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DE2101207A1 - Cyclische Stickstoff enthaltende Organosihciumverbindungen - Google Patents

Cyclische Stickstoff enthaltende Organosihciumverbindungen

Info

Publication number
DE2101207A1
DE2101207A1 DE19712101207 DE2101207A DE2101207A1 DE 2101207 A1 DE2101207 A1 DE 2101207A1 DE 19712101207 DE19712101207 DE 19712101207 DE 2101207 A DE2101207 A DE 2101207A DE 2101207 A1 DE2101207 A1 DE 2101207A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
chlorodimethylsilane
general formula
organosilicon compounds
containing organosilicon
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712101207
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Paul Penarth; Thomas Bryan Tonyrefail; Glamorgan Bush (Groß bntannien). R
Original Assignee
Midland Silicones Ltd., Reading, Berkshire (Großbritannien)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Midland Silicones Ltd., Reading, Berkshire (Großbritannien) filed Critical Midland Silicones Ltd., Reading, Berkshire (Großbritannien)
Publication of DE2101207A1 publication Critical patent/DE2101207A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • C07F7/21Cyclic compounds having at least one ring containing silicon, but no carbon in the ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

Luci>. . ; ■-;-ii.e38 DT.B/G
Tdr.cm 4-137 55
Midland Silicones Limited, Reading Bridge House, Reading. Berkshire (Großbritannien)
Cyclische Stickstoff enthaltende Organosiliciumverbindungen
Die Erfindung betrifft die Herstellung von bestimmten cyclischen Stickstoff enthaltenden Organosiliciumverbindungen und ein besonderes neues Glied dieser Klasse von Verbindungen.
Die britische Patentschrift 1 086 250 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Disilazanen durch Umsetzung eines linearen oder cyclischen Silazane mit einem Dichlorsilan oder mit einem Monochlorsilan. Obwohl diese Patentschrift Beispiele für ein Verfahren bezüglich der Umsetzung von Dichlorsilanen sowohl mit linearen als auch mit cyclischen Silazanen enthält, wird die Umsetzung von Honochlorsilanen nur bezüglich der linearen Silazane beschrieben. Erfindungsgemäß wurde nun die Umsetzung von Chlordimethylsilan, (CH^gHSiCl, mit Cy clo tri silazanen und Cyclotetrasilazanen, (RgSiNH)n, bei welchen R ein Kohlenwasserstoff rest ist und η 3 oder 4, untersucht, und es wurde gefunden, daß unerwartete Umsetzungsprodukte erhalten werden, Während die Umsetzungprodukte, die
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nach dem Verfahren der oben erwähnten Patentschrift erhalten werden, lineare Disilazane sind -Be wurde festgestellt, daß bei der erfindungsgemäüen Umsetzung ein substituiertes Cyclotrisilazan gebildet wird. Die erfindungsgemäße Reaktion kann daher wie folgt wiedergegeben werden:
R.
Si'
NH
\h
+ (CHj)2HSiCl
sr
(CH3)2HSi - N I
Si
NH
I
VR +(CHj)2HSi - N
I
N-
t
R I I ^
^R
SiH( CH
Die gleichen Produkte werden auch gebildet, wenn ein Cyclotetrasilazan mit Chlordimethylsilan umgesetzt wird, und wahrscheinlich tritt in diesem Fall eine anfängliche Ringschlußreaktion ein, um das entsprechend! Cyclotrisilazan herzustellen. N,N1-disubstituierte Cyclotrisilazane sind neue Verbindungen und sind deshalb ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
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Dementsprechend ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung die Schaffung eines Verfahrens für die Herstellung von N-substituierten Cyclotriisilazanen der allgemeinen Formel
R' - N . N-R" R J I JL
in welcher jedes R eine einwertige Kohlenwasserstoffgruppe mit weniger als 7 Kohlenstoffatomen darstellt, R1 die Gruppe (CHL)2HSi- bezeichnet und RN ein Wasserstoffatom ist oder eine Gruppe R*. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß Chlordimethylsilan mit einem Cyclosilazan der Formel (R2SiNH)n, in welcher R die obige Bedeutung hat und η 3 oder 4 ist, umgesetzt wird.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Ν,Ν'-bis-(Dimethylsilyl)-cyclotrisilazane der Formel
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in welcher R eine einwertige Kohlenwasserstoffgruppe ait weniger als 7 Kohlenstoffatomen ist.
Die Reaktion zwischen dem Cyclostlazan und dem Chlorsilan entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren kann bei erhöhten Temperaturen durchgeführt werden, z. B. bei 100 - 200°C. Die Anwendung von zusätzlicher Wärme von außen ist Jedoch nicht wesentlich. Die Herstellung von zwei methyl-substituierten Cyclotrisilazanen kann auch durchgeführt werden, indem die Reaktionsteilnehmer gemischt werden und dann bei Zimmertemperaturen, z. B. bei 10 - 250C, stehengelassen werden. Die Reaktionsmischung kann leicht erwärmt werden, aber die Umsetzung wird vorzugsweise bei Temperaturen unter 500C durchgeführt. Diese niedrige Reaktionstemperatur scheint bessere Ausbeuten des gewünschten Umsetzungsproduktes zu ergeben und ist aus diesem Grunde das bev-orzugte Verfahren bei der Durchführung der Herstellung.
Wenn die Umsetzung bei Temperaturen unter ungefähr 500C durchgeführt wird, werden die besten Ausbeuten an gewünschtem Umsetzungsprodukt erhalten, wenn man in die Reaktionsmischung einen Acceptor für Chlorwasserstoff gibt. Die Verwendung eines Acceptors kann auch vorteilhaft sein, wenn die Reaktion bei erhöhten Temperaturen durchgeführt wird. Geeignete Verbindungen für diesen Zweck sind bekannt, und zu ihnen gehören Pyridin, Collidin, Triäthylamin und Triethylamin.
Bin indifferentes Lösungsmittel oder Verdünnungsmittel kann, wenn gewünscht, angewendet werden. Das
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Lösungsmittel kann ζ. B. ein Kohlenwasserstoff sein, wie Hexan, Benzol, Toluol oder Xylol, oder es kann eine polare Verbindung sein, wie ein Äther, z. B. Tetrahydrofuran oder Dioxan. Venn nötig, kann die Reaktion unter Druck in einem geschlossenen Gefäß oder Autoklaven durchgeführt werden.
Der Reaktionsteilnehmer Chlordimethylsilan ist im Handel erhältlich, und die Cyclosilazane können leicht nach veröffentlichten Verfahren hergestellt werden. Das Cyclosilazan kann ein Cyclotrisilazan und/oder ein Cyclotetrasilazan sein, je nach dem, welches leichter erhältlich ist. Vorzugsweise sind die Gruppen R alle Methylgruppen, aber eine Anzahl von ihnen können auch andere einwertige Kohlenwasserstoff gruppen mit weniger als 7 Kohlenwasserstoffatomen sein, z. B. Äthyl, Propyl, Vinyl oder Phenyl.
Chlorsil'an und Cyclosilazan können in stöchiometrischen Verhältnissen entsprechend dem gewünschten Umsetzungsprodukt umgesetzt werden. Um die neuen N^'-bis-CDimethylsilylJ-cyclotrisilazane durch Umsetzung bei erhöhten Temperaturen zu erhalten, werden vorzugsweise 2,0 - 5,0 Molverhältnisse des Chlordimethylsilans pro Molverhältnis Cyclosilazan verwendet. Wenn jedoch die Umsetzung bei einer Temperatur unter 5O0C durchgeführt wird, werden die besten Ausbeuten an neuen Silazanen erhalten, wenn eine stöchiometrlecher Unterschuß dee Chlorsilans verwendet wird. Wenn die Reaktion bei Umgebungstemperatur oder mäßiger Temperatur durchgeführt wird» wird angenommen, daß konkurrierende Nebenreaktionen auf «in
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Minimum herabgesetzt werden, so daß die gewünschte Substitutionsreaktion vorherrscht. Wenn außerdem eine genau stöchiometrisohe Menge des Chloreilans unter diesen Umständen verwendet wird, kann das gewünschte Produkt mit dem dreifach substituierten Produkt verunreinigt sein. Wenn also die H, H"-Dimethylsilyloyolotrisilazane die gewünschten Endprodukte sind, wird das Chlordimethylsilan vorzugsweise mit dem Cyolosilazan (RpSiHH) in einem molaren Verhältnis von Chlor dime thylailan zu Cyolosilazan von ungefähr 1,5 x 1 bei ungefähr 2O0C umgesetzt. Bei Temperaturen zwischen 200C und 1000C soll dieses molare Verhältnis zwischen 1,5 : 1 und 2 t 1 variieren.
Das Fortschreiten der Reaktion kann durch geeignete analytische Methoden, z. B. durch Gas-Flüssigkeits-Chromatographie, überprüft werden. Die Umsetzunge-Produkte werden gewonnen und, beispielsweise durch fraktionierte Destillation, gereinigt·
Die Umsetzungsprodukte des erfindungsgemäßen Verfahrens werden verwendet als Zwischenprodukte bei der Herstellung von Polymeren, beispielsweise indem man die sllanisohen Wasserstoffatome eine Additionsreaktion eingehen läßt mit Verbindungen, die äthyIe- nisch unge Reaktion, frei« Rad
lättigt sind, ι. B. Vinylsiloxanen, eine lie unter dem Einfluß von Platin oder Haie liefernden Katalysatoren eintritt.
Di· Irfindiing wird durch die folgenden Beispiele erläutert. !
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Beispiel 1
56,3 g Hexamethylcyclotrisilazan werden ait einer äquimolaren Menge von Chlordimethylsilan (24,3 g) umgesetzt und 24 Stunden auf 15O0C erwärmt. Fraktionierte Destillation ergibt 12,0 g nicht umgesetztes Hexamethylcyclotrisilazan und 22 g 1-Dimethylsilyl^^^^jo^-hexamethylcyclotrisilazan mit einem Siedepunkt von 580C bei 0,8 mm (Gefunden: C: 35»1» H: 9,6, ns 14,5» Si: 40,1 %. C8H28N5Si4 ergibt C: 34,5, Hj 10,1, N: 15,1» Si: 40,4 %). Die Struktur dieser Substanz wurde durch Infrarotspektroskopie und kernmagnetische Resonanzspektroskopie bestätigt.
Beispiel 2
Eine Mischung aus 46,4 g Octamethylcyclotetrasilazan und 2 Mol Chlordimethylsilan (30,0 g) wurde 24 Stunden auf 15O0C erwärmt. Fraktionierte Destillation ergab 1-Dimethylsily1-2,2,4,4,6,6-hexamethylcyclotrisilazan (17,0 g, 38 % Ausbeute) und 1,3-bis-(Dimethylsilyl)-2,2,4,4,6,6-hexaiaethylcyclotrieilazan (8,0 g, 15,0 Ji). Beide Umsetzungsprodukte wurden durch Infrarotspektroskopie und kernmagnetische Resonanzspektroskopie charakterisiert.
Beispiel 3
Beispiel 2 wurde wiederholt unter Verwendung einer doppelten Menge des Chlordimethylsilans. Die Ausbeute an 1,3-bis-(Dimethylsllyl)-2,2,4,4,6,6-hexamethylcyclotrisilaea erhöhte sich auf 18 %.
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Beispiel 4
70,7 g (2 Mol) Hexamethylcyclotrisilazan, 45,8 g (3 Mol) Chlordimethylsilan und 38,3 g (3 Mol) Pyridin wurden gemischt und 4 Tage bei Zimmertemperatur stehengelassen. Die Mischung wurde filtriert, um Pyridinhydrochlorid zu entfernen, und dann destilliert, wobei 30 g (37 % Ausbeute) an 1,3-bis-(Dimethylsilyl)-2,2,4,4,6,6-hexamethylcyclotrisilazan mit einem Siedepunkt von 800C/0,5 mm erhalten wurden. (Gefunden: C: 35,0, Hi 9,9, H:12,0, Si: 40,25. C10H33N3Si5 ergibt C: 35,8, H: 9,85, N: 12,5, Si: 41,8 %). Das Umsetzungsprodukt wurde weiter identifiziert durch seine Infrarot- und nuklear magnetischen Resonanzspektren.
Beispiel 5
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, aber es wurden 30,6 g (2 Mol) Chlordimethylsilan verwendet. Es zeigte sich, daß das erhaltene Produkt aus annähernd gleichen Gewichtsteilen von i-Diaethylsilyl-2,2,4,4,6,6-hexaaethylcyclotrisilazan und 1,3-bis-(Dimethylsilyl)-2,2,4,4,6,6-hexaaethylcyclotrisilazan bestand.
Beispiel 6
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, aber es wurden 61,2 g (4 Mol) Chlordimethylsilan verwendet. Das Uasetzungsprodukt war in der Hauptsache 1,3-bis-(Diaethyleilyl)-2,2,4,4,6,6-hexaoethylcyclotrisilazan mit einer beträchtlichen Menge 1,3,5-tris-(Diaethyleilyl)-2,2,4,4,6 ,o-hexamethylcyclotrisilazan.
- Patentansprüche -
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Claims (4)

  1. Patentansprüche
    Cyclosilazane der allgemeinen Formel
    Si
    (CHj5HSi -N N- SiH(CH,)5
    3 2 { , 3 2
    R-Si Si-R
    R ITCK R
    in welcher R eine einwertige Kohlenwasserstoffgruppe mit weniger als 7 Kohlenstoffatomen darstellt.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Silazanen, bei welchem ein cyclisches Silazan mit einem Dichlorsilan oder einem Monochlorsilan umgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein cyclisches Silazan der allgemeinen Formel (R2SiNH)n, in welcher R eine einwertige Kohlenwasserstoffgruppe mit weniger als 7 Kohlenstoffatomen ist und η 3 oder 4 ist, mit Chlordimethylsilan zu einem N-substituierten Cyclotrisilazan der allgemeinen Formel
    R R
    ^Si^
    R1 - N N-R"
    I I
    R-Si Si-R
    R R
    in welcher jedes R die obige Bedeutung hat,
    -ΙΟΙ 09830/2124
    R1 die Gruppe (CH,)2HSi- darstellt und RM ein Wasserstoffatom oder eine Gruppe R1 ist, umgesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion bei einer Temperatur-ve»-unter 5O°C durchgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3t dadurch gekennzeichnet, daß in der Reaktionsmischung ein Acceptor für Chlorwasserstoff vorhanden ist.
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DE19712101207 1970-01-13 1971-01-12 Cyclische Stickstoff enthaltende Organosihciumverbindungen Pending DE2101207A1 (de)

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GB161170 1970-01-13
GB2242970 1970-05-08

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