DE20302590U1 - Vorrichtung zur Behandlung von Flüssigkeiten, z.B. Rotweinen - Google Patents
Vorrichtung zur Behandlung von Flüssigkeiten, z.B. RotweinenInfo
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Description
DE 8423 Patentanwalt
Diplom-Physiker
Reinfried Frhr. v. Schorlemer
Karthäuserstr. 5A 34117 Kassel Allemagne
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(0561)780031 Telefax/Telecopier (0561)780032
Stephan Deiß, 36269 Philippsthal
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung von Flüssigkeiten, z. B. Rotweinen, mit einem Magnetfeld.
Tannine und ähnliche Säuren verleihen bekanntlich zahlreichen Getränken einen bitteren, strengen Geschmack. Das gilt herstellungsbedingt insbesondere für holzfaßgereifte, alkoholische Getränke wie Rotweine, Cognacs oder Whiskys. Eine gewollte Anreicherung von Tanninen usw. ergibt sich bei alkoholischen Getränken z. B. dadurch, daß diese mehrere Jahre lang in Gefäßen aus frischen Hölzern gelagert und/oder bei der Lagerung mit einer Beimischung von Holzspänen od. dgl. versehen werden, um ihnen dadurch eine ausgewählte, bevorzugte Geschmacksrichtung zu geben. Dabei wird angenommen, daß Tannine bzw. Tanninmoleküle im Laufe der Zeit eine chemische Veränderung erfahren und dadurch den Getränken nach einer Mehrzahl von Jahren einen weicheren, volleren Geschmack verleihen. Damit wird erklärt, daß z. B. alte Weine häufig kräftiger oder lieblicher als junge Weine desselben Weinbergs und desselben Jahrgangs schmecken.
Zur Beschleunigung der Alterung ist es bekannt, tanninhaltige Getränke, insbesondere Weine, magnetischen oder elektromagnetischen Feldern auszusetzen. Die hierfür verwendeten Geräte werden jedoch nur in Weinkellereien und vergleichbaren Betrieben
angewendet. Nach dem Kauf einer Flasche Wein od. dgl. ist eine Beschleunigung der Alterung dagegen bisher unmöglich.
Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die eingangs bezeichnete Vorrichtung so auszubilden, daß sie einfach und ohne besondere Vorkehrungen verwendbar ist und sich zur schnellen Verbesserung der organoleptischen Eigenschaften von Getränken, insbesondere von alkoholischen Getränken wie Rotweinen, Cognacs od. dgl. eignet.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Die Erfindung schafft ein tragbares Haushaltsgerät, das zur vergleichsweise schnellen und wirksamen Beseitigung derjenigen Wirkungen in Getränken geeignet ist, die durch junge Tannine od. dgl. erzeugt und allgemein als unangenehm empfunden werden.
Vorteilhaft ist dabei vor allem, daß Rotweine und andere Getränke einfach in denjenigen Gefäßen, insbesondere Flaschen, Tassen oder Bechern aus Glas, Porzellan od. dgl., auf die erfindungsgemäßen Geräte gestellt oder von diesen umhüllt oder durchsetzt werden können, in denen sie zum Verkauf angeboten oder in die sie zum Trinken eingefüllt werden. Nach vergleichsweise kurzer Zeit, z. B. nach ca. 15 bis 30 Minuten, sind sie dann derart "gealtert", daß ihre auf junge Tannine od. dgl. zurückgehenden Geschmacksverschlechterungen weitgehend und in einer Weise beseitigt sind, wie dies bisher nur nach einer über Jahre erstreckten Alterung beobachtet wird. Das gilt unabhängig davon, ob sich die Gefäße während ihrer Behandlung im geschlossenen oder geöffneten Zustand befinden.
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung näher erläutert, in deren Fig. 1 bis 3 drei bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung schematisch dargestellt sind.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung ist als ein Haushaltsgerät in Form eines Untersetzers 1 für Gefäße 2 wie Flaschen, Gläser od. dgl. ausgebildet und enthält eine
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-3-
Grundplatte 3 mit einem &zgr;. B. kreisrunden oder sonstwie ausgebildeten Außenquerschnitt. Die Grundplatte 3 kann mit einer von ihrer Oberseite her eingearbeiteten Ausnehmung für den Behälter 2 versehen sein. In einem mittleren Abschnitt der Grundplatte 3 ist wenigstens ein scheiben- oder ringförmig ausgebildeter, gestrichelt angedeuteter Permanentmagnet 4 angeordnet. Die Oberseite des Permanentmagneten 4 oder der Boden der Ausnehmung ist als Abstellfläche für das mit Rotwein oder einem anderen Getränk gefüllte Gefäß 2 ausgebildet.
Alternativ kann auf dem Permanentmagneten 4 eine dünne Abdeckplatte angeordnet, sein, die verhindert, daß der Permanentmagnet 4 bei Benutzung der Vorrichtung zerkratzt oder sonstwie beschädigt wird.
Der Permanentmagnet 4 hat z. B. einen Außendurchmesser von ca. 85 mm, so daß auch größere Gefäße 2 auf dem Untersetzer 1 abgestellt werden können und sich der Permanentmagnet 4 dabei über ihren ganzen Bodenbereich erstreckt.
Die Stärke des Magnetfelds des verwendeten Permanentmagneten 4 muß zur Erzielung der gewünschten Wirkung ausreichend groß bemessen sein. Erfindungsgemäß ist daher vorgesehen, die gesamte Magnetfeldstärke größer als ca. 1000 Gauß zu wählen. Nach oben hin sind keine festen Grenzen der Magnetfeldstärke erforderlich, doch haben sich maximale Feldstärken von ca. 10000 Gauß als ausreichend erwiesen. Die Ausrichtung des Magnetfeldes bzw. die Lage der Magnetpole der Permanentmagnete ist dabei so zu wählen, daß eine gut wahrnehmbare Geschmacksverbesserung erzielt wird.
Bei dem aus Fig. 1 ersichtlichen Ausführungsbeispiel ist der Permanentmagnet 4 als flache, z. B. aus einem Magneteisen, einem Ferrit od. dgl. hergestellte Scheibe ausgebildet, deren obere bzw. untere Breitseite die Magnetpolflächen (Nord- bzw. Südpol) bilden. Dadurch liegt eine der beiden Magnetpolflächen unmittelbar unterhalb des Bodens des aufgestellten Gefäßes 2.
Alternativ ist es möglich, die Vorrichtung gemäß Fig. 2 als ein zum häuslichen
-A-
Gebrauch bestimmtes Gerät in Form einer Umhüllung 5 und zur Aufnahme des Gefäßes 2 einzurichten, wobei die Umhüllung 5 in einem das Gefäß 2 umgebenden Wandabschnitt einen oder mehrere, gestrichelt angedeutete und dem Gefäß 2 zugewandte Permanentmagnete 6 aufweist, Dadurch befindet sich das Gefäß 2 nach seiner Anordnung in der Umhüllung 5 zumindest mit seinem unteren Teil in dem von dem oder den Magneten 6 erzeugten Magnetfeld.
In einem unteren Bereich kann die Umhüllung 5 mit einem Boden versehen sein, der wie der Untersetzer 1 nach Fig. 1 ausgebildet und mit einem Permanentmagneten versehen ist. In diesem Fall können die Permanentmagnete 6 auch fehlen. Im übrigen ist die Umhüllung 5 vorzugsweise hohlzylindrisch ausgebildet.
Fig. 3 zeigt schließlich ein als Einsatz 7 ausgebildetes Haushaltsgerät gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Einsatz 7 ist vorzugsweise als Stabmagnet oder als Hohlstab ausgebildet, in dem einer oder mehrere Permanentmagnete angeordnet sind. An seinem oberen Ende kann der Einsatz 7 einen Querstift 8 od. dgl. aufweisen. Der Einsatz 7 dient dem Zweck, vor dem Genuß des im Gefäß 2 befindlichen Getränks über einen Zeitraum von 15 bis 30 Minuten in das Getränk eingetaucht bzw. in das Gefäß 2 eingehängt zu werden, wobei sein Querstab 8 auf dem hier als Flaschenhals ausgebildeten, oberen Ende des Gefäßes 2 zu liegen kommen kann. Der Einsatz 7 ist zweckmäßig mit einer lebensmittelechten Beschichtung versehen.
Die beschriebene Vorrichtung hat die Wirkung, daß sie den im Gefäß 2 befindlichen Getränken, insbesondere Rotweinen, bereits nach einer kurzen Behandlungszeit von oder 30 Minuten je nach Geschmacksrichtung einen dauerhaft verbesserten, insbesondere weicheren, lieblicheren oder fruchtigeren Geschmack gibt, d. h. die zuvor vorhandenen Nachteile von Tanninen od. dgl. nicht mehr vorhanden sind. Das gilt unabhängig davon, ob das Gerät 1 bzw. 5 außerhalb des Gefäßes 2 angeordnet oder entsprechend Fig. 3 in das Gefäß 2 eingetaucht ist und dabei mit dem Getränk in
Berührung kommt.
-5-
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, die auf vielfache Weisen abgewandelt werden können. Dies gilt insbesondere für die gewählte Ausgestaltung und Form des Untersetzers 3, der Umhüllung 5 und des Einsatzes 7. Insbesondere können die Permanentmagnete selbst als Untersetzer, Umhüllungen oder Einsätze ausgebildet und ggf. mit geeigneten Beschichtungen versehen sein. Außerdem versteht sich, daß die verschiedenen Merkmale auch in anderen als den dargestellten und beschriebenen Kombinationen angewendet werden können.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Behandlung von Getränken, z. B. Rotweinen, mit einem Magnetfeld, dadurch gekennzeichnet, daß sie als ein zum häuslichen Gebrauch bestimmtes Gerät (1, 5, 7) ausgebildet ist, das in seiner Gebrauchslage unter einem oder in einem zur Aufnahme des Getränks bestimmten Gefäß (2) angeordnet ist oder dieses ganz oder teilweise umhüllt und zur Entwicklung eines Magnetfeldes mit einer Feldstärke von wenigstens 1000 Gauß wenigstens einen Permanentmagneten (4, 6) derart aufweist, daß das Gefäß (2) bei in der Gebrauchslage befindlichem Gerät (1, 5, 7) zumindest teilweise vom Magnetfeld durchsetzt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Untersetzer (1), Umhüllung (5) oder Einsatz (7) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Permanentmagnet (4) mit einer eine Abstellfläche für das Gefäß (2) bildenden Abdeckplatte abgedeckt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Permanentmagnet (4, 6) scheiben- oder ringförmig ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstellfläche versenkt in der Oberfläche des Untersetzers (1) oder am Boden der Umhüllung (5) ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE20302590U1 true DE20302590U1 (de) | 2003-05-28 |
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ID=7980125
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| DE20302590U Expired - Lifetime DE20302590U1 (de) | 2003-02-13 | 2003-02-13 | Vorrichtung zur Behandlung von Flüssigkeiten, z.B. Rotweinen |
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| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004049687A1 (de) * | 2004-10-12 | 2006-06-29 | Michael Schuster | Vorrichtung zur Behandlung trinkbarer Flüssigkeiten und Verfahren zur Behandlung trinkbarer Flüssigkeiten |
| DE102005003688A1 (de) * | 2005-01-26 | 2006-08-03 | Michael Schuster | Vorrichtung zur Behandlung trinkbarer Flüssigkeiten Verfahren zur Behandlung trinkbarer Flüssigkeiten und Heilmittel, insbesondere zur Behandlung von Krebs |
-
2003
- 2003-02-13 DE DE20302590U patent/DE20302590U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
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| DE102004049687A1 (de) * | 2004-10-12 | 2006-06-29 | Michael Schuster | Vorrichtung zur Behandlung trinkbarer Flüssigkeiten und Verfahren zur Behandlung trinkbarer Flüssigkeiten |
| DE102004049687B4 (de) * | 2004-10-12 | 2006-12-07 | Michael Schuster | Vorrichtung zur Behandlung trinkbarer Flüssigkeiten und Verfahren zur Behandlung trinkbarer Flüssigkeiten |
| DE102005003688A1 (de) * | 2005-01-26 | 2006-08-03 | Michael Schuster | Vorrichtung zur Behandlung trinkbarer Flüssigkeiten Verfahren zur Behandlung trinkbarer Flüssigkeiten und Heilmittel, insbesondere zur Behandlung von Krebs |
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