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DE2015899B2 - Kamera mit koordinierter blenden- und entfernungseinstellung - Google Patents

Kamera mit koordinierter blenden- und entfernungseinstellung

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DE2015899B2
DE2015899B2 DE19702015899 DE2015899A DE2015899B2 DE 2015899 B2 DE2015899 B2 DE 2015899B2 DE 19702015899 DE19702015899 DE 19702015899 DE 2015899 A DE2015899 A DE 2015899A DE 2015899 B2 DE2015899 B2 DE 2015899B2
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Donald Malcolm Webster N Y Harvey (VStA)
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Eastman Kodak Co
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Eastman Kodak Co
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Publication date
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    • GPHYSICS
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
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    • G03B7/14Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device a hand-actuated member moved from one position to another providing the energy to move the setting member, e.g. depression of shutter release button causes a stepped feeler to co-operate with the pointer of the light-sensitive device to set the diaphragm and thereafter release the shutter setting of both shutter and diaphragm aperture being effected so as to give the optimum compromise between depth of field and shortness of exposure

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Description

Die Erfindung betrifft eine Kamera mit einem zum Scharfstellen des Objektivs bewegbaren Objektiviräger, einem die Blende des Objektivs einstellenden Belichtungssteuerungselement und einer automatisch arbeitenden Entfernungseinstelleinrichtung zum Erzeugen einer Einstellbewegung des Objektivträgers.
In der Photographic ist es bekannt, daß der Entfernungsbereich, innerhalb dessen ein Gegenstand mit annehmbarer Schärfe photographiert werden kann, von der wirksamen Blendenöffnung des Kameraobjektivs abhängt. Dieser Bereich, die Schärfentiefe des Kameraobjektivs, wird größer, wenn die Blendenöffnung des Objektivs kleiner wird. So hat z. B. ein typisches Objektiv mit 44 mm Brennweite für eine 35-mm-Kamera eine Schärfentiefe von etwa 1,35 m bis 1,75 m, wenn es bei einer Blendenöffnung 3,2 auf 1,50 m scharf eingestellt ist, und eine Schärfentiefe von etwa h5 1,10 m bis 2,70 m bei derselben Entfernungseinstellung und bei Blende 11. In ähnlicher Weise verändert sich heim selben Objektiv der Bereich, in dem alle entfernten Gegenstände ausreichend scharf abgelichtet werden, zwischen einem Bereich von etwa 12 m bis unendlich, wenn das Objektiv auf die Entfernung unendlich und die Blendenöffnung auf 3,2 eingestellt ist, und zwischen einem Bereich von etwa 1,80 m bis unendlich, wenn das Objektiv bei Blende 11 auf 3,65 m eingestellt ist. Das Verkleinern der Blendenöffnung auf den Wert U bei einer Entfernungseinstellung auf unendlich vergrößert den Schärfenbereich nur so weit, daß Gegenstände jenseits von etwa 3,50 m mit annehmbarer Bildschärfte photographiert werden können. Dementsprechend weisen viele Kameras mit einem Objektiv mit Entfernungseinstellung und mit veränderbarer Blende eine verstellbare Bezugsskala auf, welche die Schärfentiefe des Objektivsystems bei verschiedenen Einstellungen anzeigt, um den Photographen in die Lage zu versetzen, die am Liesten geeignete Kombination der Verschluß- und Blendeneinstellung auswählen zu können, die von der Art und der Helligkeit der aufzunehmenden Szene und von Überlegungen bezüglich der Belichtungszeit abhängen. In weniger hoch entwickelten Kameras kann das Objektiv jedoch nur in Entfernungseinstellungen gebracht werden, die durch Ausdrücke bezeichnet sind wie z. B. »Porträtaufnahme«, »Gruppenaufnahme«, und »Landschaftsaufnahme« oder durch die entsprechenden Symbole angegeben werden, die auf der Grundlage der größten brauchbaren Objektivöffnung aufgestellt sind, und die deshalb nicht notwendigerweise die größte Schärfentiefe liefern, wenn die Blendenöffnung auf einen kleineren Wert eingestellt wird.
Um das Einstellen des Kameraobjektivs auf verschiedene Entfernungen nicht mehr von Hand vornehmen zu müssen, sind automatische Entfernungseinstellmechanismen entwickelt worden, die automatisch die Entfernung bis zu dem aufzunehmenden Gegenstand bestimmen und die das Objektiv dementsprechend einstellen. Solche Einstellmechanismen können beispielsweise nach dem Prinzip der Triangulation arbeiten, das auf der Bestimmung der Winkellage zwischen einem von der Kamera ausgehenden und auf dem aufzunehmenden Gegenstand auftreffenden Lichtstrahl und der Blickrichtung beruht, entlang der das von dem Gegenstand zurückkehrende Licht von einem in der Kamera angeordneten lichtempfindlichen Meßelement aufgenommen wird.
In einer Kamera eines solchen Typs bewegt sich das Objektiv allmählich rückwärts gegen die Filmebene, wenn das Entfernungseinstellsystem im Gleichlauf mit dem Objektiv bei zunehmend wachsender Entfernung entsprechend der gleichzeitigen Scharfstellung des Objektivs nach einem Gegenstand sucht. Sobald der Gegenstand erfaßt ist, wird die Einstellbewegung des Objektivs unterbrochen, so daß der Gegenstand annähernd in der Mitte des Schärfetiefenbereichs des Objektivs bei dieser Einstellung scharf eingestellt ist. Wenn es dem Entfernungseinstellsystem mißlingt, einen Gegenstand in seinem Sichtbereich zu erfassen, dann setzt sich die Rückwärtsbewegung des Objektivs bis zu einer vorgegebenen Stellung fort, in der es verharrt, während der Film belichtet wird. Diese Einstellung des Objektivs beruht jedoch auf der Annahme, daß die Blende auf ihre größte Öffnung eingestellt ist, obwohl solche Kamera unverändert ein automatisches Belichtungssystem aufweist, das in der Lage ist, den Blendenwert automatisch in Abhängigkeit von der Szenenhelligkeit einzustellen. Wenn eine Kamera wie in dem obigen Beispiel eine Blendenöffnung von 3,2 hat,
würde deshalb das Objektiv automatisch in eine Einstellung gebracht, in der es keine scharfe Aufnahme eines Gegenstandes liefern kann, der näher als 12 m ist, und zwar ungeachtet der Tatsache, daß dasselbe Objektiv eine scharfe Aufnahme von einem Gegenstand irgendwo jenseits von etwa 1,80 m machen könnte, wenn es bei einer auf den Wert 11 verkleinerten Blende auf eine Entfernung von 3,65 m eingestellt wäre. Bei verhältnismäßig großer Szenenhelligkeit liefert dementsprechend die automatische Einstellung des Kameraobjektivs auf die weiteste Entfernungseinstellung offensichtlich eine weitaus stärker eingeschränkte Schärfentiefe, als es sonst notwendig wäre. Weiterhin ist diese Einschränkung der Schärfentiefe bei der weitesten Objektiveinstellung in Kameras, die ein solches automatisches Entfernungseinstellsystem benutzen, deswegen besonders unerwünscht, weil die Genauigkeit dieses Systemtyps mit zunehmender Entfernung und auch mit zunehmender Szenenhelligkeit iibnimmt. Da das Entfernungseinstellsystem auf der Erfassung eines auf dem zu photographierenden Gegenstand auf treffenden Lichtstrahls aufbaut, Jäßt insbesondere eine Zunahme der Umgebungshelligkeit die relative Intensität des durch das Entfernungseinstellsystem erfaßten Lichtsignals abnehmen. Deshalb ist es, in direktem Gegensatz zu der Objektiveinstellung bei größter Blendenöffnung, bei solchen Kameras besonders erwünscht, daß, wenn es dem Entfernungseinstellsystem mißlingt, einen Gegenstand in der Nähe zu erfassen, das Objektiv in Übereinstimmung mit der Blendenöffnung auf seine kürzeste Entfernungseinstellung eingestellt wird, bei der die Schärfentiefe noch bis unendlich reicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, mit der bei einer Kamera der Schärfentiefenbereich des Objektivs stets voll ausgenutzt werden kann.
Diese Aufgabe ist bei einer Kamera der eingangs erwähnten Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß eine den Einstellbereich der Entfernungseinstelleinrichtung in Abhängigkeit von der Einstellung des Belichtungssteuerungselements in der Weise begrenzende Koordiniereinrichtung vorgesehen ist, daß die größte Entfernung, auf die das Objektiv einstellbar ist, die der jeweiligen Blendeneinstellung des Objektivs entsprechende Naheinstellung auf unendlich ist. Dadurch wird erreicht, daß besonders bei der Aufnahme sehr weit entfernter Gegenstände, für die ua:» Objektiv sonst auf unendlich eingestellt sein würde, diese Gegenstände nicht in der Mitte des Schärfentiefenbereiches, sondern etwa an dessen jenseitiger Grenze liegen, so daß der gesamte durch die jeweilige Blendenöffnung gegebene volle Schärfentiefenbereich auch dann ausgenutzt wird, wenn die automatische Entfernungjeinstelleinrichtung keinen in der Nähe gelegenen Gegenstand zu erfassen vermag.
Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Koordiniereinrichtung zwei zur Begrenzung der Einstellbewegung des Objektivträgers zusammenwirkende Anschlagglieder aufweist, wobei das erste Anschlagglied mit dem {,0 Objektivträger und das zweite Anschlagglied mit einem Anschlagteil der Belichtungsteuerungseinrichtung verbunden ist Dadurch wird eine sehr einfach und billig herzustellende und vor allem betriebssichere Koordiniereinrichtung geschaffen. in
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles im einzelnen erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer Kamera mit einer automatischen Entfernungseinstelleinrichtung und einer Koordiniereinrichtung,
F i g. 2 eine perspektivische schematische Ansicht der automatischen Entfernungseinstelleinrichtung der Kamera nach Fig. 1,
Fig.3 eine schematische Vorderansicht der Koordiniereinrichtung der Kamera nach F i g. 1 und 2,
F i g. 4 eine ausschnittweise dargestellte schematische Vorderansicht der Koordiniereinrichtung nach F i g. 3 in zwei verschiedenen Einstellungen.
Die in F i g. 1 dargestellte Kamera weist ein Gehäuse 11, einen Filmtransportknopf 12, ein Verschlußbetätigungsglied 13 und ein von einem Objektivträger 15 gehaltenes Objektiv 14 auf. Wie beim Kamerabau allgemein bekannt, ist der Objektivträger 15 durch eine in F i g. 2 teilweise erkennbare Gewindehülse 16 drehbar gelagert, so daß bei einer Drehung, der Objektivträger 15 das Objektiv 14 vorwärts oder rückwärts bewegt, und dabei die Entfernungseinstellung verändert. Der eingestellte Wert wird durch die Ausrichtung eines Zeigers 17 auf einer Entfernungsskala 18 am Kameragehäuse angezeigt.
Die in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel benutzte automatische Entfernungseinstelleinrichtung ist schematisch in Fig.2 dargestellt und weist eine mit einer Lampe 12 in Reihe geschaltete Batterie 19, eine Oszillatoreinheit 22 und einen normalerweise geöffneten Schalter 23 auf. Wie in F i g. 3 zu sehen ist, ist das Verschlußbetätigungsglied 13 für eine vertikale Bewegung verschiebbar durch Zapfen 24 gehalten, die durch einen Längsschlitz 25 hindurchgehen. Der Schalter 23 weist zwei biegsame Kontaktzungen 26 und 27 auf, die nahe einer erhabenen Nockenfläche 28 angeordnet sind, die ihrerseits auf dem Verschlußbetätigungsglied 13 angeordnet ist, so daß die anfängliche Abwärtsbewegung des letzteren die Kontaktzunge 26 in elektrischen Kontakt mit der Kontaktzunge 27 bringt und so den Schalter 23 schließt. Dementsprechend wird die Lampe 21 mit Strom versorgt und sie fährt fort, Lichtimpulse auszusenden, bis das Verschlußbetätigungsglied 13 später wieder in seine angehobene Ausgangsstellung zurückkehrt.
Der Objektivträger 15 wird in der in Fig.2 und 3 dargestellten Stellung durch einen Verriegelungsarm 31 gehalten, der mittels einer Feder 29 in verriegelndem Eingriff mit einen Verriegelungszahn 32 gehalten wird. Vor jeder Betätigung des Verschlußbetätigungsgliedes 13 wird der Objektivträger 15 im Uhrzeigersinn entgegen der Vorspannungskraft der Feder 29 gedreht. Diese Drehbewegung des Objektivträgers 115 kann in Zusammenhang mit der von Hand vorgenommenen Drehung des Filmtransportknopfes 12 oder in Zusammenhang mit dem Tätigwerden einer automatischen Filmtransporteinrichtung erfolgen. In dieser Stellung ist das Objektiv 14 vorwärts in seine kürzeste Entfernungseinstellung verschoben, die im vorliegenden Falle etwa 1,2 m (4 feet) beträgt, wie an der Entfernungsskala 18 in F i g. 1 angezeigt ist.
Eine Verschiebeplatte 33 ist für eine seitliche Bewegung mittels Zapfen 34 gehalten, die durch einen Längsschlitz 35 hindurchgehen. Die Verschiebeplatte 33 erfährt, wie in F i g. 2 und 3 zu sehen ist, mittels einer Feder 36 eine nach rechts gerichtete Vorspannkraft die einen Nachführdaumen 37 an einem Nachfiihrarm 38 der Verschiebeplatte in Berührung mit einer Nockenbahn 39 auf dem Objektivträger 15 hält. Eine die von der Lampe 21 ausgehenden Lichtstrahlen bündelnde Linse
41 ist auf der Verschiebeplatte 33 vor der Lampe 21 und hinter einem Fenster 42 angeordnet, welches im Kameragehäuse 11 sitzt, so daß, wenn die Verschiebeplatte 23 die in Fig. 2 dargestellte Stellung einnimmt, die von der Lampe 21 ausgesandten Lichtimpulse in der durch eine gestrichelte Linie 43 angezeigten Achsrichtung verlaufen. Wenn der Verriegelungsarm 31 von dem Eingriff mit dem Verriegelungszahn 32 auf dem Objektivträger 15 freigegeben wird, erlaubt die daraufhin im Gegenuhrzeigersinn erfolgende Drehbewegung der Nockenbahn 39 des Objektivträgers 14 es der Feder 36, die Verschiebeplatte 33 und die Linse 41 nach rechts zu verschieben, so daß das Lichtbündel durch eine Winkeländerung nach und nach in die durch eine gestrichelte Linie 44 angedeutete Richtung geschwenkt wird.
Eine in F i g. 2 erkennbare feststehende Linse 45, die hinter einem Fenster 46 angeordnet ist, das, wie in F i g. 1 zu sehen ist, im Kameragehäuse 11 sitzt, hat eine durch eine gestrichelte Linie 47 angedeutete optische Achse, die parallel zu der optischen Achse des Objektivs 14 und näherungsweise in der Mitte des Blickfeldes eines Suchers 48 verläuft, der in F i g. 1 zu sehen ist. Die Linse 45 hat einen verhältnismäßig engen Bildwinkel und ist auf eine Photozelle 49 ausgerichtet, so daß das Licht, das von einem in der Linsenachse 47 angeordneten Gegenstand gegen die Kamera hin reflektiert wird, auf die Photozelle 49 fällt. Daraus ist zu verstehen, daß die von der Kurvenbahn 39 besorgte Zuordnung zwischen der Seitwärtsbewegung der Linse 41 und der Einstellbewegung des Objektivs 14 die Photozelle 49 in die Lage versetzt, von einem in der Achse 47 angeordneten Gegenstand durch die Lichtimpulse der Lampe 21 beleuchtet zu werden, wenn der Gegenstand gleichzeitig vom Objektiv 14 scharf eingestellt ist. Der besseren Deutlichkeit wegen sind in Fig. 2 die Lichtbündelachsen 43 und 47 und die optische Achse der Linse 41 beträchtlich verkürzt dargestellt, wobei es klar ist, daß der mit X bezeichnete Schnittpunkt die kürzeste Entfcrnungseinstellung des Objektivs 14 darstellt, während der mit Y bezeichnete Schnittpunkt die Entfernung zu dein nächstgelegenen Gegenstand darstellt, der bei Einstellung des Objektivs 14 auf unendlich scharf abgebildet werden kann, wenn dieses auf seine größte Blendenöffnung eingestellt ist. Wenn man, mit anderen Worten, davon ausgeht, daß das Objektiv 14 die gleichen Eigenschaften wie die weiter vorn erwähnten Beispiele hat, stellt der Punkt X eine Entfernung von ungefähr 1,2m und der Punkt Keine Entfernung von etwa 12 mdar.
Wenn der Schnittpunkt zwischen dem Lichtbündel und der Achse der Linse 45 mit einem auf dieser Achse befindlichen Gegenstand übereinstimmt, liefert die davon herrührende Beleuchtung der Photozelle 49 durch das reflektierte Licht von der Lampe 21 ein pulsierendes elektrisches Signal, daß durch eine Verstärkereinheit 51 verstärkt wird, welche ebenfalls mit der Batterie 19 verbunden ist, sobald der Schalter 23 geschlossen ist. Das verstärkte Ausgangssignal der Vcrstärkcrcinhcit 51 erregt einen Elektromagneten 52, der in Fig. 2 und 3 zu sehen ist, so daß er ein Mitnchmcrglied 53 dreht, und in Eingriff mit Umfangszähncn 54 auf dem Objektivträger 15 bringt, wodurch dessen weitere Drehbewegung im Gegenuhrzeigersinne unterbrochen wird, so daß das Objektiv 14 auf diesen Gegenstand scharf eingestellt bleibt. Wenn kein Gegenstand ent hing der optischen Achse der Linse 45 zwischen den Punkten X und V angezeigt wird, dann wird die Einsteübewegung des Objektivs 14 durch das Anschlagen eines Lappens 55 des Objektivträgers 15 an dem Nachführdaumen 37 des Nachführarmes 3t unterbrochen, so daß das Objektiv 14 auf die seiner größten Blendenöffnung entsprechende Naheinstellung auf unendlich eingestellt ist, d. h., es ergibt sich eine Einstellung auf unendlich. Bei Einstellung der Objektivblende auf ihre kleinste öffnung 11 würde demgemäß wenn es der Entfernungseinstelleinrichtung mißlingt einen Gegenstand näher als etwa 12 m zu erfassen, die Scharfeinstellung des Objektivs 14 nach vorn auf eine Entfernung von etwa 3,5 m beschränkt, wohingegen bei zweckmäßigerer Naheinstellung auf unendlich ein größter Bereich, in dem alle Gegenstände jenseits vor einer Entfernung von etwa 1,8 m scharf eingestelli wären, möglich wäre.
Wie in F i g. 3 zu sehen ist, ist eine automatische Belichtungssteuerungseinrichtung vorhanden, die einer zweiten lichtelektrischen Wandler 56 aufweist, dei hinter einem Fenster 57 des Kameragehäuses 11 angeordnet ist, wie in F i g. 1 zu sehen ist, und der auf die aufzunehmende Szene gerichtet ist. Wie bei vieler solchen Einrichtungen, ist der lichtelektrische Wandlei 56 mit einem Galvanometer 58 derart verbunden, daC der Zeiger 59 des Galvanometers sich oberhalb eine: Amboßgliedes 61 zunehmend weiter nach rechts bewegt als Antwort auf zunehmend höhere Werte dei Szenenhelligkeit. Ein Zeigerklemmteil ist oberhalb unc ein wenig vor dem Amboßglied 61 für eine gleitende Verschiebung durch Tragzapfen 63 gehalten, die durcr einen Längschlitz 64 hindurchgehen, und mittels einei Feder 65 vorgespannt. Eine etwas stärkere Feder 6f verbindet das Zeigerklemmteil 62 mit einem Arm 67 des Verschlußbetätigungsgliedes 13, so daß es normalerweise in der in Fig.3 gezeigten angehobenen Stellung gehalten wird. Wenn das Verschlußbetätigungsglied 13 jedoch von Hand niedergedrückt wird, zieht die Fedei 66 das Zeigerklemmteil 62 entgegen der entgegengesetzt gerichteten Kraft der Feder 65 nach unten. Eine gestufte Zeigerklemmfläche 68 am unteren Ende des Zeigerklemmteiles 62 ist dafür geeignet, den Galvanometerzeiger 59 gegen das Amboßglied 61 zu klemmer und dadurch die Abwärtsbewegung des Zeigerklemmteiles 62 in Abhängigkeit von der Szenenhelligkeit zt begrenzen, worauf das Verschlußbetätigungsglied 13 ir seiner Abwärtsbewegung fortfährt und dabei die Fedei 66 längt. Auf diese Weise nimmt die Wegstrecke, um die das Zeigerklemmteil 62 sich abwärts bewegt, ehe es durch den Galvanometerzeiger 59 angehalten wird, ir Abhängigkeit zunehmender Werte der Szenenhelligkeii ab.
Ein Paar einander ähnlicher Blendenlamellen 69 unc 71 werden durch einen Zapfen 72 drehbar gelagert unc durch eine schwache Feder 73 gegeneinander vorge spannt, um ihre Kurvenbahnränder 74 und 75 ir Berührung mit den gegenüberliegenden Seiten eine: Steuerstiftes 76 zu halten, der von einem Arm 77 des Zeigcrklemrnteiles 62 getragen wird. Wenn da; Zeigerklemmteil 62 sich abwärts bewegt veranlaßt die
Wl entsprechende Abwärtsbewegung des Stiftes 76 die Blendcnlamellcn 69 und 71 entgegen der Kraft dei Feder 73 auscinandcrzuschwenken, so daß cinandei überdeckende Einschnitte 78 und 79 am unleren Ende der Blendcnlamellcn sich symmetrisch von der Objek
'''· tivachsc wegbcwcgcn, um den Wert der durch sie begrenzten quadratischen Blendenöffnung zu vcrgrö Bern. Auf diese Weise steht der Wert der Objcktivblcn dcnöffnung im richtigen Verhältnis zu der Stellung de;
gesperrten Zeigerklemmteiles 62 in Abhängigkeit von der Szenenhelligkeit.
Nachdem die Objektivblendenöffnung eingestellt worden ist, bringt die anhaltende Abwärtsbewegung des Verschlußbetätigungsgliedes 13 einen an seinem unteren Ende angeordneten Arm 81 in Berührung mit dem Verriegelungsarm 31, der sich entgegen der nachgiebigen Gegenkraft einer Feder 83 um seinen Tragzapfen 82 dreht und dadurch den Verriegelungszahn 32 freigibt. Sobald diese Freigabe eintritt, wird der Objektivträger 15 durch die Feder 29 im Gegenuhrzeigersinne gedreht. Die Einstellung, die das Objektiv 14 einnimmt, wenn die Entfernungseinstelleinrichtung keinen Gegenstand in einer kürzeren Entfernung zu erfassen vermag, wird jedoch nicht notwendigerweise durch das Anschlagen des Lappens 55 des Objektivträgers 15 am Nachführdaumen 37 der Verschiebeplatte 33 bestimmt. Das kann auch durch einen als erstes Anschlagglied dienenden Koordinierarm 84 geschehen, der mit dem Zeigerklemmteil 62 verbunden ist, von dem aus er in die Bewegungsbahn eines am Lappen 55 des Objektivträgers 15 hervorstehenden als zweites Anschlagglied dienenden Stiftes 85 hineinragt und dadurch dessen Kreisbewegung aufhält und die Entfernungseinstellung des Objektivs 14 in Übereinstimmung mit der Einstellung der Blendenöffnung festlegt. Die in Fig. 3 beispielsweise gezeichnete Stellung der Galvanometernadel 59, die einen mittleren Wert der Szenenhelligkeit darstellt, hat den Zeigerklemmteil 62 veranlaßt, die Blende auf einen öffnungswert einzustellen, der beispielsweise mit 5,6 angenommen wird. Dementsprechend steht der Koordinierungsarm 84 in einer Stellung, in der er die Bewegung des Objektivträgers 15 bei einer Entfernungseinstellung anhält, welche die größte bei dieser Blendenöffnung erreichbare, bis unendlich gehende Schärftentiefe liefert, und zwar bei einer Entfernungseinstellung von etwa 7,5 m. In ähnlicher Weise liefert bei größerer und geringerer Szenenhellig keit die Stellung des Koordinierarmes 84 eine kürzere oder weitere Entfernungseinstellung des Objektivs, die zu der jeweiligen Blendeneinstellung in entsprechendei Beziehung steht. Deshalb wird, wie in F i g. 5 dargestell ist, das Objektiv nur dann in seine weiteste Entfernungs einstellung eingestellt, wenn eine verhältnismäßig geringe Szenenhelligkeit dafür sorgt, daß die Objektiv blende auf ihre größte öffnung und der Koordinierarrr
ίο 84 unterhalb des untersten Bewegungsbereiches de; Stiftes 85 eingestellt wird, wobei dieser Bereich durch das Aufeinandertreffen des Lappens 55 und de:
Nachführdaumens 37 festgelegt wird.
Bei der Vollendung der Scharfeinstellung de; Objektivs 14 dreht die weitere Verschiebung de; Verschlußbetätigungsgliedes 13 das freie Ende de: Verriegelungsarmes 31 bis zur Berührung mit einerr Verschlußauslösehebel 86, der den nicht dargestellter Kameraverschluß auslöst.
Wenn auch die vorstehende Beschreibung sich auf die Benutzung der Koordiniereinrichtung in Verbindung mit speziellen Arten von automatischen Entfernungs einStelleinrichtungen und Belichtungssteuerungseinrich tungen bezieht, so ist doch klar, daß die Koordinierein richtung sowohl in Stehbildkameras wie auch ir Laufbildkameras anwendbar ist, die andere Arter solcher Einrichtungen benutzen, ebenso gut wie ir Kameras, bei denen die eine oder beide Einstellfunktio nen von Hand ausgeübt werden. Weiterhin ist zi erwähnen, daß die Koordiniereinrichtung nicht darau beschränkt ist, ein Kameraobjektiv nur auf verschiedene Naheinstellungen auf unendlich einzustellen, sonderr daß sie auch dazu benutzt werden kann, um ähnliche Scharfeinstellungen des Objektivs bei kürzeren Entfernungsbereichen in Übereinstimmung mit den Blendeneinstellungen und mit vorgegebenen Schärfentiefenkriterien zu liefern.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

1 Patentansprüche:
1. Kamera mit einem zum Scharfstellen des Objektivs bewegbaren Objektivträger, einem die Blende des Objektivs einstellenden Belichtungssteuerungselement und einer automatisch arbeitenden Entfernungseinstelleinrichtung zum Erzeugen einer Einstellbewegung des Objektivträgers, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Einstellbereich der Entfernungseinstelleinrichtung (19 bis 23,33,41,45,49,51 bis 54) in Abhängigkeit von der Einstellung des Belichtungssteuerungselementes (62, 77) in der Weise begrenzende Koordiniereinrichtung (84, 85) vorgesehen ist, daß die größte Entfernung, auf die das Objektiv (14) einstellbar ist, die der jeweiligen Blendeneinstellung des Objektivs entsprechende Naheinstellung auf unendlich ist.
2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entfernungseinstelleinrichtung eine den Objektivträger (15) gegen die Filmebene hin bewegende Einstellbewegung erzeugt und daß die Koordiniereinrichtung Anschlagglieder (84, 85) aufweist, um die Einstellbewegung des Objektivträgers (14) in Abhängigkeit von der Stellung des Belichtungssteuerungselements (62, 77) beim Erreichen der der gegebenen Blendeneinstellung des Objektivs (14) entsprechenden Naheinstellung auf unendlich zu blockieren.
3. Kamera nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum automatischen Einstellen des Belichtungssteuerungselements (62, 77) in Abhängigkeit von der Gegenstandshelligkeit eine Belichtungssteuerungseinrichtung vorgesehen ist, • die einen photoelektrischen Wandler (56), ein mit dem Wandler verbundenes Galvanometer (58) und ein den Zeiger (59) des Galvanometers festklemmendes Klemmteil (62) aufweist.
4. Kamera nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das eine der zur Begrenzung der Einstellbewegung des Objektivträgers (15) zusammenwirkenden Anschlagglieder (84, 85) mit dem Klemmteil (62) der Belichtungssteuerungseinrichtung und das zweite Anschlagglied (85) mit dem Objektivträger (15) verbunden ist.
45
DE2015899A 1969-04-04 1970-04-03 Kamera mit koordinierter Blenden- und Entfernungseinstellung Expired DE2015899C3 (de)

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DE2015899A Expired DE2015899C3 (de) 1969-04-04 1970-04-03 Kamera mit koordinierter Blenden- und Entfernungseinstellung

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JP (1) JPS5114891B1 (de)
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