DE10219982C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Vereinzelung von gestapelten Zuschnitten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Vereinzelung von gestapelten ZuschnittenInfo
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Abstract
Bei der kontinuierlichen Vereinzelung von hinter einer Anschlagzunge (1) auf mindestens einem Stapelhalter (4') gestapelten Zuschnitten (2') aus Papier, Karton oder dgl. mit einem unterhalb des Zuschnittstapels (2) angeordneten Abzugsförderer mit wenigstens einem kontinuierlich umlaufenden Transportriemen (5), der durch eine Exzentervorrichtung (6) taktmäßig mit der Unterseite (9) des Zuschnittstapels (2) durch Absenkung des Zuschnittstapels (2) und/oder durch Anhebung des Transportriemens (5) in Kontakt gebracht wird, wodurch der jeweils unterste Zuschnitt (2'') vom Zuschnittstapel (2) weg und durch den aus der Anschlagzunge (1) und dem Transportriemen (5) gebildeten Spalt (7) gezogen wird, entstehen insbesondre bei dünnen und minderwertigen Materialien Probleme durch Doppeleinzug oder schiefes Einziehen. Um auch bei hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit derartige Materialien störungsfrei vereinzeln zu können, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, dass durch mindestens eine unmittelbar neben dem Transportriemen (5) und mit Abstand unmittelbar unter dem unteren Ende der Anschlagzunge (1) angeordnete drehbare Förderrolle (10) der Transport des untersten Zuschnitts (2'') durch den Transportriemen (5) im Bereich der Anschlagzunge (1) unterstützt wird.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen
Vereinzelung von hinter einer Anschlagzunge auf mindestens einem Stapelhal
ter gestapelten Zuschnitten aus Papier, Karton oder dgl. mit einem unterhalb
des Zuschnittstapels angeordneten Abzugsförderer mit wenigstens einem kon
tinuierlich umlaufenden Transportriemen, der durch eine Exzentervorrichtung
taktmäßig mit der Unterseite des Zuschnittstapels durch Absenkung des Zu
schnittstapels und/oder durch Anhebung des Transportriemens in Kontakt ge
bracht wird, wodurch der jeweils unterste Zuschnitt vom Zuschnittstapel weg
und durch den aus der Anschlagzunge und dem Transportriemen gebildeten
Spalt gezogen wird.
Die Vereinzelung von Zuschnitten eines Zuschnittstapels ist auf verschiedenen
Wegen möglich. So wird beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift
DE 21 45 273 A eine Vorrichtung zum Abziehen des obersten Bogens von einem
Stapel beschrieben. Bei dieser bekannten Vorrichtung wird ein Trennsaug
schloss verwendet, das die Aufgabe hat, den jeweils obersten Bogen eines
Stapels an seiner Hinterkante anzusaugen, anzuheben und mit einem Luftkis
sen zu unterblasen, bevor der Bogen durch Fördermittel, z. B. durch eine
Saugwalze, die vom Trennsaugschloss gesteuert wird und am vorderen Ende
des so angehobenen Bogens angreift, vom Stapel abgezogen wird.
Eine weitere Möglichkeit des Abziehens des obersten Zuschnitts (Bogens) ei
nes Stapels ist aus der deutschen Auslegeschrift DE 21 11 057 B bekannt. Ein
mit Zuführgeschwindigkeit für eine nachgeordnete Falzmaschine umlaufendes
Saugrad erfasst an seiner Unterseite den obersten Bogen des Stapels und för
dert diesen zur Falzmaschine. Die periodische Steuerung der Saugluftbeauf
schlagung des Saugrades erfolgt dabei über einen mit einem Magnetventil ver
bundenen Digitalzähler.
Neben dem Abziehen des obersten Zuschnitts von einem Zuschnittstapel ist es
auch bekannt, jeweils nur den untersten Zuschnitt vom Stapel vereinzelt abzu
ziehen. So ist aus der deutschen Patentschrift DE 29 46 426 C2 eine Vorrich
tung zum Vereinzeln von gestapelten Zuschnitten aus Karton oder dgl. bekannt
mit einem hinter einer Anschlagvorrichtung angeordneten Zuschnittstapel und
mit einem unterhalb des Zuschnittstapel im spitzen Winkel kontinuierlich umlau
fenden Förderiemen, der durch eine im Bereich der Anschlagvorrichtung ex
zentrisch gelagerte Rolle taktweise angehoben wird und den untersten Zu
schnitt durch Reibschluss vom Stapel abzieht.
In der deutschen Offenlegungsschrift DE 196 40 963 A1 wird schließlich vorge
schlagen, in einer Einführstation gestapelte Zuschnitte aus Karton oder dgl. un
ter dem Zuschnittstapel für den gesteuerten Abzug des jeweils untersten Zu
schnitts und für dessen Förderung zu einer Übernahmestation mit einem takt
mäßig laufenden Folgeprozess einen taktlos umlaufenden Förderriemen anzu
ordnen, dessen Geschwindigkeit durch die Übernahmestation gesteuert wird.
Diese wie oben beschriebenen oder ähnliche Varianten der Vereinzelungsverfah
ren von Zuschnitten (Anlegeverfahren, da in der Regel nach der Vereinzelung
ein Anlegen des Zuschnitts in einem Folgeprozess erfolgt) arbeiten seit vielen
Jahren sehr zuverlässig im Bereich von Voll- und Wellpappe. Probleme entste
hen bei den Anlegearten, die den untersten Zuschnitt einziehen, immer dann,
wenn das zu verarbeitende Material dünner und instabiler wird.
Bei guter Kartonqualität beginnen die Probleme mit dem Unterschreiten von ca.
250 g/m2 (als ein Bewertungsmaß für die Materialdicke wird üblicherweise das
Gewicht pro Flächeneinheit verwendet). Bei instabilem oder minderwertigem
Kartonmaterial, beispielsweise bei Recyclingmaterial, treten Probleme auch
schon bei Materialqualitäten von weniger als 300 g/m2 auf. Die auftretenden
Probleme äußern sich dabei im Doppeleinzug und schiefem Einziehen der Zu
schnitte. Gleichzeitig nimmt die erzielbare Arbeitsgeschwindigkeit signifikant ab.
Darüber hinaus treten bei der Verarbeitung von dünnen Materialien weitere
Probleme auf in Form von erhöhtem Verschleiß der Transportriemen sowie das
Auftreten von Markierungen an den Kartonzuschnitten. Unterhalb von Karton
qualitäten von ca. 150 g/m2 versagt die Funktion dieser beschriebenen Verein
zelungsverfahren bzw. Vereinzelungsvorrichtungen völlig.
Ausgehend von diesem bekannten Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfin
dung, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, mit dem bzw. mit der un
ter Behebung der geschilderten Nachteile eine einwandfreie Vereinzelung von
Zuschnitten mit Vorrichtungen der genannten Art auch bei Karton- bzw. Papier
qualitäten bis zu 80 g/m2 auch für hohe Produktionsgeschwindigkeiten gesichert
ist.
Die gestellte Aufgabe wird verfahrensmäßig durch die Merk
male des Anspruchs 1 gelöst.
Vorrichtungsmäßig wird die gestellte Aufgabe mit den
Merkmalen des Anspruchs 2 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Durch die Anordnung einer zusätzlichen drehbaren Förderrolle im Bereich des
unteren Endes der Anschlagzunge wird die Förderung des vereinzelten Zu
schnitts durch den Spalt zwischen dem unteren Ende der Anschlagzunge und
dem Transportriemen wirksam unterstützt. Je nach der Materialqualität der Zu
schnitte und ihrer durch die Produktionsgeschwindigkeit bedingten Transport
geschwindigkeit kann die Förderrolle dabei mit gleicher Umfangsgeschwindig
keit die Transportgeschwindigkeit des Förderriemens unterstützen oder aber mit
variabler Umfangsgeschwindigkeit oder durch Richtungsumkehr beschleuni
gend oder bremsend auf den vereinzelten Zuschnitt einwirken. Um dies zu er
möglichen, ist die Förderolle mit einem entsprechend ausgebildeten Antrieb
verbunden.
Zur weiteren Anpassung an Materialqualität und Geschwindigkeit der Zuschnitte
ist es nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung möglich, die Ortsla
ge der Förderrolle in Bezug zur Anschlagzunge und zum Transportriemen
wahlweise vertikal und/oder horizontal im Bereich des unteren Endes der An
schlagzunge zu verändern, um so eine sichere Führung der Zuschnitte unter
halb der Anschlagzunge auch bei hohen Transportgeschwindigkeiten und dün
nen Materialqualitäten zu gewährleisten
Je nach Breite der zu vereinzelnenden Zuschnitte kann es erforderlich sein,
dass mehrere (mindestens zwei) Gruppen, bestehend aus Anschlagzunge,
Transportriemen, Stapelhalter und Exzentervorrichtung nebeneinander an ei
nem Zuschnittstapel notwendig werden, um ein schiefes Abziehen zu verhin
dern und eine gleichmäßige Vereinzelung zu erreichen. In solchen Fällen wer
den dann erfindungsgemäß diesen Gruppen jeweils mindestens eine Förderrol
le zugeordnet.
Weitere Besonderheiten, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung werden
nachfolgend an zwei in schematischen Zeichnungsfiguren dargestellten Ausfüh
rungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Riementaktanleger mit oszillierendem Stapelheber vor dem
Abziehen eines Zuschnitts in Seitenansicht,
Fig. 2 einen Riementaktanleger mit oszillierendem Stapelheber vor dem
Abziehen eines Zuschnitts in Vorderansicht,
Fig. 3 einen Riementaktanleger mit oszillierendem Stapelheber während
des Abziehens eines Zuschnitts in Seitenansicht,
Fig. 4 einen Riementaktanleger mit oszillierendem Stapelheber während
des Abziehens eines Zuschnitts in Vorderansicht,
Fig. 5 einen Riementaktanleger mit oszillierendem Transportriemen vor
dem Abziehen eines Zuschnitts in Seitenansicht,
Fig. 6 einen Riementaktanleger mit oszillierendem Transportriemen vor
dem Abziehen eines Zuschnitts in Vorderansicht,
Fig. 7 einen Riementaktanleger mit oszillierendem Transportriemen wäh
rend des Abziehens eines Zuschnitts in Seitenansicht,
Fig. 8 einen Riementaktanleger mit oszillierendem Transportriemen wäh
rend des Abziehens eines Zuschnitts in Vorderansicht.
In den Fig. 1 bis 4 ist in Seiten- und Vorderansichten ein Riementaktanleger
zur Durchführung eines Anlegeverfahrens (Vereinzelungsverfahrens) mit oszil
lierendem Stapelhalter dargestellt. Bei diesem dargestellten Riementaktanleger
werden Zuschnitte 2', beispielsweise Kartonzuschnitte, in Form eines Zuschnitt
stapels 2 in ein Magazin eingelegt, welches im Wesentlichen aus den Elemen
ten Anschlagzunge 1, Zuschnittstütze 3 und oszillierendem Stapelhalter 4 ge
bildet wird.
Unterhalb des Stapelhalters 4 befinden sich zwei rotierende Exzenter 6, durch
die der Stapelhalter 4 taktmäßig auf und ab bewegt wird, so dass der jeweils
unterste Zuschnitt 2" taktmäßig mit seiner Unterseite 9 mit dem unterhalb des
Zuschnittstapels 2 angeordneten Transportriemen 5 in Kontakt kommt. Der
Transportriemen 5, der mit seinem oberen Teil kontinuierlich in Transportrich
tung (Pfeilrichtung 8) über zwei Transportrollen 12 umläuft, erfasst mit Reib
schluss diesen untersten Zuschnitt 2" und zieht ihn durch den von der An
schlagzunge 1 und dem Transportriemen 5 gebildeten Spalt 7. Unterhalb der
Anschlagzunge 1 befindet sich zwischen dem oberen Teil des Transportrie
mens 5 und dem Stapelhalter 4 erfindungsgemäß eine Förderrolle 10.
In den Fig. 1 und 2 ist in Seitenansicht (Fig. 1) und Vorderansicht (Fig. 2) dieser
Riementaktanleger vor dem Abziehen eines Zuschnitts 2' dargestellt. Die Un
terseite 9 des untersten Zuschnitts 2" befindet sich mit Abstand oberhalb des
Transportriemens 5 und der Förderrolle 10 und die rotierenden Exzenter 6 be
finden sich in ihrer oberen Stellung.
In den Fig. 3 und 4 ist in Seitenansicht (Fig. 3) und Vorderansicht (Fig. 4) dieser
Riementaktanleger während des Abziehens des Zuschnitts 2" vom Zuschnitt
stapel 2 dargestellt. Durch Absenkung des Stapelhalters 4 (die beiden rotieren
den Exzenter 6 befinden sich nun in ihrer untersten Stellung) befindet sich nun
die Unterseite 9 des untersten Zuschnitts 2" mit Kontakt auf dem oberen Teil
des Transportriemens 5 und wird von diesem mit Reibschluss in Transportrich
tung 8 mitgenommen und durch den Spalt 7 gezogen. Die unterhalb der An
schlagzunge 1 erfindungsgemäß angeordnete Förderrolle 10 erfasst nun gleich
falls das vordere Ende des untersten Zuschnitts 2" und unterstützt somit die
Förderwirkung des Transportriemens 5. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
entspricht die Drehrichtung 11 der Förderrolle 10 der Transportrichtung 8.
Gleichzeitig wirkt die Förderrolle 10 zusammen mit der Anschlagzunge 1 wie
ein starrer Spalt, durch den jeweils nur ein Zuschnitt 2" gezogen werden kann.
Ohne Förderrolle 10 können sich durch die Elastizität des Transportriemens 5
mitunter auch zwei oder mehr Zuschnitte 2' bzw. 2" durch den Spalt 7 "quet
schen".
In den Fig. 5 bis 8 ist in Seiten- und Vorderansicht ein Riementaktanleger
zur Durchführung eines Anlegeverfahrens mit in der Höhe oszillierendem obe
ren Teil des Transportriemens 5 dargestellt. Im Gegensatz zum Verfahren der
Fig. 1 bis 4 sind bei diesem Riementaktanleger die Stapelhalter 4' ortsfest und
führen keine Bewegung aus, sondern die beiden rotierenden Exzenter 6 wirken
direkt gegen den oberen Teil des Transportriemens 5 und bewegen diesen
taktmäßig von unten gegen den jeweils untersten Zuschnitt 2". Die Wirkung ist
dann die gleiche wie bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel beschrie
ben; der unterste Zuschnitt 2" wird vom Transportriemen 5 erfasst und mit
Reibschluss durch den Spalt 7 gezogen, wo bei auch hier die erfindungsgemäß
unterhalb der Anschlagzunge 1 angeordnete Förderrolle 10 unterstützend durch
Ausbildung eines starren Spalts mitwirkt.
In den Fig. 5 und 6 ist in Seitenansicht (Fig. 5) und Vorderansicht (Fig. 6) dieser
Riementaktanleger vor dem Abziehen des Zuschnitts 2" dargestellt. Die Unter
seite 9 des untersten Zuschnitts 2" befindet sich mit Abstand oberhalb des
Transportriemens 5, gehalten von zwei Stapelhaltern 4', und mit Abstand ober
halb der Förderrolle 10 und die rotierenden Exzenter 6 befinden sich in ihrer
unteren Stellung.
In den Fig. 7 und 8 ist in Seitenansicht (Fig. 7) und Vorderansicht (Fig. 8) dieser
Riementaktanleger während des Abziehens des untersten Zuschnitts 2" vom
Zuschnittstapel 2 dargestellt. Durch Anhebung des oberen Teils des Transport
riemens 5 (die beiden rotierenden Exzenter 6 befinden sich nun in ihrer obers
ten Stellung) befindet sich nun die Unterseite 9 des untersten Zuschnitts 2" in
Kontakt mit dem oberen Teil des Transportriemens 5 und wird von diesem in
Transportrichtung 8 mitgenommen und durch den Spalt 7 gezogen.
Die unterhalb der Anschlagzunge 1 erfindungsgemäß angeordnete Förderrolle
10 erfasst nun wie beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel das vordere En
de des untersten Zuschnitts 2" und unterstützt somit die Förder- und Trennwir
kung des Transportriemens 5. Auch hier entspricht die Drehrichtung 11 der
Förderrolle 10 der Transportrichtung 8.
Die erfindungsgemäßen Maßnahmen und Ausgestaltungen sind nicht auf die in
den Zeichnungsfiguren 1 bis 8 dargestellten Ausführungsbeispiele von mögli
chen Riementaktanlegern beschränkt. Mögliche Abwandlungen können bei
spielsweise in Änderungen der Anzahl und Anordnung einzelner Bauteile wie
Anschlagzunge, Zuschnittstütze, Stapelhalter, Transportriemen und Exzenter
vorrichtung bestehen, wo bei die jeweilige Ausgestaltung in Anpassung an die
Materialeigenschaften und Größe der zu vereinzelnden Zuschnitte dem Fach
mann freigestellt ist.
1
Anschlagzunge
2
Zuschnittstapel
2
',
2
" Zuschnitt
3
Zuschnittstütze
4
,
4
' Stapelhalter
5
Transportriemen
6
Exzentervorrichtung (Exzenterrolle)
7
Spalt zwischen
1
und
5
8
Transportvorrichtung
9
Unterseite von
2
"
10
Förderrolle
11
Drehrichtung von
10
12
Transportrollen für
5
Claims (6)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Vereinzelung von hinter einer Anschlagzunge
(1) auf mindestens einem Stapelhalter (4, 4') gestapelten Zuschnitten (2') aus
Papier, Karton oder dgl., mit einem unterhalb des Zuschnittstapels (2) angeord
neten Abzugsförderer mit wenigstens einem kontinuierlich umlaufenden Trans
portriemen (5), der durch eine Exzentervorrichtung (6) taktmäßig mit der Unter
seite (9) des Zuschnittstapels (2) durch Absenkung des Zuschnittstapels (2)
und/oder durch Anhebung des Transportriemens (5) in Kontakt gebracht wird,
wodurch der jeweils unterste Zuschnitt (2") vom Zuschnittstapel (2) weg und
durch den aus der Anschlagzunge (1) und dem Transportriemen (5) gebildeten
Spalt (7) gezogen wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch mindestens eine
unmittelbar neben dem Transportriemen (5) mit Abstand unter dem unteren En
de der Anschlagzunge (1) zusätzlich angeordnete separat angetriebene Förder
rolle (10), die im Spalt (7) mit der Unterseite (9) des untersten Zuschnitts (2") in
Kontakt gebracht wird, die Förderung des Zuschnitts (2") vom Zuschnittstapel
(2) weg wirksam unterstützt wird, wobei durch die Förderrolle (10) je nach der
Materialqualität der Zuschnitte (2') und der durch die Produktionsgeschwindig
keit bedingten Transportgeschwindigkeit eine unterstützende, verzögernde oder
beschleunigende Einwirkung auf die durch den Transportriemen (5) vorgegebe
ne Transportgeschwindigkeit des untersten Zuschnitts (2") vorgenommen wird.
2. Vorrichtung zur kontinuierlichen Vereinzelung von gestapelten Zuschnitten
(2') aus Papier, Karton oder dgl., mit mindestens einer vertikal verstellbaren
Anschlagzunge (1) zur vorderen und mindestens einer Zuschnittstütze (3) zur
hinteren Begrenzung des Zuschnittstapels (2), mindestens einem Stapelhalter
(4, 4'), auf dem der Zuschnittstapel (2) aufliegt und mindestens einem unterhalb
des Zuschnittstapels (2) in Transportrichtung (8) kontinuierlich umlaufenden
Transportriemen (5), wobei der Stapelhalter (4, 4') und/oder der Transportrie
men (5) mit einer Exzentervorrichtung (6) vertikal verschiebbar ist, zur Durch
führung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine separat angetriebene drehbare Förderrolle (10) unmittelbar
neben einem Transportriemen (5) und mit Abstand unter dem unteren Ende der
Anschlagzunge (1) so angeordnet ist, dass die Förderrolle (10) im Spalt (7) die
Unterseite (9) des untersten Zuschnitts (2") erfasst.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderrol
le (10) in Transportrichtung (8) der Zuschnitte (2") und in Gegenrichtung
antreibbar ausgebildet und mit einer entsprechend ausgebildeten Antriebsvor
richtung verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebs
vorrichtung der Förderrolle (10) regelbar ausgebildet ist und die Förderrolle (10)
mit einer variablen Umfangsgeschwindigkeit antreibt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Förderrolle (10) vertikal und/oder horizontal verschiebbar ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, dass mindestens zwei Gruppen, bestehend aus Anschlagzunge
(1), Transportriemen (5), Stapelhalter (4, 4'), Exzentervorrichtung (6) und För
derrolle (10) nebeneinander an einem Zuschnittstapel (2) angeordnet sind.
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