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DE20305499U1 - Rankhilfe - Google Patents

Rankhilfe

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Publication number
DE20305499U1
DE20305499U1 DE20305499U DE20305499U DE20305499U1 DE 20305499 U1 DE20305499 U1 DE 20305499U1 DE 20305499 U DE20305499 U DE 20305499U DE 20305499 U DE20305499 U DE 20305499U DE 20305499 U1 DE20305499 U1 DE 20305499U1
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DE
Germany
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struts
net
scaffold
scaffolding
points
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Expired - Lifetime
Application number
DE20305499U
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English (en)
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Publication of DE20305499U1 publication Critical patent/DE20305499U1/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G9/00Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
    • A01G9/12Supports for plants; Trellis for strawberries or the like

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Tents Or Canopies (AREA)

Description

0150GM
- 1 Anmelder:
Sander, 34393 Grebenstein
Rankhilfe
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, enthaltend ein sich dreidimensional, über einen Hohlraum erstreckendes Traggerüst aus einer Mehrzahl von Gerüststreben, wie es beispielsweise als Rankhilfe für Kletterpflanzen bekannt ist.
STAND DER TECHNIK
Ein solches Rankgerüst ist beispielsweise in der deutschen Gebrauchsmusterschrift G 91 09 011.3 offenbart. Dieses aus dem Stand der Technik bekannte Rankgerüst ist nach Art eines Hausdaches aufgebaut und besteht in einer Ausführungsform aus einer Aluminium- oder Holzkonstruktion mit zwei Schenkelpaaren mit jeweils angelenkter Schwenkachse, die als Standpfähle dienen und über Querstreben im „Dachfirst" der Konstruktion sowie am unteren Ende miteinander verbunden sind. Die Querstreben sind gelocht und dienen der Aufnahme einer Bespannung durch Schnüre, an denen sich die Pflanzen hochranken können. Die Verankerung in der Erde erfolgt dadurch, dass die Schenkelpaare an ihrem unteren Endabschnitt jeweils angespitzt sind, und somit in den Boden gerammt werden können. Der Öffnungswinkel der Schenkelpaare ist jeweils variabel verstellbar, wodurch die Konstruktion in beschränktem Maße von ihrer Form her einstellbar ist.
Ein Nachteil dieses Rankgerüsts besteht darin, dass es sehr klobig wirkt, was im Wesentlichen auf die dreieckbildenden Schenkelpaare zurückzuführen ist. Ein weiterer Nachteil schließlich besteht darin, dass durch den dreiecksförmigen Querschnitt vorgegeben eine Nutzung des Innenraums für Perso-
0150GM ; ·* J
nen nicht mit einem vernünftigen Kompromiss aus relativ geringer Höhe und großem Innenvolumen möglich ist. Stattdessen wird in der Offenbarung von G 91 09 011.3 bezweckt, zum Zwecke eines effizienten Erwerbsgartenbaus eine möglichst grosse Rankfläche auf möglichst kleiner Bodenfläche unterzubringen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, die vorerwähnte Rankhilfevorrichtung zu verbessern, unter Vermeidung der oben genannten Nachteile.
10
VORTEILE DER ERFINDUNG
Gemäß dem allgemeinsten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung offenbart, enthaltend ein sich dreidimensional erstreckendes Traggerüst aus einer Mehrzahl von Gerüststreben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass
- ein Netz zum Abdecken von freien Flächenabschnitten zwischen einzelnen Streben des Gerüstes vorgesehen ist,
- wobei Befestigungseinrichtungen zwischen Netz und Streben vorgesehen sind, und
- wobei die bodenseitigen Wandabschnitte des mit Netz überzogenen Gerüsts nach innen einen Winkel &agr; > 60 Dezimalgrad zur Bodenebene bilden, wobei durch das Gerüst und das Netz eine raumumschließende Form vorgebbar ist, deren Volumen bei gleieher Höhe größer ist als bei kegelförmiger Querschnitt, also mit anderen Worten eine kuppel- oder hauszeltartige Form für das Traggerüst vorgesehen ist, mit einer Dachfläche, die relativ groß ist zur überspannten Bodenfläche, und die eine gewisse horizontale oder wenig geneigte Erstreckung aufweist, so dass die Vorrichtung bei entsprechender Höhe prinzipiell die Eignung besitzt, auch als Pavillon benutzt zu werden. Dies setzt eine gewisse Steilheit der „Wände" voraus.
Dabei kann prinzipiell starres Stangenmaterial wie starre Rohre, Hölzer, insbesondere Kanthölzer mit an die Vorrichtungsgröße angepasster Stärke verwendet werden, die zu einer
oder mehreren, vorgegebenen Formen zusammengebaut werden können, oder auch flexibles Stangenmaterial nach Art der für die herkömmlichen Leichtbau-Kuppelzelte verwendeten, mit festen Verankerungspunkten für die Strebenenden, entweder im Boden oder an festen Punkten an den Streben selbst, oder an Ankervorrichtungen für den Boden, so dass die Streben bogenförmig aufgespannt werden können und die vorgenannte Form im wesentlichen bilden können.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 löst die oben genannte Aufgabe und besitzt darüber hinaus den Vorteil, dass sie als Leichtkonstruktion ausgebildet ist. Sie ist damit einfach aufzubauen, klein in der Verpackung als Bausatz und leicht im Handling, sowohl beim Verkaufer des entsprechenden Bausatzes, als auch für den Kunden, der den Bausatz zusammensetzt.
In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des jeweiligen Gegenstandes der Erfindung.
Wenn die flexibel ausgebildeten Gerüststreben aus Kunststoff, Kunststoffmischungen, Fiberglasstangen, elastischem Draht, Aluminium oder Federband bestehen, und unter Spannung nach Art eines Kuppelzeltes zusammengebaut sind, ergibt sich der Vorteil geringen Gewichts bei gleichzeitig hoher Festigkeit.
Durch vorgegebene Gewichtsanteile von Stützfasern, insbesondere Kohlefasern oder Glasfasern, die in der Matrix der Kunststoffmischungen enthalten sind, lässt sich die Festigkeit weiter erhöhen, wie es im Stand der Technik bekannt ist.
Die Gerüststreben können auch rohrartig aufgebaut sein, um einen statisch stabilen Querschnitt bei geringem Materialeinsatz zu bieten.
Die Gerüststreben können gemäß einem bevorzugten Einzelaspekt der vorliegenden Erfindung auch aus Bandstahl sein und ggf. mit Lochungen versehen, um das Netz darin an vielen Einzelpunkten zu befestigen.
In vorteilhafter Weise ist die Rankhilfe als werkzeuglos montierbare Leichtkonstruktion ausgebildet.
Die Verbindungspunkte von einzelnen sich überquerenden Streben, beispielsweise der Dachstreben, können durch geeignete Vorrichtungen fixiert werden, um ausreichende Stabilität in die Gesamtkonstruktion zu bringen.
Das erfindungsgemäße Gerüst mit flexiblen Gerüststreben ist vorzugsweise mit Verankerungspunkten für den Boden so ausgebildet, dass es durch die Verankerung im Boden tragende Funktion bekommt.
Vorzugsweise kann ein Netz aus Bandmaterial, vorzugsweise aus Kunststoff vorgesehen sein.
Weiter enthält das Gerüst Streben, die dazu eingerichtet sind, nicht-benachbarte Ankerpunkte miteinander zu verbinden. Damit wird die Stabilität des Gerüstes erhöht.
Zusätzlich ist es vorteilhaft, Folienmaterial mit Befestigungsmitteln zur Befestigung an den Gerüststreben vorzusehen, um den Innenraum der Vorrichtung vor Regen zu schützen. 30
Die Vorrichtung kann bevorzugt als Bausatz wenigstens enthaltend die Gerüststreben zum Herstellen des Gerüstes, bevorzugt auch das Netz und Verankerungspunkte, verkauft werden.
- 5 ZEICHNUNGEN
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansichtsskizze für eine erfindungsgemäße Vorrichtung, bei der das Traggerüst im
Wesentlichen aus flexiblen Streben besteht, bei dem benachbarte Ankerpunkte durch bogenartig gebogene, unter Spannung stehende Streben verbunden sind, mit zwei senkrecht zueinander verlaufenden Dachstreben; 15
Fig. 2 eine schematische Ansichtsskizze für eine erfindungsgemäße Vorrichtung, bei der zusätzlich gegenüber dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 auch diagonal gegenüberliegende Ankerpunkte durch bogenartig gebogene, unter Spannung stehende Streben verbunden
sind; und
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Vorrichtung, bei der im Wesentlichen starre Stangen zur Zusammensetzung des Traggerüsts verwendet werden, nach Art des Stangen
skeletts eines Steilwandzeltes.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE 30
In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Komponenten.
Gemäß Fig. 1, die eine erfindungsgemäße Vorrichtung im aufgebauten, zusammengesetzten Zustand schematisch illustriert, sind exemplarisch 4 Verankerungspunkte 20 zur Verankerung der
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als Ganzes angebildeten, erfindungsgemäßen Rankhilfevorrichtung im Boden, etwa dem Garten eines Hauses. Die Verankerungspunkte sind im Ausführungsbeispiel als kreisförmige Metallplatten 20 aus stabilem, etwa 3 mm starken, rostfreiem Blech ausgebildet, die Öffnungen aufweisen zum Hindurchstecken von Erdnägeln 24, mit jeweils zwei Aufnahmen 21 für jeweilige Endabschnitte von Gerüststreben 12 und gegebenenfalls mit Halteösen für Spannseile zur Befestigung eines erfindungsgemäß über das Gerüst legbaren Netzes 14, auf das weiter unten näher eingegangen wird.
Die Positionen der Verankerungspunkte 20 bilden in dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein Rechteck. Jeder Seite dieses Rechtecks zugeordnet ist eine flexibel ausgebildete Gerüststrebe 12 vorgesehen, die in ihrer flexibel umgebogenen Form unter Spannung stehend umgekehrt U-förmig ausgebildet ist, wobei die beiden freien Enden der U- Schenkel nach unten zeigen, und aufgenommen sind von der entsprechend vorgesehenen Aufnahme 21 - beispielsweise als Buchse ausgebildet - in der Bodenplatte 20.
Vorzugsweise die am höchsten stehenden (bei symmetrischer Form des umgekehrten Us) Punkte der Gerüststreben 12 weisen jeweils eine Kopplungsstelle 25 auf zur fixierten Ankopplung einer Dachstrebe 26 beziehungsweise 28, die jeweils gegenüberliegende Gerüststreben 12 miteinander verbinden. Die Dachstreben 26, 28 sind ihrerseits an ihrem Kreuzungspunkt durch einen geeigneten Verbinder gehalten, so dass sie verrutschsicher aneinander befestigbar ausgebildet sind.
Während die u-förmig gebogenen, unter Spannung stehenden Gerüststreben 12 aus flexiblem Material bestehen, etwa aus einer geeigneten Kunststoffmischung oder aus Fiberglas, aus einem elastischen Draht geeigneter Dicke, aus Aluminium oder Federband, sind die Dachstreben 26, 28 vorzugsweise aus weniger flexiblem Material vorgesehen, um die Steifigkeit und
Formstabilität der Rankvorrichtung zumindest soweit zu gewährleisten, dass auch bei höheren Windstärken, relativ dichtem Pflanzenbewuchs und somit erhöhtem Windwiderstand eine ausreichende Verwindungssteifigkeit der Gesamtvorrichtung gewährleistet ist. Je nach Größe der Gesamtvorrichtung, also Höhe und Gesamtgröße der durch das Netz überspannten Wandbeziehungsweise Deckfläche sind die Gerüststreben 12 unterschiedlich dimensionierbar, so dass sie eine geeignete Festigkeit aufweisen.
Dasselbe gilt für das Verbindeelement für die beiden Dachstreben 26 und 28. Hier kann in vorteilhafter Weise ein aus zwei Halbschalen bestehendes Verbinde-Element verwendet werden, das auf den Kreuzungspunkt der Streben 26 und 28 jeweils von unten und von oben aufgesetzt wird, das Führungen für die Streben aufweist, und das die Streben unter Klemmung im Klemmsitz mit den Halbschalen verbindet. Die Halbschalen können miteinander verclipst oder verschraubt werden und stabilisieren den Klemmsitz.
Als grober Richtwert für die Ausgestaltung der U-förmig ausgebildeten Gerüststreben 12 können die Dimensionierungen der Zeltstäbe für die im Handel seit längerer Zeit erhältlichen Leichtbau-Kuppelzelte verwendet werden. Die Endabschnitte der Gerüststreben 12 können in bevorzugter Weise durch geeignete Verbindungselemente, beispielsweise Rastungen oder Splinte, etc. in den Aufnahmebuchsen der Bodenplatte 20 verriegelt gehalten sein, so dass auch Windböen, die von unten nach oben in die Vorrichtung hineinfahren, nicht im Stande sind, die Gesamtvorrichtung auch bei relativ starkem Wind wegzutragen. Alternativ oder in Kombination damit kann auch das Netz 14 im Boden durch Häringe oder dergleichen verspannt sein, um der Gesamtkonstruktion noch mehr Stabilität zu geben. Eine weitere Erhöhung der Stabilität wird dadurch erreicht, dass das Gerüst nach Art der Abspannung von Zelten durch Spannseile zusätzlich abgespannt wird.
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Bei vorgegebener maximaler Länge der Gerüststangen 12 kann durch individuell von der aufbauenden Person vorgegebene Weise die Biegung der Stangen unterschiedlich ausgeführt werden, so dass sich entsprechend unterschiedliche Verhältnisse Höhe / zu Grundfläche des Gerüstes ergeben. Damit kann die Form der Gesamtvorrichtung in einem weiten Bereich geändert werden, wobei die Dachstangen 26, 28 gegebenenfalls verlängerbar beziehungsweise verkürzbar ausgebildet sind. Dies kann etwa dadurch geschehen, dass diese Streben teleskopartig ineinander verschieblich ausgebildet sind, oder dass sie nach Art von starren Aluminiumzeltstangen aus mehreren, miteinander koppelbaren Einzelteilen bestehen, von denen eins oder mehrere weggelassen werden können.
Auch die Gerüststreben 12 können in entsprechender Weise aufgebaut sein, um ihre Länge veränderbar zu gestalten. Gemäß Ausführungsbeispiel verlaufen die Endabschnitte fast in einem Winkel von 90 Grad nach innen relativ zur Bodenfläche, wodurch die Wände unten relativ steil verlaufen und ein Innenraum der Gesamtvorrichtung gebildet wird, der im Verhältnis zur Dreiecksform des Standes der Technik, wie oben diskutiert, relativ groß ist im Verhältnis zur Wand- und Deckfläche. Dadurch ist die Rankhilfe etwa ab eine Höhe von 2m geeignet, auch als Gartenpavillon und damit als Aufenthaltsort für Personen zu dienen. Für Kinder kann sie entsprechend niedriger gebaut sein.
Als flexibles Stangenmaterial für dieses Ausführungsbeispiel kommen Metalle, Holz, Kunststoffe, sowie Verbundstoffe beispielsweise aus Matrix und Faser, wie etwa bei einem Glasfiberstab vorhanden, in Frage. Auch Beimischungen von Kohlefaser (Carbon oder Carbonfaser) können vorteilhaft sein, wenn eine besonders hohe Verwindungssteifigkeit gewünscht sein sollte. Dies kann beispielsweise für die Dachstreben 26 und 28 der Fall sein.
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Das Netz 14 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel als einstückige, zu einer bestimmten Form des Strebengerüstes passende Ausführung ausgebildet. Es besteht aus synthetischem Material, beispielsweise Nylon oder anderen geeigneten Kunststoffen und aus den üblichen Segmenten, wie sie bei Netzen anzutreffen sind, wobei die Kreuzungspunkte von Netzfilamenten vorzugsweise fest sind, das heißt, wenn sich zwei Filamente kreuzen, sind sie fest miteinander verbunden. Das Netz erstreckt sich im gezeigten Ausführungsbeispiel etwa bis 30 cm über dem Boden und deckt die freien Flächenabschnitte zwischen den einzelnen Streben 12 des Gerüstes ab. Dabei kann das Netz grundsätzlich einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein und es können auch Netzteile vorhanden sein, die die U-förmigen, per se offenen Wandabschnitte ganz oder zum Teil abdecken sollen. Dabei kann insbesondere berücksichtigt werden, dass einzelne Wandabschnitte bleibende Öffnungen aufweisen, die dafür eingerichtet sind, eine Person (Kind oder Erwachsener) in die Vorrichtung hineingelangen zu lassen. Das Netz kann im Übrigen auch als Bahnenware in einem entsprechenden Bausatz für die Rankhilfe vorhanden sein, und kann dann an eine relativ frei vorgebbare Form durch manuelles Zuschneiden angepasst werden.
Damit wird in erfindungsgemäßer Weise eine doppelte Nutzung der Rankhilfe auch als Gartenpavillon ermöglicht. Dies stellt einen besonderen Vorteil gegenüber den weit verbreiteten Kunststoff-Gartenpavillons dar, die in großer Zahl als weiße Flächen optisch eher störend wirken. Wenn jedoch die erfindungsgemäße Rankhilfevorrichtung erst einmal von Pflanzen bewachsen ist, wird in vorteilhafter Weise ein Gartenpavillon ausgebildet, der kein „weißer Fleck" in der Landschaft darstellt, sondern den man jederzeit als „optischen Gewinn" in einem Garten erkennen kann.
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- 10 Wenn
an den 4 Verankerungspunkten Blumenkübel stehen, oder die Endabschnitte der Gerüststreben 12 selbst in diesen Blumenkübeln verankert sind, so ergibt sich der Vorteil, dass die Vorrichtung als Ganzes mit Hilfe von 4 Personen tragbar ist und somit von einem Ort im Garten bei Bedarf etwa zu einem anderen Ort getragen werden kann. Zur Befestigung des Netzes an seinen Eckpunkten dienen unter anderem Abspannseile, die an den vier Eckpunkten des Netzes ansetzend mit einer Halteöse an der Bodenplatte 20 befestigbar und unter Spannung fixierbar sind, so dass das Netz, wenn es an allen vier Punkten auf diese Art und Weise gehalten ist, nicht verrutschen kann. In bevorzugter Weise kann eine Schnur zur Fixierung des Netzrandes von der einen Netzecke fortlaufend über die gesamte U-Kontur bis zur anderen Netzecke jeweils durch die benachbarten Maschen eines Netzes und um eine Gerüststrebe 12 herum gezogen werden.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird mit besonderem Bezug zu Flg. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung beschrieben, bei der zusätzlich gegenüber dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 auch diagonal gegenüberliegende Ankerpunkte durch bogenartig gebogene, unter Spannung stehende Gerüststreben 32 und 34 verbunden sind. Für den Grundaufbau wird daher auf die Beschreibung zu Fig. 1 verwiesen.
Gemäß Fig. 2 sind die zwei zusätzlichen Gerüststreben 32 und 34 ebenfalls flexibel ausgestaltet und stehen in separat in den Bodenplatten vorgesehenen Aufnahmebuchsen. Damit enthält eine Bodenplatte nun anstelle von zwei ( Fig. 1) drei Aufnahmebuchsen. Diese zusätzlichen Streben 32, 34 können ebenfalls von der Bauart und Materialart so gestaltet sein, wie dies weiter oben geschildert wurde. Insbesondere durchlaufen sie bevorzugt zusammen mit den Dachstreben 26, 28 denselben Kreuzungspunkt und können mit einem eigens dafür weitergebildeten Verbinde-Element dort fixiert werden. Abhängig von ihrer Länge ergibt sich eine mehr oder weniger in die Dach- Wand-
- 11 fläche
einschneidende Form. Durch die zusätzlichen Streben ergibt sich eine verbesserte Festigkeit der Gesamtvorrichtung.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird mit besonderem Bezug zu Fig. 3 eine erfindungsgemäße Vorrichtung beschrieben, deren Traggerüst die Kontur eines Steilwandzeltes besitzt. Prinzipiell kann in diesem Ausführungsbeispiel ein Zeltgestänge von einem solchen Steilwandzelt verwendet werden, das vorzugsweise mit Bodenplatten aus dem vorherigen Ausführungsbeispiel versehen im Boden verankerbar und mit Abspannseilen 22 zusätzlich gehalten ist und dann mit einem Netz überzogen wird, so dass je nach individuellen Bedürfnissen die Dachfläche, die eine oder andere Seitenwandflache ganz oder zum Teil von einem Netz als Rankhilfe für Pflanzen bedeckt ist. In diesem Ausführungsbeispiel werden starre Stangen 12 zur Ausbildung der Wände und starre Streben 26 und 28 im Dachbereich verwendet, die auch aus Segmenten zusammengesetzt sein können, und die durch Hinzufügen oder Entfernen von Zwischenstücken in ihrer Länge veränderbar sind. Auch durch eine teleskopartige Ausführung der Stangen mit entsprechenden Verriegelungsmöglichkeiten zur Fixierung einer Stangenlänge kann damit eine Rankhilfe gebaut werden, die gleichzeitig die Funktion eines Gartenpavillons übernimmt.
Hier können prinzipiell die aus der Zelttechnik bekannten Materialien, nämlich besonders Aluminium, Stahl, Kunststoff, in Form von Rohren, Profilstangen, etc. verwendet werden.
Das erfindungsgemäß verwendete Netz kann als Bahnenware zusammen mit den Einzelstücken der Gerüststangen beziehungsweise Dachstangen in einem Bausatz vorhanden sein. Diese Bahnenware wird dann beim Aufbau an die individuelle Gestalt und Größe angepasst. Alternativ kann der Bausatz auch mit einem Seil anstelle eines Netzes ausgestattet sein, wobei die aufbauende Person das Seil netzartig zusammenfügt, und die kreu-
- 12 -
zenden Punkte des Seils können mit Befestigungsclipsen miteinander fest verbunden werden.
Des weiteren kann in vorteilhafter Weise vorzugsweise der Dachbereich und/ oder ein oder mehrere Wandbereiche in allen gezeigten Ausführungsvarianten oder in Abwandlungen derer, mit Folienmaterial bestückt werden, so dass ein gewisser Regenschutz entsteht. Es empfiehlt sich, als Folienmaterial stabile Kunststofffolie, vorzugsweise durchsichtige Folie / Plane zu verwenden, wenn der Innenraum des so entstehenden Pavillons hell bleiben soll. Die Folien können einzeln oder als einstückig ausgeführte Variante mit geeigneten Verbinde-Elementen an den Streben befestigt werden, wie dies im einschlägigen Stand der Technik im Bereich der Befestigungstechnologie zwischen Folien oder Planen und stangenförmigen Elementen bekannt ist. Beispielsweise können die Folienränder randverstärkte Lochungen in Form von Ösen aufweisen, durch die hindurch ein Seil geführt wird, das pro Lochung jeweils wenigstens einmal die Streben umgreift.
Dabei können die Folien wahlweise innen oder außen relativ zum Netz angebracht werden, was jeweils unterschiedlichen Zwecken entsprechen kann. Innen angebracht ist die Folie von außen kaum sichtbar, wodurch ein sehr naturbelassener Eindruck entsteht, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung entsprechend durch Pflanzen berankt ist. Außen angebracht ist die Reinigung der Folien leichter durchzuführen oder ist unter Umständen kaum nötig, wenn die Folie vom Regen regelmäßig abgewaschen wird.
Des weiteren ist klar, dass die erfindungsgemäße Rankhilfevorrichtung auch drei oder mehr als vier Eckpunkte besitzen kann, beispielsweise ein sechseckförmigen Grundriß aufweisen kann. Auch vieleckige, also quasi-runde oder elliptische, oder rechteckförmige Grundrisse sind darstellbar
- 13 -
Schließlich können die Merkmale der Unteransprüche im wesentlichen frei miteinander und nicht durch die in den Ansprüchen vorliegende Reihenfolge miteinander kombiniert werden, sofern sie unabhängig voneinander sind.

Claims (13)

1. Vorrichtung enthaltend ein sich dreidimensional erstreckendes Traggerüst aus einer Mehrzahl von Gerüststreben (12, 32, 34), dadurch gekennzeichnet, dass
a) ein Netz (14) zum Abdecken von freien Flächenabschnitten zwischen einzelnen Streben des Gerüstes vorgesehen ist,
b) wobei Befestigungseinrichtungen zwischen Netz und Streben vorgesehen sind, und
c) wobei das Gerüst als Leichtkonstruktion ausgebildet ist, und flexible Gerüststreben vorgesehen sind, die bei der Montage durch Einspannung zwischen festen Verankerungspunkten (20, 24) bogenförmig unter Spannung bringbar ausgebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Gerüststreben (12, 32, 34) Kunststoff, Kunststoffmischungen, Fiberglasstangen, elastischem Draht, Aluminium oder Federband, enthalten.
3. Vorrichtung nach dem vorstehenden Anspruch, wobei vorgegebene Gewichtsanteile von Stützfasern, insbesondere Kohlefasern in den Kunststoffmischungen enthalten sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Gerüststreben (12, 32, 34) rohrartig aufgebaut sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Gerüststreben (12, 32, 34) aus federndem Bandstahl gefertigt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, als wobei sie aus Elementen zusammensetzbar ist, die werkzeuglos montierbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das aus den Gerüststreben gebildete Gerüst selbsttragend mit Verankerungspunkten (20, 24) für den Boden als Auflagefläche ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei ein Netz (14) aus Bandmaterial, vorzugsweise aus Kunststoff vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Gerüst Streben (32) enthält, die dazu eingerichtet sind, nicht-benachbarte Ankerpunkte miteinander zu verbinden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei zusätzlich Folienmaterial mit Befestigungsmitteln zur Befestigung an den Gerüststreben (12, 32, 34) vorgesehen ist.
11. Bausatz enthaltend wenigstens Gerüststreben (12, 32, 34) zum Herstellen eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1- bis 10.
12. Bausatz nach dem vorstehenden Anspruch, weiter enthaltend das Netz (14) und Verankerungspunkte (20, 24).
13. Bausatz nach Anspruch 11, weiter enthaltend ein Seil und Verankerungspunkte (20, 24).
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