DE20215647U1 - Dachsystem für Flach- und flach geneigte Dächer - Google Patents
Dachsystem für Flach- und flach geneigte DächerInfo
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- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
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Description
• · · I
P 02
Dachsystem für Flach- und flach geneigte Dächer
Die Erfindung betrifft ein Dachsystem für Flach- und flach geneigte Dächer gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.
Flachdächer und flach geneigte Dächer bestehen meist aus mehreren einzelnen Schichten, die die Gebäude vor eindringender Feuchtigkeit,schützen, den Innenraum gegen Hitze und Kälte isolieren und eine Dampfsperre zur Isolationsschicht bilden sollen. Diese Schichten werden in der Regel auf der Baustelle einzeln nacheinander auf einem Dachträgersystem befestigt und darauf als äußere Schicht die Dachbahn durch eine Klebe- oder Schweißverbindung wasserdicht aufgebracht. Dazu muß zunächst ein aufwendiges Dachträgersystem auf dem Gebäude angebracht werden, was meist aus einer gegossenen Betondecke oder einem Holzbalken- und Sparrensystem besteht. Bei großflächigen Industriebauten werden auch freitragende Verbundholzträger verwandt, auf die dann vollflächige Platten oder Bretter befestigt werden, die als Tragelemente für die Isolations-, Dampfsperr- und Dachbahnschichten dienen. Teilweise werden auch Metallträger verwendet, auf die ein vollflächiges Stahlblechprofil als Tragelemente zur Abstützung der Isolations-, Dampfsperr- und Dachbahnschichten befestigt ist.
Aus der DE 39 22 911 Al ist ein Flachdachsystem bekannt, das für Betondecken vorgesehen ist. Dabei stellt die Betondecke die Tragelemente für den abdichtenden mehrschichtigen Dachaufbau dar. Diese Betondecke wird in der Regel an der Baustelle auf das Gebäude gegossen oder mit Fertigbauteilen am Gebäude befestigt. Darauf wird zunächst ein bituminöser Voranstrich aufgetragen. Nach dem Abtrocknen werden darauf Streifen einer Selbstklebemasse befestigt, auf die eine bituminöse Bahn als
Dampf Sperrschicht verlegt wird. Hierauf* wird mit einer streifenförmigen Klebemasse eine Wärmedämmschicht aus Polystrol-Hartschaum aufgeklebt. Dieser ist werkseitig bereits mit Klebestreifen versehen, auf die nach Abzug einer Schutzfolie die Dachbahn befestigt wird. Dabei werden sowohl die Längsnähte der Dampfsperrbahn als auch der Dachbahn mit einer selbstklebenden Bitumenmasse dicht verschlossen. Ein derartiger Flachdachaufbau ist insbesondere bei großflächigen Bauten wegen der schweren Betondecke sehr aufwendig und erfordert auch an der Baustelle durch die einzeln aufzutragenden Schichten einen großen Montageaufwand.
Aus der DE 201 15 550 Ul ist ein Dachsystem bekannt, das auch für einen Dachunterbau aus flächigen Stahltrapezprofil geeignet ist. Dabei stellt das flächige Stahltrapezprofil die Trägerelemente für die Dachabdichtungsschichten dar, das zunächst in einem separaten Arbeitsgang auf dem Gebäude befestigt werden muß, und bei großflächigen Dächern noch einen zusätzlichen Trägerunterbau erfordert. Auf das flächige Stahltrapezprofil wird dann die mit einer doppelseitigen Selbstklebeschicht versehene Dampfsperrbahn aufgeklebt, auf die die Wärmedämmschicht verlegt wird. Auf die Dämmschicht wird dann eine selbstklebende Dachbahn mit Brandschutzeinlage geklebt. Auch dieses Dachsystem erfordert einen vorherigen Dachunterbau, der das Abdicht- und Wärmedämmsystem trägt und die Gebäudewände miteinander verbindet. Dazu sind in der Regel eine Fülle von Trapezstahlprofilen als Trägerelemente vorgesehen, die noch einen Balken- bzw. Stahlträgerunterbau erfordern, der erst an der Baustelle durch eine langwierige und aufwendige Montage herstellbar ist.
Es sind in der Praxis zwar aus dem Hochbau bereits vorgefertigte Wand- und Deckenelemente bekannt, die häufig auch über eine wettergeschützte diffusionsoffene Außenabdichtung verfügen. Diese Fertigbauelemente aus dem Hochbau weisen in der Re-
• «
gel auch eine Wärmedämmschicht auf, die zwischen einer Tragkonstruktion aus zusammengefügten Holzbalken eingebracht ist, und die zum Innenraum mit Bauplatten abgedeckt sind. Derartige Wandfertigbauteile sind auch mit geringem Montageaufwand an der Baustelle schnell mit den übrigen Teilen des Bauwerks zu verbinden. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Fertigbauelemente, die zum Flachdachbau geeignet sind, da diese eine diffusionsoffene wasserdichte Schutzschicht enthalten, die einem bestimmten Wasserdruck auf Dauer standhält und die zum Gebäudeinnenraum auch keine luftdichte Abdichtung aufzuweisen.
Aus der DE-OS 16 59 195 ist ein Verbundträger für den Hochbau bekannt, der auch als Trägerelement bei Hallendächern vorgesehen ist. Dieser Verbundträger besteht aus zwei Holzgurten, die durch einen Einpreßsteg aus einem Metallblech miteinander verbunden sind und eine I-Form darstellen. Diese Trägerelemente als Hallendachbinder gewährleisten zwar auch eine schnelle Montage am Bauwerk, ersparen aber keinen schichtweisen Aufbau eines Abdicht- und Wärmedämmsystems, das den Montageaufwand an der Baustelle verkürzt.
Aus der US 3,938,289 ist ein vorgefertigtes selbsttragendes Bauelement bekannt, das als geschlossener Kasten ausgebildet ist. Dabei sind zwischen zwei Bauplatten gewellte mit einer Zahnreihe versehene Stahlbleche eingepreßt, die Stege zwischen den Bauplatten bilden. Diese gewellten Stahlbleche sind sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung an den Außenkanten der Bauplatten umlaufend angeordnet, so daß sich ein einsatzfertiges Trägersystem ergibt, das sowohl im Boden- als auch im Dachbereich beim Hausbau einsetzbar sein soll. Allerdings sind die Konstruktionselemente nicht zum Einsatz beim Flachdach oder flach geneigten Dach geeignet, da durch den umlaufenden Stahlblechsteg keine Isolation ohne Kältebrücken und keine dampf- und wasserdichte Abdichtung gewährleistet ist. Die vorgefertigten Konstruktionselemente können deshalb nur als Trä-
gersystem für das Abdicht- und Wärmedämmsystem in einem Dachunterbau eingesetzt werden, auf das dann in herkömmlicher Schichtbauweise die Abdicht- und Wärmedämmung an der Baustelle aufzubringen wäre.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Dachsystem für Flachdächer und flach geneigte Dächer zu schaffen, das eine luftdichte Abdichtung mit Wärmedämmung und diffusionsoffener Konstruktion gewährleistet und schnell mit geringstem Bauaufwand auf dem Gebäude errichtet werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die in Schutzanspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Weiterbildungen und vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß die vorgefertigten Teilelemente funktional alle Schichten eines Flach- oder flach geneigten Daches enthalten, so daß diese ohne großen Montageaufwand nach dem Baukastenprinzip schnell und kostengünstig auf den Gebäuden angebracht werden können. Da dieses Dachsystem durch seine selbsttragende Konstruktion auch bereits die Trägerelemente eines Flach- oder flach geneigten Daches enthält, sind in der Regel Sparren, Stützpfeiler, Deckenträger oder tragende Betondecken als Tragelemente entbehrlich. Mit einem derartigen selbsttragenden Dachsystem können mit jedem Teilelement große Dachbereiche ohne zusätzliche Zwischentragelemente überspannt werden, so daß sich das erfindungsgemäße Dachsystem sowohl für den Wohnungs- als auch für den Industriebau eignet.
Die Erfindung hat weiterhin den Vorteil, daß durch die Integration der Trägerelemente auch bei geringen Bauhöhen des Dachquerschnitts eine verhältnismäßig hohe Wärmedämmung bei hoher Tragkraft und geringem Eigengewicht erzielbar ist. Durch
die vorgesehene luftdichte Abdichtung des* Tragsystems wird dieses gleichzeitig auf einfache Weise vor Feuchtigkeit und Schädlingsbefall geschützt, so daß eine lange Haltbarkeit unter geringstem Erhaltungsaufwand gewährleistet ist. 5
Bei einer besonderen Ausbildung der Erfindung ist ein kassettenartiger Aufbau der Teilelemente aus Längs- und Querträgern vorgesehen, die beidseitig mit Bauplatten verbunden sind. Dieses Tragsystem gewährleistet bei minimalem Eigengewicht eine maximale Tragkraft und eine Verwindungssteife nach allen Belastungsrichtungen, so daß dieses Dachsystem auch bei großen Dachflächen mit hohen Schnee-, Wind- und Gebäudebelastungen einsetzbar ist, ohne daß zusätzliche Stabilisierungselemente vorgesehen werden müßten.
Bei einer weiteren besonderen Ausbildung der Erfindung, bei der die Bauplatten aus Holz- und/oder Gipswerkstoffen gefertigt sind, wird vorteilhaft eine diffusionsoffene Konstruktion erreicht, die gleichzeitig auch über den notwendigen Brandschutz verfügen kann.
Bei einer besonderen Ausführung der Teilelemente, bei dem zwischen den Bauplatten und den übrigen Trägerelementen eine Wärmedämmung vorgesehen und die Dampfsperrbahn um die umlaufenden Stoßkanten herumgeführt ist, kann bereits durch ein spaltfreies Anlegen der Teilelemente aneinander oder an die anliegenden Wandteile zum Gebäudeinnenraum eine luftdichte und diffusionsoffene Verbindung hergestellt werden. Dadurch ist vorteilhafterweise eine nachträglich von unten ausführbare Abdichtung entbehrlich, so daß diese Teilelemente auf einfache Weise auch an schwer zugänglichen Bereichen dicht angeordnet werden können.
Durch die Verwendung der Längsträgerelemente aus Holzgurten und geformten Stahlstegen wird ein Dachsystem erreicht, das
auch in Längsrichtung besonderen s'chubßel'cfstungen standhält, so daß ein Dachsystem mit hoher Steifigkeit und Belastbarkeit erreichbar ist, das eine hohe Diffusionsdurchlässigkeit gewährleistet. Derartige Längsträger aus Holzgurten und Stahlstegen können auf einfache Weise auch mit einer vorgegebenen leichten Außenwölbung hergestellt und zu Teilelementen verarbeitet werden, die auch bei längeren Spannweiten und zusätzlichen Dachbelastungen eine Durchbiegung nach unten ausgleichen und so auf einfache Weise zu einer Erhöhung der Tragfähigkeit führen.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels, das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: eine perspektivische Darstellung eines Teilelements eines Flachdachsystems;
Fig. 2: eine Schnittdarstellung eines montierten Teilelements an einer Gebäudewand;
Fig. 3: eine Schnittdarstellung einer Verbindung zweier Längsseiten nebeneinander angeordneter Teilele
mente, und
Fig. 4: eine Schnittdarstellung einer Verbindung zweier Stirnseiten zweier Teilelemente.
In Fig. 1 der Zeichnung ist ein Teilelement 1 eines Dachsystems für Flach- und flach geneigte Dächer dargestellt, das als kassettenartiges Holzfertigbauelement ausgebildet ist und alle zum Dachaufbau notwendigen Funktionselemente enthält, wobei mehrere dieser Teilelemente 1 zu einem fertigen Gesamtdach zusammengefügt werden.
Das kassettenartige Teilelement 1 ist rechteckig ausgebildet und wird vorzugsweise in Breiten von 2,4 m und Längen von 6 bis 15 m vorgefertigt. Derartige Abmessungen haben sich in der Praxis bewährt, da sie gut transportierbar sind und sich zu
üblichen Dachgrößen ergänzen lassen. Diese Teilelemente 1 sind auch für die notwendigen Belastungs- und Wärmedämmwerte auslegbar und eignen sich vorzugsweise auch für großflächige Dächer von Industriebauten und Hallendächern. Dabei sind ohne Zwischenlagerungen Spannweiten bis mindestens 15 m möglich, deren Begrenzung sich hauptsächlich aus der auf Straßen zulässigen Transportmöglichkeiten ergibt.
Das kassettenförmige Teilelement 1 besteht in Längsrichtung aus vier Längsträgern 2, die als Holzstahlträger ausgebildet sind. Diese bestehen aus zwei rechteckigen Holzgurten 3, 4, in die ein mit Zähnen versehener trapezförmiger Stahlblechsteg 5 eingepreßt ist. Diese Holzstahlträger 2 werden vorzugsweise in Höhen von 20 bis 40 cm gefertigt und sind in den Teilelementen 1 ca. 75 cm voneinander beabstandet. Zur Verbesserung der Quersteifigkeit sind die Längsträger 2 mit Querträgern 6 aus Holz- oder Bauplattenmaterial an Kanthölzern 7 durch Nägel oder Schrauben verbunden. Dabei sind die Querträger 6 in Abständen von vorzugsweise 300 cm vorgesehen und bilden mit den Längsträgern 2 ein kassettenartiges Trägergerüst. Dieses Trägergerüst aus Längs- 2 und Querträgern 6 wird beidseitig mit Bauplatten 11, 12 verbunden, das ein Tragsystem aus Trägerelementen bildet. Dabei bestehen die Bauplatten 11, 12 meist aus Holz oder Gipswerkstoffen, die mit den Längs- 2 und Querträgern 6 mittels Nägel oder Schrauben fest verbunden sind. Vorzugsweise werden für die unteren zum Gebäudeinneren weisenden Bauplatten 19 mm dicke OSB-Platten (oriented structural board) und oben zur Wetterseite etwa gleich starke DWD-Platten (Diffusionsoffene Wand- und Deckenplatte) verwendet, wodurch jedes Teilelement 1 einen quaderförmigen flachen Kasten bildet. Dabei stellen die DWD-Platten im Grunde OSB-Platten dar, besitzen allerdings eine geringere Dichte und sind damit diffusionsoffener.
t 1
Zwischen den Freiflächen der Längs- 2 und Querträger 6 wird Wärmedämmaterial 17 flächendeckend und in Höhen von vorzugsweise 20 cm eingebracht. Als Wärmedämmaterial kann Polystrol-Hartschaum, Steinwolle oder andere Isoliermaterialien verwandt werden. Am Umfang des Teilelements 1 sind umlaufend Längs- 8 und Querstoßbretter 9 vorgesehen, mit denen die Teilelemente 1 beim Zusammenfügen aneinander stoßen oder an den Außenwänden eines Gebäudes anliegen. An den Querseiten sind zur Befestigung mit den Gebäudeteilen oder mit Zuatzträgern noch Befestigungskanthölzer 10 vorgesehen, durch die schraubbare Befestigungsanker geführt werden.
Zur wetterseitigen Abdichtung ist auf der oberen DWD-Platte 12 eine Dachbahn 13 aufkaschiert, die vorzugsweise aus einem durch Copolymerisation von Vinylacetat und Ethylen (VAE) hergestellten Kunststoff besteht. Zum Brandschutz kann diese Dachbahn 13 auch eine zusätzliche Glasfaserschicht enthalten, die den Trägerelementen 2, 6, 11 zugewandt ist. Zur Verbesserung des Brandschutzes können die Bauplatten 11, 12 auch aus Gipsfasermaterialien bestehen, die gleichzeitig diffusionsoffen sind und eine hohe Biege- und Zugfestigkeit aufweisen. Die Dachbahn 13 ist auf einer Größe aufkaschiert, die der Größe der DWD-Platte 12 entspricht, wobei die DWD-Platte 13 einen umlaufenden Befestigungsrand 14 von ca. 7,5 cm freiläßt, in den bei der Montage Zwischenbretter zur Verbindung der einzelnen Teilelemente 1 eingesetzt werden.
Die untere OSB-Platte 11 besitzt hingegen eine Größe, die den Außenabmessungen des Teilelements 1 entspricht. Bei dieser unteren Platte 11 ist auf deren Innenseite und zwischen den Trägerelementen 2, 6 eine Dampfsperrbahn 15 vorgesehen, die aus Polyethylen (PE) oder einem bituminösen Material besteht. Diese Dampfsperrbahn 15 liegt lose auf der OSB-Platte 11 auf und ist durch das Trägersystem mit dieser verbunden und an den Rändern zu den Stoßkanten 8, 9 nach oben umgeschlagen und mit
•t ·»*♦
den Stoßkanten 8, 9 mindestens in einem vertikalen Randbereich von 10 cm fest verbunden. Zur besseren Abdichtung zwischen den umlaufenden Randbereichen 8, 9 der Dampfsperrbahn 15 ist zusätzlich noch ein Preßband 16 aus elastischen gut dichtenden Material vorgesehen, durch das die anliegenden Stoßkanten jedes Teilelements 1 luftdicht zum Gebäudeinnenraum abgedichtet sind. Das gesamte Trägersystem jedes Teilelements 1 besteht aus dem vorbeschriebenen Längs- 2 und Querträgern 6, Spanplatten 11, 12 und Holzleisten 7, 10, die über eine Nagel-, Schraub- und/oder Klebverbindung zu einem selbsttragenden Teilelement \ verbunden sind. Es können auch Bauplatten 11, 12 aus Vollholzmaterialien, Sperrholz, Faserplatten aus Holz-, Gips- oder Zementfasern oder Verbundwerkstoffen verwendet werden.
In Fig. 2 der Zeichnung ist der Schnitt durch ein an einem Gebäude befestigtes Teilelement 1 eines Flachdaches dargestellt. Dabei liegt das Teilelement 1 mit seiner Querstoßkante an einer Gebäudeaußenwand 20 oder einer Fassade an. An dieser Außenwand 20 ist ein horizontaler Randbalken 19 befestigt, auf dem das Flachdach mit seinen Teilelementen 1 aufliegt. Dabei ist ein Ausschnitt eines Teilelements 1 im Längsschnitt dargestellt, das aus der Dachbahn 13, der oberen DWD-Platte 12, den Querträgern 6, den Längsträgern 2, der Wärmedämmschicht 17, der Dampfsperrbahn 15 und der unteren OSB-Platte 11 besteht. An der vorderen Querseite sind oberhalb der unteren Längsgurte 4 die Befestigungskanthölzer 10 angebracht. Davor ist das durchgehende Querstoßbrett 9 angeordnet, das sowohl den unteren Längsgurt 4 als auch das Befestigungskantholz 10 abdeckt. Um dieses Querstoßbrett 9 ist von unten die Dampfsperrbahn 15 nach oben umgeschlagen und bildet so auf der gesamten Querseite eine Stoßkante. Diese Dampfsperrbahn 15 ist am oberen Ende des Querstoßbrettes 9 nach innen auf die Deckfläche der Befestigungskanthölzer 10 zurückgeschlagen und darauf befestigt. Etwa in der Mitte der Stoßkante ist auf der Dampfsperrbahn 15
J..:&Lgr;.
noch ein umlaufendes Preßband 16 befestigt, das einen runden oder quadratischen Querschnitt aufweist und zur Verbesserung der Abdichtung zwischen der Stoßkante und der Außenwand 20 dient. Durch diese umlaufende Stoßkante der Dampfsperrbahn 15 mit dem Preßband 16 lassen sich die Teilelemente 1 sowohl gegeneinander als auch zu den benachbarten Wänden luftdicht abschließen, ohne daß es besonderer Abdichtungsarbeiten oder sonstiger Montagemaßnahmen bedarf. Erst dadurch ist es möglich, die Teilelemente 1 durch einfaches spaltfreies Aneinanderlegen zum Gebäudeinnenteil luftdicht zusammenzufügen.
Zur Befestigung der Teilelemente 1 sind in den Befestigungskanthölzern 10 senkrechte Bohrungen vorgesehen, in die die Schraubenanker 18 eingesetzt und mit dem Randbalken verschraubt werden. Bei der Montage der Teilelemente 1 sind die Bohrungen für die Schraubenanker von oben gut zugänglich, da die obere DWD-Platte 12 einen umlaufenden Befestigungsrand 14 von etwa 50 mm freiläßt, durch die die Schraubenanker 18 eingelassen werden können. Dieser Befestigungsrand wird nach der Montage der Schraubenanker 18 durch ein Keilholz 22 auf den oberen Längsgurten 3 verschlossen. Wetterseitig wird von oben das Dach am Rand durch eine vorgefertigte Anschlußmanschette 21 abgedichtet. Diese wird an der Gehäusewand 20 mittels Rohrschellen 23 befestigt, wobei die andere Seite auf der Dachbahn 15 überlappend aufliegt und mit dieser wasserdicht verschweißt oder verklebt wird. Dadurch entsteht sowohl ein dichter Abschluß der Teilelemente 1 als auch des dadurch zusammengefügten Daches sowohl wetterseitig nach oben als auch dampfdicht nach unten zum Gebäudeinnenteil.
In Fig. 3 der Zeichnung ist ein Ausschnitt von zwei in Längsrichtung nebeneinander angeordneten Teilelementen 1 eines Flachdaches dargestellt. Der Ausschnitt zeigt jeweils zwei Längsträger 2 jedes Teilelementes 1 in Vorderansicht. Jedes Teilelement 1 besteht wiederum aus der Dachbahn 13, der oberen
t *
DWD-Platte 12, den Längsträgern 2, den Querträgern 6, der
Dampfsperrbahn 15, der Wärmedämmung 17 und der unteren OSB-Platte
11. Beide Teilelemente 1 liegen mit den beiden benachbarten
Längsseiten aneinander. Dabei wird jede Längsseite
durch die an der Außenkante angeordneten Längsträger 2 begrenzt.
Zwischen den Gurten 3, 4 der Längsträger 2 sind an jeder Längsseite jedes Teilelements 1 jeweils ein Längsstoßbrett 8 über die gesamte Länge des Teilelementes 1 angeordnet. Seitlich ist die zwischen der unteren OSB-Platte 11 und den Längs-2 und Querträgern 6 angeordnete Dampfsperrbahn 15 über die gesamte Längskajite nach oben umgeschlagen und an dieser Längskante
befestigt. Im Bereich der unteren Gurte 4 ist mindestens an einer Längsseite ein Preßband 16 angebracht, das die beiden Teilelemente 1 gegeneinander nach unten luftdicht verschließt.
11. Beide Teilelemente 1 liegen mit den beiden benachbarten
Längsseiten aneinander. Dabei wird jede Längsseite
durch die an der Außenkante angeordneten Längsträger 2 begrenzt.
Zwischen den Gurten 3, 4 der Längsträger 2 sind an jeder Längsseite jedes Teilelements 1 jeweils ein Längsstoßbrett 8 über die gesamte Länge des Teilelementes 1 angeordnet. Seitlich ist die zwischen der unteren OSB-Platte 11 und den Längs-2 und Querträgern 6 angeordnete Dampfsperrbahn 15 über die gesamte Längskajite nach oben umgeschlagen und an dieser Längskante
befestigt. Im Bereich der unteren Gurte 4 ist mindestens an einer Längsseite ein Preßband 16 angebracht, das die beiden Teilelemente 1 gegeneinander nach unten luftdicht verschließt.
Bei der Montage der vorgefertigten Teilelemente 1 eines Flachdaches werden die benachbarten Teilelemente 1, die auf den
Randbalken 19 mit ihren Querseiten aufliegen, spaltfrei aneinander geschoben, so daß die Längsseiten mit den Dampfsperrbahnen 15 und dem Preßband 16 aneinanderliegen. Daraus ergibt
Randbalken 19 mit ihren Querseiten aufliegen, spaltfrei aneinander geschoben, so daß die Längsseiten mit den Dampfsperrbahnen 15 und dem Preßband 16 aneinanderliegen. Daraus ergibt
sich bereits eine Abdichtung nach unten, die keinerlei weitere Abdichtmaßnahmen von der Dachunterseite erfordert.
Von oben ergibt sich lediglich ein Zwischenraum, der sich aus
den beiden Befestigungsrändern 14 ergibt, die auch in Längs-
den beiden Befestigungsrändern 14 ergibt, die auch in Längs-
richtung ausgespart sind. Nach der Fixierung der beiden Teilelemente
1 wird in diesen Zwischenraum ein etwa 10 cm breites
Einlegebrett 24 aus einem Bauplattenmaterial eingepaßt und an
beiden oberen Längsgurten 3 befestigt. Auf dieses Einlegebrett 24 wird zur wetterseitigen Abdichtung ein etwa 30 cm breiter
1 wird in diesen Zwischenraum ein etwa 10 cm breites
Einlegebrett 24 aus einem Bauplattenmaterial eingepaßt und an
beiden oberen Längsgurten 3 befestigt. Auf dieses Einlegebrett 24 wird zur wetterseitigen Abdichtung ein etwa 30 cm breiter
Zuschnittstreifen 25 eines VAE-Dachbahnmaterials gelegt, der
die benachbarten Dachbahnen etwa 10 cm überlappend abdeckt und mit diesen wasserdicht verschweißt oder verklebt wird.
die benachbarten Dachbahnen etwa 10 cm überlappend abdeckt und mit diesen wasserdicht verschweißt oder verklebt wird.
In Fig. 4 der Zeichnung ist ein Ausschnitt zweier längsseitig hintereinander angeordneter Teilelemente 1 eines Flachdaches dargestellt, die mit ihren Querseiten aneinander liegen. Dabei besteht wiederum jedes Teilelement 1 aus einer Dachbahn 13, einer oberen DWD-Platte 12, den Längsträgern 2, den Querträgern 6, der Wärmedämmung 17, der Dampfsperrbahn 15 und der darunter angebrachten OSB-Platte 11. Dabei ist jede der beiden aneinanderstoßenden Querseiten mit einem Befestigungskantholz 10 als Befestigungselement, einem Querstoßbrett 9 und diese umschließende Dampfsperrbahn 15 ausgestattet. Zur Verbindung beider Teilelemente 1 in Längsrichtung liegen diese je zur Hälfte auf einem Binder 25 auf, der das Flachdach nach unten zusätzlich abstützt. Zwischen beiden Teilelementen 1 ist noch mindestens ein Preßband 16 über die gesamte Querseite angeordnet, die die aneinander liegenden Dampfsperrbahnen 15 zusätzlich nach unten abdichtet. Die aneinanderstoßenden Teilelemente 1 werden von oben jeweils mit Schraubankern 18 an den Bindern 26 befestigt und stellen so eine luftdichte feste Verbindung zum Gebäudeinnenraum dar.
Die Abdichtung von oben erfolgt wiederum durch die Einfügung eines Einlegebrettes 24 von ca. 17 cm Breite, das mit den oberen Gurten 3 der Längsträger 2 verbunden ist. Darauf wird ein Zuschnittstreifen 25 einer VAE-Dachbahn gelegt, der mit den benachbarten Dachbahnen 13 überlappend verklebt oder verschweißt wird. Dadurch erfolgt ebenfalls eine wasserdichte diffusionsoffene Abdichtung, die das Flachdach auch von oben gegen eindringende Feuchtigkeit dauerhaft schützt. Da alle Teilelemente 1 rundum geschlossen sind und alle funktionalen Dachelemente enthalten, sind sie durch einfaches spaltfreies Aneinanderlegen vorteilhaft zu einem Flach- oder flach geneigten Gesamtdach zusammenfügbar. Der hohe Vorfertigungsgrad erlaubt daher auch eine einfache und schnelle Montage auf der Baustelle.
Durch die großen Zwischenräume zwischen den Trägerelementen 2, 6, 11, 12 sind durch deren Ausfüllung auch hohe Wärmedämmwerte erreichbar. Als Wärmedämmstoffe sind auch übliche Faser- oder Granulatdäinmstof fe verwendbar, die werksseitig eingeblasen oder eingestreut werden. Weiterhin sind auch Schall- und Brandschutzsysteme in den Zwischenräumen oder auf den Trägern 2, 6 vorsehbar. So können sowohl zwischen den Dach- 13 und Dampfsperrbahnen 15 zusätzliche Brandschutzschichten aus einem Glasfaservlies vorgesehen werden. Als Brandschutz können gleichzeitig auch die Platten des Tragsystems genutzt werden, sofern diese ,aus Gipsfasern oder Zementfasern bestehen und über die notwendigen Festigkeitswerte verfügen. Da die Teilelemente 1 so ausgebildet sind, daß sie sowohl in Längs- als auch in Querrichtung verbindbar sind, können aus ihnen auch großflächige Dächer für Hallen und Industriebauten zusammengefügt werden. Durch das kassettenartige Trägersystem aus sägbaren Werkstoffen sind alle Teilelemente 1 im Grunde in beliebigen selbsttragenden Größen herstellbar, so daß diese für beliebige rechtwinklige Dachgrößen zusammenstellbar sind. Da diese Teilelemente 1 aus sägbaren Holz-, Gips- oder Verbundwerkstoffen bestehen, können auf einfache Weise auch Größenanpassungen auf der Baustelle vorgenommen werden. Dabei sind durch den Schichtaufbau die Dach- und Dampfsperrbahnen durch Klebe- oder Schweißverbindungen auch ergänzbar, so daß sich an dem modulweisen Dachaufbau durch die Teilelemente 1 auch dann festgehalten werden kann. In die Teilelemente 1 können werksseitig auch schon Fenster- oder Solarelemente eingebaut werden.
Zum Ausgleich der Durchbiegung und zur Erhöhung der Dachbelastung können die Längsträger 2 auch mit einer leichten Wölbung nach oben vorgefertigt werden. Dadurch sind Teilelemente 1 herstellbar, die in Längsrichtung eine Wölbung nach oben aufweisen und dadurch höher belastbar sind. So sind auch Längsträger vorgesehen, die mehr als nur einen Stahlblechsteg oder
Aluminiumblechsteg aufweisen und auch dadurch eine höhere Trag- und Schubbelastung ermöglichen.
Bei einer weiteren Ausführung des Dachsystems ist vorgesehen, den Befestigungsrand 14 durcheine Vergrößerung der DWD-Platte auszufüllen, so daß die Teilelemente sowohl im Bereich der Dachbahn 13 als auch der Dampfsperrbahn 15 spaltfrei anliegen. Dabei ist die Dachbahn mit ein- oder mehrseitigen Überlappungsrändern vorgesehen, die dann miteinander verschweiß- oder verklebbar sind. Die Überlappungsränder können auch mit Selbstklebesghichten versehen sein, die nach Abzug einer Schutzfolie selbstklebend miteinander verbindbar sind.
Claims (10)
1. Dachsystem für Flach- und flach geneigte Dächer, das mindestens aus einer Dachbahn (1), einer Wärmedämmschicht (17) und einer Dampfsperrbahn (15) besteht und das von Trägerelementen (2, 6, 11, 12) gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Dachsystem aus vorgefertigten selbsttragenden Teilelementen (1) aufgebaut ist, die mindestens eine Dachbahn (13), eine Wärmedämmschicht (17), Trägerelemente (2, 6, 11, 12) und eine Dampfsperrbahn (15) enthalten, wobei die Teilelemente (1) zu einem selbsttragenden oder teiltragenden Gesamtdach zusammenfügbar sind.
2. Dachsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Teilelement (1) ein Trägersystem aus Trägerelementen enthält, die aus Längs- (2) und Querträgern (6) bestehen, die mit Bauplatten (11, 12) zu einem kassettenartigen Aufbau verbunden sind.
3. Dachsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die Längsträger (2) aus einem oberen und einem unteren Holzgurt (3, 4) bestehen, die mit mindestens einem profilierten Blechsteg (5) miteinander verbunden sind.
4. Dachsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauplatten (11, 12) aus Holz-, Gips- oder Zementwerkstoffen bestehen, wobei insbesondere die Holzbaustoffplatten als OSB - (oriented- structural-board) und/oder DWD-Platten (diffusionsoffene Wand- und Deckenplatte) ausgebildet sind.
5. Dachsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf die oberen wetterseitigen Bauplatten (12) eine Dachbahn (13) aufkaschiert ist und daß zwischen den Trägerelementen (2, 6, 11, 12) eine Wärmedämmschicht (17) vorgesehen ist, die unten zum Gebäudeinnenraum durch eine Dampfsperrbahn (15) abgedeckt ist.
6. Dachsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfsperrbahn (15) in vertikaler Richtung eine umlaufende Stoßkante bildet, die jedes Teilelement (1) gegen anliegende Bau- (20) oder Teilelemente (1) zum Gebäudeinnenraum abdichtet.
7. Dachsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Stoßkanten mindestens einer der Längs- oder Querseiten ein Preßband (16) aus elastischen abdichtenden Material angeordnet ist.
8. Dachsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfsperrbahn (15) zwischen der unteren Bauplatte (11) und den Längs- (2) und Querträgerelementen (6) befestigt ist.
9. Dachsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Teilelement (1) in Längs- und/oder Querrichtung Befestigungselemente (10) enthält, mit denen das Teilelement (1) mit den Gebäudeteilen (19, 26) verbindbar ist.
10. Dachsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dachbahn (13) nach mindestens einer Seite überlappende Dachbahnstreifen (25) oder Anschlußmanschetten (21) enthält oder mit separaten Dachbahnstreifen (25) oder Dachbahnstreifen benachbarter Teilelemente (1) wasserdicht verbindbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20215647U DE20215647U1 (de) | 2002-10-11 | 2002-10-11 | Dachsystem für Flach- und flach geneigte Dächer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20215647U DE20215647U1 (de) | 2002-10-11 | 2002-10-11 | Dachsystem für Flach- und flach geneigte Dächer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20215647U1 true DE20215647U1 (de) | 2003-02-06 |
Family
ID=7975888
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE20215647U Expired - Lifetime DE20215647U1 (de) | 2002-10-11 | 2002-10-11 | Dachsystem für Flach- und flach geneigte Dächer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20215647U1 (de) |
-
2002
- 2002-10-11 DE DE20215647U patent/DE20215647U1/de not_active Expired - Lifetime
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