DE2166019C3 - 2-Substituierte 1 -Phenylcyclohex-3en-1-carbonsäureester und ihre Salze und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
2-Substituierte 1 -Phenylcyclohex-3en-1-carbonsäureester und ihre Salze und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
P-NO2-C6H4-CO-O-
bedeutet und R einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen darstellt, und ihre Salze.
2. Verfahren zur Herstellung von Cyclohexenen
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise
a) ein Cyclohexen - Derivat der allgemeinen Formel
C—O—R
(H)
HO
worin R die vorstehend angegebene Bedeutung hat, mit den entsprechenden Säurehalogeniden,
wie PCl5, POCl3, PBr3, POBr3, SOCl2 oder
CH3COBr, oder mit geeigneten Halogenwasserstoffsäuren, vorteilhafterweise in einem inerten
Lösungsmittel, wie Benzol, Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff, im Falle der Halogenwasserstoffsäuren
auch in wäßriger oder alkoholischer Phase oder in Eisessig, umsetzt oder
b) ein Cyclohexen-Derivat der allgemeinen Formel II mit dem entsprechenden Sulfonsäurechlorid,
wie Methansulfonsäurechlorid, p-Toluolsulfonsäurechlorid
oder p-Nitrobenzolsulfonsäurechlorid, in Gegenwart einer Base, vorzugsweise in
Gegenwart von Pyridin, unter Verwendung oder in Abwesenheit eines Lösungsmittels umsetzt oder
c) 1 -Phenyl-l-acetoxycyclohex-S-en-1 -carbonsäureester
der allgemeinen Formel
C—O—R
(III)
O O
CH3-C=O
CH3-C=O
in der R die vorstehend angegebene Bedeutung hat, mit der entsprechenden wäßrig-alkoholischen
Halogenwasserstoffsäure oder mit entsprechenden Thionylhalogeniden bei 50 bis 8O0C umsetzt oder
d) Verbindungen der allgemeinen Formel
Alk
in der R die vorstehende Bedeutung besitzt, mit mindestens 2 Äquivalenten Alkyljodid in einem
inerten Lösungsmittel bei Temperaturen zwischen 15 und 80° C umsetzt und gewünschtenfalls die
erhaitenen Verbindungen in üblicher Weise in Salze überführt.
Die vorliegende Erfindung betrifft neue 2-substituierte l-Phenylcyclohex-3-en-1 -carbonsäureester der
allgemeinen Formel
worin Y
Cl, Br, .1, CH3SO2- O —
ρ — CH3 — C6H4 -SO2-O-,
C6H5SO2-O-, p —Br —C6H4SO2-O —
P-NO2-C6H4-SO2-O-
bzw.
ρ — CH3 — C6H4 -SO2-O-,
C6H5SO2-O-, p —Br —C6H4SO2-O —
P-NO2-C6H4-SO2-O-
bzw.
P-NO2-C6H4-CO-O-bedeutet
und R einen Alkylrest mit 1 bis 4 C-Atomen darstellt, ihre Salze sowie Verfahren zu deren Her-Stellung.
Gemäß der Erfindung werden die Verbindungen der allgemeinen Formel I dadurch hergestellt, daß
man in an sich bekannter Weise
a) ein Cyclohexen-Derivat der allgemeinen Formel
C—O—R
(H)
HO
worin R die vorstehend angegebene Bedeutung hat, mit den entsprechenden Säurehalogeniden, wie PCl5,
POCl3, PBr3, POBr3, SOCl2 oder CH3COBr, oder
mit geeigneten Halogenwasserstoffsäuren umsetzt oder b)ein Cyclohexen-Derivat der allgemeinen Formel II
in an sich bekannter Weise mit dem entsprechenden Sulfonsäurechlorid, wie Methansulfonsäurechlorid,
p-Toluolsulfonsäurechlorid oder p-Nitrobenzolsulfonsäurechlorid,
in Gegenwart einer Base, vorzugsweise in Gegenwart von Pyridin, unter Verwendung oder
in Abwesenheit eines Lösungsmittels umsetzt oder
c) 1 -Phenyl-I-acetoxy-cyclohex-S-en-1 -carbonsäureester
der aligemeinen Formel
C—O—R
(ΙΠ)
in der R die vorstehend angegebene Bedeutung hat mit der entsprechenden wäßrig-alkoholischen Ha
logenwasserstoffsäure oder mit entsprechenden Thio nylhalogeniden bei 50 bis 800C umsetzt oder
d) Verbindungen der allgemeinen Formel
(IV)
COOR
Alk Alk
bonsäureäthylester der allgemeinen Formel
y C-OC2H5
Rl Il
■ · ■ ■: ■-■.. O . ' .
worin R1 und R2 gleich oder verschieden sind und
ίο Wasserstoff oder Alkyl mit 1 bis 4 kohlenstoffatomen
bedeuten oder einen der beiden Reste auch Allyl, Phenalkyl mit 7 bis 9 Kohlenstoffatomen oder u-Methyi-/i-hydroxyphenäthyl
ist oder R1 und R2 zusammen
einen Morpholinrest, einen Piperazinrest, dessen <- 15 4ständiges Stickstoffatom auch durch einen Methyl-,
Benzyl-, Phenyl-, 3- oder 4-Chlorphenyl-, 2-Phenäthyl-,
Benzoyl- oder 2- oder 4-Methoxyphenylrest substituiert sein kann, oder einen Piperidinrest bilden,
der in 4-Stellung durch eine Hydroxylgruppe, einen Phenyl-, Methyl- oder Benzylrest substituiert sein
kann und deren physiologisch verträgliche Additionsverbindungen mit anorganischen oder organischen
Säuren oder niederen Alkylhalogeniden durch Umsetzung mit Aminen der allgemeinen Formel
in der R die vorstehende Bedeutung besitzt, mit mindestens 2 Äquivalenten Alkyljodid in einem inerten
Lösungsmittel bei Temperaturen zwischen 15 und 8O0C umsetzt und die erhaltenen Verbindungen in
üblicher Weise in Salze überführt.
Die Umsetzung a) führt man vorteilhafterweise in einem inerten Lösungsmittel, wie Benzol, Chloroform
oder Tetrachlorkohlenstoff durch; die Umsetzung mit Halogenwasserstoffsäure kann jedoch auch in wäßriger
oder alkoholischer Phase oder in Eisessig mit Erfolg durchgeführt werden.
Die Reaktion d) soll am folgenden Schema erläutert werden:
40
45 HN
R1
R,
Alk—N
C—O—R +2AIkJ
Alk
+ N(AIk)4J
C—O—R
Il
ο
Die als Ausgangsmaterial verwendeten 1-Phenyl-I-acetoxy-cyclohex-S-en-l-carbonsäureester
der allgemeinen Formel III können durch eine Eintopfreaktion von Crotonaldehyd, Essigsäureanhydrid und
Atropasäureester in Gegenwart von wasserfreiem Natriumacetat hergestellt werden. Im einzelnen geht
man dabei so vor, daß man den Atropasäureester und den Crotonaldehyd in eine Suspension des Natriumacetats
in Essigsäureanhydrid, das hierbei zugleich die Rolle eines Lösungsmittels spielt, einträgt und das
Gemisch 3 bis 8 Stunden, vorzugsweise 6 Stunden, zum Sieden erhitzt.
Aus den Verbindungen der allgemeinen Formel I können neue l-PhenyM-amino-cyclohex^-en-l-car-
und gegebenenfalls übliche Salzbildung hergestellt werden (= DT-OS 2107 871). Diese Verbindungen
besitzen hervorragende analgetische und neuroleptische Eigenschaften, wobei das gleichzeitige Vorliegen
beider Eigenschaften in einer Substanz überraschend und neuartig ist.
Die von den vorliegenden Verfahrensprodukten zu den Verbindungen der DT-OS 2107 871 führende
Synthese ist als chemisch eigenartig zu bezeichnen, nachdem die Aminogruppe nicht, wie zu erwarten,
durch Ersatz der nucleophil austauschbaren Gruppe in 2-, sondern in 4-Stellung eingeführt und außerdem
die Doppelbindung gleichfalls unerwarteterweise umlagert wird. Nachdem die Verbindungen der DT-OS
2107871 ausschließlich über die vorliegenden Verfahrensprodukte
zugänglich sind, stellen diese somit wertvolle, die Technik bereichernde Substanzen dar,
welche erst die Synthese bestimmter pharmakologisch wertvoller 1 -PhenyM-amino-cyclohex^-en-1 -carbonsäureester
ermöglichen.
B e i s ρ i el 1
l-Phenyl^-chlor-cyclohex^-en-l-carbonsäureäthylestei·
Hydrochlorid
1 - PhenyW-acetoxy-cyclohex-S-en-1 -carbonsäureäthylester
1 Mol (170 g) Atropasäureäthylester, 210 g Crotonaldehyd, 150 g wasserfreies Natriumacetat und 0,61
Acetanhydrid werden unter Rühren 6 Stunden zum Sieden erhitzt. Anschließend destilliert man die Hauptmenge
der flüssigen Phase im Vakuum ab und extrahiert den Rückstand mit 1 1 heißem Ligroin. Der
Rückstand der Ligroinphase wird destilliert. Das Produkt, obwohl gaschromatisch rein, geht in einem weiten
Siedebereich über: Kp.p.j 130 bis 165°C. Ausbeute
105 g. Es kristallisiert beim Stehen. Schmp. 72 bis 73°C (aus Petroläther).
C17H20O4 (288,4):
Berechnet ... C 70,79, H 6,99, 0 22,19%; gefunden .... C 70,95, H 7,1 \ O 21,79.
l-Phenyl-Z-hydroxy-cyclohex-S-en-l-carbonsäureäthylester
75 g des obigen Produktes werden in einem Gemisch aus 200 rcm Äthanol und 150 ecm 2 n-NaOH 10 Stunden
unter Rückfluß erhitzt. Die Hauptmenge des Äthanols wird im Vakuum abgezogen, der Rückstand
in Wasser eingegossen und die wäßrige Phase mit Äthylacetat extrahiert. Nach dem Trocknen wird das
Lösungsmittel entfernt und der Rückstand destilliert. Kp.0-1 118 bis 120° C. Ausbeute 60 g.
C15H18O3 (246,3) IS
Berechnet ... C 73,14, H 7,37, O 19,48%; gefunden .... C 72,56, H 7,43, O 20,10%.
1 -Phenyl^-chlor-cyciohex-S-en-1 -carbonsäure-
äthylester
Zu einer Lösung von 60 g PCl5 in 300 ecm Benzol
läßt man eine Lösung von 60 g des obigen Cyclohexenols in 120ecm Benzol unterhalb 500C tropfen.
Man rührt 2 Tage bei 200C, wäscht dann mit viel Wasser und etwas verdünnter Natronlauge und trocknet
die Benzolphase über CaCl2. Der Rückstand der
Benzolphase wird destilliert. Kp.ool 119 bis 1210C.
Ausbeute 41 g.
C15H17ClO2 (264,8)
Berechnet ... C 68,04, H 6,47, Cl 13,40%; gefunden
C 67,54, H 6,32, Cl 13.00%.
35
l-Phenyl^-chlor-cyclohex-S-en-carbonsäure-
äthylester
200 g l-Phenyl^-acetoxy-cyclohex-S-en-l-carbonsäureäthylester
werden in 1 1 96%igem Äthanol gelöst. Die Lösung wird mit 190 g HCl-Gas beladen und
2 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Es wird abdestilliert und unmittelbar im Feinvakuum fraktioniert. Kp.o Λ
1300C. Ausbeute 169 g. Gaschromatographisch einheitlich.
IR-spektroskopisch identisch mit dem nach Beispiel 1 hergestellten Produkt.
1 - Phenyl^-chlor-cyclohex-S-en-1 -carbonsäureäthylester
50 15 g l-Phenyl^-hydroxy-cyclohex-S-en-l-carbon-
säureäthylester werden mit 15 ecm Thionylchlorid
und leem Dimethylformamid 10 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Danach wird unmittelbar destilliert. Man
erhält 12,2 g des obigen Produktes vom Kp.0.i 122 bis
1250C.
1 - PhenyW-jod-cyclohex^-en-1 -carbonsäureäthylester
27,3 g (0,1 Mol) l-Phenyl-2-dimethylamino-cyclohex-3-en-l-carbonsäureäthyiester
werden in 100 ecm Dioxan mit 28,4 g (0,2 Mol) Methyljodid 5 Stunden
auf 6O0C erwärmt. Nach dem Abkühlen wird vom Tetramethylammoniumjodid (19,9 g) abgesaugt. Die
Dioxanphase wird bei 400C im Vakuum eingedampft,
der Rückstand in Benzol aufgenommen und mit 1 n-HCl extrahiert. Die Benzolphase wird mit Wasser
gewaschen und unter Lichtausschluß im Vakuum abdestilliert. Rückstand 35 g dunkelrotes, nicht destillierbares
öl.
C15H17JO2 (356.2)
Berechnet ... J 35.5%;
gefunden .... J 30,0%.
gefunden .... J 30,0%.
1 - Phenyl^-brom-cyclohex^-en-1 -carbonsäureäthylester
14,2 g l-PhenyW-hydroxy-cyclohex-S-en-l-carbonsäureäthylester
werden mit 40 ecm Acetylbromid 30 Minuten zum Sieden erhitzt. Anschließend wird in
Toluol aufgenommen und säurefrei gewaschen. Der Rückstand der getrockneten Toluolphase wird im
Feinvakuum destilliert. Kp.O5 142°C. Ausbeute 16,4 g,
nl° 1,5592.
l-Phenyl^-mesyl-cyclohex-S-en-carbonsäureäthylester
5 g l-Phenyl^-hydroxy-cyclohex-S-en-l-carbonsäureäthylester
werden in 10 ml Pyridin gelöst und bei 5°C mit 2,5 g frisch destilliertem Methansulfonsäurechlorid
tropfenweise unter Schütteln versetzt. Man läßt den Ansatz 3 Tage bei 50C stehen, gibt ihn
dann in 100 ml 2 n-HCl ein und extrahiert mit Benzol. Der Benzolrückstand bildet ein nicht destillierbares
öl, das dünnschichtchromatographisch einheitlich ist und sich IR-spektroskopisch als Mesylat der obigen
Verbindung erweist.
Claims (1)
1.2- Substituierte 1 - Phenyl - cyclohex - 3 - en. !-carbonsäureester der allgemeinen Formel
(D
worin Y
Cl, Br, J, CH3SO2-O-,
P-CH3-C6H4-SO2-O-
C6H5SO2-O-
ρ — Br — C6H4SO2 — O —,
p —NO2-C6H4-SO2-O —
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712166019 DE2166019C3 (de) | 1971-02-18 | 2-Substituierte 1 -Phenylcyclohex-3en-1-carbonsäureester und ihre Salze und Verfahren zu deren Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712166019 DE2166019C3 (de) | 1971-02-18 | 2-Substituierte 1 -Phenylcyclohex-3en-1-carbonsäureester und ihre Salze und Verfahren zu deren Herstellung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2166019A1 DE2166019A1 (en) | 1972-08-31 |
| DE2166019B2 DE2166019B2 (de) | 1975-06-12 |
| DE2166019C3 true DE2166019C3 (de) | 1976-02-12 |
Family
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