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DE20303681U1 - Beidseitig wirkender Antrieb - Google Patents

Beidseitig wirkender Antrieb Download PDF

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DE20303681U1
DE20303681U1 DE20303681U DE20303681U DE20303681U1 DE 20303681 U1 DE20303681 U1 DE 20303681U1 DE 20303681 U DE20303681 U DE 20303681U DE 20303681 U DE20303681 U DE 20303681U DE 20303681 U1 DE20303681 U1 DE 20303681U1
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drive wheel
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DE20303681U
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Brose Fahrzeugteile SE and Co KG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D41/00Freewheels or freewheel clutches
    • F16D41/12Freewheels or freewheel clutches with hinged pawl co-operating with teeth, cogs, or the like
    • F16D41/16Freewheels or freewheel clutches with hinged pawl co-operating with teeth, cogs, or the like the action being reversible
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Beidseitig wirkender Antrieb zur Drehung eines mit einer Verstellvorrichtung verbundenen Antriebsrades mit einem um die Antriebsachse des Antriebsrades ausgehend von einer Mittelstellung in die eine oder andere Richtung schwenkbaren Antriebshebel, der mit zwei Mitnehmern verbunden ist, die in Abhängigkeit von der Schwenkrichtung des Antriebshebels als aktive Mitnehmer mit einem Formschlussbereich in einen Gegenformschlussbereich des Antriebsrades eingreifen oder als passive Mitnehmer mitgeführt werden, dadurch gekennzeichnet,
dass mit dem Gegenformschlussbereich (10) des Antriebsrades (1) kämmende Getriebeelemente (5, 5') Drehmomente mit einer von der Schwenkrichtung des Antriebshebels (2) abhängigen und den Eingriff der Formschlussbereiche (30, 30') der Mitnehmer (3, 3') in den Gegenformschlussbereich (10) des Antriebsrades (1) steuernden Drehrichtung auf die Mitnehmer (3, 3') übertragen.

Description

  • Aus der DE 195 40 631 A1 ist eine selbstsperrende Schrittschaltmechanik für eine Verstellvorrichtung eines Fahrzeugsitzes bekannt, die eine Freilaufbremse und ein Gestell aufweist, an dem ein Handhebel um eine Lagerwelle eines mit Zahnflanken versehenen Stellrades gelagert ist. Am Handhebel ist eine Mitnehmereinrichtung schwenkbar angelenkt, die zwei mit den Zähnen des Stellrades zusammenwirkende Mitnehmerbereiche enthält, von denen in einer Transportrichtung jeweils nur einer aktiv ist. Die Mitnehmerbereiche befinden sich in einer Mittelstellung des Handhebels außer Eingriff mit den Zahnflanken des Stellrades. Beim Verschwenken des Handhebels aus seiner Mittelstellung kommt einer der Mitnehmerbereiche in Eingriff mit den Zahnflanken des Stellrades und transportiert dieses, während der andere Mitnehmerbereich außer Eingriff mit dem Stellrad bleibt.
  • Eine Steuereinrichtung, die aus einer zwischen dem Gestell und der Mitnehmereinrichtung wirkenden, reibenden Bremse besteht, bringt den jeweils in Drehrichtung vorn liegenden Mitnehmerbereich beim Verschwenken des Handhebels aus seiner Mittelstellung in Eingriff mit den Zahnflanken des Stellrades und gibt am Ende des Transporthubes des Handhebels diesen Mitnehmerbereich vom Stellrad frei, bevor er frei von den Zähnen des Stellrades zurückbewegt wird.
  • Bei dem bekannten, in beide Drehrichtungen wirkenden Antrieb befinden sich die Mitnehmerbereiche der Mitnehmereinrichtung in der Mittelstellung des Handhebels außer Eingriff mit der Verzahnung des Stellrades und werden erst beim Verschwenken des Handhebels durch die als reibende Bremse wirkende Steuereinrichtung in Eingriff mit der Verzahnung des Stellrades gebracht. Aufgrund der nicht in die Verzahnung des Stellrades eingerasteten Mitnehmerbereiche in der Mittelstellung des Handhebels liegt somit ein Umschaltspiel vor bis die Mitnehmerbereiche der Mitnehmereinrichtung in die Verzahnung des Stellrades einschwenken und die Schwenkbewegung des Handhebels auf das Stellrad übertragen. Damit die Schwenkbewegung des Handhebels auf das Stellrad übertragen wird, ist somit die reibende Bremse zwingend erforderlich, so dass bei einem Ausfall der Bremseinrichtung, die das anfängliche Zurückbleiben der Mitnehmereinrichtung gegenüber dem Handhebel bei einer Bewegung des Handhebels bewirkt, die bekannte Schrittschaltmechanik funktionsunfähig ist.
  • Da weiterhin der Eingriff der Mitnehmerbereiche in die Verzahnung des Stellrades nur durch die reibende Bremse bewirkt wird, besteht bei Fahrzeugbewegungen die Gefahr eines Klapperns der selbstsperrenden Schrittschaltmechanik, da keinerlei Vorspannung vorgesehen ist, die die Verzahnungen miteinander in Eingriff bringt.
  • Aus der DE 198 59 533 A1 ist ein beidseitig wirkender Antrieb zur Erzeugung einer Drehbewegung eines Antriebszahnrades mit einer Innenverzahnung bekannt, das ausgehend von einer Nullpunktlage eines um eine Antriebsachse schwenkbaren Antriebshebels in die eine oder andere Drehrichtung nur dann gedreht wird, wenn sich der Antriebshebel von der Nullpunktlage weg bewegt, während bei einer Bewegung des Antriebshebels in Richtung der Nullpunktlage das Antriebszahnrad nicht mitgenommen wird. Der Antriebshebel ist mit einem einteiligen Kippelement verbunden, das in Abhängigkeit von der jeweiligen Antriebsrichtung zwischen zwei Endpositionen hin und her kippt, wobei in jeder Endposition ein Eingriff des Kippelementes in die Verzahnung des Antriebszahnrades erfolgt.
  • Das Kippelement ist an zwei radial voneinander beabstandeten Lagerpunkten gelagert, wobei der eine Lagerpunkt mit dem Antriebshebel und der andere Lagerpunkt mit einer um die Antriebsachse schwenkbaren Halteplatte gekoppelt ist. Weiterhin ist ein federnd mit der Halteplatte verbundenes und radial eine Kraft auf die Verzahnung des Antriebszahnrades ausübendes Reibelement vorgesehen, das bei einer Schwenkbewegung des Antriebshebels aus der Nullpunktlage heraus einer Drehung der Halteplatte aus deren Nullstellung entgegenwirkt. Eine Kulissenführung, in die jeweils eine Führungsnocke des Kippelements eingreift, stellt bei einem Rückschwenken des Antriebshebels in die Nullpunktlage sicher, dass das Kippelement mit der Verzahnung des Antriebszahnrades während der Rückstellbewegung nicht in Eingriff gelangt oder an der Verzahnung entlangratscht.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen beidseitig wirkenden Antrieb zur Drehung eines mit einer Verstellvorrichtung verbundenen Antriebsrades der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem der Eingriff des Formschlussbereichs des in Schwenkrichtung des Antriebshebels aktiven Mitnehmers in den Gegenformschlussbereich des Antriebsrades gesichert ist, eine Schwenkbewegung des Antriebshebels aus der Mittelstellung sofort auf das Antriebsrad übertragen wird und ein geräuschfreies Verschwenken des Antriebshebels gewährleistet.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
  • Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist ein Eingriff des in Schwenkrichtung des Antriebshebels aktiven Mitnehmers in den Gegenformschlussbereich des Antriebsrades durch die Wirkung der Getriebeelemente sichergestellt, so dass unabhängig von der Schwenkrichtung des Antriebshebels eine sofortige Umsetzung der Schwenkbewegung des Antriebshebels in eine Drehung des Antriebsrades gewährleistet ist. Nach dem Verlassen der Mittelstellung wird der Formschlussbereich des aktiven Mitnehmers durch das ihm zugeordnete Getriebeelement in Eingriff mit dem Gegenformschlussbereich des Antriebsrades gehalten, während der Formschlussbereich des passiven Mitnehmers durch das ihm zugeordnete Getriebeelement aus dem Gegenformschlussbereich des Antriebsrades herausgeschwenkt und bis zum Ende der Schwenkbewegung des Antriebshebels außer Eingriff mit dem Gegenformschlussbereich des Antriebsrades gehalten wird, so dass bei der Schwenkbewegung des Antriebshebels keine Geräusche durch den passiven Mitnehmer verursacht werden, die durch ein Gleiten der Formschlussbereiche des passiven Mitnehmers über die Gegenformschlussbereiche des Antriebsrades verursacht werden.
  • Bei der Rückführung des Antriebshebels in die Mittelstellung wird der Formschlussbereich des bei der vorangegangenen Schwenkbewegung des Antriebshebels aktiven Mitnehmers durch die Wirkung des Getriebeelements aus dem Gegenformschlussbereich des Antriebsrades gehoben, so dass keine ungewollte Rückführung der Verstellbewegung erfolgt.
  • Zur Umsetzung der Schwenkbewegung des Antriebshebels in eine Drehbewegung des Antriebsrades schwenkt das eine Getriebeelement den Formschlussbereich des in der Verstellrichtung des Antriebshebels aktiven Mitnehmers in den Gegenformschlussbereich des Antriebsrades hinein und hält den formschlüssigen Eingriff des Formschlussbereichs bei der Schwenkbewegung des Antriebshebels aufrecht, während das andere Getriebeelement den Formschlussbereich des in der Verstellrichtung des Antriebshebels passiven Mitnehmers aus dem Gegenformschlussbereich des Antriebsrades herausschwenkt und bis zum Ende der Verstellbewegung des Antriebshebels außer Eingriff mit dem Gegenformschlussbereich des Antriebsrades hält.
  • Durch die Anlenkung der Getriebeelemente an einer um die Antriebsachse schwenkbaren Basisplatte wird eine feste Zuordnung zwischen den Getriebeelementen und den am Antriebshebel angelenkten Mitnehmern hergestellt, so dass das durch die Drehung der Getriebeelemente hervorgerufene Drehmoment wirksam auf die Mitnehmer übertragen werden kann.
  • Zur Drehung der Getriebeelemente in einer von der Schwenkrichtung des Antriebshebels abhängigen Drehrichtung und zur geeigneten Übertragung des von den Getriebeelementen ausgehenden Drehmoments auf die Mitnehmer greifen die Getriebeelemente mit Formschlusselementen in den Gegenformschlussbereich des Antriebsrades ein und sind über eine Reibfläche mit den Mitnehmern verbunden.
  • Zur Übertragung der Drehmomente von den Getriebeelementen auf die Mitnehmer sind die Getriebeelemente als elastische Kunststoff-Zahnräder ausgebildet und weisen entweder hohlzylindrische Ausnehmungen auf, an deren Innenfläche Reibräder der Mitnehmer teilweise anliegen, oder an deren Stirnflächen eine Seitenfläche der Mitnehmer anliegt.
  • Um das Schwenken des Antriebshebels in der einen oder anderen Schwenkrichtung in eine gleichartige Drehbewegung des Antriebsrades umzusetzen, sind die Mitnehmer spiegelbildlich zueinander am Antriebshebel angelenkt.
  • Durch eine auf die Mitnehmer einwirkende Kulissensteuerung, die einen Eingriff des in Schwenkrichtung des Antriebshebels aktiven Mitnehmers in den Gegenformschlussbereich des Antriebsrades zulässt und den Formschlussbereich des in der Verstellrichtung des Antriebshebels passiven Mitnehmers vorn Gegenformschlussbereich des Antriebsrades abhebt, wird sichergestellt, dass nur der jeweils aktive Mitnehmer in einen formschlüssigen Eingriff mit dem Gegenformschlussbereich des Antriebsrades tritt, während der Formschlussbereich des passiven Mitnehmers vom Gegenformschlussbereich des Antriebsrades beabstandet gehalten wird. Dadurch wird auch bei der Rückführung des Antriebshebels in die Mittelstellung sichergestellt, dass der Formschlussbereich des passiven Mitnehmers nicht am Gegenformschlussbereich des Antriebsrades entlang gleitet und dabei Geräusche verursacht.
  • Die Kulissensteuerung besteht aus zwei in symmetrischer Anordnung vorgesehenen Kulissenführungen, in die jeweils ein Führungsnocken der Mitnehmer eingreift, wobei die Führungsnocken der Mitnehmer mindestens eine Kante aufweisen, die in der Mittelstellung des Antriebshebels zur Mittenzentrierung an einem Knickbereich der Kulissenführungen anliegen.
  • Nach einem Verschwenken des Antriebshebels in der einen oder anderen Schwenkrichtung und der dadurch bedingten Drehung des Antriebsrades in der einen oder anderen Drehrichtung kann die Rückführung des Antriebshebels in die Mittelstellung durch eine Rückstellfeder, die sich am Antriebshebel und einem Teil des Antriebsgehäuses abstützt, und/oder durch eine manuelle Rückführung erfolgen.
  • Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles soll der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke näher erläutert werden. Es zeigen:
  • 1 – einen schematischen Schnitt durch einen beidseitig wirkenden Antrieb mit an einem Antriebshebel schwenkbar angelenkten Mitnehmern und mit einer Basisplatte verbundenen, auf die Mitnehmer einwirkenden Getriebeelementen und
  • 2 – einen Schnitt durch den Antrieb entlang der Schnittlinie II – II gemäß 1.
  • Der beidseitig wirkende Antrieb enthält ein Antriebsrad 1, das mit einer nicht näher dargestellten Verstellvorrichtung, beispielsweise mit einer Höhen- oder Neigungsverstellung für einen Kraftfahrzeugsitz, verbunden ist. Das Antriebsrad 1 dreht sich um eine Antriebsachse 11 in der einen oder anderen Drehrichtung in Abhängigkeit von der Schwenkrichtung eines Antriebshebels 2, der an der Antriebsachse 11 angelenkt ist und ausgehend von einer Mittelstellung in die eine oder andere Richtung um die Antriebsachse 11 manuell verschwenkt werden kann.
  • Das Antriebsrad 1 ist als Hohlrad ausgebildet, in dem zwei spiegelbildlich zueinander angeordnete Mitnehmer 3, 3' mit als Verzahnung ausgebildeten Formschlussbereichen 30, 30' in einen als Innenverzahnung 10 ausgebildeten Gegenformschlussbereich des Antriebsrades 1 eingreifen und eine Schwenkbewegung des Antriebshebels 2 in der einen oder anderen Schwenkrichtung ausgehend von der in der Zeichnung dargestellten Mittelstellung des Antriebshebels 2 auf das Antriebsrad 1 übertragen.
  • Auf einer um die Antriebsachse 11 drehbaren Basisplatte 4 sind zwei als Kunststoff-Zahnräder ausgebildete Getriebeelemente 5, 5' drehbar angelenkt, die mit an ihrer Peripherie angeordneten und als Verzahnung ausgebildeten Formschlusselementen 50, 50' in die Innenverzahnung 10 des Antriebsrades 1 eingreifen. Die Kunststoff-Zahnräder 5, 5' weisen eine hohlzylindrische Ausnehmung oder Bohrung 51, 51' auf, in der ein mit den Mitnehmern 3, 3' verbundenes Reibrad 32, 32' mit geringerem Außendurchmesser als der Innendurchmesser der Ausnehmung oder Bohrung 51, 51' beträgt gelagert ist und an einem Teil des Umfangs der hohlzylindrischen Ausnehmung 51, 51' der Kunststoff-Zahnräder 5, 5' anliegt.
  • Beim Schwenken des Antriebshebels 2 in der einen oder anderen Schwenkrichtung werden die Kunststoff-Zahnräder 5, 5' über den Eingriff der Reibräder 32, 32' in die hohlzylindrischen Ausnehmungen 51, 51' mitgeführt und infolge der Reibung zwischen der hohlzylindrischen Innenfläche 51, 51' und den Reibrädern 32, 32' werden die Mitnehmer 3, 3' in einander entgegengesetzten Richtungen um ihre Anlenkungen 20, 20' am Antriebshebel 2 verschwenkt. Der Eingriff der Formschlussbereiche 30, 30' der Mitnehmer 3, 3' in den Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 wird zusätzlich von Kulissensteuerungen beeinflusst, die aus orts- oder gehäusefesten Kulissenführungen 9, 9' und in die Kulissenführungen 9, 9' eingreifenden Führungsnocken 31, 31' der Mitnehmer 3, 3' bestehen. Die Kulissenführungen 9, 9' geben in Abhängigkeit von der Stellung des Antriebshebels 2 einen Eingriff der Formschlussbereiche 30, 30' der Mitnehmer 3, 3' in den Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 frei bzw. halten die Formschlussbereiche 30, 30' von dem Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 beabstandet.
  • Die Kulissenführungen 9, 9' weisen jeweils einen Knickbereich auf, der zwischen einem vom Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 entfernten und einem dem Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 benachbarten Abschnitt angeordnet ist.
  • Die Kulissenführungen 9, 9' stellen im Zusammenwirken mit den Führungsnocken 31, 31' der Mitnehmer 3, 3' sicher, dass der der jeweiligen Verstellrichtung des Antriebshebels 2 zugeordnete, aktive Mitnehmer 3, 3' bei einer Verstellbewegung des Antriebshebels 2 in den Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 eingreifen kann, während der Formschlussbereich 30' bzw. 30 des jeweils anderen, passiven Mitnehmers 3, 3' aus dem Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 herausgehoben bzw. herausgehalten wird.
  • Beim Rückführen des Antriebshebels 2 in die Mittelstellung verhindert die Kulissensteuerung, dass der passive Mitnehmer 3, 3' aufgrund des entgegengesetzt wirkenden Drehmoments des dem passiven Mitnehmer 3, 3' zugeordneten Getriebeelements 5, 5' in den Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 eingreift und damit störende Geräusche verursacht.
  • In der Mittelstellung des Antriebshebels 2 befinden sich die Führungsnocken 31, 31' der Mitnehmer 3, 3' im Knickbereich der Kulissenführung 9, 9', so dass die anschließende Schwenkrichtung des Antriebshebels 2 darüber entscheidet, welcher Mitnehmer 3, 3' mit seinem Formschlussbereich 30, 30' durch die Wirkung des Getriebeelements 5, 5' in den Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 gedrückt und welcher Mitnehmer als passiver Mitnehmer 3, 3' mit seinem Formschlussbereich 30, 30' aus dem Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 herausgehoben wird und aufgrund der Kulissensteuerung außer Eingriff mit dem Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 bleibt.
  • Die Enden einer beispielsweise als Druckfeder ausgebildeten Rückstellfeder 6 liegen sowohl an der Basisplatte 4 als auch an orts- bzw. gehäusefesten Anschlägen an, so dass eine durch die Schwenkbewegung des Antriebshebels 2 bedingte Auslenkung der Basisplatte 4 in der einen oder anderen Richtung zu einer Spannung der Rückstellfeder 6 und nach Beendigung der Verstellbewegung zu einer Rückführung der Basisplatte 4 und damit des Antriebshebel 2s in die Mittelstellung führt.
  • Wird der Antriebshebel 2 ausgehend von der in 1 dargestellten Mittelstellung des Antriebshebels 2, in der die Führungsnocken 31, 31' der Mitnehmer 3, 3' am Knickbereich der Kulissenführungen 9, 9' anliegen, in Richtung des in den Antriebshebel 2 eingetragenen Pfeils S verschwenkt, so werden die Kunststoff-Zahnräder 5, 5' in Richtung der Pfeile M1 und M2 um ihre Anlenkungen an der Basisplatte 4 infolge des Eingriffs der Formschlusselemente 50, 50' der Kunststoff-Zahnräder 5, 5' in den Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 gedreht. Durch die reibende Verbindung der Kunststoff-Zahnräder 5, 5' mit den Reibrädern 32, 32' der Mitnehmer 3, 3' wird diese Drehung der Kunststoff-Zahnräder 5, 5' auf die Mitnehmer 3, 3' übertragen, so dass der Formschlussbereich 30 des passiven Mitnehmers 3 vom Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 entfernt und der Formschlussbereich 30' des in dieser Schwenkrichtung des Antriebshebels 2 aktiven Mitnehmers 3' in den Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 hineingedrückt wird. Durch den formschlüssigen Eingriff des Formschlussbereichs 30' des aktiven Mitnehmers 3' in den Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 wird das Antriebsrad 3 in Richtung des Pfeils D um die Antriebsachse 11 gedreht.
  • Während der Schwenkbewegung des Antriebshebels 2 in Richtung des Pfeils S liegt der Führungsnocken 31 des passiven Mitnehmers 3 an dem vom Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 beabstandeten Bereich der Kulissenführung 9 an, so dass der Formschlussbereich 30 des passiven Mitnehmers 3 über den gesamten Schwenkweg des Antriebshebels 2 außer Eingriff mit dem Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 gehalten wird. Dagegen liegt der Führungsnocken 31' des aktiven Mitnehmers 3' an dem dem Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 benachbarten Abschnitt der Kulissenführung 9' an, so dass der Eingriff des Formschlussbereichs 30' des aktiven Mitnehmers 3' in den Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 erhalten bleibt, der zusätzlich noch durch die Kraftübertragung vom aktiven Mitnehmer 3' auf das Antriebsrad 1 unterstützt wird.
  • Nach dem Ende des Verstellhubes bzw. der Schwenkbewegung des Antriebshebels 2 in Richtung des Pfeils S wird der Antriebshebel 2 mittels der Rückstellfeder 6 gegebenen falls unterstützt durch eine manuelle Rückstellbewegung in Richtung der in 1 dargestellten Mittelstellung zurück bewegt.
  • Während der Rückstellbewegung des Antriebshebels 2 bleibt der Formschlussbereich 30 des passiven Mitnehmers 3 aufgrund der Kulissensteuerung weiterhin außer Eingriff mit dem Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 bis mit dem Erreichen der Mittelstellung des Antriebshebels 2 der Führungsnocken 31 des passiven Mitnehmers 3 in den Knickbereich der Kulissenführung 9 gelangt.
  • Da sich bei der Rückstellung des Antriebshebels 2 in die Mittelstellung die Drehrichtungen der Kunststoff-Zahnräder 5, 5' entgegen den in 1 eingetragenen Pfeilen M1 und M2 umkehren, wird nunmehr der Formschlussbereich 30' des zuvor aktiven Mitnehmers 3' aufgrund der Reibwirkung zwischen dem Kunststoff-Zahnrad 5' und dem Reibrad 32' aus dem Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 herausgehoben und bleibt während der gesamten Rückstellbewegung des Antriebshebels 2 außer Eingriff mit dem Gegenformschlussbereich 10.
  • Mit dem Erreichen der in 1 dargestellten Mittelstellung des Antriebshebels 2 gelangt der Führungsnocken 31' in den Knickbereich der Kulissenführung 9', so dass eine erneute Verstellbewegung des Antriebshebels 2 in Richtung des in 1 in den Antriebshebel 2 eingetragenen Pfeils S der vorstehend beschriebene Bewegungsablauf wiederholt wird oder bei einer entgegengesetzten Schwenkrichtung des Antriebshebels 2 der Mitnehmer 3' zum passiven Mitnehmer wird, dessen Formschlussbereich 30' aufgrund der Kulissensteuerung aus dem Gegenformschlussbereich 10 des Antriebsrades 1 herausgehoben wird.
  • Figure 00100001

Claims (11)

  1. Beidseitig wirkender Antrieb zur Drehung eines mit einer Verstellvorrichtung verbundenen Antriebsrades mit einem um die Antriebsachse des Antriebsrades ausgehend von einer Mittelstellung in die eine oder andere Richtung schwenkbaren Antriebshebel, der mit zwei Mitnehmern verbunden ist, die in Abhängigkeit von der Schwenkrichtung des Antriebshebels als aktive Mitnehmer mit einem Formschlussbereich in einen Gegenformschlussbereich des Antriebsrades eingreifen oder als passive Mitnehmer mitgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Gegenformschlussbereich (10) des Antriebsrades (1) kämmende Getriebeelemente (5, 5') Drehmomente mit einer von der Schwenkrichtung des Antriebshebels (2) abhängigen und den Eingriff der Formschlussbereiche (30, 30') der Mitnehmer (3, 3') in den Gegenformschlussbereich (10) des Antriebsrades (1) steuernden Drehrichtung auf die Mitnehmer (3, 3') übertragen.
  2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Getriebeelement (5, 5') den Formschlussbereich (30, 30') des in der Verstellrichtung des Antriebshebels (2) aktiven Mitnehmers (3, 3') in den Gegenformschlussbereich (10) des Antriebsrades (1) hineinschwenkt und den formschlüssigen Eingriff des Formschlussbereichs (30, 30') bei der Schwenkbewegung des Antriebshebels (2) aufrechterhält, während das andere Getriebeelement (5, 5') den Formschlussbereich (30, 30') des in der Verstellrichtung des Antriebshebels (2) passiven Mitnehmers (3, 3') aus dem Gegenformschlussbereich (10) des Antriebsrades (1) herausgeschwenkt und bis zum Ende der Schwenkbewegung des Antriebshebels (2) außer Eingriff mit dem Gegenforrnschlussbereich (10) des Antriebsrades (1) hält.
  3. Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebeelemente (5, 5') auf einer die um die Antriebsachse (11) schwenkbaren Basisplatte (4) angelenkt sind.
  4. Antrieb nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebeelemente (5, 5') mit Formschlusselementen (50, 50') in den Gegenformschlussbereich (10) des Antriebsrades (1) eingreifen und über eine Reibfläche mit den Mitnehmern (3, 3') verbunden sind.
  5. Antrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebeelemente (5, 5') als elastische Kunststoff-Zahnräder mit hohlzylindrischen Ausnehmungen (51, 51') ausgebildet sind, an deren Fläche teilweise Reibräder (32, 32') der Mitnehmer (3, 3') anliegen.
  6. Antrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebeelemente (5, 5') als elastische Kunststoff-Zahnräder mit ausgebildet sind, an deren Stirnfläche eine Seitenfläche der Mitnehmer (3, 3') anliegt.
  7. Antrieb nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer (3, 3') spiegelbildlich zueinander am Antriebshebel (2) angelenkt sind.
  8. Antrieb nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine auf die Mitnehmer (3, 3') einwirkende Kulissensteuerung (9, 9'; 31, 31'), die den Eingriff des Formschlussbereichs (30, 30') des in Schwenkrichtung des Antriebshebels (2) aktiven Mitnehmers (3, 3') in den Gegenformschlussbereich (10) des Antriebsrades (1) frei gibt und den Formschlussbereich (30, 30') des in der Verstellrichtung des Antriebshebels (2) passiven Mitnehmers (3, 3') vom Gegenformschlussbereich (10) des Antriebsrades (1) entfernt hält.
  9. Antrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in symmetrischer Anordnung zwei Kulissenführungen (9, 9') vorgesehen sind, in die jeweils ein Führungsnocken (31, 31') der Klinken (3, 3') eingreift.
  10. Antrieb nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsnocken (31, 31') der Mitnehmer (3, 3') mindestens eine Kante aufweisen, die in der Mittelstellung des Antriebshebels (2) zur Mittenzentrierung an einem Knickbereich der Kulissenführungen (9, 9') anliegen.
  11. Antrieb nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine den Antriebshebel (2) nach einer Schwenkbewegung in die Mittelstellung rückführende Rückstellfeder (6).
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2016155877A1 (de) * 2015-04-02 2016-10-06 Bock 1 Gmbh & Co. Kg Betätigungsvorrichtung für einstellvorgänge bei bürostühlen
CN109228111A (zh) * 2018-08-29 2019-01-18 广州倬粤动力新能源有限公司 压力套生产设备

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