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Die Erfindung betrifft ein Dachsystem
für Flach-
und flach geneigte Dächer
gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 11.
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Flachdächer und flach geneigte Dächer bestehen
meist aus mehreren einzelnen Schichten, die die Gebäude vor
eindringender Feuchtigkeit schützen,
den Innenraum gegen Hitze und Kälte
isolieren und eine Dampfsperre zur Isolationsschicht bilden sollen.
Diese Schichten werden in der Regel auf der Baustelle einzeln nacheinander
auf einem Dachträgersystem
befestigt und darauf als äußere Schicht die
Dachbahn durch eine Klebe- oder Schweißverbindung wasserdicht aufgebracht.
Dazu muß zunächst ein
aufwendiges Dachträgersystem
auf dem Gebäude
angebracht werden, was meist aus einer gegossenen Betondecke oder
einem Holzbalken- und Sparrensystem besteht. Bei großflächigen Industriebauten
werden auch freitragende Verbundholzträger verwandt, auf die dann
vollflächige
Platten oder Bretter befestigt werden, die als Tragelemente für die Isolations-,
Dampfsperr- und Dachbahnschichten dienen. Teilweise werden auch
Metallträger
verwendet, auf die ein vollflächiges
Stahlblechprofil als Tragelemente zur Abstützung der Isolations-, Dampfsperr-
und Dachbahnschichten befestigt ist.
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Aus der
DE 39 22 911 A1 ist ein
Flachdachsystem bekannt, das für
Betondecken vorgesehen ist. Dabei stellt die Betondecke die Tragelemente
für den
abdichtenden mehrschichtigen Dachaufbau dar. Diese Betondecke wird
in der Regel an der Baustelle auf das Gebäude gegossen oder mit Fertigbauteilen am
Gebäude
befestigt. Darauf wird zunächst
ein bituminöser
Voranstrich aufgetragen. Nach dem Abtrocknen werden darauf Streifen
einer Selbstklebemasse befestigt, auf die eine bituminöse Bahn
als Dampfsperrschicht verlegt wird. Hierauf wird mit einer streifenförmigen Klebemasse
eine Wärmedämmschicht aus
Polystrol-Hartschaum
aufgeklebt. Dieser ist werkseitig bereits mit Klebestreifen versehen,
auf die nach Abzug einer Schutzfolie die Dachbahn befestigt wird.
Dabei werden sowohl die Längsnähte der Dampfsperrbahn
als auch der Dachbahn mit einer selbstklebenden Bitumenmasse dicht
verschlossen. Ein derartiger Flachdachaufbau ist insbesondere bei großflächigen Bauten
wegen der schweren Betondecke sehr aufwendig und erfordert auch
an der Baustelle durch die einzeln aufzutragenden Schichten einen
großen
Montageaufwand.
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Aus der
DE 201 15 550 U1 ist ein
Dachsystem bekannt, das auch für
einen Dachunterbau aus flächigen
Stahltrapezprofil geeignet ist. Dabei stellt das flächige Stahltrapezprofil
die Trägerelemente
für die
Dachabdichtungsschichten dar, das zunächst in einem separaten Arbeitsgang
auf dem Gebäude
befestigt werden muß,
und bei großflächigen Dächern noch
einen zusätzlichen
Trägerunterbau
erfordert. Auf das flächige
Stahltrapezprofil wird dann die mit einer doppelseitigen Selbstklebeschicht
versehene Dampfsperrbahn aufgeklebt, auf die die Wärmedämmschicht
verlegt wird. Auf die Dämmschicht
wird dann eine selbstklebende Dachbahn mit Brandschutzeinlage geklebt.
Auch dieses Dachsystem erfordert einen vorherigen Dachunterbau,
der das Abdicht- und Wärmedämmsystem
trägt und
die Gebäudewände miteinander
verbindet. Dazu sind in der Regel eine Fülle von Trapezstahlprofilen
als Trägerelemente
vorgesehen, die noch einen Balken- bzw. Stahlträgerunterbau erfordern, der
erst an der Baustelle durch eine langwierige und aufwendige Montage
herstellbar ist.
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Es sind in der Praxis zwar aus dem
Hochbau bereits vorgefertigte Wand- und Deckenelemente bekannt,
die häufig
auch über eine
wettergeschützte
diffusionsoffene Außenabdichtung
verfügen.
Diese Fertigbauelemente aus dem Hochbau weisen in der Regel auch
eine Wärmedämmschicht
auf, die zwischen einer Tragkonstruktion aus zusammengefügten Holzbalken
eingebracht ist, und die zum Innenraum mit Bauplatten abgedeckt
sind. Derartige Wandfertigbauteile sind auch mit geringem Montageaufwand
an der Baustelle schnell mit den übrigen Teilen des Bauwerks
zu verbinden. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Fertigbauelemente,
die zum Flachdachbau geeignet sind, da diese eine diffusionsoffene
wasserdichte Schutzschicht enthalten, die einem bestimmten Wasserdruck
auf Dauer standhält
und die zum Gebäudeinnenraum
auch keine luftdichte Abdichtung aufzuweisen.
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Aus der
DE-OS 16 59 195 ist ein Verbundträger für den Hochbau
bekannt, der auch als Trägerelement
bei Hallendächern
vorgesehen ist. Dieser Verbundträger
besteht aus zwei Holzgurten, die durch einen Einpreßsteg aus
einem Metallblech miteinander verbunden sind und eine I-Form darstellen. Diese
Trägerelemente
als Hallendachbinder gewährleisten
zwar auch eine schnelle Montage am Bauwerk, ersparen aber keinen
schichtweisen Aufbau eines Abdicht- und Wärmedämmsystems, das den Montageaufwand
an der Baustelle verkürzt.
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Aus der
US 3,938,289 ist ein vorgefertigtes selbsttragendes
Bauelement bekannt, das als geschlossener Kasten ausgebildet ist.
Dabei sind zwischen zwei Bauplatten gewellte mit einer Zahnreihe versehene
Stahlbleche eingepreßt,
die Stege zwischen den Bauplatten bilden. Diese gewellten Stahlbleche
sind sowohl in Längsrichtung
als auch in Querrichtung an den Außenkanten der Bauplatten umlaufend
angeordnet, so daß sich
ein einsatzfertiges Trägersystem
ergibt, das sowohl im Boden- als auch im Dachbereich beim Hausbau
einsetzbar sein soll. Allerdings sind die Konstruktionselemente
nicht zum Einsatz beim Flachdach oder flach geneigten Dach geeignet,
da durch den umlaufenden Stahlblechsteg keine Isolation ohne Kältebrücken und
keine dampf- und wasserdichte Abdichtung gewährleistet ist. Die vorgefertigten
Konstruktionselemente können
deshalb nur als Trägersystem
für das
Abdickt- und Wärmedämmsystem
in einem Dachunterbau eingesetzt werden, auf das dann in herkömmlicher Schichtbauweise
die Abdickt- und Wärmedämmung an
der Baustelle aufzubringen wäre.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe
zugrunde, ein Dachsystem für
Flachdächer
und flach geneigte Dächer
zu schaffen, das eine luftdichte Abdichtung mit Wärmedämmung und
diffusionsoffener Konstruktion gewährleistet und schnell mit geringstem
Bauaufwand auf dem Gebäude
errichtet werden kann.
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Diese Aufgabe wird durch die in Patentanspruch
1 und 11 angegebene Erfindung gelöst. Weiterbildungen und vorteilhafte
Ausführungsbeispiele der
Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
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Die Erfindung hat den Vorteil, daß die vorgefertigten
Teilelemente funktional alle Schichten eines Flach- oder flach geneigten
Daches enthalten, so daß diese
ohne großen
Montageaufwand nach dem Baukastenprinzip schnell und kostengünstig auf
den Gebäuden
angebracht werden können.
Da dieses Dachsystem durch seine selbsttragende Konstruktion auch
bereits die Trägerelemente
eines Flach- oder flach geneigten Daches enthält, sind in der Regel Sparren,
Stützpfeiler,
Deckenträger
oder tragende Betondecken als Tragelemente entbehrlich. Mit einem
derartigen selbsttragenden Dachsystem können mit jedem Teilelement
große
Dachbereiche ohne zusätzliche
Zwischentragelemente überspannt
werden, so daß sich
das erfindungsgemäße Dachsystem
sowohl für
den Wohnungs- als auch für
den Industriebau eignet.
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Die Erfindung hat weiterhin den Vorteil,
daß durch
die Integration der Trägerelemente
auch bei geringen Bauhöhen
des Dachquerschnitts eine verhältnismäßig hohe
Wärmedämmung bei
hoher Tragkraft und geringem Eigengewicht erzielbar ist. Durch die
vorgesehene luftdichte Abdichtung des Tragsystems wird dieses gleichzeitig
auf einfache Weise vor Feuchtigkeit und Schädlingsbefall geschützt, so
daß eine
lange Haltbarkeit unter geringstem Erhaltungsaufwand gewährleistet
ist.
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Bei einer besonderen Ausbildung der
Erfindung ist ein kassettenartiger Aufbau der Teilelemente aus Längs- und
Querträgern
vorgesehen, die beidseitig mit Bauplatten verbunden sind. Dieses
Tragsystem gewährleistet
bei minimalem Eigengewicht eine maximale Tragkraft und eine Verwindungssteife nach
allen Belastungsrichtungen, so daß dieses Dachsystem auch bei
großen
Dachflächen
mit hohen Schnee-, Wind- und Gebäudebelastungen
einsetzbar ist, ohne daß zusätzliche
Stabilisierungselemente vorgesehen werden müßten.
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Bei einer weiteren besonderen Ausbildung der
Erfindung, bei der die Bauplatten aus Holz- und/oder Gipswerkstoffen
gefertigt sind, wird vorteilhaft eine diffusionsoffene Konstruktion
erreicht, die gleichzeitig auch über
den notwendigen Brandschutz verfügen
kann.
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Bei einer besonderen Ausführung der
Teilelemente, bei dem zwischen den Bauplatten und den übrigen Trägerelementen
eine Wärmedämmung vorgesehen
und die Dampfsperrbahn um die umlaufenden Stoßkanten herumgeführt ist,
kann bereits durch ein spaltfreies Anlegen der Teilelemente aneinander oder
an die anliegenden Wandteile zum Gebäudeinnenraum eine luftdichte
und diffusionsoffene Verbindung hergestellt werden. Dadurch ist
vorteilhafterweise eine nachträglich
von unten ausführbare
Abdichtung entbehrlich, so daß diese
Teilelemente auf einfache Weise auch an schwer zugänglichen
Bereichen dicht angeordnet werden können.
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Durch die Verwendung der Längsträgerelemente
aus Holzgurten und geformten Stahlstegen wird ein Dachsystem erreicht,
das auch in Längsrichtung
besonderen Schubbelastungen standhält, so daß ein Dachsystem mit hoher
Steifigkeit und Belastbarkeit erreichbar ist, das eine hohe Diffusionsdurchlässigkeit
gewährleistet.
Derartige Längsträger aus Holzgurten
und Stahlstegen können
auf einfache Weise auch mit einer vorgegebenen leichten Außenwölbung hergestellt
und zu Teilelementen verarbeitet werden, die auch bei längeren Spannweiten
und zusätzlichen
Dachbelastungen eine Durchbiegung nach unten ausgleichen und so
auf einfache Weise zu einer Erhöhung
der Tragfähigkeit
führen.
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Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels,
das in der Zeichnung dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigen:
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1:
eine perspektivische Darstellung eines Teilelements eines Flachdachsystems;
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2:
eine Schnittdarstellung eines montierten Teilelements an einer Gebäudewand;
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3:
eine Schnittdarstellung einer Verbindung zweier Längsseiten
nebeneinander angeordneter Teilelemente, und
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4:
eine Schnittdarstellung einer Verbindung zweier Stirnseiten zweier
Teilelemente.
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In 1 der
Zeichnung ist ein Teilelement 1 eines Dachsystems für Flach-
und flach geneigte Dächer
dargestellt, das als kassettenartiges Holzfertigbauelement ausgebildet
ist und alle zum Dachaufbau notwendigen Funktionselemente enthält, wobei
mehrere dieser Teilelemente 1 zu einem fertigen Gesamtdach
zusammengefügt
werden.
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Das kassettenartige Teilelement 1 ist
rechteckig ausgebildet und wird vorzugsweise in Breiten von 2,4
m und Längen
von 6 Zwischen den Freiflächen
der Längs- 2 und
Querträger 6 wird
Wärmedämmaterial 17 flächendeckend
und in Höhen
von vorzugsweise 20 cm eingebracht. Als Wärmedämmaterial kann Polystrol-Hartschaum, Steinwolle
oder andere Isoliermaterialien verwandt werden. Am Umfang des Teilelements 1 sind
umlaufend Längs- 8 und Querstoßbretter 9 vorgesehen,
mit denen die Teilelemente 1 beim Zusammenfügen aneinander
stoßen oder
an den Außenwänden eines
Gebäudes
anliegen. An den Querseiten sind zur Befestigung mit den Gebäudeteilen
oder mit Zuatzträgern
noch Befestigungskanthölzer 10 vorgesehen,
durch die schraubbare Befestigungsanker geführt werden.
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Zur wetterseitigen Abdichtung ist
auf der oberen DWD-Platte 12 eine Dachbahn 13 auf
kaschiert, die vorzugsweise aus einem durch Copolymerisation von
Vinylacetat und Ethylen (VAE) hergestellten Kunststoff besteht.
Zum Brandschutz kann diese Dachbahn 13 auch eine zusätzliche
Glasfaserschicht enthalten, die den Trägerelementen 2, 6, 11 zugewandt
ist. Zur Verbesserung des Brandschutzes können die Bauplatten 11, 12 auch
aus Gipsfasermaterialien bestehen, die gleichzeitig diffusionsoffen sind
und eine hohe Biege- und Zugfestigkeit aufweisen. Die Dachbahn 13 ist
auf einer Größe auf kaschiert,
die der Größe der DWD-Platte 12 entspricht, wobei
die DWD-Platte 13 einen umlaufenden Befestigungsrand 14 von
ca. 7,5 cm freiläßt, in den
bei der Montage Zwischenbretter zur Verbindung der einzelnen Teilelemente 1 eingesetzt
werden.
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Die untere OSB-Platte 11 besitzt
hingegen eine Größe, die
den Außenabmessungen
des Teilelements 1 entspricht. Bei dieser unteren Platte 11 ist auf
deren Innenseite und zwischen den Trägerelementen 2, 6 eine
Dampfsperrbahn 15 vorgesehen, die aus Polyethylen (PE)
oder einem bituminösen Material
besteht. Diese Dampfsperrbahn 15 liegt lose auf der OSB-Platte 11 auf
und ist durch das Trägersystem
mit dieser verbunden und an den Zwischen den Freiflächen der
Längs- 2 und
Querträger 6 wird Wärmedämmaterial 17 flächendeckend
und in Höhen
von vorzugsweise 20 cm eingebracht. Als Wärmedämmaterial kann Polystrol-Hartschaum, Steinwolle
oder andere Isoliermaterialien verwandt werden. Am Umfang des Teilelements 1 sind
umlaufend Längs- 8 und
Querstoßbretter 9 vorgesehen,
mit denen die Teilelemente 1 beim Zusammenfügen aneinander
stoßen
oder an den Außenwänden eines
Gebäudes
anliegen. An den Querseiten sind zur Befestigung mit den Gebäudeteilen
oder mit Zuatzträgern noch
Befestigungskanthölzer 10 vorgesehen,
durch die schraubbare Befestigungsanker geführt werden.
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Zur wetterseitigen Abdichtung ist
auf der oberen DWD-Platte 12 eine Dachbahn 13 auf
kaschiert, die vorzugsweise aus einem durch Copolymerisation von
Vinylacetat und Ethylen (VAE) hergestellten Kunststoff besteht.
Zum Brandschutz kann diese Dachbahn 13 auch eine zusätzliche
Glasfaserschicht enthalten, die den Trägerelementen 2, 6, 11 zugewandt
ist. Zur Verbesserung des Brandschutzes können die Bauplatten 11, 12 auch
aus Gipsfasermaterialien bestehen, die gleichzeitig diffusionsoffen sind
und eine hohe Biege- und Zugfestigkeit aufweisen. Die Dachbahn 13 ist
auf einer Größe auf kaschiert,
die der Größe der DWD-Platte 12 entspricht, wobei
die DWD-Platte 13 einen umlaufenden Befestigungsrand 14 von
ca. 7,5 cm freiläßt, in den
bei der Montage Zwischenbretter zur Verbindung der einzelnen Teilelemente 1 eingesetzt
werden.
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Die untere OSB-Platte 11 besitzt
hingegen eine Größe, die
den Außenabmessungen
des Teilelements 1 entspricht. Bei dieser unteren Platte 11 ist auf
deren Innenseite und zwischen den Trägerelementen 2, 6 eine
Dampfsperrbahn 15 vorgesehen, die aus Polyethylen (PE)
oder einem bituminösen Material
besteht. Diese Dampfsperrbahn 15 liegt lose auf der OSB-Platte 11 auf
und ist durch das Trägersystem
mit dieser verbunden und an den Rändern zu den Stoßkanten 8, 9 nach
oben umgeschlagen und mit den Stoßkanten 8, 9 mindestens
in einem vertikalen Randbereich von 10 cm fest verbunden. Zur besseren
Abdichtung zwischen den umlaufenden Randbereichen 8, 9 der
Dampfsperrbahn 15 ist zusätzlich noch ein Preßband 16 aus
elastischen gut dichtenden Material vorgesehen, durch das die anliegenden Stoßkanten
jedes Teilelements 1 luftdicht zum Gebäudeinnenraum abgedichtet sind.
Das gesamte Trägersystem
jedes Teilelements 1 besteht aus dem vorbeschriebenen Längs- 2 und
Querträgern 6,
Spanplatten 11, 12 und Holzleisten 7, 10,
die über
eine Nagel-, Schraub- und/oder Klebverbindung zu einem selbsttragenden
Teilelement 1 verbunden sind. Es können auch Bauplatten 11, 12 aus
Vollholzmaterialien, Sperrholz, Faserplatten aus Holz-, Gips- oder Zementfasern
oder Verbundwerkstoffen verwendet werden.
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In 2 der
Zeichnung ist der Schnitt durch ein an einem Gebäude befestigtes Teilelement 1 eines
Flachdaches dargestellt. Dabei liegt das Teilelement 1 mit
seiner Querstoßkante
an einer Gebäudeaußenwand 20 oder
einer Fassade an. An dieser Außenwand 20 ist
ein horizontaler Randbalken 19 befestigt, auf dem das Flachdach
mit seinen Teilelementen 1 aufliegt. Dabei ist ein Ausschnitt
eines Teilelements 1 im Längsschnitt
dargestellt, das aus der Dachbahn 13, der oberen DWD-Platte 12,
den Querträgern 6,
den Längsträgern 2,
der Wärmedämmschicht 17,
der Dampfsperrbahn 15 und der unteren OSB-Platte 11 besteht.
An der vorderen Querseite sind oberhalb der unteren Längsgurte 4 die
Befestigungskanthölzer 10 angebracht.
Davor ist das durchgehende Querstoßbrett 9 angeordnet,
das sowohl den unteren Längsgurt 4 als
auch das Befestigungskantholz 10 abdeckt. Um dieses Querstoßbrett 9 ist von
unten die Dampfsperrbahn 15 nach oben umgeschlagen und
bildet so auf der gesamten Querseite eine Stoßkante. Diese Dampfsperrbahn 15 ist
am oberen Ende des Querstoßbrettes 9 nach
innen auf die Deckfläche
der Befestigungskanthölzer 10 zurückgeschlagen
und darauf befestigt.
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Etwa in der Mitte der Stoßkante ist
auf der Dampfsperrbahn 15 noch ein umlaufendes Preßband 16 befestigt,
das einen runden oder quadratischen Querschnitt aufweist und zur
Verbesserung der Abdichtung zwischen der Stoßkante und der Außenwand 20 dient.
Durch diese umlaufende Stoßkante der
Dampfsperrbahn 15 mit dem Preßband 16 lassen sich
die Teilelemente 1 sowohl gegeneinander als auch zu den
benachbarten Wänden
luftdicht abschließen,
ohne daß es
besonderer Abdichtungsarbeiten oder sonstiger Montagemaßnahmen
bedarf. Erst dadurch ist es möglich,
die Teilelemente 1 durch einfaches spaltfreies,Rneinanderlegen
zum Gebäudeinnenteil
luftdicht zusammenzufügen.
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Zur Befestigung der Teilelemente 1 sind
in den Befestigungskanthölzern 10 senkrechte
Bohrungen vorgesehen, in die die Schraubenanker 18 eingesetzt
und mit dem Randbalken 19 verschraubt werden. Bei der Montage
der Teilelemente 1 sind die Bohrungen für die Schraubenanker von oben
gut zugänglich,
da die obere DWD-Platte 12 einen umlaufenden Befestigungsrand 14 von
etwa 50 mm freiläßt, durch
die die Schraubenanker 18 eingelassen werden können. Dieser
Befestigungsrand wird nach der Montage der Schraubenanker 18 durch
ein Keilholz 22 auf den oberen Längsgurten 3 verschlossen.
Wetterseitig wird von oben das Dach am Rand durch eine vorgefertigte
Anschlußmanschette 21 abgedichtet. Diese
wird an der Gehäusewand 20 mittels
Rohrschellen 23 befestigt, wobei die andere Seite auf der Dachbahn 15 überlappend
aufliegt und mit dieser wasserdicht verschweißt oder verklebt wird. Dadurch entsteht
sowohl ein dichter Abschluß der
Teilelemente 1 als auch des dadurch zusammengefügten Daches
sowohl wetterseitig nach oben als auch dampfdicht nach unten zum
Gebäudeinnenteil.
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In 3 der
Zeichnung ist ein Ausschnitt von zwei in Längsrichtung nebeneinander angeordneten Teilelementen 1 eines
Flachdaches dargestellt. Der Ausschnitt zeigt jeweils zwei Längsträger 2 jedes
Teilelementes 1 in Vorderansicht. Jedes Teilelement 1 besteht
wiederum aus der Dachbahn 13, der oberen DWD-Platte 12,
den Längsträgern 2,
den Querträgern 6,
der Dampfsperrbahn 15, der Wärmedämmung 17 und der unteren
OSB-Platte 11.
Beide Teilelemente 1 liegen mit den beiden benachbarten Längsseiten
aneinander. Dabei wird jede Längsseite durch
die an der Außenkante
angeordneten Längsträger 2 begrenzt.
Zwischen den Gurten 3, 4 der Längsträger 2 sind an jeder
Längsseite
jedes Teilelements 1 jeweils ein Längsstoßbrett 8 über die
gesamte Länge
des Teilelementes 1 angeordnet. Seitlich ist die zwischen
der unteren OSB-Platte 11 und den Längs- 2 und Querträgern 6 angeordnete
Dampfsperrbahn 15 über
die gesamte Längskante
nach oben umgeschlagen und an dieser Längskante befestigt. Im Bereich
der unteren Gurte 4 ist mindestens an einer Längsseite
ein Preßband 16 angebracht, das
die beiden Teilelemente 1 gegeneinander nach unten luftdicht
verschließt.
Bei der Montage der vorgefertigten Teilelemente 1 eines
Flachdaches werden die benachbarten Teilelemente 1, die
auf den Randbalken 19 mit ihren Querseiten aufliegen, spaltfrei
aneinander geschoben, so daß die
Längsseiten mit
den Dampfsperrbahnen 15 und dem Preßband 16 aneinanderliegen.
Daraus ergibt sich bereits eine Abdichtung nach unten, die keinerlei
weitere Abdichtmaßnahmen
von der Dachunterseite erfordert. Von oben ergibt sich lediglich
ein Zwischenraum, der sich aus den beiden Befestigungsrändern 14 ergibt,
die auch in Längsrichtung
ausgespart sind. Nach der Fixierung der beiden Teilelemente 1 wird
in diesen Zwischenraum ein etwa 10 cm breites Einlegebrett 24 aus
einem Bauplattenmaterial eingepaßt und an beiden oberen Längsgurten 3 befestigt.
Auf dieses Einlegebrett 24 wird zur wetterseitigen Abdichtung
ein etwa 30 cm breiter Zuschnittstreifen 25 eines VAE-Dachbahnmaterials
gelegt, der die benachbarten Dachbahnen etwa 10 cm überlappend
abdeckt und mit diesen wasserdicht verschweißt oder verklebt wird.
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In 4 der
Zeichnung ist ein Ausschnitt zweier längsseitig hintereinander angeordneter
Teilelemente 1 eines Flachdaches dargestellt, die mit ihren
Querseiten aneinander liegen. Dabei besteht wiederum jedes Teilelement 1 aus
einer Dachbahn 13, einer oberen DWD-Platte 12,
den Längsträgern 2, den
Querträgern 6,
der Wärmedämmung 17,
der Dampfsperrbahn 15 und der darunter angebrachten OSB-Platte 11.
Dabei ist jede der beiden aneinanderstoßenden Querseiten mit einem
Befestigungskantholz 10 als Befestigungselement, einem
Querstoßbrett 9 und
diese umschließende
Dampfsperrbahn 15 ausgestattet. Zur Verbindung beider Teilelemente 1 in
Längsrichtung
liegen diese je zur Hälfte
auf einem Binder 25 auf, der das Flachdach nach unten zusätzlich abstützt. Zwischen
beiden Teilelementen 1 ist noch mindestens ein Preßband 16 über die
gesamte Querseite angeordnet, die die aneinander liegenden Dampfsperrbahnen 15 zusätzlich nach
unten abdichtet. Die aneinanderstoßenden Teilelemente 1 werden von
oben jeweils mit Schraubankern 18 an den Bindern 26 befestigt
und stellen so eine luftdichte feste Verbindung zum Gebäudeinnenraum
dar.
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Die Abdichtung von oben erfolgt wiederum durch
die Einfügung
eines Einlegebrettes 24 von ca. 17 cm Breite, das mit den
oberen Gurten 3 der Längsträger 2 verbunden
ist. Darauf wird ein Zuschnittstreifen 25 einer VAE-Dachbahn
gelegt, der mit den benachbarten Dachbahnen 13 überlappend verklebt
oder verschweißt
wird. Dadurch erfolgt ebenfalls eine wasserdichte diffusionsoffene
Abdichtung, die das Flachdach auch von oben gegen eindringende Feuchtigkeit
dauerhaft schützt.
Da alle Teilelemente 1 rundum geschlossen sind und alle
funktionalen Dachelemente enthalten, sind sie durch einfaches spaltfreies
Aneinanderlegen vorteilhaft zu einem Flach- oder flach geneigten
Gesamtdach zusammenfügbar.
Der hohe Vorfertigungsgrad erlaubt daher auch eine einfache und
schnelle Montage auf der Baustelle.
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Durch die großen Zwischenräume zwischen den
Trägerelementen 2, 6, 11, 12 sind
durch deren Ausfüllung
auch hohe Wärmedämmwerte
erreichbar. Als Wärmedämmstoffe
sind auch übliche
Faser- oder Granulatdämmstoffe
verwendbar, die werksseitig eingeblasen oder eingestreut werden.
Weiterhin sind auch Schall- und Brandschutzsysteme in den Zwischenräumen oder
auf den Trägern 2, 6 vorsehbar. So
können
sowohl zwischen den Dach- 13 und Dampfsperrbahnen 15 zusätzliche
Brandschutzschichten aus einem Glasfaservlies vorgesehen werden.
Als Brandschutz können
gleichzeitig auch die Platten des Tragsystems genutzt werden, sofern
diese .aus Gipsfasern oder Zementfasern bestehen und über die
notwendigen Festigkeitswerte verfügen. Da die Teilelemente 1 so
ausgebildet sind, daß sie
sowohl in Längs-
als auch in Querrichtung verbindbar sind, können aus ihnen auch großflächige Dächer für Hallen
und Industriebauten zusammengefügt
werden. Durch das kassettenartige Trägersystem aus sägbaren Werkstoffen
sind alle Teilelemente 1 im Grunde in beliebigen selbsttragenden
Größen herstellbar,
so daß diese
für beliebige
rechtwinklige Dachgrößen zusammenstellbar
sind. Da diese Teilelemente 1 aus sägbaren Holz-, Gips- oder Verbundwerkstoffen
bestehen, können
auf einfache Weise auch Größenanpassungen
auf der Baustelle vorgenommen werden. Dabei sind durch den Schichtaufbau
die Dach- und Dampfsperrbahnen durch Klebe- oder Schweißverbindungen
auch ergänzbar,
so daß sich
an dem modulweisen Dachaufbau durch die Teilelemente 1 auch
dann festgehalten werden kann. In die Teilelemente 1 können werksseitig
auch schon Fenster- oder Solarelemente eingebaut werden.
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Zum Ausgleich der Durchbiegung und
zur Erhöhung
der Dachbelastung können
die Längsträger 2 auch
mit einer leichten Wölbung
nach oben vorgefertigt werden. Dadurch sind Teilelemente 1 herstellbar, die
in Längsrichtung
eine Wölbung
nach oben aufweisen und dadurch höher belastbar sind. So sind auch
Längsträger vorgesehen,
die mehr als nur einen Stahlblechsteg oder Aluminiumblechsteg aufweisen und
auch dadurch eine höhere
Trag- und Schubbelastung ermöglichen.
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Bei einer weiteren Ausführung des
Dachsystems ist vorgesehen, den Befestigungsrand 14 durcheine
Vergrößerung der
DWD-Platte auszufüllen,
so daß die
Teilelemente sowohl im Bereich der Dachbahn 13 als auch
der Dampfsperrbahn 15 spaltfrei anliegen. Dabei ist die
Dachbahn mit ein- oder mehrseitigen Überlappungsrändern vorgesehen,
die dann miteinander verschweiß-
oder verklebbar sind. Die Überlappungsränder können auch
mit Selbstklebeschichten versehen sein, die nach Abzug einer Schutzfolie
selbstklebend miteinander verbindbar sind.