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Die Erfindung betrifft einen variablen
Hintergrund für
Fotoaufnahmen.
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Aufnahmetische zur Bildung eines
Hintergrundes für
spezielle Fotoaufnahmen sind bekannt. Dabei handelt es sich um Aufnahmetische,
welche ein festes Gestell beziehungsweise einen Rahmen besitzen,
zwischen dem eine Folie beziehungsweise Platte fest angeordnet ist.
Es ist auch bekannt, diese Aufnahmetische demontierbar zu gestalten.
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Alle Lösungen, die dazu bisher bekannt
sind, sind Aufnahme tische, die in ihrer Winkelstellunge nicht veränderbar
sind. Dies gilt auch für
Aufnahmetische, die zum Transport und zur Lagerung demontierbar
ausgestaltet sind.
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Ist ein möglichst homogener Hintergrund
zu schaffen, zum Beispiel um ein verhältnismäßig großes Objekt zu fotografieren,
so wird dies mit dem bekannten Aufnahmetisch entweder nicht oder
nur mit erheblichem (Zeit-) Aufwand erreicht.
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Insgesamt ist bei den aus dem Stand
der Technik bekannten Lösungen
für Aufnahmetische
die Demontage beziehungsweise Montage sehr zeitaufwendig. Dies ist
insbesondere von Nachteil, da derartige Fotoaufnahmen heute in kürzester
Zeit, beispielsweise nach Anruf eines Kunden, bei diesem angefertigt
werden müssen.
Dazu ist es notwendig, die gesamte Fotoausrüstung inklusive der demontierten Aufnahmetische
zum Kunden mitzunehmen und dort die entsprechenden Aufnahmen von
Produkten, Bauteilen usw. anzufertigen. Die Montage beziehungsweise
Demontage der Aufnahmetische nimmt dabei sehr viel Zeit in Anspruch,
so daß dies
den gesamten Vorgang verzögert.
Die Nachfrage nach besonders schnellen Ergebnissen lässt eine
solche Zeitverzögerung
nicht mehr zu. Die vorhandenen Systeme sind derart unflexibel, daß man für unterschiedlichste
Aufnahmen beispielsweise auch noch unterschiedliche Aufnahmetische
benötigt,
um unterschiedliche Gestaltungsformen realisieren zu können.
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Ausgehend von dem zuvor beschriebenen Stand
der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Lösung zu schaffen, die einen
möglichst
flexiblen Hintergrund für
Fotoaufnahmen bereitstellt, der auch leicht transportierbar ist.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe der Erfindung
durch einen variablen Hintergrund für Fotoaufnahmen gelöst, welcher
aus einem flexiblen Grundkörper
besteht, auf welchem das zu foto grafierende Objekt aufliegt, wobei
der flexible Grundkörper mindestens
eine Verstelleinrichtung zur Veränderung der
Form des Grundkörpers
aufweist. Der flexible Grundkörper
kann dabei aus einer durchscheinenden, farblosen und/oder farbigen
Kunststoff- beziehungsweise Metallfolie gebildet sein. Selbstverständlich kann
der flexible Grundkörper
auch aus einem weißen
oder farbigen Karton gebildet sein, der eine ausreichende Steifigkeit
aufweist. Durch die Kombination dieses flexiblen Grundkörpers mit
einer Verstelleinrichtung zur Veränderung der Form des Grundkörpers ist
es mit einer derartigen einfachen Folie, kombiniert mit einer Verstelleinrichtung,
sehr leicht möglich,
diese Folie und Verstelleinrichtung zusätzlich zu den Kameraausrüstungen,
die benötigt werden,
in einen PKW-Kofferraum zu legen und zum Kunden zu fahren, um die
gewünschten
Fotoaufnahmen anzufertigen. Neben der Zeitersparnis zur Errichtung
des Hintergrundes für
Fotoaufnahmen bietet sich außerdem
der Vorteil, daß durch
die Folie und die Verstelleinrichtung die Möglichkeit gegeben ist, unterschiedlichste
Winkel bis hin zur S-Form für
einen variablen Hintergrund mittels dieser einfachen Folie zu gestalten.
Damit lassen sich höchste
Ansprüche
bezüglich
des Hintergrundes mittels sehr einfacher und kostenersparender Lösungen erreichen.
Durch die hohe Variabilität
können
auch große Objekte
in einfacher Weise fotografiert werden. Die Erfindung erreicht in
einfach zu montierender Weise den Aufbau eines auch für professionelle
Arbeiten geeigneten "kleinen" Fotostudios beim Kunden in kurzer
Zeit.
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Eine Möglichkeit der Ausführung der
Verstelleinrichtung ist beispielsweise dadurch angegeben, daß an den
Seiten des flexiblen Grundkörpers Öffnungen
vorhanden sind, die als Rundlöcher
oder Langlöcher
ausgebildet sein können,
durch die beispielsweise eine Kordelschnur gezogen werden kann.
Diese Kordelschnur ist dabei wechselweise durch die Öffnungen
geführt.
Mittels der Kordelschnur kann die Folie durch Spannen in verschiedene
Formen gezogen werden. Diese Kordelschnüre sind mit Feststellein richtungen
versehen, die ein Spannen in den unterschiedlichsten Winkellagen
ermöglicht.
Verwendet man beispielweise zwei Kordelschnüre mit unterschiedlichen Feststelleinrichtungen auf
beiden Seiten, ist auch das Abspannen in S-Form möglich.
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Somit entsteht durch die erfindungsgemäße Lösung eines
variablen Hintergrundes ein schnell zu montierender und flexibel
für alle
möglichen
und unterschiedlichen Aufnahmetechniken geeigneter Hintergrund.
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Entsprechend einer vorteilhaften
Weiterbildung des erfindungsgemäßen variablen
Hintergrundes ist der flexible Grundkörper aus einer durchscheinenden,
farblosen und/oder farbigen Folie gebildet.
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Der variable Hintergrund zeichnet
sich auch dadurch aus, daß der
flexible Grundkörper
eine derartige Steifigkeit besitzt, daß er unterschiedliche Formen
einnehmen kann, beim Verändern
der Form jedoch eine glatte Oberfläche behält. Hierzu sind beispielsweise
Kunststofffolien geeignet, die zwar flexibel aber dennoch ausreichend
steif sind, um Biegungen und Abwinkelungen problemlos ausführen zu können. Die
Oberfläche
der Folie bleibt jedoch dabei glatt, um die Ausbildung von Schattenkanten
zu vermeiden. Nach dem Lösen
der Verstelleinrichtung beziehungsweise deren Fixierung kehrt die
Folie dann in ihre ursprüngliche
Form eigenständig
zurück.
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Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
ist demnach der flexible Grundkörper
aus einer Kunststofffolie, aus Papier beziehungsweise Karton oder auch
aus einer flexiblen Metallfolie gebildet.
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Ein weiterer Aspekt ist dadurch gegeben, daß die Verstelleinrichtung
durch mindestens an einer Seite des flexiblen Grundkörpers durch
Stanzungen erhaltene Öffnungen
angegeben ist, durch die eine Schnur, ein Seil, eine Sehne oder
dergleichen wechselweise beziehungsweise S-förmig geführt ist, wobei mindestens ein
Ende der Schnur mittels eines Fixiermittels fixierbar ist. Es reicht
aus, wenn wenigstens ein Fixiermittel zur Fixierung der Spannung
der Schnur vorhanden ist, wenn dabei mindestens eine Seite der Schnur
fest mit dem variablen Hintergrund verbunden ist beziehungsweise
durch einen Knoten ein Durchführen
der Schnur durch die Öffnungen
verhindert wird.
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Entsprechend einer vorteilhaften
Weiterbildung ist der variable Hintergrund dadurch gekennzeichnet,
daß an
mindestens einer der Querseiten des flexiblen Grundkörpers Verstärkungen
vorgesehen sind. Diese Verstärkungen
bewirken, daß der
flexible Grundkörper
sich beim Auflegen von Fotoobjekten nicht durchbiegt, wenn diese
ein bestimmtes Gewicht aufweisen.
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Es wurde auch gefunden, daß es von
Vorteil ist, wenn die Verstärkungen
durch Metallbügel, Kunststoffverstärkungen
oder dergleichen angegeben sind. Es reicht beispielsweise aus, wenn
die Verstärkungen
durch eine Abwinkelung der Folie an den Enden des flexiblen Grundkörpers ausgebildet
sind. Bei noch schwereren Fotoobjekten ist es dann gegebenenfalls
erforderlich, diese Verstärkungen
durch Metallbügel
oder Kunststoffbügel
oder Streifen anzugeben. Diese Streifen oder Metallbügel sind
dabei derart ausgebildet, daß man
sie wahlweise an dem flexiblen Grundkörper befestigt oder die Aufnahmen auch
ohne diese Verstärkungen
durchführt,
wenn eine Verstärkung
nicht erforderlich ist.
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Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist
es vorgesehen, daß der
flexible Grundkörper
mittels der Verstelleinrichtung in einen abgewinkelten Zustand bringbar
ist, wobei der Winkel frei wählbar
ist und je nach entsprechender Fotoaufnahme beziehungsweise Fototechnik
beliebig veränderbar
ist. Dies ist durch die einfachste Form der Verstelleinrichtung, nämlich durch
eine durch die Öffnungen
geführte
Kordelschnur einfach lösbar, wenn
an beiden Enden der Kordelschnur Fixiereinrichtungen vorhanden sind,
mittels der die Spannung veränderbar
ist, oder aber, wenn nur eine Fixiereinrichtung vorhanden ist und
das andere Ende der Kordelschnur beispielsweise fest an dem flexiblen Grundkörper angeordnet
ist.
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In einer Weiterbildung des variablen
Hintergrundes ist es vorgesehen, daß mindestens zwei oder mehrere
Abwinkelungen des variablen Grundkörpers vorgesehen sind. Dies
wird beispielsweise dadurch erreicht, daß zwei Verstelleinrichtungen
beziehungsweise zwei Kordelschnüre
mit Fixiereinrichtungen an dem Grundkörper auf mindestens einer Seite
dieses Grundkörpers
vorgesehen sind. Gleichmäßigere Winkelformen
lassen sich dadurch erreichen, wenn die Kordelschnüre auf beiden
Seiten des flexiblen Grundkörpers
angeordnet sind und in die gleiche Spannung versetzt werden.
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Die Anordnung der Öffnungen
kann dabei in regelmäßigen Abständen nur
paarweise oder auch unregelmäßig ausgebildet
sein. Dies hängt
im Einzelfall von den zu gestaltenden Formen des variablen Grundkörpers ab.
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Gemäß einer Weiterbildung des variablen Hintergrundes
ist vorgesehen, daß der
Grundkörper eine
solche Steifigkeit aufweist, daß er
einen Tunnel bildet, wenn gegenüberliegende
Seiten desselben durch die Verstelleinrichtung verbunden und gespannt
sind. Damit lassen sich auch in sehr einfacher Weise Aufnahmen mit
dem gewünschten
Tunneleffekt realisieren.
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Eine Weiterbildung des variablen
Hintergrundes sieht vor, daß durch
Rollen des Grundkörpers selbst
und anschließendes
Spannen des variablen Grundkörpers
mittels der Verstelleinrichtung beziehungsweise eines anderen Fixiermittels
dieser die Form eines Zeltes einnimmt. Dieses andere Fixiermittel
kann bei spielsweise durch einen Klettverschluß, welcher in Punktform beidseitig
auf dem variablen Grundkörper
angeordnet ist, realisiert werden. Es ist auch möglich, lediglich Öffnungen
an bestimmten Stellen vorzusehen, durch die dann ein Fixiermittel,
wie beispielsweise eine Schraube, Niet oder dergleichen zur Fixierung
dann geführt
wird. Selbstverständlich
ist dazu auch ein Druckknopf geeignet.
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Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
des variablen Hintergrundes ist es vorgesehen, daß durch
Rollen des Grundkörpers
selbst und anschließendes
Spannen mittels der Verstelleinrichtung dieser die Form einer Röhre bildet.
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Eine Weiterbildung des variablen
Hintergrundes sieht vor, daß der
Grundkörper
wie zuvor beschrieben, dann in die Form eines Kegels beziehungsweise
Kegelstumpfes gebracht wird. Nachdem diese Form erhalten ist, wird
an vorgesehenen Stellen der Grundkörper wieder fixiert.
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Die Erfindung zeichnet sich auch
dadurch aus, daß an
den Längsseiten
des Grundkörpers
Befestigungseinrichtungen vorgesehen sind, mittels derer der Grundkörper auf
einer Unterlage oder ähnlichem
befestigbar ist. Mittels einer derartigen Lösung ist es dann gegeben, daß man den
variablen Hintergrund auf einem Tisch, Rahmen oder dergleichen befestigen
kann, so daß ein
unbeabsichtigtes Verschieben beziehungsweise Bewegen dann erschwert
ist.
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Entsprechend einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung ist die Befestigungsvorrichtung durch
einen Klettverschluß,
Druckknöpfe,
Reißverschluß oder dergleichen
angegeben.
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Eine Weiterbildung des variablen
Hintergrundes zeichnet sich dadurch aus, daß der Grundkörper auf
einem Rahmen auflegbar, insbesondere fixierbar auflegbar, ausgebildet
ist. Mittels einer derartigen Lösung
lässt sich
dann ein Aufnahmetisch realisieren, der sich gegenüber dem
Stand der Technik dadurch auszeichnet, daß der Grundkörper flexibel
ausgestaltet ist und dadurch jede beliebige Form für spezielle Fotoaufnahmen,
wie zuvor beschrieben, realisierbar ist. Der Rahmen kann dabei als
Tisch bereits ausgebildet sein, es reicht jedoch auch aus, wenn
in der einfachsten Form zunächst
ein einfacher Rahmen vorgesehen ist, auf dem der Grundkörper dann
fixierbar auflegbar ist.
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Ein weiterer Aspekt des erfindungsgemäßen variablen
Hintergrundes ist dadurch angegeben, daß der Rahmen mindestens als
dreiteiliger Rahmen ausgeführt
ist, wobei die einzelnen Rahmenteile miteinander verbindbar sind.
Somit lässt
sich dann die Form eines Tisches, Stuhles oder dergleichen durch die
einzelnen Rahmenteile kombinieren.
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Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen variablen
Hintergrundes zeichnet sich dadurch aus, daß die Rahmenteile mittels Steckverbindungen
miteinander verbindbar sind. Von besonderem Vorteil ist es dabei,
wenn die Steckverbindungen in unterschiedlichen Winkeln zur Verfügung stehen.
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Eine Weiterbildung des variablen
Hintergrundes sieht vor, daß die
Rahmenteile mittels fixierbarer Gelenke miteinander verbunden sind.
Auch durch diese Gelenke kann dann jeder gewünschte Winkel eingestellt werden.
Dadurch, daß der
flexible Grundkörper
beispielsweise auf dem Rahmen fixierbar ist, ist es möglich, bereits
ohne die Verstelleinrichtung den flexiblen Grundkörper an
die Form des Rahmens anzupassen.
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Es wurde auch gefunden, daß es von
Vorteil ist, wenn der Rahmen beziehungsweise die Rahmenteile aus
flexiblen Profilen, insbesondere Rohren, erhalten wurden, die universell
verformbar, jedoch nach der Verformung ausreichend formstabil zur
Beibehal tung der gewählten
Form des Rahmens beziehungsweise der Rahmenteile ausgebildet sind. Derartige
flexible Rohre sind beispielsweise aus der Lampentechnik oder auch
als Stative, die universell veränderbar
sind, bekannt.
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Gemäß einer Weiterbildung des variablen Hintergrundes
ist es vorgesehen, daß die
flexiblen Profile als Verstelleinrichtung an dem flexiblen Grundkörper angeordnet
sind. Beispielsweise ist es vorgesehen, daß an dem flexiblen Grundkörper Befestigungsvorrichtungen,
wie zuvor beschrieben, angeordnet sind, welche ebenfalls dazu korrespondierend,
auf den flexiblen Profilen sich befinden. Durch das Verbinden des
flexiblen Grundkörpers über die Befestigungsvorrichtung
ist es dann möglich,
diese flexiblen Profile gleichzeitig als Verstelleinrichtung für den flexiblen
Grundkörper
zu verwenden. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten
für den
variablen Hintergrund.
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Eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen variablen
Hintergrundes sieht vor, daß die
Rahmenteile mit Gelenken verbunden sind. Die Gelenke sind dabei
fixierbar und mit Rastungen versehen. Damit lassen sich schnell
unterschiedlichste Winkellagen des Rahmens beziehungsweise der Rahmenteile
untereinander einstellen.
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Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung sieht
vor, daß zumindest
ein Teil des Aufnahmebereiches durch eine opake Platte gebildet
ist, die vorzugsweise ebenfalls auf beziehungsweise an dem Rahmen
befestigar ist. Vorteilhafterweise kann selbstverständlich auch
der flexible Grundkörper
mittels entsprechend vorgesehener Befestigungseinrichtungen an dieser
Platte befestigt werden.
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Es wurde auch gefunden, daß es von
Vorteil ist, wenn eine Lichtquelle unterhalb beziehungsweise vor
oder hinter dem va riablen Hintergrund anbringbar ist. Damit sind
wiederum unterschiedlichste Fototechniken realisierbar.
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Erfindungsgemäß wurde auch gefunden, daß es von
Vorteil ist, wenn eine Reprosäule
vorgesehen ist, die an dem Rahmen befestigbar ist. Diese Reprosäule lässt sich
universell an den verschiedensten Stellen des Rahmens oder aber
außerhalb dieses
Bereiches, beispielsweise an einem Tisch, befestigen. An dieser
Reprosäule
können
wiederum Lichtquellen oder auch Foto-Kamera beziehungsweise Video-Kamera
befestigt werden.
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Der erfindungsgemäße variable Hintergrund zeichnet
sich gemäß einer
Weiterbildung auch dadurch aus, daß eine Transporteinrichtung
vorgesehen ist, in der alle Einzelteile des variablen Hintergrundes
derart untergebracht sind, daß sie
während des
Transportes in dieser fixiert und insbesondere gegen Stöße und Beschädigungen
geschützt
sind.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung
ist durch einen flexiblen Aufnahmetisch angegeben, bestehend aus
einem flexiblen Grundkörper
nach einer oder mehrerer der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
der Erfindung und einem Rahmen, auf dem der flexible Grundkörper auflegbar
und insbesondere befestigbar ist. Mittels einer derartigen Lösung hat
man dann einen universellen und flexiblen Aufnahmetisch zur Verfügung, wie
er bisher im Stand der Technik noch nicht bekannt ist. Dieser Aufnahmetisch
ist ohne weiteres und in kürzester
Zeit zerlegbar und dadurch in jedem PKW unterbringbar, ohne daß dazu spezielle
Transportgeräte
benötigt werden.
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Die Erfindung stellt auch ein System
für einen
variablen Hintergrund zur Verfügung,
bestehend aus mindestens einem flexiblen Grundkörper gemäß einer oder mehrerer der zuvor
beschriebenen Ausführungsformen,
mindestens einem Rahmen, wie zuvor beschrieben und mindestens einer
opaken Platte, einer oder mehrerer Lichtquellen, einer oder mehrerer
Reprosäulen
und mindestens einer Transporteinrichtung. Durch das Vorhalten eines
bestimmten Systems aus den genannten Varianten lässt sich entsprechend den jeweiligen
Kundenanforderungen dann für
den speziellen Einsatzzweck das benötigte Material zusammenstellen
und dies sehr kurzfristig, so daß auf unterschiedlichste Anforderungen
dann ebenso kurzfristig reagiert werden kann.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand
von Ausführungsbeispielen
und Zeichnungen weiter beschrieben.
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Es zeigen:
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1a und 1b Draufsicht auf flexible
Grundkörper
gemäß der Erfindung,
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2a – 2d Seitenansichten von Ausführungsformen
des flexiblen Grundkörpers,
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3 Aufnahmetisch,
bestehend aus flexiblem Grundkörper,
Rahmen und Ergänzungsteilen,
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4 weitere
Ausführungsfsorm
eines Aufnahmetisches gemäß der Erfindung,
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5a und 5b variable Grundkörper mit
flexiblen Rahmen.
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Die 1a zeigt
einen variablen Hintergrund gemäß der Erfindung
in seiner einfachsten Ausführung.
Dabei besteht dieser variable Hintergrund aus einem flexiblen Grundkörper 1.
Auf diesem flexiblen Grundkörper
ist das zu fotografierende Objekt in gewünschter Weise aufzulegen. Der
flexible Grundkörper
kann dabei beispielsweise aus einer durchscheinenden, farblosen
und/oder farbigen Kunststoff- beziehungsweise Metallfolie gebildet
sein. Der flexible Grundkörper
kann dabei auch aus einem weißen oder
farbigen Karton gebildet sein, der eine ausreichende Steifigkeit
besitzt. An den Seiten des flexiblen Grundkörpers 1 befindet sich
die Verstelleinrichtung 3.
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Die Verstelleinrichtung 3 ist
gebildet aus einer Schnur 3/1, den Fixierungsmitteln 3/2 sowie
den Öffnungen 3/3.
Sie sind sowohl in regelmäßigen Abständen auf
dem Grundkörper
angeordnet, als auch paarweise beziehungsweise in unterschiedlichen
Abständen.
Die Öffnungen 3/3 sind
dabei durch Stanzungen beispielsweise erhalten. Als Fixiermittel 3/2 eignen
sich insbesondere Klemmen, durch die die Schnur 3/1 geführt ist
un die Klemme mittels Federkraft in der fixierten Stellung gehalten
wird. Soll die Spannung der Schnur 3/1 verändert werden,
wird das Fixiermittel 3/2 gelöst und dann in der neuen gewünschten
Stellung wieder fixiert und in der einfachsten Form an eine Fixierung
beispielsweise auch durch einen Knoten in der Kordelschnur erhalten
werden. Der flexible Grundkörper 1 hat
eine solche Steifigkeit, daß er
eine glatte Oberfläche
bildet, nicht gewellt ist und auch bei Spannen mittels der Verstelleinrichtung 3 an
den Biegungen eine glatte Oberfläche beibeheält. Dies
wird beispielsweise durch eine entsprechende Stärke der Folie beziehungsweise
des Kartons erreicht. Die Schnur 3/1, welche ebenfalls durch
ein Seil, eine Sehne oder dergleichen zur Verfügung gestellt werden kann,
ist S-förmig
durch die Öffnungen 3/3 geführt. Vorzugsweise
ist die Schnur 3/1 an einem Ende des flexiblen Grundkörpers 1 fixiert
beziehungsweise befestigt und an der anderen Seite (in 1a auf der rechten Seite)
durch ein Fixiermittel fixierbar.
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Die 1b zeigt
eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen variablen Hintergrundes.
Dabei weist der flexible Grundkörper 1 zusätzlich zu
den bereits beschriebenen Merkmalen jeweils auf der linken und rechten
Seite Verstärkungen 2 auf,
die sowohl fest als auch lösbar
mit dem flexiblen Grundkörper verbunden
sind. Diese Verstärkungen 2 sind
dafür gedacht,
daß bei
entsprechendem Gewicht der zu fotografierenden Objekte ein Durchbiegen
des flexiblen Grundkörpers 1 verhindert
wird. An den Längsseiten des
flexiblen Grundkörpers 1 sind
in der Darstellung gemäß der 1b Befestigungseinrichtungen
vorhanden, mittels derer der flexible Grundkörper auf einem Untergrund beispielsweise
einem Rahmen oder einem Tisch befestigbar ist. Dadurch wird beispielsweise
ein unbeabsichtigtes Verschieben beziehunsweise Bewegen erschwert
beziehungsweise komplett verhindert. Die Befestigungsvorrichtung 4 kann beispielsweise
durch einen Klettverschluß,
Druckknöpfe,
Reißverschlüsse oder
dergleichen angegeben sein. Die Verstärkungen 2 an den Querseiten
des flexiblen Grundkörpers 1 sind
vorzugsweise durch Metallbügel,
Kunststoffverstärkungen
oder einfache Abwinkelungen der Folie selbst angegeben. Die Verstärkungen 2 sind
wahlweise fest oder abnehmbar ausgeführt. Das Ausführungsbeispiel
des flexiblen Grundkörpers 1 gemäß der 1b zeigt, daß in dieser
Darstellung auf jeder Seite des flexiblen Grundkörpers zwei Schnüre 3/1 angeordnet
sind, so daß mittels
der Verstelleinrichtung 3 hier die Möglichkeit gegeben ist, unterschiedliche
Spannungen auf den Grundkörper
einwirken zu lassen, wodurch unterschiedlichste Formen realisierbar
sind.
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Die 2a zeigt
einen flexiblen Grundkörper 1,
welcher durch die Verstelleinrichtung 3 in einer abgewinkelten
Form gespannt wurde. Es handelt sich dabei um eine rechtwinkelige
Abspannung des Grundkörpers 1.
Dies ist jedoch durch Veränderung der
Spannung leicht veränderbar.
Es ist damit leicht auch eine, vom rechten Winkel abweichende Winkelform
erreichbar. Mit dem Bezugszeichen 2 sind die Verstärkungen
wieder bezeichnet, die in dieser Darstellung beispielsweise aufsteckbar
ausgebildet sind.
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2b zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel
für die
Abwin kelungsmöglichkeiten
des flexiblen Grundkörpers 1.
Durch die Abspannung des flexiblen Grundkörpers 1 an zwei Stellen
mittels zwei unabhängig
voneinander wirkenden Verstelleinrichtungen 3 sind hier
zwei Abwinkelungen vorgenommen worden, die für spezielle Fotoaufnahmen realisiert
werden können.
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Die 2 zeigt
eine Abspannung des flexiblen Grundkörpers 1 in einer Tunnelform.
Dieser kann beispielsweise dadurch erhalten werden, daß eine Schnur 3/1 beidseitig
durch den flexiblen Grundkörper
beziehungsweise die dort angeordneten Öffnungen 3/3 geführt ist.
Beidseitig ist dann in der Darstellung gemäß 2c der flexible Grundkörper durch die
Fixiermittel 3/2 fixiert, so daß die Tunnelform erhalten bleibt.
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Für
ganz spezielle Fotoaufnahmen eignet sich die Zeltform des flexiblen
Grundkörpers 1,
wie sie in der 2d dargestellt
ist. Der Zeltkörper
wird durch Rollen des flexiblen Grundkörpers in die gewünschte Zeltform
gebracht. Mittels der Fixiermittel 3/1 beziehungsweise
durch andere vorgesehene Fixiermittel ist diese Form zu stabilisieren,
so daß während der
Aufnahmen keine Veränderungen
ungewünschter
Art erfolgen. Selbstverständlich
kann durch das Rollen des Grundkörpers 1 mit
anderen Winkeln beziehungsweise Spannungen auch die Form eines Kegelstumpfes
erhalten werden.
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3 zeigt
eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung. Dabei handelt es sich
um einen flexiblen Grundkörper 1,
der auf einem Rahmen 5, bestehend aus den Rahmenteilen 5/1, 5/2 und 5/3, angeordnet
ist.
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An den Verbindungsstellen der einzelnen Rahmenteile 5/1, 5/2 beziehungsweise 5/3 sind
Gelenke 7 angeordnet. Diese Gelenke sind vorzugsweise fixierbar
ausgebildet. Insbesondere sind sie derart fixierbar, daß unterschiedliche
Winkelstellungen in kürzester
Zeit realisierbar sind. Auf dem Rahmenteil 5/2 ist eine
opake Platte angeordnet, wie sie üblicherweise bei Fotoaufnahmen
bereits Verwendung findet. Die opake Platte 8 liegt dabei
auf dem Rahmenteil 5/2 plan auf und ist vorzugsweise fixierbar.
Die Kombination zwischen opaker Platte 8 und flexiblem Grundkörper 1 erweitert
die Möglichkeiten
für spezielle
fotografische Aufnahmen. Mit dem Bezugszeichen 4 ist die
Darstellung gemäß der 3 die Befestigungseinrichtung
schematisch angedeutet.
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Die 4 zeigt
einen Aufnahmetische, welcher durch Zusammenstecken der einzelnen
Rahmenteile 5/1, 5/2, 5/3 über Steckverbindungen 6 erhalten
wurde. Mit dem Bezugszeichen 8 ist wiederum die opake Platte
bezeichnet, auf der ein flexibler Grundkörper in dieser Darstellung
tunnelförmig
angeordnet ist. Unterhalb des Rahmenteiles 5/2 ist eine Beleuchtungseinrichtung 9 angeordnet,
mittels derer spezielle Lichteffekte von unten realisiert werden können. Mit
dem Bezugszeichen 10 ist eine Reprosäule bezeichnet, an der ebenfalls
eine Beleuchtung, ein Spiegel oder anderes Komplettierungsteile
für fotografische
Aufnahmen angeordnet sein können. Selbstverständlich ist
es auch möglich,
eine Kamera an der Reprosäule 10 zu
befestigen.
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Die 5a und 5b zeigen Weiterbildungen der
erfindungsgemäßen Lösung. Diese
Ausführungsform
eignet sich dadurch aus, daß der
flexible Grundkörper
an flexiblen Rahmen beziehungsweise Rahmenteilen 5/4 angeordnet
ist. Diese flexiblen Rahmenteile sind beispielsweise durch ein flexibles
Rohr gebildet, welches in unterschiedlichste Formen abgewinkelt
werden kann und welches dabei eine ausreichende Stabilität aufweist,
so daß es
beispielsweise für
bestimmte Fotoaufnahmen in eine abgewinkelte Form gebogen werden
kann, die dann während
der Aufnahmen erhalten bleibt. Derartige flexible Rahmenteile sind
beispielsweise als Rohre beziehungsweise kastenförmige Elemente, bestehend aus
Einzelsegmenten erhalten. Die 5a zeigt
dabei einen trapezförmigen
Körper,
welcher durch Biegen der Rahmenteile 5/4 erhalten wurde.
In der 5b ist der flexible
Grundkörper
in eine S-förmige
Stellung gebracht, welche durch die Rahmenteile 5/4 vorgegeben
wird.
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Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten
Ansprüche
sind Versuche zur Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Schutzes.
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Sollte sich hier bei näherer Prüfung, insbesondere
auch des einschlägigen
Standes der Technik, ergeben, daß das eine oder andere Merkmal
für das
Ziel der Erfindung zwar günstig,
nicht aber entscheidend wichtig ist, so wird selbstverständlich schon
jetzt eine Formulierung angestrebt, die ein solches Merkmal, insbesondere
im Hauptanspruch, nicht mehr aufweist.
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Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen
weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches
durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind
diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen,
gegenständlichen
Schutzes für
die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.
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Merkmale, die bislang nur in der
Beschreibung offenbart wurden, können
im Laufe des Verfahrens als von erfindungswesentlicher Bedeutung,
zum Beispiel zur Abgrenzung vom Stand der Technik beansprucht werden.
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Merkmale, die nur in der Beschreibung
offenbart wurden, oder auch Einzelmerkmale aus Ansprüchen, die
eine Mehrzahl von Merkmalen umfassen, können jederzeit zur Abgrenzung
vom Stande der Technik in den ersten Anspruch übernommen werden, und zwar
auch dann, wenn solche Merkmale im Zusammenhang mit anderen Merkmalen
erwähnt wurden
beziehungsweise im Zusammenhang mit anderen Merkmalen besonders
günstige
Ergebnisse erreichen.