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Kamera mit balbautomatis cher S charfeinstel ivorrichtun g
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Die Erfindung bezieht sich auf eine halbautomatische Einstellvorrichtung,
die in der Lage ist, eine genaue Scharfeinstellung entsprechend dem Ausgangssignal
eines Scharfeinstellungs-Detektors durchzuführen, nachdem eine grobe Scharfeinstellung
von Hand erfolgt ist.
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Verschiedene Arten von automatischen Scharfeinstellvorrichtungen
sind bereits für einäugige Spiegelreflexkameras vorgeschlagen worden.
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Diese herkömmlichen automatischen Scharfeinstellvorrichtungen haben
eine Vielzahl von Nachteilen, da ueber den gesamten Bereich automatisch scharfgestellt
wird.
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Somit beträgt bei diesen herkömmlichen Vorrichtungen die Verschiebung
des Scharfeinstell-Mechsnisnus in
Richtung der optischen Achse u,rUw
einige Zentimeter, und es ist bei diesen Konstruktionen viel Platz erforderlich.
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Ferner ist es aufgrund der großen Verschiebung schwierig, die tur
das Scharfeinstellen (Fokussieren) benötigte Zeit (Fokussierzeit) zu verkürzen.
Wird die Fokussierzeit verkürzt, so ergeben sich hierdurch Schwierigkeiten, eine
hohe Genauigkeit beim Scharfeinstellen zu erzielen.
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Sind ferner andere Objekte als das zu fotograf ierende Objekt verwirrend
vor und hinter dem zu fotografierenden Objekt vorhanden, so wird bei herkömmlichen
vollständig automatischen Scharfeinstellvorrichtungen oft auf diese anderen unerwünschten
Objekte scharfgestellt.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, eine sehr zweckmäßige und wirksame Vorrichtung
zu schaffen, die vollständig alle Nachteile der herkömmlichen automatischen Scharfeinstellvorrichtungen
vermeidet. Die Erfindung beruht auf dem Grundgedanken, daß eine grobe Scharfeinstellung
leicht in ausreichend kurzer Zeit von Hand durchgeführt werden kann.
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Ferner soll eine Kamera mit einer automatischen Scharfeinstellvorrichtung
geschaffen werden, die ein irrtUmliches Scharfeinstellen auf Randobjekte rund um
das zu fotografierende Objekt vermeidet. Die zu schaffende Kamera soll eine automatische
Scharfeinstellungsvorrichtung haben, die die Scharfeinstellzeit (Fokussierzeit)
wirksam verkürzt. Ferner soll diese Kamera eine automatische Scharfeinstellvorrichtung
mit einem kompakten und vereinfachten Aufbau haben. Auch soll diese Kamera eine
automatische Scharfeinstellvorrichtung haben, die die oben genannte Aufgabe löst,
ohne daß es notwendig ist, die herkömmlichen Wechselobjektive zu ändern.
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Gemäß einer Ausführungsform dieser Erfindung weist die Vorrichtung
eine fotografische Optik, eine Manuell-Scharfeinstelleinrichtung zum Verschieben
zumindest eines Teils der fotografischen Optik längs der optischen Achse von Hand,
eine automatische Scharfeinstelleznrich tung und einen Scharfeinstellungs-Detektor
auf, wobei der Bereich, in dem mittels der automatischen Scharfeinstelleinrichtung
fokussiert werden kann, auf das erforderliche Minimum beschränkt ist, und die automatische
Scharfeinstelleinrichtung mittels des Meßsignals des Scharfeinstellungs-Detektors
gesteuert wird.
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Ferner weist die automatische Scharfeinstelleinrichtung eine Einrichtung
zum Verschieben des Befestigungsteils der Kamera längs der optischen Achse und zum
Messen dieser Verschiebung, sowie eine Einrichtung zum Begrenzen des Motorantriebs
für die automatische Scharfeinstellung an den beiden Endpunkten der Verschiebung
auf.
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Die Erfindung hat die folgenden Vorteile: (1) Da die grobe Scharfeinstellung
(Fokussierung) von Hand erfolgt -und anschließend die feine Scharfeinstellung automatisch
durchgeführt wird, kann die irrtümliche Scharfeinstellung auf Randobjekte rund um
das zu fotografierende Objekt wesentlich verringert werden.
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(2) Da die grobe Scharfeinstellung, die in veri.ltnisEnäßig zer Zeit
durcilcreEihrt werden kann, von Hand erfolQt,ist es möglich, nicht nur die automatische
Scharfeinstellung (AF-Betrieb; automatic focus) ohne praktische Behinderung auszuführen,
sondern auch die Größe der Verschiebung des Objektivs bzw. der Linsen längs der
optischen Achse zu verringern, so daß der Aufbau
kompakt und einfach
gehalten werden kann.
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(3) Da die für das Fokussieren erforderliche Verschiebung klein ist,
kann die Scharfeinstellung schnell und damit genau durchgeführt werden.
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(4) Sogar wenn die grobe Scharfeinstellung weit von der Fokussierstellung
abweicht, wird ein übermäßiger Energieverbrauch des Motors durch den erfindungsgemäße
Steuerschaltung . vermieden, und die Richtung der Abweichung kann leicht durch den
Fotografen beobachtet werden.
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(5) Da das Verschiebungseinstellteil für die automatische Scharfeinstellung
so ausgelegt ist, daß es nach der Durchführung der Aufnahme an einen mittleren Punkt
des Verschiebungsbereiches zurückkehrt, kann das Scharfeinstellen in jeder Richtung
sicher durchgeführt werden.
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(6) Da eine manuelle Grob-Scharfeinstelleinrichtung an der Linsengewindefassung
vorhanden ist, während die die automatische Scharfeinstelleinrichtung am Befestigungsteil
der Kamera angebracht ist, können sämtliche Ausführungen von herkömmlichen Wechselobjektiven
ohne jegliche Modifizierung verwendet werden.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen Fig. 1 schematisch eine
halbautomatische Scharfeinstellvorrichtung'
Fig. 2 schematisch
den Åuslöseknopf-Mechanismus, Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel der Scharfeinstell-Steuerschaltung
(Fokussiersteuerschaltung)J Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Fokussiersteuerschaltung,
und Fig. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel der Fokussiersteuerschaltung.
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Fig. 1 zeigt schematisch den Zusammenhang zwischen der beschriebenen
halbautomatischen Scharfeinstellvorrichtung und der fotografischen Optik etc. Hierbei
bezeichnet 1 ein Aufnahmeobjektiv, 2 eine Gewindefassung, 3 einen Tubus, 4 ein Befestigungsteil
bzw. eine»Anschtußfassung am Sweragehause und 5 einen Teil des Kam.eragehuses. Ein
knschlMfassungs-Gewinde 6 zum Verschieben der Anschlußfassung längs der optischen
Achse ist zwischen der Anschlußfassung 4 und dem Kameragehäuse 5 angebracht. Ein
Motor 7 hat ein Zahnrad, das auf seiner Welle befestigt ist und mit dem Anschlußfassungs-Gewinde
6 in Eingriff steht. Die Anschluß fassung 4 wird längs der optischen Achse mittels
eines Zahnrads 8 und dem Anschlußfassungs-Gewinde 6 verschoben. Ein Rückschwingspiegel
9 ist zum Teil oder vollständig ein halbdurchlässiger Spiegel. 10 ist ein Rückschwingspiegel
für das optische Entfernungsmeßsystem, 11 eine Einstellscheibe, 12 ein Verschluß,
13 eine Filmoberfläche, 14 ein Pentaprisma, 15 ein Okular, 16 ein Reflexionsspiegel
zur Anzeige von Sucherinformationen, 17 ein Anzeigebauteil, beispielsweise eine
Leuchtdiode zur Anzeige von Sucherinformationen.
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Ein Ablenkelement 18 für das optische Entfernungsmeßsystem teilt den
Lichtstrom von dem Rückschwingspiegel auf zwei fotoelektrische Meßwertumsetzer 19,
19' auf.
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27 ist ein Bauteil zum Messen einer feine Verschiebung der Anschlußfassung
4. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird für das Bauteil 27 ein veränderbarer Widerstand
verwendet.
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Bei der obigen Anordnung erfolgt eine grobe Scharfeinstellung des
Aufnahmeobjektivs 1 mit der Gewindefassung 2.
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Die Anschlußfassung 4 wird entlang der optischen Achse mittels des
automatischen Scharfeinstellmechanismus fein verschoben, der die fotoelektrischen
Meßwertumsetzer 19s 19' als Scharfeinstellungsdetektoren und den Motor 7 als Scharfeinstellungs-Stellglied
zum Durchführen des Fokussierens aufweist.
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Es erübrigt sich festzustellen, daß die beschriebene Konstruktion
natürlich auch modifiziert werden kann, beispielsweise kann der Scharfeinstellungs-Mechanismus
auch an den Wechselobjektiven vorgesehen werden.
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Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Auslöseknopf-Mechanismus.
5 ist das Kameragehäuse, 21 ein Auslöseknopf, 22 eine feststehender Stift, der in
ein Langsloch 23 eincesetzt ist, das in einem Teil des Auslösekopfes ausgebil det
ist, und der in der Auslösefreigaberichtung (aufwärts bei diesem Aus:.-ührungsbeispiel)
von einer Feder 24 beaufschlagt ist. 25 ist ein AF-(auto-focus)-Systemschalter und
26 ein Aufnahmeschalter, die beide normalerweise geöffnet sind. Der Aufnahmeschalter
kann herkömmlich ausgeführt sein, beispielsweise können die Lichtmessung bei einer
ersten Stufe und der AE-Betrieb (automatic exposure control) und die Verschlußauslösung
bei einer zweiten Stufe ausgelöst werden.
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Wird bei dem obigen Aufbau der Auslöseknopf direkt nach unten gedrückt,
so wird eine gewöhnliche Aufnahme ausgelöst. Wird der Auslöseknopf nach links geschoben
und
dann nach unten gedrückt, so wird eine Aufnahme mit automatischer
Scharfeinstellung ausgelöst.
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Ist, nachdem der Auslöseknopf auf die AF-Seite geschoben worden ist,
Scharfeinstellen unmöglich, so kann der Fotograf schnell zu einer gewöhnlichen Aufnahme
durch Zurückschieben des Auslöseknopfes auf die rechte Seite wechseln.
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Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Scharfeinstellungs-bzw. Fokussiersteuerschaltung.
Ein Block A stellt die die Fokussier-Detektorschaltung und die Motor-Antriebsschaltung,
ein Block B die Erfassungsschaltung für den vorderen und den hinteren Endpunkt und
ein Block C die Spannungsversorgungsschaltung dar. In dem Block A sind 19 bzw. 19'
die bereits erwähnten fotoelektrischen Meßwertumsetzer, beispielsweise CdS-Bauelemente.
43 ist eine Konstantspannungsdiode, 46 bzw. 49 sind Rechenverstärker, 52 ist ein
Differenzverstärker, 69 ein Leistungsverstärker, 70 ein Kondensator, 7 ein Motor,
47 bzw. 50 sind Dioden zür logarithmisches Komprimieren, 44 ein Widerstand, Vcc
eine positive Spannungsquelle, Vee eine negative Spannungsquelle. Die CdS-Meßwertumsetzer
19 bzw.
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19' werden mit einer konstanten Vorspannung über die Konstantspannungsdiode
43 und den Widerstand 44 versorgt und ändern entsprechend dem einfallenden Lichtfluß
ihren Widerstandswert. Die dieser Änderung des Widerstandes entsprechende Potentialänderung
ist das Eingangssignal für den Differenzverstärker 52. über den aus dem Rechenverstärker
46 und der Diode 47 aufgebauten logarithmischen Verstärker bzw. den aus dem Rechenverstärker
49 und der Diode 50 aufgebauten logarithmischen Verstärker.
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Deshalb entspricht das Ausgangssignal des Differenzverstärkers der
aus dem Vergleich der Lichteinfallsbedingungen auf die Meßwertumsetzer 19 bzw. 19'
resultierenden Scharfeinstellungsinformation..
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In diesem Falle sind zwar keine Informationen über die Helligkeit
oder den Kontrast eines Objektes eingeschlossen, diese Informationen können jedoch
in der Scharfeinstellungsinformation durch die Verwendung einer anderen Fokussier-Detektoreinrichtung
erhalten werden, um so die Signale der vorderen und der hinteren Fokussierung zu
erhalten.
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Die Signale der vorderen und der hinteren Poussierun« werden über
Analogschalter 65 und 42 an den Eingang des Leistungsverstärkers gelegt, um so die
für das selektive Drehen des umsteuerbaren Motors 7 nötige Leistung zu erzeugen.
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Hat das Steuereingangssignal der Analogschalter 65 und 42 einen hohen
Pegel, so dreht der Motor in einer Richtung, in der die Scharfeinstellungs-Abweichung
entsprechend der Bildgestaltung mittels der fotografischen Optik beseitigt wird,
und hält bei der Stellung an, bei der scharf eingestellt ist.
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Der Block B ist die Erfassungsschaltung, die den vorderen und den
hinteren Endpunkt des Verschiebungsbereichs der Fassung erkennt und den Motor 7
anhält, wenn die Anschluß fassung den vorderen oder den hinteren Endpunkt erreicht.
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54, 55 und 56 sind Teilerwiderstände, die in Serie geschaltet sind,
um eine Referenzspannung abzugeben, wenn die Anschluß fassung am vorderen oder am
hinteren Endpunkt ist. 59 und 60 sind . Vergleicher. Einer der Eingangsanschlüsse
des Vergleichers 59 ist mit dem Verbindungspunkt der Widerstände 54 und 55 verbunden.
Der andere Eingangsanschluß ist mit einem der Eingangsanschlüsse des Vergleichers
60 sowie mit dem Abgriff des Widerstandes 27 zum Erfassen der Position der Anschluß
fassung verbunden. Der andere Eingangsanschluß des Vergleichers 60 ist
mit
dem Verbindungspunkt der Widerstände 55 und 56 verbunden. Die beiden Endanschlüsse
des Widerstands 27 sind mit den Spannungsquellen Vcc bzw. Vee verbunden.
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64 ist ein (logisches) Oder-Glied mit zwei Eingangsanschlüssen, die
mit den Ausgangsanschlüssen der Vergleicher 59 bzw. 60 verbunden sind. Der Ausgang
des Oder-Gliedes 64 ist mit dem Steuereingang des Analogschalters 65.verbunden,
der aus einem FET usw. besteht. Der eine Anschluß des Analogschalters ist mit Erde
und der andere Anschluß mit dem Ausgangsanschluß des Differenzverstärkers 52 verbunden.
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Die amAbgriff des veränderlichen Widerstandes 27 zum Messen der Anschlußfassungs-Position
anstehende Spannung wird mittels der Vergleicher 59 und 60 mit den Referenzspannungen
für die vorderen und hinteren Endpunkte verglichen. Wenn die Position der Anschlußfassung
den vorderen oder den hinteren Endpunkt erreicht, gibt entweder der Vergleicher
59 oder der Vergleicher 60 ein Ausgangssignal mit hohem Pegel ab.
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Die Ausgänge der Vergleicher 59 bzw. 60 sind mit einem Widerstand
62 und einer LED 63 bzw. einem Widerstand 67 und einer LED 68 verbunden. Erreicht
die Anschlußfassung den vorderen oder den hinteren Endpunkt, so leuchten deshalb
entweder die LED 63 oder die LED 68 auf und zeigen die Position der Anschlußfassung
an.
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Ferner wird gleichzeitig das Ausgangssignal des Oder-Gliedes hochpegelig,
so daß der Analogschalter 65 durchschaltet und das Fokus-Erfassungssignal sperrt.
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Ist beispielsweise die Anschlußfassung an dem vorderen Endpunkt, so
liegt am Schaltungspunkt 61 ein Signal mit
hohem Pegel, das im
Sucher über den Widerstand 62 und die LED 63 angezeigt wird, so daß der Fotograf
von der Unmöglichkeit der Entfernungseinstellung durch Vorschub nach vorne inEormiert
wird.
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Mit dieser Anzeige kann der Fotograf entscheiden, ob er das Aufnahmeobjektiv
nach vorne verschieben oder von AF-Betrieb auf Manuell-Betrieb umschalten will.
In diesem Falle nimmt das Ausgangs signal des Oder-Gliedes 64 einen hohen Pegel
an, um den Analogschalter durchzuschalten und die Spannungsversorgung des Motors
abzuschalten.
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Ist die Anschlußfassung an dem hinteren Endpunkt, so liegt ein Signal
mit hohem Pegel an dem Schaltungspunkt 66, um die Position der Anschlußfassung an
dem hinteren Endpunkt über die LED 68 und den Widerstand 67 anzuzeigen. Ähnlich
wie oben beschrieben wird die Spannungsversorgung für den Motor abgeschaltet.
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Wenn der AF-Betrieb unterbrochen wird, ist der Abgriff des die Anschlußfassungs-Position
messenden Widerstands 27 mit dem Lingangsanschluß eines Vergleichers 71 verbunden.
Der Ausgangsanschluß des Vergleichers 71 ist mit dem Bingangsanschluß des Leistungsverstärkers
69 über einen Analogschalter 36 und e..nen Widerstand 72 verbunden. Schaltet der
Analogschalter 36 durch (da der Analogschalter 42 geöffnet wird), so wird deshalb
der Motor 7 entsprechend der Abgriffsspannung des die Anschlußfassungs-Position
messenden Widerstandes 27 angetrieben, so daß die Fassung nach hinten und nach vorne
verschoben und der Motor angetrieben wird, bis der Wert der Abgriffsspannung Null
wird. Ist die Anschlußfassung am Mittelpunkt ihres Verschiebungsbereiches angelangt
, so wird die Abgriffsspannung des Widerstandes 27 Null.
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C stellt die Spannungsversorgungsschaltung dar. 33 ist ein PNP-Transistor,
37 bzw. 76 sind Inverter, 39 ein UND-Glied mit zwei Eingängen, 40 ein RS-Flip-Flop,
73 ein Gleichrichter, 74 ein Kondensator, 75 ein Differenzverstärker, 32 bzw. 41
sind Widerstände und 25 ist der in Fig. 2 gezeigte AF-Systemschalter.
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Der Emitter des Transistors 33 ist mit der Spannungsquelle Vcc und
der Kollektor mit den entsprechenden Punkten jeder Schaltung verbunden. Die Basis
ist über den Widerstand 32 und den AF-Systemschalter 25 mit Masse verbunden. Ferner
ist die Basis des Transistors 33 mit dem Q bzw. dem inversen Q-Ausgang des RS-Flip-Flops
40 über den Widerstand 41 verbunden. Der Verbindungspunkt des Schalters 25 und des
Widerstandes 32 ist mit dem Steuereingang des Analogschalters 36 sowie mit dem Eingang
des Inverters 37 verbunden. Der Ausgangsanschluß des Inverters 37 ist mit dem Steuereingang
des Analogschalters 42 sowie mit dem S-Eingangsanschluß (Vorbereitungseingang) des
RS-Flip-Flops verbunden. Ferner ist der Verbindungspunkt des Widerstandes 32 und
des Schalters 25 mit einem der Eingangsanschlüsse des UND-Gliedes 39 verbunden.
Der Ausgangsanschluß des UND-Gliedes ist mit dem R-Eingangsanschluß RXücksetzeingang)
des.RS-Flip-Flops 40 verbunden.
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Der Gleichrichter 73 setzt die Spannungen an den beiden Endpunkten
in die Absolutspannungen um und legt diese Absolutspannungen an den Differenzverstärker
75. Zwischen dessen beide Eingangsanschlüsse ist der Kondensator 74 geschaltet,
um eine Spannungsspitze des Gleichrichters 73 zu verhindern. Der Ausgangsanschluß
des Differenzverstärkers 75 ist mit dem anderen Eingangsanschluß des UND-Gliedes
39 verbunden.
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Ist der AF-Systemschalter 25 geschlossen, so wird durch das Niederdrücken
des Auslösers der Analogschalter 36 wie zuvor erläutert geöffnet und gleichzeitig
der Analogschalter 42 durch den Inverter 37 durchgeschaltet.
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Ferner wird ein Signal mit hohem Pegel an den S-Eingang des RS-Flip-Flops
gelegt, während ein Signal mit niedrigem Pegel an den R-Eingang über das UND-Glied
39 gelegt wird, so daß ein Signal mit niedrigem Pegel an dem Q oder inversen Q-Ausgangsanschluß
des RS-Flip-Flops entsteht. Dieses Signal wird an die Basis des Transistors 33 über
den Widerstand 41 gelegt, so daß der Transistor 33 durchgeschaltet bleibt. Ist das
RS-Flip-Flop durch die Rückstellung der Anschluß fassung an die Mittelpunkt-Position
räckcjesetzt, wird die Spannungsversorgung aufrecht erhalten, sogar wenn der AF-Systemschalter
ausgeschaltet wird.
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Der Widerstand zum Messen der Anschlußfassungs-Position ist so ausgelegt,
daß die Abgriffsspannung Null ist, wenn die Anschlußfassung am Mittelpunkt des Verschiebungsbereichs
ist, und daß eine negative oder eine positive Spannung abgegeben wird, wenn die
Anschlußfassung nicht am Mittelpunkt ist. Diese Spannung wird in einen Absolutwert
durch den Gleichrichter 73 umgesetzt und über den Differenzverstärker 75 und den
Inverter 76 an den einen Eingangsanschluß des UND-Gliedes 39 gelegt. Deshalb nimmt
der Q oder inverse Q-Ausgang des RS-Flip-Flops 40 nur dann einen hohen Pegel an,
wenn der AF-Systemschalter 25 geöffnet , die Fotografie beendet wird und die Fassung
an den Mittelpunkt des Verschiebungsbereichs zurückgekehrt ist. Gleichzeitig geht
der Transistor 33 in den sperrenden Zustand über, so daß die Spannungsversorgung
an die einzelnen Stellen der Schaltung unterbrochen wird.
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Bei der vorstehend beschriebenen Fokus-Steuerschaltung wird der Motor
ununterbrochen gedreht, bis die Fokus-
Detektorsignale der fotoelektrischen
Meßwertumsetzer 19 und 19' miteinander übereinstimmen. Weicht die Grob-Scharfeinstellung
von Hand so weit von der Scharfeinstellung ab, daß die automatische Fein-Scharfeinstelluno
ummöglich ist, wird die Spannungsversorgung für den Motor unterbrochen, die Richtung,
in der die Grob-Scharfeinstellung korrigiert werden sollte, angezeigt,dieAnschlußfassung
wird an den Mittelpunkt des Verschiebungsbereiches zurückgeschoben, auch wenn die
Aufnahme erfolgt ist, so daß folgerichtig eine Fein-Scharfeinstellung möglich ist.
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Auch wenn der Fotograf den AF-Systemschalter aufgrund einer fehlerhaften
AF-Bedienung etc. auf die Manuell-Seite schieben sollte, d. h. der AF-Systemschalter
25 ausgeschaltet wird, wird die Spannungsversorgung durch das Flip-Flop 40 fortgesetzt,
um die Anschlußfassung an den Mittelpunkt ihres Verschiebungsbereichs zurückzuschieben.
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Fig. 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Fokussier-Steuerschaltung,
bei der nur die Verschiebung der Anschlußfassung über die beiden Endpunkte des Verschiebungsbereichs
verhindert ist, während bei den in Fig.
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gezeigten ersten Ausführungsbeispiel die Spannungsversorgung für den
Motor 7 an den beiden Endpunkten des Verschiebungsbereichs vollständig unterbrochen
wird.
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Wird der vordere Endpunkt ermittelt, so wird deshalb bei dem zweiten
Ausführungsbeispiel nur verhindert, daß der Motor die Anschlußfassung vorwärts schiebt
und erlaubt, daß der Motor die Anschlußfassung rückwärtsschiebt.
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Wird andererseits der hintere Endpunkt ennittelt, so wird nur verhindert,
daß der Motor die Anschlußfassung rückwärts schiebt, aber erlaubt, daß der Motor
die Anschlußfassung vorwärts schiebt.
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Die mit denselben Bezugszeichen wie in Fig. 3 versehenen Bauteile
sind in Fig. 4 dieselben Bauteile mit denselben Verbindungen.
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Analogschalter 77 und 79 bestehen aus Feldeffekttransistoren etc.
Die Steuereingänge der Analogschalter sind mit den Ausgangsanschlüssen der Vergleicher
59 bzw. 60 verbunden.
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Einer der Ausgangsanschlüsse des obigen Analogschalters ist mit }1assa
und der andere Ausgangsanschluß mit der Kathode einer Diode 78 verbunden. Die Anode
der Diode 78 ist mit dem Ausgangs anschluß des Differenzverstärkers 52 verbunden.
Der eine Ausgangsanschluß des Analogschalters 79 ist mit ^^tasse der andere Ausgangsanschluß
mit der Anode einer Diode 80 verbunden. Die Kathode der Diode 80 ist mit dem Ausgangs
anschluß des Differenzverstärkers 52 verbunden.
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Wie vorstehend beschrieben worden ist, liegt bei dem vorderen Endpunkt
ein Signal mit hohem Pegel an dem Schaltungspunkt 61, so daß der Analogschalter
77 durchschaltet. Hierdurch wird mittels der Diode 78 ein Signal für die weitere
Vorwärtsbewegung der Anschluß fassung 4 verhindert; ausschließlich die Rückwärtsbewegung
der Anschlußfassung ist gestattet. Entsprechend liegt bei Erreichen des rückwärtigen
Endpunktes ein Signal mit hohem Pegel an dem Schaltungspunkt 66, so daß der Analogschalter
79 durchgeschaltet wird, so daß hierdurch die Rückwärtsbewegung der Anschluß fassung
verhindert und ausschließlich die Vorwärtsbewegung gestattet wird.
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Für die Beschränkung an dem vorderen und dem rückwärtigen Endpunkt
ist nicht immer eine Positionsmessung mittels des veränderlichen Widerstandes 27,
wie sie vorstehend bescArieben worden ist, notwendig, sondern es kann auch eine
herkömmliche Endschaltung verwendet werden, wie sie in Fig. 5 gezeigt ist.
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Fig. 5 zeigt cin drittes Ausführungsbeispiel der Scharfeinstellvorrichtung.
Bauteile, die denen in den Fig. 3 und 4 gleichen, tragen dieselben Bezugszeichen.
81 ist ein vorderer Endschalter, der normalerweise den Schaltungspunkt 82 mit dem
Schaltungspunkt 83, insbesondere Vcc verbindet. Deshalb ermöglicht die Ausgangsstufe
eines Transistors 84 in dem Differenzverstä?-ker 52 die Vorwärtsbewegung der Anschlußfassung,
da der Emitter mit Vcc verbunden ist.
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An dem vorderen Endpunkt wird der Endschalter 81 umgeschaltet, so
daß der Schaltungspunkt 82 mit 0Ssse 85 verbunden wird. Hierdurch wird der Emitter
des Transistors 84 geerdet, so daß die zu einer weiteren Vorwärtsbewegung der Fassung
führende Drehung des Motors verhindert und gleichzeitig die mit Vcc verbundene LED
63 über den Widerstand 62 mit Strom versorgt wird, um das Erreichen des vorderen
Endpunktes anzuzeigen.
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Entsprechend ist ein hinterer Endschalter 86 über einen Schaltungspunkt
88 mit Vee verbunden. Da hierdurch der Emitter eines Transistors 89 mit Vee verbunden
ist, wird die Rückwärtsbewegung der Fassung ermöglicht.
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An dem hinteren Endpunkt wird der Endschalter 86 umgeschaltet und
der Schaltungspunkt 87 mit Masse 90 verbunden.
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Ferner wird die zu einer weiteren Rückwärtsbewegung der Anschluß fassung
führende Drehung des Motors über den Transistor 89 verhindert und gleichzeitig die
mit Vee verbundene LED 68 über den Widerstand 67 mit Strom versorgt, um das Erreichen
des hinteren Endpunktes anzuzeigen.
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91 ist ein Rückstellkontakt, der aus einem Element zum Messen der
vorderen und der hinteren Position der Fassung besteht. Der Rückstellkontakt ist
so ausgelegt, daß ein Teil 93 mit einer Kontaktfahne 92 Kontakt hat, wenn beispielsweise
das Objektiv nach vorne bewegt worden ist,
um den Motor für eine
Rückwärtsbewegung zu drehen. Ist das Objektiv nach rückwärts verschoben worden,
hat die Kontaktfahne Kontakt mit einem Teil 94, um den Motor für eine Vorwärtsbewegung
der Anschlußfassung zu drehen, bis die Rückstellbewegung zur Mittelpunkts-Lage bzw.
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zur Null-Potential-Lage vollzogen ist.
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Vorstehend ist eine Scharfeinstellvorrichtung für eine Kamera beschrieben
worden, bei der eine Grob-Scharfeinstellung von Hand mittels eines Schrauben-Objektivtubus
erfolgt und eine Fein-Scharfeinstellung automatisch durch die Verschiebung der Kamera-Anschlußfassung
entlang der optischen Achse durchgeführt wird.
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Die vorstehende Scharfeinstellvorrichtung ist so ausgebildet, daß
die Anschlußfassung zu einer bestimmten Stellung, beispielsweise den Mittelpunkt
des Verschiebungsbereiches zurückgestellt wird, und Meßeinrichtungen zum Messen
des vorderen und hinteren Endpunktes des Verschiebungsbereichs der Anschlußfassung
vorhanden sind, um die Motordrehung zu unterbrechen, wenn einer der Endpunkte ern.ittelt
wird.