DE19927885A1 - Tragwerkskonstruktion - Google Patents
TragwerkskonstruktionInfo
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Abstract
Durch die Erfindung wird eine Tragwerkskonstruktion (23) geschaffen, die ein im wesentlichen flächig ausgedehntes rundes Element bildet. Dieses weist einen runden Druckring (16) auf, an den flächig verteilt Längsspannelemente (17, 20) angreifen, die sich winklig überkreuzen. Diese Längsspannelemente (17, 20) verlaufen jeweils in einer gewölbten Fläche über (21) und in einer gewölbten Fläche unter (18) der Ebene des Druckrings (16). Die Flächen (18, 21) bzw. Längsspannelemente (17, 20) sind durch Druckstäbe (22) gegeneinander verspannt. Eine solche Tragwerkskonstruktion (23) kann als freitragendes Dach einer Halle (34) o. dgl. verwendet werden. Des weiteren beschreibt die Erfindung ein Verfahren zum Aufbau einer solchen Tragwerkskonstruktion (23).
Description
Die Erfindung betrifft eine Tragwerkskonstruktion, die ein im
wesentlichen flächig ausgedehntes, rundes Element bildet, das
beispielsweise ein Dach bildet. Sie weist eine nach oben und
eine nach unten gewölbte Fläche auf.
Es sind Tragwerkskonstruktionen bekannt, bei denen in einem
kreisrunden Rahmen eine nach oben und eine nach unten gewölb
te Membranfläche, bestehend jeweils aus einer geschlossenen
Blechhaut o. dgl., eingespannt sind. Durch einen in dem
Zwischenraum herrschenden Überdruck werden diese aufgespannt
und stabilisieren so den Rahmen bzw. die gesamte Tragwerks
konstruktion. Das Ergebnis ist eine sehr leichte, über
raschend stabile Konstruktion, die auch hohen Oberflächen
belastungen, wie beispielsweise bei Schneelast, widersteht.
Als nachteilig für eine weite Verbreitung hat sich jedoch das
Erfordernis des Überdrucks zwischen den Flächen erwiesen.
Beim Auftreten eines Lecks verlieren die Flächen ihre Span
nung, fallen zusammen und schlimmstenfalls kann das gesamte
Flächentragwerk seine Stabilität verlieren und einbrechen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tragwerkskon
struktion der vorstehend genannten Art zu verbessern, insbe
sondere sicherer zu machen.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß der Rahmen im wesent
lichen entlang der Außenumgrenzung verläuft und an den Rahmen
flächig verteilt Längsspannelemente angreifen, die sich
winklig überkreuzen, wobei die Längsspannelemente jeweils in
der gewölbten Fläche über und in der gewölbten Fläche unter
der von dem Rahmen aufgespannten Rahmenfläche verlaufen und
wobei die Flächen, insbesondere die Längsspannelemente der
Flächen durch Druckelemente gegeneinander verspannt sind.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den
Unteransprüchen.
Der Rahmen kann theoretisch in einer in weiten Grenzen
veränderbaren Form verlaufen, beispielsweise einer Sattel
form. Bevorzugt liegt er jedoch in einer Ebene, wodurch eine
sehr hohe Stabilität erzielt werden kann. Die Flächen können
zwar mit Spannung zueinander konkav ausgebildet sein, vor
teilhaft sind sie jedoch konvex.
Die Druckelemente sind vorteilhaft stabil ausgeführt. Prinzi
piell können sie als Materialbrücken ausgebildet sein,
vorzugsweise mit in Druckrichtung durchgehenden Material
brücken. Derart beständige Druckelemente unterliegen keiner
Gefahr eines Stabilitätsverlusts und gewährleisten die
Sicherheit bzw. sichere Stabilität der Tragwerkskonstruktion.
Bevorzugt verlaufen die Druckelemente im wesentlichen entlang
von konzentrierten Druckkraftlinien zwischen der oberen und
der unteren Fläche. Sie können säulen- bzw. stabartig ausge
bildet sein, vorteilhaft als Rohre bzw. Hohlprofile. Derarti
ge Druckelemente können mit jeweils einem Ende an mindestens
einem Längsspannelement angelegt sein. Insbesondere sind sie
mit zumindest einem ihrer Enden an einem Kreuzungspunkt
zweier Längsspannelemente einer Fläche gelagert. Auf diese
Weise kann mit im wesentlichen einer Lagerung die Verbindung
zu zwei Längsspannelementen hergestellt werden.
Die Lagerung der Druckelemente an den Längsspannelementen ist
bevorzugt gelenkig, insbesondere mit zwei Freiheitsgraden. So
kann ein Druckelement in einer zur Aufnahme des Drucks unter
drehmomentfreier Übertragung optimalen Stellungen anliegen.
Weiters ist es vorteilhaft, wenn die Druckelemente im wesent
lichen im rechten Winkel zur Rahmenfläche verlaufen.
Wenn die Druckelemente längenveränderlich ausgeführt sind,
ist es möglich, über sie die Vorspannung der Längsspannele
mente der beiden Flächen zu verändern bzw. anzupassen.
Hierfür können Einstellvorrichtungen vorgesehen sein, bei
spielsweise hydraulisch oder nach Art eines Spanngewindes
bzw. Spannschlosses.
Die Längsspannelemente nehmen vorteilhaft Zugkräfte nur in
ihrer Längsrichtung auf. So können sie relativ schmal im
Vergleich zu ihrer Länge ausgeführt sein. Insbesondere wird
jeweils nur ein kleiner Teil der gewölbten Flächen von den
Längsspannelementen bedeckt, beispielsweise im Bereich
weniger Prozent. Eine Möglichkeit der Ausbildung der Längs
spannelemente sind üblicherweise verwendete Spannseile, aus
Stahl oder evtl. auch Kunstfasern. Eine alternative Möglich
keit sind Profile, beispielsweise Flach- oder U-Stähle. Die
Längsspannelemente in wenigstens einer Fläche verlaufen
vorteilhaft in zwei Scharen, wobei sie innerhalb jeder Schar
bevorzugt parallel verlaufen. Die Scharen schneiden sich
jeweils mit einem Winkel, der zwischen 60° und 120° liegen
kann, insbesondere ca. 90°. Die Scharen in der oberen und
der unteren Fläche können jeweils in im wesentlichen gleicher
Richtung verlaufen bzw. parallel sein. Auf diese Weise
ergeben sich in der oberen und der unteren Fläche Maschen mit
gleicher projizierter Fläche sowie senkrecht übereinander
liegenden Kreuzungspunkten, an denen vorteilhaft jeweils die
Druckelemente angreifen können. Die Längsspannelemente können
vorteilhaft Maschen mit gleichen oder paarweise gleichen
Kantenlängen bilden.
Die Längsspannelemente sind bevorzugt längenveränderlich
ausgebildet, insbesondere durch Spanngewinde bzw. Spann
schlösser. Die Längenveränderlichkeit ist vorzugsweise an
einer Lagerung der Längsspannelemente, insbesondere am
Rahmen, vorgesehen. Weiters können die Längsspannelemente
gelenkig an dem Rahmen gelagert sein, insbesondere mit zwei
Freiheitsgraden. Ein Freiheitsgrad sollte eine Bewegung
senkrecht zur Rahmenfläche ermöglichen.
Innerhalb einer allgemein runden Form kann der Rahmen ver
schiedenartig ausgebildet sein. Gemäß einer Möglichkeit kann
er oval sein, wobei seine Form der Stützlinie, die sich im
wesentlichen aus der Belastung durch die Längsspannelemente
ergibt, entsprechen kann. Diese Belastung wird vorteilhaft
möglichst vollständig in Druckkräfte innerhalb des Rahmens
abgeleitet. Bevorzugt ist der Rahmen kreisförmig, wodurch
eine optimale Verteilung der Spannkräfte über den Rahmen
hinweg möglich ist.
Vorteilhaft ist der Rahmen als Druckring ausgebildet. Dazu
kann er eine rohrförmige Umhüllung aufweisen, beispielsweise
ein Stahlrohr. Dieses wiederum ist vorzugsweise mit einer
druckbeständigen Füllung gefüllt, beispielsweise Beton. Eine
weitere Möglichkeit ist Wasser, das beispielsweise gleichzei
tig als zirkulierendes Kühlmittel im Brandfall dienen kann.
Das fertige Element kann insbesondere mit den Längsspannele
menten und dem Rahmen einen im wesentlichen linsenähnlichen
Körper bilden. Die gewölbten Flächen entsprechen vorteilhaft
näherungsweise einem Kugelabschnitt bzw. einer Ellipsoid
kalotte. Sie können im wesentlichen von einer umlaufenden
Linie ausgehen bzw. ihre gedachten Verlängerungen sich in
einer umlaufenden Linie schneiden. Diese umlaufende Linie
liegt vorzugsweise in dem Rahmen, besonders bevorzugt in
dessen Querschnittsmittelpunkt bzw. Systemlinie.
Die Tragwerkskonstruktion bzw. das Element wird vorteilhaft
mittels an dem Rahmen angreifender Stützen in einer bestimm
ten Höhe über dem Untergrund betragen, beispielsweise um ein
Hallendach o. dgl. zu bilden. Zumindest die obere Fläche wird
vorzugsweise als Dach bedeckt bzw. verschlossen, beispiels
weise mit auf den Längsspannelementen aufgelegten Stücken,
Bahnen o. dgl.
Des weiteren umfaßt die Erfindung eine Tragwerkskonstruktion,
die ein im wesentlichen flächig ausgedehntes, rundes Element
bildet, mit einem im wesentlichen entlang der Außenumgrenzung
der Tragwerkskonstruktion verlaufenden Rahmen, an den flächig
verteilt Längsspannelemente angreifen, die sich winklig
überkreuzen. Die Längsspannelemente verlaufen jeweils in
einer gewölbten Fläche über und in einer gewölbten Fläche
unter der von dem Rahmen aufgespannten Rahmenfläche. Um ein
solches rundes Element als Dach vielseitig einsetzen zu
können, ist es mit wenigstens zwei seitlichen Ansatzkon
struktionen versehen, die aus einem runden Außenverlauf des
Elements eine Ecke mit einem Winkel machen.
Dabei kann die Ecke in etwa rechtwinklig sein, wobei die
Ansatzkonstruktion an ihrer Innenseite eine der Außenrundung
des Elements an der vorgesehenen Stelle angepaßte Form
aufweist. Vorteilhaft bilden die Schenkel der Ecke in etwa
Tangenten an das runde Element, so daß mit derartigen Ansatz
konstruktionen die ursprünglich runde Form des Elements
vollkommen überführbar ist in eine größere, mehreckige Form.
Ein mit Ansatzkonstruktionen mit den vorstehenden Merkmalen
versehenes Element kann das Dach einer Halle bilden, das
insbesondere im wesentlichen ähnlich wie übliche Dächer
rechteckig ist. Aufgrund der besonderen Stabilität der
Tragwerkskonstruktion kann das Dach bei relativ geringem
Materialverbrauch und Gewicht freitragend sein.
Des weiteren umfaßt die Erfindung ein Verfahren zur Montage
einer Tragwerkskonstruktion, insbesondere einer vorstehend
beschriebenen Tragwerkskonstruktion, mit einem flächigen
runden Element, das aus einem Rahmen und zwei dazwischen
aufgespannten Flächen besteht, wobei das Verfahren folgender
maßen abläuft:
- - Aufbau des Rahmens auf dem Untergrund zu einem geschlossenen Ring;
- - Befestigung des Rahmens an wenigstens drei verteilt angeordneten Hebeeinrichtungen;
- - Anheben des Rahmens bis auf eine geringe erste Höhe;
- - Anmontieren von Längsspannelementen, die innerhalb einer der Flächen verlaufen, wobei diese erste Fläche im fertigen Zustand gewölbt ist;
- - Anmontieren von Längsspannelementen, die in einer zweiten Fläche verlaufen, wobei diese Fläche im fertigen Zustand vorzugsweise entgegen der ersten Fläche gewölbt ist;
- - Verspannen von Längsspannelementen der beiden Flächen gegeneinander mittels Druckelementen und
- - Anheben der Tragwerkskonstruktion auf die endgül tige Höhe.
Ein weiteres erfindungsgemäßes Verfahren kann in Abwandlung
von dem vorstehenden folgendermaßen ablaufen:
- - Aufbau des Rahmens auf dem Untergrund zu einem geschlossenen Ring;
- - Befestigen des Rahmens an wenigstens drei verteilt angeordneten Hebeeinrichtungen und Anmontieren von Längsspannelementen, die innerhalb wenigstens einer Fläche verlaufen, wobei diese erste Fläche vorzugs weise zunächst eben und im fertigen Zustand gewölbt ist;
- - Anheben des Rahmens bis auf eine geringe erste Höhe, wobei der Durchhang der unteren Längsspann elemente die Wölbung der ersten Fläche bildet;
- - Anmontieren von Längsspannelementen, die in einer zweiten Fläche verlaufen, wobei diese Fläche vorzugsweise im fertigen Zustand entgegen der ersten Fläche gewölbt ist;
- - Verspannen von Längsspannelementen der beiden Flächen gegeneinander mittels Druckelementen und
- - Anheben der Tragwerkskonstruktion auf die endgül tige Höhe.
Die Längsspannelemente können zumindest in einer Fläche sich
kreuzend anmontiert werden, insbesondere in beiden Flächen.
Bevorzugt werden zuerst die Längsspannelemente einer Fläche
montiert, die im fertigen Zustand die untere Fläche ist,
wobei sie vorteilhaft nach unten gewölbt ist.
Die Längsspannelemente verlaufen mit Vorteil parallel in
Scharen. Sie können sich entweder abwechselnd überkreuzen
oder aber eine Schar innen liegen und die andere Schar außen.
Die erste Höhe, auf die der Rahmen beim ersten Anheben
gebracht werden kann, sollte mindestens der Wölbung der
unteren Fläche nach unten entsprechen, so daß diese frei vom
Untergrund ist. Das Anheben auf eine solche geringe Höhe hat
den Vorteil, daß die stattfindenden Arbeiten weniger gefähr
lich sind, weil diese Höhe erwartungsgemäß bei wenigen Metern
liegt.
Es ist möglich, auf der ersten Höhe alle Längsspannelemente
fertig anzumontieren. Dadurch kann ein Teil der Arbeiten in
großer Höhe eingespart werden. Des weiteren ist es möglich,
auf der ersten Höhe die Flächen bzw. die Längsspannelemente
gegeneinander zu verspannen. Dies erfolgt mittels Druckele
menten zwischen wenigstens zwei Längsspannelementen jeweils
einer der beiden Flächen, wobei sie insbesondere jeweils an
Kreuzungspunkte zweier Längsspannelemente angreifen.
Auch die Abdeckung der oberen Fläche der Längsspannelemente
kann auf der ersten Höhe erfolgen. Insgesamt ist es also
möglich, die Tragwerkskonstruktion auf der ersten, geringen
Höhe vollständig fertigzustellen und erst danach auf die
Endhöhe anzuheben. Das Anheben kann mittels an Stützträgern
bzw. -säulen angebrachter Hebezeuge erfolgen, die nach dem
Anheben auf die endgültige Höhe und der Befestigung der
Tragwerkskonstruktion abgenommen werden können.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen
auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei
die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu
mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausfüh
rungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht
sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführun
gen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Die Unterteilung der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie
Zwischen-Überschriften beschränkt die unter diesen gemachten
Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
dargestellt und werden im folgenden näher erläutert. In den
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 bis 5 Ablauf des Aufbaus einer erfindungsgemä
ßen Tragwerkskonstruktion,
Fig. 6 vergrößerter Ausschnitt aus einer Trag
werkskonstruktion,
Fig. 7 Detail einer Anschlußmöglichkeit eines
Druckstabes an Längsspannelemente,
Fig. 8 eine Ausführungsmöglichkeit einer ferti
gen Halle mit eckförmigen Ansatzkonstruk
tionen und
Fig. 9 eine Ausführungsmöglichkeit einer ferti
gen runden Halle.
Durch die Fig. 1 bis 5 soll einerseits ein erfindungs
gemäßes Verfahren zum Aufbau einer Tragwerkskonstruktion
dargestellt werden, zum anderen lassen sich daraus die
hervorzuhebenden Konstruktionsmerkmale gut entnehmen.
Die Fig. 1 zeigt einen durch Gitterung räumlich veranschau
lichten Untergrund 11, auf dem eine Halle errichtet werden
soll. Entsprechend dem späteren Umriß der Halle sind Tragsäu
len 12 gesetzt. An den vier Tragsäulen in der Mitte jeder
Seite sind nicht dargestellte Hebezeuge befestigt mit Zugsei
len 14, die über Umlenkrollen 13 am oberen Ende der Tragsäu
len 12 laufen.
Von den vier mittleren Tragsäulen 12 wird die Fläche der
Tragwerkskonstruktion bestimmt. Zwischen diesen Tragsäulen
verlaufend wird am Boden liegend ein kreisrunder Druckring 16
montiert, so daß er eine möglichst gleichförmige ovale oder
Kreisform aufweist und jeweils bis an oder kurz vor die
Tragsäulen 12 reicht. Der Druckring 16 kann aus einzelnen
Elementen bestehen. Jedes einzelne Element entspricht hier
einem Kreisringsegment. Sie können beispielsweise aus ent
sprechend gebogenen Stahlrohren bestehen. Der Druckring kann
alternativ aus geraden Segmenten polygonal aufgebaut sein.
Der Druckring 16 kann mit einem hierfür geeigneten Medium
gefüllt sein, insbesondere bietet sich aufgrund der Inkom
pressibilität und guten Verarbeitungsmöglichkeit Beton an.
Nach erfolgter Montage des Druckrings 16 wird dieser mittels
der Hebezeuge und den Zugseilen 14 an den Tragsäulen 12 auf
eine erste Höhe h angehoben. Diese erste Höhe h sollte im
Bereich einiger weniger Meter liegen, beispielsweise zwei bis
drei Meter. Der Sinn dieser geringen Höhe liegt darin, daß
die nun folgenden Montageschritte in geringerer Höhe und mit
begrenzter Unfallgefahr sowie verringertem technischen
Aufwand durchgeführt werden können. Somit befindet sich der
Druckring 16 in der in Fig. 1 gezeigten Position. Aufgrund
seiner Eigenstabilität sollte es ausreichend sein, ihn ledig
lich an den vier Tragsäulen 12 samt Hebezeugen und Zugseilen
14 aufzuhängen. In besonderen Fällen oder aus praktischen
Gründen ist es auch möglich, ihn in seinem Verlauf zwischen
den Tragsäulen mittels Stützen o. dgl. abzustützen.
Gemäß Fig. 2 werden an dem Druckring 16 in gitterförmiger
Struktur Seile 17 als Längsspannelemente angebracht. Die
Seile 17 sind in zwei Scharen aufgeteilt, wobei sie innerhalb
jeder Schar parallel verlaufen und die beiden Scharen recht
winklig zueinander. Die Verbindung der Seile 17 mit dem
Druckring 16 kann auf bekannte Weise erfolgen, beispielsweise
mittels an dem Druckring 16 angebrachter Spannschlösser.
Die Länge bzw. der Verlauf der Seile 17 ist so eingestellt,
daß das von ihnen gebildete Gitter im wesentlichen der
Oberfläche einer Kugelkalotte entspricht. Der Druckring 16
bzw. seine Ebene entspricht der Abschnittfläche des Kalotten
abschnittes. Bereits durch ihre eigenes Gewicht hängen die
Seile 17 so durch, daß sie in etwa die gewünschte Form
einnehmen. Bemerkenswert ist, daß zum einen die Abstände der
Längsspannelemente 17 gleich sind. Des weiteren liegen zwei
Seile 17 in der Achse zwischen den Tragsäulen 12, an denen
der Druckring 16 aufgehängt ist. Die Längsspannelemente
können jeweils überkreuzend nach Art eines Gewebes ausführt
sein, vorteilhaft verläuft eine Schar von Längsspannelementen
über der anderen Schar. Die in der Fig. 2 dargestellten Seile
17 bzw. das von diesen aufgespannte Gitter bildet die untere
gewölbte Fläche 18 des herzustellenden Elements.
Die Fig. 3 zeigt, wie nach Aufbau der unteren Fläche 18 die
obere Fläche entsteht. Zuerst werden von den stützenden
Tragsäulen 12 zueinander Stahlprofile 20 als Längsspannele
mente gesetzt und an ihren Enden mit dem Druckring 16 verbun
den. Diese Verbindung kann ähnlich wie die der Seile 17
aufgebaut sein, insbesondere mittels längenveränderlicher
Spannschlösser. Aufgrund der für die Abdeckung erforderlichen
Biegesteifigkeit sollten für das Dach Profile verwendet
werden. Beim Einbau der Stahlprofile 20 werden diese bereits
mittels Druckstäben 22 gegen die Längsspannelemente 17 der
unteren Fläche 18 abgestützt. Dabei sind die Druckstäbe 22
jeweils an Kreuzungspunkten der Seile 17 abgestützt und
verlaufen senkrecht zu der Ebene des Druckrings 16. Es ist
empfehlenswert, wenngleich nicht unbedingt erforderlich, wie
in Fig. 3 dargestellt mit den sich überkreuzenden mittleren
Stahlprofilen 20 zu beginnen. Anschließend werden gleichmäßig
die weiteren Stahlprofile 20 an dem Druckring 16 befestigt.
Gleichmäßig ist hier so zu verstehen, daß jeweils in einer
Schar links und rechts des mittleren Stahlprofils 20 ein
weiteres Stahlprofil gesetzt wird, so daß eine einseitige
Belastung des Druckrings möglichst vermieden werden kann.
Dies erfolgt vorteilhaft abwechselnd bei jeder Schar, so daß
quasi beide Scharen der die obere Fläche bildenden Stahlpro
file 20 gleichmäßig "wachsen".
Es ist vorteilhaft, die Längsspannelemente der oberen und der
unteren Fläche in wenigstens zwei Stufen auf das gewünschte
Niveau der Vorspannung zu bringen. Zunächst genügt eine
geringe Vorspannung, die die entstehende Form ausreichend
stabilisiert. Wenn alle Längsspannelemente und Druckstäbe
montiert sind, wird die endgültige strukturelle Vorspannung
aufgebracht.
Eine Möglichkeit zur Montage der Längsspannelemente der
oberen Fläche der Tragwerkskonstruktion besteht darin, daß
sie, bereits zu voller Länge angeliefert, aufgebaut oder
zusammengesetzt, zuerst mit einem Ende an dem Druckring 16
über eine Lagerung verbunden werden. Sie werden auf den
Längsspannelementen der unteren Fläche 18 aufliegend einge
legt. Von der Verbindung mit dem Druckring 16 ausgehend
werden sie mittels des ersten Druckstabes 22 angehoben, dann
wird der nächste Druckstab 22 angesetzt und so weiter, bis
das betreffende Stahlprofil über seine ganze Länge mit der
vorgesehenen Zahl von Druckstäben gegenüber dem genau darun
ter verlaufenden Seile 17 der unteren Fläche verbunden ist.
Abschließend wird es an seinem freien Ende mit dem Druckring
16 verbunden. Alternativ werden die Stahlprofile mit einem
Kran in der richtigen Form, beispielsweise durch abgestimmte
Hubseile, von oben aufgesetzt.
Die Fig. 4 zeigt das fertiggestellte Geflecht der Tragwerks
konstruktion 23. Zu erkennen ist, daß die Stahlprofile 20 der
oberen Fläche 21 exakt über den Seilen 17 in der unteren
Fläche 18 verlaufen. An den Kreuzpunkten der Längsspannele
mente der beiden Flächen sind Druckstäbe 22 angebracht, die
die beiden Flächen gegeneinander abstützen bzw. verspannen.
Nach dem fertigen Aufbau der Tragwerkskonstruktion 23 wird
bevorzugt noch auf der ersten Höhe h der Vorgang des Verspan
nens vorgenommen. Vorteilhaft werden die Seile 17 der unteren
Fläche 18 bereits beim Einhängen vor dem Aufbau der oberen
Fläche auf ihre endgültige vorgesehene Länge gebracht. Ebenso
können die Längsspannelemente bzw. Stahlprofile 20 der oberen
Fläche 21 mit ihrer endgültigen vorgesehenen Länge eingesetzt
werden. Feinjustierungen können jeweils mittels der nicht
dargestellten Spannschlösser vorgenommen werden.
Das endgültige Verspannen der unteren Fläche 18 und der
oberen Fläche 21 gegeneinander kann vorteilhaft mittels der
Druckstäbe 22 erfolgen, die längenveränderlich sind. Durch
deren Verlängerung können die Flächen bzw. die deren Gitter
flächen bildenden Längsspannelemente gegeneinander verspannt
werden. Als Maß für die Spannung können einerseits in den
Druckstäben 22 bestimmte Druckkräfte, die gemessen werden
können, eingestellt werden. Ebenso ist es möglich, sie exakt
bis auf eine vorberechnete Länge zu bringen, die eine ge
wünschte Spannung in den Flächen zur Folge hat. Alternativ
ist es möglich, starre Druckstäbe 22 zu verwenden und die
Verspannung über die Längsspannelemente zumindest einer der
Flächen durch Verkürzung dieser Längsspannelemente vorzuneh
men. Hier kommt als Meßmethode die in den Längsspannelementen
bzw. an deren Aufhängungen auftretende Spannkraft in Frage.
Eine Längenmessung zur Spannkraftbestimmung scheidet aufgrund
der Krümmung der Flächen sowie der großen Spannweiten (bis zu
knapp 100 m) im allgemeinen aus, kann aber zur groben Justie
rung zu Beginn des Spannvorgangs verwendet werden.
Nachdem die Tragwerkskonstruktion 23 fest verspannt ist, wird
sie gemäß Fig. 5 auf ihre endgültige Höhe H angehoben. Da die
Tragwerkskonstruktion 23 nach dem Verspannen ihre maximale
Eigenstabilität aufweist, ist es trotz des durch die Längs
spannelemente und Druckstäbe vergrößerten Gewichts ohne wei
teres möglich, sie an nur vier Stützpunkten mittels der Zug
seile 14 und der Hebezeuge an den vier Tragsäulen 12 anzu he
ben. Nach Anheben auf die endgültige Höhe H wird der Druck
ring 16 mit den Tragsäulen 12 dauerhaft verbunden, die Um
lenkrollen 13 sowie die Hebezeuge können abmontiert werden.
Danach kann mit dem Fertigstellen der Tragwerkskonstruktion
zu einer Montagehalle o. dgl. weiterverfahren werden.
Das Bedecken der oberen Fläche 21 wird in dem vorstehend
beschriebenen Verfahren erst nach dem endgültigen Anheben auf
die Höhe H vorgenommen, um die Hebezeuge durch das zusätz
liche Gewicht der Abdeckung nicht unnötig zu belasten. Im
Sinne einer verbesserten Arbeitssicherheit kann dies jedoch
auch bereits auf der ersten Höhe H stattfinden. Dies ist
jedoch vor allem von der Dimensionierung des fertigen Ele
ments, der Abdeckung sowie der Hebezeuge abhängig.
Als weitere Alternative zu dem vorstehend beschriebenen
Verfahrensablauf können zumindest die Seile 17 der unteren
Fläche an den noch auf dem Untergrund 11 ruhenden Druckring
16 anmontiert werden. Aufgrund der guten inhärenten Flexibi
lität von Seilen kann ihre in der Ebene des Druckrings 16
überschüssige Länge durch leicht gewellten Verlauf o. dgl.
aufgefangen werden.
Die Fig. 6 zeigt ungefähr einen Schnitt durch die Mitte der
fertigen Tragwerkskonstruktion 23. Deutlich ist zu erkennen,
wie die Seile 17 der unteren Fläche 18 und die Stahlprofile
20 der oberen Fläche 21 gegeneinander gewölbt sind, in der
Fig. 6 mit gleicher Höhe über der Ebene des Druckrings 16. In
einer weiteren Ausführungsmöglichkeit ist es möglich, die
Wölbung nach unten nur halb so groß auszugestalten wie die
nach oben. Dies hat den Vorteil, daß die lichte Höhe unter
der Tragwerkskonstruktion 23, wie etwa bei einem Hallendach,
bei gleicher Höhe H des Druckrings 16 vergrößert wird. Es ist
zu erkennen, daß die Stahlprofile 20 aus einzelnen Teilen zu
sammengesetzt sein können, die insbesondere die Maschenweite
bzw. den Abstand der Druckstäbe 22 voneinander aufweisen.
An den vier Punkten, an denen Längsspannelemente beider
Scharen einer Fläche an dem Druckring 16 angreifen, erfolgt
dies möglichst konzentriert bzw. in einem Punkt. So können
Verspannungen des Druckrings vermieden werden.
Die Fig. 7 zeigt eine Möglichkeit, wie ein Druckstab 22 mit
den Stahlprofilen 20 der oberen Fläche 21, verbunden werden
kann. In das untere Stahlprofil 20 ist eine kreisförmig
abgerundete Lagerschale 25 eingesetzt, die vier nicht darge
stellte Löcher trägt, in die die Schrauben 26 bzw. in deren
Gewinde eingreifen. Auf der Lagerschale 25 sitzt eine ent
sprechend ausgerundete Abstützung 28, die anstelle der vier
Löcher vier Langlöcher 29 aufweist. Durch diese Langlöcher 29
greifen die Schrauben 26. Somit ist die Abstützung 28 in
Längsrichtung der Langlöcher 29 an der Lagerschale 25 ver
stellbar. An der Abstützung 28 ist ein Ansatz 30 angebracht,
an den wiederum der Druckstab 22 mittels einer Gabel 31
beweglich angeschraubt ist. Auf diese Weise wird ein Lager
mit zwei Freiheitsgraden erzielt. Durch die Ausbildung der
Lagerschale 25 mit Abstützung 28 weist die Druckkraft immer
auf den gleichen Punkt, der möglichst mit dem Systemlinien
schnittpunkt der Längsspannelemente zusammenfallen sollte.
Diese zweifache Gelenkigkeit ist vorteilhaft, um während des
Verspannens der beiden Flächen 21 und 18 mittels der Druck
stäbe 22 Relativbewegungen zueinander zu ermöglichen. Gelenke
mit zwei Freiheitsgraden sollte auch zur Anbindung der Druck
stäbe 22 an die Seile 17 der unteren Fläche vorgesehen sein.
Durch die aus dem Druckstab 22 austretende Stange 24 soll
eine Längenveränderlichkeit dargestellt werden. Diese kann
hydraulisch mit einer separaten Vorrichtung oder nach Art
eines Spannschlosses zwischen Stange 24 und Druckstab 22
ausgebildet sein.
Die Fig. 8 zeigt, wie ein auf endgültige Höhe H angehobenes
Element, mit Abdeckungen 33 zu einem geschlossenen Dach
versehen, zu einer kompletten Halle 34 ausgebaut werden kann.
Vier Ansatzkonstruktionen 35 sind, Ecken bildend, an die
kreisrunde Tragwerkskonstruktion 23 angesetzt und bilden
insgesamt ein Quadrat. Die Ansatzkonstruktionen 35 können
konventionelle Dachabschnitte ausgebildet sein. Sie stützen
sich an der Außenseite an weiteren Tragsäulen 12 und an ihrem
runden Innenverlauf an dem Druckring 16 ab. Die Seitenflächen
zwischen den Tragsäulen 12 sind abgedeckt bzw. verschlossen,
insbesondere auch durch Tore o. dgl. Durch den ansteigenden
Verlauf der Ansatzkonstruktionen 35 zu ihrer Ecke hin erfolgt
eine Sammlung von Regenwasser im Bereich des Druckrings 16,
von wo aus es zentral, beispielsweise entlang der den Druck
ring tragenden Tragsäulen 12, abgeleitet werden kann. Alter
nativ können die Endbereiche auch flach ausgebildet sein. Die
untere Fläche 18 der Tragwerkskonstruktion kann einerseits
als reizvoller optischer Effekt freibleiben, um die Leichtig
keit der Konstruktion auch von unten sehen zu können. Es ist
auch möglich, sie nach unten hin abzudecken und den Zwischen
raum zu nutzen, beispielsweise zur Warmlufterzeugung o. dgl.
Aufgrund der sehr großen Stabilität der Tragwerkskonstruktion
können auch Aufhängungen für Anlagen o. dgl. daran vorgesehen
sein, bevorzugt im Bereich der Knotenpunkte der Seile 17 bzw.
der Druckstäbe 22.
Die Fig. 9 zeigt, wie einem ellipsoiden Element als Dach ent
sprechend eine ellipsenförmige Halle 36 erstellt werden kann.
Die Längenverhältnisse sind etwa 1 : 1,5. In diesem Fall sind
die Tragsäulen 12 aus den vorhergehenden Figuren in Ellipsen
form aufzustellen und können als Wandverstärkung dienen,
wobei ohne die Ansatzkonstruktionen weniger Tragsäulen
benötigt werden.
Claims (29)
1. Tragwerkskonstruktion (23), die ein im wesentlichen
flächig ausgedehntes, rundes Element bildet, mit einem
im wesentlichen entlang der Außenumgrenzung der Trag
werkskonstruktion verlaufenden Rahmen (16), an den
flächig verteilt Längsspannelemente (17, 20) angreifen,
die sich winklig überkreuzen, wobei die Längsspannele
mente jeweils in einer gewölbten Fläche über (21) und in
einer gewölbten Fläche unter (18) der von dem Rahmen
aufgespannten Rahmenfläche verlaufen, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Flächen durch Druckelemente (22)
gegeneinander verspannt sind.
2. Tragwerkskonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Druckelemente (22) als Materialbrücken
ausgebildet sind, insbesondere mit in Druckrichtung
durchgehenden Materialbrücken.
3. Tragwerkskonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druckelemente (22) im wesent
lichen entlang von konzentrierten Druckkraftlinien
zwischen der oberen Fläche (21) und der unteren Fläche
(18) verlaufen, wobei sie vorzugsweise säulen- bzw.
stabartig ausgebildet sind.
4. Tragwerkskonstruktion nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Druckelemente (22) mit jeweils einem
Ende an wenigstens einem Längsspannelement (17, 20)
angelegt sind, insbesondere mit zumindest einem Ende an
einem Kreuzungspunkt zweier Längsspannelemente einer
Fläche (18, 21).
5. Tragwerkskonstruktion nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Druckelemente (22) gelenkig an einem
Längsspannelement (17, 20) gelagert sind, vorzugsweise
mit einer Gelenkigkeit mit zwei Freiheitsgraden.
6. Tragwerkskonstruktion nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckelemente (22) im
wesentlichen im rechten Winkel zur Rahmenfläche ver
laufen.
7. Tragwerkskonstruktion nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckelemente (22)
längenveränderlich sind, insbesondere durch eine Ein
stellvorrichtung, vorzugsweise durch ein Spanngewinde.
8. Tragwerkskonstruktion nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsspann
elemente (17, 20) schmal sind im Vergleich zu ihrer
Länge, insbesondere nur einen kleinen Teil jeweils einer
der Flächen (18, 21) bedecken.
9. Tragwerkskonstruktion nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsspann
elemente (17, 20) in wenigstens einer Fläche (18, 21) in
zwei Scharen verlaufen, wobei sie vorzugsweise innerhalb
jeder Schar parallel verlaufen, und sich insbesondere
die Scharen einer Fläche in einem Winkel von ca. 90°
schneiden.
10. Tragwerkskonstruktion nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Scharen in der oberen Fläche (21) und
der unteren Fläche (18) jeweils in im wesentlichen
gleicher Richtung verlaufen, insbesondere jeweils
parallel sind.
11. Tragwerkskonstruktion nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsspann
elemente (17, 20) längenveränderlich sind, insbesondere
durch Spanngewinde, wobei die Längenveränderlichkeit
vorzugsweise an einer Lagerung der Längsspannelemente,
insbesondere am Rahmen (16), vorgesehen ist.
12. Tragwerkskonstruktion nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsspann
elemente (17, 20) gelenkig an dem Rahmen (16) gelagert
sind, insbesondere mit wenigstens zwei Freiheitsgraden
gelenkig, wobei sie vorzugsweise mindestens senkrecht
zur Rahmenfläche gelenkig sind.
13. Tragwerkskonstruktion nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (16)
oval ist und die Form entsprechend der Stützlinie ausge
bildet ist, die sich im wesentlichen aus der Belastung
durch die Längsspannelemente (17, 20) ergibt, wobei
diese Belastung vorzugsweise im wesentlichen vollständig
in Druckkräfte innerhalb des Rahmens abgeleitet wird.
14. Tragwerkskonstruktion nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen ein
Druckring (16) ist, der vorzugsweise eine rohrförmige
Umhüllung aufweist, insbesondere aus Stahlrohr besteht,
wobei er vorzugsweise mit Beton gefüllt ist.
15. Tragwerkskonstruktion nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen linsen
ähnlichen Körper bildet und die gewölbten Flächen (18,
21) im wesentlichen von einer umlaufenden Linie ausgehen
bzw. sich in gedachter Verlängerung in einer solchen
schneiden, wobei die umlaufende Linie vorzugsweise
innerhalb des Rahmens (16) liegt.
16. Tragwerkskonstruktion nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (16)
von mindestens drei Stützen (12) in einer bestimmten
Höhe (h, H) über dem Untergrund (11) getragen wird,
wobei die Stützen vorzugsweise äquidistant zueinander am
Rahmen angeordnet sind.
17. Tragwerkskonstruktion, die ein im wesentlichen flächig
ausgedehntes, rundes Element bildet, mit einem im
wesentlichen entlang der Außenumgrenzung der Tragwerks
konstruktion (23) verlaufenden Rahmen (16), an den
flächig verteilt Längsspannelemente (17, 20) angreifen,
die sich winklig überkreuzen, wobei die Längsspann
elemente jeweils in einer gewölbten Fläche über (21) und
in einer gewölbten Fläche unter (18) der von dem Rahmen
aufgespannten Rahmenfläche verlaufen, dadurch gekenn
zeichnet, daß das flächige runde Element mit wenigstens
zwei seitlichen Ansatzkonstruktionen (35) versehen ist,
die aus einem runden Außenverlauf des Elements eine Ecke
mit einem Winkel machen.
18. Tragwerkskonstruktion nach Anspruch 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ecke in etwa rechtwinklig ist mit
einer inneren, der Außenrundung des Elements angepaßten
Form.
19. Tragwerkskonstruktion nach Anspruch 17 oder 18, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schenkel der Ecke in etwa
Tangenten an das runde Element bilden.
20. Tragwerkskonstruktion nach einem der Ansprüche 17 bis
19, dadurch gekennzeichnet, daß das Element mittels vier
Ansatzkonstruktionen (35) eine im wesentlichen recht
eckige, geschlossene Gesamtfläche bildet.
21. Tragwerkskonstruktion nach einem der Ansprüche 17 bis
20, dadurch gekennzeichnet, daß das das Element mit den
Ansatzkonstruktionen (35) das Dach einer Halle (34)
bildet, wobei es insbesondere freitragend ist.
22. Verfahren zur Montage einer Tragwerkskonstruktion (23),
insbesondere einer Tragwerkskonstruktion nach Anspruch
1, mit einem flächigen runden Element, das aus einem
Rahmen (16) und zwei dazwischen aufgespannten Flächen
(18, 21) besteht, das folgendermaßen abläuft:
- - Aufbau des Rahmens auf dem Untergrund (11) zu einem geschlossenen Ring (16)
- - Befestigen des Rahmens (16) an wenigstens drei verteilt angeordneten Hebeeinrichtungen (12)
- - Anheben des Rahmens (16) bis auf eine geringe erste Höhe (h)
- - Anmontieren von Längsspannelementen (17), die innerhalb wenigstens einer der Flächen (18) ver laufen, wobei diese erste Fläche im fertigen Zustand gewölbt ist
- - Anmontieren von Längsspannelementen (20), die in einer zweiten Fläche (21) verlaufen
- - Verspannen von Längsspannelementen (17, 20) der beiden Flächen (18, 21) gegeneinander mittels Druckelementen (22)
- - Anheben der Tragwerkskonstruktion (23) auf die endgültige Höhe (H).
23. Verfahren zur Montage einer Tragwerkskonstruktion (23),
insbesondere einer Tragwerkskonstruktion nach Anspruch
1, mit einem flächigen runden Element, das aus einem
Rahmen (16) und zwei dazwischen aufgespanntenn Flächen
(18, 21) besteht, das folgendermaßen abläuft:
- - Aufbau des Rahmens auf dem Untergrund zu einem geschlossenen Ring (16)
- - Befestigen des Rahmens (16) an wenigstens drei verteilt angeordneten Hebeeinrichtungen (12) und Anmontieren von Längsspannelementen (17), die innerhalb wenigstens einer Fläche (18) verlaufen, wobei diese erste Fläche zunächst eben und im fertigen Zustand gewölbt ist
- - Anheben des Rahmens (16) bis auf eine geringe erste Höhe (h), wobei der Durchhang der unteren Längs spannelemente zumindest teilweise die Wölbung der ersten Fläche bildet
- - Anmontieren von Längsspannelementen (20), die in einer zweiten Fläche (21) verlaufen
- - Verspannen von Längsspannelementen (17, 20) der beiden Flächen (18, 21) gegeneinander mittels Druckelementen (22)
- - Anheben der Tragwerkskonstruktion (23) auf die endgültige Höhe (H).
24. Verfahren nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeich
net, daß die Längsspannelemente (17, 20) zumindest in
einer Fläche sich überkreuzend montiert werden, insbe
sondere in beiden Flächen (18, 21).
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, daß zuerst die Längsspannelemente (17)
einer Fläche montiert werden, die im fertigen Zustand
die untere Fläche (18) ist und nach unten gewölbt ist.
26. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 25, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rahmen (16) beim ersten Anheben
auf eine erste Höhe (h) gebracht wird, die mindestens
der Wölbungshöhe der unteren Fläche (18) entspricht.
27. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 26, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der ersten Höhe (h) alle Längs
spannelemente (17, 20) von wenigstens einer der Flächen
(18, 21) anmontiert werden, insbesondere von beiden
Flächen.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 27, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der ersten Höhe (h) die Flächen
(18, 21) gegeneinander verspannt werden, insbesondere
mittels Druckelementen (22) zwischen wenigstens zwei
Längsspannelementen (17, 20) jeweils einer der beiden
Flächen.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 22 bis 28, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der ersten Höhe (h) die Längs
spannelemente (20) der oberen Fläche (21) abgedeckt
werden, um ein im wesentlichen geschlossenes Dach zu
bilden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999127885 DE19927885A1 (de) | 1999-06-18 | 1999-06-18 | Tragwerkskonstruktion |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999127885 DE19927885A1 (de) | 1999-06-18 | 1999-06-18 | Tragwerkskonstruktion |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19927885A1 true DE19927885A1 (de) | 2000-12-21 |
Family
ID=7911703
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999127885 Withdrawn DE19927885A1 (de) | 1999-06-18 | 1999-06-18 | Tragwerkskonstruktion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19927885A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| PL126525U1 (pl) * | 2017-08-11 | 2019-02-25 | Michał Gołębiewski | Hala namiotowa o konstrukcji prętowo-cięgnowej na planie wielokąta zwłaszcza foremnego |
| CN110206154A (zh) * | 2019-05-28 | 2019-09-06 | 潍坊新力蒙水产技术有限公司 | 大尺度延绳式无支撑场馆建造的方法 |
| CN115977313A (zh) * | 2023-02-22 | 2023-04-18 | 北京建工集团山西建设有限公司 | 大跨度钢桁架结构及吊装方法 |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1135152B (de) * | 1958-04-02 | 1962-08-23 | Fritz Grebner | UEberspanntes Haengewerk zur UEberdeckung grosser Raeume |
| DE1534743B1 (de) * | 1965-03-09 | 1971-04-29 | Ceskoslovenska Akademie Ved | UEberspanntes Haengewerk zur UEberdachung eines beliebigen Grundrisses |
| DE4447340A1 (de) * | 1994-01-03 | 1995-07-06 | Stefan Prof Dipl Ing D Polonyi | Hängedach |
| DE29613270U1 (de) * | 1995-08-03 | 1996-09-19 | Pagitz, Elisabeth, Mag., Friesach | Abspannknoten |
-
1999
- 1999-06-18 DE DE1999127885 patent/DE19927885A1/de not_active Withdrawn
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| BÜTTNER,Oskar, HAMPE,Erhard: Bauwerk Tragwerk Tragstruktur, Ernst & Sohn Verlag für Architektur und technische Wissenschaften Berlin, 1985, S.268-284 * |
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| CN115977313A (zh) * | 2023-02-22 | 2023-04-18 | 北京建工集团山西建设有限公司 | 大跨度钢桁架结构及吊装方法 |
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