-
Anordnung zur Uberblendung zweier StehbildProjektoren Die
betrifft eine Anordnung zur Überblendung zweier je eine Bildwechselvorrichtung und
ein Gebläse aufweisender Stehbildprojektoren, bei der jeweils bei dem abgeblendeten
Stehbildprojektor der Bildwechsel vorgenommen wird, mit einem Steuerteil, durch
das zur Abblendung des jeweiligen Stehbildprojektors dessen Versorgungsspannung
von einem Betriebswert auf einen unteren Wert heruntergeregelt wird.
-
Die Schwierigkeit bei einer derartigen Anordnung ergibt sich aus dem
Umstand, daß bei dem Stehbildprojektor, der durch Herabregeln der Versorgungsspannung
auf einen unteren Wert, der nahezu oder gleich Null ist, spannungslos ist, der Bilwechsel
zu erfolgen hat. Dazu muß zur die Dauer eines Bildwechsels die Bildwechselvorrichtung
des Stehbildprojektors fremd gespeist werden. Dies erfordert jedoch eine komplizierte
Shalteinrichtung im StehbildproJektor und im Steuerteil,
Aufgabe
der Neuerung ist es hingegen, diese Schwierigkeit mit einfachsten Mitteln zu überwinden
und es zu ermöglichen, daß praktisch jeder Stehbildprojektor für eine Überblendanordnung
geeignet ist.
-
Gemäß der Neuerung wird diese Aufgabe be einer Anordnung der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß ein bei dem Betriebswert entsprechender Versorgungsspannung
angetrtebenes und nach dem Herunterregeln der Versorgungsspannung auf den unteren
Wert aufgrund seiner Massenträgheit sich weiterbewegendes Teil vorgesehen ist, das
für die Dauer eines Bildwechsel.s mit der Bildwechsel= vorrichtung des unter dem
unteren Wert der Versorgungsspannung stehenden Stehbildprojektors kuppelbar ist,
so daß als Antr1abskraft der Bildwechselvorrichtung die kinetische Erergie des Teils
dient. Vorteilhafterweise ist als derartiges Teil das als Schuungmasse ausgebildete
Rad des Gebläses des jeweiligen Stehbildprovektors vorgesehen.
-
Damit ist jeder Stehbildprojektor, der mit einem derartigen Sebläserad
ausgerüstet ist, filr eine Uberblendanordnung geeignet.
-
Selbst nicht sehr teure Stehbildprojektoren können mit einem derartigen,
billig herzustellenden Gebläserad versehen sein. Aber auch ein nachträglicher Einbau
eines derartigen Gebläserads in einen Stehbildprojektor ist möglich, um diesen dann
für eine Überblendanordnung verwenden zu können.
-
In Ausbildung der Neuerung ist das Gebläserad mittels einer Magnetkupplung
mit der Bildwechselvorrichtung des Stehbildprojektors kuppelbar. Das Steuerteil
der Anordnung umfaßt zwei Kontakte, wobei Je ein Kontakt der Magnetkupplung eines
Stehbildprojektors zugeordnet ist, so daß zur Betätigung die Magnetkupplung des
jeweiligen Stehbildprojektors über den ihr zugeordneten Kontakt mit dem Versorgungskreis
des anderen Stehbildprojektors verbindbar ist.
-
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Neuerung werden anhand einer
Zeichnung, die in ihrer einzigen Figur in schematischer Weise eine neuerungsgemäße
Uberblendanordnung zeigt, näher erläutert.
-
In der Figur bezeichnet 1 einen ersten Stehbildprojektor, 1' einen
zweiten Stehbildprojektor, wobei die Stehbildprojektoren 1 und 1' unterschiedlicher
oder gleicher Bauart sein können, und 2 ein Steuerteil. Jeder dieser beiden Projektoren
1 bzw. lt umfaßt ein Gehäuse 3 bzw. 3 und ein Objektiv 4 bzw. 44. In dem Gehäuse
3 bzw. 3' ist eine bekannte und deshalb nicht dargestellte Bildwechselvorrichtung
untergebracht. Das Gebläse eines jeden Stehbildprojektors 1 bzw. lt, das ebenfalls
im Gehäuse 3 bzw. 3' untergebracht ist und das nur aus Gründen der Ubersicht in
der zeichnerischen Darstellung außerhalb des Gehäuses 3 bzw. 3 angeordnet
ist,
umfaßt einen Gebläseantriebsmotor 5 bzw. 5', durch den ein Gebläserad 6 bzw. 6t
angetrieben wird. Das Gebläserad 6 bzw. 6t selbst ist schwerer als üblich ausgebildet,
so daß es als Schwungmasse dienen kann. Das Gebläserad 6 bzw. 6', das auf einer
Welle 7 bzw. 7' angeordnet ist, kann über die Welle 7 bzw.
-
7' mittels einer Magnetkupplung, deren Wicklung 8 bzw. 8' bezeichnet
ist, mit einer Welle 9 bzw. 9' gekuppelt werden, die mit der Bildwechselvorrichtung
des Stehbildprojektors 1 bzw. 12 getrieblich verbunden ist. Die Magnetkupplung 8
bzw. 8 ist immer dann bereits vorhanden, wenn der Gebläseantriebsmotor 5 bzw. 5t
auch als Antriebsorgan für die Bildwechselvorrichtung dient.
-
Das Steuerteil 2 umfaßt einen Stellmotor 10, der mittels eines Auslösekontakts
11 zuschaltbar ist. Der Stellmotor 10 wirkt über eine Getriebeverbindung, beispielsweise
bestehend aus Welle 12 und Ritzel 13, mit zwei Stellglieder 14 und 15 zusammen.
Die Stellglieder 14 und 15 sind als in das Ritzel 13 eingreifende Zahnleisten ausgebildet,
die durch das Ritzel 13 gegensinnig bewegt werden können. Jedes der Stellglieder
14 bzw. 15 weist einen Schleifkontakt 14a bzw. 15a auf, die mit Widerstandsanordnungen
16 bzw. 17 zusammenwirken. Jedes der beiden Stellglieder 14 und 15 kann mittels
seines Schleifkontakts 14a bzw. 15a einerseits die Widerstandsanordnungen 16 bzw.
17 abtasten und andererseits einen Kontakt 18 bzw. 19 betätigen,
Die
Schaltungsanordnung ist folgende.
-
Die Schlçifkontakte 14a bzw. 15a sind über die Anschlußleitungen 20a
bzw. 21a mit dem Netzanschluß 22 verbunden. Der Versorgungskreis des Stehbildprojektors
1 ist über die Anschlußleitung 20b, die Widerstandsanordnung 16, den Schleifkontakt
14a und die Anschlußleitung 20a und der Versorgungskreis des Stehbiprojektors 1t
über die Anschlußleitung 21b, die Widerstandsanordnung 17, den Schleifkontakt 15a
und die Anschlußleitung 21a mit dem Netzanschluß 22 verbunden. Der Gebläseantriebsmotor
5 bzw. St ist über die Anschlußleitung 23 bzw. 23 mit dem Netz verbunden. Die Wicklungen
8 und 8 der Magnetkupplungen der -Stehbildprojektoren 1 und 1 sind über die Anschlußleitung
24 untereinander und über die Anschlußleitungen 25 und 25 mit den beiden Versorgungskreisen
der Stehbildprojektoren 1 und 1t verbunden. Andererseits sind die Wicklungen 8 bzw.
8t der Magnetkupplungen mit ihrem jeweiligen projektorseitigen Versorgungskreis
über die Anschlußleitungen 26 bzw.
-
26t , die den Kontakt 18 bzw. 19 aufweisen, verbunden. Der Stellmotor
10 des Steuerteils 2 liegt einerseits über den Kontakt 11 und die Anschlußleitung7an
an den Versorgungskreisen der Stehbildprojektoren 1 und 12, andererseits über die
Anschlußleitung 28 an den die Kontakte 18 und 19 aufweisenden Anschlußleitungen
26 und 26' der Wicklungen 8 und 8' der Magnetkupplungen der beiden Stehbildprojektoren
1 und 1'.
-
Wie aus der Figur ersichtlich, befindet sich gerade der Stehbildprojektor
1 in seinem abgeblendeten Zustand, da der Schleifkontakt 14a des Stellglieds 14
eine Stellung einnimmt, in der der Widerstandswert der Widerstandsanordnung 16 am
größten ist. Dadurch hat die Versorgungsspannung, die an dem Versorgungskreis des
Stehbildprojektors 1 anliegt, den unteren Wert, der nahezu Null oder gleich Null
ist, so daß der Versorgungskreis des Stehbildprojektors stromlos und dessen Projektionslampe
dunkel gesteuert ist. Durch das Stellglied 14 ist der Kontakt 18 geschlossen. Da
an dem Versorgungskreis des Stehbildprojektors 1' die volle, dem Betriebswert entsprechende
Versorgungsspannung anliegt, in dem der Schleifkontakt 15a des Stellglieds 15 in
einer Stellung sich befindet, in der der Widerstandswert der Widerstandsanordnung
17 am geringsten ist, wird bei geschlossenem Kontakt 18 die Wicklung der Magnetkupplung
8 vom Versorgungskreis des Stehbildprojektors 1 her bestromt, so daß eine Kupplungsverbindung
zwischen den Wellen 7 und 9 hergestellt ist. Durch die kinetische Energie des als
Schwungmasse ausgebildeten Gebläserads 6, das bei dem Betriebswert entsprechender
Versorgungsspannung durch den C;ebläseantriebsmotor 5 angetrieben wird und das sich
nach dem Herunterregeln der Versorgungsspannung auf den unteren Wert aurgrund seiner
Massenträgheit weiterbewegt, wird die Welle 9 und damit die Bildwechselvorrichtung
des Stehbildprojektors 1 angetrieben. Für die Dauer eines Bildwechsels bleibt die
Kupplungsverbindung bestehen. Die Schwungmasse des Gebläserads
6
ist so ausgelegt, daß ihre kinetische Energie für den Antrieb der Bildwechselvorrichtung
für einen Bildwechsel ausreichend ist. Während des bei dem Stehbildprojektor 1 erfolgenden
Bildwechsels liegt, wie bereits beschrieben, die volle Versorgungsspannung an dem
Versorgungskreis des Stehbildprojektors 1' an, so daß bei voller Helligkeit der
Projektionslampe ein Bild durch den Stehbildprojektor 1' projiziert wird.
-
Nach bei dem Stehbildprojektor 1 beendetem Bildwechsel wird der Auslösekontakt
11 geschlossen. Dadurch wird der Stellmotor 10 zugeschaltet, so daß dieser über
die Welle 12 das Ritzel 13 entgegen dem Uhrzeigersinn antreibt. Durch das Ritzel
13 werden die Stellglieder 14 und 15 gegenläufig bewegt. Dabei wird durch das Stellglied
14 der Kontakt 18 geöffnet, was ein Lösen der Magnetkupplung 8 bedingt, und durch
den Schleifkontakt 14a der Widerstandswert'der Widerstandsanordnung 16 heruntergeregelt.
Das Stellglied 15 wird in Richtung auf den Kontakt 19 bewegt, wobei der Schleifkontakt
15a auf der Widerstandsanordnung 17 derart bewegt wird, daß deren Widerstandswert
hinaufgeregelt wird. Diese Maßnahmen haben zur Folge daß durch den StehbildproJektor
1 ein bei Bild äbnehmender Helligkeit seiner ProjektionsIampe und durch den Stehbildprojektor
1 ein Bild bei zunehmender Helligkeit seiner Projektionslampe projiziert wird. Dies
ergibt den gewünschten Effekt einer Uberblendung zweier Bilder. Ist der Widerstandswert
der Widerstandsanordnung
16 am kleinsten, so daß am Versorgungskreis
des Stehbildprojektors 1 die volle, dem Betriebswert entsprechende Versorgungsspannung
anliegt und das weitere Bild mit voller Helligkeit seiner Projektionslampe projiziert
wird, ist gleichzeitig der Widerstandswert der Widerstandsanordnung 17 am größten,
so daß eine dem unteren Wert entsprechende Versorgungsspannung am Versorgungskreis
des Stehbildprojektors 1! anliegt und seine Projektionslampe abgedunkelt ist. In
dieser Phase trifft das Stellglied 15 auf den Kontakt 19 und schließt diesen. Damit
wird die Wicklung 8' der Magnetkupplung des Stehbildprojektors 1' vom Versorgungskreis
des Stehbildprojektors 1 her bestromt, so daß eine Kupplungsverbindung zwischen
den Wellen 7' und 9' hergestellt wird. Dadurch kann durch die dem Gebläserad 6 innewohnenden
kinetischen Energie die Bildwechselvorrichtung des Stehbildprojektors 1' für die
Dauer eines Bildwechsels angetrieben werden. Der Auslösekontakt 11 wird geöffnet.
Beim nächsten Schließen des Auslösekontakts 11 ist die Drehrichtung des Stellmotors
10 umgekehrt.
-
Selbstverständlich ist die Neuerung nicht auf das.gezeigte Ausführungsbespiel
beschränkt. So ist es denkbar, ein anderes durch den Gebläseantriebsmotor oder durch
einen weiteren Projektormotor angetriebencs Teil als das Gebl§$ered vorzugehen und
dieses als Schwungmasse tUr den Antrieb der Bildwechselvorrichtung des dbgeblendeten
Stehbildprojektors auszunUtzen.