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DE3632593A1 - Kamera mit automatischer scharfeinstellung - Google Patents

Kamera mit automatischer scharfeinstellung

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Publication number
DE3632593A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aperture
lens
camera according
setting
shutter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19863632593
Other languages
English (en)
Inventor
Wai Chung Wong
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HAKING W ETS Ltd
W Haking Enterprises Ltd
Original Assignee
HAKING W ETS Ltd
W Haking Enterprises Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from US06/900,718 external-priority patent/US4710013A/en
Application filed by HAKING W ETS Ltd, W Haking Enterprises Ltd filed Critical HAKING W ETS Ltd
Publication of DE3632593A1 publication Critical patent/DE3632593A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B3/00Focusing arrangements of general interest for cameras, projectors or printers
    • G03B3/04Focusing arrangements of general interest for cameras, projectors or printers adjusting position of image plane without moving lens
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B7/00Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements
    • G02B7/02Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements for lenses
    • G02B7/04Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements for lenses with mechanism for focusing or varying magnification
    • G02B7/08Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements for lenses with mechanism for focusing or varying magnification adapted to co-operate with a remote control mechanism
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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    • G03B3/10Power-operated focusing

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Exposure Control For Cameras (AREA)
  • Stroboscope Apparatuses (AREA)
  • Focusing (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine fotografische Kamera, insbe­ sondere mit automatischer Scharfeinstellung.
Die vorliegende Anmeldung ist eine CIP-Anmeldung der US-Patentanmeldung Serial-Nr. 7 85 572 vom 8. Oktober 1985.
Es wird heute eine große Anzahl relativ billiger Stehbild­ kameras hergestellt, mit denen eine automatische Scharf­ einstellung und/oder eine automatische Belichtungseinstel­ lung entweder durch Umgebungsbeleuchtung für Fotografieren im Freien oder durch Erfassen des Objektabstands bei Ver­ wendung mit Blitzlichtbetrieb möglich ist. Die Entfernungs­ messung für die Regelung der Objektiv-Scharfeinstellung sowie der Belichtung bei Blitzlichtbetrieb ist mit einer Vielzahl Systeme möglich. Die Entfernungsmessung durch von der Kamera erzeugte Ultraschallimpulse, durch elektroni­ schen Vergleich der Abbildungen in einem Mischbildentfer­ nungsmesser und durch die reflektierte Amplitude eines Infrarot-Vorblitzes sind sämtlich in der Patentliteratur beschrieben. Bei Blitzlichtbetrieb wird die Belichtungs­ einstellung typischerweise durch eine der vorgenannten Ent­ fernungsmessungen bestimmt, wogegen bei Betrieb mit Umge­ bungslicht typischerweise für die Belichtungseinstellung irgendein gewichteter Wert der von einem Fotosensor erfaß­ ten Szenenbeleuchtung angewandt wird.
Bei Kameras der mittleren und höheren Preisklassen sind solche Systeme routinemäßig vorgesehen. Bei Billigkameras jedoch sind solche Entfernungsmeßsysteme aus Kostengründen ausgeschlossen. Ferner werden solche Billigkameras norma­ lerweise nicht vom ernsthaften Amateur, sondern von Leuten gekauft, die eine Kamera entweder nur sehr selten benutzen oder relativ unerfahren sind oder bei denen beide Gründe gelten. Derartige Benutzer übersehen selbst die einfachsten manuellen Belichtungs- und Entfernungseinstellungen.
Es besteht somit auf dem Gebiet der Billigkameras ein Bedarf für ein vollständig automatisches Scharfeinstell-und Belichtungssystem, das in vollständig unerfahrenen Händen angemessene Ergebnisse hinsichtlich Entfernung und Belich­ tung liefert.
Gemäß einem Aspekt der Erfindung weist eine Kamera mit Blitzlichteinrichtung einen Umgebungslichtfühler und ein Objektiv auf, das zwischen Nah- und Fern-Scharfeinstellun­ gen einstellbar ist, wobei die Kamera automatisch so gekop­ pelt ist, daß sie eine Zweistellungs-Belichtungseinstellung betätigt, bevorzugt den Hub eines impulsartig arbeitenden Verschlusses mit verstellbarer Blende regelt. Wenn das erfaßte Umgebungslicht schwach ist, was eine Beleuchtung mit Blitzlicht erforderlich macht, setzen bei Betätigung der Verschlußauslösevorrichtung zugehörige Einstellmecha­ nismen die Verschlußblende auf ihren Höchstwert, z. B. f/4,5, während gleichzeitig das Objektiv auf einen Nah­ zonen-Fokussierbereich von ca. 1,6-4,0 eingestellt wird. Damit wird die mit einer großen Verschlußblende einher­ gehende reduzierte Tiefenschärfe ausgeglichen, indem das Objektiv auf einen Fokussierbereich eingestellt wird, der für Nahrbereichs-Blitzlichtaufnahmen geeignet ist. Wenn andererseits eine ausreichende Umgebungsbeleuchtung erfaßt wird, wie das im Freien während der Stunden hellen Tages­ lichts meistens der Fall ist, wird automatisch eine Brenn­ punkt-Blenden-Kombination eingestellt, die eine kleinere Blende von z. B. f/8 vorsieht sowie eine Scharfeinstellung, bei der das Objektiv auf den Nahpunktsabstand entsprechend dieser Blende, z. B. 4 m bei einer 55-mm-Linse, eingestellt wird. Dadurch wird bei Aufnahmen mit Tageslicht die Kamera automatisch zwischen dem halben Nahpunktsabstand und Unend­ lich scharf eingestellt, so daß die Notwendigkeit für eine teure Entfernungsmeßeinrichtung vollständig entfällt.
Gemäß einem Merkmal der vorliegenden Erfindung wird zur Verwendung mit Filmen höherer Filmempfindlichkeit automa­ tisch eine weitere Verkleinerung der Blende unter f/8 als die der Nahpunktseinstellung entsprechende Blende vorge­ sehen. Dadurch wird die fotografische Aufnahme von Objek­ ten, die nahe den Grenzen der Schärfentiefe, d. h. 2 m und Unendlich, positioniert sind, noch schärfer. Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Umschaltung von der Tageslicht- zur Blitzlicht-Betriebsart ebenfalls durch Messungen der Filmempfindlichkeit bestimmt.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise weggeschnittene Darstellung der Hauptelemente einer Kamera mit durch einen Fotofühler bestimmten Entfernungs- und Blen­ deneinstellungen, wobei das System im gespann­ ten Ruhezustand gezeigt ist;
Fig. 2 das System von Fig. 1 unmittelbar vor der Freigabe eines Blendenstellschiebers, wobei das System für Nahbereichs-Scharfeinstellung und maximale Blende ausgelegt ist;
Fig. 3 das System von Fig. 1, das alternativ für Fernbereichs-Scharfeinstellung und verkleiner­ te Blende ausgelegt ist;
Fig. 4 das System von Fig. 1 im Ruhezustand vor der Einleitung eines Neuspannvorgangs;
Fig. 5 eine teilweise weggeschnittene Draufsicht auf das System der Fig. 1-4, im wesentlichen ent­ sprechend der in Fig. 2 gezeigten Situation, d. h. der Nahbereichs-Konfiguration;
Fig. 6 eine der Fig. 5 ähnliche Darstellung, wobei aber das System für große Entfernung scharf eingestellt ist;
Fig. 7 eine teilweise weggeschnittene Ansicht einer Objektivzelleneinheit, die zwei Blendenver­ stell-Lamellen gegenüberliegt;
Fig. 8 eine teilweise weggeschnittene Perspektivan­ sicht zur Verdeutlichung einer Nockenwirkung von vier Rampen, die an einer vorderen Kamera­ wand montiert sind und einen Teil der Objek­ tivzelleneinheit von Fig. 7 mit einer axialen Kraft beaufschlagen, um die Scharfeinstell- Position des Objektivs zu ändern;
Fig. 9 ein schematisches Blockschaltbild einer bei­ spielsweisen elektronischen Steuerschaltung für die Kamera;
Fig. 10 die Elemente eines elektrisch gesteuerten Arretiersystems für zwei Blendeneinstellungen im Tageslicht- bzw. Fernbereichs-Betrieb, wobei im vorliegenden Fall die Blende auf weniger als ihre Nahpunktseinstellung verklei­ nert ist; und
Fig. 11 das System von Fig. 10, wobei die Blenden­ arretierung auf den Nahpunkt eingestellt ist.
Gegenstand der Erfindung ist ein Blenden- und Bildschärfen- Einstellsystem für eine Kamera, das ausschließlich durch Meßwerte des Umgebungslichts regelbar ist. Die Fig. 1 und 5 zeigen teilweise weggeschnitten die Anordnung der wesent­ lichen Elemente des Systems, das sich gemäß Fig. 1 in einem gespannten Ruhezustand befindet. Ein Objektivring 7 ist so gekoppelt, daß er ein zur Bildaufnahme dienendes Objektiv 50 (vgl. Fig. 7) längs der optischen Achse 30 des Systems verschiebt. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, wird durch Drehen des Objektivrings 7 im Gegenuhrzeigersinn der Bildschärfe­ bereich des Objektivs 51 von einer Nahbereichs- in eine Fernbereichs-Bildschärfelage bewegt. Diese entgegen dem Uhrzeigersinn ausgeführte Drehbewegung des Objektivrings 7 wird durch eine damit gekoppelte Feder 8 erreicht. Ein Schärfeneinstell-Elektromagnet 13 wird von einem licht­ fühlergesteuerten Blitzlichtsystem 42 (Fig. 9) selektiv betätigt und beaufschlagt einen Anker 12, der an einem Bildschärfe-Arretierhebel 9 befestigt ist, der um einen Drehzapfen 10 drehbar ist und von einer Zugfeder 11 im Uhr­ zeigersinn beaufschlagt wird. Ein Mitnehmerende 9 a liegt dem Außenrand des Objektivrings 7 im wesentlichen gegen­ über, und zwar entweder in einer zurückgezogenen Stellung entsprechend Fig. 1 oder in einer Freigabestellung, so daß der Mitnehmer arretierend in einen Ausschnitt 7 b im Objek­ tivring eintritt und die Drehbewegung des Objektivrings während der Einstellung des Systems blockiert.
Zwei Blendeneinstell-Lamellen 27, 28 liegen übereinander, wobei jede Lamelle schwenkbar an einem gemeinsamen Dreh­ punkt 29 gelagert ist. Jede Lamelle weist einen Ausschnitt 27 a, 28 a auf, der so positioniert ist, daß zwischen beiden ein gemeinsamer Eintrittsbereich gebildet ist, durch den ein Stift 26 tritt, der an einem Blendenstellschieber 21 montiert ist. Die Ausschnitte 27 a, 28 a sind in bezug auf­ einander abgewinkelt, so daß eine Bewegung des Stifts 26 nach links dazu führt, daß die Lamellen zusammenschwingen und die Blende der Optik verschließen. Je nachdem also, ob der Stift 26 nach rechts oder nach links bewegt wird, kann die Blende der Kamera zwischen Extremwerten eingestellt werden.
Der Blendenstellschieber 21 ist verschiebbar auf Führungs­ zapfen 22 befestigt und unverlierbar durch Haltevorsprünge 22 a (Fig. 6) gehalten, die auf einer Hauptbefestigungswand 35 angeordnet sind, so daß eine allgemeine Links-Rechts- Bewegung des Blendenstellschiebers 21 in Fig. 1 möglich ist. Der Blendenstellschieber 21 wird von einer Feder 36 nach links beaufschlagt. Ein Blendenstell-Elektromagnet 25 ist so angeordnet, daß er einen Anker 24 kontaktiert, der im rechten Ende des Blendenstellschiebers unverlierbar gehalten ist, wenn das System gespannt ist, und der die Zugkraft der Feder 36 überwinden kann.
Ein Objektivspannschieber 2 ist an der Vorderseite der Hauptbefestigungswand 35 verschiebbar mittels Stiften 3 angeordnet und mittels Haltenasen 3 a daran festgelegt. Der Objektivspannschieber 2 ist somit ebenfalls linear zwischen einer linken und einer rechten Stellung verschiebbar (in Fig. 1 gesehen).
Ein Objektivauslösehebel 4, der um einen Drehpunkt 5 dreh­ bar gelagert ist, ist von einer Rückstellfeder 6 im Gegen­ uhrzeigersinn beaufschlagt und weist einen Ausschnitt 4 a auf, der einer Verlängerungslasche 2 a am Objektivspann­ schieber 2 arretierend gegenüberliegt, so daß dieses Ele­ ment in seiner äußerst rechten Lage gehalten ist. Der Objektivspannschieber 2 greift seinerseits an einem Stift 23 am Blendenstellschieber 21 an und hält diesen gegen die Kraft der Rückstellfeder 36 in seiner äußerst rechten Lage, wobei sein Anker 24 den Blendenverstell-Elektromagnet 25 kontaktiert. Durch diese Konfiguration wird auch der Objek­ tivring 7 in einer äußerst rechten bzw. Uhrzeigersinn-Lage gegen die Kraft der Objektivring-Rückstellfeder 8 durch Anlage der Verlängerungslasche 2 a an einem Vorsprung E, der sich vom Außenrand des Objektivrings von einer Schulter­ linie S nach außen erstreckt, gehalten.
Durch Drehen des Objektivauslösehebels 4 im Gegenuhrzeiger­ sinn so weit, daß er von der Verlängerungslasche 2 a gelöst ist, wird der Vorsprung E des Objektivrings E von der Gegenkraft befreit, so daß der Objektivring 7 durch seine Aktivierungsfeder 8 im Gegenuhrzeigersinn bewegt werden kann. Der Objektivspannschieber 2 übt dabei keine Gegen­ wirkung aus, da er nicht unmittelbar unter Federvorspannung steht. Wenn der Blendenstell-Elektromagnet 25 während die­ ses Vorgangs erregt bleibt, nimmt der Vorsprung E des Objektivrings nur den Objektivspannschieber 2 bei seiner Drehbewegung mit. Wenn jedoch der Blendenstell-Elektroma­ gnet 25 während dieser Phase nicht erregt ist, wird der Blendenstellschieber 21 durch den Kontakt mit dem Stift 23 ebenfalls in die gleiche Richtung getrieben. Die Hauptfunk­ tion des Objektivspannschiebers 2 besteht nur darin, das System während eines Filmtransportvorgangs in einen ge­ spannten Zustand zurückzubringen.
Es sei nunmehr die grundsätzliche Folge von Vorgängen der verschiedenen gezeigten Systeme während eines Fotografier­ vorgangs erläutert. Auf einen Verschlußknopf (nicht gezeigt) ausgeübter Druck wirkt auf einen Auslöseschieber 14, der verschiebbar auf Zapfen 15 montiert ist, so daß er sich nach unten bewegt. Die unmittelbare Auswirkung der anfänglichen Abwärtsbewegung besteht darin, daß Schalter­ kontakte 19, 20 durch eine Steuerfläche 44 am Auslöseschie­ ber 14 in Kontakt gedrückt werden. Dadurch wird sofort der Scharfeinstell-Aktivierungsschalter 46 (Fig. 9), der die Schalterkontakte 19, 20 repräsentiert, geschlossen und betätigt einen der beiden Elektromagnete 13, 25 in den Ein- Zustand nach Maßgabe der Meßwerte eines Umgebungslichtfüh­ lers 48. Weiteres Eindrücken des Auslöseschiebers 14 bringt eine Ausnehmung 50 in Eingriff mit einem Ende des Objek­ tivauslösehebels 4 und bewirkt eine Drehbewegung desselben im Gegenuhrzeigersinn, wodurch der Ausschnitt 4 a im Ende des Objektivauslösehebels sich aus seiner der Verlänge­ rungslasche 2 a des Objektivspannschiebers 2 gegenüberlie­ genden Stellung bewegt. Wie noch im einzelnen erläutert wird, werden das Scharfeinstell- und das Blendensystem dann jeweils selbständig eingestellt.
Der Auslöseschieber 14 weist einen Ausschnitt 14 a auf, durch den eine Verlängerung 16 a eines Verschlußauslöseele­ ments 16 verläuft, das von einer Betätigungsfeder 17 nach oben gedrückt wird. Der Ausschnitt 14 a ist ausreichend lang, so daß, wenn sich der Auslöseschieber 14 in seiner obersten Lage befindet, zwischen dem oberen Rand des Aus­ schnitts 14 a und dem gegenüberliegenden Rand der Verlänge­ rung 16 a des Verschlußauslöseelements ein beträchtlicher Abstand vorhanden ist. Ein Verschlußbetätigungsschieber 18 ist durch das Verschlußauslöseelement 16 unverlierbar in der gespannten Lage gehalten und von einer Schieberbetäti­ gungsfeder (nicht gezeigt) nach links beaufschlagt. Eine letzte Abwärtsbewegung des Verschlußauslöseelements 16 nach Beendigung der Systemeinstellungen bewirkt die Freigabe des Verschlußbetätigungsschiebers, woraufhin dieser nach links schnappt und den Verschluß (nicht gezeigt) durch einen Auf­ nahmezyklus betätigt. Die Wegnahme des nach unten gerich­ teten Drucks auf den Auslöseschieber 14 hat zur Folge, daß dieser sich durch die Kraft einer zugehörigen Vorspannfeder (nicht gezeigt) nach oben bewegt, so daß die Schalterkon­ takte 19, 20 voneinander getrennt und die Elektromagnete 13, 25 in den entregten Zustand zurückgebracht werden. Diese Phase ist aus Fig. 4 am besten ersichtlich.
Die spezielle Ausbildung des Verschlußauslöse- und -rück­ spannsystems, das durch den Verschlußbetätigungsschieber 18 betätigt wird, kann sehr unterschiedlich sein, sie kann z. B. der eigenen US-PS 45 95 261 entsprechen. Dort ist u. a. die Verwendung eines Exzenterstifts angegeben, der vom Filmtransportsystem angetrieben wird und einen Ver­ schlußbetätigungsschieber 18 der in Fig. 1 gezeigten Form während des Filmtransports in eine gespannte Stellung bewegt. Die Rückstellung des Systems in einen gespannten Zustand aus der nichtaktivierten Konfiguration nach Fig. 4 in diejenige nach Fig. 1 erfolgt durch eine ähnliche Exzen­ terstifteinheit, die in der Praxis mit der Exzenterstift­ einheit, die den Verschlußbetätigungsschieber 18 in den gespannten Zustand rückstellt, gekoppelt oder damit ein­ stückig ausgeführt sein kann.
Unter spezieller Bezugnahme auf die Fig. 1, 4 und 6 wird somit ein an einem Spannrotor 1 montierter Exzenterstift 1 a in Anlage an einem Spannansatz 2 b am Objektivspannschieber 2 gebracht, so daß eine anfängliche halbe Umdrehung aus dem nichtaktivierten Zustand von Fig. 6 den Objektivspannschie­ ber in seine äußerst rechte Lage bewegt. Da der Objektiv­ auslösehebel 4 während des Rückspulens im Uhrzeigersinn vorgespannt ist, gelangt während dieser halben Umdrehung des Spannrotors 1 der Verlängerungsvorsprung E am Objektiv­ ring 7 zuerst mit der Verlängerungslasche 2 a am Objektiv­ spannschieber in Eingriff und dreht den Objektivring 7 im Gegenuhrzeigersinn. Da die Elektromagnete 13, 25 während des Rückspulens entregt sind, befindet sich der Blenden­ stellschieber 21 in seiner linken Position entsprechend Fig. 3, und infolgedessen wird der Objektivspannhebel 2 in Kontakt mit dem Stift 23 am Blendenstellschieber getrieben und verschiebt diesen in Kontakt mit dem Blendenstell- Elektromagnet 25. Während der Endphasen dieses Vorgangs fällt der Ausschnitt 4 a des Objektivauslösehebels 4 wieder in Arretiereingriff mit der Verlängerungslasche 2 a des Objektivspannschiebers 2 und arretiert das gesamte System im gespannten Ruhezustand von Fig. 1.
Nachstehend wird im einzelnen die Funktionsweise der Scharfeinstell- und Blendeneinstell-Untersysteme der Kamera während des Fotografierens erörtert; dabei ist zu beachten, daß einer der beiden Elektromagnete 13, 25 selektiv ent­ sprechend einem Umgebungslichtfühler erregt wird. Einzel­ heiten der dafür vorgesehenen und in Fig. 9 gezeigten Steuerschaltung werden später erläutert. Für den Augenblick sei nur gesagt, daß während des Fotografierens bei schwa­ chem Umgebungslicht, was bedeutet, daß die Kamera in der Blitzlicht-Betriebsart (Nahbereichs-Betriebsart) zu ver­ wenden ist, der Blendenstell-Elektromagnet 25 während des gesamten Fotografiervorgangs erregt ist. Der Objektivein­ stell-Elektromagnet 13 bleibt entregt. Unter Bezugnahme auf Fig. 2 ist somit ersichtlich, daß bei Trennen der Verbin­ dung zwischen dem Ausschnitt 4 a des Objektivauslösehebels 4 und der Verlängerungslasche 2 a des Objektivspannhebels 2 der Objektivring 7 sofort im Gegenuhrzeigersinn bewegt wird. Da der Objektiveinstell-Elektromagnet 13 entregt ist, wird die Klinke 9 a am Ende des Objektivarretierhebels 9 durch Federkraft gegen den Rand des Objektivrings 7 ge­ drückt und fällt in die Objektivring-Arretierkerbe 7 b, so daß die Drehbewegung des Objektivrings angehalten wird, bevor eine wesentliche Rotation stattgefunden hat. Wie noch gezeigt wird, genügt diese Rotation nicht, um das Objektiv 51 aus seiner Nahbereichs-Einstellage zu bewegen, und infolgedessen bleibt das Objektiv in einem optimalen Ab­ stand von ca. 2,3 m scharfeingestellt.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß der frei bewegliche Objek­ tivspannhebel 2 impulsweise zum äußerst linken Ende seiner Bewegungsbahn bewegt wurde infolge des auf ihn ausgeübten Bewegungsimpulses durch den Vorsprung E am Objektivring 7 während der anfänglichen Drehbewegung desselben. Ferner ist ersichtlich, daß durch Halten des Blendeneinstell-Elek­ tromagneten 25 im erregten Zustand während dieses Vorgangs der Blendenstellschieber 21 gegen die Kraft seiner zugehö­ rigen Feder 36 in seiner ganz rechten Lage gehalten wird und den Stift 26 gleichermaßen in dessen ganz rechter Stel­ lung hält, so daß die Lamellen 27, 28 im weit geöffneten Zustand bleiben. Somit ist die Kamera richtig für die "Nahbereichs"- oder Blitzlicht-Betriebsart vorbereitet, wobei das Objektiv auf eine kurze Brennweite eingestellt und die Blende auf ihrem Maximalwert gehalten ist. Wenn man einen Nennwert von f/4,5 für ein 55-mm-Objektiv annimmt, ergibt dies ein richtig fokussiertes Feld, das sich von 1,6-4 m erstreckt. Diese Werte eignen sich für den normalen Arbeitsbereich billiger Blitzlichtkameras.
Wenn dagegen der Fotosensor helles Umgebungslicht erfaßt, wird bei immer noch gespannter Kamera entsprechend Fig. 1 der Objektiveinstell-Elektromagnet 13 erregt, während der Blendeneinstell-Elektromagnet 25 entregt bleibt. Dadurch wird die Kamera in die "Fernbereichs"-Betriebsart gebracht. Die hierfür geltende Konfiguration unmittelbar nach dem Lösen des Ausschnitts 4 a des Objektivauslösehebels von der Verlängerungslasche 2 a des Objektivspannschiebers 2 ist in Fig. 3 gezeigt. In bezug auf die Bewegung des Objektivrings 7 wird der Objektivspannhebel 9 in einer zurückgezogenen Stellung gehalten, und infolgedessen dreht sich der Objek­ tivring 7 um einen erheblichen Betrag im Gegenuhrzeiger­ sinn. Die Rotation wird durch Anlage des Vorsprungs E des Objektivrings 7 an der Verlängerungslasche 2 a des Objek­ tivspannschiebers 2 beendet, wobei der Objektivspannschie­ ber in seine äußerst linke Lage bewegt und durch Kontakt an seinen zugehörigen Führungsstiften 3 angehalten wird. Wie noch gezeigt wird, genügt diese Drehbewegung, um das Objek­ tiv in eine Fernbereichs- bzw. Nichtblitzlicht-Lage zu bringen, wobei bevorzugt ein Nahpunktsabstand von 4 m erhalten wird, so daß sich eine Scharfeinstellung zwischen 2 m und Unendlich ergibt.
In bezug auf das Blendeneinstellsystem ist zu beachten, daß bei entregtem Blendeneinstell-Elektromagnet 25 der Blenden­ stellschieber 21 sich ungehindert nach links bewegen kann, wobei sich der Objektivspannschieber 2 vollständig an dem Zapfen 23 am Blendenstellschieber vorbeibewegt hat, so daß sich der Blendenstellschieber nach links bewegt. Infolge­ dessen wird der Lamellenstellzapfen 26 entlang den Lang­ löchern 27 a, 27 b in den Lamellen 27, 28 nach links getrie­ ben, wodurch die Lamellen aufeinander zu in eine reduzierte Blendenstellung geschwenkt werden. Diese reduzierte Blen­ denstellung wird in Verbindung mit der Brennweite und der Brennpunktslage des Objektivs 50 gewählt, und der Objektiv­ ring 7 wird entsprechend Fig. 3 gedreht, so daß sich der vorher genannte optimale Nahpunktsabstand von 4 m ergibt. Dies wird erreicht, indem die Blendeneinstell-Lamellen 27, 28 derart ausgelegt sind, daß bei der reduzierten Blenden­ stellung von Fig. 3 ein Brennpunktsverhältnis von ca. f/8 im System erhalten wird.
Einzelheiten des Mechanismus, mit dem die Rotation des Objektivrings 7 das Objektiv 51 zwischen den beiden Scharf­ einstellpositionen bewegt, sind am besten aus den Fig. 5, 6, 7 und 8 ersichtlich. In einer Objektivzelleneinheit 54 ist das Objektiv 51 sicher gehalten, wobei die Objektiv­ zelleneinheit eine zylindrische Außenfläche 62 hat, die so ausgebildet ist, daß sie in eine Offnung 60 in einer Vor­ derwand 33 der Kamera einschiebbar ist. Eine Hauptbefesti­ gungswand 35 ist mit einem zylindrischen Durchgang 56 ver­ sehen, der in bezug auf die Vorderwandöffnung 60 koaxial verläuft. Die Objektivzelleneinheit 54 ist an dem Objektiv­ ring 70 festgelegt. Eine zwischen der Vorderseite 62 des Objektivrings und der Rückseite 64 der Vorderwand angeord­ nete Wellenfeder 32 hat die Funktion, die Objektivzellen­ einheit 54 von der Vorderwand weg zu beaufschlagen. Vier nach vorn verlaufende schräge Rampen 31 sind so angeordnet, daß sie von der Vorderseite der Hauptbefestigungswand 35 nach vorn verlaufen. Die nach innen gerichtete Wirkung der Wellenfeder 32 hat die Funktion, die Rückseite 7 b des Objektivrings gegen diese Rampen zu drücken. Die Positionen dieser Rampen 31 sind auch in den Fig. 1-4 in Strichlinien angedeutet. Wenn der Objektivring 7 gespannt (Fig. 1) oder geringfügig gedreht ist (Nahbereichs-Betriebsart entspre­ chend Fig. 2), drücken die Rampen 31 die Objektivzellen­ einheit in ihre vorderste Lage in bezug auf die Filmebene FP.
Um eine Fernbereichs-Scharfeinstellung (Fernbereichs- Betriebsart) zu ermöglichen, sind in der Rückseite 7 b des Objektivrings 7 vier rampenförmige Aussparungen 7 a ausge­ bildet. Bei voller Drehung des Objektivrings 7 im Gegen­ uhrzeigersinn entsprechend Fig. 3 werden diese Aussparungen 7 a gedreht, so daß sie ihren zugehörigen Rampen 31 gegen­ überliegen, und infolgedessen drückt die Wellenfeder 32 den Objektivring in seine hinterste Lage entsprechend Fig. 6. Damit wird das Objektiv in den Zustand der Fernbereichs- Scharfeinstellung gebracht. Rampenflächen 68 an den Enden der Aussparungen 7 a ermöglichen es, den Objektivring 7 wieder nach vorn zu drücken, wenn er während des Spannens im Uhrzeigersinn gedreht wird.
Eine Ausführungsform einer beispielhaften Steuerschaltung zur Durchführung der vorgenannten Synchronisation der Elek­ tromagnete 13, 25 während einer Aufnahme ist in Fig. 9 gezeigt. Ein mit einem Fotofühler gekoppeltes Fühler-Blitz­ system 42 wird von einer Gleichspannungsquelle gespeist, wobei die Gleichspannung über Klemmen 80, 82 Leitungen 76, 78 zugeführt wird. Das Fühler-Blitzsystem kann in bekannter Weise verschiedenartig ausgebildet sein, und im vorliegen­ den Fall spricht es auf einen hohen Umgebungslicht-Meßwert vom Fotofühler 48 an und bringt eine Ausgangssteuerleitung 82′ in einen Niedrigzustand. Eine Blitzlampe 72 wird von einem Blitzerreger 72 aktiviert. Eine in den Blitzerreger 72 eingebaute logische Schaltung (nicht gezeigt, jedoch von konventioneller Bauart) sperrt den Erreger, so daß er die Blitzlampe 72 bei niedriger Steuerleitung 74, also bei starkem Umgebungslicht, nicht auslösen kann.
Wenn dagegen der Fotofühler ein niedriges Umgebungslicht­ signal abgibt, befindet sich die Durchlaß/Sperrleitung 74 in einem Hochzustand, so daß der Blitzerreger 70 die Blitz­ lampe 72 beim Schließen eines Verschluß-Synchronisations­ schalters 75 (in den übrigen Figuren nicht gezeigt), der in geeigneter Weise gekoppelt ist, aktiviert und auslöst, wenn der Kameraverschluß vollständig offen ist. Der Zustand der Ausgangssteuerleitung 82′ des Fühler-Blitzsystems 42 wird über einen Widerstand R 1 geleitet, so daß an die Basis eines Transistors Q 1 eine Vorspannung angelegt wird, wobei die Wicklung des Scharfeinstell-Elektromagneten 13 zwischen den Kollektor des Transistors und eine negative Speiselei­ tung 78 gelegt ist. Der Emitter des Transistors Q 1 ist direkt mit der positiven Speiseleitung 76 gekoppelt. Der Emitter eines zweiten Transistors Q 2 ist gleichermaßen mit der positiven Speiseleitung 76 gekoppelt, und sein Kollek­ tor ist mit der negativen Speiseleitung 78 über den Blen­ deneinstell-Elektromagneten 25 gekoppelt. Die Basis des Transistors Q 2 ist durch einen Widerstand R 2 vorgespannt, der mit dem Kollektor des Transistors Q 1 gekoppelt ist.
Wenn man die Wirkungsweise der Transistoren Q 1 und Q 2 in bezug auf das an den Transistor Q 1 über den Widerstand R 1 auf der Steuerleitung 82′ angelegte Basis-Vorspannungssi­ gnal betrachtet, so ergibt sich, daß bei niedriger Basis­ spannung des Transistors Q 1 (starke Beleuchtung/Fernbe­ reichs-Betriebsart) der Transistor Q 1 eingeschaltet wird, wodurch er den Scharfeinstell-Elektromagneten 13 erregt. Da die Basis-Emitter-Strecke des Transistors Q 2 den Kollektor- Emitter-Zuleitungen des Transistors Q 1 parallelgeschaltet ist, ergibt sich, daß der Transistor Q 2 unter diesen Um­ ständen abgeschaltet ist, und infolgedessen ist der Blen­ deneinstell-Elektromagnet 25 ebenfalls entregt. Durch aus­ reichendes Erhöhen des Signalpegels auf Leitung 82′ wird umgekehrt der Transistor Q 1 ab- und der Transistor Q 2 ein­ geschaltet. Entsprechend dem Ausgangssignalpegel auf Lei­ tung 82′ wird somit eine selektive Betätigung der beiden Elektromagnete 13, 25 einfach durch die Größe der Umge­ bungslicht-Meßwerte des Fotofühlers 48 erreicht. Betriebs­ spannung wird den Transistoren Q 1, Q 2 durch einen Haupt­ schalter 46 zugeführt, der im vorliegenden Fall die Messer­ kontakte 19, 20 der Fig. 1-4 umfaßt.
Im Tageslicht- bzw. Fernbereichs-Betrieb können Blenden­ einstellungen vorgesehen sein, die kleiner als die vorher beschriebenen Nahpunktsabstand-Einstellungen sind. Dies kann z. B. dadurch erfolgen, daß der Bewegungsweg des Zap­ fens 26 (Fig. 1-4) nach links in einer oder mehreren Zwi­ schenstellungen begrenzt wird. Die Fig. 10 und 11 zeigen ein elektrisch gesteuertes Elektromagnet-Arretiersystem, mit dem zwei Fernbereichs-Blendeneinstellungen erhalten werden. Gemäß Fig. 10 ist ein Elektromagnet 100 mit einer um einen Drehpunkt 97 drehbaren Armeinheit 94 durch nicht gezeigte Mittel federkraftbeaufschlagt, so daß das daran angeordnete Polstück 96 vom Elektromagneten weggedrückt wird. Der Elektromagnet 100 kann selektiv durch ein auf den Lichtmeßwert bezogenes Steuersignal von der Steuerschaltung 42 entsprechend Fig. 9 erregt werden. Die Armeinheit 94 weist eine hakenförmige Verlängerung 95 an ihrem Ende auf, die mit einer Kontaktfläche 102 versehen ist. Ein Verlän­ gerungsabschnitt 90 des Blendenstellschiebers 21 ist glei­ chermaßen mit einem hakenförmigen Ansatz 90 mit einer Kon­ taktfläche 92 ausgebildet.
Fig. 10 zeigt das System mit entregtem Elektromagnet, wobei die einander gegenüberliegenden Kontaktflächen 92, 102 in bezug aufeinander versetzt sind, so daß eine maximale Bewe­ gung des Blendenstellschiebers 21 nach links möglich ist. Fig. 11 zeigt die Auswirkung der Erregung des Elektroma­ gneten 100 vor der Bewegung des Blendenstellschiebers 21. Dabei liegen die Kontaktflächen 92, 102 einander gegenüber, und die Bewegung des Blendenstellschiebers 21 wird vorzei­ tig beendet.
Die Blendeneinstell-Lamellen 27, 28 sind so ausgelegt, daß bei in dieser Zwischenstellung befindlichem Blendenstell­ schieber die Lamellen für die richtige Einstellung, z. B. f/8, entsprechend einem Nahpunktsabstand von 4 m sorgen. Der Elektromagnet 100 muß daher erregt werden, wenn ent­ weder die Filmempfindlichkeit oder das Umgebungslicht rela­ tiv gering sind, so daß eine Blende f/8 erforderlich ist. Bei starkem Umgebungslicht oder auch in Fällen wesentlich höherer Filmempfindlichkeiten wird der Elektromagnet 100 während des gesamten Blendeneinstellvorgangs entregt gehal­ ten, und der Blendenstellschieber 21 bewegt sich vollstän­ dig nach links, wie Fig. 10 zeigt. Unter diesen Bedingungen sind die Verschlußlamellen 27, 28 so ausgelegt, daß die effektive Blende wesentlich kleiner ist, d. h. einen höhe­ ren Blendenwert hat, als dies dem Nahpunktsabstand ent­ spricht. Dadurch wird nicht nur die Belichtung korrigiert, sondern es werden auch die extremen Enden des Nahpunkts­ bereichs dadurch schärfer gemacht, daß der Durchmesser des Unschärfekreises für Objekte im Abstand Unendlich und 2 m verkleinert wird. Dies trägt zur Gesamtschärfe des Bildes bei Objekten bei, die nicht genau im optimalen Brennpunkts­ abstand von 4 m liegen.
Filmempfindlichkeits-Information kann in die Steuerschal­ tung des Fühler-Blitzsystems 42 (Fig. 9) in bekannter, unterschiedlicher Weise zur Steuerung des den Schieber steuernden Elektromagneten 100 eingegeben werden. Das Film­ empfindlichkeits-Eingabesystem 102 kann ein einfacher, vom Benutzer betätigter Schalter S sein, der zwischen zwei Stellungen entsprechend zwei stark unterschiedlichen Film­ empfindlichkeitswerten betätigbar ist. Alternativ können solche Meßwerte auch ohne weiteres von den die Filmempfind­ lichkeit bezeichnenden Flächen entnommen werden, die heute auf der Außenseite von 35-mm-Filmkassetten angebracht sind. Im einfachsten Fall kann der Schalter S direkt in Reihe mit dem Elektromagneten 100 geschaltet sein. Dadurch kann jedoch die Filmempfindlichkeit nicht die Umschaltung zwi­ schen Blitzlicht- und Umgebungslicht-Betrieb bestimmen. Die Umschaltung zwischen Umgebungslicht- und Blitzlicht-Betrieb kann somit entsprechend dem Umgebungslicht und der Filme­ mpfindlichkeit gesteuert werden, was auch für die Wahl des gewünschten Blendenwerts in der Fernbereichs-Betriebsart gilt. Es ist natürlich offensichtlich, daß eine Anzahl sol­ cher Blenden-Zwischenstellungen durch einfache Erweiterung der oben erläuterten Grundsätze erhalten werden kann.
Vorstehend wurde eine automatische Brennweiten- und Blen­ den-Einstelleinrichtung beschrieben, die ausschließlich aufgrund von Umgebungslicht-Meßwerten arbeitet, wobei bei schwachem Umgebungslicht automatisch eine Nahbereichs- Scharfeinstellung und maximale Blende vorgesehen werden, so daß innerhalb der relativ begrenzten Objektentfernungsbe­ reiche der Blitzlicht-Fotografie eine ausreichende Tiefen­ schärfe erhalten wird, und wobei bei starkem Umgebungslicht eine automatische Umkehrung erfolgt, bei der die Objektiv- Blenden-Kombination auf den Nahpunktsabstand gebracht wird, d. h. den Abstand, der den fernen Rand der Tiefenschärfe auf Unendlich bringt. Die Notwendigkeit für relativ teure Entfernungsmeßeinrichtungen wird beseitigt, und es wird durch kostengünstige Mittel eine Billigkamera geschaffen, die sich für die Bedürfnisse des Gelegenheitsfotografen sehr gut eignet.

Claims (10)

1. Kamera mit automatischer Scharfeinstellung, mit einer Blende, die zwischen einer vollständigen Offenstellung und wenigstens einer kleineren Blendeneinstellung verstellbar ist, mit einem brennweitenveränderlichen Objektiv, mit einem Blitzlichtsystem für Szenenbeleuchtung, mit einem auf einen Lichtfühler ansprechenden Steuersystem, umfassend eine Blendenstellvorrichtung zum Verstellen der Blenden­ einstellung und eine Brennweitenstellvorrichtung zum Ver­ stellen der Brennweiteneinstellung des Objektivs und zum Betrieb des Blitzlichtsystems zwischen einem Arbeits-und einem Ruhezustand, mit einem Verschlußspannsystem und mit einem Verschlußbetätigungssystem zum Betätigen des Ver­ schlusses aufgrund einer Bewegung eines vom Benutzer betä­ tigten Auslöseorgans,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Objektiv (51) alternativ zwischen einer Fernein­ stellungs-Lage für entfernte Objekte und einer Naheinstel­ lungs-Lage für kürzere Objektaufnahmeentfernung verstellbar ist,
daß das Steuersystem (48, 42, 13, 25) aufgrund von Umge­ bungslicht unter einem vorgegebenen Wert das Blitzlicht­ system (70, 72) in den Arbeitszustand, die Blende in die vollständig geöffnete Einstellung und das Objektiv (51) in die Naheinstellungs-Lage bringt, und
daß das Steuersystem aufgrund von Umgebungslicht über dem vorgegebenen Wert das Blitzlichtsystem in den Ruhezustand, die Blende in eine erste reduzierte Blendeneinstellung, die nicht größer als der Nahpunkts-Blendenwert entsprechend der Ferneinstellungs-Lage des Objektivs ist, und das Objektiv (51) in die Ferneinstellungs-Lage bringt.
2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende durch die Blendenstellvorrichtung (25) in wenigstens zwei reduzierte Blendenstellungen einstellbar ist, wenn das Objektiv in die Ferneinstellungs-Lage einge­ stellt ist, wobei die größere der wenigstens zwei reduzier­ ten Blendenstellungen der ersten reduzierten Blendenstel­ lung entspricht.
3. Kamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenstellvorrichtung (25) auf den Fotofühler (48) anspricht und die Blende aufgrund des Umgebungslicht­ pegels in eine der wenigstens zwei reduzierten Blendenstel­ lungen bringt, wenn das Objektiv (51) in die Ferneinstel­ lungs-Lage eingestellt ist.
4. Kamera nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch auf die Filmempfindlichkeit ansprechende Mittel zum steu­ ernden Einstellen der Wahl der wenigstens zwei reduzierten Blendenstellungen.
5. Kamera nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch auf die Filmempfindlichkeit ansprechende Mittel zum steu­ ernden Einstellen des Umgebungslichtpegels, der das Blitz­ lichtsystem (70, 72) in den Arbeitszustand bringt.
6. Kamera nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste reduzierte Blendenstellung gleich dem Nah­ punkts-Blendenwert ist.
7. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß ein solcher mit regelbarer Öffnung ist und daß die Blendenstellung durch die maximale Verschluß­ lamellen-Auswanderung in Verbindung mit der Belichtung erhalten wird.
8. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersystem Mittel aufweist, die aufgrund der Aktivierung der Verschlußbetätigungsvorrichtung das Steuer­ system veranlassen, die Objektivstellung und die Blenden­ stellung aufgrund einer Anfangsbewegung des Verschlußaus­ lösers vor dem Öffnen des Verschlusses einzustellen.
9. Kamera nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch federnde Vorspannmittel, die das Objektiv (51) zwischen der einen und der anderen Einstell-Lage und die Blende zwischen der vollständig offenen und der reduzierten Blendenstellung beaufschlagen, wobei das Spannsystem Kopplungs- und Arre­ tiermittel aufweist, die das Objektiv bzw. die Blende gegen die Kraft der federnden Vorspannmittel in einen gespannten Ruhezustand bzw. eine Ruhestellung in Verbindung mit dem Spannen des Verschlusses bringen, und wobei die Arretier­ mittel Elemente aufweisen, die infolge der Anfangsbewegung des Auslöseorgans das Objektiv bzw. die Blende aus dem gespannten Ruhezustand bzw. der Ruhestellung freigeben, so daß die federnden Vorspannmittel das Objektiv aus seiner einen in die andere Stellung und die Blende aus der einen in die andere Stellung beaufschlagen.
10. Kamera nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersystem einen Blendenstell-Elektromagnet (25), der nach Maßgabe des Fotofühlers selektiv die Blende an einer Bewegung aus der einen Stellung in die andere ent­ sprechend dem erfaßten Umgebungslichtpegel hindert, und einen Objektivstell-Elektromagnet (13) aufweist, der nach Maßgabe des Fotofühlers selektiv das Objektiv an einer Bewegung aus der einen Stellung in die andere entsprechend dem erfaßten Umgebungslichtpegel hindert.
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