DE2117750A1 - - Google Patents
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Description
dr. W. Schalk · dipl.-ing. P. Wirth · dipl.-ing. G. Dannenberg
DR.V.SCHMIED-KOWARZIK · DR. P. WE I N HOLD · DR. D. G U DE L
6 FRANKFURT AM MAIN
Case C-8041-G
Wd/CW-500
Wd/CW-500
UNION CARBIDE CORPORATION
270 Park Avenue, New York,
State of New York 10017, U.S.A.
.
Die vorliegende Erfindung betrifft die elektrochemische Umwandlung
von Phenol zu Hydrochinon und insbesondere ein verbessertes Verfahren zur Gewinnung des Hydrochinonprodukts.
Die elektrochemische Oxydation von Phenol zur Herstellung von Hydrochinon erwies sich als durchführbar, wenn bestimmte Parameter,
wie der prozentuale Gewichtsanteil an Phenol, der prozentuale
Gewichtsanteil an verwendetem Elektrolyt, Temperatür der Elektrolyse, pH-Wert, der wässrigen Lösung, die verwendete
Spannung, Stromdichte sowie die Regelung der prozentualen Umwandlung von Phenol' zu Hydrochinon, geregelt werden. Wie bei
vielen Elektrolysereaktionen, ist die elektrochemische Oxydation von Phenol zu Hydrochinon durch die Bildung einer Vielzahl
von teils erwünschten, teils unerwünschten Produkten gekennzeichnet. Bei idealem Verlauf dieser Reaktion wird nur
Chinon an der Anode gebildet und die gesamte Chinonmenge dann an der Kathode zu Hydrochinon reduziert. Jedoch ist die Reaktion
von diesem idealen Verlauf weit entfernt, und man erhält außer den gewünschten oben beschriebenen Produkten un-
109844/1961 BAD ORlGJNAL
erwünschte Nebenprodukte, wie z.B. Kohlenmonoxyd, Kohlendioxyd,
Oxalsäure, Maleinsäure, Teere und anderes nicht identifiziertes Material. Es wird angenommen, dai3 die Teere durch
oekundärreaktion der oben beschriebenen Produkte entstehen.
Iiine mögliche Reaktionsfolge, die zu Teeren führt, besteht in
der Umsetzung von p-Benzochinon mit Phonol in Gegenwart von Wasserstoffionen unter Erzeugung von Phenoxyhydrochinon, Umsetzung
von p-Benzochinon mit V.rasser unter Erzeugung von ϊ-ydroxyhydrochinon
und Umsetzung von p-Benzochinon mit Hydrochinon unter Erzeugung von Hydroxyphenoxy-hydrochinon. Diese Reaktionen
entsprechen folgenden Reaktionsgleichungen1.
H+
Phenol
H+
H2O
H+
Hydrochinon
H0// \vo-r.i
Die Zwischenprodukte sind Gegenstand weiterer Nebenreaktionen,
bis hochkomplexe und stark gefärbte Verbindungen oder Teere gebildet werden. Diese unerwünschten Reaktionen vermindern nicht
nur die chemische und elektrische V/irksamkeit der basischen elektrochemischen Oxydation von Phenol, sondern zeigen auch
andere schädliche Einwirkungen auf die Gewinnung des Hydrochinonprodukts
aus der entnommenen Reaktionsmischung. 15Is wurde
nun überraschenderweise gefunden, daß die unervainschten Nebenreaktionsprodukte
bei diesem Elektrolysevorgang einen bestimmten und meßbaren Einfluß auf die Stabilität des ffydrochino^mroduktes
109 844/1961 BADORiGINAL
während seiner Abtrennung haben. Obwohl eine Mechanismus für · diese Erscheinung nicht angegeben werden kann, werden in der
Praxis entsprechende Ergebnisse erhalten. Ss ist daher erwünscht, daß Nebenprodukte so bald wie möglich bei der Gewinnung
der Hydrochinonprodukte entfernt werden.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Hydrochinon aus Phenol, das folgende Stufen umfaßt:
a) KLektrolysieren einer wässrigen, etwa 0,5 bis 4 Gew.-?' Phenol
und etwa 1 bis 5 Gew.-^j Schwef el säure enthaltenden Lösung
bei einer Temperatur von etwa 25 bis 100 C, einem pF-Wert
unter etwa 4, einer Anodengleichstromspannung von mindestens etwa + 0,9 Volt gegenüber einer gesättigten Kalomelelektrode,
einer Kathodengleichstromspannung, die negativer
als etwa + 0,4 Volt gegenüber einer gesättigten Kalomelelektrode ist und einer Stromdichte von wenigstens etwa 4
Ampere/dm , wobei bis zu etwa 80 Gew.-54 an Phenol zu Hydrochinon
elektrolysiert werden, und
b) Gewinnung des Hydrochinons aus einer wässrigen Lösung, wobei die Abtrennung des Hydrochinonprodukts folgende Stufen umfaßt:
c) Behandlung der elektrolysierten wässrigen Lösung aus Stufe (a) mit einer ausreichenden Menge an Reduktionsmittel, um
das p-Benzochinon zu Hydrochinon umzuwandeln;
d) Entfernung von Teeren- und Farbkörpern';
e) Destillation unter Vakuum bei einer Blasentemperatur von etwa 45 bis 650C und einem Druck von etwa 70 bis 200 mmHg, bis
das Volumen der elektrolysierten wässrigen Lösung nur noch etwa 1/4 bis 1/10 des ursprünglichen Volumens besitzt;
f) Abkühlenlassen des destillierten Blasenrückstandes, bis Hydrochinon aus der Lösung auskristallisiert und
g) Gewinnung des auskristallisierten Hydrochinons.
BAD ORIGINAL 109844/1961 \
Für den Stripvergang zur Konzentrierung der elektrolysierten
wässrigen Lösung kann eine herkömmliche Vorrichtung zur Va- . • kuumdestillation verwendet werden, nachdem die Reduktionsstufc
und die Teer- und Farbkörperentfernung durchgeführt wurde.
Der für den Stripvorgang angewendete Temperaturbereich besitzt eine kritische obere Grenze, da Temperaturen über etwa 65 C die
Zersetzung des Hydrochinonprodukts zur Folge haben, was sich
an der Bildung von zusätzlichen Farbkörpem zeigt. Wenn auch
die untere Teraperaturgrenze von etwa 45 C nicht sehr entscheidend
ist, führen Temperaturen un.ter diesem'.Punkt zu einem Punkt,
k bei dem wirtschaftliche Faktoren infolge des höheren erforderlichen
Vakuums zu berücksichtigen sind.
■ Der Druckbereich ist dahingehend entscheidend, daß Drücke angewendet
werden, bei denen der Temperaturbereich möglich ist.
Es war völlig überraschend, daß die elektrolysierte wässrige
Lösung auf so geringe Werte wie 1/10 des ursprünglichen Volumens
konzentriert v/erden kann, weil das Destillat hauptsächlich aus Wasser und Phenol besteht, was eine Steigerung der Säurekonzentration
des abgestripten· Rückstandes zur Folge hat, der etwa 10 mal mehr an Hydrochinonprodukt enthält, als der Beschickungsstrom.
Da als Elektrolyt sowohl wegen ihrer Wirksam-" keit als auch niedrigen Kosten gewöhnlich Schwefelsäure verwendet
wird,bedeutet dies ein Anwachsen der wirksamen Schwefelsäurekonzentration
auf etwa_30%. Da konzentrierte Schwefelsäure
gegenüber organischen Verbindungen offenkundig reaktionsfähig ist, war es völlig überraschend, daß keine Zersetzung des
Hydrochinons während der Gewinnung stattfand. Diese überraschende Tatsache getattet nicht nur die Zurückführung von Schwefelsäure
sondern die Gegenwart der Schwefelsäure unterstützt nach dieser Konzentrierungsstufe auch die Auskristallisierung
des Hydrochinonprodukts aus dem Destillationsrückstand durch einen Aussalzeffekt.
BAD ORIGINAL
10984A/1961
Es wurde ebenfalls zufällig gefunden, daß bestimmte unbekannte, bei der Elektrolyse von Phenol hergestellte Materialien, die die
Zersetzung von Hydrochinon verstärken oder katalysieren, durch Reduktion und Adsorptionsbehandlung des Abflusses beseitigt
werden. Dies wurde nachgewiesen, indem zuerst eine synthetische wässrige Vergleichslösung hergestellt wurde, die 1,5%
Phenol, 0,9 bis 1,3So Hydrochinon, 0,2 bis 0,5% p-Benzochinon
und 3% Schwefelsäure enthielt und diese Lösung einer Destillation
bei atmosphärischen Druck unterworfen wurde, bis Hydrochinon aus dem Blasenrückstand auskristallisiert werden konnte.
Man konnte so das Hydrochinon mit leicht bräunlicher Farbe quantitativ gewinnen. Wird dagegen der abfließende Strom
aus der Elektrolysezelle, der 1,5% Phenol, 0,9·bis 1,4% Hydrochinon
und O,5/o p-Benzochinon und 3% Schwefelsäure enthielt,
einer Destillation bei atmosphärischem Druck unterworfen bis Hydrochinon auskristallisiert, erhielt man ein schwarzes Produkt
mit einer Ausbeute an Hydrochinon von nur 50%. Unterwirft man jedoch, den Abfluß aus der Elektrolysezelle kombinierten
Stufen: (1) Behandlung mit einem Reduktionsmittel (vorzugsweise SO2) und (2) Beseitigung von Teer und Farbkörpern durch
Inkontaktbringen mit Holzkohle (oder gleichwertigen Adsorptionsmitteln)
und einer Destillation unter reduziertem Druck, so erzielt man ähnliche Ergebnisse wie bei dem Vergleichsversuch,
d.h. quantitative Gewinnung von hell gefärbtem Hydrochinon. Wenn man eine dieser Stufen wegläßt, hat dies schädliche
Auswirkungen zur Folge.
Das auskritallisierte Hydrochinon kann dann von der wässrigen
darüberstehenden Säurelösung durch "beliebiges bekanntes Verfahren,
wie z;B. Filtrierung oder Zentrifugierung, gewonnen werden. Die Temperatur beim Auskristallisieren ist nicht sehr
entscheidend. Beispielsweise ist normale Zimmertemperatur am geeignetsten, wenn auch Temperaturen zwischen etwa 0 bis 20 C
die für die Auskristallisierung erforderliche Zeit verkürzen.
Vorzugsweise wird als Reduktionsmittel in Redukt ions stufe (c) des oben beschriebenen verbesserten Verfahrens Schwefeldioxyd
109844/1961
BAD OR)G(NAL
verwendet, obgleich gegebenenfalls- auch andere Reduktionsmittel verv/endet werden können,- z.B. naszierender Y'asserstoff,
der "in situ" durch Zugabe eines Metalls, das in der Spannunrnreihe
höher als Wasserstoff steht, zu dem sauren Abfluß aus der
Elektrolysezelle erzeugt v/erden kann. Geeignete Metalle sird beispielsweise Zink, Zinn und Eisen. Eine weitere Modifizierun"
besteht. darin, daß die Reduktion elektrolytisch an dor Iiathode
einer geteilten Zelle anstelle eines Reduktionsmittels bewirkt
wird. Ein besonderer Vorteil bei der.Verwendung von Schwefeldioxyd
liegt in der Tatsache, daß es während des Reduktions-. Verfahrens zu Schwef el säure umgewandelt wird und daher mehr
t von diesem wertvollen Elektrolyt anstelle einer Fremdsubstanz
oder Verunreinigung bildet.
.Ein bevorzugtes Verfahren zur Beseitigung von rückständigen
Teeren und Farbkörpern sieht die Verwendung einer adsorbierenden Form von aktivierter Holzkohle vor. Es ist sehr zweckmäßig,
dieses Adsorptionsmittel in Form einer Säule anzuwenden, durch die die elektrolysierte·wässrige Lösung entweder
infolge ihrer Schwere durchtropfen oder durchsickern kann. Zu v/eiteren Adsorptionsmittel^ die in dieser Stufe verwendet
werden können, zählen: aktivierte Tonerde und Molekularsiebe. Ein besonders ■-bevorzugtes Entfärbungsmittel ist aktivierte
Kokosnußkohle mit großer Oberfläche in Form von Pulver ψ oder Körnern eines Größenbereichs von etwa 0,074 bis 0,42 nun
(40 bis 200 mesh).
Es wird, bevorzugt, ein kontinuierliches Verfahren anzuwenden,
bei dem eine Beschickung an 3% Phenol und 3% Schwefelsäure als
wässrige Lösung der Elektrolysezelle zugeführt wird, und zwar in einer ausreichenden Geschwindigkeit, um eine Phenolumwandlung
von 50 Gew.-^j zu gewährleisten. Zu anderen bevorzugten Pedingungen
zählen eine Stromdichte von etwa 20 bis 40 Ampere/ dm , eine Elektrolysetemperatur von !30 bis 60 C und die Anwendung
einer expandierten ("expanded") Bleizclle, die in wässriger Schwefelsäure (30$) anodisch vorbehandelt ist und eine
Perkolation ^ omG|NAL
109844/1961
Kathode aus Aluminium, amalgamieren Blei oder Monelmetall
(inernational Nickel Co., Inc., eine geschmiedete Nickel-Kupfer-Legierung,
die etwa 2/3 Nickel und 1/3 Kupfer enthält). Bei dieser bevorzugten Ausführungsform führt das Stripverfnhren
zu einem Überkopfdestillat, das aus Phenol und Wasser besteht,
drs zur Rückführung zu den Jvlcktrolysezellen geeignet ist. Besonders
bevorzugt ißt die Anwendung einer Anzahl von in Serie geschalteter Elektrolysezelle}!, anstelle einer einzelnen Elektrolysezelle,
\\robei man mit ungeteilten Zellen beginnt und mit geteilten Zollen aufhört.
Hydrochinon und p-Benzochinon wurden in wässrigen Lösungen durch bekannte polarographische Verfahren analysiert» Proben von 1 ml
wurden der .."Elektrolysezelle entnommen und in einen 25 ml Meßkolben
gegeben und mit einem 0,2 molaren v/äs sr igen · Phosphatpuffer
eines pH-Werts von 7 aufgefüllt, bis sich der Flüssigkeitsneniskus
an den Meßstrich befand. Man erhielt ein Polarogramn
von jeder Lösung und bestimmte den Diffusionsgrenzstrom für Hydrochinon und p-Benzochinon. Diese Werte wurden mit einer
aus Standard-Hydrochinon- und p-Benzochinonlösungen gebildeten
Meßkurve verglichen. Bei den Meßkurven war der Diffusionsgrenzstrom
in Mikroamperes,gegen die Konzentration in Mol oder Gramm aufgetragen worden.
Der Phenolgehalt der wässrigen Lösungen wurde durch Gaschromatographie
bestimmt. Die Versuchsproben wurden mit überschüssigem Schwefeldioxyd behandelt und mit dem gleichen Volumen einer
Mischung von 98% Toluol und 2% Dichlorbenzol (einem internen Standard) in einem Thermostaten bei 30 C extrahiert. Eine kleine
Probe der Toluolphase wurde in den Gaschromatographieapparat eingespritzt, wobei mit einer· 2 m Kolonne gearbeitet wurde, die
10# festes Polyäthylenoxyd, das auf einem Teflonträger (PoIytetrafluoräthylen)
abgeschieden war, bei 1700C enthielt.
Eine Eichung wurde gegenüber einer Standard-Phenollösung durch
das gleiche Verfahren durchgeführt« Es wurden in jedem Fall
doppelte Analysen hergestellt. Die Messung bestand aus der
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Berechnung des integrierten Bereiches des Phenol-"Peaks" und
des integrierten Bereiches des internen Standards und Vergleich mit einer Eichtabelle, die aus einer normalen .Phenolic)sunc durch
dasselbe Verfahren hergestellt wurde.
Die Säuren wurden durch nicht-wässrige Titration von 1 ml Proben aus der Elektrolysezelle (verdünnt mit 25 π Isopropylalkohol)
mit etwa 0,1 η standardisiertem Tetramethylaramoniu-nhydroxyd
in Methanol bestimmt, ils xnirde eine automatische Titrationsvorrichtung
mit einer äußeren Ableitung und einem Über-. tragungssystein mit logarithmischer Wiedergabe zur Erzeugung von
»Endprodukt-"Peaks" verwendet.
Es wurde eine Orsat-Analyse zur Bestimmung von COp, CO und Op
• bei H2 - Ermittlungen durch Differenzberechnung angewendet.
Die vorliegende Erfindung wird ferner durch folgendes Beispiel erläutert. Alle Teile und Prozentgehalte betreffen das Gewicht,
falls nicht anders angegeben.
Es wurde eine Zelle für kontinuierliche Elektrolyse hergestellt,
die eine kreisförmige Bleianode und eine kreisförmige Bleikathode aufweist, die durch einen Teilungsrand oder ein Zellen-)
zwischenstück einer Dicke von 1,6 cm aus Polypropylen getrennt sind, und mit einer Ein-.und Auslaßvorrichtung zur Zuführung
und "Entfernung der Reaktionsteilnehmer zur und aus der Elektrolysezelle
versehen ist. Die Zelle ist weiterhin mit einer Tenperaturregelungsyorrichtung
("thermocouple well") und einer Verbindung zu der Bezugselektrode einer polarographischen Vorrichtung
ausgestattet. Die wirksame Elektrodenfläche, sowohl
2 der Anode als auch der Kathode betrug 25 cm . Die oberfläche
der Bleielektrode wurde vor den eigentlichen Elektrolyseversuchen zunächst mit 0,037 mm (400 mesh) Siliziumkarbidsandpapier
abgescheuert, mit einem Poliertuch poliert und dann mit V/asser
gewaschen. Diese Bleielektroden wurden dann ah eine glatt po- y.,;
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lierte Oberfläche zwischen verchronten Stahlplatten gepreßt.
Danach wurden die Elektroden vor Zusammenbau der Zelle gewo gen. Zur besseren Reproduzierbarke.lt bei den einzelnen Ansätzen
wurde eine Standardvorbehandlung der 3ilektroden durchgeführt,
indem sie durch Elektrolyse einer Cchwefelsäurelösung (3-'>) für
30 Hinuten mit einer Stromdichte von 40 Ampere/dn" vorelektrolysiert
wurden, v/ob ei 10 Ampere durch die Zelle flössen. Mach
dieser Vorbehandlung wurde eine wässrige Standard-Beschickung · an 3% Phenol und 3*5 Schwefelsäure (Gew.-/Vol.-rO der
Elektrolysezelle zugeführt, die auf eine Temperatur von 50 C bei einer Beschickungsgeschwindigkoit von 4,95 ml/Min gehalten
wurde. Der Abfluß aus der Zelle wurde durch einen Überlauf vorgenommen, und daher war die Itotnahmegeschwindigkeit
der Beschicltungsgeschwindigkeit gleich, und zwar 4,95 ml/Min.
Das Gewinnungssystem wird unter Bezugnahme auf die beiliegende
Zeichnung beschrieben, bei der die Behandlung des Überlaufs aus der Zelle in einem Pließdiagranm dargestellt ist. Der Überlauf
wird in das SO2 - Reaktionsgefäß geleitet, das gleichzeitig
mit SO2 aus Behälter 2 über einen Strömungsmesser 3 gesättigt
wird. Das SO2 - Reaktionsgefäß 1 besitzt auch einen Überlauf
bei einem bestimmten Niveau, durch den ein konstantes Niveau in dem SO2 - Reaktionsgefäß 1 aufrechterhalten wird» Der Überlauf führt in eine Holzkohlensäule 4, die eine Standard-Chromatographie-Glassäule
mit einen Durchmesser von 1,27 cm und einer Höhe von 45,8 cm und bis zu einer Höhe von 40 cm mit einer
adsorbierenden Form von Holzkohle (0,42 mm. = 40 mesh) gefüllt ist, mit einen Überlaufabflußrohr 6 ausgestattet und mit
einem Niveauregler 8 durch einen Sensor 10 verbunden ist. Der gereinigte und reduzierte Abfluß wird vom Boden der Holzkohlensäule
4 durch Leitung 12 abgeleitet, die zu dem Strömungsgeschwindigkeitsventil 14 und von da zu dem Solenoidvent.il 16
führt. Das Solenoidventil 16 wird durch den Niveauregler 8 gesteuert.
„Wenn das Solenoidventil 16 geöffnet ist, wird der Abfluß in eine Stripßäule 18 geleitet, die durch Danpf erhitzt
wird, der durch ein Ventil 20 in die Ummantelung 22 geleitet
109844/1961 BAD ORIGINAL
wird. Der Dampf wird aus der Ummantelung 22. durch eine AbI n.ltung
entfernt» Das vom Kopf der Stripsäule 18 durch Lsi tür· r~ ϊβ
entnommene Destillat v/ird durch einen Kühler 23 geleitet. r>r.s
hauptsächlich o.us Wasser und nicht-un.gesetztem Phenol bestohonde
Kondensat wird in einem über den Kopf der Stripsäule vor,'*tsehenen
Lagerunrsbehälter 30 aufbewahrt, der seinerseits nit
Fallen und einer Yakuumouelle über Leitung 32 verbunden ist.
Das aus der Stripsäule 18 durch Leitung 34 in Behälter 256 austretende
Bodenprodukt enthielt in der Hauptsache dan Hydrochinonprodukt
und konzentrierte wässrige Schwefelsäure. Das Niveau in Behälter 36 wird durch Sensor 38 geregelt, der mit ei-
| nem Niveauregler 40 verbunden ist, der seinerseits das SoIenoidventil
42 steuert. Die Temperatur des Bodenprodukts im Behälter 36 wird mit einem Thermoelement 44 genessen, das mit
..einem .Temperaturregler 46 verbunden ist» Temperaturregler 46
regelt das Dampfregelungsventil 20« Das aus dem Behälter entfernte
Produkt 36 wird durch eine Rückführungspumpe 48 entweder zu einem Bodenproduktlagerimgsbshalter 50 oder zurück
zur Stripsäule 18 über Leitung 52 geleitet. Der Bodenproduktlagerungsbehälter
50 ist mit der Vakuumquelle und den Fallen über Leitung 54 verbunden.
• Bei eineia typischen Beispiel wurde imter Verwendung der oben
beschriebenen Vorrichtung Hydrochinon sit einer Geschwindigkeit von 0,0301 Mol/Std (3*25 g/Std)^hergestellt. Dies stellt ein
Verhältnis von üftrdrochinon zu p-Benzochinon von 3SQ : 1 dar.
Die elektrische Wirksamkeit bei diesem Versuch betrug 43$ und
die chemische Wirksamkeit 85S&»
Die angewendeten Arbeitsbedingungen für die Gewinnung umfassen eine Zufuhrgeschwindigkeit in das SO0 - Reaktionsgefaß 1 von
4,95 ml des "Elektrolysesellenüberlanfs pro Minute mit einer
SOg - Strömungsgeschwindigkeit in &as S0>, - ReaktJ-orisgefäß 1
von 5,0 ml/Min, bei Standardtemperatur und Druck, D^ Biasestemper
? tür in der Stripsäule 13 wurde auf 50 C gehalt^.ij während der Blasendruck in der Stripsäule 18 bei etwa 90 mm Hg
* und p-Benzochinon bei einer Gesch^^Slgk^T^^TuTovyi^Kol/Std,
(1,07 g/Std.) *
109844/Ί961 "
gehalten wurde. Das "overhead to bottonis"-Verhältnis in der
Stripsäule 13 betrug etwa 8,0. Die Entnahnegeschvir.digkeit der-Bodenprodukts
betrug etwa 0,'62 nl/llln. Dn s Produkt aus den
Bodenproduktlagerungsbehälter 15 wurde in einen Auskristallisierungsbehälter
bei 0 C gegeben, wobei eine Gewinnung von 80?$ Hydrochinon bei einer Kristalllsationsgeschv/indigkeit von
etwa 3,^8 g/Std erzielt wurde.
Das als Überkopffraktion aus der Stripsäule 18 erhaltene Destillat,
das in einem über dem Kopf der Säule vorgesehenen Behälter 30 gesammelt wurde und hauptsächlich aus Wasser und
Phenol besteht, kann gegebenenfalls mit genügend Phenol und Schwefelsäure zu einer der ursprünglichen Beschickung entsprechenden
Zusammensetzung aufbereitet und zu der Elektrolysezelle
zurückgeführt werden.
109844/1961
BAD ORIGINAL
Claims (1)
- P a tentansr>rücheerfahren zur Herstellung von Hydrochinon aus Phenol gekennzeichnet durch folgende Reaktionsstufen:a) Elcktrolysieren eintr wässrigen, etv/a 0,5 bis 4 Gew.-Γ' Phenol und ο tv/.? 1 bis 5 Gev/.-# Schwefelsäure enthaltenden wässrigen Lösung bei einer Temperatur von etv/a 25 bis 100 C, einem pH-Wert unter etwa. 4, einer Anodengleichstrornspannung von mindestens etwa + 0,9 Volt gegenüber einer gesättigten Kalomelelektrode, einer Kathodengleichstromspannung, die negativer als etwa +0,4 Volt gegenüber einer gesättigten Kalomelelektrode ist, und einer Stromdichte von wenigstens etwa 4' Ampore /dm~, wobei bis zu etv/a 50 Gow.-% an Phenol zu Hydrochinon elektrolysiert werden,, undb) Gewinnung des. Hydrochinon^ aus einer wässrigen Lösung, wobei die Abtrennung des Hydrochinonprodukts folgende Stufen umfaßt;c) Behandlung der elektrolysierten wässrigen Lösung aus Stufe a) mit einer ausreichenden Menge an Reduktionsmittel, um das p-Benzochinon zu Hydrochinon umzuwandeln;d) Entfernung von Teeren und Farbkörpern . . ■ je) Destillation unter Vakuum bei einer Blasentemperatur von etwa 40 bis 45°C und einem Druck von etwa 70 bis 200 mm Hg, bis das Volumen der elektrolysierten wässrigen Lösung nur noch etwa 1/4 bis 1/10 des ursprünglichen Volumens besitzt; ·f) .Abkühlenlassen des destillierten Blasenrückstandes,bis Hydrochinon aus der Lösung auskristallisiert undg) Gewinnung des auskristallisierten Hydrochinons.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Konzentration der wässrigen Lösung von etwa 3 Gew.-fi Phenol und etwa 3 Gew.-?* Schwefelsäure angewendet v/ird.109844/1961BAD ORIGINAL3. Verfahren nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, dcf; eine riektrolysentenperatur von etwa 50 bis 60 C und eineStromdichte von otv/a 20 bis 40 Ampere/dm angewendet wird.'w Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dri?· als Reduktionsmittel in Stufe c) Schwefeldioxyd verwendet wird.5. Verfahren nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Entfernung von Teeren und Farbkörpern nach Stufe d) durch aktivierte Holzkohle vorgenommen wird.6. Verfahren nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden vorbehandelt v/erden, indem man eine Vorelektrolyse bei 10 Atmosphären, einer"Stromdichte von 40 Ampere/dra und Zimmertemperatur in einer 3-prozentigen wässrigen Schwefelsäurelösung durchführt.7. Verfahren nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß als Anode und Kathode solche verwendet v/erden, die aus Blei hergestellt worden sind.8. Verfahren nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, daS als Anode eine solche aus Blei und als Kathode eine solche aus amalgamierteia Blei, Aluminium oder Monelmetall verwendet werden.109844/1961BAD ORIGfNAtLee rsei t e
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