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Die Erfindung betrifft ein Sitz-Liegemöbel mit einem
gegenüber
einem Gestell ausziehbaren, in der eingeschobenen Stellung die Sitzfläche tragenden Wagen
und mit einer aus einer aufgerichteten Stellung in eine abgesenkte
Stellung gegenüber
dem Gestell verstellbar angeordneten Rückenlehne.
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Derartige Sitz-Liegemöbel sind
hinreichend bekannt und werden auch als Querschläfer bezeichnet. Bei einem solchen
wandelbaren Sitz-Liegemöbel stützt sich
der ausziehbare Wagen im Bereich seines vorderen Abschlusses mittels
Rollen bodenseitig ab. Im Bereich seines rückwärtigen Abschlusses verfügt der ausziehbare
Wagen zumeist ebenfalls über
Rollen, die in einer Führung
oder auf einer Kulisse des Gestells geführt sind. Durch die Kulisse
oder eine solche Führung
ist die Bewegung des ausziehbaren Wagens in beide Richtungen durch
Anschläge
begrenzt. Der ausziehbare Wagen trägt oberseitig eine Polsterung,
die beispielsweise auf einem Rahmen angebracht werden kann. Diese
kann auch durch einen Aufbau, bestehend aus einem Lattenrost oder
einer Matratze, gebildet sein. In der eingeschobenen Stellung des
Wagens bildet die Oberseite dieser Polsterung die Sitzfläche. An
dem Gestell eines solchen vorbekannten Sitz-Liegemöbels ist
eine Rückenlehne
schwenkbar angelenkt. Die Rückenlehne kann
aus ihrer aufgerichteten Stellung in der Sitzstellung des Sitz-Liegemöbels durch
Verschwenken gegenüber
dem Gestell in eine abgesenkte Stellung gebracht werden, in der
diese mit der Polste rung des ausgezogenen Wagens eine gemeinsame
Liegefläche
ausbildet. Zu diesem Zweck ist die Rückenlehne beidseitig gepolstert,
wobei die in der aufgerichteten Stellung der Rückenlehne zur Sitzfläche weisende Seite
zur Ausbildung der eigentlichen Rückenlehne gepolstert ist, während die
Rückseite
der Rückenlehne
eine Polsterung aufweist, um die Liegefläche in der abgesenkten Stellung
der Rückenlehne
auszubilden.
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Nachteilig bei einem solchen vorbekannten Sitz-Liegemöbel ist,
dass beide Rückenlehnenseiten gepolstert
sein müssen.
Mitunter wird auch als nachteilig angesehen, dass zum Ausüben der
notwendigen Verschwenkbewegung der Rückenlehne eine Anordnung des
Sitz-Liegemöbels
mit der aufgerichteten Rückenlehne
unmittelbar an eine Wand eines Raumes angrenzend nicht möglich ist.
Zumindest beim Wandeln eines solchen Sitz-Liegemöbels muss dieses von der Wand
abgezogen werden, damit die Rückenlehne
bestimmungsgemäß verschwenkt
werden kann, so dass zur Ausbildung der gemeinsamen Liegefläche mit
der Polsterung des ausgezogenen Wagens die Rückseite der Rückenlehne
mit der zur Ausbildung der Liegefläche vorgesehenen Polsterung
verschwenkt werden kann. Um diesem Nachteil zu begegnen, ist man
mitunter dazu übergegangen, die
Schwenkachse zwischen Rückenlehne
und Gestell in den Bereich des unteren Abschlusses der Rückenlehne
zu legen. Dieses hat jedoch zum Nachteil, dass dann die gesamte
Breite der durch die Rückenlehne
gebildeten Liegefläche
mehr oder weniger die Höhe
der Rückenlehne
in ihrer aufgerichteten Sitzstellung bildet. Ein solches Möbel wirkt
daher wuchtig und mitunter unproportioniert.
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Aufgehend von diesem diskutierten
Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde,
ein eingangs genanntes wandelbares Sitz-Liegemöbel mit einer Rückenlehne
auszustatten, mit der die zu dem vorgenannten Stand der Technik
aufgezeigten Nachteile zumindest weitgehend vermieden sind.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein
eingangs genanntes, gattungsgemäßes Sitz-Liegemöbel gelöst, bei
dem die Rückenlehne
in ihrer aufgerichteten Stellung an ihrer zur Sitzfläche weisenden
Oberseite eine Polsterung trägt,
die in der abgesenkten Stellung der Rückenlehne mit der gepolsterten
Sitzfläche
des Wagens gemeinsam eine Liegefläche ausbildet, und im Bereich
ihres in der aufgerichteten Sitzstellung unteren Abschlusses unter
Zwischenschaltung zumindest eines Führungselementes an das Gestell
zum Führen
der Rückenlehne beim
Verstellen derselben aus ihrer aufgerichteten Sitzstellung in ihrer
abgesenkten Liegestellung sowie in umgekehrter Richtung angeschlossen
ist.
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Bei diesem wandelbaren Sitz-Liegemöbel braucht
die Rückenlehne
nur an einer einzigen Oberseite eine Polsterung zu tragen, nämlich an
derjenigen Oberseite, die in der aufgerichteten Sitzstellung der
Rückenlehne
zur Sitzfläche
des ausziehbaren Wagens weist. Die Rückenlehne ist gegenüber dem Gestell
verstellbar und, verglichen mit dem vorbekannten Stand der Technik
nicht ausschließlich
verschwenkbar. Zu diesem Zweck ist die Rückenlehne unter Zwischenschaltung
eines Führungselementes an
das Gestell angeschlossen, wobei das Führungselement dem Zweck dient,
die Rückenlehne
bei dem Vorgang einer Verstellung zu führen. Der Anschluss der Rückenlehne
an das Gestell ist nicht notwendigerweise unlösbar; vielmehr wird im Rahmen
dieser Ausführungen
unter dem Begriff des Anschließens der
Rückenlehne
an das Gestell auch eine abstützende
Anordnung, beispielsweise unter Zwischenschaltung einer Rolle oder
einer Rollenanordnung gesehen. Durch das Vorsehen eines oder mehrerer parallel
zueinander angeordneter Führungselemente ist
die Verstellbewegung definiert. Durch diese wird die Rückenlehne
in umgekehrter Richtung, verglichen mit dem vorbekannten Stand der
Technik, aus ihrer aufgerichteten Sitzstellung in ihre Liegestellung verschwenkt.
Dieses hat zum Vorteil, dass in der Sitzstellung der untere Abschnitt
der Rückenlehne
in das Gestell eingreifen kann und daher nicht in Erscheinung tritt.
Die Polsterung der Sitzfläche
des ausziehbaren Wagens grenzt mit ihrem rückwärtigen Abschluss in der Sitzstellung
des wandelbaren Sitz-Liegemöbels an
die Oberseite der Polsterung der Rückenlehne. Der ausziehbare
Wagen ist zweckmäßigerweise
in dieser Stellung arretiert gehalten. Somit kann durch den ausziehbaren
Wagen mit seinem Sitzpolster soviel von der Breite der Rückenlehne
bedeckt sein, die der Höhe
des rückwärtigen Abschlusses
des ausziehbaren Wagens mit seiner Sitzpolsterung entspricht. Dieses
ist nicht unbeträchtlich,
denn ein auf die vorbeschriebene Art und Weise konzipiertes Sitz-Liegemöbel braucht
nicht mit einer wuchtigen und überdimensionierten
Rückenlehne
in Erscheinung zu treten.
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Das Führungselement, mit dem die
Rückenlehne
im Bereich ihres in der aufgerichteten Stellung unteren Abschlusses
an das Gestell angeschlossen ist, kann gemäß einer ersten Ausgestaltung
ein Führungslenker
sein. Dieser ist mit seinem einen Ende an der Rückenlehne und mit seinem anderen
Ende am Gestell um jeweils parallel zur Längserstreckung der Rückenlehne
verlaufende Drehachsen gelenkig verbunden. Dieser Lenker führt die
Rückenlehne
im Bereich des vorgenannten Abschlusses bei ihrer Verstellung. Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Rückenlehne
mit ihrem in der aufgerichteten Sitzstellung unteren Abschluss mittels einer
Rolle oder einer Rollenanordnung an das Gestell angeschlossen ist,
und zwar indem die Rolle oder die Rollenanordnung sich entweder
auf einer Kulisse abstützen
und/oder in einer Führung
geführt sind.
Um den vorgenannten unteren Abschluss der Rückenlehne aus ihrer in das
Gestell eingreifenden Position in der Sitzstellung auf dieselbe
Höhe zu
bringen wie das Sitzpolster des ausziehbaren Wagens kann die Kulisse
bzw. die Führung,
in denen die Rolle oder die Rollenanordnung abgestützt ist,
eine ansteigende Rampe aufweisen. Gemäß einer anderen Ausgestaltung,
in der als Führungselement
eine Rolle oder eine Rollenanordnung vorgesehen sind, ist vorgesehen,
dass die Rolle oder die Rollenanordnung mittels eines Lenkers von
der Rückenlehne
beabstandet ist und die gelenkige Anbindung dieses Lenkers an die
Rückenlehne
mit Abstand von dem eigentlichen unteren Abschluss der Rückenlehne zweckmäßigerweise
in ihrer Sitzstellung angeordnet ist. In der Liegestellung der Rückenlehne
bildet dieser Lenker sodann die vorderseitige Abstützung der Rückenlehne.
Die Rolle bzw. die Rollenanordnung braucht in einem solchen Fall
keine höhenausgleichende
Rampe aufzuweisen, was den Verstellvorgang vereinfacht. Die vorbeschriebenen
Ausgestaltungen machen deutlich, dass die Anbindung des Führungselementes
an die Rückenlehne
nicht notwendigerweise direkt am unteren Abschluss der Rückenlehne
ihrer Sitzstellung angeordnet sein muss, sondern im Bereich des
unteren Abschlusses und somit auch mit einem gewissen Abstand zu
diesem, und zwar sowohl in Richtung zu dem anderen längsseitigen
Abschluss der Rückenlehne
als auch in der entgegengesetzten Richtung.
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In ihrer aufgerichteten Stellung
kann die Rückenlehne
an von dem Sitzgestell nach oben abragenden Stützelementen angelehnt sein.
Eine Verstellung der Rückenlehne
erfolgt sodann durch manuelle Unterstützung des hinteren Bereiches
der Rückenlehne.
Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass an die Rückenlehne
ein Stützlenker oder eine
Stützlenkeranordnung
angeschlossen ist, die mit ihrem anderen Ende gestellseitig gelagert sind.
Die Drehachse des Stützlenkers
zum Herstellen einer Verbindung mit der Rückenlehne befindet sich mit
Abstand zu dem Anschluss des Führungselements
an die Rückenlehne.
Zwischen der Rückenlehne
und einem solchen Stützlenker
können
Energiespeicher, beispielsweise eine Zugfeder oder eine Gasdruckfeder
eingesetzt werden, die eine Verstellung der Rückenlehne aus ihrer aufgerichteten
Sitzstellung in ihre Liegestellung dämpfen, wobei bei diesem Vorgang
Energie gespeichert wird, und durch die eine Unterstützung der
Aufrichtebewegung der Rückenlehne
aus ihrer abgesenkten Liegestellung in ihre aufgerichtete Sitzstellung
erfolgt.
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Nachfolgend ist die Erfindung anhand
von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren beschrieben. Es zeigen:
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1:
eine schematisierte Seitenansicht eines ersten Sitz-Liegemöbels, dargestellt
ohne Polsterelemente,
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2:
das Sitz-Liegemöbel
der 1 in seiner Liegestellung,
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3:
eine schematisierte Seitenansicht eines zweiten Sitz-Liegemöbels, dargestellt
ohne Polsterelemente,
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4:
das Sitz-Liegemöbel
der 3 in seiner Liegestellung,
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5:
eine schematisierte Seitenansicht eines dritten Sitz-Liegemöbels, dargestellt
ohne Polsterelemente,
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5a:
ein Führungselement
zum Führen der
Rückenlehne
des Sitz-Liegemöbels der 5 zu ihrer Verstellung und
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6:
das Sitz-Liegemöbel
der 5 in seiner Liegestellung.
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Ein Sitz-Liegemöbel 1 besteht im Wesentlichen
aus einem Gestell 2, einem an dem Gestell 2 geführten ausziehbaren
Wagen 3 und einer Rückenlehne 4.
Der ausziehbare Wagen 3 stützt sich über Rollen bodenseitig bzw.
gestellseitig ab. Im Bereich seines vorderen Abschlusses sind zum
Tragen des Wagens 3 bodenseitig abstützende Rollen vorgesehen, während im
Bereich seines hinteren Abschlusses Rollen vorgesehen sind, die
in einer Kulisse 5 des Gestells 2 geführt sind,
so dass der ausziehbare Wagen 3 im Bereich seines rückwärtigen Abschlusses
gestellseitig abgestützt
ist. Durch die Kulisse 5 sind die Bewegungen des ausziehbaren
Wagens 3 begrenzt. Der ausziehbare Wagen 3 trägt oberseitig einen
Rahmen 6, an dem im Bereich seiner Ecken Einfassungen 7, 7', bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel
aus einem Rohr hergestellt, angeordnet sind. Durch die Einfassungen 7, 7' ist eine Aufnahme 8 gebildet,
in der ein Lattenrost und eine Matratze angeordnet werden können. Der Übersicht
halber ist das Lattenrost und die Matratze in der Figur nicht dargestellt.
Es ist vorgesehen, dass der obere Abschluss der Matratze den oberen
Abschluss der Einfassungen 7, 7' überragt. Letztendlich dienen
die Einfassungen 7, 7' allein dem Zweck, den Lattenrost und
die darauf befindliche Matratze als Polsterung gegenüber einem
Verrutschen zu halten. In der in 1 dargestellten
Sitzposition des Sitz-Liegemöbels 1 bildet
die Oberseite der Matratze des ausziehbaren Wagens 3 die
Sitzfläche
des Sitz-Liegemöbels 1 aus.
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Die Rückenlehne 4 umfasst
ebenfalls einen Rahmen 9 und Einfassungen 10, 10', die demselben Zweck
dienen wie die Einfassungen 7, 7' des ausziehbaren Wagens 3.
Als Polsterung der Rückenlehne
ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls
vorgesehen, ein Lattenrost auf den Rahmen 9 und auf den
Lattenrost eine Matratze anzuordnen. Sollte es gewünscht sein,
kann die Matratze mit dem Rahmen 9 durch ein oder mehrere
Gurte gegen ein Herausfallen gesichert sein.
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An den Rahmen 9 der Rückenlehne 4 ist
bei dem in 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel
ein Hebelbeschlag 11 angebracht. Der Hebelbeschlag 11 verfügt über zwei
Lenker 12, 13. Der Lenker 12 dient als
Führungslenker
und ist im Bereich des unteren Abschlusses der Rückenlehne 4 in ihrer
in 1 gezeigten aufgerichteten
Sitzstellung mit seinem einen Ende angelenkt. Das andere Ende des
Lenkers 12 ist an dem Gestell 2 gelenkig befestigt.
Die Drehachsen des Lenkers 12 gegenüber dem Gestell 2 bzw.
gegenüber
der Rückenlehne 9 verlaufen
parallel zur Längserstreckung
der Rückenlehne 4.
Die Drehachsen dieser gelenkigen Verbindung sind mit D1 bzw. D2 in
dieser Figur gekennzeichnet. Der andere Lenker 13 – als Stützlenker
bezeichnet – ist
mit seinem einen Ende ebenfalls an der Rückenlehne 4 angeschlossen.
Das andere Ende dieses Lenkers
13 ist an dem Gestell 2 schwenkbar
angelenkt. Die Lenker 13 und 12 weisen bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel
eine gleiche Länge
auf, so dass es sich bei dem beschriebenen Lenkersystem um ein Parallellenkersystem
handelt.
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Zum Wandeln des Sitz-Liegemöbels 1 aus seiner
in 1 gezeigten Sitzstellung
in seine in 2 gezeigte
Liegestellung wird zunächst
der äußere Wagen 3 ausgezogen,
bis die rückwärtigen Rollen
an dem Ende der Kulisse 5 angelangt ist, wodurch die Ausziehbewegung
begrenzt ist. Anschließend
wird die Rückenlehne 4 verstellt,
so dass diese aus ihrer in 1 gezeigten
aufgerichteten Stellung in ihre in 2 gezeigte
Liegestellung gebracht wird. Durch den Hebelbeschlag 11 ist
diese Verschwenkbewegung geführt,
wobei die Rückenlehne 4 gegenüber dem
Gestell 2 um die beiden gestellseitigen Drehachsen des
Hebelbeschlages 11 verstellt wird. In der Liegestellung
der Rückenlehne 4 bildet
diese gemeinsam mit der durch den Lattenrost und die Matratze gebildeten
Polsterung des äußeren Wagens 3 eine
gemeinsame Liegefläche
gleicher Höhe
aus.
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Zum Dämpfen der Absenkbewegung der
Rückenlehne 4 dient
als Energiespeicher eine Zugfeder 14, die beim Absenken
der Rückenlehne 4 gespannt wird,
wie dies aus 2 ersichtlich
ist. Beim Wandeln des Sitz-Liegemöbels 1 aus
seiner in 2 gezeigten
Liegestellung in seine in 1 gezeigte
Sitzstellung wird die in der Zugfeder 4 gespeicherte Energie genutzt,
um die Rückstellbewegung
der Rückenlehne 4 zu
unterstützen.
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3 zeigt
ein weiteres Sitz-Liegemöbel 15, das
prinzipiell aufgebaut ist wie das Sitz-Liegemöbel 1 der 1 und 2. Aus diesem Grunde sind gleiche Elemente
des Sitz-Liegemöbels 15 mit
denselben Bezugszeichen wie bei dem Sitz-Liegemöbel 1 bezeichnet.
Der Unterschied zwischen den beiden Sitz-Liegemöbeln 15 und 1 ist,
dass die Rückenlehne 4 des
Sitz-Liegemöbels 15 sich
im Bereich ihres unteren Abschlusses über eine Rolle 16 gestellseitig abstützt. Die
Rolle 16 ist auf einer Kulisse 17 des Gestells 2 geführt. Die
Kulisse 17 weist eine hintere Vertiefung 18 auf,
in der die Rolle 16 in der Sitzstellung der Rückenlehne 4 gefangen
ist. Die Kulisse 17 weist ferner eine Rampe 19 auf,
die in eine vordere Vertiefung 20 zum Aufnehmen der Rolle 16 in
der Liegestellung der Rückenlehne 4 mündet.
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Eine Verstellung des Sitz-Liegemöbels 15 erfolgt
analog zu einer Verstellung des Sitz-Liegemöbels 1, wobei im Unterschied
zu der Verstellung der Rückenlehne 4 des
Sitz-Liegemöbels 1 die
Rückenlehne 4 des
Sitz-Liegemöbels 15 im
Bereich ihres in der Sitzstellung unteren Abschlusses über die
sich auf der Kulisse 17 des Gestells 2 abstützende Rolle 16 geführt wird.
Das in seiner Liegestellung befindliche Sitz-Liegemöbel 15 ist
in 4 wiedergegeben. Die
Rolle 16 ist in der Vertiefung 20 der Kulisse 17 aufgenommen,
so dass auf diese Weise die Rückenlehne 4 in
ihrer Liegestellung fixiert ist.
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5 zeigt
ein weiteres Sitz-Liegemöbel 21 in
seiner Sitzstellung. Bei diesem Sitz-Liegemöbel 21 ist der äußere Wagen 22 ebenso
ausgebildet wie der äußere Wagen 3 der
vorangegangenen Ausführungsbeispiele.
Entsprechend weist das Gestell 23 des Sitz-Liegemöbels 21 eine
Kulisse zum Führen der
hinteren Rolle des äußeren Wagens 22 auf.
Die Rückenlehne 24 des
Sitz-Liegemöbels 21 ist über eine
Rollenanordnung 25 gestellseitig abgestützt. Die Rollenanordnung 25 ist
geführt
in einer C-förmigen,
am Gestell 23 festgelegten Führungsschiene 26.
Die beiden Rollen der Rollenanordnung 25 sind über einen
Streb 27 miteinander verbunden. Von dem Streb 27 nach
oben abragend ist ein Lenker 28 vorgesehen, der im Bereich
seines oberen Abschlusses gelenkig an die Rückenlehne 24 angeschlossen ist.
Somit ist die Rückenlehne 24 um
die Drehachse D3 dieser gelenkigen
Verbindung gegenüber
dem Lenker 28 verschwenkbar. Die Drehachse D3 ist rückenlehnenseitig 24 in
einem Winkelstück 29 gelagert,
das seinerseits an der Unterseite der Rückenlehne 24 befestigt
ist. Das Führungselement
zum Führen
der Rückenlehne 24 besteht
aus diesem Ausführungsbeispiel
daher aus dem Winkelstück 29, dem
Lenker 28, dem Streb 27 und den beiden Rollen der
Rollenanordnung 25. Dieses Führungselement, das insgesamt
mit den Bezugszeichen 30 bezeichnet ist, ist in 5a nochmals gesondert dargestellt.
Die Drehachse D3 ist mit Abstand
zum unteren Abschluss der Rückenlehne 24 in
Richtung zum anderen längsseitigen
Abschluss der Rückenlehne 24 angeordnet.
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Das Gestell 23 verfügt über Stützelemente 31,
die nach oben abragend vorgesehen sind. Die Stützelemente 31 dienen
zum Abstützen
der Rückseite
der Rückenlehne 24 in
ihrer in 5 gezeigten aufgerichteten Sitzstellung.
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Ein Wandeln des Sitz-Liegemöbels 21 erfolgt analog
zur Wandlung der vorbeschriebenen Sitz-Liegemöbel 1 bzw. 15.
Nach Ausziehen des äußeren Wagens 22 wird
die Rückenlehne 24 aus
ihrer aufgerichteten und in 5 gezeigten
Sitzstellung in ihre abgesenkte Liegestellung (vgl. 6) gebracht. Bei dieser Verstellung der
Rückenlehne 24 wird
das als Wagen dienende Führungselement 30 in
der Führungsschiene 26 bis
zu seinem vorderen Anschlag verfahren. Die Höhe des Lenkers 28 des
Führungselements 30 ist
so dimensioniert, dass in der in 6 gezeigten
Liegestellung des Sitz-Liegemöbels 21 das
vordere, zum äußeren Wagen 22 weisende
Ende sich in gleicher Höhe
befindet, wie der obere Abschluss des äußeren Wagens, so dass eine
Liegefläche
gemeinsamer Höhe
bereitgestellt ist. Der in 5 gezeigte
obere Abschluss der Rückenlehne 24 ist
bei dieser Verstellbewegung von den Stützelementen 31 abgehoben
und auf einen Absatz 32 des Gestells 23 aufgelegt
worden. Somit ruht die Rückenlehne 24 in
ihrer Liegestellung auf dem Absatz 32 sowie auf dem in
den Figuren erkennbaren Führungselement 30.
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Zum Zurückwandeln des Sitz-Liegemöbels 21 in
die in 5 gezeigte Sitzstellung
wird zunächst das
auf den Absatz 32 ruhende Ende der Rückenlehne 24 aus dem
Absatz 32 angehoben und aufgerichtet, wobei bei der Aufrichtebewegung
das in der Führungsschiene 26 geführte Führungselement 30 zurückgefahren
wird, bis die in 5 gezeigte
aufgerichtete Stellung der Rückenlehne 24 erreicht
ist. Gesichert wird diese Stellung durch Einschieben des äußeren Wagens 22,
der in seiner eingeschobenen Stellung fixiert ist.
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Insbesondere bei dem letztbeschriebenen Ausführungsbeispiel
ist von Vorteil, dass das Sitz-Liegemöbel mit seiner Rückseite
unmittelbar an eine Wand angrenzend positioniert werden kann, da zum
Verstellen der Rückenlehne
kein hinter das Möbel
greifender Raum benötigt
wird.
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In den Figuren der beschriebenen
Ausführungsbeispiele
ist jeweils Bezug genommen auf ein einziges Führungselement, nämlich das
Sichtbare. Bei diesen Ausführungsbeispielen
befindet sich im Bereich des querseitigen Abschlusses der Rückenlehne
ein gleiches Führungselement.
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Falls gewünscht, kann eine Verstellung
der Rückenlehne
zusammen oder auch gemeinsam mit einem Ausziehen des Wagens durch
einen Elektromotor erfolgen. Ferner ist es möglich, die Verstellung der
Rückenlehne
an eine Auszugbewegung des Wagens zu koppeln, so dass eine Verstellung
der Rückenlehne
aus ihrer aufgerichteten Sitzstellung in ihrer abgesenkten Liegestellung
durch Ausziehen des Wagens und in umgekehrter Richtung durch Einschieben
des Wagens ausgelöst
bzw. hervorgerufen wird.
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Bei den in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispielen
ist vorgesehen, dass die Polsterung des ausziehbaren Wagens durch
einen Lattenrost und eine darauf angeordnete Matratze gebildet ist und
dass die Rückenlehne
eine gleich aufgebaute Polsterung aufweist. Zum Fixieren dieser
Polsterungen sind Eckeinfassungen beschrieben worden. Zum Fixieren
dieser Polsterungen können
auch andere Einfassungen und/oder Gurte eingesetzt werden. Ebenfalls
kann der ausziehbare Wagen und/oder auch die Rückenlehne eine andere Polsterung
tragen, beispielsweise eine Schaumstoffpolsterung.
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Bezugszeichenliste
- 1
- Sitz-Liegemöbel
- 2
- Gestell
- 3
- ausziehbarer
Wagen
- 4
- Rückenlehne
- 5
- Kulisse
- 6
- Rahmen
- 7,
7'
- Einfassung
- 8
- Aufnahme
- 9
- Rahmen
- 10,
10'
- Einfassung
- 11
- Hebelbeschlag
- 12
- Lenker
- 13
- Lenker
- 14
- Zugfeder
- 15
- Sitz-Liegemöbel
- 16
- Rolle
- 17
- Kulisse
- 18
- Vertiefung
- 19
- Rampe
- 20
- Vertiefung
- 21
- Sitz-Liegemöbel
- 22
- äußerer Wagen
- 23
- Gestell
- 24
- Rückenlehne
- 25
- Rollenanordnung
- 26
- Führungsschiene
- 27
- Streb
- 28
- Lenker
- 29
- Winkelstück
- 30
- Führungselement
- 31
- Stützelement
- 32
- Absatz
- D1, D2, D3
- Drehachse