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DE202005006357U1 - Vorrichtung zum Separieren von Zuschnitten - Google Patents

Vorrichtung zum Separieren von Zuschnitten Download PDF

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DE202005006357U1
DE202005006357U1 DE200520006357 DE202005006357U DE202005006357U1 DE 202005006357 U1 DE202005006357 U1 DE 202005006357U1 DE 200520006357 DE200520006357 DE 200520006357 DE 202005006357 U DE202005006357 U DE 202005006357U DE 202005006357 U1 DE202005006357 U1 DE 202005006357U1
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Abstract

Vorrichtung zum Separieren und Abziehen von einzelnen Zuschnitten (Z), insbesondere aus Karton, aus einem die Zuschnitte in gestapelter Form bereitstellenden Magazin (V), mit wenigstens einem zur Entnahmeöffnung des Magazins relativ bewegbaren Element (15) zum Entnehmen eines Zuschnitts und einem seitlich neben der Entnahmeöffnung angeordneten Abziehwalzenpaar (13, 14) zum Abführen eines aus dem Magazin entnommenen Zuschnitts (Z), wobei sowohl eine das Abziehwalzenpaar bildende Hauptwalze (14) als auch eine zugeordnete Anpresswalze (13) angetrieben werden.

Description

  • Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zum Separieren und Abziehen von einzelnen Zuschnitten, insbesondere aus Karton, aus einem die Zuschnitte in gestapelter Form bereitstellenden Magazin, mit wenigstens einem zur Entnahmeöffnung des Magazins relativ bewegbaren Greifelement zum Entnehmen eines Zuschnitts und einem seitlich neben der Entnahmeöffnung angeordneten Abziehwalzenpaar zum Abführen eines aus dem Magazin entnommenen Zuschnitts.
  • Vorrichtungen dieser Art werden in Verpackungsmaschinen eingesetzt, um beispielsweise Flaschen- oder Dosengruppen mit einer Kartonverpackung einzuhüllen. Ziel der Neuerung ist eine einerseits leistungsfähige, andererseits aber auch verschleißarme und betriebssichere Vorrichtung zum Separieren und Abziehen von einzelnen Zuschnitten anzugeben.
  • Durch die Verwendung eines aus einer Hauptwalze und einer zugeordneten Anpresswalze bestehenden Abziehwalzenpaares kann ein vom Greifelement aus dem Magazin entnommener Zuschnitt sehr schnell von der Entnahmeöffnung des Magazins seitlich abgeführt werden, ohne dass hierfür ein großer seitlicher Hub des Greifelements erforderlich ist. Durch den gleichzeitigen Antrieb der Hauptwalze als auch der Anpresswalze kann mit einem nur geringen Anpressdruck auf einen Kartonzuschnitt eine sehr hohe Entnahmeleistung erreicht werden, d.h. selbst großformatige Kartonzuschnitte können äußerst schnell von der Entnahmeöffnung des Magazins abgezogen werden, ohne Abdrücke im Karton zu hinterlassen und ohne einen übermäßigen Verschleiß der Walzen in Kauf nehmen zu müssen.
  • Gemäß einer Weiterbildung der Neuerung ist es von Vorteil, die Hauptwalze und die Anpresswalze zueinander abstandsveränderbar zu lagern, insbesondere die Hauptwalze ortsfest anzuordnen und die Anpresswalze dieser gegenüber beweglich zu positionieren. Zum Einführen eines Kartonzuschnitts zwischen die beiden Walzen kann somit der Abstand größer gewählt werden, während zum Abziehen und Beschleunigen des Kartonzuschnitts der Abstand verkleinert wird und die Walzen an gegenüberliegenden Seiten des Zuschnitts mit geringem Druck reibschlüssig anliegen.
  • Bevorzugt ist die Anpresswalze auf einer gesteuert betätigbaren Schwinge mit Abstand zur Schwenkachse der Schwinge gelagert und koaxial zur Schwenkachse eine von einem motorischen Antrieb beaufschlagte Hauptantriebswelle angeordnet, von der aus sowohl die Anpresswalze als auch die Hauptwalze über Kraftübertragungsglieder angetrieben werden. Auf diese Weise können sowohl die Hauptwalze als auch die Anpresswalze von nur einem einzigen motorischen Antrieb permanent oder taktweise beaufschlagt werden, insbesondere mit übereinstimmender Geschwindigkeit.
  • Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiels anhand der Figuren erläutert. Es zeigt:
  • 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Separieren von Zuschnitten in einer ersten Betriebsstellung,
  • 2 die Vorrichtung nach 1 in einer zweiten Betriebsstellung und
  • 3 eine Draufsicht der Vorrichtung nach den 1 und 2.
  • Die in 1 erkennbare Vorrichtung ist Bestandteil einer nicht dargestellten Verpackungsmaschine zum Verpacken von Artikelgruppen, z. B. Flaschen in einen Karton. Ein Karton wird aus einem zunächst flachen Verpackungszuschnitt Z gebildet, der mit bereits vorgefertigten Faltlinien versehen ist. Mehrere Verpackungszuschnitte Z werden in einem vertikal, d.h. lotrecht ausgerichteten Vorratsmagazin V bereitgehalten, das vom unteren Ende her in Verbindung mit einer nicht näher dargestellten Hubvorrichtung mit einem Stapel von Verpackungszuschnitten beschickbar ist. Der Antrieb dieser Hubvorrichtung ist so regelbar, dass der stets zuoberst im Vorratsmagazin V liegende Verpackungszuschnitt Z sich immer annähernd in der selben Höhenposition befindet.
  • Annähernd höhengleich zu dem zuoberst liegenden Verpackungszuschnitt Z ist seitlich neben dem Vorratsmagazin V ein Abziehwalzenpaar angeordnet, das aus einer ortsfest positionierten Hauptwalze 14 und einer darüber beweglich gelagerten Anpresswalze 13 besteht. Diese Anpresswalze 13 ist verdrehfest mit einem Zahnrad 4 gekoppelt, welches über ein Zahnrad 3 mit einem Zahnrad 2 in Verbindung steht, dessen Drehachse zugleich die Schwenkachse einer Schwinge 1 bildet, auf der die Anpresswalze 13 und die genannten Zahnräder 3 und 4 drehbar gelagert sind. An der Schwinge 1 greift ein gesteuert betätigbarer Pneumatikzylinder P an, der die Schwinge 1 so beaufschlagen kann, dass die Anpresswalze 13 zum seitlichen Abziehen der separierten Verpackungszuschnitte Z vom Vorratsmagazin V synchronisiert zur Hauptwalze 14 zu- und wegstellbar ist. Zur Entnahme des jeweils zuoberst im Vorratsmagazin V liegenden Verpackungszuschnitts Z ist wenigstens ein gesteuert heb- und senkbarer Sauggreifer 15 vorgesehen, der von einem gesteuerten Linearantrieb 16, z.B. einem Pneumatikzylinder annähernd rechtwinklig zur senkrechten Entnahmerichtung vom Vorratsmagazin V in Richtung zu dem Abziehwalzenpaar vor- und zurückbewegbar ist.
  • Die 2 zeigt eine Betriebsstellung der Vorrichtung, bei der die Anpresswalze 13 durch ein Verschwenken der Schwinge 1 gegen den Uhrzeigersinn um die Drehachse des Zahnrads 2 herum eine näher an der Hauptwalze 14 liegende Position einnimmt, bei der der Spalt zwischen der Anpresswalze 13 und der Hauptwalze 14 zumindest geringfügig kleiner bemessen ist als die Dicke eines aus Karton (Wellpappe) bestehenden Verpackungszuschnitts Z. In dieser Stellung liegt die Oberfläche der Hauptwalze 14 an der Unterseite und die Oberfläche der Anpresswalze 13 an der Oberseite eines vereinzelten Verpackungszuschnitts Z reibschlüssig an.
  • Aus der 3 ist der Antriebsmechanismus für die Hauptwalze 14 und die Anpresswalze 13 erkennbar. Zum Antreiben der beiden genannten Walzen ist ein mit einem Zahnriemenrad 8 bestückter Elektromotor 12 vorhanden, der über einen Zahnriemen und ein Zahnriemenrad 7 eine welle 9 antreibt, auf der mit Zwischenabstand versetzt zwei Zahnräder 2 verdrehfest angeordnet sind, die über die vorhergehend bereits genannten Zahnräder 3 und 4 die Anpresswalze 13 beaufschlagen. An dem der Motorseite gegenüberliegenden Ende der Welle 9 ist verdrehfest ein Zahnrad 5 befestigt, das mit einem zweiten, mit der Hauptwalze 14 verdrehfest verbundenen Zahnrad 6 kämmt. Die Hauptwalze 14 ist in 3 durch die darüberliegende Anpresswalze 13 verdeckt und somit nicht erkennbar. Ferner ist zwecks der besseren Übersicht das Vorratsmagazin V nicht abgebildet.
  • Die Länge der Hauptwalze 14 und der Anpresswalze 13 ist so bemessen, dass sie sich zumindest über die gesamte Breite eines Verpackungszuschnitts Z erstrecken. Auf der genannten Welle 9 sind zwei beabstandete Schwingen 1 schwenkbar gelagert, zwischen denen sich die Anpresswalze 13 befindet. Die Schwingen 1 sind über ein nicht näher gezeigtes Element verdrehfest gekoppelt und durch den Pneumatikzylinder P betätigbar.
  • Die Entnahme eines Verpackungszuschnitts Z läuft wie folgt ab:
    Der über dem Vorratsmagazin V positionierte Saugheber 15 wird beispielsweise über gesteuert betätigbare Pneumatikelemente senkrecht von oben auf den zuoberst im Vorratsmagazin V liegenden Verpackungszuschnitt Z abgesenkt, saugt diesen mit Vakuumwirkung an, hebt ihn durch eine von der Entnahmeöffnung des Vorratsmagazins vertikal nach oben gerichtete Bewegung vom Zuschnittstapel ab, gleichzeitig oder im Anschluss daran wird der Linearantrieb 16 aktiviert und verfährt den frei am Saugheber 15 hängenden Zuschnitt parallel zur Entnahmeöffnung des Vorratsmagazins bzw. quer zur lotrechten Entnahmerichtung des Verpackungszuschnitts nach rechts in Richtung zu dem in 1 gezeigten offenen Spalt zwischen der Hauptwalze 14 und der darüber liegenden Anpresswalze 13. Durch Betätigen des Pneumatikzylinders P wird die Schwinge 1 um die Welle 9 herum gegen den Uhrzeigersinn in Richtung zur Hauptwalze 14 zugestellt, wodurch sich der Abstand der Anpresswalze 13 zur Hauptwalze 14 verringert und beide Walzen an gegenüberliegenden Seiten des noch vom Saugheber 15 gehaltenen Verpackungszuschnitts Z reibschlüssig angreifen. In diesem Augenblick wird der Verpackungszuschnitt vom Saugheber freigegeben und durch die mit gleicher Geschwindigkeit durch den Motor 12 angetriebene Hauptwalze 14 und Anpresswalze 13 mit wenig Anpressdruck sehr schnell seitlich vom Vorratsmagazin V weggezogen und z.B. auf einen nicht dargestellten, in der Nähe positionierten Abförderer für Verpackungszuschnitte abgeworfen. Danach wird die Anpresswalze 13 durch Zurückschwenken der Schwinge 1 in die ursprüngliche Stellung mit vergrößertem Zwischenabstand zur Hauptwalze 14 zum Einschieben des nächsten Verpackungszuschnitts zurückgestellt. In der Zwischenzeit ist der Saugheber 15 vom Linearantrieb 16 in seine ursprüngliche Position über dem Vorratsmagazin V verbracht worden und hat bereits den darauffolgenden Verpackungszuschnitt erfasst und nach oben abgehoben.
  • Der durch den gemeinsamen Antriebsmotor 12 erfolgende permanente Antrieb der Hauptwalze 14 und Anpresswalze 13 kann mit konstanter Drehzahl oder auch durch einen periodisch diskontinuierlichen Drehzahlverlauf erfolgen, dergestalt, dass ein Zuschnitt zunächst aus dem Stillstand heraus oder mit verminderter Drehzahl erfasst und erst durch eine darauffolgende Erhöhung der Drehzahl beschleunigt wird, um die Belastung und den Verschleiß an den Walzen aber auch am Verpackungszuschnitt selbst zu minimieren.

Claims (5)

  1. Vorrichtung zum Separieren und Abziehen von einzelnen Zuschnitten (Z), insbesondere aus Karton, aus einem die Zuschnitte in gestapelter Form bereitstellenden Magazin (V), mit wenigstens einem zur Entnahmeöffnung des Magazins relativ bewegbaren Element (15) zum Entnehmen eines Zuschnitts und einem seitlich neben der Entnahmeöffnung angeordneten Abziehwalzenpaar (13, 14) zum Abführen eines aus dem Magazin entnommenen Zuschnitts (Z), wobei sowohl eine das Abziehwalzenpaar bildende Hauptwalze (14) als auch eine zugeordnete Anpresswalze (13) angetrieben werden.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptwalze (14) und die Anpresswalze (13) zueinander abstandsveränderbar gelagert sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptwalze (14) ortsfest und die Anpresswalze (13) beweglich positioniert ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpresswalze (13) auf einer gesteuert betätigbaren Schwinge (1) mit Abstand zur Schwenkachse (9) der Schwinge gelagert und koaxial zur Schwenkachse eine von einem motorischen Antrieb (12) beaufschlagte Hauptantriebswelle (9) angeordnet ist, von der aus sowohl die Anpresswalze (13) als auch die Hauptwalze (14) über Kraftübertragungsglieder (2, 3, 4, 5, 6) angetrieben werden.
  5. vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptwalze (14) und Anpresswalze (13) mit gleicher Geschwindigkeit angetrieben werden.
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