DE2149693A1 - Verfahren zur Herstellung von gefuellten Polytetrafluoraethylenmassen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gefuellten PolytetrafluoraethylenmassenInfo
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Description
2U9693
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DR.-1 ' !?. MNCKE
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Dir!..- ".: · ■''.. - ·-' HR c m/j ---ja
DJt-: - ■ JAEGER O.UaI.,/1
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Imperial Chemical Industries Limited, London, Grossbritannien
Verfahren zur Herstellung von gefüllten Polytetrafluoräthylenmassen
Die Kpfindung betrifft gefüllte Polytetrafluoräthylenmassen
sowie ein Verfahren zur Herstellung solcher
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Hassen» In dieser Baschraltmng vdrü
äth^len als PLPu1I baseichnet, wobei diese Bezeichnung
Folj/mere des i*o traf luoräthj lens aovrie CopoljBiere
dea Tetrafluoräthylens mit untergeordneten Mengen anderer Monomere -umfasst.
Hassen aus PTFJL in Mischung mit einem oder mehreren
Füllstoffen sind als gefüllte PKTÄ-Massen oder einfach
als gefülltes PTi1I bekannt und sind für die Herstellung
von Lagern brauchbar. Bei einem Verfahren zur Herstellung von gefüllten PTFl-Masssn zu diesem Zweck
wirct eine Dispersion des PI1Fl durch Ausflockung auf
eintm Metallfüllstoff niedergeschlagen. Das koagulierte
PTFÄ und der Füllstoff setzen sich am Boden des Gefässes ab, in dem die Dispersion vorgelegt
wurde, und man muss dann das Eoagulum von der obernstehenden
Flüssigkeit abtrennen. Wenn dieses Verfahren im verhältnismässig grossen Masstab durchgeführt
wird, ergeben sich Schwierigkeiten wegen der verhältnismässig grossen Menge an Dispersion, die zur Herstellung
einer gegebenen Menge an gefülltem Polymer verwendet werden muss. Es wäre deshalb wünschenswert,
wenn man die bei Verwendung eines Kischgefässes einer bestimmten Grosse zu erzielende Menge an
gefüllter Masse erhöhen könnte.
In der britischen Patentschrift 917 223 ist ein Ver-
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raliren zur Herstellung einer gefüllten FEFl-Masse
"beschrieben» ■ nach dem die Füllstoffe rait einer Dispersion
des PTl7A gemischt werden und das PTFl anscliliessend
koaguliert wird. Die Füllstoffe sollen in trockener Pulverform zu einer Dispersion des PTFl
in Wasser zugegeben Verflen, und es soll ein feinverteiltes ungesintertes PTFl-Abfallmaterial wenn vorhanden
auch hinzugegeben werden. Dabei wird die Anwendung des ungesinterten PTFl-Abfalliaaterials in
den Beispielen nicht erwähnt. Vermutlich lässt £ich das übliche ungesinterte Abfallmaterial in der PTFl-Dispersion
nicht gut dispergieren und eignet sich deshalb nicht für ein Verfahren, bei dem PTFl und
ein Füllstoff zusammen ausgeflockt werden· Es wurde aber gefunden, dass man durch Zugabe eines
Gemisches aus einem Füllstoff und einem PTFl in Form eines Schmierpulvers, wie weiter unten definiert,
(d.h. einem gesinterten Material) zu einer PTFl-Dispersion und Eoaguliening der lispersion Massen
erhalten kann, in deneh der Füllstoff und das PTFlßchmierpulver
in dem PTFl aus der Dispersion gut verteilt sind, und für ein gegebenes Volumen an Gemisch
auch den durch Koagulierung erhaltenen Feststoffgehalt erhohen kann.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren
zur Herstellung einer gefüllten PTFl-Masse vorgeschlagen,
das darin besteht, dass man zu einer wässerigen
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Dispersion des PTFl einen oder mehrere Füllstoffe in
Pulverform sowie ein PTFl-Schmierpulver der weiter
unten angegebenen Art zugibt und. anschliessend die Eoagulierung der wässerigen Dispersion des PTFl vornimmt,
wobei die Menge des PTFl-Schmierpulvers 5 bis
400 Gew% des PTFl der wässerigen Dispersion beträgt.
Vorzugsweise stellt man ein Gemisch aus dem oder den pulverförmigen Füllstoffen und dem PTFJUSchmierpulver
vor der Zugabe zur Dispersion her. Diese Komponenten können trocken gemischt oder aber in Suspension gemischt
und dann der Dispersion zugegeben werden«.
Erfindungsgemäss wird auch eine gefüllte FTFl-Masse geschaffen, die aus einem oder ir.shreren Füllstoffen
in Pulverform, einem PTFl-Sehmierpulver der weiter unten angegebenen Art sowie damit koagulierten PTF21-Teilchen
der kolloidalen Grosse besteht.
Unter dem Begriff PTFl-ßchmierpulver soll ein PTFA-Pulver
mit einer mittleren Teilchengrösse unter 20 yum
(optisch gemessen) verstanden werden, das in der Weise hergestellt wurde, dass ein hocfeinolekulares PTFl abgebaut
und zerkleinert wurde, bis seine Schmelzviscositat bei 38O°C weniger als 106 P beträgt. Das zur Herstellung
des trockenen Schmierpulvers angewandte hochmolekulare PTFl kann ein PTFl-Granulat oder ein aus
einer Dispersion ausgeflocktes PTFl sein, und der
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Abbau des Έ'Μΐ kann thermisch o; er durch Bestrahlung
erfolgen. Als Beispiel für ein handelsübliches trockenes Sclimlerpulver kann man FLUOEf L 169, vertrieben von der
Firma Imperial Chemical Industries Limited, erwähnen. FLUOH 1 169 hat eine Schmelaviscosität bei 3800G in
der Grösaenordnung von 4- χ 1(K P und eine mittlere
Teilchengröße in der Grössenordnung von 5/um. PLUON
ist ein eingetragenes Warenzeichen.
Als Beispiele für brauchbare Füllstoffe kann man Metallpulver,
wie z,B. Pulver aus Kupfer, Blei oder Bronze sowie Oxyden solcher Metalle; Graphit; Koksmehl; Glasfasern;
Mol/bdändisulfid; und organische Füllstoffe
wie Polyimide erwähnen. Die verwendete Füllstoffmenge hängt natürlich vom Ämfendungsa^eck der SMasse ab«
Noraialerweine liegt die Gesamtffllstoffmenge zwischen
5 und 40 Vo.".% der Hasse»
Die Menge d«s trockenen Scromierjjulvers kann sich
zwischen 5 und 400 Gew% des PTFiL der wässerigen Dispersion bewegen. Insbesondere beträgt die Menge
des trockenen Schmierpulvex's voizugsweise 100 bis
550 Gew% de« PTIl der wässerigen Dispersion. Ist
die Menge des trockenen Schmierpulvers darüber, d.h. über 400 Ge\i% des PTFl der wässerigen Dispersion,
so können sich Produkte ergeben, in denen das trockene Schmierpulvttr in der Masse schlecht verteilt ist.
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Der Feststofigshalt der wäiiseri^an Dispersion des
PTIFiL beträgt vorzugsweise 10 bit 40 Sew%. Dispersionen
höherer Konzentrationen, 3»B, FLUOH GPi1
sind meistens zu stark stabilisiert, um die
Ausflockung ohne weiteres au gestattend Bevorzugt sind PTll-Dispersionen, wie sie aus dem Autoklaven
anfallen, gegebenenfalls mit Zugabe einer geringen
Menge eines nichtionisehen oberflächenaktiven Mittels zur Stabilisierung der Dispersion, um diese
lager- und transportbeständig zn machen· Besonders
geeignete Dispersionen sind solche, die - bezogen
auf das Gewicht des PfI5A der Dispersion - weniger
als 1 Gew% eines niehtionisehen oberflächenaktiven
Mittels wie z„B* pclyoxäthyliertss p-Octylphenol aus
9 bis 10 Mol Ithylenoxyd an 1 KtL p-Öetylphenol
enthalten·
Es ist in einigen Fällen vorteilhaft, wenn der Masae
eine geringe Menge eines organischen, flüssigen Hetzmittels» wie z.B. ein Kohler·.wasserstoff wie
Toluol, p-Xylol, !Tetralin, DecalLn oder ein Alkohol,
wie in der britischen Patentschrift 837 '198 beschrieben,
zugegeben wird, um die Verteilung dss Füllstoffs und
des trockenen Schmierpulvers in der wässerigen Dispersion zu verbessern. Die Menge des organischen,
flüssigen Ketzmittels liegt vors igsweise zwischen
1 und 10 Gew% bezogen auf die w£,iserige Dispersion.
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Die Ausflockung kann durch. Zugaoe einer kleinen
Menge eines Elektrolyten, z.B. siner wässerigen Losung von Alusiniumnitrat, bew:lrkt werden. Zur
Ausflockung genügt es in einige'ι 3?ällen, wenn die
Mischung bewegt wird·
Die Erfindung ist im folgenden inhand von Ausföhrungsbeispielen
näher erläutert, wobiii alle angegebenen
Prozente auf das Gewicht bezogen sind.
450 ml einer wässerigen PTPl-Diipersion, die 90 g
FEFÄ enthieltfoi, wurae.a zusamme, ι mit 1 ml eines
oberflächenaktiven Mittels best ihend aus einer
10%-igen Losung eines polyoxäth;rlierten p-Octylphenols
aus 9 bis 10 Mol Äthylorqrd an 1 Mol p-Octylphenol
und 24 ml Toluol in einen Becher eingebracht. Dann wurden 90 g eines trockene:·! Schmierpulvers
(PIiJON L 169) und anschliessend 120 g Bronzepulver unter Bahren hinfeugegeben. Das 'lemisch koagulierte
ohne Zugabe eines Elektrolyten. Das obenstehende Wasser wurde abgegossen und das Koagulum getrocknet.
Somit erhielt man eine Masse ver^haltnismässig guter
Qualität, obwohl die Verteilung der Bronze im PTFÄ
zu wünschen übrig liess.
- 8 209815/1571
— ο —
Es wurde wie bei Beispiel 1 gearbeitet, mit der Abweichung,
dass die 90 g PLUON L 169 und die 120 g
Bronze zunächst miteinander vermengt und dann dem
Gemisch, aus der wasserigen PT3?l~Dispersion,dem nicht
ionischen oberflächenaktiven Hi:;tel und dem Toluol
zugesetzt wurden. Zur Ausflockung wurden 2 g nitrat als wässerige Losung hinzugegeben. Die Verteilung
des Füllstoffs im Gemisch war gut. Das nach Entfernung des Wassers erhaltene Gemisch war
zusammenhängend aber nicht klebrig und war äusserst geeignet für die Herstellung von Lagern.
Es wurde wie bei Beispiel 2 gearbeitet, mit der Abweichung, dass 180 g FLIIOH L 16^ und 180 g Bronzepulver
verwendet wurden· Die Eigenschaften des erhaltenen Gemisches waren denen gemäss Beispiel 2 sehr
ähnlich.
Es wurde wie bei Beispiel 3 gearbeitet, mit der Abweichung!, dass anstelle von 1BO g FLUON L 169
360 g FLUON L 169 und anstelle von 240 g Bronzepulver
300 g Bronzepulver verwendet wurden. Nach der Zugabe dieses Gemisches zu der wässerigen PTFÄ-Dispersion
wurde die Ausflockung lediglich durch Rühren herbei-
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geführt, ohne dass die Zugabe von erforderlich war· Das Produkt war
ähnlich den Produkten gemass Beispielen 2 und 3·
45O al einer wasserigen PTFl-Bispersion, die 90 g
PTFX enthielten, «urden zusammen mit 1 ml einer
10bigen Lösung eines polyoxäthylierten p-Octylphenols
aus 9 bis 10 Mol Ithylenoxyd an 1 Mol p-Octylphenol
und 24 ial Toluol in einen Becher eingebracht· Es wurden 90 g FLTJOS" L 169 un& 10Og Bleipulver zu einem
trockenen Gemisch -vermengt, das dann der Dispersion zugegeben wurde· Zur Ausflockung wurde eine Aluminiumnitratlosung
zugesetzt* Der gebildete Niederschlag hatte nach Entfernung des Wassers eine gute Farbe und
eine bröcklige Beschaffenheit, die für die Herstellung von Lagern gut geeignet ist.
Es wurde wie bei Beispiel 5 gearbeitet, mit der Abweichung,
dass bei Verwendung derselben Mengen an PTFl-Dispersion, oberflächenaktivem Mittel und Toluol
die Mengen an FLUOEr L 169 und Bleipulver jeweils
verdoppelt wurden· Die so erhaltene gefüllte Masse war dunkelfarbig und hatte eine feste Konsistenz
ausgezeichneter Qualität.
- 10 209815/1571
2Η9693
IO
Es wurde wie bei Beispiel 5 gearbeitet, mit der Abweichung,
dass die Mengen an 51LIJOH L 169 und Bleipulver
in diesem Falle jeweils vervierfacht wurden., Sie Verteilung des Gemisches in 4er Dispersion war
etwas schwierig. Jedoch erhielt iian ein gutes, dunkelfarbiges
Material. Nach 72 Stunden trat stellenweise
eine Verdunkelung ein, was möglicherweise auf Bleiaussonderung
zurückzuführen ist.
Es wurde wie bei Beispiel 2 gearbeitet, alt der Abweichung, dass anstelle des Broüiepulvers 12Og Gl:unmerpulver
verwendet wurden· Der Gliiiaer liess sich leichter
mit dem ILTJOH L 169 mjLsehen. Die Aussonderungszeit des
Niederschlags nach der Ausflockung war jedoch länger«
Hach Entfernung des Wassers hatt<» die fla&sie eine gute
Struktur.
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- 11 -
Claims (1)
- PatentansprücheVerfahren zur Herstellung einer gefüllten HDFJL-Masse, dadurch gekennzeichnet, dass man zu einer wasserigen Dispersion des FIFA eine|i oder mcshrere !Füllstoffe :Ln Pulverform sowie ein PTFl-ßchmierpulirer bestehend aus einem PiEPÄ-Pulver mit einer mittleren Teilchengrösiie unter 20/am (optisch gemessen), clas in der Weise hergestellt wurde, dass ein hochmol€ikulares PÜFÄ abgebaut und zerkleinert wurde, bis »eine Schmelzviscosität bei 38O°C weniger als 106 P beträgt, zugibt.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. die Füllstoffe vor der Zugabe zur wässerigen FEFÄ-Dispersion mit dem PiEIÄ-Schmierpulver trocken gemischt werden.Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Füllstoff ein Metallpulver verwendet wird.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des trockenen FüFi-Bchmierpulvers 100 bis 350 Gew% bezogen auf das PTFl der wässerigen Dispersion beträgt.- 12 -209815/15712U96935« Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wässerige PTFl-Dispersion einen Feststoffgehelt von 10 "bis 40 Getf& hat·6. Gefüllte PTFl-Masse, dadurch gekonnzeichnet, dasssie aus einem oder mehreren pulverformigen !Füllstoffen, einem PTFJUSchmierpulver bestehend aus einem PTFl-Pulver mit einer mittleren Teilchengrösse unter 20 yum(optisch gemessen), das in der Weise hergestellt wurde, dass ein hochmolekulares PTPl abgebaut und zerkleinert wurde» bis seine Schmelzviscosität bei 380°C weniger als 106 P betragt, sowie damit koagulierten PTFl-* Teilchen der kolloidalen Grosse besteht.7. Masse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Füllstoff ein oder mehrere Ketallpulver enthält.8. Hasse nach Anspruch 6 oder 7« dadurch gekennzeichnet, dass die Menge am Füllstoff zwischen 3 und 40 Vol% bezogen auf die Hasse liegt.9· Hasse nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des trockenen PTFl-Schmierpulvers zwischen 3 und 400 Geu% bezogen auf das koagulierte kolloidale PTFl liegt.•7 ■ '209815/1571
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