DE2023543A1 - Geräuscharme Wasserauslaufarmatur - Google Patents
Geräuscharme WasserauslaufarmaturInfo
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
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- F16K47/02—Means in valves for absorbing fluid energy for preventing water-hammer or noise
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Description
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung 2023543
der angewandten Forschung e.V.-, Sitz München
8 .München 19, Romanstr. 13
G-eräuscliarme Was se raus lauf armatur
Die Geräusche von Wasserauslaufarmaturen sind eine der
_etörendsten Geräuschquellen innerhalb eines Hauses, z.B. eines Wohnhauses, Hotels oder Krankenhauses. Es sind verschiedene Maßnahmen bekannt geworden, diesen -vor allem
nachts störenden Lärm zu vermindern. So hat man einen Strömungswiderstand, z.B. in Form von Siebbleehen, Drahtgeweben,
Röhrchen oder von spiralig- aufgewickelten Blechstreifen am Einlauf oder am Auslauf einer 'Armatur angeordnet. Solche Widerstände bewirken eine Verringerung der
durchfließenden Wassermenge1 je Zeiteinheit und damit auch
eine Verminderung des Geräuschesc Diese 'Maßnahme ist jedoch
nur begrenzt geeignet. Will man allein damit den gewünschten niedrigen Geräuschpegel erreichen, so läßt die
Armatur zu wenig Wasser durch, um noch,z.B. für den Einlauf
eines Bades, brauchbar zu sein, .
>js sind auch noch andere, an sich zweckmäßige Haßnahmen
bekannt geworden, die jedoch zu einer wesentlichen Geräuschminderung
der Armaturen nicht geführt haben. (Vgl. : K. Gösele und CA, Voigts-berger "Grundlagen der Geräuschminderung
bei Was serauslauf armatur en" , Ges. Ing. 1970, -i-it 4, ii. 1.0G - 117)
Die //i'i'indung geht von der Erkenntnis aus, daß in einer
Armatur stets mehrere Geräuschquellen vorhanden sind. Es ail) ft danach nichts, beispielsweise- nur das eigentliche
Ventil leise auszuführen, wenn nicht gleichseitig der Zu-
ti :
lauf zurα Ventil und eier Auslauf aus der Armatur geräuscharm
ausgeführt werden. Daher sind an einer Armatur stets
1098 SO/0 406
ORIGINAL
mehrere konstruktive Maßnahmen erforderlich,· wenn die größtmögliche Geräuschverminderung erreicht werden soll.
Erfindungsgemäß wird das Geräusch, das am Ventilsitz entsteht,
um so geringer, je größer der Durchmesser des Ventilsitaes
ist. Deshalb sollte man den Durchmesser so groß wie möglich machen. Die obere Grenze ist aus ästhetischen und
wirtschaftlichen Gründen durch die äußere Form der Armatur gegeben,
!lach der Erfindung ist also vorgesehen, daß zur Geräuschminderung
der Durchmesser des Ventilsitzes gleich oder größer als das 0,8-fache der Nennweite der Anschlußleitung
ist, mindestens aber 13 nun beträgt.
Ein zweites Merkmal einer geräuscharmen Armatur nach der Erfindung besteht in einem an sich bekannten, hinter dem
Ventilteil (in Strömungsrichtung)'angeordneten Strömungswiderstand,
Dieser begrenzt den..Wasserdurchfluß auf einen vorbestimmten Wert und vermindert damit gleichzeitig das
Geräusch, Für einen solchen Widerstand - ohne die zugehörige
Armatur - darf erfindungsgemäß bei einem Durchfluß von 30 l/min der nach DII 52 218, Vornorm 1968S gemessene
Geräuschpegel nicht größer als 15 dB(A) SeIn0
Ein drittes notwendiges Merkmal der Erfindung ist ein strö~-
mungsgunstiger Zufluß des Wassers zum Ventilsitz,- In manchen
Fällen ist diese Forderung durch den einfachen Aufbau des Ventils bereits erfüllt«, Bei anderen Ausführungen,
wie z.B. Badearmaturenj sind jedoch besondere Einbauten
erforderlich. Bei solchen Armaturen müssen auch die Mittel
zum Umleiten des Wassers, mal zum Wannenauslauf, mal zum
Brausekopf, strömungsgünstig ausgebildet sein«,
Schließlich besteht ein letztes Merkmal der Erfindung darin,
daß die Bohrung für den Wasserdurchfluß in der Nähe ues Ventilsitzes in Richtung auf diesen trichterartig erv;eite;"t
ist, wobei die Mantellinien der Erweiterung entweder geradlinig' oder leicht gekrümmt sind,
109850/0Ä06 -3-
In der· Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele von geräuscharmen
Armaturen nach der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 ein einfaches Wasserzapfventil im Schnitt,
Pig. 2 die isometirsche Ansicht einer Lochscheibe als
Strömungswiderstand,
Pig, 3 ein Ventil mit Schwenkarm im Schnitt,
Pig. 4 einen Schnitt durch eines der beiden Ventile (für Kalt- und Warmwasser) einer Badearmatur,
Pig. 5 einen Druckspüler im Schnitt und
Pi^. 6 den gleichen Druckspüler mit erweiterter Zuleitung
zum Ventil.
iiach Pig. 1 erfolgt der Zufluß zum Ventilsitz 1 mit einem
Durchmesser d über eine Anschlußleitung 2, deren Durehmesser d gleich dem des Ventilsitzes istc Damit ist die Forderung "d gleich oder größer als 0,8 χ Nennweite der An-Dchlußleitung"
erfüllt. Mit 3 ist der Ventilteller bezeichnet, der über eine Spindel 4 und einen Handgriff 5 bewegt
A-iird. Am Wasserauslauf ist eine Lochscheibe 6 angeordnet,
die als geräuscharmer Strömungswiderstand wirkt.
Diese Lochscheibe ist nach Fig. 2 mit Löchern 7 versehen, deren Zahl und Durchmesser die vorbestimmte Begrenzung der
Durehflußmenge ergeben. Im Gegensatz zu den bekannten Strahlreglern wird nach der Erfindung nur eine einzige Scheibe
verwendet, weil z.B. zwei derartige Scheiben wesentlich mehrGerausch verursachen. (S. obengenannte Lit.-Stelle)
Bei dem Ventil mit Schwenkarm 8 nach Fig. 3 besteht der
Strömungswiderstand aus einem Röhrchen 9, dessen Durchmesser und Länge die gewünschte Durehflußmenge bestimmen. Die-
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■-. 4 -
ser Widerstand wird ergänzt durch die Lochscheibe 6 am
Wasserauslauf, die hier zugleich, als Strahlregler wirkt·
Die Einlaufkante 10 des Röhrchens 9 ist abgerundet. Ventilsitz und Anschlußleitung haben wieder gleichen Durchmesser,
In Fig. 4 ist der Ventilsitz wieder mit 1, der Ventilteller
mit 3 bezeichnet. Zur Anpassung an die Anschlußleitung in der Wand ist ein sogenannter S - Anschluß vorgesehen.
Dieser besteht aus einem Metall- oder Kunststoffteil 14, das an den beiden Anschlußseiten mit Gewinden 15}
16 versehen ist. Der wasser.führende Kanal 17 hat nur eine
geringe Abweichung von der Geraden und konstanten Querschnitt, Dieser kann nur einen relativ geringen Durchmesser
aufweisen, weil sonst der S-Anschluß zu unförmig würde.
Um dennoch einen Ventilsitz von mindestens 13 mm Durchmesser zu erhalten, ist die Bohrung bzw, der Kanal 17 in
dem anschließenden Armaturenteil 18 in Richtung auf den Sitz 1 trichterartig erweitert. Die Mantellinien der Erweiterung
sind entweder geradlinig oder leicht gekrümmt. Der geräuscharme Strömungswiderstand wird wieder, wie bei
der Armatur nach z,B. Fig, 1, durch eine Lochscheibe 6 gebildet.
Der Druckspüler nach Fig, 5 hat Zufluß über eine Anschlußleitung 2, die in ihrer Verlängerung den Ventilsitz 1 bildet.
Da beide gleichen Durchmesser aufweisen, ist die Forderung
"d gleich oder größer als 0,8 χ llennweite der Anschlußleitung"
auch bei diesem Ausführungsbeispiel erfüllt. Der Ventilteller 3 wird in der bei Druckspülern
bekannten Weise mit Hilfe des Wasserdrucks gegen den Ventilsitz gedrückt. Der hierzu erforderliche Mechanismus
ist nicht dargestellt. Hinter dem eigentlichen Ventilteil sind mehrere, parallel liegende Röhrchen 27 als geräuscharmer
Strömungswiderstand angeschlossen, der in dieser Form bereits bekannt ist, ■ ·
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Bei dem Druckspüler nach Fig. 6 ist dieses Merkmal mit der erweiterten ZuIeitimgsmündung im Armaturenteil 18
nach Fig. 4 vereinigt.
. BAD ORIGINAL 109850/0 406
Claims (4)
1.] Geräuscharme Wasserauslaufarmatur mit Ventilsitz und
Ventilteller, einschließlich eines etwaigen S-Anschlus~ ses,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender, teilweise
bekannter Merkmale:
1.1 Der Durchmesser (d ) des Ventilsitzes (1) ist gleich oder größer als das 0,8-fache der Nennweite
(d ) der Anschlußleitung, mindestens jedoch 13 mm.
1.2 Hinter dem Ventilsitz (1) ist (in Ausflußrichtung)
ein geräuscharmer Strömungswiderstand (6, 9, 27) angeordnet.
1.3 Der wasserführende Kanal (2, 17) zwischen Armatureneingang,
einschließlich eines etwaigen S-Anschlusses,
und Ventilsitz (1) verläuft sowohl geradlinig oder in nur geringer Krümmung, als auch mit konstantem
oder nur allmählich sich änderndem Querschnitt.
2. Armatur nach Anspruch 1,2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der geräuscharme Strömungswiderstand aus einer Lochscheibe (6) besteht, die, ohne die zugehörige Armatur,
bei einer Durchflußmenge von 30 l/min einen nach DIlT 52218, Vornorm 196S gemessenen Armaturengeräuschpegel
von nicht mehr als 15 dB(A) aufweist.
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3. Armatur nach Anspruch. 1.2,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der geräuscharme Strömungswiderstand durch ein einzelnes (9) oder mehrere, parallel zueinander angeordnete
Röhrchen (27) gebildet wird.
4. Armatur nach Anspruch 1.3»
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der wasserführende Kanal (1?) in der Nähe des
Ventilsitzes (1) in Richtung auf diesen trichterartig erweitert ist, wobei die Mantellinien der Erweiterung
geradlinig oder leicht gekrümmt verlaufen.
109850/0406
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702023543 DE2023543A1 (de) | 1970-05-14 | 1970-05-14 | Geräuscharme Wasserauslaufarmatur |
| CH677271A CH518471A (de) | 1970-05-14 | 1971-05-09 | Geräuscharme Wasserauslaufarmatur |
| FR7117073A FR2091481A5 (de) | 1970-05-14 | 1971-05-11 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702023543 DE2023543A1 (de) | 1970-05-14 | 1970-05-14 | Geräuscharme Wasserauslaufarmatur |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2023543A1 true DE2023543A1 (de) | 1971-12-09 |
Family
ID=5771063
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702023543 Pending DE2023543A1 (de) | 1970-05-14 | 1970-05-14 | Geräuscharme Wasserauslaufarmatur |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH518471A (de) |
| DE (1) | DE2023543A1 (de) |
| FR (1) | FR2091481A5 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT388787B (de) * | 1984-03-20 | 1989-08-25 | Vaillant Gmbh | Drosselventil |
| DE4424436A1 (de) * | 1994-07-12 | 1996-01-25 | Fichtel & Sachs Ag | Absperrventilbaugruppe für einen Schwingungsdämpfer |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE2335921A1 (de) * | 1973-07-14 | 1975-01-30 | Euro Hausgeraete Gmbh | Einrichtung zur minderung des stroemungsgeraeusches in fluessigkeitssystemen |
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1970
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-
1971
- 1971-05-09 CH CH677271A patent/CH518471A/de not_active IP Right Cessation
- 1971-05-11 FR FR7117073A patent/FR2091481A5/fr not_active Expired
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| AT388787B (de) * | 1984-03-20 | 1989-08-25 | Vaillant Gmbh | Drosselventil |
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| US5558188A (en) * | 1994-07-12 | 1996-09-24 | Fichtel & Sachs Ag | Vibration damper for a motor vehicle suspension |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2091481A5 (de) | 1972-01-14 |
| CH518471A (de) | 1972-01-31 |
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