DE2028988A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines gleichnfässigen Garns aus wenigstens zwei laufenden Faserbändern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines gleichnfässigen Garns aus wenigstens zwei laufenden FaserbändernInfo
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Description
Dipl.-Ing. KURT LENGNER
DipL-lng. JÜRGEN CRASEMANN 10. JIiN; 1970
2 HAMBURG 50
Neue Große Bergstr. 11
Neue Große Bergstr. 11
Commonwealth Scientific and Industrial
Research Organization, Albert Street, East Melbourne, Victoria (Australien)
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines gleichmäßigen Garns aus wenigstens zwei laufenden Faserbändern.
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Teactilgarnen
und insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, auf die Herstellung von Garnen aus Stapelfasern wie beispielsweise Wollfasern,
wobei die Fasern zu einem Vorgarn gerichtet und die Vorgarne anschließend vergleichmäßigt und zu einem Garn gedreht werden. Die
insbesondere zum Weben verwendeten Garne bestehen in vielen Fällen aus "Zweifachgarn", d.h. sie bestehen aus zwei getrennten
Einzelgarnen, die zu dem Zweifachgarn gefacht sind. Die Absicht
bei der Verwendung von Zweifachgarn anstelle von Einzelgarn ist, die Verarbeitung der Garne in den anschließenden Verfahrensschritten
wie z.B. beim Weben zu verbessern und die Eigenschaften der aus diesen erhaltenen Gewebestoffe zu verbessern.
Die Umstellung der Textilvorgarne auf Zweifachgarne stellt
bei den herkömmlichen Verfahren einen ziemlich langwierigen und kostspieligen Teil der Textilherstellung dar. Zunächst
werden Einzelgarne bis zu ihrer gewünschten Zählung
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- Masse pro Längeneinheit - und mit eiaer gewünschten Drehungsstär^
ke versponnen. Einselgarsae eignen sieb nicht so gut zum lieben wie
Zweifachgarne, da sie einen geringen'Widerstand gegenüber Abrieb
im Webstuhl aufweisen^ und obwohl diese Eigenschaften veriaittels
eines Schlichtungsverfahrens verbessert wer-den können9 f©feien den
aus einzelnen Garnep gewebt©» Stoffen bestimmte wünschenswerte
Eigenschaften wie sboB» Handhabbarkeit und Faltenwurf „ Ia vielen
Fällen werden daher zwei derartige Einze!garne in einer soleten
Weise verswirnts daß ein Zweifachgarn geeigneter Festigkeit und
mit Abriebwiderstand ©Aalten wird, lacfe fies bekannten .Verfahren
sind dasu zwei getrennt© Spinnvorgänge erforderlich? "nimlicto ©in©r
für jedes Eini5elgara9 wku eis Verdoppluragsseisritt sum
chen der beiden
In den nachstehe
serbändern und die FaeMcoapomenten eines gefachten ßaras ©ingegan
gen. Selbetv@rsfcänöli©h
der Drehung ¥©a
gig„ Datier ist di© B©s
Beschreibung unä ter bezogen, ä©r
gistelliiKg ©ines Beobachters
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prtehee auf ©iaen feststöteBäen
"wöu dem Smra befindet»
Ea ist bekannt a ©la - linfaefegarn (single© ja,rn) aus awei
Vorgarnen oder Forgegpisagt©!» herzustellen, die seitlich nebe
der durch dieselbe Verzugsvorrichtung angeführt werden*
Qarnes die manchmal auch als - '"DoppeIvorigarai-Gara111
yarns) b@g©ichnet WeMeE8 unterscheiäes sieb jedoeh völlig voa .
Zwölfaeligsfaen (auch als sweifscher Zwira böseiclanet), indem-näm
0.0 9852/2106
lieh die einzelnen Faserbänder theoretisch keine Drehung aufweisen,
abgesehen von der Drehung, die sich durch das Zusammenfachen der
beiden Faserbänder ergibt. Mit anderen Worten» die Drehung ist im wesentlichen nur auf das Z us amine nf ache η zurückzuführen. Die Faserbänder
sind daher nicht gedreht und nicht voneinander getrennt, so daß sie dazu neigen, miteinander zu verschmelzen. Derartige
Faserbänder besitzen daher nicht die erforderlichen Eigenschaften des Abriebwiderstandes, der Handhabbarkeit des Stoffes und der
Formgebung, die bei Zweifachgarnen (twofold yarns) erhalten werden.
Ein weiteres Beispiel eines aus zwei Vorgarnen bestehenden Garns ist aus der britischen Patentschrift Nr. 1 o62 591J ersichtlich,
nach welcher die beiden Vorgarne getrennt einer Konvergenzstellung
zugeführt werden.
Wie in der britischen Patentschrift 1 o62 59*1 ausgeführt ist,
weist jedes der beiden Faserbänder eine Drehung zwischen dem
Konvergenzpunkt der Faserbänder und dem Punkt auf, an dem das Faserband zuletzt von der Verzugsvorrichtung ergriffen wird, wobei
diese Drehung bei einem theoretisch einwandfrei arbeitenden System
jedoch nicht in das erhaltene Garn eingeführt wird. Diese Drehung ist in den Faserbändern vor der Konvergenz in einem Gleichgewichtsbetrag vorhanden, welcher von der Geometrie des Systems und den
Parametern des Spinnvorgangs abhängt. Sie wird nicht in den Aufbau
des aus zwei Vorgarnen bestehenden Gafns übertragen, da sie
im Gleichgewicht mit einer Geschwindigkeit, die gleich groß und entgegengesetzt ist derjenigen, mit welcher die einzelnen Faserbänder
versponnen werden, entlang jedem der beiden Faserbänder
- 4 009852/2106
zu den Einheiten der Verzugsvorrichtung verläuft.
Dieser Vorgang wird in der Praxis noch dadurch verändert, daß ein Teil der Drehung infolge von willkürlich auftretenden Unregelmäßigkeiten
in den Faserbändern mit willkürlich auftretenden Schwankungen auf die Faserbänder übertragen wird. Diese Drehung
ist jedoch nicht sehr stark ausgeprägt, d.h. die "Drehungsstärke" ist gering.
Es ist weiterhin bekannt, zwei oder mehrere laufende Faserbänder miteinander zu verzwirnen und ein Faserband durch taktweise oder
zyklische Veränderung der von einem Faserband zwischen der Klemmstelle
und dem Konvergenzpunkt zurückgelegten Strecke dazu zu
bringen, daß es sich um das andere Faserband wickelt, so daß ein sogenannter Effektzwirn erhalten wird. Beispiele für derartige
Garne oder Zwirne sind in den U.S.-Patentschriften 3 ol9 593,
3 113 413 und 3 *»12 5^3 dargestellt.
In der U.S.-Patentschrift 3 ol9 593 von R.T. Reid wird ein Verfahren
beschrieben, bei dem drei Faserbänder verzwirnt werden und die Weglänge eines Faserbandes so verändert wird, daß bei
der größten Weglänge eine "Garnspeicherung" auftritt, und das gespeicherte Garn bei Verkürzung der Weglänge freigegeben wird.
Auf diese Weise werden Garne erhalten, die Zonen aufweisen, in denen das dritte Garn wechselweise mehr oder weniger stark um
die anderen beiden Garne herumgewickelt ist.
In der U.S.-Patentschrift Nr. 3 113 413 von H. Jacobs und A. Morehead
wird ein ähnliches Verfahren beschriebene nach dem zwei Garne
- 5 009852/21OS
■■ E% mm
verzwirnt werden, deren Weglängen gegenphasig verändert werden,
so daß zunächst das eine Garn und dann das andere Garn gespeichert
und eine Fachung erhalten wird, bei welcher zunächst das eine Garn um das andere und dann das andere Garn um das erste
Garn herumgewickelt ist. Die U.S.-Patentschrift Nr. 3 ^12 5**3 von
L. Horvath beschreibt die Anwendung dieser Technik auf die Erzeugung
von Plusen in falsch gedrehten, aus mehreren Strängen bestehenden Einfachgarnen, die durch das "spindellose" Verfahren
hergestellt sind, bei dem die Fachkomponenten zunächst gedreht und dann voneinander getrennt werden.
Die vermittels der Verfahren nach den vorgenannten U.S.-Patentschrift
en hergestellten Garne sind Effektzwirne, und obwohl diese zwar eine gewisse Einfachdrehung aufweisen können, lassen sich
diese Verfahren nur zur Herstellung ungleichmäßiger Webgarne für modische Galanteriestoffe verwenden. Die nach der vorliegenden
Beschreibung hergestellten Garne sind zum Weben normaler Gewebestoffe
bestimmt und in dem Sinne gleichmäßig, daß die einzelnen Faserbänder an jeder Stelle über die ganze Garnlänge im wesentlichen
gleichförmig und ohne Bevorzugung des einen oder anderen umeinander gewickelt sind. Die Anmelderin hat nunmehr gefunden,
daß es möglich ist, zwei oder mehrere Faserbänder in einer solchen
Weise zu verzwirnen, daß jedes Faserband gleichförmig eine Einfachdrehung
erhält und gleichmäßige Garne erhalten werden (wobei
das Wort "gleichmäßig" in dem vorstehend beschriebenen Sinne gebraucht
wird).
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde j, in eines einzigen
Drehvorgang ein aus wenigstens zwei susammengefachten Faserbändern
bestehendes gleichmäßiges Garn herzustallen, das eine Drehung in
jedem der einseinen Faserbänder aufweist» und in dem die Faserbänder
gleichförmig umeinander gewickelt sind..
Entsprechend dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren wird
ein gleichmäßiges Garn aus wenigstens zwei laufenden Faserbändern
w in einem einsigen Spinnvorgang erhalten» .Das Verfahren bestellt
darin, daß die Faserbänder getrennt jeweils von einem Zufuhrpunkt
zu einem Konvergenspünkt zugeführt und an dem Koäiirergenapunkt
verzwirnt werden, wobei gleichseitig der Abstand zwisetea
dem Konvergenzpunkt und den Zuführpunkten der Faserbänder in einem
Takt verändet wird. Dadurch wird eine zusätzliche Einfachdrehimg
taktweise veränderlicher Stärke in den Faserbändern eiragefangen
und in den Aufbau des Garns eingeführt» Ein bevorzugtes Drehea
eines Faserbandes um class andere wird erfindungsgemäß dadurch verhindert,
daß gewährleistet wird8 daß die Zuführgesehwindigkeiten
jedes Faserbandes zu dem Konvergenzpunkt im wesentlichen gleich
groß sind. Zweckmäßigerweise werden die Zuführpunkte der Faserbänder
symmetrisch zu einer durch den Konvergenspunkt verlaufenden.
Ebene angeordnet, und der .Konvergenspunkt wird taktweise innerhalb
dieser Ebene bewegt, so daß der Winkel zwischen jedem Faserband und der durch den Konvergenzpunkt verlaufenden.Ebene taktweise
verändert wird.
Vermittels des vorstehend beschriebenen Verfahrens wird ein neuartiger
Qarnaufbau erhalten, in welchem die Stärke der Fachungs-
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drehung in Längsrichtung des Garns in einem bestimmten Takt schwankt und bei dem jedes Faserband eine Drehung taktweise
schwankender Stärke aufweist. Die Drehung in jedem Faserband und in dem gedrehten Garnaufbau verläuft in gleicher Richtung, wobei
die Zonen starker und niedriger Drehung in den Faserbändern in
gleicher Phase, jedoch gegenläufig zu den entsprechenden Zonen in dem Garnaufbau ausgebildet sind.
Eine zur Herstellung des vorstehend beschriebenen Garns geeignete Vorrichtung weist im wesentlichen eine Vorrichtung zur Zufuhr
jedes Faserbandes von einem Zuführpunkt zu einem Konvergenzpunkt, eine zum Konvergieren der Faserbänder dienende Konvergenzvorrichtung,
eine zum Einführen einer Drehung in die konvergierten Faserbänder dienende Drehvorrichtung und eine Vorrichtung zur taktweisen
Veränderung der Weglänge zwischen dem Konvergenzpunkt und den Zuführpunkten der Faserbänder auf, wobei die letztgenannte Vorrichtung
so ausgelegt ist, daß die Zuführgeschwindigkeiten der Faserbänder zu dem Konvergenzpunkt im wesentlichen gleich groß gehalten
werden. -
Vorzugsweise sind wenigstens zwei Garnzuführρunkte symmetrisch
zu einer zwischen diesen verlaufenden Ebene angeordnet, in dieser Ebene befindet sich eine Konvergenzführung, und es sind Vorrichtungen
vorgesehen, die dazu dienen, die Konvergenzführung innerhalb
dieser Ebene in einer solchen Weise zu bewegen, daß der Winkel, der durch die Verbindungslinien der Zuführpunkte mit dem
Konvergenzpunkt gebildet wird, taktweise verändert werden kann.
Diese Forderungen sind vermittels verhältnismäßig einfacher
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- 8 Änderungen an herkömmlichen Spinnmaschinen erfüllbar.
Das erfindungsgemäße Garn kann beispielsweise aus Stapelfaser-Vorgarnen
vermittels herkömmlicher Spinnmaschinen hergestellt werden, indem eine Konvergenzführung zum Konvergieren der Faserbänder
zweier getrennt verzogener Vorgarne an einer zwisäien der
Verzugsvorrichtung und der Spinnspindel liegenden Stelle und eine Vorrichtung zur Bewegung der Konvergenzführung vorgesehen werden,
durch welche der Abstand zwischen der Konvergenzführung und der
Verzugsvorrichtung verändert werden kann.
Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert,
in denen ein schematisches Ausführungsbeispiel einer herkömmlichen Spinnvorrichtung dargestellt ist, die sich zur Ausführung
der Erfindung eignet.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung und zeigt eine von
zwei getrennten Verzugsvorrichtungen beschickte Spinnspindel zur Darstellung des Prinzips der Erfindung.
Fig. 2 ist ein Aufriß von vorn einer technischen Ausführung der in Fig. 1 schematisch dargestellten Vorrichtung.
Fig. 3 ist ein Querschnitt entlang der Linie 3-3 der Fig. Fig. 4 ist eine Ansicht entlang der Linie ^-1I der Fig. %.
Fig. 5 ist eine schaubildliche Darstellung des in den Figuren 2 und 3 dargestellten Saugrohrs.
Fig. 6 ist ein stirnseitiger Aufriß einer weiteren Vorrichtung, in welcher beide Vorgarne von getrennten Zuführpunkten
in ein und derselben Verzugsvorrichtung zugeführt
werden und in der eine abgeänderte Vorrichtung zur Veränderung der Lage des Konvergenzpunktes vorgese-
0098527210 6 - 9 -
hen ist.
Pig. 7 ist eine schematische Darstellung eines nach der Erfindung
hergestellten Garns.
Fig. 8 ist eine graphische Darstellung der Drehungsverteilung
in den Faserbändern und der Fachung eines nach erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Garns.
Fig. 9 ist eine graphische Darstellung der Drehungsverteilung in den Faserbändern und der Fachung eines aus zwei
Vorgarnen hergestellten Garns, das vermittels eines dem Verfahren der britischen Patentschrift Nr.
1 o62 594 ähnlichen Verfahrens hergestellt worden ist.
In den Zeichnungen sind mit dem Bezugszeichen 1 die vorderen Verzugswalzen
eines Paares nebeneinander angeordneter, herkömmlicher Verzugsvorrichtungen des Schürzentyps (apron) oder dgl. bezeichnet.
Das Bezugszeichen 2 bezeichnet eine Ballonsteuerführung, die aus einer einfachen "Pfannenöse" bestehen kann, und Bezugszeichen /3 bezeichnet die Spindel einer herkömmlichen Ringspinnmaschine
mit einem Ring 4 und einem Ausholring 5, durch welche
das Garn gedreht und als fertiges Garn auf einem Bündel 6 aufgewickelt
wird.
Die Faserbänder 7,8 werden von den Verzugswalzen 1 einer mittig
angeordneten Konvergenzführung Io zugeführt, in welcher sie zu
einem Garn 9 konvergiert werden, das durch die kombinierte Wirkung
des Ausholrings 5 und der Spindel 3 gedreht wird.
Die vorstehend beschriebene Anordnung entspricht im wesentlichen
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- Io -
den bekannten Anordnungen für die Herstellung aus zwei Vorgarnen bestehender Garne, wie sie beispielsweise in der britischen
Patentschrift Nr. 1 o62 594 dargestellt ist. Wenn die Konvergenzführung
Io in der in der Zeichnung mit Y bezeichneten Lage festgehalten wird, besteht das Garn 9 aus zwei verzwirnten Faserbändern,
die beide für sich keine eigene Drehung außer der Fachungsdrehung aufweisen. Während des Spinnverfahrens wird in den Faserbändern
7 und 8 auf der Aufstromseite der Konvergenzführung eine Drehung entwickelt, die jedoch bei Erreichen des Gleichgewichtszustandes
an dem Konvergenzpunkt verschwindet s so daß in dem
Garn nur die Fachungsdrehung vorhanden ist.
Erfindungsgemäß wird jedoch die Konvergenzführung nicht feststehend
in der Lage Y belassen, sondern sehr rasch in die Lage X bewegt. Dadurch wird der Punkt, an dem das Zusammenfachen der Garne
stattfindet, gleicherweise von Y zu X bewegt, so daß die Faserbänder über die Strecke YX zusammengefacht werden und gleichzeitig
die Drehung, die über diese Strecke in den voneinander getrennten Faserbändern bestand, in den Faserbändern eingefangen
wird, so daß sie in die Faehung in dem Zustand eingehen, in welchem
sie selbst gedreht sind. Die Konvergenzführung wird dann zu der Stelle Y zurückbewegt; und eine Drehung bildet sich in
dem Faserband aus, bis wiederum der gleiche Gleichgewichtszustand erreicht ist. Während dieser Zeit wird eine Faserbanddrehung
niedriger Stärke in den Teilen des Faserbandes eingefangen, welche in den Fachkomponentenaufbau eintreten. Die Konvergenzführung
wird wiederum zu X zurück bewegt, um noch mehr Drehung einzufangen,
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- Ii -
und dieser Vorgang wird fortlaufend wiederholt. Auf diese Weise wird erfindungsgemäß ein Garn erhalten, das aus zwei Faserbändern
besteht, die zusammengefacht sind und in denen getrennt von der Fachungsdrehung eine Drehung in jedem der beiden einzelnen Faserbänder vorhanden ist. Aufgrund der Beschaffenheit der Vorrichtung,
vermittels welcher diese zusätzliche Drehung in den Faserbändern eingefangen wird, schwankt die Stärke der Drehung taktweise oder
zyklisch entlang der Länge des Faserbandes. In entsprechender Weise
schwankt die Stärke der Fachungsdrehung über die Länge des Faserbandes,
und die Fachungsdrehungsstärke in den Faserbändern hat
einen niedrigsten Wert an den Stellen, an denen die Drehungsstärke
in der Fächung den höchsten Wert hat, so daß sich in dem Garn als ganzem ein im wesentlichen konstanter Drehwert oder eine im wesentlichen
konstante Drehung ergibt.
Die Art und Weise, in welcher sich die Drehungsstärke über die Garnlänge verändert, kann durch Veränderung der Bewegung der
Konvergenzführung Io eingestellt werden. Die Bewegung dieser Führung kann beispielsweise vermittels eines Nockens gesteuert '
werden, der unter Berücksichtigung der Zuführgeschwindigkeit der Faserbänder 7 und 8 so ausgelegt ist, daß er die Konvergenzführung
in einer Weise hin und her bewegt, bei welcher eine Veränderung der Drehung erhalten wird, bei der die Halbwellen der Drehung
gleiche Längen aufweisen. Wenn die Bewegung der Konvergenzführung
in geeigneter Weise verändert wird, läßt sich auch die Schwankung der Drehungsstärke in den Faserbändern 7 und 8 in dem Garn 9 gleicherweise
verändern.
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Die Verzugsvorrichtungen sind symmetrisch zu einer die Linie XY
enthaltenden Ebene angeordnet, und die von jedem Faserband mit dieser Linie eingeschlossenen Winkel sind in jedem Falle gleich
groß. Da die Abgabegeschwindigkeiten der beiden Verzugsvorrichtungen
gleich groß sind, sind auch die Zuführgeschwindigkeiten der beiden Faserbänder zu dem Konvergenzpunkt gleich groß, so
. daß auch in jedem Zeitpunkt die Spannungen in den beiden Faserbändern
gleich groß sind. Wenn außerdem die Gewichte der beiden Faserbänder im wesentlichen gleich groß sind9 wickeln sich die
Faserbänder gleichförmig umeinander und bilden ein gleichmäßiges Garn aus, d.h. es besteht nicht die Gefahr dafür, daß ein Garn
eine größere Schraubenlinie als das andere ausbildet und somit ein Schlingenzwirn erhalten wird, in dem das andere Garn den
Kern darstellt, wie es bei den vorerwähnten Effektzwirnen der Fall ist.
Fig. 7 zeigt schematisch ein nach der Erfindung hergestelltes Garn, wobei aus der Darstellung zu ersehen ist, daß dieses Garn
aus einem Faserbandpaar 7, 8 besteht, die zu dem Garn 9 zusammengefacht
sind. Weiterhin ist aus der Darstellung ersichtlich, daß taktweise wiederkehrende Zonen A verhältnismäßig hoher Drehungsstärke/durch
Zonen B verhältnismäßig niedriger Drehungsstärke voneinander getrennt sind. Außerdem ist zu ersehen, daß die
Drehungsstärke in den einzelnen Faserbändern,in den Zonen A
niedrig ist, in denen die Drehungsstärke der Fachung einen hohen
Wert aufweist. Dagegen hat die Drehungsstärke der Faserbänder
in den Zonen B einen hohen Wert, in denen die Drehungsstärke der
- 13 009852/2106
- 13 Pachung einen niedrigen Wert aufweist.
Die Drehungsverteilung in einem Garn, das nach dem Verfahren der
Erfindung hergestellt wurde, ist in Pig. 8 dargestellt. Die graphische Darstellung dieser Figur zeigt die Schwankungen der
Drehung in der Fachung und in den Faserbändern eines Garns mit einer Garnfeinheit von 70 tex (7o pond/looo m) und einem Kammgarn-Drehfaktor
von 3,3 zu dessen Herstellung die Konvergenzführung entsprechend der Erfindung mit einem Hubweg von 9 cm bewegt wurde,
wobei die Taktlänge 2o cm betrug (der Kammgarn-Drehfaktor wird dadurch erhalten, daß die Drehung, gemessen in Drehungen pro
Zoll durch die Quadratwurzel der Kammgarnzählung dividiert wird),
Wie die obere Kurve C in Fig. 8 zeigt, schwankt die Fachungsdrehung
des Garns um einen Mittelwert von etwa 5 Drehungen pro cm, und weist eine angenähert sinusförmige Form mit einer Amplitude
von angenähert 2 1/2 Drehungen pro cm auf. Die untere Kurve D zeigt die Drehungsverteilung in einem Faserband. Zur Bestimmung
dieser Drehungsverteilung wurde die Fachung durch Zurückdrehen der Fachung um angenähert 5 Drehungen pro cm abgewickelt.
Es zeigt sich, daß die Drehungsverteilung in dem Faserband
(nach dem Zurückdrehen) zwischen angenähert plus 0,7 und minus 0,7 schwankt, und daß die Drehungsverteilungskurve im wesentlichen
die gleiche Form wie die Kurve C aufweist, jedoch gegenphasig
zu dieser ist. Die Drehungsverteilung in dem anderen
Faserband ist nicht dargestellt, entspricht jedoch der Kurve d.
Fig. 9 zeigt die Drehungsverteilung in der Fachung und in dem
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Faserband eines Garns gleicher Zählung und des gleiches; Kammgarn*=
Drehfaktors wie dem Garn der Fig« 8S wobei jedoch in öi©sem Fall©
die Konvergensführung der Vorrichtung in der unterstes Stellungbelassen wurde und eich der Konifergenspunkt frei selbst ein™
stellen konnte» Das Herstellungsverfahren für das Garn entsprach
daher im wesentlichen dem. in der britischen Patentschrift 1 o62 59^ beschriebenen Verfahren» In der graphischen Darstellung
stellt die obere Kurve E die Drehungsverteilung in der Fachung
dar, welche willkürlich um einen Mittelwert von angenähert 5 Dre='
hungen pro cm sehwankt und. einen Maximalwert von 5»75 Drehungen
pro cm und einen Minimalwert von 4S5 Drehungen pro cm.aufweist.
Die untere Kurve zeigt die Drehungsverteilung in dem Faserband nach Zurückdrehen um etwa 5 Drehungen pro Cm5 und es zeigt sichs
daß diese eine willkürliche Verteilung hat und zwischen etwa plus und minus 0,3 Drehungen pro cm schwankt» Außerdem ist ersichtlich j daß die Drehung über größere Garnlängen im wesentlichen
gleich null beträgt» " - -
Eine technische Ausführung einer Vorrichtung zur Herstellung des oben beschriebenen Garns ist in den Figuren 2-5 dargestellt.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem herkömmliehen Spinnstuhl mit Verzugsvorriehtungen 11, 12, die jeweils so angeordnet
sind, daß sie dem Ausholring 5 einer Spinnspin.de! 13
Faserband
ein Afeaagsym zuführen können. Der Spinnstuhl ist jedoch dahingehend abgeändert, daß sich zwischen jeweils zwei Ver&ugsvorrich-* tungen und in der Mitte zwischen diesen nur eine einzige Spindel befindet. Außerdem ist ein Saugrohr Ik auf einer Schwenkwelle 15
ein Afeaagsym zuführen können. Der Spinnstuhl ist jedoch dahingehend abgeändert, daß sich zwischen jeweils zwei Ver&ugsvorrich-* tungen und in der Mitte zwischen diesen nur eine einzige Spindel befindet. Außerdem ist ein Saugrohr Ik auf einer Schwenkwelle 15
- 15 009852/2106
gelagert, die vermittels eines Kurbeltriebes 16 angetrieben wird, der seinerseits vermittels eines Nockens 17 hin und her
bewegt wird. Der Nocken wird über eine Kette 18 von einem Kettenrad 19 an dem Ende der Welle 21 der vorderen Verzugswalze angetrieben.
Dadurch wird das Saugrohr zwischen den in Fig. 3 in ausgezogenen Linien und in gestrichelten Linien dargestellten
Stellungen hin und her bewegt. Die Enden der Saugrohre 14 sind
vermittels biegsamer Schlauchleitungen 22 mit einem (nicht dargestellten)
Ansaug-Sammelrohr verbunden.
Wie aus Fig, 5 ersichtlich, sind die äußeren Enden der Saugrohre
mit Schlitzen 23 versehen, durch welche die Rohre eine gabelförmige
Ausbildung erhalten, die der Gabelung in der in Fig. 1 schematisch dargestellten Konvergenzführung Io entspricht. Nach
der Konvergenz durchlaufen die von den Verzugsvonichtungen zugeführten
gefachten Faserbänder 7 und 8 diesen Schlitz, wobei der Konvergenzpunkt der Faserbänder bei der Hin- und Herbewegung
des Rohrs in der vorstehend beschriebenen Weise vorwärts und
rückwärts verlagert wird.
Außerdem sind Abdeckbleche 24, 25 vorgesehen, welche die Sätze von VerzugsVorrichtungen voneinander trennen, so daß das Fadenanlegen
bei Auftreten eines Faserbandrisses vereinfacht wird. Im Hinblick auf den letztgenannten Gesichtspunkt ist die Vorrichtung
im wesentlichen selbsteinfädelnd ausgebildet, da die Platte 25 bei Auftreten eines Bandrisses verhindert, daß das
abgerissene Ende nach unten fällt, und dieses Ende daher in das
Saugrohr gesaugt wird, in welchem es schnell von dem in diesem
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zurückgebliebenen und umlaufenden Faserband ergriffen wird, so daß das Fadenanlegen auf diese Weise selbsttätig erfolgt.
Vermittels des vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiels wird das erfindungsgemäße Garn lediglich dadurch erzeugt, daß
die Konvergenzführung entlang der Linie XY vorwärts und rückwärts
bewegt wird. Das gleiche Ergebnis läßt sich jedoch auch auf viele andere Weisen erzielen. Beispielsweise kann ein Paar
F von Führungen in einer zur Linie XY senkrechten Richtung in der Ebene der Faserbänder hin und her bewegt werden, so daß die beiden
Führungen sich sehr schnell von entgegengesetzten Seiten dem in Fig. 1 dargestellten Punkt X nähern, kurzzeitig auf beiden
Seiten des gebildeten Garns in einem kleinen gegenseitigen Abstand zur Ruhe kommen, und dann schnell zurückgezogen werden.
Eine derartige Vorrichtung ist in Fig. 6 dargestellt.
In der in Fig. 6 dargestellten Vorrichtung werden von jeder Verzugsvorrichtung
zwei Faserbänder 7,. 8 gleichzeitig zugeführt und * gelangen in der bereits beschriebenen Weise durch eine Pfannenöse
2 zu der Spindel. In diesem Fall erfolgt jedoch die Konvergenzsteuerung durch Finger 26, 26', die an hin und her gehenden Stangen
27, 28 befestigt sind, welche über ein Zahnrad 29 und ein
Ritzel 3o angetrieben werden. Auch hier ist ein Saugrohr 31 vorgesehen, das jedoch seine Lage nicht verändert und lediglich
dazu dient, freie Fasern zu entfernen und das Fadenanlegen in der bereits beschriebenen Weise zu ermöglichen.
Es sind auch noch weitere Abänderungen denkbar, so können bei-
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spielsweise die Weglängen der Faserbänder ohne Veränderung des
durch die Faserbänder am Konvergenzpunkt eingeschlossenen Winkels verändert werden.
Die vorstehende Beschreibung ist insbesondere auf die Herstellung
eines Garns gerichtet, das anstelle der herkömmlichen Zweifachgarne
oder Zwirne verwendet werden kann. Das neuartige Garn und das Verfahren zu dessen Herstellung lassen sich jedoch auch für
andere Zwecke verwenden, für die zur Zeit Einfachgarn verwendet
oft
wird. Beispielsweise Baumwoll-Webgarne sind --ee- Einfachgarne,
die vor dem Weben geschlichtet werden. Das nach der Erfindung hergestellte Garn könnte anstelle der Einfachgarne
verwendet werden, wobei sich diese Garne im nachfolgenden leichter verarbeiten lassen und in einigen Fällen das Schlichten in
Fortfall kommen kann.
- Patentansprüche - 18
0098 52/2106
Claims (1)
- - 18 -Patentansprü ehep Verfahren zur Herstellung eines gleichmäßigen Garns aus wenigstens zwei laufenden Faserbändern, bei dem die Faserbänder getrennt jeweils von einem Zuführpunkt einem Konvergenzpunkt zugeführt und' an dem Konvergenspunkt verswirnt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführgeschwindigkeiten beider Faserbänder (7» 8) zu dem Konvergenzpunkt im wesentlichen gleich groß gehalten werden und gleichzeitig die Weglänge zwischen dem Konvergenzpunkt und den Zuführpunkten der Faserbänder taktweise verändert wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführpunkte der Faserbänder symmetrisch zu einer durch den Konvergenzpunkt verlaufenden Ebene angeordnet sind und die Weglängen beider Faserbänder gleichzeitig um gleiche Beträge verändert werden.3. Verfahren nach Anspruch 2S dadurch gekennzeichnet, daß der Konvergenzpunkt taktweise innerhalb der Ebene bewegt wird, so daß der Winkel zwischen jedem Faserband und der durch den Konvergenzpunkt verlaufenden Ebene taktweise verändert wird«M. Vorrichtung zur Herstellung eines Garns aus wenigstens zwei Faserbänderns. nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1-3s mit einer Vorrichtung aur Zufuhr jedes .Faserbandes von. einem Zuführpunkt, zu einem Konvergenzpunkt s einer gum Konvergieren der Faserbänder dien©nd©n KonVergenzvorrichtung und ©iR@r zum- 19 - '009852/2106.-Einführen einer Drehung in die konvergierten Faserbänder dienenden Drehvorrichtung, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (Io, 1*1, 26) zur taktweisen Veränderung der Weglänge zwischen dem Konvergenzpunkt und den Zuführpunkten der Faserbänder, die so ausgelegt ist, daß die Zuführgeschwindigkeiten der Faserbänder zu dem Konvergenzpunkt im wesentlichen gleich groß gehalten werden.5. Vorrichtung nach Anspruch 1I, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (11, 12) zum Zuführen von wenigstens zwei Faserbändern von Zuführpunkten, die in bezug auf eine zwischen diesen liegende Ebene symmetrisch angeordnet sind, eine in dieser Ebene angeordnete Konvergenz führung (lo, I1I) und durch eine Vorrichtung (15; 27, 28) zur gleichzeitigen und gleich großen Veränderung der Weglängen der Faserbänder.6. Vorrichtung nach Anspruch 5» gekennzeichnet durch eine Vorrichtung (25) zur Verlagerung der Konvergenzführung innerhalb der Ebene und zur taktweisen Veränderung des Winkels, der durch die Verbin.-dungslinie der Zuführpunkte mit dem Konvergenzpunkt gebildet wird.7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4-6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehvorrichtung aus einem Spinnstuhl besteht, der wenigstens eine Verzugsvorrichtung (11, 12), eine Spinnspindel (13) und eine Vorrichtung aufweist, die dazu dient, wenigstens zwei einzelne Vorgarne von der Verzugsvorrichtung durch die Konvergenzvorrichtung (lo, 14) zu der Spinnspindel zu ziehen.- 2o -0 0 9 8 5 2/2106- 2o -8. Vorrichtung nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Verzugsvorrichtungen (ils 12) vorgesehen sind, aus denen jeweils ein Vorgarn ausziehbar ist»9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8S dadurch-gekennzeichnet, daß jedes Vorgarn aus der betreffenden Verzugsvorrichtung mit gleicher Geschwindigkeit abgebbar ist.10. Garn, das aus wenigstens zwei mit einer Pachungsverdrehung zusammengefachten Faserbändern besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke der Fachungsdrehung in Längsrichtung des Garns (9) in einem bestimmten Takt schwankt, jedes Faserband (7, 8) eine Drehung taktweise schwankender Stärke aufweist, und die Drehung in jedem Faserband und in,dem gedrehten Garn in gleicher Richtung verläuft, wobei Zonen starker und niedriger.Drehung in den Faserbändern in gleicher Phase, jedoch gegenphasig au den entsprechenden Zonen in dem Garn sind.009852/2106,Lee rs ei te
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