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Die Erfindung betrifft ein Sitz-Liegemöbel, umfassend
einen aus einem Gestell ausfahrbaren Wagen mit einem ein Sitzpolster
tragenden Sitzrahmen sowie ein in der Sitzstellung des Möbels unter dem
Sitzrahmen befindlichen und in der Liegestellung des Möbels auf
dem Niveau des Sitzpolsters angeordneten von einem Liegerahmen getragenen
Liegepolster, welcher Liegerahmen vorderseitig über einen Aufstelllenker abgestützt und über den
ausfahrbaren Wagen aufstellbar bzw. absenkbar ist, wobei zum Aufstellen
des Liegerahmens ein dem Wagen zugeordneter Mitnehmer an dem Aufstelllenker
angreift.
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Ein derartiges Sitz- Liegemöbel ist
aus
DE 44 33 217 C2 bekannt.
Bei diesem vorbekannten Sitz-Liegemöbel ist der Aufstelllenker
des Liegerahmens Teil eines Parallellenkersystems, mit dem der Liegerahmen
gestellseitig gehalten ist. Aufgerichtet wird der Liegerahmen bei
diesem Sitz-Liegemöbel mittels
des vorgenannten als Querlenker dienenden Aufstelllenkers und einem
parallel zu diesem Querlenker angeordneten weiteren Querlenker.
Gehalten ist der Liegerahmen des Sitz-Liegemöbels in seiner Liegestellung
dadurch, dass die beiden Querlenker sich in einer Übertotpunktstellung
befinden. Der ausfahrbare Wagen dieses Sitz-Liegemöbels umfasst
einen Sitzrahmen mit einem darauf befindlichen Sitzpolster, wobei
der Sitzrahmen von einer C-förmigen, nach
hinten zum Gestell des Möbels
hin offenen Seitenwange nach Art eines Schwingers getragen wird. Die
Seitenwange trägt
an ihrem hinteren, zum Gestell weisenden Ende eine in eine Führung eingreifende Rolle,
mit der der ausfahrbare Wagen am Gestell geführt ist. Mit vertikalem Abstand
zu dieser Rolle ist in diesem Teil der Seitenwange ein Mitnehmer
angeordnet, der beim Ausziehen des ausfahrbaren Wagens aus dem Gestell
an dem vorderen Aufstelllenker des Liegerahmens angreift und bei
der weiteren Ausfahrbewegung des Wagens das Parallellenkersystem
zum Aufrichten des Liegerahmens antreibt, bis dieser in seiner Übertotpunktstellung
stabil gehalten ist. Abgesenkt wird der Liegerahmen dadurch, dass
der ausfahrbare Wagen eingeschoben wird, wobei es grundsätzlich bei
diesem vorbekannten Sitz-Liegemöbel
lediglich notwendig ist, den Liegerahmen über den die Liegestellung stabilisierenden Totpunkt
des Parallellenkersystems hinwegzubewegen, da sich anschließend der
Liegerahmen selbsttätig
in seine Liegestellung absenkt.
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Die einfache Handhabung dieses vorbekannten
Sitz-Liegemöbels
zum Wandeln von seiner Sitzstellung in seine Liegestellung durch
Ausführen einer
einzigen Betätigungsbewegung,
nämlich
das Ausziehen des ausfahrbaren Wagens wird als angenehm empfunden.
Die Konstruktion dieses vorbekannten Sitz-Liegemöbels bedingt jedoch, dass die Breite
des Liegerahmens in Auszugrichtung nicht ausreicht, um das Sitz-Liegemöbel als
Längsschläfer konzipieren
zu können.
Daher ist dieses vorbekannte Sitz-Liegemöbel ein Querschläfer. Zwar
kann dieses vorbekannte Sitz-Liegemöbel als
Querschläfer
eingesetzt werden, wobei die durch den ausgefahrenen Wagen mit seinem
Sitzpolster gebildete Liegefläche um
die Breite des Liegepolsters vergrößert ist, jedoch wird mitunter
auch die Breite dieser Liegefläche
für einen
Querschläfer
bei einer Doppelbelegung als zu gering angesehen. Überdies
ist bei diesem vorbekannten Sitz-Liegemöbel nicht
nur die Breite des Liegerahmens und seines Polsters beschränkt, sondern auch
die aus Liegerahmen und Liegepolster gebildete Höhe. Dies hat zur Folge, dass
in aller Regel die Polsterung des Liegerahmens deutlich dürftiger
ausfällt
als diejenige des Sitzrahmens, so dass die in der Liegestellung
des Möbels
gebildete Liegefläche
eine ungleiche Polsterung auf den beiden Rahmen aufweist.
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Ausgehend von diesem diskutierten
Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde,
ein eingangs genanntes Sitz-Liegemöbel dergestalt weiterzubilden,
dass dieses unter Beibehaltung der als vorteilhaft empfundenen Wandelung dennoch
die durch den Liegerahmen be reitgestellte Fläche eine größere Breite und auch eine größere Polsterhöhe aufweisen
kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein
eingangs genanntes, gattungsgemäßes Sitz-Liegemöbel gelöst, bei
dem der Aufstelllenker an dem Liegerahmen schwenkbar und in Bewegungsrichtung des
Wagens verschiebbar angeschlossen ist und bei dem der Liegerahmen
im Bereich seines hinteren Abschlusses über eine auf einer Führung geführten Rolle
abgestützt
ist.
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Bei diesem wandelbaren Sitz-Liegemöbel ist lediglich
der in der Liegestellung des Möbels
zum ausfahrbaren Wagen hin weisende Endbereich des Liegerahmens über einen
mit seinem einen Ende gegenüber
der Aufstellbewegung des Liegerahmens ortsfest angelenkten Aufstelllenker
gehalten. Das nach hinten zur Rückenlehne
des Möbels
weisende Ende des Liegerahmens ist über eine beispielsweise gestellseitig
auf einer Führung
geführten
Rolle abgestützt.
Dabei weist die Führung
eine solche Kulisse auf, dass der Liegerahmen mit seinem hinteren
Abschluss aus seiner abgesenkten Stellung in seine angehobene Stellung
gebracht werden kann. Der am vorderen Abschluss angreifende Aufstelllenker
ist bei diesem Sitz-Liegemöbel im Gegensatz
zum vorbekannten Stand der Technik nicht um eine starre Drehachse
am Liegerahmen angelenkt, sondern der Anschluss des Aufstelllenkers
am Liegerahmen ist in Bewegungsrichtung der Ausziehbewegung des
ausfahrbaren Wagens verschiebbar. Zweckmäßigerweise trägt der Aufstelllenker
an diesem Ende eine Rolle, die in eine am Liegerahmen angeordnete
Führung eingreift.
Diese Abstützung
des Liegerahmens hat zum Vorteil, dass der Liegerahmen im Bereich
seines vorderen, zum ausfahrbaren Wagen weisenden Abschlusses aus
seiner abgesenkten Stellung in seine aufgerichtete Liegestellung
gebracht werden kann, ohne dass dafür der Liegerahmen eine bedeutende horizontale
Bewegung ausführen
muss. Folglich kann die Breite des Liegerahmens entsprechend größer vorgesehen
sein. Die hintere zum Gestell weisende Abstützung des Liegerahmens über die
Rolle kann gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung genutzt werden, um daran ein weiteres
Polsterelement anzuschließen,
das in der Sitzstellung des Möbels hinter
der Rückenlehne
verstaut ist und aus dieser Stellung durch teleskopartiges Ausziehen
des ausfahrbaren Wagens und eines dem Liegerahmen zugeordneten mittleren
Wagens aus dem Gestell aus seiner Verstau-Po sition herausgebracht
und auf das Niveau des Liegerahmens bzw. seines Polsters gebracht
werden kann. Durch diese Maßnahme
ist die Liegefläche
nochmals verbreiterbar, insbesondere so weit, dass dieses Sitz-Liegemöbel als
Längsschläfer eingesetzt
werden kann. Bei einer Ausgestaltung, bei der der Liegerahmen auf
einem mittleren Wagen angeordnet ist, stützt sich gleichwohl der hintere
Abschluss des Liegerahmens mit seiner Rolle auf einer gestellseitigen
Führung
ab. Die durch diese Führung bereitgestellte
Kulisse zum Anheben des hinteren Bereichs des Liegerahmens ist dann
entsprechend länger
ausgebildet. Der vorbeschriebene, in Bewegungsrichtung des ausfahrbaren
Wagens verschiebbare Anschluss des Aufstelllenkers an den Liegerahmen
hat gleichfalls zur Folge, dass der Liegerahmen tiefer abgesenkt
werden kann, wodurch eine höhere Bepolsterung
des Liegerahmens möglich
ist.
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Zum weiteren Erhöhen der Polsterung des Liegerahmens
ist es zweckmäßig, die
untere Schwenkachse des Aufstelllenkers in einem möglichst
tiefen Niveau anzuordnen, insbesondere in einem Niveau unterhalb
der rückwärtigen Abstützung des
Sitzrahmens mit seiner Rolle in einer Führung. Es ist dann möglich, die
in die Führung
eingreifende Rolle des vorderen ausfahrbaren Wagens als Doppelrolle
auszubilden, deren eine Rolle in die Führung eingreift und deren andere
Rolle als Mitnehmerrolle zum Betätigen
des Aufstelllenkers dient. Beide Rollen sind zweckmäßiger Weise
auf einer einzigen Achse montiert, so dass in der Sitzstellung des
Möbels mehr
Höhe verbleibt,
um die aus Liegerahmen und Liegepolster gebildete Einheit auszubilden.
Folglich kann die Polsterung des Liegerahmens dicker ausfallen.
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Der Aufstelllenker verfügt zweckmäßigerweise über zwei
parallel zueinander angeordnete und der Längserstreckung des Aufstelllenkers
folgende Anschläge,
wobei ein Anschlag als Aufstellanschlag und der andere Anschlag
als Absenkanschlag dient. Die beiden Anschläge schließen eine Mitnehmeraufnahme
ein, in die bei dem Vorgang des Ausziehens des ausfahrbaren Wagens
die Mitnehmerrolle hineingeführt
wird. Durch den Absenkanschlag ist eine Rückverstellung des Liegewagens
aus seiner Liegeposition in seine Sitzposition ebenfalls an die
Einschiebebewegung des ausfahrbaren Wagens gekoppelt, so dass der
Liegerahmen nicht lediglich nach Überwinden des Totpunktes in
seine abgesenkte Stellung herunterfällt. Vielmehr wird bei dieser
Ausgestaltung die Absenkbewegung des Liegerahmens samt Polster genutzt,
um den ausfahrbaren Wagen mit einzuziehen. Vor allem bei einer Konzeption
des Sitz-Liegemöbels
mit einem weiteren Polsterelement wird die Absenkbewegung des Liegerahmens
zudem dadurch gedämpft,
dass das weitere Polsterelement hinter die Rückenlehne in seine aufgerichtete
Verstau-Stellung gebracht werden muss.
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In einer bevorzugten Ausgestaltung
ist die zum Gestell weisende Abstützung des Sitzrahmens in eine
C-förmige
Führung
eingreifend konzipiert. Es ist dann möglich, an dem rückwärtigen,
zum Gestell weisenden Abschluss des Sitzrahmens ein Zugmittel, beispielsweise
ein Seil, ein Gurt oder dergleichen zu befestigen, mit dem der ausfahrbare
Wagen aus dem Gestell herausgezogen werden kann. Der ausfahrbare
Wagen braucht dann keine Griffmulden oder dergleichen aufzuweisen
und kann frontseitig einheitlich gepolstert werden. Von besonderem
Vorteil bei diesem Sitz-Liegemöbel ist
jedoch, dass das Möbel in
aufgerichteter Stellung durch eine Person aus der Sitzstellung in
die Liegestellung gewandelt werden kann – in einer Stellung, in der
sehr viel mehr Kraft aufgewendet werden kann als dies in der Hocke möglich ist.
Folglich kann ein solches Sitz-Liegemöbel ohne
weiteres von Jedermann mühelos
von der Sitzstellung in seine Liegestellung gewandelt werden. Zum
Unterbringen des Zugmittels kann die Sitzpolsterung im Bereich ihres
hinteren, zum Gestell weisenden Abschlusses einen Schlitz aufweisen,
in den das Zugmittel in der Liegestellung des Möbels eingelegt wird.
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Nachfolgend ist die Erfindung anhand
eines Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren beschrieben. Es zeigen:
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1:
ein schematisiert dargestelltes verwandelbares Sitz-Liegemöbel beim
Wandeln des Möbels
von seiner Sitzstellung in seine Liegestellung,
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2:
eine Querschnittsdarstellung eines Aufstellbeschlages des Sitz-Liegemöbels der 1,
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3:
das Sitz-Liegemöbel
der 1 in seiner ausgezogenen
Liegestellung und
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4:
das Sitz-Liegemöbel
in seiner Sitzstellung.
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Ein Sitz-Liegemöbel 1 umfasst ein
bodenseitig abgestütztes
Gestell 2, das bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
als Holzgestell konzipiert ist. An dem Gestell 2 ist eine
in den Figuren nur zum Teil dargestellte Rückenlehne 3 befestigt.
Das Sitz-Liegemöbel 1 umfasst
drei verstellbare Polsterelemente, nämlich einen äußeren ausfahrbaren
Wagen 4 mit einem Sitzrahmen 5 und einem Sitzpolster 6,
einen mittleren Wagen 7 mit einem Liegerahmen 8 und
einem aufgebrachten Liegepolster 9 sowie ein weiteres Polsterelement 10,
das in der Sitzstellung und auch in der in 1 gezeigten teilgewandelten Stellung des
Sitz-Liegemöbels 1 hinter
der Rückenlehne 3 verstaut
ist.
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Der ausfahrbare Wagen 4 stützt sich
vorderseitig über
an der Unterseite einer Schürze 11 angebrachte
Rollen bodenseitig ab. Die Rolle 12 und auch die nachfolgend
beschriebenen Elemente zum Abstützen,
Führen
und dergleichen der Wagen 4, 7 und des Polsterelements 10 befinden
sich bei dem dargestellten Sitz-Liegemöbel 1 jeweils im Bereich
der rechten Seite und der linken Seite des Sitz-Liegemöbels 1.
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Im Bereich seines zum Gestell 2 weisenden Abschlusses
ist an der Unterseite des Sitzrahmens 5 ein Winkelbeschlag 13 angeordnet,
an dessen nach hinten zum Gestell 2 bzw. zum mittleren
Wagen 7 weisenden Fortsatz 14 eine Stützrolle 15 angeordnet.
Die Stützrolle 15 greift
in eine geschlossene C-Führung 16 ein,
wodurch der ausfahrbare Wagen 4 mit seinem hinteren Abschluss
abgestützt
ist. Die Führung 16 ist
Teil des mittleren Wagens 7. Die Führung 16 weist ein
Kulisse auf, damit die Stützrolle 15 in
ihrer in 1 gezeigten
ausgezogenen Stellung auf einem höheren Niveau angeordnet ist
als in der eingeschobenen Stellung des ausfahrbaren Wagens 4, um
in der Sitzstellung (vgl. 4)
eine Sitzneigung des Sitzpolsters 6 zu erhalten.
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Der mittlere Wagen 7 umfasst
den Liegerahmen 8 mit seinem Liegepolster 9. Ferner
ist dem mittleren Wagen 7 ein Gestell 17 zugeordnet,
gegenüber welchem
der Liegerahmen 8 aufrichtbar ist. Der Liegerahmen 8 ist
mit seinem vorderen, in 1 zum ausfahrbaren
Wagen 4 weisenden Ende über
einen Aufstelllenker 18 an den vorderen Abschluss des Gestells 17 angeschlossen.
Der Aufstelllenker 18 ist an dem Gestell 17 mit einer
ortsfesten Drehachse D schwenkbar angelenkt. Der Aufstelllenker 18 trägt an seinem
anderen Ende zum Anschließen
desselben an den Liegerahmen 8 eine Rolle 19,
die in eine seitliche Führung 20 des
Liegerahmens 8 eingreift. Die Rolle 19 ist in
der Führung 20 in
Bewegungsrichtung des ausfahrbaren Wagens 4 in der Erstreckung
der Führung 20 verschiebbar
und um die Achse der Rolle 19 verschwenkbar. Der Aufstelllenker 18 trägt zwei zu
einer Seitenwange des Gestells 2 hin abragende Anschläge – einen
Aufrichteanschlag 21 sowie einen Absenkanschlag 22.
Die beiden Anschläge 21, 22 sind
als Stege konzipiert und erstrecken sich parallel zur Längserstreckung
des Aufstelllenkers 18. Die beiden Anschläge 21, 22 schließen eine
Mitnehmeraufnahme 23 ein. Die Mitnehmeraufnahme 23 dient zum
Aufnehmen einer Mitnehmerrolle 24, die zum Aufrichten des
Liegerahmens 8 in die Mitnehmeraufnahme 23 eingebracht
wird. Die Mitnehmerrolle 24 ist zusammen mit der Stützrolle 15 als
Doppelrolle ausgebildet, wie dieses in der Schnittdarstellung der 2 den Aufrichtebeschlag
zeigend erkennbar ist. Zum Aufrichten des Liegerahmens 8 greift
die Mitnehmerrolle 24 an dem Aufrichteranschlag 21 des Aufstelllenkers 18 an,
so dass mit dem Ausziehen des ausfahrbaren Wagens 4 der
Liegerahmen 8 gegenüber
dem Gestell 17 des mittleren Wagens 7 aufgerichtet
wird. Zum erleichterten Einführen
der Mitnehmerrolle 24 in die Mitnehmeraufnahme 23 des Aufstelllenkers 18 ist
die in 2 oberseitige
Einlauföffnung 25 der
Mitnehmeraufnahme 23 durch einen abgewinkelten Fortsatz
des Aufrichteanschlags 21 trichterförmig vergrößert.
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Der Liegerahmen 8 stützt sich
mit seinem hinteren Abschluss über
eine Rolle 26 ab, die in der Sitzstellung des Möbels 1 in
eine erste Endstellungsmulde 27 eingreift. Die Endstellungsmulde 27 ist
das eine Ende einer innenseitig an einer Wange 28 des Gestells 2 angeordneten
Führungskulisse 29,
auf der die Rolle 26 beim Ausziehen des mittleren Wagens 7 zum
Aufrichten des hinteren Abschlusses des Liegerahmens 8 entlang
bewegt wird. Die Führungskulisse 29 endet
in einer zweiten Endstellungsmulde 30, in der die Rolle 26 in
der ausgezogenen Liegestellung des mittleren Wagens 7 ruht.
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Über
einen Gelenkbeschlag 31 ist an den Liegerahmen 8 der
Rahmen 32 des weiteren Polsterelements 10 angeschlossen.
Somit ist das diesseitige Ende des Rahmens 32 durch das
hintere Ende des mittleren Wagens 7 geführt und über die Rolle 26 abgestützt. An
dem anderen Ende des Rahmens 32 ist wiederum eine Rolle 33 angeordnet,
die auf einer Kulissenführung 33 des
Gestells 2 bewegbar ist. Beim Ausziehen des mittleren Wagens 7 von
dem Gestell 2 wird das weitere Polsterelement 10 abgesenkt,
wobei die Rolle 33 auf der Kulissenführung 34 bis in seine
andere Endstellung verfahren wird, in der der hintere Abschluss
des Polsterelements 10 an die Unterseite der Rückenlehne 3 grenzt.
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1 zeigt
das Sitz-Liegemöbel 1 mit
dem teilausgezogenen äußeren ausfahrbaren
Wagen 4. Aus dieser Darstellung wird bereits deutlich,
dass durch die Bewegung des Aufstelllenkers 18 durch die Mitnehmerrolle 24 dieser
den Liegerahmen 8 mit seinem Polster 9 bereits
zum großen
Teil vorderseitig aufgerichtet hat, ohne dass der mittlere Wagen 7 bislang
in Ausziehrichtung bewegt worden ist, wie dies durch die in die
Endstellungsmulde 27 eingreifende Rolle 26 des
Liegerahmens 8 erkennbar ist. Unterstützt wird diese aufrechte Bewegung
durch die Konzeption der Kulisse der Endstellungsmulde 27,
aus der die Rolle 26 erst bei Überschreiten einer bestimmten
auf den mittleren Wagen 7 wirkenden Zugkraft herausgebracht
werden kann. Die Möglichkeit des
Aufrichtens des Liegerahmens 8 auf kurzem horizontalen
Wege ermöglicht,
dass die in den Figuren erkennbare Breite des Liegerahmens 8 nur
geringfügig
kleiner ist als diejenige des Sitzrahmens 5. Bei einer
Ausgestaltung, bei der kein weiteres Polsterelement an den Liegerahmen
angeschlossen ist, könnte dieser
eine noch größere Breite
aufweisen. Mit der Ausfahrbewegung des ausfahrbaren Wagens 4 wird auch
der mittlere, sich vorderseitig über
Rollen 35 bodenseitig abstützende mittlere Wagen 7 aus
dem Gestell 2 ausgezogen. Dabei wird die Rolle 26 auf
der Führungskulisse 29 entlang
bewegt, bis diese in ihre in 3 gezeigte
zweite Endstellungsmulde 30 eingreift. In dieser, in 3 gezeigten Liegestellung
des Sitz-Liegemöbels 1 befindet
sich der obere Abschluss des Liegepolsters 9 auf demselben
Niveau wie der obere Abschluss des Sitzpolsters 6. Infolge der
gelenkigen Anbindung des weiteren Polsterelements 10 an
dem mittleren Wagen 7 ist dieses aus seiner in 1 gezeigten aufgerichteten
Verstau-Stellung
in seine Liegestellung abgesenkt worden. Die Rolle 33 befindet
sich in ihrer zweiten Endstellung. Auch die Oberseite des weiteren
Polsterelements 10 befindet sich auf demselben Niveau wie
die oberen Abschlüsse
der beiden weiteren Polsterungen 6, 9. Die ausgezogene
Länge des
Sitz-Liegemöbels 1 ist
ausreichend, damit dieses als Längs schläfer verwendet
werden kann.
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Zum Wandeln des Sitz-Liegemöbels 1 von seiner
in 3 gezeigten Liegestellung
in seine in 4 gezeigte
Sitzstellung wird der ausfahrbare Wagen 4 zum Gestell 2 hin
verschoben. Bei dieser Bewegung wird die Rolle 26 des mittleren
Wagens 7 aus der zweiten Endstellungsmulde 30 herausgebracht und
entlang der Führungskulisse 29 verfahren. Gleichzeitig
stößt bei der
Zurückschiebebewegung des
ausfahrbaren Wagens 4 die Mitnehmerrolle 24 an
den Absenkanschlag 22 des Aufstelllenkers 18 an,
so dass dieser um seine Drehachse D verschwenkt und den Liegerahmen 8 vorderseitig
absenkt. Gleichermaßen
wird durch den mittleren Wagen 7 das weitere Polsterelement 10 zurückverschoben
und durch Absenken der das weitere Polsterelement 10 vorderseitig
tragenden Rolle 26 auf der Kulisse 29 aufgerichtet,
um hinter der Rückenlehne 3 erneut
in seine Verstau-Stellung gebracht werden zu können. Teleskopartig fahren
der mittlere Wagen 7 und der ausfahrbare Wagen 4 in
das Gestell 2 ein, bis die in 4 gezeigte Sitzstellung des Sitz-Liegemöbels 1 erreicht
ist.
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In der in 4 gezeigten Sitzstellung des Sitz-Liegemöbels 1 wird
deutlich, dass durch Anordnen der Drehachse D des Aufstelllenkers 18 an
dem Gestell 17 des mittleren Wagens 7 in einer
Ebene unterhalb der Ebene der Führung 16 quasi
die gesamte unter dem Sitzrahmen 5 befindliche Höhe zum Verstauen
des Liegerahmens 8 mit seiner Polsterung 9 benutzt
werden kann. Eine gewisse Schrägstellung des
Aufstelllenkers 18 ist notwendig, damit beim Eingreifen
der Mitnehmerrolle 24 in die Mitnehmeraufnahme 23 der
Aufstelllenker 18 beim Ausziehen des äußeren Wagens 4 aufgerichtet
werden kann.
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- 1
- Sitz-Liegemöbel
- 2
- Gestell
- 3
- Rückenlehne
- 4
- äußerer ausfahrbarer
Wagen
- 5
- Sitzrahmen
- 6
- Sitzpolster
- 7
- mittlerer
Wagen
- 8
- Liegerahmen
- 9
- Liegepolster
- 10
- Polsterelement
- 11
- Schürze
- 12
- Rolle
- 13
- Winkelbeschlag
- 14
- Fortsatz
- 15
- Stützrolle
- 16
- Führung
- 17
- Gestell
- 18
- Aufstelllenker
- 19
- Rolle
- 20
- Führung
- 21
- Aufrichteanschlag
- 22
- Absenkanschlag
- 23
- Mitnehmeraufnahme
- 24
- Mitnehmerrolle
- 25
- Einlauföffnung
- 26
- Rolle
- 27
- Endstellungsmulde
- 28
- Wange
- 29
- Führungskulisse
- 30
- Endstellungsmulde
- 31
- Gelenkbeschlag
- 32
- Rahmen
- 33
- Rolle
- 34
- Kulissenführung
- D
- Drehachse