufzeichnung von Färbinformationen das lichtempfindliche Material und optische Raster gesonderte und einzelne Elemente enthalten kann, die während der Belichtungs-.und Betrachtungsperiode einander in geeigneter Weise zugeordnet sind, und das optische Rasterelement zeitweise oder ständig an der Oberfläche eines, durchsichtigen Trägers gegenüber demjenigen,das" das lichtempfindliche Material enthält« angeordnet sein kann, so ist es aus praktischen Erwägungen vorzuziehen, das lichtempfindliche Material ständig in direkter Berührung mit dem Farbraster während der Belichtung zu halten, um die. Genauigkeit der resultierenden Bildaufzeichnung so gut wie möglich zu gestalten.
Nach dem Belichten des lichtempfindlichen Materials mit aktinischer Strahlung, die durch das optische System hindurchgetreten und von ihm filtriert worden ist, kann das resultierende belichtete Element weiter entwickelt werden, falls erforderlich, in Übereinstimmung mit den ausgewählten Materialien und gane allgemein ohne auf das Filterraster Be-
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zug zu nehmen, wenn letzteres Element stabil ist im Hinblick auf die Berührung mit den Entwicklerlosungen und den ausgewählten Komponenten. Ein solcher Schutz und eine Stabilität wird normalerweise verstärkt und erleichtert durch Anordnen des Filterrasters zwischen einer durchsichtigen, für die Entwicklerlösung undurchlässigen Trägerschicht und dem lichtempfindlichen Material und insbesondere, wenn eine solche Anordnung zusätzlich ein Barriereelement für eine Entwicklerlösung oder eine Schicht zwischen dem Raster und dem lichtempfindlichen Material enthält.
Nach der selektiven Belichtung des beispielsweise bevorzugten lichtempfindlichen Materials, d.h. lichtempfindlichem Silberhalogenid, kann das resultierende belichtete Material in der gleichen Weise entwickelt werden wie ein schwarz-weiß Film üblicherweise entwickelt wird, entsprechend den obigen Angaben.
In der USA-Patentschrift 2 614- 926 ist zwar angegeben, daß die Bildung eines positiven Silberübertragungsbilds 'durch additive Mehrfarbendiffusionsübertragungsumkehrverfahren erzeugt werden kann. Hierzu gehört die Belichtung einer Silberhalogenid-Emulsionsschicht durch ein additives Farbraster und das Abtrennen der Emulsionsschicht von der Berührung mit dem ßest des Aufzeichnungsmaterials. Anschliessend wird entwickelt, während die Filtermedien und die Auf-
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nähmeschicht starr beibehalten werden» Ein anderes Verfahren ist in den US-Patentschriften 2 726 154 und 2 944 894 beschrieben. Sie sind gerichtet auf ein Diffusionsübertragungsumkehrverfahren, bei dem ein einheitliches, mehrschichtiges Filmmaterial durch ein Raster belichtet wird, das mehrere sehr kleine optische Elemente besitzt und lichtempfindliche sowie Bildaufnahmeschichten trägt. Nach diesen Patentschriften kann die Übertragungsentwicklung des belichteten Films durch Eindringen der Entwicklerflüssigkeit in das belichtete einheitliche Aufzeichnungsmaterial und in die Bildaufnahmeschicht erfolgen, die in permamenter Berührung mit dem Raster während und nach der Bildung des erforderlichen Übertragungsbilds gehalten wird, wobei es dem Benutzer überlassen bleibt, die lichtempfindliche Schicht von dem Rest des Aufzeichnungsmaterials nach der Übertragungsbildbildung abzutrennen.
In der britischen Patentschrift 874 o46 ist angegeben, daß zwei gesonderte positive Silberdiffusionsübertragungsbilder Ψ gleichzeitig erhalten werden können durch Belichtung eines Aufzeichnungsmaterials, das eine Bildaufnahme schicht enthält, die an einer Hauptoberfläche einer Silberhalogenid-Emulsionsschicht angeordnet ist, und wobei eine Bildaufnahmeschicht auf die gegenüberliegende Hauptoberfläche der Silberhalogenid-Emulsionsschicht während des Entwiakelns gelegt wird, worauf nach dem Entwickeln das Bildaufnahme element von der Emulsion abgetrennt und die Emulsion von ihrer Berührung mit der Bildaufnahmeschicht befreit wird.
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In der oben erwähnten "britischen Patentschrift ist auch angegeben, daß zwei gesonderte positive Silberdiffusionsübertragungs-Additivfarbbilder oder ein additives Färb- und ein positives nicht farbiges Silberübertragungsbild gleichzeitig erhalten werden kann durch Belichten eines Aufzeichnungsmaterials, 'das zwei additive Farbraster, Jeweils auf einer Bildaufnahmeschicht und einer lichtempfindlichen Emulsionsschicht^ trägt , die zwischen zwei gesonderten Bildaufnahmeschichten angeordnet sind, wobei ein Farbraster und eine zugeordnete Bildaufnahmeschicht an.jeder Hauptoberfläche der Emulsionsschicht sich befinden, oder ein Aufzeichnungsmaterial, das ein additives Farbraster auf einer Bildaufnahmeschicht aufweist, die an einer Hauptoberfläche einer lichtempfindlichen Emulsionsschicht,und ein nicht farbiges Bildauf nähme element, welches an der gegenüberliegenden Oberfläche der Emulsionsschicht angeordnet ist, worauf nach dem Entwickeln das nicht farbige Bildaufnahmeelement von der Emulsion abgetrennt wird.
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Verbesserte einheitliche Silberdiffusionsübertragungsfilmanordnungen, die im wesentlichen ein lichtempfindliches Material enthalten, das direkt ein positivee Bild ergibt und die Empfindlichkeit für einfallende magnetisch· Strahlen Bowie die Genauigkeit der Bildbildung aufweisen, die notwendig ist, um wirksam fotografische Bildreproduktionen ermöglichen zu können, und zwar eowohl schwäre und weiß Bilder als auch optische Basterelemente, mit denen fotografi-
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sehe Farbbildreproduktionen hergestellt werden können, sind im einzelnen beschrieben in den folgenden Patentanmeldungen, die im allgemeinen auf ein Aufzeichnungsmaterial gerichtet sind, das ein permanent fixiertes Laminat enthält mit einem Träger, auf dessen einer Oberfläche sich lichtempfindliche? Silberhalogenid-Kristalle und Silber ausfällende Kerne befinden:
USA-Patentschriften Einreichungsdatum: Juni 1969
Nr.: ' 15. Dezember 1969
756,796 51. Dezember 1969
889,656 ' " 51. Dezember 1969
889,657 51. Dezember 1969
889,66o 51.
889,656
Auf diese Patentanmeldungen wird hier ausdrücklich Bezug genommen·
In den oben angegebenen Aufzeichnungsmaterialien sind die Silber ausfällenden Kerne in einer wirksamen Konzentration vorhanden, um ein Silberbild in dem Aufzeichnungsmaterial mit der optischen Dichte ζμ ergeben, die umgekehrt proportional der Belichtung der lichtempfindlichen Silberhalogenidschicht ist. Insbesondere handelt es sich um eine Konzentration, bei der sich ein Silberbild bildet, das sich · von nicht belichteten Silberhalogenid-Kristallen ableitet, die eir\e größere Deckkraft besitzen als das entsprechende Silberbild, das sich von der identischen Menge belichteter Silberhalogenid-Kristalle ableitet.
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Wie in den oben erwähnten-Anmeldungen ausgeführt, kann eine verbesserte Bildreproduktion mit Hilfe von besseren Silberbildeigenschaften erzielt werden. Im einzelnen ist angegeben, daß eine zusammengesetzte Negativ/Positiv-Silberbildbildung ergibt mivb einer optischen Dichte, die umgekehrt proportional der Belichtung einer lichtempfindlichen Silberhalogenidschicht ist. Dies ist durch verbesserte Silberbildminimum- und Maximumdichten charakterisiert, und es kann eine Bildgenauigkeit mit einem Verfahren erreicht werden, bei dem ein fotografisches Aufzeichnungsmaterial belichtet wird, das ein permanentes Laminat mit einem Träger enthält, auf dessen einer Oberfläche sich wenigstens zwei gesonderte und diskrete Schichten befinden, die Silber ausfällende Kerne enthalten. Die lichtempfindliche Silberhalogenidschicht ist zwischen zwei Silber ausfällende Kerne enthaltenden Schichten angeordnet. Das Entwickeln des Aufzeichnungsmaterials erfolgt gleichzeitig oder anschließend nach der Belichtung, indem es mit einer wässrigen Enbwicklerlösung in Berührung gebracht wird, die eine Silberhalogenid-Entwicklersubstanz und ein Silberhalogenid-Lösungsmittel enthält. Auf diese V/eise wird direkt ein Silberbild in dem Aufzeichnungsmaterial hervorgerufen, das die besonders erwünschte niedere optische minimale Silberbilddichte aufweist, in Abhängigkeit von belichteten Flächen des Aufzeichnungsmaterials, und eine hohe optische maximale Silberbilddichte, in Abhängigkeit von unbelichteten Flächen des Aufzeichnungsmaterials, als Folge der Belichtung und Entv/icklung des Aufzeichnungsmaterials»
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Von 'den oben erwähnten Aufzeichnungsmaterialien ist angegeben, daß sie sich besonders für die Verwendung als Laufbildfilm für Filmprojektion eigner wegen ihrer naturgegebenen Fähigkeit, daß ein solches Aufzeichnungsmaterial einfach und wirksam unmittelbar nach der Belichtung entwickelt werden kann, ohne daß ein besonderes Verfahren und eine besondere Vorrichtung zum Abstreifen einer gesonderten Emulsionsschicht in dem Rest der Filmeinheit notwendig wäre, und ^ sich so ein Informationsgehalt ergibt, bei dem die Bildeinheit und die Reproduktionseigenschaften gegeben sind.
Derartige Aufzeichnungsmaterialien können zweckmäßig für ein Laufbildsystem verwendet werden, wie es in der USA-Patentanmeldung, serial no. 7 559o1, vom 28. August 1968 beschrieben ist. Danach kann eine Laufbildkompaktkassette die Funktionen des Belichtens eines darin enthaltenen lichtempfindlichen Films und anschließenden Entwickeins des Films zum Entwickeln der darauf aufgezeichneten Bilder und des Projizierens der Bilder oder des Darbietens in anderer Weise zum Betrachten erfüllen. Dieser Film kann belichtet, chemisch entwickelt, falls notwendig getrocknet und projiziert werden, ohne daß der Film aus seinem ursprünglichen Behälter in einen anderen Behälter überführt oder auch nur aus der ursprünglichen Kassette entfernt werden müßte. Dieses Laufbildsystem enthält eine Filmentwicklungsstation, worauf der belichtete Filmstreifen von der Aufnahmespule an einer Aufbringvorriehtung vorbeiläuft,an der eine feuchte Filmentwickler-Zubereitung zum Entwickeln eines sichtbaren, aufgezeichneten Bilds aufgebracht wird, und der Film dann auf
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eine zweite Spule aufgewickelt wird.
Die Entwickler-Zubereitungen können auf die Filme nach verschiedenen Methoden, z.B. mit einem Aufstreifmesser, Extrusionsköpfen, Kapillaraufbringeinrichtungen, Dochten und dergl. aufgebracht werden. Die auf den Film aufzubringende Entwicklermenge muß innerhalb eines relativen engen Bereichs gesteuert werden. Genügend Entwickler-Zubereitung muß aufgebracht werden, damit der Film ausreichend und vollständig nach der Tiefe hin durchdrungen wird, und es muß die Menge genügend sein, um die gewünschten negativen und positiven Bilder hervorzurufen.
Die angewandte Entwickler-Zubereitung enthält ein alkalisches Material, z.B. Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd, Natriumkarbonat oder dergl., vorzugsweise in einer Konzentration, so daß sich ein pH von mehr als etwa 12 einstellt. Die Entwickler-Zubereitung kann, falls notwendig, die einzige Silberhalogenid-Entwicklersubstanz(en) oder zusätzlich eine weitere SiI-berhalogenid-Entwicklersubstanz enthalten. Die relativen Mengen der Bestandteile der Entwickler-Zubereitung können den jeweiligen Bedürfnissen angepaßt werden. So kann der Entwickler durch die Anwendung von Schutzstoffen, Alkalien, SiI-berhalogenid-Lösungsmitteln und dergl. weiter modifiziert werden. Falls erwünscht, können auch Verzögerungsmittel, Beschleuniger und dergl. eingearbeitet werden. Die Konzentration dieser Komponenten kann über einen relativ weiten Bereich schwanken.
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Es würde nun ein neues Aufzeichnungsmaterial gefunden, bei dem die Kachteile von bekannten Ausführungsformen weitge- . hend vermieden sind.
Die vorliegende Erfindung ist auf ein fotografisches Aufzeichnungsmaterial mit einem Träger gerichtet, der auf einer ersten Oberfläche Silber ausfällende Kerne und lichtempfindliche Silberhalogenid-Kristalle und auf einer zweiten Oberfläche eine stabilisierende Schicht, d.h. ein Alka-Ii aufnahmefähiges Material enthält. Das Alkali aufnahmefähige Material besteht vorzugsweise aus einem polymeren Material und ist hydrophil und übt eine schwammähnliche Funktion für die überschüssige wässrige alkalische Entwicklerlösung aus, die auf der gegenüberliegenden Oberfläche des Aufzeichnungsmaterials zurückbleibt, wenn der Film auf sich selbst nach dem Aufbringen der Entwicklerlösung aufgewickelt wird. Das obenfoeschriebene Aufzeichnungsmaterial wird belichtet, mit einer flüssigen, vorzugsweise wässrigen Entwicklerlösung in Berührung gebracht, um das in der Schicht aufgezeichnete Bild zu entwickeln, die die Silberhalogenid-Kristalle enthält., wodurch ein sichtbares Bild auf dem Aufzeichnungsmaterial in Abhängigkeit von den unbelichteten Flächen der Silberhalogenidschicht als Folge der Punkt-für-Punkt Belichtung entsteht. Dann wird der Film auf sich selbst aufgerollt, wobei die stabilisierende.
Schicht mit den Schichten auf der entgegengesetzten Seite, in'Berührung
des Trägers/kommt, wodurch überschüssige Entwicklerlösung absorbiert und gegebenenfalls die stabilisierenden V/irkun-
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gen der in der stabilisierenden Schicht enthaltenen Substanzen auf die Schichten ausgeübt wird, die mit der Entwicklerlösung in Berührung gekommen sind, v/o durch das Bild stabilisiert wird und das Laminat zusammengehalten bleibt.
Die für Alkali aufnahmefähige Schicht dient als Reservoir für überschüssige Entwicklerlösung, so daß das Ausquetschen oder Herauslaufen dieses Überschusses von benachbarten Filmabschnitt ten verhindert wird, wenn der Film auf eine Aufwicke lspule aufgewickelt wird. Wie bereits erwähnt, sind bisher überschüssige Filmbestandteile an der Oberfläche des Aufzeichnungsmaterials zu den Kanten des Filmstreifens gedruckt worden und keimen somit mit anderen Teilen der Mechanik in Berührung und flössen in die Perforation des Films, Hinzu kommt, daß das Aufzeichnungsmaterial ein Reservoir bildet, was ermöglicht, daß genügend Entwicklerlösung verfügbar ist, damit sich positive Silberdiffusionsübertragungsbilder in dem Aufzeichnungsmaterial bilden. Ein weiterer Vorteil ist, daß das neue Aufzeichnungsmaterial weniger Genauigkeit bei dem Abmessen der Entwicklerlösung für den Filmstreifen erfordert, so daß ein größerer Mengenbereich für den Entwickler zur Verfügung steht, der aufgebracht werden kann, und damit das geschehen kann, was man normalerweise mit dem Aufbringen überschüssiger Enbwicklerlösung bezeichnet, und somit eine bisher als ausgesprochen kritisch anzusehende Größe bei der Bildung von Bildern in dem Aufzeichnungsmaterial problemlos wird. Ferner kann die stabiLisii3ronde Schicht; fotografische Sbabilisierungssub-
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stanzen enthalten, die mit den darin absorbierten Entwicklersubstanzen reagieren können, um die Abbauwirkungen zu neutralisieren und/oder zu den anderen Schichten in dem Aufzeichnungsmaterial zu diffundieren und mit den Entwicklerbestandteilen zusammenzuwirken.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein mehrfarbiges additives Farbraster zwischen dem Träger und den Schichten angeordnet, die die Silber ausfällenden Substanzen und die lichtempfindlichen Silberhalogenid-Kristalle enthalten.
Die Fig. 1 ist ein schematischerjVex-groBerter Querschnitt, wobei ein fotografisches Aufzeichnungsmaterial gemäß der Erfindung in Form eines permanenten Laminats dargestellt ist.
Die Fig. 2, 3j 4- und 5 sind schematische, vergrößerte Querschnitte, analog der Fig. 1. Sie erläutern Aufzeichnungsmaterialien gemäß der Erfindung.
Fig. 6 ist ein schematischer, vergrößerter Querschnitt, der ein erfindungsgemäßes Auf zeichnungsinaterial'erläutert und die Zuordnung der Schichten, wenn der Film aufgerollt ist.
Es hat-sich nun überraschend gezeigt, daß deutliche Vorteile, insbesondere im Hinblick auf die Stabilität der Silberbilder erreicht werden können als Folge der lichtempfindli-
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chen Silberhalogenid-Belichtung durch Verwendung des folgenden Aufzeichnungsnaterials. Es enthält ein permanent befestigtes Laminat in Form eines Trägers, auf dessen einer Oberfläche sich Silber ausfällende Kerne und lichtempfindliche Silberhalogenid-Kristalle befinden, und auf der zweiten Oberfläche des Trägers eine für die Entwicklerlösung durchlässige stabilisierende Schicht angeordnet ist.
Im einzelnen hat sich überraschend gezeigt, daß eine verbesserte Bildstabilität erhalten werden kann mit Hilfe eines erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials. Dabei ist eine stabilisierende Schicht auf der Oberfläche des zusammengesetzten Aufzeichnungsmaterials so angeordnet, daß, wenn der Film mit der Entwicklerlösung zum Entwickeln des aufgezeichneten Bilds in Berührung kommt und aufgewickelt wird, die stabilisierende Schicht die Schichten berührt, auf die die Entwicklerlösung aufgebracht worden ist, wodurch sich eine Flexibilität in den Entwicklungsbedingungen hinsichtlich der Menge des Entwicklers ergibt und gleichzeitig ein Reservoir für Entwicklerlösung gegeben ist, das bei der Entwicklung des belichteten Bilds eine Rolle spielen kann, um sicherzugehen, daß stets genügend Entwicklerlösung verfügbar ist, damit eine geeignete Entwicklung des latenten Bilds stattfinden kann. Hinzu kommt, daß gegebenenfalls darin enthaltene stabilisierende Substanzen verfügbar gemacht werden können, um jeder schädlichen Wirkung der Reagenzien entgegen zu wirken, die in den Schichten enthalten sind, oder wobei diese stabili-
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sierenden Substanzen in der stabilisierenden Schicht absorbiert sein können und damit Stabilität und Dauerhaftigkeit dem so gebildeten Silberbild verleihen können.
Das zusammengesetzte Aufzeichnungsmaterial besteht, wie oben erwähnt, aus einem Träger, der auf einer ersten Oberfläche lichtempfindliche Silberhalogenid-Kristalle und Silber ausfällende Kerne und auf der zweiten Oberfläche e'ine stabilisierende Schicht aufweist. Das oben erwähnte Aufzeichnungsmaterial kann z.B. eine erste Schicht mit Silber ausfällenden Kernen, eine Schicht von lichtempfindlichen Silberhalogenid-Kristallen und eine zweite Schicht mit Silber ausfällenden Kernen oder eine Schicht enthalten, die sowohl die lichtempfindlichen Silberhalogenid-Kristalle als auch Silber ausfällende Kerne enthält sowie andere Kombinationen von Schichten.
Das für Alkali aufnahmefähige Material ist hydrophil und " · für die Entwickler-Zubereitung durchlässig. Die für Alkali aufnahmefähige Schicht besteht vorzugsweise'aus einem Film bildenden Material, das für alkalische Lösungen inert ist« Es ist fotografisch nicht schädlich, d.h. es soll fotografische . Eigenschaf ten des gesamten Aufzeichnungsmaterials nicht ungünstig beeinflussen, und es ist durchsichtig. Beispiele für geeignete polymere Materialien sind mit Hydroxyalkyläther substituierte Polymere, 2.B. Hydroxymethy!cellulose, Hydroxyäthylcellulose, Hydroxypropylcellulose, mit Hydroxyalkyl substituierte Vinylpolymere, wie Hydroxyäthyl-
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polyvinylalkohol und Ilydroxypropy!polyvinylalkohol; Gelatine und Gelatinederivate, Polyvinylalkohol und Carboxymethylcellulose, Die für Alkali aufnahmefähige Schicht kann auch geeignete, an sich bekannte inerte Füllmittel, wie Siliciumdioxyd, Diatomeenerde und dergl* enthalten. Das Füllmittel ist nicht ausschlaggebend, und es ist lediglich notwendig, daß das Füllmittel keinen schädlichen Einfluß auf die absorbierenden Eigenschaften der für Alkali aufnahmefähigen Schicht oder auf die fotografischen Eigenschaften des Films hat.
Der hier verwendete Ausdruck "Stabilisierungsmittel" bezieht sich auf konventionell verwendete Substanzen, die den schädlichen Wirkungen der Entwicklerreagenzien entgegenwirken können, und die in Zuordnung mit den Emulsionsschichten und den Bildaufnahmeschichten nach der Bildbildung gelassen werden und somit dem Silberbild eine größere Stabilität verleihen. Beispiele für geeignete Stabilisierungsmittel sind sauer reagierende Substanzen, Mercaptothiadiazole, Antioxydantien, Schwermetallsalze, z.B. ein Bleisalz, das mit der Entwicklersubstanz eine lösliche Verbindung bilden kann, v/ie eine Hypoverbindung und Komplex bildende Substanzen für das Bildsilber.
Mit dem Ausdruck "sauer reagierende Substanz" wird hier jede Verbindung bezeichnet, die mit dem Alkali in der Entwickler-Zubereitung reagieren kann, um das Alkali auszufällen oder es zu neutralisieren oder seinen Gehalt we-
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sentlich herabsetzt oder vollständig die Entwicklerfälligkeit der Entwicklersubstanzen beseitigt. Die Bezeichnung "sauer reagierende Substanz" trifft somit zu auf Verbindungen, die saure Gruppen besitzen, und umfaßt Säuren wie Zitronensäure, Ascorbinsäure oder Palmitinsäure, Salze wie Cadmiumacetat, Bleiacetat, Zinkacetat, Manganacetat und dergl., Säureester wie Diäthyltartrat oder Polymersäuren, wie sie z.B. in der USA-Patentschrift'3 362 819 beschrieben sind.
Antioxydantien, wie Benzolsulfinsäure und Natriumsulfit, die für die Zwecke der Erfindung verwendet werden können, sind üblich und bekannt. Ebenfalls sind Silberkomplex bildende Substanzen bekannt.
Bei einer alternativen Ausführungsform enthält die stabilisierende Schicht eine Silberbleiche, die das Silber in der Emulsionsschicht bleicht und somit einen größeren optischen Dichteunterschied in Folge der Verringerung des
D . der Emulsionsschicht hervorruft. Wenn eine Silbermxn
bleiche in der stabilisierenden Schicht angewendet wird, ist es vorzuziehen, daß geeignete Maßnahmen wie eine Barriereschicht getroffen werden, um zu verhindern, daß die Silberbleiche mit dem Bildsilber eine Reaktion eingeht, oder vorzugsweise wird alle Bleiche verbraucht, bevor sie das Bildsilber erreicht. Demnach sollte eine Silberbleiche nur dann verwendet werden, wenn die Negativschicht die äußerste
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Schicht in dem Aufzeichnungsmaterial darstellt, oder eine Barriereschicht, wie eine Antiabriebschicht, zwischen die Bildaufnahmeschicht und die Emulsionsschicht eingebaut worden ist.
Sobald das Aufzeichnungsmaterial mit der Entwickler-Zubereitung in Berührung gebracht worden ist und der Film aufgewickelt worden ist, wird die Entwickler-Zubereitung von benachbarten Schichten diffundieren und die stabilisierende Schicht berühren und darin absorbiert. Wenn .darin Stabilisierungsmittel enthalten sind, die nicht diffundieren' können, werden sie diese Substanzen auffangen oder in anderer Weise unschädlich machen. Man kann aber auch die Stabilisierungsmittel in der stabilisierenden Schicht nicht verankern oder sonstwie festhalten, so daß sie nach der Berührung mit der Entwickler-Zubereitung durch den Rest des Filmaufzeichnungsmaterials diffundieren und mit den Substanzen und dem Bildsilber in benachbarten Schichten in Berührung kommen. Es ist darauf hinzuweisen, daß die Kombination von Stabilisierungsmitteln sowie von diffundierenden und nicht diffundierenden Stabilisierungsmitteln verwendet werden kann ebenso wie eine einzige stabilisierende Substanz.
Die Dicke der Schicht des für Alkali aufnahmefähigen Materials ist nicht ausschlaggebend, sie sollte jedoch in Abhängigkeit von der Menge an Entwicklerlösung bestimmt werden, die notwendig ist,' damit sich das Diffusionsüber-
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tragungsbild ergibt, und sie sollte auf die Dicke und Durchlässigkeit der Schichten des fotografischen Aufzeichnungsmateriäls sowie auf die fotografischen Anforderungen für die Entwicklerlösung sowie auf die Toleranz oder Genauigkeit -des Aufbringens der Entwicklerlösung abgestellt werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Dicke der für Alkali aufnahmefähigen Schicht
2 2
zwischen *?o und 2oo mg/o,o9 m (ft ). Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials kann die Schicht des für Alkali aufnahmefähigen Materials mit den üblichen Überzugsmethoden direkt auf den Träger aufgebracht werden. In Abhängigkeit von der Verwendung von Materialien, die die oben erwähnten Überzüge bilden, kann es erwünscht sein, Adhäsionspromotoren zu verwenden,
für
um/eine gute Adhäsion der für Alkali aufnahmefähigen Schicht an den Träger zu sorgen. Beispielsweise kann eine geeignete Adhäsionsschicht angewandt werden, vorausgesetzt, daß die Adhäsionsmassen nicht fotografisch;schädlich sind * oder in anderer Weise die fotografischen Eigenschaften des Films ungünstig beeinflussen. Wenn Adhäsionspromotoren notwendig sind, ist es vorzuziehen, daß man sich elektrischer Entladungsmethoden bedient, um eine Adhäsion zwischen dem für. Alkali aufnahmefähigen Material und dem Rest des Aufzeichnungsmaterials hervorzurufen. Die Anwendung von elektrischer Entladung oder anderer Oberflächenoxydationsmethoden, ermöglicht auch die Eliminierung einer Schicht in dem Aufzeichnungsmaterial, die sonst notwendig wäre, wenn
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chemische Adhäsionsmaßnahmen, wie eine Adhäsionsschicht, angewendet werden.
Im allgemeinen wird eine bessere Adhäsion erreicht, wenn man den Träger in Bandform durch eine Behandlungseinrichtung hindurchführt, die eine erste .
Elektrode nahe der Oberfläche des zu behandelnden
Materials ' und eine zweite, von der ersten isoaufweist,
lierte Elektrode,/welche die gegenüberliegende Oberfläche des Materials berührt. Dann wird ein elektrisches Potential zwischen den· beiden Elektroden erzeugt, um elektrostatische Ladung anzusammeln, die wiederholt von der Behandlungselektrode abgegeben werden,während der Träger zwischen den Elektroden hindurchgeführt wird, so daß die gewünschte Oberfläche des Trägers kurz der Entladung ausgesetzt wird. Es hat sich gezeigt, daß die Entladung, die sich von dem Aufbringen eines elektrischen Potentials ableitet, z.B. ein pulsierendes Potential, zwischen den in Abständen angeordneten Elektroden, wobei das Material der Einwirkung der Energie ausgesetzt wird, die sich als elektrostatische Ladung auf der Behandlungsoberfläche angesammelt hat und unmittelbar auf die Oberfläche des Materials in der Behandlungszone entladen wird, zu einer raschen Modifizierung der Oberflächen des Trägers führt und sie für das Aufbringen des oben erwähnten, für Alkali aufnahmefähigen Materials geeignet macht. Im allgemeinen ist es vorzuziehen, daß eine
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Wechselhochspannungsquelle verwendet wird, um Koronaentladungen zwischen den Elektroden des Aufzeichnungsmaterials zu ergeben, d.h. selbständige elektrische Entladungen, die nicht den ganzen Abstand zwischen den Elektroden durchqueren sondern von der elektrischen Spannung zwischen den Elektroden aufrechterhalten werden, wenn die äußeren ionisierenden Quellen entfernt v/erden.
^ Die minimale elektrische Spannung, die zurErzeugung der bevorzugten Koronaentladung erforderlich ist, ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie dem Abstand zwischen den Elektroden, der Natur der Atmosphäre einschließlich der Temperatur, dem Druck und der Feuchtigkeit, sowie von dem dielektrischen Material, das zum Isolieren der zweiten, nicht der Behandlung dienenden Elektrode verwendet wird, sowie der Frequenz des Wechselstroms. Für eine Entladung in Luft wird gewöhnlich ein größeres Potential als 5o Volt pro 25,4- my angewandt. Wenn man sich auch direkt der Koronaentladungen bedienen kann, so ist es doch vorzuziehen, daß man eine Wechselspannung zwischen den Elektroden anwendet wegen der Tatsache, daß sie sich leichter erhält. Obwohl die Frequenz verhältnismäßig niedrig sein » kann, z.B. 6o Hz, so wird doch mit höher frequenten Entladungen eine größere V/irksamkeit erzielt. Die bevorzugte Frequenz liegt in der Gegend von etwa 4-5o.ooo Hz oder höher.« .
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Die Koronaentladung findet in dem Luftspalt zwischen den Elektroden so statt, daß sie im wesentlichen den kürzesten Luftweg durchqueren. Eine geeignete Quelle für ein Wechselstrompotential kann ein hochfrequenter Hochspannungstransformator sein, der von einem gekoppelten Schwingungskreis mit feststehender Funkenstrecke gespeist wird, eine Vorrichtung, die sehr wenig elektrischen Strom benötigt. Kommerziell brauchbare Funkengeneratoren stehen mit verschiedenem Leistungsvermögen in zahlreichen Ausführungsformen zur Verfügung, z.B. von der Firma Lepel High Frequency Laboratories, Woodside, New York. Die Verwendung solcher Generatoren mit einer Spannungsabgabe von etwa I00.000 Volt, ist möglich, wobei ihre Elektrodenabstände so sind, daß sich ein Luftspalt von etwa 2,54- cm ergibt.
Eine typische elektrische Quelle für einen solchen Generator besteht aus einer Niederspannungswechselstromquelle, bei der es- sich, um eine übliche Steckdose von 110 Volt mit 5o oder 60 Hz handeln kann, oder um übliche industrielle Stromquellen mit einphasigen 23o oder 46o Volt mit 5o Oder 60 Hz. An eine solche Stromquelle wird im allgemeinen ein Eisenkerntransformator mit hohem Widerstand und Strombegrenzung angeschlossen, wodurch die Spannung auf einen Wert in der Größenordnung von mehreren tausend Volt erhöht wird. Der sekundäre Stromkreis eines solchen Transformators enthält eine einstellbare Funkenstrecke, einen
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Kondensator sowie den Primärstromkreis eines hochfrequenten Hochspannungstransformators, bei dem es sich um eine Tesla-Spule oder dergl. handeln kann. Die elektrische hochfrequente Hochspannungsladung wird direkt durch den SekundärStromkreis eines Hochspannungstransformators an den Ausgangsklemmen der Elektroden für die Erzeugung der gewünschten Koronaladung abgenommen.
In Fig. 1 ist ein schematischer, vergrößerter Querschnitt eines erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials dargestellt. Dieser Film enthält eine flexible durchsichtige Filmbasis oder einen Träger 1o, auf dessen einer Oberfläche sich eine lichtempfindliche Silberhalogenidschicht befindet, die aus Silberhalogenid-Kristallen besteht, denen Silber ausfällende Kerne zugeordnet sind, während auf der gegenüberliegenden Oberfläche eine polymere Schicht 15 ? z.B. aus einem für Alkali aufnahmefähigen Material, wie Hydroxyäthylcellulose, angeordnet ist. Fig. 2 zeigt eine Abwandlungsform eines Aufzeichnungsmaterials. Danach befindet sich auf einem Träger 1o auf einer Oberfläche eine im wesentlichen lichtempfindliche Schicht 12 mit Silber ausfällenden Kernen und eine lichtempfindliche Silberhalogenidschicht 13» die gegebenenfalls in ihr dispergiert, zusatzliehe Silber ausfällende Kerne enthalten kann, während sich auf der zweiten Oberfläche eine für Alkali aufnahmefähige Schicht 15 befindet. Die Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform eines Aufzeichnungsmaterials. Der Träger 1o trägt auf einer Oberfläche in der folgendenReihenfolge
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eine erste lichtempfindliche Schicht 12, eine lichtempfindliche Silberhalogenidschicht 13 und eine zweite lichtempfindliche Schicht 12; auf der zweitenOberflache befindet sich eine Schicht eines für Aliali aufnahmefähigen Materials 15· Die Fig. 4- zeigt 'eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials. Auf einer Oberfläche des Trägers 1o befindet sich ein additives Mehrfarbenraster 14 zwischen dem Träger 1o und den restlichen lichtempfindlichen Schichten 12 mit den Silber ausfällenden Kernen und der lichtempfindlichen Schicht 13; auf der zweiten-'Oberfläche ist eine Schicht eines für Alkali aufnahmefähigen Materials 15 angeordnet. Die Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der eine Oberfläche des Trägers 1o mit der lichtempfindlichen Schicht 12 "beschichtet ist, die sich zwischen der lichtempfindlichen Schicht 13 befindet, während sich auf der anderen Oberfläche eine Schicht eines für Alkali empfänglichen Materials 15 befindet.
Die Fig. 6 ist ein schematischer, vergrößerter Querschnitt eines Aufzeichnungsmaterials gemäß der Erfindung, wobei der Film eine flexible durchsichtige FilmbaBis oder einen Träger 11a trägt und sich auf einer ersten Oberfläche hier* von eine im wesentlichen lichtempfindliche Schicht 111 mit Silber ausfällenden Kernen befindet, sowie eine lichtempfindliche Silberhalogenidschicht 112, äie} gegebenenfali* in ihr dispergiertj, zusätzliche Silber ausfällende Kerne
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enthalten kann; auf einer zweiten Oberfläche des Trägers ist eine etabilisierende Schicht 113 angeordnet. Das Aufzeichnungsmaterial ist nach der Belichtung und nach dem Aufbringen.der Entwicklerlösung dargestellt, wobei der Film zu sich selbst aufgerollt ist, und somit die lichtempfindliche Schicht 112 mit der Stabilisierungsschicht 113 in Berührung kommt, und dadurch es ermöglicht, daß die der Schicht 113 zugeordneten Stabilisierungsmittel mit den Materialien in den Schichten 111 und 112 in Be- : rührung kommen, und dadurch die gewünschten Stabilisierungswirkungen entfalten können.
Das neue erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial ist be- eönfat&zSfät $iaufbil.dftime geeignet. Nach dem Belichten des Films wird die belichtete Emulsion mit einer wässrigen alkalischen Entwicklerlösung in Berührung gebracht, die vorzugsweise eine Silbarhalogenid-Entwicklersubstanz und ein SilberhalQgenid-Lögungsmittel enthält, indem man * den film kontinuierlich an einer Entwicklungssttlle vorbeiführt ? bei der die wässrige alkalisehe Entwicklerlö-SUBg a$£,&*ii belichteten Filzstreifen aufgebracht VXJgA9 um dort die aufgezeichneten Bilder in aieatbare Bilöör um-
Die Verwendung; des ein&eitliehej* FiXmiaatieriiiis* das Üb ^ iminefr gehaXtea wird» emögliiilrt» daß #|e in verschiedenartigen Vorrichtungen vorge-
INSPECTgO ν
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nommen wird, wie sie z.B. in der oben erwähnten USA-Patentanmeldung, Serial No. 755 9o1, beschrieben sind. Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial ermöglicht die Verwendung einer relativ wenig viskosen Entwicklermasse oder die Verwendung von niedrig viskosen Materialien, aber auch die von viskosen Substanzen.
Die wässrige alkalische Entwickler-Zubereitung aus der Filmentwicklungsstufe kommt mit dem fotografischen Aufzeichnungsmaterial auf der Seite, in Berührung, auf der die lichtempfindliche Silberhalogenid-Emulsionsschicht 112 enthalten ist. Die Entwicklerlösung dringt in die Schichten des fotografischen Aufzeichnungsmaterials ein, um die dort aufgezeichneten Bilder zu sichtbaren Bildern zu entwickeln. Die Verwendung der für die Ent wickler lösung aufnahmefähigen Stabilisierungsschicht vermeidet auch das Herausquetschen von überschüssiger Entwicklermasse, wenn der Film aufgewickelt wird.
Das lichtempfindliche Material der fotografischen Emulsion 12 enthält, wie bereits erwähnt, vorzugsweise einen Kristall einer Silberverbindung, z.B. ein oder mehrere Silberhalogenide, wie lichtempfindliches Silberchlorid, Silberjodid, Silberbromid oder insbesondere Silbermischhälogenide, wie Silberchlorbromid oder Silber j odbromid mit wechselnden Halogenidverhältnissen, wobei das Silber vorzugsweise in einem für den.· Entwickler durchlässigen Bindematerial dispergiert ist.
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Im allgemeinen handelt es sich bei Silber ausfällenden Kernen um eine Klasse von bekannten Hilfsmitteln,mit denen die katalytische Reduktion von löslich gemachtem Silberhalogenid bewerkstelligt werden kann. Hierzu gehören im einzelnen Schwermetalle und Schwermetallverbindungen, wie die Metalle der Gruppen Ib, lib, IVa, VIa, VIII sowie die Reaktionsprodukte von Metallen der Gruppen Ib, lib, IVa und VIII mit Elementen der Gruppe VIa. Sie können wirksam in den üblichen Konzentrationen angewandt ™ werden, die in der Fotografie üblich sind, vorzugsweise mit verhältnismäßig niederen Konzentrationen in der
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Gegend von etwa 1 bis 25 χ 1o mol/o,o9 m (ft ).
Besonders geeignete Silber ausfällende Substanzen sind in der USA-Patentschrift 2 698 237 beschrieben. Es handelt sich im einzelnen um die Metallsulfide und -selenide, wozu Selenosulfide, Dipolysulfide und Dipolyselenide gehören. Bevorzugt in dieser Gruppe sind die sogenannten ) Schwermetallsulfide. Für beste Ergebnisse ist es vorzuziehen, Sulfide zu verwenden, deren Löslichkeitsprodukte in einem wässrigen Medium bei etwa 2o°G zwischen 10 * und 10~^° liegen. Dies sind insbesondere die Salze von Zink, Kupfer, Cadmium und Blei. Ebenfalls als ausfällende Substanzen geeignet sind Schwermetalle wie Silber, Gold, Platin und Paladium. Hiervon werden die Edelmetalle bevorzugt ; sie sind im allgemeinen in der Matrix als kolloide. Teilchen enthalten.
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Die bevorzugte fotografische Silberhalogenidemulsion 12, die für die Herstellung des fotografischen Aufzeichnungsmaterials verwendet wird, kann hergestellt werden durch Reaktion eines wasserlöslichen Silberhalogenids wie Ammonium-, Kalium- oder Natriumbromid, vorzugsweise zusammen mit einem entsprechenden Jodid in einer wässrigen Lösung eines Peptisierungsmittels wie kolloider Gelatinelösung, Digerieren der Dispersion bei erhöhter Temperatur, um verstärktes Kristallwachstum einzuleiten, Waschen der entstandenen Dispersion zum Entfernen von unerwünschten Reaktionsprodukten und restlichen wasserlöslichen Salzen, beispielsweise unter Verwendung des bevorzugten Gelatine-Matrixmaterials, durch Kühlen der Dispersion, Nudeln der abgesetzten Dispersion und Waschen der Nudeln mit kaltem Wasser oder alternativ Verwendung irgendeines der verschie-
denen Ausflockungssysteme oder -verfahren, mit denen unerwünschte Komponenten entfernt werden können. Beispiele für derartige Verfahren findet man in den USA-Patentschriften 2 614 928, 2 614 929, 2 728 662 und dergleichen. Schließlich läßt man die Dispersion bei erhöhter Temperatur reifen, wobei Gelatine oder gegebenenfalls andere polymere Materialien und verschiedene Hilfsmittel zugesetzt werden können, z.B. chemische Sensibilisierungsmittel und dergleichen. All dies geschieht auf übliche Weise wie dies z.B. von C. B. Neblette in "Photography - Its Materials and Proc'esses, 6» Ausgabe 1962 beschrieben ist.
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Optische Sensibilisierung und vorzugsweise panchromatische Sensibilisierung der Silberhalogenidkristalle in der Emulsion kann erfolgen durch Berühren mit optischem . Sensibilisierungsfarbstoff(en). All dies geschieht auf
• übliche Weise wie dies z.B. von P. M. Hamer in "The Cyanine Dyes And Related Compounds" beschrieben ist.
Nach der optischen Sensibilisierung können alle weiteren gegebenenfalls erwünschten Hilfsstoffe wie Überzugs-
• hilfsmittel oder dergleichen in die Emulsion und die zu vergießende Mischung eingearbeitet werden, wie dies bei dem üblichen Vergießen fotografischer Emulsionen bekannt ist. ■ -
Als Bindemittel für das lichtempfindliche Material kann die oben erwähnte' Gelatine ganz oder teilweise durch andere natürliche und/oder synthetische, für die Entwicklerlösung durchlässige polymere Materialien wie Albumin, Kasein P oder Cein oder Harze wie Cellulasederivate (vgl. USA-Patentschriften 2 322 085 und 2 541 474), ^Tiny !polymere, wie sie in der einschlägigen Patentliteratur beschrieben sind, ersetzt werden. Das lichtempfindliche Material kann im wesentlichen frei von Bindemittel sein, wie dies in den USA-Patentschriften 2 945 771; 3 145 566; 3 142 567; Newman, »Comment On Non-Gelatin Film», B. J. 0. P. 534, 15. September 1961*; sowie in den belgischen Patentschriften 642 und 642 558 beschrieben ist.
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Die eine oder mehreren diskreten Schichten 11 mit Silber ausfällenden Kernen können aufgebracht und/oder in situ erzeugt werden, wobei die Kerne direkt oder indirekt an einer oder beiden Oberflächen der lichtempfindlichen Schicht in Gegenwart oder Abwesenheit des Bindemittels oder Matrixmaterials anliegen. In letzterem Fall können eine oder mehrere benachbarte oder gesonderte Schichten eines durchlässigen Materials unmittelbar an einer oder beiden Oberflä-
chen anliegen, die eine oder mehrere Arten von Kernen in einer oder mehreren solchen Schichten enthalten. Bei den . für diesen Zweck geeigneten Matrixmaterialien kann es sich um anorganische oder organische Materialien handeln, wobei■' letztere bevorzugt werden. Hierzu gehören natürliche.oder synthetische, für Entwiöklerlösungen durchlässige polymere Materialien wie Proteine, z.B. Leime, Gelatinen, Kaseine und dergleichen; Kohlehydrate z.B. Chitine, Gummiarten, Stärken,Alginate und dergleichen; synthetische polymere Materialien z.B. solche auf der Basis von Vinyl- oder Cellulosverbindungen wie Vinylalkohol, -amide und -acrylamide, regenerierte Cellulosen und Celluloseäther und -ester, Polyamide und -ester und dergleichen. Von ersteren werden vorzugsweise submakroskopische Agglomerate von sehr kleinen Teilchen eines wasserunlöslichen, anorganischen, vorzugsweise Siliziumdioxyd enthaltenden Materials verwendet, z.B. Siliziumdioxyd-Aerogel (vgl. USA-Patentschrift 2 698 257). ' ' ' .·■ . " '
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Wenn es sich bei der Silber ausfällenden Substanz um ein oder mehrere Schwermetallsulfide oder -selenide handelt, kann es vorzuziehen sein, die Diffusion und Wanderung der Sulfid- oder Selenidionen zu verhindern, beispielsweise, indem man in die Silber ausfällenden Schichten oder in gesonderte' dicht daran anliegende Schichten wenigstens ein Metallsalz einarbeitet, das in der Entwicklersubstanz wesentlich besser löslich ist als das als Silber ausfällende Substanz verwendete Schwermetallsulfid oder -selenid und das
W in der Entwicklersubstanz irreduzierbar ist. Dieses besser, lösliche Salz hat als sein Kation ein Metall, dessen Ion . Sulfide oder Selenide bildet, die schwierig in der Entwicklersubstanz löslich sind und ihre Sulfid- oder Selenidionen an Silber durch Verlagerung abgeben. Infolgedessen haben in Gegenwart von Sulfid- oder Selenidionen die Metallionen der besser löslichen Salze die Wirkung, daß sie die Sulfid- oder Selenidionen aus der Lösung unmittelbar ausfällen. Diese besser löslichen oder Ionen einfangenden Salze können lösliche
k Salze z.B. der folgenden Metalle sein: Kadmium, Cer-(III)-, Kobalt-(II)-, Eisen, Nickel, Mangan, Thorium und Zinn. Befriedigend lösliche und stabile Salze der obigen Metalle kann man z.B. in der folgenden Salzgruppe finden: Acetate, Nitrate, Borate, Chloride, Sulfate, Hydroxyde, Formiate, Zitrate und Dithionate. Die Acetate und Nitrate von Zink, Cadmium, Nickel und Blei werden bevorzugt. Im allgemeinen ist es vorzuziehen, weiße oder schwach gefärbte Salze zu. verwenden, obwohl für Spezialzwecke auch dunkler gefärbte Salze brauchbar sein können,
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Die oben erwähnten Ionen einfangenden Salze können auch dazu dienen, um die Stabilität der positiven Bilder zu verbessern, vorausgesetzt, sie.besitzen zusätzlich zu den oben erwähnten Eigenschaften diejenigen, die in der USA-Patentschrift 2 584 030 angegeben sind. Wenn es sich beispielsweise bei dem Ionen einfangenden Salz um das Salz eines Metalls handelt, das langsam unlösliche oder mäßig lösliche Metallhydroxyde mit den Hydroxylionen in der alkalischen Entwicklerflüssigkeit bildet, so ist es ratsam, den Alkaliwert des Aufzeichnungsmaterials im wesentlichen,, wenn
nicht vollständig,so zu steuern, daß die Bildung von unerwünschten Entwiklerflecken vermieden wird.
In Übereinstimmung mit einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können lichtempfindliche und Bildaufnahmeschichten, die das Bildsilber tragen, hergestellt werden, um im wesentlichen eine mikroskopische Verlagerung der Bildeinzelheiten zu vermeiden, indem man eine mikroskopische Wanderung oder Diffusion von Bildelementen in der polymeren Matrix verhindert. Im allgemeinen können übliche fotografische BiIdelemente normalerweise ein mikroskopisch dynamisches System ohne nennenswerte Nachteile bei der üblichen Verwendung des Bilds enthalten. Pur besondere genaue Bildaufzeichnungen sollten jedoch mikroskopische Verlagerungen von Bildelementen vorzugsweise vermieden werden, um die Bildreproduktion so ge-
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nau wie möglich zu gestalten. Im einzelnen hat sich gezeigt, daß bei einem lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial,das eine lichtempfindliche Emulsion mit Silberhalogenidkristallen, dispergiert Γη einem polymeren Bindemittel und einer • lichtempfindlichen Bildaufnahmeschicht mit Silber ausfällenden Kernen, dispergiert in einem polymeren Bindemittel und einer lichtempfindlichen Bildaufnahmeschicht mit Silber ausfällenden Kernen, dispergiert in einem polymeren Bindemittel enthält, wobei die Bindemittel ein Gitter besitzen, das im wesentlichen eine mikroskopische Wanderung oder Diffusion von Bildsilber verhindert, die Genauigkeit der Bildreproduktion besonders gut ist.
Die gewünschte Eigenschaft der Bildung eines Gitters durch das polymere Bindemittel kann leicht durch Auswahl eines polymeren Materials erreicht werden,, das die Eigenschaft besitzt t Bildkomponenten räumlich genügend zu fixie- f ren oder durch Auswählen eines polymeren Materials,das in geeigneter Weise modifiziert worden ist, z.B. durch Vernetzen und/oder Härten bis zu dem Ausmaß, daß sieh die gewünschte räumliehe Fixierung von Bildkoraponenten ergibt, d.h. eine ttiibeweglichkeit, um'wirksam die räumliche Anordnung von positiven Bildkomponenten zu erhalten. Beispiels weise kann ein bevorzugtes polymeres Bindemittel, d.h. Gelatine durch Berühren mit üblichen Härtungsraitteln so weit gehärtet wenden, daß die gewünschte Unveränderlichkeit des
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fotografischen Bilds erreicht wird. Falls erwünscht, kann vorteilhaft ein teilchenförmiges Material, welches das Eindringen der Entwicklerlösung erleichtert, ohne schädliche Wirkungen auf das Gitter der polymeren Matrix in das licht- . empfindliche Element eingearbeitet werden.
Bei dem Träger bzw. den Filmbasen 10 und 110 kann es sich um irgendeines der durchsichtigen, starren oder flexiblen Trägermaterialien handeln, z.B. um Glas, polymere Filme synthetischen wie natürlichen Ursprungs und dergleichen. Besonders geeignete Materialien sind flexible durchsichtige synthetische Polymere wie Polymethacrylsäure-Methyl- und Äthylester; Yinylchloridpolymere; PoIyvinylacetale; Polyamide wie Nylon; Polyester wie polymere Filme, die sich von Äthylenglykol-Terephthalsäure ableiten; polymere Cellulosederivate wie Celluloseacetat, -triacetat, -nitrat, -propionat, -butyrat, -acetatbutyrat oder -acetatpropionat; Polykarbonate; Polystyrole und dergleichen.
Die Erfindung wird anhand des folgenden Beispiels näher erläutert, das jedoch keine Beschränkung darstellen soll.
Eine mit Gelatine überzogene Cellulosetriacetat-Filmbasis wird auf einer ersten Oberfläche mit einer Masse aus deacetyliertem Chitin und Kupfersulfid mit einer Deckung von 4,4 mg/0,09 m (ft ) deacetyliertem Chitin und 0,25 mg/
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0,09 m Kupfersulfid beschichtet. Auf die äußere Oberfläche
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der vorhergehenden Schicht kann dann eine gehärtete Gelatine-Silberjοdbromid-Emulsion mit einer Deckung von 200 mg/O,09 m Gelatine, 100 mg/O,09 m2 Silber und 4,0 mg/O,09 m2 Algin aufgebracht werden. Diese Filmbasis kann dann auf einer zweiten Oberfläche mit einer Schicht aus Polyvinylalkohol überzogen werden, in der sich Ascorbinsäure mit einer Deckung von 30 mg/O,09 m befindet.
Die verwendete Gelatine-Silberjodbromid-Emulsion kann " hergestellt Werden durch Erhitzen einer Mischung von 80 g Gelatine in 880 g Wasser bei etwa 40° C bis sich die Gelatine gelöst hat. Der pH der resultierenden Lösung kann auf 10—0,1 eingestellt werden, worauf 8,8 g Phthalsäureanhydrid in 61,6 ml Aceton zu der lösung im Verlauf von 30 Minuten gegeben werden. Nach der Zugabe von Phthalsäureanhydrid kann das Reaktionsgemisch bei der angegebenen Temperatur und dem pH etwa 30 Minuten lang gehalten und schließlich der pH auf etwa 6,0 eingestellt werden.
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Zu einer Lösung mit 226 g Gelatine-Phthalsäureanhydrid-
Derivat, hergestellt nach obigen Angaben, 1.61 g Kaliumbromid, 2 g Kaliumiodid und 1200 g Wasser kann eine Lösung gegeben werden, die 200 g Silbernitrat und 1600 g Wasser enthält. Dae Zugeben erfolgt in einer Menge von etwa 140 ml pro Minute im Verlauf von etwa 3 Minuten. Dann wird 10 Minuten lang unterbrochen und die Zugabe noch etwa 9 Minuten fortgesetzt. Die resultierende Emulsion kann dann durch Ver-
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ringern des pH auf etwa 2,5 bis 3,0 mit Schwefelsäure ausgefällt werden. Der Niederschlag wird von der darüberstehenden Flüssigkeit abgetrennt und mit Wasser gewaschen, bis es im wesentlichen frei von Kalimbromid ist. 95 g Gelatine können dann zu dem Niederschlag gegeben werden, worauf das Volumen mit Wasser auf 845 ml aufgefüllt wird. Dann wird im Verlauf von 20 Minuten auf etwa 38° G erhitzt, der pH auf etwa 5 bis 8 eingestellt und dann werden 1,0 ml 1-n-Kaliumbromid zu der Emulsion gegeben. Zu dem Reaktionsgemisfch werden bei etwa 56° O etwa 5 ml Lösung mit 0,1 g Ammoniumthiocyanat in 9,9 ml Wasser und 0,4 ml einer Lö- ' sung mit 0,097 g Goldchlorid in 9,9 ml Wasser gegeben. Die Mischung läßt man dann bei dieser Temperatur etwa 37 Stunden lang reifen. Die resultierende Emulsion kann dann panchromatisch sensibilisiert werden, indem man nacheinander 0,1 Gew.-^ methanolische Lösungen von Anhydro-5,5'-diphenyl-3,3'-bis-(4-sulfobuty1)-g-äthyl-oxacarbooyaninhydroxyd und Anhydro-5,5'-dimethyl-3»3l-bis-(3-sulfopropyl)-9-äthyl-thiocarbqcyanin-hydroxyd in wirksamen Konzentrationen zugibt. Die Kupfersulfid als Silber ausfällende Substanz kann vor dem Gießen durch in situ Zugabe von im wesentlichen äquimolaren Mengen Kupferacetat und Na triumsulfidlösungen erfolgen.
. Das nach obigen Angaben hergestellte fotografische Aufzeichnungsmaterial kann in Form eines Laufbildetreifens
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mit elektromagnetischen Strahlen belichtet und dann entwickelt werden, indem der Film in einer ähnlichen Vorrichtung wie sie in der USA-Patentanmeldung Serial No. 755 beschrieben ist, etwa 2 Sekunden mit einer Entwicklerlösung in Berührung gebracht wird, die 180 ml Wasser, 8,33 g Natriumhydroxyd, 16g Natriumthiosulfat, 6,48 g Natriumsulfid, 0,42 g 6-NitrÖbenzimidazol und 5 g 2,6-Dimethylhydrochinon enthält. Auf diese Weise wird ein.positives Silberbild erzeugt, das die oben beschriebenen optischen
W Eigenschaften besitzt und die Genauigkeit zur wirksamen
kann Bildreproduktion aufweist. Der Pilm/im wesentlichen sofort nach der Berührung mit der Entwicklerlösung aufgewickelt werden.
Ein nach obigen Angaben hergestelltes und entwickeltes Aufzeichnungsmaterial zeigt im wesentlichen ein I) ,„. von 3,0 und ein Dmin von 0,4.
k Wie bereits erwähnt, können sich in der lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsion und/oder in der die Silber ausfällenden Kerne enthaltenden Schicht vorzugsweise teilchenförmige Materialien befinden, die dem Aufzeichnungsmaterial eine größere Porosität verleihen, ohne daß dadurch eine schädliche Wirkung auf die iJiaensionsstabilität des Bindemittelgerüsts zu beobachten wäre. Insbesondere handelt 'es sich um diejenigen Materialien, die zusätzlich dem Aufquellen des Bindemittels der Emulsion entgegenwirken
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und demnach weiter dazu beitragen, um die mikroskopische Verlagerung des in der Emulsion enthaltenen Bilds zu verhindern, insbesondere im Hinblick- auf ein zugeordnetes Farbraster, z.B. um einzelne Siliziumdioxydteilchen, die z.B. in einer Konzentration von etwa 0,3 bis 1,5 Teilen Siliziumdioxyd pro Teil Bindemittel eingearbeitet Bind, um dadurch das Eindringen der Entwicklerlösung in das Aufzeichnungsmaterial und in die Schichten mit den Silber ausfällenden Kernen zu erleichtern. Ferner kann zusätzlich die Schicht mit den Silber ausfällenden Kernen, die sich ' in der größten Entfernung zu dem· Farbraster befindet, vorteilhaft mit einem für die Entwicklerlösung durchlässigen polymeren Material überzogen sein, wie gehärtete Gelatine oder dergleichen, um das gleichmäßige Eindringen der Entwicklerlösung in diese Schicht zu fördern und in irgendeiner Weise die Wellenfront zu modulieren, die von dem anfänglichen Oberflächenkontakt mit der Flüssigkeit resultiert und dabei gleichmäßig die Schichten des polymeren Bindemittels zu erhalten.
Obwohl Chromalaun und insbesondere Algin vorteilhaft als Härtungsmittel für die polymere Gelatine verwendet worden sind, ist doch zu erwähnen,-daß im wesentlichen jedes Härtungs- oder Vernetzungsmittel verwendet werden kann, wenn es für eine oder mehrere Schichten dee Aufzeichnungs-
materials notwendig ist und keine ungünstigen fotografl-
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sehen V/irkungen hervorruft, bis zu dem erforderlichen Ausmaß, das für das Bindemittelgitter erforderlich ist, um eine wesentliche Wanderung von Bildsilber zu vermeiden. Eine umfangreiche Aufzählung vt>n Härtungsmitteln findet man in der Fachliteratur für das Härten oder Vernetzen von fotografischen polymeren Bindemitteln, Die einzige Anforderung für die wirksame Ausnutzung des Aufzeichnungsmaterials ist die, daß das polymere Gitter der Emulsion so aufgebaut ist, daß sich die oben erwähnten optischen ■ Bildparameter ergeben. So kann im wesentlichen jedes übliche Härtungs- und Vernetzungsmittel verwendet werden, das z.B. in der einschlägigen Patentliteratur beschrieben ist. Die Art der Mittel und ihre Konzentration hängt von der relativen Aktivität der betreffenden Substanz(en) ab und von dem Umfang der erforderlichen Härtung bzw. Vernetzung. Die betreffende Konzentration, die für ein bestimmtes Härtungs- oder Vernetzungsmittel notwendig ist, das mit einem betreffenden polymeren Bindemittel in Berührung ge- * bracht wird, kann leicht empirisch bestimmt werden. Es ist ferner zu erwähnen, daß jedes der verschiedenen für Entwicklerlösungen durchlässigen, synthetischen oder natürlichen polymeren Materialien, das die erforderlichen physikalischen Eigenschaften besitzt, anstelle der oben erwähnten polymeren Materialien verwendet werden kann, vorausgesetzt, daß sie eine Matrix bilden, die sich nicht ungünstig auf lichtempfindliche Silbcrhalogenidkristalle aus-
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wirkt und das Gitter besitzt, das die oben erwähnten Eigenschaften aufweist.
Geeignete Silberhalogenid-Lösungsmittel für die Zwecke der vorliegenden Erfindung sind übliche Fixiermittel wie Natriumthiosulfat, Natriumthlocyanat, Ammoriiumthiocyanat sowie die Substanzen, die in der USA-Patentschrift 2 543 181 beschrieben sind. Hierzu gehören ferner Kombinationen von cyclischen Imiden und stickstoffhaltigen Basen wie Kombinat ionen von Barbiturates! oder Uracileh mit Ammoniak · oder Aminen sowie andere Substanzen, die in der USA-Patentschrift 2 057 274 beschrieben sind.
Falls erwünscht, können übliche Silbertonungsmittel in der Emulsion in einer Konzentration angeordnet sein, bei der ein positives Bild wirksam getont wird.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält die Entwicklerlösung ein alkalisches Material, z.B. Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd oder Natriumkarbonat oder dergleichen, insbesondere in einer Konzentration, bei der man einen pH von mehr als 12 erreicht. Die Entwicklerlösung kann gegebenenfalls die einzige Silberhai ogonid-Entwicklersubstanz oder mehrere Substanzen enthalten oder eine Silberhalogenid-Entwicklersubstanz zusätzlich zu der, die sich in dem Aufzeichnungsmaterial befindet. Die Anordnung von einer oder mehreren Entwickler-
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substanzen in der Emulsion und/oder in einer durchlässigen ihr direkt zugeordneten Schicht zwischen der Emuinion und dem Träger ist eine besonders bevorzugte Ausführung:: forn, damit man eine größtmögliche Genauigkeit bei dem unbelichteten Bild erhält, was weiter die direkte Einlei turn-; der Entwicklung bei den belichteten Plachen der Emulsion erleichtert, ohne daß solche Substanzen zu den Stellen mit Hilfe der Entwic'rlerlosung diffundieren müßten.
Es ist offensichtlich, daß die reLativen Mengen der Substanzen in der Entwicklerlösung den jeweiligen Bedürfnissen angepaßt werden können. So liegt es auch im Bereich der Erfindung, die hier beschriebenen Entwicklermassen durch Schutzmittel, Alkalien, Silberhalogenid-Lösungsmitteln und-dergleichen zu modifizieren. Falls erwünscht, ist es auch möglich, in die EnIwicklerlösung Komponenten wie Yerzögerer, Beschleuniger und dergleichen einzuarbeiten. Die Konzentration dieser Zusätze kann über einen weiten Bereich schwanken.
Die Entwicklerlösung enthält im allgemeinen V/asser und besitzt eine Lösungskapazität, die nicht ungünstig das Bindemittelgitter über denjenigen Wert hinaus hydratisiert, der für die bevorzugte Bildbildung erforderlich ist. Infolgedessen sollten keine Hilfsmittel in dem Entwickler enthalten sein, die schädliche Einflüsse auf die physikalischen Werte des Gitters ausüben, das für die Bildbildung erforderlich ist.
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Reben don oben "beschriebenen wesentlichen Schichten kunn das Aufseiehnungsmaterial auch eine oder mehrere Zwischenschichten enthalten, die ihrerseits einen oder mehrerr Zusätze vfie V/eichmacher enthalten können, wobei diese Zwischenschichten beispielsweise die Adhäsion von einer odor mehreren der beschriebenen Schichten verbessern können. Die Schichten können auch aus zwei oder mehreren aufeinanderliegend en oder von-einander getrennten Schichten bestehen.
Patentansprüche
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Claims (1)

  1. 2Ί3497'9
    Patentansprüche
    Vl/, Lichtempfindliches fotografisches Aufzeichnungsmater j al, insbesondere für Lauffilme, das ein permanentes Laminat mit einem Träger aufweist,_auf dessen einer Oberfläche sich lichtempfindliche Silberhalogenidkristalle und Silber ausfällende Kerne "befinden, dadurch gekennzeichnet, daß sich auf einer zweiten Oberfläche eine für die Entwicklerlösung durchlässige stabilisierende Schicht befindet.
    2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 , dadurch g e kennz e i'c hne t, daß die stabilisierende Schicht eine Schicht eines für Alkali aufnahmefähigen Materials ist.
    3. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennz e i ohne t, daß die stabilisierende Schicht aus einem hydrophilen filmbildenden Polymer besteht, das fotografisch stabilisierende Substanzen, insbesondere eine Säure, ein Antioxydationsmittel und/oder ein Silberkomplex bildendes Mittel enthält.
    A. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die stabilisierende Schicht eine Silberbleiche enthält.
    1Q9884/1759 BAD ORIGINAL
    2Ί3497Β
    5. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das filmbildende Polymer ein mit Hydroxyalkyläthergruppen substituiertes Polymer, insbesondere Hydroxyäthylcellulose, ist.
    109884/1759 BAOORiGJNAl.
DE19712134979 1970-07-13 1971-07-13 Nach dem Silbersalzverfahren arbeitendes photographisches Laufbild-Aufzeichnungsmaterial Expired DE2134979C2 (de)

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