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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Teesieb gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
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Ein
solches Teesieb ist aus der CH 16 77 59 bekannt. Seine beiden Gehäuseteile
sind durch ein Scharnier fest miteinander verbunden. In einer geschlossenen
Stellung bilden die beiden Gehäuseteile ein
kugelförmiges
Gehäuse.
In dieser Stellung sind sie mittels eines Verschlusshakens verriegelbar.
Diese Form eines Teesiebes ist auch als „Teeei" bekannt. Mit Teeblättern befüllt, wird es in eine mit heißem Wasser
gefüllte
Teekanne eingehängt.
Das Wasser kann durch das Sieb in das Innere des Gehäuses eindringen.
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Nachteilig
an dem bekannten Teesieb ist seine Handhabung. Hat der Tee lange
genug gezogen, so wird das Teesieb aus der Teekanne entnommen. Dabei
sind die Teeblätter
mit Wasser vollgesogen, und es ist unvermeidlich, dass sich auch
zwischen den Teeblättern
noch Restflüssigkeit
befindet. Diese Restflüssigkeit
läuft nun
nach und nach aus dem Teesieb heraus. Von daher darf das Teesieb
nur dort abgelegt werden, wo die Restflüssigkeit keinen Schaden anrichten
kann.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, die Handhabung des bekannten
Teesiebes mit konstruktiv einfachen Mitteln zu verbessern.
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Gelöst wird
diese Aufgabe durch ein Teesieb mit den Merkmalen des Anspruches
1. Danach ist die Einfüllöffnung zwischen
den Gehäuseteilen
gebildet und der Deckel ist Teil einer Kappe, die die Gehäuseteile
in der Benutzungsstellung übergreifend
verriegelt.
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Bei
der vorliegenden Erfindung erfüllt
die Kappe gleich drei unterschiedliche Funktionen. Erstens dient
sie als Verriegelungselement zum Verriegeln der Gehäuseteile.
So verhindert sie, dass sich das Gehäuse ungewollt teilt. Zweitens überdeckt
die Kappe die Einfüllöffnung des
Gehäuses.
Dadurch unterbindet sie die Konvektion von Wasserdampf durch die
Einfüllöffnung und
verhindert so, dass der Tee zu schnell abkühlt. Drittens kann die Kappe
als Deckel als Auffangbehälter
für die
aus dem Teesieb heraustropfen de Restflüssigkeit dienen, wenn das Teesieb nach
der Entnahme aus der Teekanne so auf den Kopf gestellt wird, dass
die Restflüssigkeit
aus dem Gehäuse
in die Kappe hineinfließt.
Dazu ist die Kappe zweckmäßigerweise
wasserdicht gestaltet. Günstig
ist es dabei, dass die Kappe in der Verriegelungsstellung die Gehäuseteile
auf deren Außenseite
umgreift. Wird das Teesieb nach der Entnahme aus der Teekanne auf
den Kopf gestellt, so fließt
dann die gesamte Restflüssigkeit
in die Kappe hinein, anstatt auf der Außenseite der Kappe herauszutreten.
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Bevorzugt
ist die Kappe tassenförmig
geformt, um besonders viel Restflüssigkeit aufnehmen und halten
zu können.
Ihr Volumen ist dabei so an das Volumen des Gehäuses angepasst, dass üblicherweise
auftretende Mengen von Restflüssigkeit aufgenommen
werden können.
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Ist
die Kappe auf das Gehäuse
aufrastbar, so kann das Teesieb mit der Kappe als eine Handhabungseinheit
aus der Teekanne entnommen werden, was die Handhabung weiter erleichtert.
Zudem sichert die Verrastung, dass die Kappe ihre Verriegelungsfunktion
sicher erfüllt.
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In
einer vorteilhaften Variante ist die Kopffläche der Kappe wenigstens abschnittsweise
eben, so dass die Kappe bei auf den Kopf gestelltem Teesieb eine
Standfläche
bildet. Auf diese Weise kann das Teesieb sicher abgestellt werden
ohne umzukippen. Dabei muss nicht notwendigerweise die gesamte Oberfläche der
Kappe eben sein, sondern es genügt, wenn
ein äußerer Ring
der Kappe eine ebene Standfläche
bildet. Alternativ wäre
es denkbar, dass die Kappe drei vorstehende Auflagepunkte aufweist,
die bei auf den Kopf gestelltem Teesieb eine Dreipunkt-Auflage für das Teesieb
bilden.
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Als
besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn die Gehäuseteile
vollständig
voneinander trennbar sind. Damit wird ihre Reinigung erheblich erleichtert.
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Vorteilhaft
ist es auch, wenn die Gehäuseteile
identisch geformt sind. Zur Herstellung ist dann nur noch eine einzige
Form erforderlich.
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In
einer besonders einfachen Ausführung sind
genau zwei Gehäuseteile
vorgesehen, aus denen das Gehäuse
zusammensetzbar ist.
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Es
wird vorgeschlagen, dass die beiden Gehäuseteile jeweils etwa die Form
eines Halbzylinders aufweisen, wobei die Teilung entlang von Mantellinien
verläuft.
In der zusammengesetzten Stellung bilden sie dann ein etwa zylinderförmiges Gehäuse, das
in seinem unteren Abschnitt einen Boden aufweist und in seinem oberen
Abschnitt die Einfüllöffnung.
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In
einer speziellen Variante der Erfindung sind die beiden Gehäuseteile
in der Benutzungsstellung in jeder horizontalen Schnittebene punktsymmetrisch
zu einer Mittelachse des Gehäuses.
Damit kann das eine Gehäuseteil
mit einer Drehung um 180° um
die Mittelachse geometrisch in das andere Gehäuseteil übertührt werden.
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Die
Kappe allein bringt bereits genügend Kraft
auf, um das Gehäuse
in seiner Benutzungsstellung zusammenzuhalten. Bevorzugt wird jedoch
eine Ausführungsform,
bei der zwischen den Gehäuseteilen
ein lösbares
Gelenk gebildet ist. Indem es lösbar ist,
behindert es die Teilbarkeit des Gehäuses nicht. Es fördert jedoch
den Zusammenhalt des Gehäuses in
seiner Benutzungsstellung. Über
seine Gelenkfunktion gibt es zudem die Bewegung vor, mit der das Gehäuse zusammengesetzt
oder geteilt werden kann.
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Vorteilhafterweise
ist das lösbare
Gelenk am der Einfüllöffnung gegenüberliegenden
Ende des Gehäuses
gebildet. Dies erhöht
die Stabilität
des Gehäuses
in der Benutzungsstellung, da das Gehäuse nun an zwei gegenüberliegenden
Enden zusammengehalten wird: An der Einfüllöffnung durch die Kappe und
am gegenüberliegenden
Ende durch das lösbare Gelenk.
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Um
das Gelenk zu bilden, kann jedes der beiden Gehäuseteile einen Haken und eine Öse aufweisen,
die durch Verschwenken der beiden Gehäuseteile relativ zueinander
mit dem Haken und der Öse
des jeweils anderen Gehäuseteils
in lösbaren Eingriff
bringbar sind. Damit wird ein lösbares
Drehgelenk realisiert. Die beiden Gehäuse sind aus ihrer Benutzungsstellung
nur mittels der durch das Drehgelenk vorgegebenen Schwenkbewegung
wieder voneinander trennbar. Die Kappe kann dabei in einfacher Weise
als Verriegelungselement wirken, indem sie diese relative Schwenkbewegung
unterbindet.
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Zusätzlich zu
einer durch das Gelenk gegebenen Verbindung am unteren Ende der
beiden Gehäuseteile
kann auch mindestens ein Rastelement im Bereich der Einfüllöffnung vorgesehen
sein. Dadurch wird das Gehäuse
in seiner Benutzungsstellung stabiler.
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Denkbar
ist es, dass als Rastelement mindestens ein Stift an einem Gehäuseteil
und eine gegenüberliegende
Aussparung am anderen Gehäuseteil
zusammenwirken. Durch die relative Schwenkbewegung der beiden Gehäuseteile
kann der Stift in die Aussparung eingeführt werden.
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Es
erweist sich als zweckmäßig, wenn
das Gehäuse
einen Absatz aufweist, so dass eine Querschnittsfläche eines
Siebabschnitts kleiner ist als eine Querschnittsfläche des
Gehäuses
im Bereich der Einfüllöffnung.
Bei einem zylinderförmigen
Gehäuse
hätte also
der Bereich der Einfüllöffnung einen größeren Durchmesser
als der untere Abschnitt des Gehäuses.
Zum einen erleichtert dies das Einfüllen von Wasser, da die Einfüllöffnung größer werden kann.
Zum anderen kann das Gehäuse
mittels seines Absatzes leicht in eine entsprechend geformte Teekanne
eingehängt
werden.
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Vorteilhaft
ist es dabei, wenn das Gehäuse im
Bereich des Absatzes auf seiner Außenseite vorstehende Abstandshalter
aufweist. Sie sorgen für
einen schmalen Luftspalt zwischen dem Teesieb und der Teekanne und
ermöglichen
so eine Entlüftung
der Teekanne, während
sie mit Wasser befüllt
wird.
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Im
Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand einer Zeichnung dargestellt. Im Einzelnen zeigen:
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1 einen Vertikalschnitt
durch ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Teesiebes,
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2 eine perspektivische Ansicht
eines Gehäuseteils,
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3 eine Seitenansicht des
in 2 gezeigten Gehäuseteils
und
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4 eine perspektivische Ansicht
eines Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Teesiebes
beim Zusammensetzen.
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Gleiche
Teile sind in den Figuren durchgehend mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
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1 zeigt einen Vertikalschnitt
durch ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Teesiebes 1.
Dieses Teesieb 1 weist ein Gehäuse 2 auf, das aus
zwei Gehäuseteilen 3, 4 zusammengesetzt ist
und sich somit hier in seiner Benutzungsstellung befindet. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel
sind die Gehäuseteile 3, 4 genau
baugleich ausgebildet.
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Das
zusammengesetzte Gehäuse 2 weist zwei
zylinderförmige
Abschnitte auf: einen oberen Einfüllabschnitt 5, der
nach oben hin eine Einfüllöffnung 6 bildet,
und einen unteren Siebabschnitt 7. Dabei hat der Einfüllabschnitt 5 einen
etwas größeren Durchmesser
als der Siebabschnitt 7. Im Übergangsbereich zwischen den
beiden Abschnitten befindet sich ein Absatz 8, der hier
konisch ausgebildet ist. Denkbar wäre jedoch auch ein stufenförmiger Absatz.
Die Einfüllöftnung 6 hat
den gleichen Durchmesser wie der Innendurchmesser des Einfüllabschnitts 5 und
nimmt damit eine maximale Größe an.
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An
der Trennlinie zwischen den beiden Gehäuseteilen 3, 4 sind
knapp unterhalb der Einfüllöffnung 6 am
Einfüllabschnitt 5 zwei
identische Rastelemente 9 vorgesehen. Von einer horizontalen,
etwas breiteren Basis 10 am ersten Gehäuseteil 3 steht senkrecht
zur Trennlinie zwischen den beiden Gehäuseteilen 3, 4 ein
Stift 11 ab. Der Stift 11 ist als frustrierter
Konus geformt und ragt in eine ebenfalls konische Aussparung 12 im
zweiten Gehäuseteil 4 hinein.
Damit ist eine Relativbewegung zwischen den beiden Gehäuseteilen 3, 4 in
vertikaler Richtung sowie in horizontaler Richtung senkrecht zum
Stift 11 unterbunden. Eine Relativbewegung kann nur etwa in
Längsrichtung
der Stifte 11 ertolgen, bis die Stifte 11 aus
den Aussparungen 12 herausgeführt sind.
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Der
zylinderförmige
Siebabschnitt 7 vertilgt auf seiner Außenseite über eine Vielzahl paralleler, horizontal
angeordneter Nuten 13 mit etwa v-förmigen Querschnitt. In den
Nuten 13 wird die ansonsten konstante Wanddicke der Gehäuseteile 3, 4 bis
auf einen minimalen Wert verringert. Über die Länge jeder Nut 13 sind äquidistant
eine Vielzahl von Sieblöchern 14 verteilt,
durch die das Teewasser aus dem Teesieb 1 in eine hier
nicht dargestellte Teekanne austreten kann. Da die Verringerung
der Wandstärke in
den Nuten 13 auf der Außenseite des Siebabschnitts 7 erfolgt,
ist die Innenseite des Siebab schnitts 7 bis auf die Sieblöcher 14 glatt
und durchgehend. Damit wird das Reinigen der Gehäuseteile 3, 4 erheblich
erleichtert, da sich keine Vorsprünge oder Vertiefungen bieten,
an denen Teereste hängenbleiben
könnten.
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An
seinem unteren Ende hat der Siebabschnitt 7 einen Boden 15.
Aufgrund der Zylindertorm des Siebabschnittes 7 weist jedes
Gehäuseteil 3, 4 einen
etwa halbkreisförmigen
Bereich des Bodens 15 auf.
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Vom
Boden 15 jedes Gehäuseteils 3, 4 steht horizontal
ein Haken 16 ab. Zu sehen ist hier das Ende des vom zweiten
Gehäuseteil 4 abstehenden Hakens.
Im Boden 15 des jeweils anderen Gehäuseteils 3, 4 befindet
sich eine Öse 17.
Zusammen bilden die Haken 16 und die Ösen 17 ein lösbares Gelenk 18,
dessen Zusammensetzung und Funktion anhand der 2 bis 4 näher erläutert wird.
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Auf
das zusammengesetzte Gehäuse 2 ist eine
Kappe 20 aufgesetzt. Sie hat die Form einer umgekehrten
Tasse mit einem leicht nach innen gewölbten Boden 21 und
einer ringförmigen
Seitenwand 22. Der Boden 21 der Kappe 20 bildet
einen Deckel für das
Teesieb 1. Die Seitenwand 22 ist als frustrierter Konus
geformt, dessen Innendurchmesser in einem mittleren Bereich etwa
dem Außendurchmesser
des Einfüllabschnitts 5 des
Gehäuses 2 entspricht.
Ebenso wie das Gehäuse 2 ist
auch die Kappe 20 vorzugsweise aus einem Kunststoff geformt.
Dabei hat die Seitenwand 22 eine gewisse Elastizität, so dass
sie sich aufspreizen kann, wenn die Kappe 20 auf den Einfüllabschnitt 5 des
Gehäuses 2 aufgeschoben wird.
Mit der Seitenwand 22 verbundene, vertikale Streben 23 im
Inneren der Kappe 20 begrenzen dabei die Weglänge, über die
die Kappe 20 auf den Einfüllabschnitt 5 aufgeschoben
werden kann. Indem sich beim Aufschieben die Seitenwände 22 der
Kappe 20 elastisch weiten, wird eine Rückstellkraft erzeugt, die die
Kappe 20 mit dem Gehäuse 2 verrastet.
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Auf
der Oberseite des Deckels 21 ist eine ringförmige, ebene
Auflagefläche 24 vorgesehen. Wenn
das gesamte Teesieb 1 mit zusammengesetztem Gehäuse 2 und
aufgerasteter Kappe 20 auf den Kopf gestellt wird, so kann
es auf der Auflagefläche 24 ruhen
ohne umzukippen. Da die Kappe 20 wasserdicht ist, kann
die aus dem Gehäuse 2 herauslaufende
Restflüssigkeit
dann nicht aus der Kappe 20 austreten, sondern wird innerhalb
der Kappe 20 gesammelt.
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In 2 ist ein einzelnes Gehäuseteil 3, 4 perspektivisch
dargestellt. Da die beiden Gehäuseteile 3, 4 identisch
sind, könnte
dies jedes der beiden Gehäuseteile
sein. Der obere Rand des Einfüllabschnittes 5 zeigt
hier eine kleine, nach außen
vorspringende Wulst 26. An der Innenseite der Kappe 20 könnte eine
der Wulst 26 entsprechende Vertiefung vorgesehen sein,
in die die Wulst beim Aufschieben der Kappe 20 einschnappen
kann. Damit wäre
die Kappe 20 stärker
mit dem Gehäuse 2 verrastet.
Im Inneren des Einfüllabschnittes 5 sind
auf der rechten Seite die beiden Stifte 11 zu sehen, die
jeweils von der verdickten Basis 12 vorstehen. Ihre Richtung
ist dabei etwa tangential zur Innenseite des Einfüllabschnittes 5.
Auf derselben Höhe
befinden sich auf der gegenüberliegenden
Seite des halbkreisförmigen Querschnittes
des Einfüllabschnittes 5 die
beiden Aussparungen 12, in die die Stifte 11 des
jeweils anderen Gehäuseteils 3, 4 eingreifen
können.
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Die
Wanddicke des Gehäuseteils 3, 4 ist
am Einfüllabschnitt 5,
am Absatz 8 und am Siebabschnitt 7 im Wesentlichen
konstant. Am Absatz 8 hingegen hat die Außenseite
der Wand entlang der Trennungs-Mantellinie des Gehäuseteils 3, 4 eine
Verdickung. Zusammen mit einer Verdickung auf der gegenüberliegenden
Seite bildet sich bei zusammengesetzten Gehäuse 2 ein nach außen vorstehender
Abstandshalter 27. Weitere Abstandshalter 27,
die auf der Außenseite
des Gehäuseteils 3, 4 vorstehen, sind über den
Absatz 8 verteilt. Wird das Teesieb 1 in eine
Teekanne eingehängt,
so ruht es mit den Abstandshaltern 27 des Absatzes 8 auf
einem Öffnungsrand
der Teekanne. Zwischen den länglichen Abstandshaltern 27 bildet
sich dabei ein schmaler Luftspalt, durch den die Kanne beim Befüllen mit Wasser
entlüftet
werden kann.
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Am
Boden 15 des Gehäuseteils 3, 4 sind
der Haken 16 und die Öse 17 zu
erkennen, aus denen das lösbare
Gelenk 18 gebildet wird. Der Haken 16 erstreckt
sich koplanar mit dem Boden 15 und hat ein nach unten gerichtetes
Rastende 28. Vor der Öse 17 liegt
auf einer Ebene unterhalb des Bodens 15 quer eine Brücke 29.
Auf dieser Brücke 29 liegt
der Haken 16 des jeweils anderen Gehäuseteils, wenn er mit seinem
Rastende 28 in die Öse 17 eingreift.
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In 3 ist eines der Gehäuseteile 3, 4 in
einer Seitenansicht dargestellt. Zu sehen ist dabei beispielsweise
die Wulst 26 am oberen Rand des Einfüllabschnittes 5. Zusätzlich zu
dem geteilten Abstandshalter 27 an der Trennungslinie des
Gehäuseteils 3, 4,
der sich erst zusammen mit der am anderen Gehäuseteil 3, 4 ausgebildeten
zweiten Hälfte
zu einem ganzen Abstandshalter 27 zusammensetzt, ist am
Absatz 8 auch ein weiterer Abstandshalter 27 vorgesehen.
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An
seinem unteren Ende ist das Gehäuseteil 3, 4 auf
der zur Trennungsebene des Gehäuses 2 gerichteten
Seite nach innen angeschrägt,
so dass sich eine Anschrägung 30 ergibt.
Sie erleichtert das nachfolgend anhand von 4 näher
beschriebene Zusammensetzen des Gehäuses 2.
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In 4 ist das Teesieb 1 in
perspektivischer Ansicht in einem Zustand dargestellt, der sich
während
des Zusammensetzens des Gehäuses 2 ergibt. Zum
Zusammensetzen werden die beiden vollständig voneinander getrennten
Gehäuseteile 3, 4 zunächst mit
ihren unteren Enden so aneinander gelegt, dass ihre Anschrägungen 30 etwa
parallel zueinander ausgerichtet sind. Die Gehäuseteile 3, 4 klaffen
dabei in einem Winkel von ca. 45° nach
oben auseinander. Durch diesen Winkel kann gleichzeitig der Rasthaken 16 jedes
Gehäuseteils 3, 4 oberhalb der
Brücke 29 und
des Bodens 15 in das Innere des anderen Gehäuseteils
hineingeführt
werden, so dass er dort oberhalb der Öse 17 liegt. Zwischen
den Gehäuseteilen 3, 4 ist
damit ein lösbares
Gelenk 18 gebildet, hier insbesondere ein Drehgelenk.
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Aus
dieser Stellung heraus werden die Gehäuseteile 3, 4 nun
aufeinander zu verschwenkt. In ihrer Trennungsfläche ergibt sich dabei im Bereich der
Anschrägungen 30 eine
Schwenkachse, um die die relative Schwenkbewegung erfolgt. Aufgrund
der Schwenkbewegung greift der Haken 16 jedes Gehäuseteils 3, 4 in
die Öse 17 des
jeweils anderen Gehäuseteils 3, 4 ein.
Sein nach unten abstehendes Rastende 28 stößt dabei
in die Öse 17 hinein
und liegt schließlich
tiefer als die Brücke 29.
Damit ist das Gelenk 18 geschlossen und die beiden Gehäuseteile 3, 4 können sich
nicht mehr durch eine horizontale Verschiebung voneinander trennen.
Da die Haken 16 die Brücken 29 am
anderen Gehäuseteil überdecken,
ist auch eine vertikale Relativbewegung ausgeschlossen. Die beiden
Gehäuseteile 3, 4 könnten nur noch
durch die Umkehrung der zum Verrasten durchgeführten Schwenkbewegungen wieder
voneinander getrennt werden.
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In
der letzten Phase der zum Zusammensetzen des Gehäuses 2 durchgeführten Schwenkbewegung
greifen die Stifte 11 jedes Gehäuseteils 3, 4 in die
Aussparungen 12 am jeweils anderen Gehäuseteil 3, 4 ein.
Da die Stifte 11 leicht konisch geformt sind, können sie
bei dieser Schwenkbewegung besonders leicht in die Aussparungen 12 hineingeführt werden.
Das aus den Stiften 11 und den Aussparungen 12 gebildete
Rastelement 9 verhindert ein Auseinanderfallen des Gehäuses 2 im
Bereich des Einfüllabschnittes 5.
Das zusammengesetzte Gehäuse 2 kann
nun in seiner Benutzungsstellung als Ganzes transportiert, in die Öffnung einer
Teekanne eingehängt,
mit Teeblättern
befüllt
und über
die Einfüllöffnung 6 auch
mit kochendem Wasser befüllt
werden. Alternativ kann das mit Teeblättern bestückte Teesieb in eine mit heißem Wasser
gefüllte
Teekanne eingehängt
werden.
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Die
zusammengesetzten Gehäuseteile 3, 4 sind
jedoch noch nicht verriegelt. Sie könnten immer noch durch eine
Schwenkbewegung voneinander getrennt werden. Indem jedoch die Kappe 20 von
oben auf das zusammengesetzte Gehäuse 2 aufgeschoben
wird, dient sie als Verriegelungselement. Durch das Übergreifen
der Gehäuseteile
hält sie
die beiden Gehäuseteile 3, 4 im
Bereich der Einfüllöffnung 6 zusammen.
Auf diese Weise wird verhindert, dass die beiden Gehäuseteile 3, 4 auseinander
verschwenken können.
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Wie
bereits beschrieben, verbessert die Kappe 20 zudem die
Teeherstellung, indem sie mit dem Deckel 21 die Konvektion
von Wasserdampf aus dem mit Tee und kochendem Wasser gefüllten Teesieb nach
oben unterbindet. Auf diese Weise wird ein zu schnelles Abkühlen des
Tees verhindert.
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Ihre
dritte Funktion erfüllt
die Kappe 20, nachdem der Tee lange genug gezogen hat.
Der Benutzer kann das Teesieb 1 nun an der mit dem Gehäuse 2 verrasteten
Kappe 20 ergreifen, aus der Teekanne herausnehmen und auf
den Kopf stellen. Nachdem er das Teesieb 1 auf die Auflage 24 auf
der Kopffläche
der Kappe 20 gestellt hat, fallen die im Siebabschnitt 7 enthaltenen
Teeblätter
in die Kappe 20 hinein. Auch die Restflüssigkeit, die sich im Teesieb 1 und
insbesondere zwischen den Teeblättern hält, fließt in die
Kappe 20 hinein. Dort wird sie aufgefangen, ohne dass sie
aus dem Teesieb 1 herausläuft. Nachdem die Restflüssigkeit
genügend
abgekühlt
ist, kann der Benutzer die Kappe 20 festhalten und das
Gehäuse 2 des
Teesiebes 1 nach oben aus der Kappe 20 heraus ziehen.
In dem Gehäuse 2 sind nun
weder Teeblätter,
noch Restflüssigkeit
enthalten. Statt dessen befinden sie sich im Inneren der tassenförmigen Kappe 20.
Von dort aus können
sie leicht entfernt werden. Das Gehäuse 2 kann durch Verschwenken
der beiden Gehäuseteile 3, 4 geöffnet werden,
bis sich das Gelenk 18 löst. Nachdem die Gehäuseteile 3, 4 vollständig voneinander
getrennt sind, lassen sie sich einfach reinigen.
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Ausgehend
von dem dargestellten Ausführungsbeispiel
kann das erfindungsgemäße Teesieb in
verschiedenen Merkmalen abgewandelt werden. Die Kappe 20 könnte beispielsweise über ein
Scharnier verschwenkbar mit einem der beiden Gehäuseteile 3, 4 verbunden
sein. Alternativ dazu könnte
sie auf das zusammengesetzte Gehäuse 2 aufschraubbar
sein, indem ihre Innenseite ein Innengewinde hätte, das mit einem Außengewinde
am Gehäuse 2 zusammenwirkt.
Auch die Außenseite
der Kappe 20 könnte
ein Gewinde aufweisen, mit dem das gesamte Teesieb 1 in
eine Kanne einschraubbar wäre.
Selbstverständlich
müßte das
zusammengesetzte Gehäuse 2 des
Teesiebes 1 nicht notwendigerweise zylinderförmig sein.
Denkbar wären
auch beliebige andere Formen. Der Boden 15 des Gehäuses 2 könnte ebenfalls über Sieböffnungen 14 verfügen, beispielsweise
im Bereich der Trennungslinie zwischen den beiden Gehäuseteilen 3, 4,
damit Flüssigkeit
auch nach unten aus dem Gehäuse 2 hinausfließen kann. Zudem
können
die Nuten 13 des Siebabschnitts 7 als Markierung
verwendet werden, mit der die eingefüllte Menge an Teeblättern dosiert
wird. Dazu könnten
die Abstände
der Nuten 13 so gewählt
werden, dass die unterste Nut der Teemenge für eine Tasse entspricht, die
nächste
der Menge für
zwei Tassen usw.