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DE202004000466U1 - Sitz-Liegemöbel - Google Patents

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DE202004000466U1
DE202004000466U1 DE200420000466 DE202004000466U DE202004000466U1 DE 202004000466 U1 DE202004000466 U1 DE 202004000466U1 DE 200420000466 DE200420000466 DE 200420000466 DE 202004000466 U DE202004000466 U DE 202004000466U DE 202004000466 U1 DE202004000466 U1 DE 202004000466U1
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Stella Moebelwerk GmbH and Co KG
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    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C17/00Sofas; Couches; Beds
    • A47C17/04Seating furniture, e.g. sofas, couches, settees, or the like, with movable parts changeable to beds; Chair beds
    • A47C17/16Seating furniture changeable to beds by tilting or pivoting the back-rest
    • A47C17/20Seating furniture changeable to beds by tilting or pivoting the back-rest thereby uncovering one or more auxiliary parts previously hidden
    • A47C17/207Seating furniture changeable to beds by tilting or pivoting the back-rest thereby uncovering one or more auxiliary parts previously hidden with seat cushion consisting of multiple superposed parts, at least one lower hidden part being used to form part of the bed surface
    • A47C17/2073Seating furniture changeable to beds by tilting or pivoting the back-rest thereby uncovering one or more auxiliary parts previously hidden with seat cushion consisting of multiple superposed parts, at least one lower hidden part being used to form part of the bed surface by sliding forward

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Abstract

Sitz-Liegemöbel mit einem gegenüber einem Gestell (2) aus einer Sitzposition in eine Liegeposition verstellbaren Sitzrahmen (4) und mit einer gegenüber dem Gestell (2) verstellbaren Rückenlehne (10), deren Verstellung aus einer Sitzstellung in ihre Liegestellung und umgekehrt an eine Verstellbewegung des Sitzrahmens (4) gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzrahmen (4) über zumindest ein Stützelement (5) auf einer gegenüber einer Verstellbewegung des Sitzrahmens (4) ortsfest gestellseitig gehaltenen Schiene (6) abgestützt ist und der Schiene (6) wenigstens ein zwischen den beiden durch die Sitzposition und die Liegeposition definierten Endpunkten des Stützelementes (5) auf der Schiene (6) angeordnetes, betätigbares Arretierelement (17) zum Ausbilden einer mit dem Stützelement (5) des Sitzrahmens (4) zusammenwirkenden Anschlaganordnung zum Definieren einer zwischen den beiden Endstellungen des Sitzrahmens (4) befindlichen Ruhestellung zugeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Sitz-Liegemöbel mit einem gegenüber einem Gestell aus einer Sitzposition in eine Liegeposition verstellbaren Sitzrahmen und mit einer gegenüber dem Gestell verstellbaren Rückenlehne, deren Verstellung aus einer Sitzstellung in ihre Liegestellung und umgekehrt an eine Verstellbewegung des Sitzrahmens gekoppelt ist.
  • Wandelbare Sitz-Liegemöbel umfassen ein Gestell sowie eine gegenüber dem Gestell verstellbare Rückenlehne, die aus einer aufgerichteten Sitzstellung in eine abgesenkte Liegestellung verstellt werden kann. Ferner umfasst ein solches Sitz-Liegemöbel einen mit einem Sitzpolster bestückten Sitzrahmen. Der Sitzrahmen ist gegenüber dem Gestell verschiebbar angeordnet und kann beim Wandeln des Sitz-Liegemöbels aus der Sitzstellung in die Liegestellung aus dem Gestell ausgezogen werden, um in der Liegestellung des Sitz-Liegemöbels gemeinsam mit der verschwenkten Rückenlehne eine Liegefläche auszubilden. Zur Vereinfachung der Handhabung eines solchen Sitz-Liegemöbels beim Wandeln ist eine Verstellung der Rückenlehne an eine Bewegung des Sitzrahmens gekoppelt, so dass beim Ausziehen des Sitzrahmens vom Gestell zum Wandeln des Sitz-Liegemöbels aus seiner Sitzstellung in seine Liegestellung gleichzeitig die Rückenlehne in ihre abgesenkte Stellung verstellt wird und umgekehrt.
  • Je nach Konzeption des wandelbaren Sitz-Liegemöbels kann dieses zu dem über einen ausziehbaren Wagen verfügen, der seinerseits ebenfalls ein Polster trägt. Das Polster selbst befindet sich auf einem Rahmen, der wiederum über einen Hebebeschlag an den Wagen angeschlossen ist. In der Sitzstellung befindet sich der Rahmen des Wagens zusammen mit seiner Polsterung in seiner abgesenkten Stellung und ist mit dem Wagen unterhalb des Sitzrahmens im Gestell verstaut. In der ausgezogenen Liegestellung des Sitz-Liegemöbels bildet die Oberseite des in seiner angehobenen Stellung befindlichen Polsters des Wagens zusammen mit der Oberseite des Sitzpolsters und der abgesenkten Rückenlehne die Liegefläche.
  • Die vorbeschriebenen wandelbaren Sitz-Liegemöbel erlauben somit eine Benutzung des Möbels in zwei Stellungen, nämlich in der Sitzstellung oder in der Liegestellung.
  • Neben diesen wandelbaren Sitz-Liegemöbeln sind Sessel bekannt geworden, die hinsichtlich der Sitzeigenschaften in unterschiedliche Stellungen gebracht werden können, wobei ausgehend von einer Sitzstellung die Rückenlehne in eine Ruhestellung (sogenannte Relax-Stellung) abgesenkt werden kann. Mitunter erfolgt ein Absenken der Rückenlehne unter einer gleichzeitigen Verstellung der Sitzfläche. Je nach Ausgestaltung eines solchen Sitzmöbels kann in der Ruhestellung eine Beinauflage ausgeschwenkt werden. Unterstützt werden die Verstellbewegungen dieses Sitzmöbels zumeist durch Energiespeicher, insbesondere durch Gasdruckfedern. Eine Liege mit horizontaler oder auch annähernd horizontaler einheitlicher Liegefläche lässt sich mit diesen Sitzmöbeln jedoch nicht ausbilden.
  • Ausgehend von dem vordiskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Sitz-Liegemöbel dergestalt weiterzubilden, dass dieses neben den beiden Stellungen – Sitzstellung und Liegestellung – auch in einer Ruhestellung benutzt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein eingangs genanntes, gattungsgemäßes Sitz-Liegemöbel gelöst, bei dem der Sitzrahmen über zumindest ein Stützelement auf einer gegenüber einer Verstellbewegung des Sitzrahmens ortsfest gestellseitig gehaltenen Schiene abgestützt ist und der Schiene wenigstens ein zwischen den beiden durch die Sitzposition und die Liegeposition definierten Endpunkten des Stützelementes auf der Schiene angeordnetes, betätigbares Arretierelement zum Ausbilden einer mit dem Stützelement des Sitzrahmens zusammenwirkenden Anschlaganordnung zum Definieren einer zwischen den beiden Endstellungen des Sitzrahmens befindlichen Ruhestellung zugeordnet ist.
  • Bei diesem Sitz-Liegemöbel ist vorgesehen, dass der Sitzrahmen rückseitig im Bereich seines der Rückenlehne zugeordneten Abschlusses gestellseitig auf einer Schiene abgestützt ist. Zu diesem Zweck dient ein Stützelement, beispielsweise einer Rolle. Die Schiene selbst ist gestellseitig ortsfest gegenüber der Verstell- bzw. Ausziehbewegung des Sitzrahmens gehalten. Der Schiene zugeordnet ist wenigstens ein zwischen den Endpositionen des Stützelementes auf der Schiene angeordnetes, betätigbares Arretierelement. Das wenigstens eine Arretierelement dient zum Blockieren einer Verstellbewegung des Sitzrahmens zu seiner Liegestellung hin, nachdem der Sitzrahmen aus seiner Sitzposition herausgebracht worden ist. Somit ist durch das Arretierelement die Position des Sitzrahmens gegenüber dem Gestell in der Ruhestellung definiert. Durch die kinematische Kopplung der Verstellbewegung der Rückenlehne an die Ausziehbewegung des Sitzrahmens befindet sich die Rückenlehne in der durch das Arretierelement definierten Ruhestellung ebenfalls in einer gegenüber der Sitzposition verstellten, abgesenkten Lage. Beim Wandeln des Sitz-Liegemöbels aus der Sitzstellung in die Liegestellung erfolgt somit zunächst eine Wandlung des Möbels von seiner Sitzstellung in eine Ruhestellung. Das Arretierelement, das beispielsweise als federbelasteter Riegel ausgebildet sein kann, ist etwa durch einen Bowdenzug betätigbar. Eine Betätigung des Arretierelementes führt zu einer Aufhebung des durch das Arretierelement zum Definieren der Ruhestellung gebildeten Anschlages, so dass dann der Sitzrahmen über die Ruhestellung hinaus in seine Liegestellung ausgezogen werden kann. Somit lässt sich dieses Sitz-Liegemöbel aus der Ruhestellung durch Betätigen der Arretiervorrichtung in seine Liegestellung wandeln.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, das Zusammenwirken von Arretierelement und Stützelement dergestalt aufeinander abzustimmen, dass ein wirksames Blockieren des Sitzrahmens durch das Arretierelement in der Ruhestellung gegeben ist, wenn der Sitzrahmen durch das Gewicht einer auf dem Polster des Sitzrahmens sitzenden Person belastet ist. Ist der Sitzrahmen dagegen unbelastet, kann das Arretierelement beim Ausziehen des Sitzrahmens von dem Gestell des Sitz-Liegemöbels auch ohne eine Betätigung des Arretierelements überwunden werden. Ist als Arretierelement ein Riegel vorgesehen, kann beispielsweise die zur Sitzendposition des Sitzrahmens weisende und mit dem Stützelement eine Anschlaganordnung in der Ruhestellung des Sitz-Liegemöbels bildende Fläche gegenüber der Lotrechten zur Schiene geringfügig geneigt sein. Dadurch ist eine ausreichende Blockierung für den belasteten Sitzrahmen bereitgestellt; das zweckmäßigerweise als Rolle ausgebildete Stützelement kann jedoch bei unbelastetem Sitzrahmen ohne weiteres über diesen Riegel hinweg geführt werden. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung einer solchen Konzeption ist die wirksame Höhe des Riegels auf den Durchmesser einer als Stützelement vorgesehenen Rolle dergestalt abgestimmt, dass eine Überwindung des Riegels bei belastetem Sitzrahmen bei einer bestimmungsgemäßen Verwendung des Sitz-Liegemöbels verhindert, jedoch bei unbelastetem Sitzrahmen möglich ist.
  • Es ist zweckmäßig, das Arretierelement an seiner zu der Liegeendposition des Stützelementes auf der Schiene weisenden Fläche mit einer geneigten Stellfläche auszustatten, damit eine Wandlung des Sitz-Liegemöbels aus seiner Liegestellung in seine Sitzstellung ohne zusätzliche Betätigung des Arretierelementes vorgenommen werden kann. Bei diesem Wandelvorgang kann das Stützelement, beispielsweise die Rolle ohne weiteres über das Arretierelement, etwa den Riegel gebracht werden.
  • Die Schiene, auf der der Sitzrahmen mit dem Stützelement gestellseitig abgestützt ist, weist zweckmäßigerweise eine oberseitige, durch Vertiefungen gebildete Kulisse auf, die die Sitzposition und die Ruheposition des Stützelemente auf der Schiene definieren und in die das Stützelement beim Erreichen dieser Position jeweils eingreift. Zum einen ist dadurch der Sitzrahmen fixiert; zum anderen erhält ein Benutzer des Sitz-Liegemöbels eine haptische Rückmeldung, dass die gewünschte Stellung des Sitz-Liegemöbels erreicht ist.
  • Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass zwischen den beiden Endstel lungen des Stützelementes auf der Schiene mehrere Zwischenstellungen (Ruhestellungen) angeordnet sind. Erreicht werden kann dieses beispielsweise durch Vorsehen eines gegabelten Arretierelementes, das das Stützelement des Sitzrahmens an unterschiedlichen Positionen auf der Schiene blockieren kann. Ein solches gegabeltes Arretierelement kann mit einem einzigen Zug betätigt werden.
  • Der Sitzrahmen stützt sich zweckmäßigerweise auf zwei Schienen ab, die parallel zueinander verlaufen und von denen lediglich eine, nämlich die einem Seitenteil des Gestells benachbarte mit einem vorbeschriebenen Arretierelement ausgerüstet ist. Die andere Schiene dient lediglich der besseren gestellseitigen Abstützung des Sitzrahmens. Diese weitere Schiene weist jedoch gleichfalls eine oberseitige Kulisse auf, wenn die andere Schiene mit dem Arretierelement ebenfalls eine solche umfasst. Für den Fall, dass beide Schienen eine Kulisse – wie vorbeschrieben – aufweisen, erfolgt durch diese eine Ausrichtung des gegenüber dem Gestell verstellten Sitzrahmens in der jeweiligen Position, da die bestimmungsgemäße Position erst eingenommen ist, wenn das auf jeder Schiene bewegte Stützelement in die jeweilige Vertiefung eingebracht worden ist.
  • Die vorbeschriebene Konzeption lässt sich sowohl bei sogenannten Querschläfern als auch bei sogenannten Längsschläfern (die Richtung orientiert sich an der Richtung des Auszuges) eingesetzt werden. Im Falle eines Einsatzes dieser Konzeption bei einem sogenannten Längsschläfer verfügt das Sitz-Liegemöbel über einen ausziehbaren Wagen mit einem weiteren Polster. Der Sitzrahmen kann sich entweder bodenseitig oder auch auf dem ausziehbaren Wagen selbst abstützen. Zweckmäßig ist es in einem solchen Fall, dass der ausziehbare Wagen über einen Mitnehmer verfügt, mit dem beim Ausziehen des Wagens eine Mitnahme des Sitzrahmens erfolgt. Zweckmäßig ist die Konzeption eines Sitz-Liegemöbels im Falle eines Längsschläfers, wenn der Sitzrahmen auch unabhängig von dem ausziehbaren Wagen bewegt werden kann, damit unabhängig von der Position des ausziehbaren Wagens das Sitz-Liegemöbel zwischen der Sitzstellung und der oder den Ruhestellungen gewandelt werden kann.
  • Nachfolgend ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:
  • 1: einen schematisierten Querschnitt durch ein Sitz-Liegemöbel in seiner Sitzstellung,
  • 2: das Sitz-Liegemöbel der 1 in seiner Ruhestellung,
  • 3a, 3b: Ausschnittsvergrößerungen, darstellend die Arretierung des Sitz-Liegemöbels in seiner Ruhestellung (3a) und nach Lösen der Arretierung (3b),
  • 4: das Sitz-Liegemöbel der 1 und 2 mit ausgezogenem äußeren Wagen in seiner Ruhestellung und
  • 5: das Sitz-Liegemöbel der vorangegangenen Figuren in seiner Liegestellung.
  • Ein Sitz-Liegemöbel 1 umfasst ein Gestell 2 mit zwei Seitenwangen, von denen in den Figuren lediglich die rückwärtige Seitenwange 3 erkennbar ist. Bei dem Sitz-Liegemöbel 1 handelt es sich um einen Einsitzer, der als sogenannter Längsschläfer konzipiert ist. Das Sitz-Liegemöbel 1 umfasst einen Sitzrahmen 4, auf dem ein Sitzpolster angeordnet ist. Der Sitzrahmen 4 stützt sich im Bereich seines zum Rücken des Sitz-Liegemöbels 1 weisenden Abschluss über Rollen 5 als Stützelemente auf der Oberseite jeweils einer Schiene 6 ab. Die beiden Schienen 6 verlaufen parallel zueinander; in den Figuren ist lediglich eine Schiene 6 dargestellt. Die Oberseite der Schiene 6 verläuft leicht zum Rücken des Sitz-Liegemöbels 1 abfallend geneigt. Die Sitzendposition der Rolle 5 ist durch eine Vertiefung 7 in der Oberseite der Schiene 6 definiert. 1 zeigt das Sitz-Liegemöbel 1 in seiner Sitzposition; daher greift die Rolle 5 in die Vertiefung 7 der Schiene 6 ein. Der Sitzrahmen 4 ist vorderseitig durch Beine 8, die ihrerseits unterseitig mit einer Rolle 9 ausgerüstet sind, bodenseitig abgestützt. Der Sitzrahmen 4 ist somit mittels der Rollen 5, 9 gegenüber dem Gestell 2 verfahrbar.
  • Das Sitz-Liegemöbel 1 verfügt ferner über eine Rückenlehne 10, die gelenkig an den Sitzrahmen 4 angeschlossen ist. Die Drehachse der gelenkigen Verbindung zwischen dem Sitzrahmen 4 und der Rückenlehne 10 ist in 1 mit dem Bezugszeichen 11 gekennzeichnet. Die Rücken lehne 10 ist ferner über einen Lenker 12 mit dem Gestell 2 des Sitz-Liegemöbels 1 verbunden. Die Rückenlehne 10 verfügt über eine Kopfstütze 13, die sowohl bezüglich ihrer Höhe als auch bezüglich ihrer Neigung zu der übrigen Rückenlehne 10 einstellbar ist.
  • Das als Längsschläfer konzipierte Sitz-Liegemöbel 1 umfasst des weiteren einen äußeren Wagen 14 – der Sitzrahmen 4 kann in diesem Zusammenhang als innerer Wagen angesprochen werden – mit einem Polsterrahmen 15, auf dem ein Polster angeordnet ist. Der Polsterrahmen 15 ist über einen insgesamt mit dem Bezugszeichen 16 bezeichneten Hebebeschlag an den äußeren Wagen 14 angeschlossen. In der Sitzstellung des Sitz-Liegemöbels 1 befindet sich der Polsterrahmen 15 des äußeren Wagens 14 zusammen mit seinem Polster unterhalb des Sitzrahmens 4.
  • Der in den Figuren dargestellten Schiene 6 ist ein als Arretierelement dienender Riegel 17 zugeordnet. Der Riegel 17 ist durch eine Druckfeder 18 federbelastet, so dass der Riegel 17 infolge der durch die Druckfeder 18 bereitgestellten Federkraft grundsätzlich in der in 1 gezeigten Stellung angeordnet ist. Angeschlossen an den Riegel 17 ist ein Bowdenzug 19, der den Riegel 17 mit einem Stellschieber 20 verbindet. Durch Betätigen des Stellschiebers 20 kann der Riegel 17 gegen die Kraft der Druckfeder 18 aus seiner in 1 gezeigten Stellung herausbewegt werden, so dass der Riegel 17 nicht mehr über der Oberseite der Schiene 6 hervorragt.
  • Der Riegel 17 dient zum Definieren einer Ruhestellung des Sitz-Liegemöbels 1, wie diese in 2 dargestellt ist. Das Sitz-Liegemöbel 1 ist durch Herausziehen des Sitzrahmens 4 mit seinem Polster aus dem Gestell 2 heraus in die in 2 gezeigte Ruhestellung gebracht worden. Bei dieser Bewegung ist zunächst die Rolle 5 aus der Vertiefung 7 herausgebracht worden. In der in 2 gezeigten Ruhestellung blockiert der Riegel 17 eine weitere Ausziehbewegung des Sitzrahmens 4, da der Riegel 17 mit seiner als Anschlag für die Rolle 5 dienenden, zur Sitzendposition der Rolle 5 auf der Schiene 6 weisenden Seite eine weitere Ausziehbewegung des Sitzrahmens 4 blockiert. Unmittelbar vor dem Riegel 17 befindet sich auf der Oberseite der Schiene 6 eine weitere Vertiefung 21, in die die Rolle 5 in der Ruhestellung des Sitz-Liegemöbels 1 eingreift. Durch die Vertiefungen 7, 21 bildet die Oberseite der Schiene 6 eine Ku lisse.
  • Die durch den Riegel 17 bereitgestellte Fixierung des Sitzrahmens 4 in der Ruhestellung des Sitz-Liegemöbels 1 ist vergrößert nochmals in der 3a dargestellt.
  • Zum Wandeln des Sitz-Liegemöbels 1 aus der Ruhestellung in seine Liegestellung wird der Stellschieber 20 betätigt, so dass der Riegel 17, wie aus 3b ersichtlich gegen die Kraft der Druckfeder 18 abgesenkt wird und sodann die Rolle 5 des Sitzrahmens 4 über den Riegel 17 hinweg bewegt werden kann. Ist die Rolle 5 über den Riegel 17 hinweggebracht, kann der Stellschieber 20 losgelassen werden. Der Riegel 17 wird dann infolge der Kraft der Druckfeder 18 in seine in 3a wiedergegebene Stellung gebracht.
  • In der Ruhestellung des Sitz-Liegemöbels 1 kann ebenfalls der äußere Wagen 14 aus dem Gestell 2 ausgezogen werden, so dass dessen Polsterung eine Beinauflage bildet. Das Sitz-Liegemöbel 1 in seiner Ruhestellung mit ausgezogenem äußerem Wagen 14 ist in 4 wiedergegeben. Aus dieser Figur wird deutlich, dass der äußere Wagen 14 einen Mitnehmer 22 aufweist, der in eine Ausnehmung des Beins 8 der vorderseitigen Abstützung des Sitzrahmens 4 eingreift. Ein weiteres Ausziehen des Sitzrahmens 4 kann somit durch Ausziehen des äußeren Wagens 14 erfolgen.
  • Das in seiner Liegestellung befindliche Sitz-Liegemöbel 1 ist in 5 dargestellt. Nach Betätigen des Stellschiebers 20 ist die Rolle 5 über den Riegel 17 hinweggebracht worden und befindet sich nunmehr in seiner anderen Endstellung. Die Polsteroberseiten bilden eine einheitliche Liegefläche aus; die Rückenlehne 10 befindet sich in ihrer abgesenkten Stellung. An dem zur Rückseite weisenden Ende des Sitzrahmens 4 ist zur Begrenzung der Auszugsbewegung ein Winkel 23 angebracht, der in der Liegestellung des Sitz-Liegemöbels 1 an einer die beiden Seitenwangen 3 des Sitz-Liegemöbels 1 verbindenden Leiste 24 zum Anschlag gelangt.
  • Der Riegel 17 weist eine zur Liegeendposition der Rolle 5 weisende geneigte Stellfläche auf, so dass beim Wandeln des Sitz-Liegemöbels 1 aus seiner Liegestellung in seine Sitzstellung der Riegel 17 durch die Rolle 5 ohne zusätzlich Betätigung des Stellschiebers 20 überfahren werden kann.
  • Beschrieben worden ist in dem Ausführungsbeispiel ein als Einsitzer konzipiertes Sitz-Liegemöbel. Gleichfalls können mehrsitzige Sitz-Liegemöbel bereitgestellt werden, die zumindest zwei Sitzrahmen der zu dem Sitz-Liegemöbel 1 beschriebenen Art und Weise aufweisen, wobei die Sitzrahmen der einzelnen Sitzpositionen eines solchen Sitz-Liegemöbels unabhängig voneinander verstellt werden können, so dass ein solches Sitz-Liegemöbel hinsichtlich einer Sitzposition sich in seiner Sitzstellung, und hinsichtlich einer anderen Position in seiner Ruhe- oder sogar Liegestellung befinden kann.
  • 1
    Sitz-Liegemöbel
    2
    Gestell
    3
    Seitenwange
    4
    Sitzrahmen
    5
    Rolle
    6
    Schiene
    7
    Vertiefung
    8
    Bein
    9
    Rolle
    10
    Rückenlehne
    11
    Drehachse
    12
    Lenker
    13
    Kopfstütze
    14
    äußerer Wagen
    15
    Polsterrahmen
    16
    Hebelbeschlag
    17
    Riegel
    18
    Druckfeder
    19
    Bowdenzug
    20
    Stellschieber
    21
    Vertiefung
    22
    Mitnehmer
    23
    Winkel
    24
    Leiste

Claims (13)

  1. Sitz-Liegemöbel mit einem gegenüber einem Gestell (2) aus einer Sitzposition in eine Liegeposition verstellbaren Sitzrahmen (4) und mit einer gegenüber dem Gestell (2) verstellbaren Rückenlehne (10), deren Verstellung aus einer Sitzstellung in ihre Liegestellung und umgekehrt an eine Verstellbewegung des Sitzrahmens (4) gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzrahmen (4) über zumindest ein Stützelement (5) auf einer gegenüber einer Verstellbewegung des Sitzrahmens (4) ortsfest gestellseitig gehaltenen Schiene (6) abgestützt ist und der Schiene (6) wenigstens ein zwischen den beiden durch die Sitzposition und die Liegeposition definierten Endpunkten des Stützelementes (5) auf der Schiene (6) angeordnetes, betätigbares Arretierelement (17) zum Ausbilden einer mit dem Stützelement (5) des Sitzrahmens (4) zusammenwirkenden Anschlaganordnung zum Definieren einer zwischen den beiden Endstellungen des Sitzrahmens (4) befindlichen Ruhestellung zugeordnet ist.
  2. Sitz-Liegemöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Stützelement eine Rolle (5) ist.
  3. Sitz-Liegemöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Arretierelement ein mittels eines Zuges (18) betätigbarer, federbelasteter Riegel (17) mit einer in seiner Blockierstellung zur Sitzendposition des Stützelementes (5) auf der Schiene (6) weisenden und sich von der Schiene abragenden Anschlagfläche ist.
  4. Sitz-Liegemöbel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die der Anschlagfläche gegenüberliegende, zur Liegeendposition des Stützelementes (5) auf der Schiene (6) weisenden Fläche als Stellfläche geneigt ist.
  5. Sitz-Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite der Schiene (6) eine Kulisse aufweist, in der die Sitzendposition und die zumindest eine Ruhe stellung jeweils durch eine Vertiefung (7 bzw. 21) definiert sind, in die das Stützelement (5), wenn in der jeweiligen Position befindlich, eingreift.
  6. Sitz-Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzrahmen (4) sich auf einer weiteren, parallel zur ersten Schiene (6) verlaufenden Schiene abstützt, die im Gegensatz zur ersten Schiene über kein Arretierelement verfügt.
  7. Sitz-Liegemöbel nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zug (18) zum Betätigen des Riegels (17) an einen an einem Seitenteil des Gestells (2) angeordneten Stellschieber (20) angeschlossen ist.
  8. Sitz-Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schiene mehrere, zwischen den beiden durch die Sitzposition und die Liegeposition definierten Endpunkten des Stützelementes auf der Schiene angeordnete, mit dem Stützelement zusammenwirkende und betätigbare Arretierelemente zum Blockieren einer weiteren Verstellbewegung des Sitzrahmens aus Richtung seiner Sitzstellung in seine Liegestellung in mehreren zwischen den Endstellungen befindlichen Ruhestellungen zugeordnet ist.
  9. Sitz-Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzrahmen (4) im Bereich seines vorderen Abschlusses bodenseitig abgestützt ist.
  10. Sitz-Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sitz-Liegemöbel (1) über einen aus dem Gestell (2) ausziehbaren äußeren Wagen (14) mit einem in der Sitzstellung des Möbels (1) unter dem Sitzrahmen (4) befindlichen Polster zum Vergrößern der Liegefläche bei ausgezogenem Wagen (14) in der Liegestellung des Möbels (1) verfügt.
  11. Sitz-Liegemöbel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der ausziehbare Wagen (14) einen mit der vorderen Abstützung (8) des Sitzrahmens (4) zusammenwirkenden Mitnehmer (22) aufweist, so dass beim Ausziehen des äußeren Wagens (14) der Sitzrahmen aus seiner Sitzposition in eine Ruhe- oder Liegeposition verstellbar ist.
  12. Sitz-Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückenlehne (10) drehgelenkig an den Sitzrahmen (4) und über einen Lenker (12) verstellbar gegenüber dem Gestell (2) angeschlossen ist.
  13. Sitz-Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sitz-Liegemöbel als Zwei- oder Mehrsitzer konzipiert ist und über zwei sich jeweils auf zumindest einer Schiene der vorbeschriebenen Art abstützende Sitzrahmen verfügt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1731060A1 (de) * 2005-06-09 2006-12-13 Ferdinand Lusch Gmbh & Co. Kg. Sitz- und Liegemöbel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP1731060A1 (de) * 2005-06-09 2006-12-13 Ferdinand Lusch Gmbh & Co. Kg. Sitz- und Liegemöbel

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