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Die Erfindung betrifft ein Würfelgatter
zum Schneiden von Lebensmitteln, insbesondere von Käse in Käseschneidemaschinen,
welches in Transportrichtung des Lebensmittels hinter einem mit
einer gegen das Würfelgatter
geneigten Druckplatte ausgerüsteten
Messerbalken ortsfest in einem Maschinengestell montiert ist und über mehrere,
innerhalb eines Rahmens in Bewegungsrichtung des Messerbalkens verlaufende
Längsmesser
und senkrecht dazu angeordnete Quermesser verfügt und bei dem unterhalb des
Würfelgatters
ein schwenkbar gelagerter, in seinem Querschnitt kreisbogenförmig ausgebildeter
Stützträger für das Lebensmittel
vorgesehen ist.
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Würfelgatter
zum Schneiden von Lebensmitteln werden in der Praxis in vielfältiger Ausbildung eingesetzt.
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Aus Gemüseschneidern zum Würfeln von Obst
und Gemüse
sind Würfelgatter
bekannt, die über
in einem Rahmen gitterartig angeordnete Messer verfügen und
bei denen der Rahmen ortsfest in einem Maschinengestell montiert
ist. Diesen Würfelgattern
sind in der Regel Schneidscheiben zugeordnet, die vom Produkt eine
Scheibe abtrennen und diese danach durch das Würfelgatter pressen.
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Für
das Würfeln
von sehr weichen und schmierenden Produkten, wie z. B. Käse, sind
diese aus einem Würfelgatter
mit zugeordneter Schneidscheibe bestehenden Würfeleinrichtungen nicht verwendbar,
da der Käse
zwischen dem Würfelgatter und
der Schneidscheibe zerquetscht wird.
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Aus diesem Grunde wurde, wie in
DE 3608780 A1 beschrieben,
zum Würfeln
von Käse eine
Käsewürfehnaschine
entwickelt, bei der über
einen Messerbalken von einem Käseblock
eine Käsescheibe
abgeschnitten wird, die danach um 90° gedreht auf ein ortfest montiertes
Würfelgatter
fällt und anschließend über einen
Würfelgatterstempel
durch das Würfelgatter
gepreßt
wird. Das Würfelgatter
besteht aus mit einem Rahmen verschweißten, in einem Winkel von 90° zueinander
verlegten Messern, deren Schneiden auf einer Ebene angeordnet sind. Nach
diesem Funktionsprinzip hergestellte Käsewürfelmaschinen haben den Nachteil,
daß sowohl
für die Bewegung
des Messerbalkens als auch für
die des Würfelgatterstempels
voneinander getrennte Führungen
und Antriebe vorgesehen werden müssen, was
den technischen Aufwand erhöht.
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Diesen Nachteil. umgeht die in
DE 10060276 A1 erläuterte „Maschine
zum Schneiden von Lebensmitteln, insbesondere von Käse", bei der an einen Messerbalken
eine zum Würfelgatter
geneigte, eine schiefe Ebene bildende, die Käsescheibe durch das Würfelgatter
pressende Druckplatte angeschlossen ist. Das Würfelgatter weist zum Messerbalken
einen Abstand auf, in dem sich die vom Käseblock abgetrennte Käsescheibe
befindet, bevor sie von der Druckplatte durch das Würfelgatter
gepreßt
wird. Unterhalb des Würfelgatters
ist ein an das Würfelgatter angeschlossener,
in seinem Querschnitt kreisbogenförmig ausgebildeter, schwenkbar
gelagerter, den Abstand zwischen Messerbalken und Würfelgatter überbrückender
Stützträger vorgesehen,
auf dem sich die durch den Messerbalken abgeschnittene Käsescheibe
abstützt.
Durch die Druckplatte wird der Stützträger gemeinsam mit der Käsescheibe
gegen die Druckkraft von Gasdruckfedern zum Würfelgatter hin verschwenkt.
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Das Würfelgatter besteht aus einem
geschlossenen Rahmen, in dem senkrecht verlaufende Längsmesser
und waagerecht angeordnete Quermesser vorgesehen sind. Alle Schneiden
der Messer weisen zur Druckplatte und die Messer untereinander einen
gleichen Abstand auf.
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In der Praxis hat sich gezeigt, daß der im
Bereich des Stützträgers vorhandene
Teil des Rahmens Störungen
in der Funktion des Würfelgatters
hervorruft. Zwischen den Stützträger und
den Rahmen wird Käse
eingezogen, der nicht gewürfelt
wird und als im Endprodukt vorhandener, unerwünschter Feinanteil zu einer
wesentlichen Beeinträchtigung
des Schnittergebnisses führt.
Auch aus der Anordnung der Schneiden der Längs- und Quermesser in gleichem Abstand
zum Messerbalken und damit aus deren Lage in einer Ebene resultiert
eine verminderte Schnittqualität.
Da die abgeschnittene Käsescheibe durch
die Druckplatte beim Würfeln
auch durch in Schnittrichtung des Messerbalkens wirkende und innerhalb
der Käsescheibe
Schubspannungen erzeugende Kräfte
belastet wird, verformt sich die Käsescheibe beim Würfelvorgang,
so daß die
Quermesser am Käsewürfel ein
unerwünschtes
bogenförmiges
Schnittbild erzeugen.
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Ziel der Erfindung ist es, die Qualität der Käsewürfel zu
verbessern.
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Die Erfindung stellt sich die Aufgabe,
ein ortsfest in einem Maschinengestell vorgesehenes Würfelgatter
für eine
mit einer an einen Messerbalken angeschlossenen und gegen das Würfelgatter geneigten
Druckplatte und einem unterhalb des Würfelgatters angeordneten Stützträger ausgerüsteten Käseschneidemaschine
zu entwickeln; bei dem der im Endprodukt vorhandene Feinanteil minimiert
wird und die Käsewürfel gerade
Schnittflächen
aufweisen. Erfindungsgemäß wird die
Aufgabenstellung dadurch gelöst,
daß die
zum Stützträger weisenden
Enden der Längsmesser
des Würfelgatters
fliegend gelagert ausgebildet sind und zur Kontur des Stützträgers in Bewegungsrichtung
des Messerbalkens einen Abstand aufweisen.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung
weisen die Längsmesser
im Bereich des Stützträgers in Transportrichtung
des. Lebensmittels in ihrem Zuschnitt eine der Kontur des Stützträgers folgende Ausbildung
auf und sind den höchsten
Punkt des Stützträgers in
Bewegungsrichtung des Messerbalkens überdeckend ausgebildet. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung zeichnen sich durch folgende Merkmale
aus.
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Die Quermesser sind mit ihren Schneiden
in Transportrichtung des Lebensmittels um einen in etwa dem Abstand
der Längsmesser
zueinander entsprechenden Betrag hinter den Schneiden der Längsmesser
angeordnet.
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Der Abstand des dem Stützträger benachbart
angeordneten Quermessers vom Stützträger ist kleiner
als der Abstand der Längsmesser
zueinander ausgebildet. Die Quermesser weisen untereinander den
gleichen Abstand wie die Längsmesser
zueinander auf.
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Der Rahmen des Würfelgatters ist als zum Stützträger offenes
U ausgebildet. Der Rahmen des Würfelgatters
ist über
vier, jeweils eine Ringnut aufweisende Bolzen rastend mit dem Maschinengestell verbunden.
Die Ringnut weist eine der Materialstärke des Rahmens etwa entsprechende
Breite auf. Der Rahmen verfügt
im Bereich der Bolzen über
sich zum Stützträger erweiternde
Langlöcher.
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Zur Fixierung des Würfelgatters
in vertikaler Richtung sind zumindest im Bereich von zwei Bolzen mit
dem Rahmen verbundene Achshalter vorgesehen. Mit dem Würfelgatter
ist ein seine Anwesenheit erfassender Sensor gekoppelt. Die Erfindung
wird durch ein Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine
Vorderansicht der Käsewürfelmaschine
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2 einen
Schnitt A – A
der 1 vor dem Würfelschnitt
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3 einen
Schnitt A – A
der 1 nach erfolgtem
Würfelschnitt
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Wesentliche Teile der Käsewürfelmaschine sind
ein mit einer Druckplatte 1 verbundener Messerbalken 2,
der in einem Maschinengestel 13 in bekannter Weise gelagert
und angetrieben ist und zwischen einer unteren und einer oberen
Endlage bewegt wird, eine in Transportrichtung 4 vor dem
Messerbalken 2 verlegte Zuführeinrichtung 5 und
ein hinter dem Messerbalken 2 ortsfest angeordnetes Würfelgatter 6.
Die Druckplatte 1 ist gegen das Würfelgatter 6 geneigt
und bildet zum Würfelgatter 6 eine schiefe
Ebene.
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Das Würfelgatter 6 weist
einen nach unten offenen, U-förmig
gefertigten Rahmen 7 auf, an dessen freie Enden ein schwenkbar
gelagerter, durch zwei Gasdruckfedern 8 in Richtung der
Zuführeinrichtung 5 druckbeaufschlagter
Stützträger 9 angeschlossen
ist. Der Stützträger 9 weist
in seinem Querschnitt in Transportrichtung des Lebensmittels eine
kreisbogenförmige
Kontur 10 auf. Innerhalb des Rahmens 7 sind in
Schnittrichtung des Messerbalkens 2 verlaufende Längsmesser 11 und
quer zur Schnittrichtung des Messerbalkens 2 verlaufende Quermesser 12 vorgesehen.
Die Quermesser 12 sind zu den Längsmessern 11 in Transportrichtung 4 versetzt
angeordnet. Dabei entspricht der Versatz der Quermesser 12 zu
den Längsmessern 11 etwa dem
Abstand der Längsmesser 11 untereinander. Der
Abstand der Quermesser 12 zueinander und der der Längsmesser 11 untereinander
ist gleich ausgebildet. Das zum Stützträger 9 benachbarte
Quermesser 12 weist zum Stützträger 9 einen kleineren
Abstand als die Quermesser 12 zueinander auf.
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Die Längsmesser 11 sind
im Bereich des Stützträgers 9 fliegend
gelagert ausgebildet und weisen an ihren freien Enden 13 zum
Stützträger 9 einen Spalt
auf. Die Kontur der Längsmesser 11 ist
an ihren freien Enden 13 kreisbogenförmig ausgebildet und damit
der Kontur 10 des Stützträgers 9 angepaßt. Im Bereich
ihrer freien Enden 13 sind die Längsmesser 11 in Bewegungsrichtung
des Messerbalkens 2 so verlegt und ausgebildet, daß sie den höchsten Punkt der
kreisbogenförmigen
Kontur 10 des Stützträgers 9 überdecken.
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Das Würfelgatter 6 ist über seinen
Rahmen 7 mit dem Maschinengestell 3 verbunden.
Aus diesem Grunde weist das Maschinengestell 3 vier Bolzen 14 auf,
die jeweils mit einer Ringnut 15 ausgerüstet sind. Die Breite der Ringnut 15 entspricht
der Materialstärke
des Rahmens 7. Der Rahmen 7 ist an den entsprechenden
Stellen mit sich nach unten erweiternden Langlöchern 16 ausgerüstet, über die
das Würfelgatter 6 mit
den Bolzen 14 rastend verbunden wird. Um das Würfelgatter 6 in
vertikaler Richtung zu fixieren, sind im Bereich von zwei Bolzen 14 Achshalter 17 vorgesehen.
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Aus Gründen des Arbeitsschutzes wird
die Anwesenheit des Würfelgatters 6 über einen
Sensor 18 überwacht
und das Würfelgatter 6 über eine
nicht dargestellte Verkleidung zugriffsicher abgedeckt.
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Der Messerbalken 2 schneidet
von einem Käseblock 19 eine
Käsescheibe 20 ab,
die sich danach auf dem Stützträger 9 befindet.
Nachfolgend preßt
die Druckplatte 1 die Käsescheibe 20 zunehmend
durch das Würfelgatter 6 und
verdrängt
gleichzeitig den Stützträger 9 in
Richtung des Würfelgatters 6.
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Bei der Abwärtsbewegung der Druckplatte 1 wird
die Käsescheibe 20,
wie oben beschrieben, aus der über
den Anstellwinkel der Druckplatte 1 resultierende Kraftkomponente
verformt und gleichzeitig durch das Würfelgatter 6 gedrückt. Dadurch,
daß die Käsescheibe 20 zunächst nur
in den Schnittbereich der in Bewegungsrichtung der Druckplatte 1 verlegten
Längsmesser 11 gelangt,
wird die Käsescheibe 20 lediglich
in Streifen geschnitten. Die nicht beeinflußbaren Verformungen der Käsescheibe 20 führen zu
keiner Verschlechterung des Schnittbildes am späteren Käsewürfel, da die Verformung der
Käsescheibe 20 und
die Verlegerichtung der Längsmesser 11 identisch
sind.
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Nachdem der Messerbalken 2 seine
untere Stellung erreicht hat, bewegt er sich mit der angeschlossenen
Druckplatte 1 nach oben und trennt danach beim nächsten Arbeitstakt
wiederum eine Käsescheibe 20 vom
Käseblock 19 ab,
die in gleicher Weise in das Würfelgatter 6 gedrückt und
zunächst
in Streifen aufgeschnitten wird. Dabei werden die von der vorhergehenden
Käsescheibe 20 noch
zwischen den Längsmessern 11 geklemmten
Käsestreifen
um die Scheibendicke der nachfolgenden Käsescheibe 20 verdrängt und
dabei von den Quermessern 12 in Würfel geschnitten. Die Verformung
der zu diesem Zeitpunkt durch die Druckplatte 1 belasteten
Käsescheibe 20 wirkt
sich dabei nicht mehr auf die zwischen den Längsmessern 11 geklemmten
Käsestreifen
aus, so daß sie
beim Schnitt der Quermesser 12 ihrer Lage zu den Quermessern 12 nicht
verändern und
somit das Schnittbild der Quermesser 12 am Käsewürfel keine
Krümmung
aufweist.
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Es liegt auf der Hand, daß die Käsescheibe 20 bei
der Abwärtsbewegung
der Druckplatte 1 auf den Stützträger 9 gepreßt wird
und sich dabei im Bereich des Stützträgers 9 elastisch
verformt. Im Ergebnis würden
nach dem Würfeln,
wenn die Käsewürfel das
Würfelgatter 6 verlassen
hätten
und sie sich entspannen könnten,
zu große
Käsewürfel entstehen. Dieser
Umstand kann ausgeglichen werden, wenn das dem Stützträger 9 benachbarte
Quermesser 12 zum Stützträger 9 einen
kleineren Abstand aufweist als der Abstand der übrigen Quermesser 12 oder auch
der der Längsmesser 11 zueinander.
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Bedingt durch die Form des Rahmens 7,
der als zum Stützträger 9 offenes
U ausgebildet ist, die fliegende Lagerung der Längsmesser 11 im Bereich des
Stützträgers 9 und
einen möglichst
kleinen Abstand der freien Enden 13 der Längsmesser 11 zur kreisbogenförmigen Kontur 10 des
Stützträgers 9,
ist gewährleistet,
daß die
Käsescheibe 20 vollständig in Käsewürfel aufgeschnitten
wird und der Feinanteil im Endprodukt gering bleibt. Da die Längsmesser 11 in Transportrichtung 4 eine
der kreisbogenförmigen Kontur 10 des
Stützträgers 9 folgende
Ausbildung aufweisen und den höchsten
Punkt der kreisförmigen Kontur 10 des
Stützträgers 9 in
Beweguingsrichtung des Messerbalkens 2 überdeckend ausgebildet sind, wird
die Käsescheibe 10 trotz
des Abstandes der freien Enden 13 der Längsmesser 11 zur kreisförmigen Kontur 10 des
Stützträgers 9 sicher
in Würfel
aufgeschnitten. Zu verdanken ist das dem Umstand, daß die Käsestreifen
durch die Quermesser 12 beim Schnitt höhenmäßig fixiert sind. Dadurch treten
die freien Enden 13 der Längsmesser 11 bei fortschreitendem
Transport der Käsestreifen
durch die Quermesser 12 zwangsweise aus dem Käse nach
unten heraus.