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DE2107569A1 - Interpolymers sowie Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Interpolymers sowie Verfahren zu deren Herstellung

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Publication number
DE2107569A1
DE2107569A1 DE19712107569 DE2107569A DE2107569A1 DE 2107569 A1 DE2107569 A1 DE 2107569A1 DE 19712107569 DE19712107569 DE 19712107569 DE 2107569 A DE2107569 A DE 2107569A DE 2107569 A1 DE2107569 A1 DE 2107569A1
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DE
Germany
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radical
radicals
carbon atoms
vinyl
vinyl ether
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712107569
Other languages
English (en)
Inventor
Nathan David Allentown Williams Earl Pierce PenArgyl.Pa Field (V St A)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GAF Corp
Original Assignee
GAF Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GAF Corp filed Critical GAF Corp
Publication of DE2107569A1 publication Critical patent/DE2107569A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

DR. GERHARD RATZEL
PATENTANWALT
68 MANNHEIM 1, 15.2.1971 SeckenheimerSfr. 36a. Tel.(0621)406315
Poitichcckkon.toi Frankfurt/M. Nr. 9293 B α η k ι Deutsche Bank Mannheim Nr. 72/ΟΟΟίί Tal«gr,-Cod»i Gerpat
GAI1 Corporation
West 51st Street
NEW YORK, N.Y. / USA.
Interpoliere, sowie Verfahren zu deren Herstellung.
Die vorliegende Erfindung "bezieht sich auf neue Interpolymere die als Verdickungsmittel und insbesondere als Verdickungsmittel in wässrigen sauren Medien in sehr vorteilhafter Weise verwendbar sind.
Diese erfindungsgemässen neuen Interpolieren besitzen die folgende Struktur:
CH
O
Einheit I — CiL> CH
I I
CH -
C=^=O
und
-C -CH,
i X
Einheit II
CH — CH
C O
Ii
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wobei Y ein Glied folgender Gruppe bedeutet: Halogen, Wasserstoff, niederen Alkylrest, Phenylrest; X bedeutet eine einfache chemische Verbindung und steht ferner für Sauerstoff, Schwefel, die Carboxygruppe und die Carbonamidogruppej E-, bedeutet unter sich gleiche oder voneinander verschiedene Kohlenwasserstoffreste mit etwa 6 bis etwa 36 Kohlenstoffatomen, wobei diese Kohlenwasserstoffreste geradkettige Alkylreste, verzweigte Alkyl reste, Cycloalkylreste und Alkylarylreste sind; R~ bedeutet unter sich gleiche oder voneinander verschiedene Kohlenwasserstoffreste, nämlich niedere Alkylreste und den Rest
in welch letzterer Formel q eine ganze Zahl von 1 bis einschliesslich 3» & eine ganze Zahl von 0 bis einschliesslich 3 darstellt; in den weiter oben angegebenen Formeln bedeuten A und B jeweils die Reste:
-N-R7, 3 -N-R , 6 oder O-R -N-R 6
I 4 I 5 4 I 5
R R R
in welch letzteren Formeln R-, Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest mit etwa 1 bis etwa 2 Kohlenstoffatomen, R* einen normalkettigen niederen Alkylrest, einen verzweigten Alkylrest, einen Cycloalkylrest oder einen heterocyclischen Rest mit etwa 2 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, ferner R,- und R^ jeweils einen Alkylrest mit etwa 1 bis etwa 4 Kohlenstoffatomen oder einen Alkoxyalkylrest mit etwa 2 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen oder zusammen mit dem N-Atom genommen einen heterocyclischen Ring mit 2 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen bedeutet.
Im allgemeinen ist festzustellen, dass die Struktureinheit I in einer Menge von etwa 75 bis 99 »5 Mol-% und vorzugsweise in einer Menge von etwa 85 bis 99 Mol-# zugegen ist. Die Struktureinheit II ist in einer Menge von etwa 25 bis etwa 0,5 Mol-%
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und vorzugsweise in einer Menge von etwa 1 bis etwa 15 Mol-% des Interpolymers zugegen.
Die neuen erfindungsgemässen Verbindungen kann man entweder durch Umsetzung eines tertiären Amins, das nur eine primäre oder sekundäre Hydroxylgruppe und keine anderen aktiven Substituenten aufweist oder eines tertiären Asiins, das nur eine primäre oder sekundäre Aminogruppe mit keinen weiteren aktiven Substituenten, mit einem Interpolymer einer polymerisierbaren Vinyl verbindung mit einer einzigen
- Gruppierung
und einem Dicarbonsäureanhydride das eine äthylenische Ungesättigtheit aufweist, hergestellen.
Insbesondere stellt ma£ die erfindungsgemässen Interpolieren durch Reaktion eines t&riiiäjien Amins, das etwa 5 bis 11 Kohlenstoffatome aufweist und eine primäre oder sekundäre Hydroxylgruppe mit keinen weiteren aktiven Substituenten oder alternativ durch Reaktion eines tertiären Amins, das etwa 3 bis etwa 11 Kohlenstoffatome und nur eine primäre oder sekundäre Aminogruppe mit keinen weiteren aktiven Substituenten aufweist, in der oben beschriebenen' Weise her.
Beispiele solcher tertiärer Monohydroxyamine, die man gemäss vor- | liegender Erfindung einsetzen kann, sind die folgenden Verbin- ; düngen: Dirnethylaminoathanol, Diäthylaminopropanol, Dirnethylaminopropanol, di-n-Butylaminopropanol, Diäthylaminoäthanol, Diäthylaminobutanol, l-(N-Diäthylamino)-2-propanol, N-(2-Hydroxyäthyl)-morpholin, Dimethylaminoisopropanol, N-Hydroxyäthylpyrrolidin, Ν,Ν-di-Isopropyläthanolamin, 2-Äthanolpyridin, N-(β -Hydroxyäthyl)-piperidin, 2-Propanolpyridin, Dimethylaminocyclohexanol.
Beispiele von inono-tertiären Diaminen, die hier eingesetzt werden, sind die folgenden Verbindungen: J-Dimethylamino^-aminopentan, Dirnethylaminopropylamin, Diäthylaminopropylamin, N,N-Diäthyl-
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ethylendiamin, Ν,Ν-Dimethylhexandiamin, N-(/3 -Aminoäthyl)-piperidin, 2-Aminoäthylpyridin, N-(/3 -Aminoäthyl)-pyrrolidin.
Man kann.auch Gemische dieser und/oder analoger Verbindungen einsetzen.
Das Interpolymer einer polymerisierbaren Vinylverbindung mit einer einzigen ^- C=»CH2-Gruppierung und eines Dicarbonsäureanhydride mit einer äthylenischen Ungesättigtheit ist vorzugsweise ein Maleinsäureanhydrid-Interpolymer mit Vinylmonomeren zweier verschiedener Typen.
Eine Klasse der Vinylmonomeren entspricht der Strukturformel
Y
R-X-C=CH2
in welcher E-, einen organischen Rest mit 6 bis 36 Kohlenstoffatomen, Y Wasserstoff, Halogen (Chlor, Brom), einen niederen Alkylrest oder den Phenylrest und X Sauerstoff, Schwefel, die Carboxylgruppe, die Carbonamidogruppe oder eine chemische Bindung bedeutet.
Die andere Klasse von Vinylmonomer ist ein Vinyläther, der der Strukturformel
K2 — ο—CH=CH2
entspricht, in welcher Rp einen niederen Alkylrest, wie beispielsweise den Methylrest, den Äthylrest, usw. oder den Rest -(CH2CH2O) (CH2)mCH5 bedeutet, in welch letzterer Formel q eine ganze Zahl von 1 bis einschliesslich J und m eine ganze Zahl von 0 bis einschliesslich J darstellt.
Genauer gesagt besitzen die Interpolymer-Verbindungen, die man bei der Herstellung der neuen erfindungsgemässen Verbindungen verwendet, die folgende Strukturformel (Struktureinheiten):
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Einheit I
CH-CH2-CH-CH O O—
Einheit II
-CH CH-
X 0
wobei die Struktureinheit I etwa 75 bis 99,5 Mol-% (vorzugsweise etwa 85 "bis 99 Mol-%) und die Struktureinheit II etwa 25 bis 0,5 Mol-% (vorzugsweise etwa 1 bis 15 Mol-%) des Interpolymers ausmacht; das Symbol Y steht für ein Glied folgender Gruppe: Wasserstoff, Halogen (Chlor, Brom, usw.)» niederer Alkylrest, Phenylrest; X bedeutet ein Glied folgender Gruppe: Sauerstoff, Schwefel, Carboxylgruppe, Carbonamidogruppe oder auch eine einfache chemische Bindung; R, bedeutet den gleichen oder einen verschiedenen Kohlenwasserstoffrest mit 6 bis 36 und vorzugsweise mit 6 bis 20 Kohlenstoffatomen und ist ein Glied der folgenden Gruppe: geradkettige Alkylreste, verzweigte Alkylreste, Cycloalkylreste, Alkylarylreste, vorzugsweise bedeutet R1 einen Alkylrest; Rp bedeutet den gleichen oder einen davon verschiedenen Kohlenwasserstoffrest, nämlich einen Methylrest, einen Äthylrest oder einen
Og(CH2),
-Rest
und vorzugsweise den Methylrest; q steht für eine ganze Zahl von 1 bis 3 und m für eine ganze Zahl von 0 bis 3·
Diese Verbindungen kann man auf konventionelle Verfahrensweisen erhalten, beispielsweise durch Interpolymerisation von Maleinsäureanhydrid und einem Gemisch von Vinylmonomeren, wobei man etwa 1 Mol Maleinsäureanhydrid pro Mol Vinylmonomer-Gemisch einsetzt. Ein kleiner molarer Überschuss an Vinylmonomer-Mischung (5 bis 10 %) über dem Maleinsäureanhydrid-
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Anteil kann von Vorteil sein, um eine vollständige Umwandlung des Maleinsäureanhydrids sicherzustellen.
Das Verhältnis von H2-O-CH=CHp Vinylmonomer zu
Y
R1 X— C = CH2
—Vinylmonomer soll in die oben angegebenen Bereiche fallen, d.h. es sollen etwa 75 bis 99,5 Mol-% an R2-O-CH=CH2 Vinyläthermonomer und etwa 0,5 his 25 Mol-% an
R£— X C = CH2
—Vinylmonomer zugegen sein.
Die Polymerisation kann man bequemerweise derart durchführen, dass man eine Lösung der Monomeren herstellt und eine katalytische Menge (vorzugsweise 0,01 bis 1,0 %) eines freie Radikale liefernden Katalysators (Initiator) hinzugibt. Die entstandene Lösung wird gründlich durchgemischt und genügend hoch erhitzt, um die Polymerisation stattfinden zu lassen. Nachdem die Polymerisationsreaktion vollständig verlaufen ist, wird das ausgefällte Interpolymer auf an sich bekannte Art und Weise, beispielsweise durch Filtration isoliert, mit frischem Lösungsmittel gewaschen und sodann im Vakuum getrocknet. Man kann die Polymerisation auch derart durchführen, dass man eine Lösung der Vinylmonomeren zu einer Lösung des Katalysators und des Maleinsäureanhydrids hinzufügt.
Die Menge an Lösungsmittel ist nicht von kritischer Bedeutung; man kann Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol, Xylol, Aceton, Methyläthylketon und Methylenchlorid und dergleichen einsetzen.
Benzol ist jedoch als das am meisten geeignete Lösungsmittel . . zu betrachten, da es sich zur Isolierung des Produkts und zur
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Schaffung von Produkten mit hohen Molekulargewichten hervorragend eignet.
Von den organischen Katalysatoren (Initiatoren), die freie Radikale liefern und die hier einsetzbar sind, seien die folgenden Verbindungen genannt: Azobisisobutyronitril, Benzoylperoxyd, Lauroylperoxyd, Capryly3„peroxyd, Acetylperoxyd, Acetylbenzoylperoxyd, di-tert-Butylperoxyd, Dimethylazoisobutyrat. Man kann auch Gemische solcher Katalysatoren bei dem Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Interpolymeren einsetzen.
Ferner kann die Polymerisation auch durch Anwendung von Strahlen ™ ausgelöst bzw. durchgeführt werden, beispielsweise durch Anwendung von Strahlungsquellen hoher Energie, wie Ultraviolettlicht, Röntgenstrahlen, gs-Äma-Strahlen, Neutronen und dergleichen.
Man kann die Polymerisation innerhalb eines Temperaturbereichs von O bis 15O°C durchführen. Me bevorzugten Reaktionstemperaturen liegen meistens im Bereich von 40 bis 1000C und insbe- · sondere bei etwa 60 bis 800C.
Die Vinyläthermonomeren, die von der vorgenannten Formel Rp - 0 - CH = CHp dargestellt werden, umfassen Methylvinyl- | äther, Äthylvinyläther, Methoxyathylvinylather, Methoxyäthoxyäthylvinyläther und die Monomethyläther der Triäthylenglykolvinyläther oder Mischungen hieraus.
Die verschiedenen Vinylmonomeren, die von der Formel
R X — C —' CH
dargestellt werden, umfassen: Hexylvinyläther, Heptylvinyläther, Octylvinyläther, Nonylvinyläther, Decylvinyläther, Hendecylvinyläther, Dodecylvinyläther, Tetradecylvinyläther, Hexadecylvinyläther, Octadecylvinyläther, Myricylvinyläther,
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Docosylvinyläther, Cetylvinyläther, 2-Äthyl-l-butylvinyläthcr, 2,6-Dimethyl-4-heptyIvinyläther, 2,4,6,8-Tetramethyl-1-nonylvinyläther, 2-Methyl-l-decylvinyläther, 2,5-Diäthyl-3,7-dimethyl-1-octylvinyläther, Isooctylvinyläther ,· 2-A'thyl-1-decylvinyläther, Isodecylvinyläther, Tridecylvinyläther, Cyclohexyl vinyl äther, Decahydronaphthylvinyläther, Hydroabietinylvinyläther, Terpinylvinyläther, Benzylvinyläther, /S -Phenyläthylvinyläther, Hydrocinnamylvinyläther, Undecylacrylat, Laurylacrylat, Tridecylacrylat, Cetylacrylat, Octadecylacrylat, Myricylacrylat, Decylmethacrylat, Dodecylmethacrylat, Cetylmethacrylat, Octadecylmethacrylat, Decyl-Ctl-äthylacrylat, Dodecyl-oC-äthylacrylat, Tetradecyl-Ol-äthylacrylat, Hexadecyl-(X-äthylacrylat, Dodecyl-C6_chloracrylat, Tetradecyl-öi-chloracrylat, Octadecyl-OC-chloracrylat, Octadecyl-oC-bromacrylat, Hexyl-OC-phenylacrylat, Octyl-öL-phenylacrylat, Konyl-iX-phenylacrylat, Decyl-°C -phenyl acryl at, Dodecyl-0^- phenylacrylat, Decen-1, Dodecen-1, Hexadecen-1, Octadecen-1, Eicosen-1, Vinyllaurat, Vinylpalmitat, Vinyloleat, Vinylstearat, N-Hexylacrylamid, N-Cetylacrylamid, N-Octadecylacrylamid, NJT-dioctadecylacrylamid, N-Decylmethacrylamid, N,N-Dioctylmethacrylamid, Vinylhexylsulfid, Vinyldodecylsulfid, Vinylhexadecylsulfid, Vinyloctadecylsulfid, N-Vinyllauramid, N-Vinylmyristamid, N-Vinylpalmitamid, N-Vinylstearamid, li-Vinyloleamid, Tetradecylisopropenylather, Hexadecylisopropenyläther, Octadecylisopropenylather, Myricylisopropenyläther, sowie deren Mischungen. Die bevorzugten Vinylmonomeren sind solche, bei denen das Symbol R-, einen im wesentlichen linear gebauten (langkettigen) Eest bedeutet, beispielsweise einen Vinyläther eines Gemisches von 1/3 N-Octadecanol und 2/3 N-Hexadecanol.
Das Molekulargewicht des bei dieser Erfindung eingesetzten Anhydrid-Interpolymers wird bequemerweise durch Angabe der spezifischen Viskosität definiert. Polymere, die in den Umfang vorliegender Erfindung fallen, sind beispielsweise solche, bei denen 1,00 g Polymer pro 100 ml Methyläthylketon-Lösung eine spezifische Viskosität bei 30°C im Bereich von 0,1 bis
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25 ergeben; Polymere, die eine Viskosität im Bereich von 2,0 bis 6,5 ergeben, werden bevorzugt.
Die oben beschriebene Interpolymer-Koniposition kann dann nit dem ebenfalls oben beschriebenen Monohydroxy-tertiär-amin oder Mono-tertiär-diamin in einer inerten und im wesenblichen wasserfreien Flüssigkeit umgesetzt werden, die sowohl ein Lösungsmittel als auch ein Nichtlöser für das verwendete Interpolymer sein kann, die jedoch ein Lösungsmittel bezüglich des Monohydroxy-tertiär-amins oder des Mono-tertiär-diamins ist.
Die umzusetzende Charge wird vorzugsweise in einer inerten " Flüssigkeit erhitzt und die Reaktionsgeschwindigkeit dadurch gesteigert. Jedoch ist die Erhitzung nicht von essentieller Bedeutung, und zwar insbesondere dann nicht, wenn man die Reaktion in einer inerten Flüssigkeit durchführt, die für beide Reaktanten ein Lösungsmittel ist. Anschliessend an die Reaktion kann das Produkt auf an sich bekannte Art und Weise von der Flüssigkeit isoliert werden.
Die Menge an Monohydroxy-tertiär-amin oder Mono-tertiär-diamin, die man bezüglich der Interpolymer-Kompositionen einsetzt, kann innerhalb weiter Grenzen schwanken. Im allgemeinen setzt man jedoch etwa 1 bis etwa 1,5 Mol an tertiär-Amin- A enthaltender Verbindung pro Anhydridrest ein.
Das Wesen vorliegender Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen weiterhin erläutert.
Beispiel 1:
Man löst 4-9,0 g Maleinsäureanhydrid in $50 ml Benzol und filtriert in einen 5OO ml Kolben,um Maleinsäure zu entfernen. Sodann gibt man 6,93 S Vinyläther einer Mischung von 1/3 n-pctadecanol und 2/3 n-Hexadecanol, sowie 0,049 g Azobis-· isobutyronitril hinzu. Der Kolben wird sodann auf O0G abgekühlt und 27,6 g an destilliertem Methylvinyläther hinzugegeben. An-
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- ίο -
sciiliessend füllt man das Volumen des Gemisches mit Benzol bei O0G auf 500 ml auf und gibt das Ganze in einen Polymerisationsreaktor (Polymerisationsröhre), wobei man die Lösung bei O0C iiält.
Der Polymerisationsreaktor wird sodann auf -75° C abgekühlt, auf 20 mm Hg evakuiert und anschliessend wieder mit Stickstoff gas gefüllt. Nachdem man diese Prozedur noch zweimal wiederholt hat und schliesslich wieder auf 20 mm Hg reevakuierte, wurden die Polymerisaüionsreaktoren geschüttelt und auf einer konstanten Temperatur von 65°C gehalten. Das Interpolymer fällt als dicker Brei aus; der Inhalt jedes Polymerisationsreaktors wurde mit 100 ml Benzol aufgeschlämmt, abfiltriert, dreimal mit Benzol gewaschen und sodann in einem Vakuumofen bei.4-50C zur Gewichtskonstanz getrocknet.
Anschliessend wurden 8,0 g (0,05 Mol) eines Interpolymers, das zu 50 Mol-% aus Maleinsäureanhydrid, 49 Mol-% aus Methylvinyläther und zu 1 Mol-% aus Hexadecylvinyläther (60,9 % Anteil), Octadecylvinyläther (33>4- % Anteil) und Tetradecylvinyläther (5»7 % Anteil) bestand und eine spezifische Viskosität (1,00 g pro 100 ml Methyläthylketon-Lösung) von 3,1 besitzt, in 4-00 ml an chemisch reinem Methyläthylketon aufgelöst. Zur entstandenen klaren Lösung gab man sodann 4,9 g (0,055 Mol) Dimethylaminoäthanol tropfenweise unter Rühren hinzu. Diese Zugabe dauerte etwa 1 Minute, wobei die Temperatur von 29 auf 31°C anstieg. Anschliessend wurde das Gemisch weitere 2 Stunden bei 29 "bis 31°G gerührt, wobei sich ein Niederschlag bildete, der abfiltriert, mit Methyläthylketon gewaschen und sodann im Hochvakuum getrocknet wurde. Das entstandene getrocknete Produkt besass ein Gewicht von 11,8 g. Es wurde zu einem weissen Pulver vermählen und sodann der Infrarot-Analyse unterworfen, die einen Anteil von 2 % nicht reagiertem Anhydrid ergab.
Beispiel 2:
8,0 g (0,05 Mol) des Interpolymers des Beispiels 1 wurden zu 400 ml an chemisch reinem Methyläthylketon hinzugefügt.
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- li -
Zu der entstandenen klaren Lösung gab man sodann 516 β (0,055 Mol) Dimethylaminopropylamin tropfenweise unter Rühren. Die Temperatur stieg hierbei von 25°C auf etwa 28,50G. Sodann wurde die Mischung 18 Stunden lang bei Zimmertemperatur (25°C) weitergerührt. Das entstandene Produkt wurde abfiltriert, mit Methyläthylketon gewaschen und im Hochvakuum getrocknet. Dieses getrocknete Produkt wog 13,5 g; es wurde zu einem hellgelblichbräunlich gefärbten Pulver vermählen. Die Titration der kombinierten Methyläthylketon-Waschflüssigkeiten und des Filtrats ergab, dass die Reaktion zu 96 % verlaufen war.
Beispiel ~$:
Die Polymer-Lösungen des Polymers des Beispiels 1 mit 1 %iger und 2 %iger Polymerkonzentration in 15 %iger Chlorwasserstofflösung wurden dadurch hergestellt, dass man die Polymeren des Beispiels 1 mischte. Sie Brookfield-Viskositäten wurden bei 250C unter Verwendung sines Brookfield Modell LVF Viskosimeter s gemessen.
Wie man leicht aus der folgenden Tabelle 1 ersehen kann, verdicken die erfindungsgemässen Polymeren in bedeutendem Umfang saure Lösungen.
TABELLE 1
Polymer-
Konzentration
Gesamtzeit in
Stunden
Viskosität Spindel EPM, Um
drehungen
pro Min.
1 % 48 800 cps. 4 6
2 % 48 17 200 cps. 4 6
1 % 72 3OO cps. 4 6
2 % 72 17 000 cps. 4 6
Beispiel 4:
Es wurde eine 2 %ige Polymerlösung des Interpolymers des Beispiels 2 in 15 %iger Chlorwasserstoffsäure-Lösung hergestellt. Die Lösung wurde gut gemischt und sodann die Brookfield-
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Viskositäten, wie in Beispiel 3 beschrieben, gemessen. Wie man aus der folgenden Tabelle 2 ersehen kann, bewirken die neuen erfindungsgemässen Interpolieren eine bedeutende Viskositätserhöhung .
TABELLE 2
Polymer- Gesamtzeit Konzentration in Stunden Viskosität
Spindel
RPM, Umdrehungen pro Minute
2 % 24 1 980 cps. 4 6
2 % 48 1 200 cps. 4 6
Beispiel 5:
Unter Befolgung der Verfahrensweise des Beispiels 1 wurden 10,0 g (0,064 Mol) eines Copolymers aus Methylvinyläther-Maleinsäureanhydrid (spezifische Viskosität 1 % Methyläthylketon von 3,4) in 400 ml an chemisch reinem Methyläthylketon mit 5i7 S (0,064 Mol) Dimethylaminoäthanol umgesetzt; das entstandene getrocknete Produkt wog 14,0 g. Seine Infrarot-Analyse ergab, dass nur 4 % Anhydrid nicht umgesetzt waren. Sodann wurde eine Lösung mit 2 % Polymerkonzentration in 15 %iger Chlorwasserstoffsäurelösung hergestellt und die Brookfield-Viskosität gemessen. Die ermittelte Viskosität betrug nur 18 cps.
Die neuen erfindungsgemässen Interpolymeren sind besonders brauchbar und wertvoll als Verdickungsmittel für wässrige Systeme ein§chliesslich saurer wässriger Systeme bzw. Medien.
Die Menge an Wasser, die in diesen wässrigen Systemen anwesend ist, ist nicht von kritischer Bedeutung. Die eingesetzten Verdicker können auch zum Verdicken solcher Kompositionen verwendet werden, in denen das Wasser nur in einer geringeren Menge zugegen ist.
109838/1529
-13-
Die Menge an Verdicker, die man in den wässrigen Kompositionen ' oder Systemen einsetzt, hängt von dem gewünschten Ergebnis, dem jeweils verwendeten System und in der Praxis auch von all-11.' gemeinen wirtschaftlichen Betrachtungsweisen ab. Im allgemeinen wird man jedoch die Verdicker in einer Menge im Bereich von etwa 0,1 Gewichts-% bis etwa 15 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der wässrigen Komposition, einsetzen, wenngleich auch grössere oder geringere Mengen an Verdicker gegebenenfalls vorteilhafterweise verwendet werden.
Wässrige Systeme bzw. Medien, die. mit den neuen erfindungsgemassen Interpolieren verdickt werden können, umfassen beispielsweise solche, die als Toilettengefäss-Beiniger, Rost- f entferner und Phenol-Mineralsäure-Farbe-Ablöser und dergleichen verwendet werden.
- /Patentansprüche: 10 9 8 3 8/1529

Claims (7)

  1. Pat ent an Sprüche
    wobei Y Halogen, Wasserstoff, einen niederen Alkylrest oder einen Phenylrest, X Sauerstoff, Schwefel, die Carboxylgruppe oder die Carbonamidogruppe, sowie auch eine einfache chemische Bindung, E-, gleiche oder untereinander verschiedene Kohlenwasserstoffreste mit etwa .6 bis etwa J>6 Kohlenstoffatomen, nämlich geradkettige Alkylreste, verzweigte Alkylreste, Gycloalkylreste oder Alkylarylreste, Rp die gleichen oder verschiedene Kohlenwasserstoffreste, nämlich niedere Alkylreste oder den Rest
    - (CH2-CH2-O) q- (CH2 J1n-CH3
    darstellen, wobei in letzterer Formel q eine ganze Zahl von 1 bis 3 und m eine ganze Zahl von O bis 3 und in den obigen Formeln A und B jeweils die Reste
    N-R.-N-R I 4 , 5
    R R.
    und
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    -15-
    darstellen, in welch letzteren Formeln R, Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest mit etwa 1 bis etwa 2 Kohlenstoffatomen, R^ einen niederen geradkettigen Alkylenrest, einen verzweigten Alkylenrest, einen CycIoalkylenrest oder einen heterocyclischen Rest mit etwa 2 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, sowie R1- und Rg jeweils Alkylreste mit ■ etwa 1 bis etwa 4- Kohlenstoffatomen, Alkoxyalkylreste mit etwa 2 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen und zusammen genommen mit einem N-Atom einen -heterocyclischen Ring mit 2 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen;bedeuten. *
  2. 2.) Wasserlösliches Interpolymer nach Anspruch 1, dadurch ge- J kennzeichnet, dass R-, einen Kohlenwasserstoff rest mit ' 6 bis 20 Kohlenstoffatomen bedeutet.
  3. 3·) Wasserlösliches Interpolymer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Rp einen Methylrest darstellt.
  4. 4.) Wasserlösliches Interpolymer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R-, einen Alkylrest, Y Wasserstoff und X Sauerstoff darstellt.
  5. 5.) Wasserlösliches'Interpolymer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Y Wasserstoff, X Sauerstoff und R^
    ein Gemisch aus 66 % Hexadecylalkyl-Einheiten und etwa |
    33 % Octadecylalkyl-Einheiten bedeutet. f
  6. 6.) Wasserlösliches Interpolymer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass A für
    -N-R-N-R 4
    R3 R 6
    steht.
  7. 7.) Wasserlösliches Interpolymer nach Anspruch. 1, dadurch
    -16-109838/1529
    gekennzeichnet, dass B für
    2107589
    -0-R -N-
    steht.
    1G9838M529
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