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Die Erfindung betrifft eine modifizierte
Fischpassage für
Zierfische in Zierfischteichen mittels eines oder mehrerer in Bogen-
oder spitzwinkliger Form gestalteten/-er röhrenförmigen/-er Gefäßes/-e, die
bei mehrfacher Verwendung miteinander verbunden sind und dabei selbst
eine statisch standsichere Konstruktion bilden, wobei Teichbewohner,
insbesondere Zierfische durch die offenen Enden der durchsichtigen
Rohrbögen
bzw. spitzwinklig gefügten Rohrsegmente
eine längere
Strecke außerhalb
des Teiches schwimmend zurücklegen
können.
Bei Verwendung von nur einem Rohrbogen, erfolgt mit einer an sich
beliebigen Aussteifung die Überspannung
einer zu gestaltenden Wasserlandschaft. Werden spitzwinklige Rohrsegmente
zusammengefügt,
kann – in
Abhängikeit
von der zu tragenden Wasserlast – auf eine Unterstützung verzichtet
werden.
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Bisher bekannte technische Ausbildungen von
Betrachtungsbecken sind entweder auf Gestellen aufgesetzte, oben
verschlossene Glasbecken in unterschiedlicher Form, die sich ortsfest
in Ufernähe befinden
oder auch auf schwimmenden Halte- und Stabilisierungseinrichtungen,
die wahlweise ortsveränderlich
positionierbar sind, eingebundene Glasbehälter. Ihnen ist gemeinsam,
daß nur
ein begrenzter Raum zum oberirdischen Aufenthalt von Zierfischen zur
Verfügung
steht, der in Bezug auf Vergrößerung an
bauliche und auch an ästhetische/architektonische
Grenzen stößt. Weiterhin
sind bei Verwendung der v. g. Ausbildungen meistens zusätzliche
Vorkehrungen zu treffen, um Zierfische oder anderen Teichbewohnern
zum Einschwimmen in diese Behälter
zu animieren. Dazu zählen
z. B. Fütterungs-
und/oder Beleuchtungseinrichtungen.
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Nach dem deutschen Gebrauchsmuster
200 418.1 wird ein modifiziertes Fischglas vorgestellt, welches
als ein gläserner
Hohlkörper
mit der Öffnung nach
unten auf einem Gestell in Ufernähe
positioniert wird. Der Wasserstand in diesem Betrachtungsgefäß kann mittels
einer Vakuumpumpe angehoben oder gesenkt werden. Zum Ausgleich von
Unebenheiten oder Schrägen
am Teichgrund bzw. in Ufernähe
ist mindestens eine Stütze
des Gestells individuell anstellbar. Die Ausführungen des gläsernen Hohlkörpers können dabei
beliebig sein (als Halbkugel, Zylinder, Würfel).
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Mit einem anderen deutschen Gebrauchsmuster
gemäß 201 12
126.3 ist ein sog.
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Spaßaquarium zur Nutzung auf Zierfischteichen
bekannt, welches schwimmend und nach Bedarf durch Lösen einer
Ankerscheibe leicht an jeder beliebigen Stelle eines Zierfischteiches
wieder neu in eine fixierte Schwimmlage gebracht werden kann. Mittels
etappenweisen Entfernens von dem Hohlkörper angepaßter Füllkörper und gleichzeitigen Belüftens desselben
sinkt dieser mit seinem geöffneten unterem
Teil unterhalb der Wasseroberfläche
und erhält
seine stabile Schwimmlage mittels auftreibender, ringförmiger Schwimmkörper, die
gemeinsam mit dem Hohlkörper
in einem Gestell integriert sind. Eine Fütterungsautomatik und eine
Beleuchtungseinrichtung sollen dahingehend unterstützend wirken,
daß die
Zierfische bzw. andere Teichbewohner zum Einschwimmen bewegt werden.
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Neben dem bereits angesprochenem
begrenztem Gestaltungsraum der unterschiedlich geformten Behältnisse
und deren mehr oder weniger ortsfesten Lage in Zierfischteichen
kann auch von Nachteil sein, daß Witterungseinflüsse, wie
starker Wind mit einer entsprechend einhergehenden Wellenbewegung
zur Instabilität
der v. g. beschriebenen Lösungen
führen
kann.
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Damit steht neben der Erhöhung des
Schauwertes in derartigen Einrichtungen auch die Aufgabe einer Verbesserung
zur stabileren Befestigung.
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Es ist daher Aufgabe der Erfindung,
nach einer Lösung
zu suchen, die unter Verwendung eines einzelnen weit geschwungenen,
durchsichtigen Rohrbogens bzw. einzelner zusammengefügter Rohrsegmente
in spitzwinkliger Form oder der Kombination von jeweils mehreren
dieser Art einen vergrößerten Betrachtungsraum,
z. B. für
Zierfischen außerhalb
eines Zierfischteiches ergibt, wobei das Einschwimmen und Verlassen,
insbesondere bei mehreren Rohrbögen
/ mehreren zusammengefügten
Rohrsegmenten, nicht zwangsläufig
festgeschrieben ist und die Kombination von jeweils entsprechend
verwendeter Rohrbögen
bzw. Rohrsegmenten oder eines ggf. einzelnen Rohrbogens oder einer
einzelnen spitzwinklig zusammengefügten Rohrsegmentkonstruktion
am Grund des Zierfischteiches oberhalb seines Bodens durch geeignete
Befestigungsmittel in ihrer/seiner Lage gehalten werden/wird.
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Erfindungsgemäss wird die Aufgabe wie folgt gelöst, wobei
hinsichtlich der grundlegenden erfinderischen Gedanken auf die Schutzansprüche 1 und
2 verwiesen wird. Die weitere Ausgestaltung der Erfindung erfolgt
in den Schutzansprüchen
3 bis 8.
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Folgende ergänzende Hinweise zur erfinderischen
Lehre sind erforderlich.
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Ein vorwiegend halbkreisförmiger,
durchsichtiger Rohrbogen überspannt
in definierter Höhe und
Weite ein im Freien befindliches Zierfischgewässer, wobei seine statische
und sichere vertikale Position mit einer in seinem Hochpunkt angeordneten Aussteifung
oder Unterstützung
gegeben ist.
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Der Rohrbogen besitzt einen solchen
Durchmesser, daß alle
vorhandenen Fischarten und Teichbewohner eines Zierfischteiches
diesen passieren und auch aneinander vorbei schwimmen können. Die abgewinkeltenm
Enden des Rohrbogens mit dementsprechend großen Ein- und Auslässen bietet
dabei ausreichend Gelegenheit in die Passage zu gelangen, wobei
die abgewinkelten Enden auch dazu genutzt werden, mittels Befestigungsschellen,
die mit Sockeln verbunden sind, den Rohrbogen am jeweiligen Standort
zu fixieren.
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Zur Sicherung gegen Kippgefahr erhält der Rohrbogen
in seinem Schwerpunkt eine mit dem Teichboden verbundenen Unterstützung, die
jedoch nicht vordergründig
den Schauwert der Anwendung beeinträchtigt.
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Eine Variante stellt die Kombination
von mehreren Rohrbögen
der v. g. Art dar, wobei diese über
einen "Korridor" in ihrem Schwerpunkt im Sinne von "verbundenen
Gefäßen" miteinander
in Verbindung stehen. Damit besteht für Zierfische die Möglichkeit,
die Passage auf unterschiedlichen Wegen zu benutzen.
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Eine mittige Unterstützung mehrer
miteinander verbundener Rohrbögen
entfällt
in dieser sich selbst tragenden Anordnung. Es bedarf lediglich auch
hier der Befestigung an den abgewinkelten Rohrbögen unter Wasser, wobei dies
an mindestens an zweien erfolgen sollte. Zur Erhöhung des Schauwertes können im
Hochpunkt eines erfindungsgemäßen Rohrbogens
oder der Kombination von mehreren, künstliche Beleuchtungen integriert
sein.
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In Abweichung von der Bogenform ist
es möglich,
mittels an einer Seite schräg
angeschnittener Rohrsegmente eine spitzwinklige, sich damit ebenfalls
selbst tragende oberirdische Fischpassage zusammenzusetzen, wobei
die unter Wasser befindlichen Rohrenden analog der v.g. Rohrbögen waagerechte
Ein- und Auslaßöffnungen
aufweisen. Die unter Wasser befindlichen waagerechten Rohrstücke mit
den Ein- und Auslaßöffnungen
werden mit dem jeweiligen Rohrsegment an einer Fussplatte fest verbunden.
Zur Entlastung der Verbindungsstelle im Scheitel bzw. Hochpunkt
der spitzwinkligen Rohrkonstruktion kann bei grösseren Durchmessern der Rohrsegmente
eine Absteifung vorgesehen werden.
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Der besondere Vorteil einer derartigen
spitzwinkligen Ausbildung ist es, daß bei ggfs. der Bildung eines
Lufteinschlusses im Hochpunkt, dessen Beseitigung leichter möglich ist
und der Wasserspiegel wieder angehoben wird, indem eine ausserhalb
der beschriebenen Konstruktion befindliche Zirkulationsumpe in kombinierter
Form eine Entlüftung
und gleichzeitig durch voneinander getrennte Zu- und Ableitungen
eine Volumenauffüllung
mit Teichwasser bzw.die gewünschte
Entlüftung
vornimmt. Eine Zirkulationsleitung wird dabei zur ständigen Frischwasserzufuhr
genutzt und es wird damit indirekt eine Temperaturregelung in den über Wasser
ragenden Rohrsegmenten ermöglicht.
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Hier ist ein Umschalten mittels eines
eingebauten T-Stückes
notwendig.
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Es ist auch möglich eine direkte Volumenerhöhung des
Wasserstandes in den zusammengefügten
Rohrsegmenten zu erreichen, wenn die Volumenerzeugung einerseits über die
Druckseite der Zirkulationspumpe erfolgt und andererseits die Saugseite der
Pumpe mit der Zirkulationsleitung verbunden ist.
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Die Zirkulationsleitung besteht vorwiegend aus
einem durchscheinendem Werkstoff und kann in dem jeweiligen Rohrsegment
oder an diesem aussen fest angebracht werden.
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Die Erfindung soll nachfolgend an
Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden.
Dazu werden nachfolgend genannte Figuren gezeigt:
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1 :
Rohrbogen mit Unterstützung
im Scheitelpunkt und seitlicher Befestigung
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2 :
Kombination von sich kreuzenden Rohrbögen
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3 :
Spitzwinklige Rohrsegmentkonstruktion mit Aussteifung
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4 :
Spitzwinklige Rohrsegmentkonstruktion ohne Aussteifung mit Darstellung
einer Zirkulationsleitung
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Die verwendeten Bezugszeichen haben die Bedeutung:
- 1
- – durchsichtiger
Rohrbogen
- 2
- – Unterstützung
- 3
- – Sockel
- 4
- – Befestigungsschelle
- 5
- – Zierfischteich
- 6
- – Verbundene
Rohrbögen
- 7
- – Korridor
- 8
- – Beleuchtung
- 9
- Ein-/Auslaßöffnung
- 10
- – abgewinkeltes
Rohrende
- 11
- – Rohrsegment
- 12
- – Aussteifung
- 13
- – Zirkulationsleitung
- 14
- – T-Stück
- 15
- – Zirkulationspumpe
- 16
- – Fussplatte
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Ein durchsichtiger Rahrbogen 1,
bestehend aus Silikat- oder organischem Glas, besitzt eine solche
Spannweite, daß ein
Zierfischteich 5 bis in Ufernähe überbrückt wird und sein überwiegender
Teil oberhalb der Wasserfläche
sichtbar ist. Der durchsichtige Rohrbogen 1 ist auf Grund
sich ausgleichender Druckverhältnisse
komplett mit Teichwasser gefüllt
und er wird mittels der Unterstützung 2,
die wie die abgewinkelten Rohrenden 10 auf Sockeln 3 ruht und
mit den Befestigungsschellen 4 fixiert ist, in vertikaler
Position gehalten.
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Die abgewinkelten Rohrenden 10 besitzen eine
sich nach außen
erweiternde Ein- und Auslaßöffnung 9,
wobei der Rohrbogen 1 einen derartigen Durchmesser besitzt,
der allen Zierfischen und Teichbewohnern ausreichend Platz zum Durch-
und aneinander Vorbeischwimmen bietet.
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Nach der Ausführung gemäß 2 ist
eine Kombination miteinander verbundener Rohrbögen 6 entstanden.
Diese kann mittels sich in dem Korridor 7 treffenden Segmente
der sich dort verbindenden Rohrbögen 6 oder
der Kombination eines durchsichtigen Rohrbogens 1 mit weiteren
gebildet werden. Im Korridor 7 haben die Zierfische oder
andere Teichbewohner die Möglichkeit,
ihre weitere Schwimmrichtung frei zu wählen. Oberhalb des Korridors 7 kann außerdem zur
Erhöhung
der Attraktivität
eine vorzugsweise solarbetriebene Beleuchtung 8 angebracht
werden.
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Eine mittige Abstützung dieser Anordnung entfällt durch
die nunmehr selbsttragenden Eigenschaften der entstandenen Konstruktion
von in einem Kreuzungspunkt miteinander verbundener Rohrbögen 6,
sodaß lediglich
eine paarweise Montage der Befestigungsschellen 4 notwendig
wird.
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Das Ausführungsbeispiel nach 2 orientiert auf zwei sich
kreuzende miteinander verbundene Rohrbögen 6. Es ist jedoch
daran gedacht, auch weitere zu integrieren, um z. B. sternförmige Ausbildungen
zu erreichen.
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3 zeigt
die Lage und die Grössenverhältnisse
der aus mehreren Rohrstücken
zusammengefügten
spitzwinkligen Fischpassage, wobei in Abhängigkeit vom gewählten Durchmesser
und der damit auftretenden Wasserlast, eine Aussteifung 12 vorgesehen
ist.
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In 4 ist
dargestellt, wie bei etwaigem Lufteinschluss im Hochpunkt der Konstruktion
und dem damit einhergehendem Sinken des Wasserstandes, welcher dazu
führt,
dass ein Durchschwimmen der Passage unmöglich wird, eine Regulierung/Hebung
in einfacher Weise erfolgen kann.
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In einem der Rohrsegmente 11 befindet
sich z.B. im Innern eine Zirkulationsleitung 13, die zur Frischwasserzirkulation
und wechselweise zur Entlüftung
und Volumenauffüllung
Verwendung findet, indem eine mit ihr in Verbindung stehende Zirkulationspumpe 15 die
Wasserabsaugung aus dem Hochpunkt der Rohrsegmente 11 vornimmt
und mit ihr -über
ein T-Stück 14 regelbar-
eine Entlüftung
sowie eine Auffüllung
mit Teichwasser bewirkt wird.
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Die Zirkulationsleitung 13 kann
auch im durchsichtigen Rohrbogen 1 bzw. in den verbundenen
Rohrbögen 6 vorgesehen
werden.
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Die unter Wasser befindlichen und
waagerecht an die Rohrsegmente 11 angesetzten Rohrstücke ruhen
in einer Fussplatte 16, die wiederum mit einem vorhandenen
Sockel fest verbunden ist.
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Für
eine in bestimmten Abständen
durchzuführende
Reinigung des durchsichtigen Rohrbogens 1, der durchscheinenden
verbundenen Rohrbögen 6 oder
der Rohrsegmente 11 kann vorgesehen werden, daß mechanische
Reinigungsmittel in Form einer manuell drehbaren Rundbürste oder
eine hydropneumatische Bürste
mit Strömungsvortrieb
zum Einsatz kommen.