-
Die Erfindung betrifft einen Teesiebseinsatz fur eine Teekanne, mit zwei Halbschalenelementen, die zu einem nach oben offenen Siebkorper zu verbinden sind und von denen wenigstens eines zumindest in einem unteren Längenbereich eine Siebflache mit einer Vielzahl von Ausnehmungen aufweist.
-
Ein solcher Teesiebeinsatz ist aus der
DE 203 11 349 U1 bekannt. Wenn die beiden Halbschalenelemente miteinander verbunden sind, bilden sie einen im Wesentlichen zylindrischen Siebkörper, in welchen Teeblätter eingefüllt werden konnen. Der Teesiebeinsatz kann durch die Einfullöffnung einer Teekanne, insbesondere eine Isolierkanne, gesteckt werden und ragt weit nach unten, ins Innere der Kanne hinein. Ist der Tee zubereitet, wird der Teesiebeinsatz herausgezogen und in seine beiden Halften zerlegt. Die durchfeuchteten Teeblätter konnen aus den offen liegenden Halbschalenelementen einfach entfernt werden und die Halbschalenelemente sind einzeln einfach zu reinigen.
-
Es hat sich jedoch gezeigt, dass größere Mengen an Teeblattern, die in den Teesiebeinsatz eingefüllt sind, um eine größere Menge Tee zuzubereiten, soweit aufquellen, dass sie dann komprimiert im Siebkorper des Teesiebeinsatz liegen. Das Aroma kann sich daher beim Aufguss nicht voll entfalten. Das Volumen des Teesiebeinsatzes kann aber bei den meisten Teekannen nicht beliebig vergrößert werden, da es durch den Innendurchmesser der Einfüllöffnung an der Kanne begrenzt ist und gerade bei Isolierkannen oftmals nur ein relativ kleiner Durchmesser der Einfüllöffnung gegeben ist.
-
Aufgabe der Erfindung ist es somit, einen Teesiebeinsatz für eine Teekanne so zu verbessern, dass auch großere Mengen von Teeblättern innerhalb des Siebkörpers lose im Aufgusswasser liegen können.
-
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelost,
- – dass ein inneres Halbschalenelement und ein äußeres Halbschalenelement vorgesehen sind, welche an einem Gelenk koppelbar und um eine Gelenkachse gegeneinander verschwenkbar sind und
- – dass die Halbschalenelemente jeweils zwei zueinander beabstandete und senkrecht zur Gelenkachse ausgerichtete Seitenflächen aufweisen, welche sich zumindest in einem ersten Schwenkbereich überdecken, wobei der innere Abstand der Seitenflächen am außeren Halbschalenelement im Wesentlichen dem außeren Abstand der Seitenflächen am inneren Halbschalenelement entspricht.
-
Die beiden Halbschalenelemente umschließen sich also gegenseitig und bilden zunächst einen schlanken Siebkorper aus, dessen Umkreis so klein ist, dass er auch durch eine schmale Einfullöffnung einer Teekanne gesteckt werden kann. Ist der Teesiebeinsatz dann mit seinem unten liegenden Siebkorper ins Innere der Kanne abgesenkt, kann der innen in der Kanne liegende Siebkörper von außen her vergroßert werden, indem man am Halsbereich, welcher oben aus der Einfulloffnung der Kanne herausragt, die Halbschalenelemente gegeneinander druckt. Dabei werden sie aufgrund der gelenkigen Verbindung im Bereich des unten liegenden Siebkörpers voneinander abgespreizt, so dass das Volumen dort nachträglich deutlich zu vergrößern ist.
-
Selbst wenn der eingeklappte Siebkörper zuvor vollstandig mit trockenen Teeblättern gefüllt worden ist und diese beim Aufguss aufquellen, kann durch die erfindungsgemäß mögliche nachträgliche Volumenvergrößerung erreicht werden, dass die Teeblatter wieder lose im Aufgusswasser innerhalb der Teekanne schwimmen und somit eine optimale Entfaltung des Aromas möglich ist.
-
Vorzugsweise bilden die in einer Grundstellung aneinander geschwenkten Halbschalenelemente einen im Wesentlichen quaderförmigen Siebkörper aus. Dieser erstreckt sich von unterhalb des Gelenks bis zum Boden und besitzt im zusammengeklappten Zustand des erfindungsgemaßen Teesiebeinsatzes uber seine gesamte Hohe etwa den gleichen Umkreisdurchmesser. Der zur Verfugung stehende Öffnungsquerschnitt an der Einfulloffnung der Kanne kann somit optimal ausgenutzt werden.
-
Bei einer bevorzugten Ausfuhrungsform bilden die Halbschalenelemente oberhalb des Gelenks einen trichterförmigen Halsbereich aus. Dieser besitzt seine größte Weite dann, wenn die Halbschalenelemente im unteren Bereich aneinandergeschoben sind, diese sich also in derjenigen Stellung befinden, in der sie vor dem Einsetzen des Teesiebeinsatzes in eine Kanne oder nach dem Entnehmen daraus sind.
-
Durch die Trichterform wird das Einfullen der losen Teeblätter erleichtert, und ebenso das Ausgießen von Restflüssigkeit nach dem Herausziehen des Teesiebeinsatzes aus der Kanne.
-
Die Trichterform hat aber bei dem Teesiebeinsatz gemäß der Erfindung den besonderen Effekt, dass es zu einer selbsttatigen Abspreizung der Halbschalenelemente im Bereich des unten liegenden Siebkörpers kommt, sobald der trichterformige Halsbereich in die Einfülloffnung der Teekanne gedrückt wird. Wie oben beschrieben, erfolgt das Abspreizen der Halbschalenelemente im unteren Bereich zwecks Volumenvergroßerung dadurch, dass die oben aus der Einfüllöffnung herausragenden Bereiche der Halbschalenelemente gegeneinander gedrückt werden. Wird also nun der trichterförmige Halsbereich mit seinem Umfang, der größer ist als der Öffnungsdurchmesser der Kanne, in die Einfüllöffnung hineingedrückt, so klappen die Halbschalenelemente oberhalb des Gelenks zu und spreizen sich zugleich unterhalb davon ab.
-
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Halbschalenelemente über Rastelemente in wenigstens einer Stellung arretierbar sind, um beispielsweise die schlanke Stellung des Teesiebseinsatzes vor dem Einsetzen in die Kanne zu sichern, so dass nicht versehentlich schon beim Befüllen die aufgeklappte Stellung eingenommen wird und dann eine zu große Menge von Teeblätter eingefüllt wird.
-
Die Rastelemente können im Bereich der Oberkante des Halsbereiches angeordnet sein, um für den Benutzer das Ein- und Ausrasten leichter bedienbar zu machen.
-
Um ein unabsichtliches, zu weites Abspreizen der Halbschalenelemente zu vermeiden und damit zugleich zu vermeiden, dass sich Öffnungen zwischen den Halbschalenelementen bilden, aus denen Teeblätter in den Teeaufguss geraten könnten, sind vorzugsweise Anschlagsmittel zur Schwenkwinkelbegrenzung vorgesehen, insbesondere an weit von dem Gelenk entfernten Stellen wie zum Beispiel am Boden.
-
Das Gelenk, das die Halbschalenelemente miteinander verbindet, kann durch nach außen weisende Gelenkzapfen an den Seitenflächen des einen Halbschalenelements und Rastaufnahmen an den Seitenflächen des anderen Halbschalenelements ausgebildet sein, wobei sich die Rastaufnahmen mit einer Einfuhrungsnut bis an die Seitenkante des Halbschalenelements erstrecken.
-
Wie bei der oben erlauterten Funktion des erfindungsgemäßen Teesiebeinsatzes bereits erwahnt, ergeben sich die besonderen Vorteile des erfindungsgemaßen Teesiebeinsatzes in Verbindung mit einer Teekanne mit einem Kannenkörper, der an einer Einfüllöffnung verjüngt ist, nämlich gerade dann, wenn die Breite des Teesiebeinsatzes mit aneinander geschwenkten Halbschalenelementen kleiner ist als die Offnungsweite der Einfüllöffnung und die Breite mit voneinander abgespreizten Halbschalenelementen großer als die Offnungsweite der Einfüllöffnung ist.
-
Vorzugsweise bilden die Halbschalenelemente des Teesiebseinsatzes oberhalb des Gelenks einen trichterförmigen Halsbereich aus, so dass die Halbschalenelemente beim Einführen des Halsbereiches in die Einfüllöffnung der Teekanne automatisch voneinander abgespreizt werden.
-
Die hier im Zusammenhang mit der Zubereitung von Tee beschriebene erfindungsgemaße Vorrichtung eignet sich in gleicher Weise auch für Kaffee und andere Substanzen, die zum Herstellen eines Aufgusses oder Suds in einer Kanne oder einem anderen Aufnahmebehälter für Flüssigkeit eingebracht werden sollen und die möglichst frei in der Flüssigkeit schwimmen sollen. Lediglich die Feinheit der Sieböffnungen sollte jeweils an die zu verwendende Substanz angepasst sein. Soll beispielsweise Kaffeemehl aufgebrüht werden, dann sollte ein feines, insbesondere metallisches Filtergeflecht verwendet werden.
-
Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnungen näher erlautert. Die Figuren zeigen im Einzelnen:
-
1 den erfindungsgemaßen Teesiebeinsatz perspektivischer Ansicht, in ausgeklappter Stellung;
-
2 den Teesiebeinsatz in ausgeklappter Stellung in seitlicher Ansicht von außen;
-
3 den Teesiebeinsatz in ausgeklappter Stellung in seitlicher Ansicht im Schnitt;
-
4 den Teesiebeinsatz in zusammengeklappter Stellung im Schnitt;
-
5 den Boden des Teesiebeinsatzes in perspektivischer Ansicht; und
-
6a, 6b den in eine Teekanne eingesetzten Teesiebeinsatz jeweils in schematischer Schnittansicht in verschiedenen Stadien.
-
1 zeigt einen erfindungsgemäßen Teesiebeinsatz 10, der im Wesentlichen aus zwei Halbschalenelementen 11, 12 besteht, welche über ein Gelenk 15 miteinander koppelbar sind.
-
Ein innen liegendes Halbschalenelement 11 besitzt eine geringere Breite als ein außen liegendes Halbschalenelement 12, so dass die beiden Halbschalenelemente 11, 12 ineinander gesteckt werden können und gegeneinander verschwenkbar sind, wobei sich die Seitenflächen 13, 14 während des Schwenkens ständig zumindest soweit gegenseitig überdecken, dass ein im Gebrauch ständig geschlossener Siebkorper ausgebildet wird.
-
Das Gelenk 15 besteht aus Gelenkzapfen, die von dem schmaleren, innen liegenden Halbschalenelement 11 nach außen abstehen, und Rastaufnahmen am außeren, breiteren Halbschalenelement 12, in welche die Gelenkzapfen eingreifen. Die Halbschalenelemente 11, 12 bestehen vorzugsweise aus Kunststoff und sind daher etwas verformbar. Der Benutzer kann also in den Spalt zwischen den Halbschalenelementen 11, 12 greifen, um diesen mit den Fingern zu erweitern und damit die Gelenkzapfen aus ihren Aufnahmen herauszuziehen, um die Halbschalenelemente 11, 12 ganz voneinander zu losen.
-
Damit die Halbschalenelemente 11, 12 abspreizbar sind, aber in allen Stellungen einen geschlossenen Siebkörper ausbilden, sind die Seitenflächen 13, 14 planparallel zueinander ausgerichtet und sind zumindest in einer Raumrichtung senkrecht zur Gelenksachse 16 angestellt. Insbesondere bildet die Gelenksachse 16 eine Normale der Seitenflächen 13, 14.
-
Im oberen Bereich des Teesiebeinsatzes 10 sind Rippen 18 angeordnet, um fur den Benutzer diejenige Stelle zu markieren, an der das innere Halbschalenelement 11 zusammengedrückt werden soll, damit die Gelenkzapfen aus den Aufnahmen des äußeren Halbschalenelements 12 ausgerückt werden, so dass die beiden Teile einfach voneinander gelöst werden können.
-
2 zeigt den Teesiebeinsatz 10 von der Seite her. Er besitzt im Wesentlichen drei Hohenbereiche:
- – einen oberen, sich trichterförmig erweiternden Halsbereich 10.1;
- – eine Taille 10.2, bei der das Gelenk 15 angeordnet ist, sowie
- – einen unten liegenden Siebkörper 10.3.
-
3 zeigt aus gleicher Blickrichtung wie in 2 eine Schnittdarstellung. In allen Stellungen der Halbschalenelemente 11, 12 zueinander ist die Breite im Bereich der Taille 10.2 annähernd konstant. Hingegen wird im Bodenbereich die maximale Breite B0 des Siebkörpers 10.3 erreicht, wenn die Halbschalenelemente 11, 12 voneinander abgespreizt sind, wie in den 2 und 3 dargestellt. Bei dieser Stellung wiederum ist die Breite im Halsbereich 10.1 minimal.
-
Im Vergleich dazu wird bei der eingeklappten Stellung mit den ineinander geschobenen Halbschalenelementen 11, 12 gemäß 4 eine minimale Breite B1 erreicht, welche nicht nur für den Bodenabschnitt des Siebkörpers 10.3 gilt, sondern für den gesamten unteren Hohenbereich des Teesiebeinsatzes 10 bis zum Gelenk 15 hin.
-
Beim Vergleich der Stellungen der Halbschalenelemente 11, 12 gemaß den 3 und 4 erkennt man deutlich die Volumenvergrößerung der im Inneren des Siebkorpers 10.3 ausgebildeten Kammer zur Aufnahme von Teeblattern.
-
In 5 sind im Bodenbereich Anschlagmittel zur Schwenkwinkelbegrenzung erkennbar, nämlich ein Vorsprung 19.1 am inneren Halbschalenelement 11, der in eine Nut 19.2 am äußeren Halbschalenelement 12 eingreift, wie insbesondere aus 5 erkennbar.
-
Die Anschlagmittel können zugleich als Rastelemente dienen, über die die Halbschalenelemente 11, 12 in bestimmten Positionen festgelegt werden konnen.
-
6a zeigt den Teesiebeinsatz 10 beim Einsetzen in eine Teekanne 1 in schematischer seitlicher Schnittansicht.
-
Die Teekanne 1 besitzt hier, wie bei Isolierkannen ublich, einen kugelförmigen Kannenkorper 2 mit einer sehr schmalen Einfülloffnung 3.
-
Beim Teesiebeinsatz 10 sind die Halbschalenelemente 11, 12 aneinander geklappt, so dass der Siebkörper 10.3 eine schmale Stellung einnimmt und sich unterhalb des Halbereiches 10.1 eine einheitliche Breite ergibt. Mit dieser Breite kann der Teesiebseinsatz 10 in die Einfüllöffnung 3 der Teekanne 1 gesteckt werden.
-
Ist der Teesiebeinsatz 10 dann abgesenkt, konnen die Halbschalenelemente 11, 12 gegeneinander verschwenkt werden, so dass sich der Halsbereich 10.1 verjüngt und das Volumen des Siebkörpers 10.3 zugleich deutlich vergroßert.
-
Die Trichteröffnung 10.1 besitzt zumindest in der verjüngten Stellung einen Kegelwinkel von weniger als 45°. Das Eigengewicht des Teesiebeinsatzes 10 samt Füllung zieht den Teesiebeinsatz 10 nach unten, wobei dieser nur mit dem Trichterbereich 10.1 am Rand der Einfüllöffnung aufliegt. Die Gewichtskrafte bewirken mit der Kegelform des Trichterbereichs 10.1, dass die Halbschalenelemente 11, 12 im Bereich des Siebkörpers 10.3 abgespreizt werden oder zumindest eine vom Benutzer vorgegebene abgespreizte Stellung aufrecht erhalten bleibt.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-