[go: up one dir, main page]

DE2013556A1 - Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale - Google Patents

Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale

Info

Publication number
DE2013556A1
DE2013556A1 DE19702013556 DE2013556A DE2013556A1 DE 2013556 A1 DE2013556 A1 DE 2013556A1 DE 19702013556 DE19702013556 DE 19702013556 DE 2013556 A DE2013556 A DE 2013556A DE 2013556 A1 DE2013556 A1 DE 2013556A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
output
inputs
equalizer
taps
digital
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19702013556
Other languages
English (en)
Other versions
DE2013556C3 (de
DE2013556B2 (de
Inventor
Karl-Heinz Dipl. Ing. 8000 München. H041 25-04 Möhrmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG filed Critical Siemens AG
Priority to DE19702013556 priority Critical patent/DE2013556C3/de
Priority claimed from DE19702013556 external-priority patent/DE2013556C3/de
Publication of DE2013556A1 publication Critical patent/DE2013556A1/de
Publication of DE2013556B2 publication Critical patent/DE2013556B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2013556C3 publication Critical patent/DE2013556C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L25/00Baseband systems
    • H04L25/02Details ; arrangements for supplying electrical power along data transmission lines
    • H04L25/03Shaping networks in transmitter or receiver, e.g. adaptive shaping networks
    • H04L25/03006Arrangements for removing intersymbol interference
    • H04L25/03012Arrangements for removing intersymbol interference operating in the time domain
    • H04L25/03019Arrangements for removing intersymbol interference operating in the time domain adaptive, i.e. capable of adjustment during data reception
    • H04L25/03038Arrangements for removing intersymbol interference operating in the time domain adaptive, i.e. capable of adjustment during data reception with a non-recursive structure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
  • Filters That Use Time-Delay Elements (AREA)

Description

  • Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensig-nale Die Erfindung betrifft einen adaptiven Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale, bestehend aus einem Verzweigungsnetzwerk, das Verzögerungsglieder, Summierer und gesteuerte Einstellglieder enthält, und an dessen Ausgang eine Entscheidungsschaltung nachgeschaltet ist, deren Eingang und Ausgang den Eingängen eines Differenzverstärkers zugefUhrt sind.
  • Bei der Ubertragung von digitalen Daten in Form;von Mehrstufen-Puls-Amplituden-Modulation (Mehrstufen-PAM) über bandbegrenzte Kanäle treten bekanntlich lineare Verzerrungen auf, welche zu einer gewissen Fehlerrate des empfangenen Signals fUhren. Es ist deshalb erforderlich, dem verzerrenden Kanal ein entzerrendes Filter nachzuschalten, um die linearen Verzerrungen des Signals zu beseitigen, d.h.
  • das empfangene Signal in eine Form zu bringen, die dem gesendeten Signal möglichst ähnlich ist. -Als Antwort auf einen gesendeten Rechteckimpuls tritt am Ausgang des verzerrenden Kanals eine verzerrte Impulsantwort auf. Die übertragenen Daten am Kanalauggang bestehen aus einer linearen Uberlagerung zeitlich aufeinanderfolgender verzerrter Impulsantworten. Bei Mehrstufen-PAM ist jeder gesendete Rechteckimpuls mit einem bestimmten positiven oder negativen Amplitudenwert multipliziert. Dieser Amplitudenwert stellt die zu übertragende Information dar.
  • Um ein entzerrtes Ausgangs signal des Ubertragungskanals zu erzielen, genügt es, die Impulsantwort des Kanal zu entzerren; Da eine Übertragung über verschiedenartige Kanäle mit verschiedenartigen Verzerrungseigenschaften möglioh sein soll und da sich unter Umständen auch die Eigenschaften eines Übertragungskanals während der Übertragung wandern, ist es erforderlich, daß das nachgeschaltete Entzerrerfilter sich automatisch den jeweiligen Eigenschaften des Kanals anpaßt. Solche automatischen Entzerrer nennt man bekanntlich adaptive Entzerrer. Es sind bereits eine Reihe unterschiedlicher Schaltungsarten solcher Entzerrer bekannt geworden, die aber den Nachteil haben, daß sie einen verhältnismäßig großen schaltungstechnischen Aufwand insbesondere dann erfordern, wenn es darauf ankommt, das verzerrte Signal möglichst ideal und möglichst schnell zu entzerren. Für die automatische Funktion einer solchen Entzerrerschaltung ist es wesentlich, daß die Steuerung der einzelnen Einstellglieder mit einem möglichst geringen schaltungstechnischen Aufwand erfolgen kann, um dadurch eine möglichst hohe Betriebssicherheit des gesamten Entzerrers zu erhalten.
  • In diesem Zusammenhang ist durch den Aufsatz "Techniques for Adaptive Equalization of Digital Oommunication Systems", in der Zeitschrift "Bell System Technical Journal",. Band 45, Pebruar 1966, Seiten 255 bis 286, bereits ein adaptiver Entzerrer bekannt geworden, bei welchem die automatische Einstellung der Einstellglieder aufgrund einer reinen Vorzeichenkorrelation erfolgt. Dieser Entzerrer weist ein relativ schlechtes Konvergenzverhalten auf, da nur ein Teil der tatsächlich vorhandenen Information, nämlich die Vorzeichen, zur Ableitung der Einstellgrößen ausgenutzt wird und da diese Vorzeicheninformation unter Benutzung von Schätzwerten für das richtige entzerrte Signal abgeleitet wird. Es sind aber auch Verfahren bekannt geworden, welche den in der übertragenen Information enthaltenen mittleren quadratischen Fehler minimieren und einen sehr großen Konvergenzbereich aufweisen. Ein derartiges Verfahren ist beispielsweise in der Veröffentlichung "An Automatic Equ&lizer for General-Purpose Communication in "Bell System Technical Journal", Band 46, November 1967, Seiten 2179 bis 2208, beschrieben. Dieses Verfahren weist hingegen den Nachteil auf, daß analoge Größen miteinander multipliziert werden müssen, um die automatische Einstellung des Entzerrers zu gewährleisten, was einen. verhältnismäßig großen schaltungstechnischen Aufwand erfordert. In einem weiteren bekannten Entzerrer sind de vorgenannten Schwierigkeiten dadurch zuminaest teilweise beseitigt ? daß zur automatischen Einstellung der im Entzerrer enthaltenen Einstellglieder analoge Größen nur noch mit Vorzeichen multipliziert werden Ein derartiger Entzerrer ist beispielsweise durch die Slteraturstelle "1969 WESCON Technical Papers", Session 11, Paper 2, bekannt. geworden. Dieses Verfahren weist aller--dings den Nachteil auf, daß der Entzerrer eine solche Struktur haben muß-, daß alle Einstellglieder seinem ausgangsseitigen Summierer unmittelbar vorgeschaltet sein müssen, da nur dann eine unmittelbare Ermittlung der zur automatischen Einstellung des Entzerrers erforderlichen Größen möglich ist. Eine automatische Einstellung von Entzerrern, die aus allgemeineren, beispielsweise aus kanonischen Verzweigungsnetzwerken bestehen, welche nur eine minimale Anzahl von Verzögerungsgliedern enthalten, ist deshalb mit diesem Verfahren nicht möglich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Schaltungsanordmengen für adaptive Entzerrer anzugeben, die bei einem möglichst geringen Aufwand an Schaltelementen eine möglichst hohe Qualität der erreichbaren Entzerrung zu erzielen gestatten und welche die automatische Einstellung von Entzerren beliebiger Struktur ermöglichen.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe bestehen zwei Möglichkeiten.
  • Bei einem adaptiven Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale, bestehend aus einem Verzweigungsnetzwerk, das Verzögerungsglieder, Summierer und gesteuerte Einstellglieder enthalt, und an dessen Ausgang eine Entscheidungsschaltung nachgeschaltet ist, deren Eingang und Ausgang den Eingängen eines Differenzverstarkers zugeführt sind, besteht die erste Lösungsmöglichkeit erfindungsge mar3 darin, daß dem Ausgang des Differenzverstarkers eine Verzögerungsleitung nachgeschaltet ist, deren Ausgang mit den ersten Eingängen mehrerer Multiplizierer verbunden ist, daß der Ausgang der Entscheidungsschaltung über einen Vorzeichenbewerter mit einem digitalen Schieberegister verbunden ist, das Abgriffe in Abständen entsprechend einer Verzögerungszeit T aufweist, daß diese Abgriffe mit den zweiten Eingängen der Multiplizierer verbunden sind, daß jedem Multiplizierer ein Integrierer nachgeschaltet ist, und daß der Ausgang eines jeden Integrierers derart mit einem ihm zugeordneten Einstellglied des Verzweigungsnetzwerkes verbunden ist, daß eine adaptive Einstellung des Entzerrers erfolgt.
  • Die zweite Lösungsmöglichkeit der genannten Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß dem Ausgang des Differenzverstärkers ein Vorzeichenbewerter nachgeschaltet ist, dessen Ausgang mit dem Eingang eines digitalen Schieberegisters verbunden ist, daß der Ausgang der Entscheidungsschaltung mit einer Verzögerungsleitung verbunden ist, die Abgriffe in Abständen entsprechend einer Verzögerungszeit T aufweist, daß diese Abgriffe mit den ersten Eingängen mehrerer Multiplizierer verbunden sind, daß der Ausgang des Schieberegisters mit den zweiten Eingängen der Multiplizierer verbunden ist, daß jedem Multiplizierer ein Integrierer nachgeschaltet ist, und daß der Ausgang eines jeden Integrierers derart mit einem ihm zugeordneten Einstellglied des Verzweigungsnetzwerkes verbunden ist, daß eine adaptive Einstellung des Entzerrers erfolgt.
  • Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen noch näher erläutert.
  • Es zeigen in der Zeichnung: Fig.1a ein Beispiel für eine verzerrte Rechteckimpulsantwort am Eingang des Entzerrers; Fig.1b ein Beispiel für eine verzerrte Impulsantwort am Entzerrerausgang; Fig.1c ein Beispiel für eine entzerrte Impulsantwort -am Entzerrerausgang; Fig.2 den vollständigen Aufbau eines bekannten Entzerrers ohne die Einrichtung für die automatische Einstellung; Fig.3 eine erste Schaltung zur automatischen Einstellung des in Fig.2 dargestellten Entzerrers gemäß der Erfindung; Fig.4 eine zweite Möglichkeit zur automatischen Einstellung des in Fig.2 dargestellten Entzerrers gemäß der Erfindung; Fig.5 ein Beispiel für die Durchführung der Multiplikation bei Verwendung von digitalen Schisberegistern als Verzögerungsleitung bei ftbertragung von PAM mit mehr als zwei Stufen.
  • Fig.1a zeigt ein Bespiel für eine verzerrte Impulsantwort, wie sie am Ausgang eines bandbegrenzten tbertragungskanals auftreten kann. Diese-Impulsantwort ist mit 1.bezeichnet. Im folgenden soll synchrone Datenübertragung vorausgesetzt werden. Das bedeutet, daß die Folgefrequenz der einzelnen nacheinander gesendeten Zeichen bekannt ist, und daß die ankommende verzerrte Impulsantwort bzw. das durch die lineare Überlagerung vieler zeitlich nacheinander gesendeter Impulsantworten entstandene verzerrte Signal nur zu einzelnen bestimmten Zeitpunkten abgetastet wird.
  • In Fig.1 sind verschiedene solche Zeitpunkte angegeben, nämlich t 3 bis t+3. Der Abstand zweier aufeinanderfolgender betrachteter Zeitpunkte entspricht dem Abstand zweier aufeinanderfolgender gesendeter Zeichen. Dieser Abstand entspreche einer Zeitdauer T. Im folgenden sollen die auf der Empfangsseite ankommenden Signale nur zu diesen Abtastzeitpunkten betrachtet werden. Es können beispielsweise-die Werte der ankommenden Signale zu diesen Abtastzeitpunkten in einem sogenannten Abtast-Halte-Ereis gespeichert werden bis zum jeweils nächsten Abtastzeitpunkt, so daß sich am Ausgang des Abtast-Halte-Kreises die in Fig.1a dargestellte treppenförmige Kurve 2 ergibt, welche genau dieselbe Information enthält wie die kontinuierlich verlaufende Impuls antwort 1. Die treppenförmige Impulsantwort gemäß Kurve 2 enthält Vorschwinger, welche beispielsweise mit f 2 und f 1 bezeichnet sind und Nachschwinger, welche mit f1 und f2 bezeichnet sind. Bei der Übertragung mehrerer, aufeinanderfolgender Impulse können sich die von verschiedenen Impulsen herrührenden Überschwinger derart ungünstig überlagern, daß beispielsweise zum Zeitpunkt t0 anstatt des Sollwertes, der mit g0 bezeichnet sei, ein anderer Amplitudenwert f0 erkannt wird. Dadurch wird die übertragene Information also verfälscht und es ist notwendig, zur Beseitigung dieser linearen Verzerrungen dem Obertragungskansl ein Entzerrerfilter nachzuschalten.
  • Fig.lb zeigt die Impulsantwort h(t) am Ausgang eines solchen noch nicht richtig abgeglichenen Entzerrers. Diese Impulsantwort ist mit 1' bezeichnet und wird ebenfalls zu verschiedenen diskreten Zeitpunkten abgetastet, welche jeweils im Abstand T aufeinander folgen. Durch Anwendung eines Abtast-Halte-Kreises ergibt sich wieder eine, in Fig.ib mit 2', bezeichnete Treppenkurve, welche ebenfalls Vorschwtnger und Nachschwinger aufweist. Als Beispiel sind, ähnlich wie in Fig.1a, auch in-Fig.1b nur die dem Hauptwert ho unmittelbar benachbarten Vor- bzw. Nachschwinger mit h,2, h-1 bzw. h1, h2 kenntlich gemacht. Im folgenden soll vorausgesetzt werden, daß die Impulsantwort h(t) am Entzerrerausgang so abgetastet wird, daß der Abtastzeitpunkt to auf den Hauptwert,-d.h. also auf die Stelle größter Amplitude der Impulsantwort, fällt, da hier von vornherein der.größte Signal-Stör-Abstand auf tritt. Der Zeitpunkt t0 ist ein geeignet gewählter Bezugszeitpunkt.
  • Die Fig.1c zeigt eine ideale Impulsantwort g(t), die mit 2" bezeichnet ist und die beispielsweise am Ausgang eines richtig eingestellten Entzerrers auftreten könnte. Diese Impulsantwort weist die Sollamplitude gO auf. Sie enthält keine Vor- und Nachschwinger mehr und eine -lineare Überlagerung solcher Impulsantworten wird sich gegenseitig nicht mehr störend beeinflussen.
  • In der Fig.2 ist ein Beispiel für einen zur Entzerrung von mehrstufigen FAM-Datensignalen brauchbarer Entzerrer dargestellt, der die Vorrichtung zu seiner automatischen Einstellung zunächst noch nicht enthält. Dieser Entzerrer besteht aus einer Kettenschaltung von Verzögerungsgliedern 30 bis 34. Jedes VerzögerungsgliQd weist eine Verzögerungszeit T auf, die wiederum der Verzögerung zwischen zwei aufeinanderfolgenden gesendeten Zeichen entspricht.
  • Am Eingang 40 des Entzerrers, an den Abgriffen 41 bis 44 sowie am Ausgang 45 der durch die Verzögerungsglieder 30 bis 34 gebildeten Verzögerungsleitung liegen der genannten Reihenfolge nach die Signale xk+3, xk+2, xk+1, xk, xk-1 und xk-2, wobei k-eine laufende ZählvarJiabl;e darstellt.
  • Die xk sind die Abtastwerte des. am Ausgang des Ubertragungskanals auftretenden verzerrten Signale zu den Zeiten to+kT. Jeder der Anschlüsse 40 bis 45 ist mit einem der variablen Einstellglieder 50 bis 55 verbunden. Ein solches Einstellglied, beispielsweise 51, kann das Signal, beispielsweise xk+2, am zugeordneten Abgriff, hier beispielsweise 41, mit einem Faktor, hier beispielsweise c 2 multiplizieren, welcher positiv oder negativ sein kann.
  • Analog gilt dies auch für die übrigen Einstellglieder. Die Einstellglieder 50 bis 55 werden über die Steuerleitungen 60 bis 65 von der später noch zu erläuternden Vorrichtung für die automatische Einstellung des Entzerrers eingestellt. Die Ausgänge der Einstellglieder 50 bis 55 sind silber die Leitungen 70 bis 75 mit dem ausgangsseitigen Summierer 3 verbunden. Der Ausgang 4 des Summierers 3 stellt gleichzeitig den Ausgang des Entzerrers dar. Am Ausgang 4 erscheint die Summe der mit den Faktoren cj bewerteten Teilspannungen xk+3 bis xk-2, j ist eine ganzzahlige Zählvariable und läuft in dem in Fig.2 dargestellten Beispiel von -3 bis +2. Der Ausgang 4 ist ferner mit dem Eingang einer Entscheidungsschaltung 5 verbunden.
  • Diese Entscheidungsschaltung erzeugt Schätzwerte a für die richtigen übertragenen Signale ak. Bei Übertragung von nur zweistufiger PAM entscheidet diese Schaltung beispielsweise, daß jedem Signal am Punkt 4, welches größer als Null Volt ist, ein Ausgangssignal am Punkt 6 mit der Amplitude +1 Volt zugeordnet werde, daß dagegen jedem Signal am Punkt 4, das kleiner als Null Volt ist, am Punkt 6 ein Signal mit der Amplitude -1 Volt zugeordnet wird. Am Punkt 6 erscheinen also nur noch Signale mit zwei möglichen Amplitudenstufen und wenn die Verzerrungen des Signales am Entzerrerausgang nicht zu groß sind, dann wird am Punkt 6 die richtige, entzerrte Signalfolge erscheinen. Durch die Verzerrungen werden diese Entscheidungen natürlich gelegentlich verfälscht. Diese Überlegung läßt sich analog auch auf PAM mit mehr als zwei Stufen erweitern. Am Ausgang der Entscheidungsechaltung können dann mehr als zwei verschiedene Amplitudenstufen auftreten Die Signale am Eingang der Entscheidungsschaltung seien mit yk bezeichnet, die Signale am Auagang der Entscheidungsschaltung mit tk; ; k ist wiederum eine Zählvariable. Die Werte âk stellen Schätzwerte für die richtigen idealen Signale zuden Zeitpunkten t=to+kT dar. Der Eingang 4 und der Ausgang 6 der Entscheidungsschaltung sind mit den Eingängen 8' und 8" eines Differenzverstärkers 7 verbunden und ergeben am Ausgang 8 des Differenzverstärkers 7 Schätzwerte für die Fehler, die hier ek genannt werden und die durch die Differenz zwischen den mehr oder weniger verzerrten Signalen yk am Entzerrerausgang 4 und den zugeordneten Schätzwerten ak für die idealen Signale am Ausgang 6 gegeben sind. Das in Fig.2 dargestellte Entzerrerfilter, das unter dem Namen Transversalfilter bekannt geworden ist, stellt nur ein Beispiel für mögliche Entzerrerstrukturen dar. Es können auch andere geeignete Entzerrerstrukturen verwendet werden, beispielsweise sogenannte orthogonale Filternetzwerke, die bei Erregung mit einem Diracimpuls an ihren Ausgängen orthogonale Impulse antworten liefern, oder sogenannte kanonische Verzweigungsnetzwerke, wie sie beispielsweise in der Veröffentlichung "Zur allgemeinen Theorie der Verzweigungsnetzwerke", in der Zeitschrift "AEU", 1968, Heft 8, Selten 361 bis 367, beschrieben worden sind.
  • Die in Fig.3 gezeigte Schaltung ist geeignet, die Steuerung zur automatischen Einstellung des in Fig.2 gezeigten Entzerrers vorzunehmen. Es ist deshalb davon auszugehen, daß zur Realisierung eines adaptiven Entzerrers der Schaltung nach Fig.2 die Schaltung nach Fig.3 zuzuordnen ist, weshalb zusammengehörende Verbindungsleitungen in Fig.3 mit den gleichen Bezugsziffern wie in Fig.2 bezeichnet sind.
  • Im Ausführungsbeispiel der Fig.3 ist dem Ausgang 8 des Differenzverstärkers 7 eine Verzögerungsleitung 29 nachgeschaltet, die derart ausgebildet ist, daß die sie durchlaufenden Signale eine Verzögerung um die Zeit NT erfahren, wobei N mindestens gleich der Anzahl der Vorschwinger ist, die entzerrt werden sollen. Der Ausgang 36 der Verzögerungsleitung 29 ist mit den ersten Eingängen 38 mehrerer Multiplizierer verbunden, deren Aufbau spater noch erläutert wird. In Fig.3 ist eine vorteilhafte Ausgestaltung der Schaltung insofern dargestellt, als dem Ausgang 36 der Verzögerungsleitung 29 zusätzlich ein Umkehrverstärker 28 mit der Verstärkung -1 nachgeschaltet ist. Der Ausgang dieses Umkehrverstärkers führt ebenfalls auf die mit 38' bezeichneten ersten Eingänge der Multiplizierer. In Fig.3 ist ferner ein Vorzeichenbewerter 80 zu erkennen, der unmittelbar an den Ausgang 6 der Entscheidungsschaltung 5 angeschaltet ist. Dem Vorzeichenbewerter 80 ist ein digitales Schieberegister nachgeschaltet, dessen einzelne Glieder mit den Bezugsziffern 10 bis 13 versehen sind. Die einzelnen Glieder bewirken dabei jeweils eine Verz(jgerungszeit T. Die gestrichelte Linie 94' soll andeuten, daß noch weitere Glieder des digitalen Schieberegisters vorhanden sein können. An dem digitalen Schieberegister sind in Abständen entsprechend der Verzögerungszeit T jeweils die Abgriffe 90 bis 94 vorgesehen, die über die Leitungen 95 bis 99 mit den zweiten Eingängen der Multiplizierer verbunden sind. Im Ausführungsbeispiel sind nur die Leitungen 98 und 99 eingezeichnet, jedoch sind auch die Leitungen 95 bis 97 mit Einrichtungen verbunden, die ebenso ausgebildet sind, wie die an die Leitungen 98 und 99 angeschlossenen Einrichtungen. Die vom Ausgang 36 der Verzögerungsleitung 29 kommenden Leitungen 38 sind über die Widerstande 21 mit dem Widerstandswert 2R jeweils mit dem invertierenden Eingang der Differenzverstärker 26 verbunden, der in der Figur durch ein Minuszeichen kenntlich gemacht ist. Der mit dem Pluszeichen kenntlich gemachte nicht invertierende Eingang der Differenzverstärker 26 liegt auf Bezugspotential. Die vom Umkehrverstärker 28 kommenden Leitungen 38' sind über die Widerstände 20 mit dem Widerstandswert R auf die Schalter 980 bzw. 990 geführt, deren anderer AnschlUß ebenfalls auf die invertierenden- Eingänge der Differenzverstärker führt. Zusätzliche ist der invertierende Eingang der Differenzverstärker über eine Kapazität 24 unmittelbar mit dem Ausgang 63 bzw. 64 der Differenz--verstarker verbunden. Auf die Schalter 980 und 990, die als elektronische Schalter ausgebildet sind und bekanntlich beispielsweise unter Zuhilfenahme von Feldeffekttransistoren realisiert werden können, wirken nun die von den Abgriffen des digitalen Schieberegisters kommenden Steuergrößen ein, die den Schaltern über die Leitungen 98 und 99 zugeführt werden. Den Ausgängen 63 und 64 der Differenzverstärker 26 schließen sich, wie dies durch die Ausgänge 60, 61, 62 und 65 gestrichelt angedeutet ist, weitere solche Ausgänge an, die unmittelbar auf die Einstellglieder 50 bis 55 (vgl. Fig.2) einwirken, wie dies durch die Pfeile 60 bis 65 kenntlich gemacht ist. Es kann nun angenommen werden, daß beispielsweise der Ausgang 63 den Hauptwert über das Einstellglied 53 auf den vorgeschriebenen Wert regelt, der Ausgang 64 mit Hilfe des Einstellgliedes 54 denersten Nachschwinger auf näherungsweise Null regelt und ebenso die Ausgänge 62 und 65 die übrigen Vor- bzw. Nachschwinger näherungsweise auf den Wert Null regeln. Allgemein ausgedrückt bedeutet dies, daß jeweils die Einstellglieder cj, cj+1, cj-1, cj+2 usw. auf die jeweiligen Sollwerte über die einzelnen Multiplizier- und Integrierglieder eingestellt werden. Die gestrichelt umrahmte Schaltungseinheit 100 enthält somit alle erforderlichen Multiplizier und Integrierer.
  • Die Funktionsweise der Schaltung nach Fig.3 in Verbindung mit der Schaltung nach Fig.2 läßt sich folgendermaßen erklären.
  • Die Impulsantwort 1 des zu entzerrenden Übertragungskanals allein ist in Fig.la dargestellt und heißt f(t). Die einzelnen Amplitudenwerte sind, bezogen auf den Hauptwert fo=f(t=to) mit f(t=t0+T)=f1, f(t=to+JT)=f bezeichnet. Wenn z.B. zu einem bestimmten Zeitpunkt t"to der Hauptwert fO der Impulsantwort am Abgriff 43 der Verzögerungsleitung 30 bis 34 des Transversalfilters steht, so erscheinen die einzelnen Amplitudenwerte an den entsprechenden Abgriffen, wenn nur diese eine Impulsantwort in das Transversalfilter eingelaufen ist. Dann steht am Ausgang 4 des Transversalfilters der Hauptwert ho der in Fig.ib dargestellten Impulsantwort h(t) von Kanal und Entzerrer. Der zeitliche Verlauf von h(t) habe z.B. die Form 2, wie in Fig.ia dargestellt. Die Datenübertragung sei synchron, d.h. T ist der Abstand zweier aufeinanderfolgender gesendeter Zeichen; ferner seien die Signale durch einen Abtast-Halte-Kreis vorgeformt und j ist eine ganzzahlige Zählvariable.
  • Im allgemeinen werden nicht einzelne Impulse übertragen, sondern eine große Anzahl zeitlich aufeinanderfolgender, mit Paktoren an bewertete Impulse, wobei die an entsprechend der Mehrstufen-PAM die Information beinhalten.
  • Die Impulsantworten überlagern sich entsprechend, so daß das Gesamtsignal x(t) am Bezugsabgriff des Transversalfilters sich zusammensetzt aus n ist eine ganzzahlige Zählvariable.
  • Wir betrachten die Signale x(t) nur zu den Abtastzeitpunkten t=t0+jT (j=-#...+#): Analog setzt sich das Ausgangssignal y(t) des Entzerrers aus der. Summe aufeinanderfolgender, mit Faktoren an bewerteter Impulsantworten h(t) )zusammen: m ist eine ganzzahlige Zählvariable.
  • Ferner ist, wenn für ein Filter entsprechend Fig.2 eine Verzögerungsleitung mit einer Länge entsprechend einer Verzögerungszeit 2NT angenommen wird und der Bezugsabgriff cO in der Mitte liegt: wobei 2N+1 die Anzahl der Abgriffe der Verzögerungaleitung und 1 eine ganzzahlige Zählvariable sind. Wenn nur ein Impuls übertragen wird, ist (Impulsantwort am Entzerrerausgang).
  • Im folgenden wird daher nur noch die Abweichung der Impulsantwort von der idealen Impulsantwort betrachtet:
    hj , j#0
    #hj # (8)
    h0-1, j=0
    die Amplitude der idealen Impulsantwort sei auf den Wert +1 normiert. Dann wird mit Gleichung (4) Solange die durch den Ubertragungskanal bewirkte maximale Verzerrung gilt, daß die maximale Verzerrung am Entzerrerausgang, unter der Voraussetzung h0=1, minimal wird für diejenigen Einstellungen der 2N verschiedenen cj, welche gleichzeitig |hj|=0 erzwingen für alle |j|#N, j#0.
  • Dieser Zusammenhang ist in der Veröffentlichung "Automatic Equalization für Digital Communication" in der Zeitschrift "Bell System Technical Journal", Band 44, April 1965, Seiten 547 bis 588, nachgewiesen.
  • Ferner ist für Doc 1 und h0=1 die Funktion D eine konvexe Funktion der 2N Variablen cj, d.h. sie weist nur ein einziges Minimum auf. Die Bedingung h0=1 wird durch zusätzliche Regelung von cO erfüllt, oder es wird c0=1 gewählt und ho-1 durch eine Regelung außerhalb des Transversalfilters erzwungen.
  • Es werden also einfach alle |#hj| auf Null geregelt. Gemäß obiger Aussagen ergibt sich eine eindeutige Endein3tellung der cj.
  • Mit Gleichung (7) ist und somit Für kleine Verzerrungen sind die fj-1 klein für j-1#0 gegen f0=1. Daher ergeben sich nur für j=l wesentliche Werte für den Differentialquotienten: (f0=1 ist als Normierung angenommen).
  • Es gilt damit für D0 < 1 Der Fehler dh wird daher im wesentlichen nur durch c beeinflußt. c; kann so geregelt werden, daß #hj#0 geht.
  • Dies kann gleichzeitig an allen Abgriffen geschehen, so daß alle |#hj|#0 für -N#j#+N.
  • Es gilt mit Gleichung (10): Unter der Annahme, daß Zufallstext übertragen wird, und daß die einzelnen am nach Betrag und Vorzeichen statistisch voneinander unabhängig sind für mßQ, gilt E(am sgn a0) = E(am).E(sgn a0) = 0 für mä0 (21) wobei E(x) den Erwartungswert, d.h. den linearen zeitlichen Mittelwert, von x darstellt.
  • Damit wird E(ej.sgn a0) = #hj.E(a0 sgn a0) = #hj.E(|a0|) (22) und somit E(|a0|) ist der lineare zeitliche Mittelwert von |ak| z.B. ist bei Vierstufen-PAM (-1, -1/3, +1/3, +1) E(|a0|) = 2/3 für Zufallstext. (25) Wegen ergibt sich ein Schätzwert hj für hj zu Hierbei ist êk ein Schätzwert für ek: êk=yk-âk. âk ist ein Schätzwert für ak und wird aus dem Ausgangs signal Yk des Entzerrers mit Hilfe der Entscheidungsschaltung 5 gebildet.
  • Die durch Gleichung (27) beschriebene Größe kann zur adaptiven Entzerrereinstellung verwendet werden und es ergibt sich insofern ein wesentlicher Vorteil für die Realisierung der Schaltung, als die Multiplikation mit sgn âk-j-N sehr einfach wird. Allerdings muß êk analog um NT verzögert werden, wenn auch N Vorschwinger entzerrt werden sollen.
  • Gleichung (19) zeigt, daß #hJ bei nicht zu großen Verzerrungen im wesentlichen nur durch cj beeinflußt wird, d.h.
  • die mittels Gleichung (27) gewonnene Größe kann daher zur Einstellung von cj benutzt werden. Bei gleichzeitiger Einstellung aller cn wird die maximale Verzerrung nach Gleichung (12) minimiert.
  • Die Verzögerung von ek erfolgt in der Schaltung nach Fig.3 mit Hilfe der Verzögerungsleitung 29. Das Vorzeichen sgn des Idealsignals ak wird mit Hilfe des Vorzeichenbewerters 80 gebildet und mit Hilfe der Verzögerungsleitung 10 bis 13 werden die in Gleichung (27) benötigten Größen sgn âk-j-N gebildet. Im Ausführungsbeispiel nach Fig.3 wird die Multiplikation gemäß Gleichung (27) auf einfache Weise mit Hilfe der elektronischen Schalter 980 bzw. 990 bewirkt. Der Multiplizierer und der Integrierer sind hier jeweils in einer Einheit zusammengefaßt. Der mit Hilfe der Kapazität 24 gegengekoppelte Operationsverstärker 26 wirkt als Integrator, denn alle über die Widerstande 20 bzw. 21 fließenden Ströme werden auf dieser Kapazität aufsummiert und ergeben eine entsprechende Ausgangsspannung des Verstärkers. Wenn am Punkt 36 in Fig.3 die Spannung +U anliegt und die Schalter 980 bzw. 990 geöffnet sind, so fließt auf die Kapazität ein Strom der Größe U/2R.
  • Wegen des Umkehrverstärkers 28 liegt an den Leitungen 38' die Spannung -U. Wenn die Schalter 980 bzw. 990 geschlossen sind, so fließt über die Widerstande 20 jeweils ein Strom -U/R, so daß als Summenstrom auf die Kapazitat 24 win Strom -U/2R fließt, d-.h. bei leitendem Schalter kehrt der Strom, welcher innerhalb einer festen Zeiteinheit auf die Integrationskapazität 24 fließt, genau die Richtung um. Hierdurch wird eine Multiplikation mit dem entsprechenden Vorzeichen von âk-j-N bewirkt. Die anhand von Fig.3 beschriebene Schaltung hat den Vorteil, daß mit zunehmendem Abgleich des Entzerrers die Fehleramplituden êk-N gegen Null gehen, so daß in Gleichung (27) jedes einzelne Summenglied für sich gegen Null geht, was einen besonders genauen Endabgleich des Entzerrers gewährleistet.
  • Im Ausführungsbeispiel nach der Fig.3 sind, wie bereits erläutert, in der Schaltungseinheit 100 die Multiplizierer und Integrierer zusammengefaßt. Dies ermöglicht eine einfache und wirtschatliche Realisierung. An sich ist es auch möglich, den Umkehrverstärker 28 wegzulassen und bekannte Verfahren für die Multiplikation und anschließende separate Integration anzuwenden.
  • In Fig.4 ist eine weitere Möglichkeit zum Aufbau einer Schaltung gezeigt, mit deren Hilfe ein Entzerrer adaptiv eingestellt werden kann. Zur einfacheren Darstellung ist dabei davon auszugehen, daß anstelle der Schaltung nach Fig.3 die Schaltung nach Fig.4 mit dem in Fig.2 dargestellten adaptiven Entzerrer zusammenarbeitet.
  • Beim Ausführungsbeispiel nach Fig.4 wird dem Ausgang 8 des Differenzverstärkers 7 ein Vorzeichenbewerter 80'-nachgeschaltet, dessen Ausgang mit dem Eingang eines digitalen Schieberegisters ?9' verbunden ist. Das digitale Schieberegister 29' bewirkt ebenfalls eine Verzögerung der ankommenden Signale um di-e Zeit NT, wobei N die Anzahl der zu entzerrenden Vorschwinger bedeutet. Der Ausgang des digitalen Schieberegisters 29' ist mit 36' bezeichnet. Der Ausgang 6-der Entscheldungsschaltung 5 ist mit einer Verzögerungsleitung verbunden, deren einzelne Abschnitte mit 10' bis 13' bezeichnet sind und es sind an dieser Verzögerungsleitung entsprechend einer Verzögerungszeit T die Abgriffe 90' bis 93' vorgesehen, die über die Leitungen 135 bis 138 mit den ersten Eingängen mehrerer Multiplizierer verbunden sind. Der Ausgang des Schieberegisters 29' ist mit den zweiten Eingängen 36' der Multiplizierer verbunden und es ist jedem Mhltiplizierer ein Integrierer nachgeschaltet. Die Ausgänge 60 bis 65 eines jeden Integrierers sind wiederum derart mit den ihnen jeweils zugeordneten Einstellgliedern 50 bis 55 des Verzweigungsnetzwerkes verbunden, daß eine adaptive Einstellung des Entzerrers erfolgt. Im AusfUhrungsbeispiel der Fig.4 enthält die gestrichelt umrahmte Schaltung 100' an sich die gleichen Schaltungsbestandteile wie die gestrichelt umrahmte Schaltung 100 im Ausführungsbeispiel nach Fig.3, weshalb in Fig.3 wirkungsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet sind, so daß eine nochmalige Erläuterung dieser Bauteile an dieser Stelle nicht nötig ist. Unterschiedlich zur Schaltung nach Pig.3 ist lediglich die Verwendung des Umkehrverstärkers 28' insofern, als nämlich in der Schaltung nach Fig.4 jedem der Abgriffe 90' bis 93' ein Umkehrverstärker zugeordnet sein muß. Auch in der Schaltung nach Fig.4 sind die Vorgänge des Multiplizierens und Integrierens miteinander verbunden. Es können gegebenenfalls wiederum für jeden einzelnen Vorgang getrennte Bauelemente nach an sich bekannten Methoden vorgesehen sein.
  • Die Funktion der Schaltung läßt sich folgendermaßen erklärens Es gilt die Beziehung oder ...+a-n#hn+...+a-N#hN+...+a0#h0+...+aN#h-N+...+an#h-n+...
  • =e0 (29) Durch Ändern der 2N Einstellglieder cj können im wesentlichen nur die 2N Überschwinger AhN bis #h-N verändert werden. Der Hauptwert der Impulsantwort bzw. #h0 wird mittels c0 geregelt. Es genügt daher, die Gleichung +a-N#hN+...+a0#h0+...+aN#h-N = e0 (30) zu betrachten.
  • Ferner gilt mit nach Gleichung (9) |ek|= ek.sgn ek (31) Hierbei ist wieder êk ein Schätzwert für ek und Aak ein Schätzwert für ak Gleichung (34) beschreibt eine Komponente des Gradienten des mittleren Fehlerbetrags, allerdings nicht in Abhängigkeit vom einzustellenden Koeffizienten c , sondern vom Fehler thj in der Impulsantwort h(t). Dieser Gradient kann benutzt werden, um die Größe und damit alle Fehler in der Impulsantwort zu minimieren.
  • IekI stellt den linearen Mittelwert von ek dar. Der Wert cd wird so eingestellt, daß die in Gleichung (34) beschriebene Größe gegen Null geht.
  • Wie ein Vergleich der Gleichungen (27) und (34) zeigt, wird das Kriterium für die automatische Einstellung des adaptiven Entzerrers in beiden Fällen aus einer Summierung von Produkten einer analogen Größe mit einer Vorzeichengröße abgeleitet. Es sind in den beiden Fällen lediglich die analoge Größe und die Größe von der das Vorzeichen gebildet wird, vertauscht.
  • Während das in Fig.3 dargestellte Ausführungsbeispiel einen besonders genauen Endabgleich des Entzerrers ermöglicht, läßt sich das in Fig.4 dargestellte Ausführungsbeispiel besonders günstig instrumentieren. Die Verzögerungsleitung 29' kann hier nämlich ebenfalls rein digital A realisiert werden, da die Vorzeicheninformation sgn ek nur zwei verschiedene Werte annehmen kann. Da auch die Schätzwerte " für die richtigen idealen PAM-Signale ak nur endlich itle verschiedene diskrete Werte annehmen können, ist es möglich, auch die Verzögerungsleitung 10' bis 13' in digitaler Form auszuführen, nämlich durch mehrere parallel digitale Schieberegister zu ersetzen. Beispielsweise können acht verschiedene Amplitudenstufen mit Hilfe dreier paralleler Schieberegister verzögert werden, da sich acht verschiedene Amplitudenstufen durch drei Binärziffern darstellen lassen. Es ist dann, bevor die Multiplikation erfolgt, an jedem Abgriff 90' bis 93' der-Verzögerungsleitung eine geeignete Decodierung erforderlich. Diese kann beispielsweise mit Hilfe von Digital-Analog-Wandlern erfolgen.
  • Ein Beispiel fiir die Decodierung eines vierstufigen PAM-Signals ist in Fig.5 dargestellt, die einen Ausschnitt aus einer in digitaler Form realisierten Verzögerungsleitung zeigt. Die Verzögerungsleitung besteht aus zwei parallelen Schieberegistern, von denen das eine die Verzögerungsglieder 11" und 12" enthält und das andere die Verzögerungsglieder 11"' und 12"' . Die-binar codierte Information über die Amplitude des Signals âk kann parallel an den Abgriffen 137' und 137" des Schieberegitters abgenommen werden. Über die Leitungen 212 und 213 werden zwei konstante Hilfsspannungen U und 2U an den Digital-Analog-Wandler gelegt. Diese Hilfsspannungen sind für alle Digital-Analog-Wandler in der Schaltung gleichzeitig verwendbar. Sie werden einerseits den Widerstän--den 2Ö3 bzw.-204 direkt und andererseits den Widerständen 201 bzw. 202 über Umkehrverstärker 210 bzw. 211 zugefiihrt. Die Widerstände 203 bzw. 204 liegen in Serie mit Schaltern 936 und 937, welche durch die Signale auf den Leitungen 137' bzw. 137" betätigt werden. Wenn auf der Leitung 137' eine Null erscheint, sollen die Schalter 936 bzw. 937 nicht leiten, wenn dagegen eine Eins erscheint, sollen die Schalter 936 bzw. 937 leiten. Die Schalter 936 und- 937 sowie die Widerstände 201 und 202 sind mit dem invertierenden Eingang 221 eines Operationsverstärkers 222 verbunden, dessen nichtinvertierender Eingang auf Bezugspotential liegt. Der Ausgang 223 des Verstärkers 222 ist über den Widerstand 220 auf den invertierenden Eingang 221 rückgekoppelt.
  • Es laßt sich zeigen, daß je nach der Art der an den Punkten 177' und 137" ankommenden Signale, d.h. also je nach der Stellung der Schalter 936 bzw. 937, am Ausgang 223 des Digital-Analog-Wandlers eine Spannung entsteht, welche vier verschiedene mögliche Werte annehmen kann. Damit ist also eine Decodierung der parallel über das Schieberegister laufenden Information möglich und am Punkt 223 steht wieder die analoge Größe ak j zur Verfügung; Diese Größe kann in bereits erläuterter Weise auf den jeweils zugeordneten Multiplizierer und Integrierer gegeben werden. In Fig.5 ist der gesamte Digital-Analog-Wandler in dem gestrichelt umrahmten Schaltungsabschnitt 300 enthalten.
  • Wie im Zusammenhang mit Fig.4 schon erwähnt, läßt sich die Verzögerungsleitung 10' bis 13' in Form mehrerer digitaler Schieberegister ausführen. Da die Idealsignale gk j bereits parallel in digitaler Form an den entsprechenden Abgriffen 90' bis 93' des Schieberegisters angeliefert werden, kann auch die-Multiplikation mit sgn êk N in bekannter Weise mit rein digitalen Mitteln vorgenommen werden und ebenso die Integration beispielsweise mit Hilfe eines Zählers. Der in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.4 dargestellte Einstellmechanismus für den adaptiven Entzerrer läßt sich also völlig in rein digitaler Form realisieren.
  • Die vorstehend beschriebenen Möglichkeiten zur automatischen Einstellung eines Entzerrers für synchrone Datenübertragung weisen gegenüber bekannten Verfahren den Vorteil auf, daß zur Gewinnung des Einstellkriteriums nur Multiplikationen von analogen Größen mit Vorzeichengrößen erforderlich sind. Diese Multiplikationen lassen sich verhältnismäßig einfach und genau durchfffhren. Ferner läßt sich in der beschriebenen Weise jedes geeignete Verzweigungsnetzwerk, also etwa auch ein kanonisches Verweigungsnetzwerk mit einer rekursiven Struktur und einer minimalen Anzahl von Verzögerungsgliedern, adaptiv einstellen. Die genannten Kriterien-;iefern-einen schnelleren und genaueren Endabgleich des Entzerrers als bei Anwendung einer reinen Multiplikation von Vorzeichen zur Gewinnung des Abgleichkriteriums unter der Voraussetzung gleicher, konstanter Integrationszeiten für die Integratoren, da die für die Steuerung der Einstellglieder 50 bis 55 gebildeten Größen jeweils abhängig von der Größe des Fehlers sind. Bei starken Verzerrnngen nimmt nämlich der in Gleichung (34) beschriebene Mittelwert des Differentialquotienten einen großen Wert an. Wenn dann durch den automatischen Einstellvorgang die Verzerrungen geringer werden, wird auch dieser Mittelwert kleiner, so daß sich ein schneller Grobabgleich und ein um so genauerer Feinabgleich ergibt. Entsprechendes gilt auch für das in Gleichung (23) bzw. Gleichung (27) abgeleitete Einstellkriterium, da die Verzerrungen um so kleiner sind, je kleiner die Amplituden der unerwünschten tberschwinger Ah. sind. Die Verwendung dieses Einstellkriteriums ;j hat zudem noch den Vorteil, daß mit verbessertem Abgleich der Fehler selbst gegen-Null geht, so daß in Gleichung (27) jedes Summenglied einzeln gegen Null geht, was einen genauen Endabgleich des Entzerrers ermöglicht, ohne daß große Anforderungen an die Genauigkeit der Instrumentierung des Einstellmechanismus gestellt werden müssen.
  • 6 Patentansprüche 5 Figuren

Claims (6)

  1. Patentansprüche Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale, bestehend aus einem Verzweigungsnetzwerk, das Verzögerungsglieder, Summierer und gesteuerte Einstellglieder enthält, und an dessen Ausgang eine Entscheidungsschaltung nachgeschaltet ist, deren Eingang und Ausgang den Eingängen eines Differenzverstärkers zugeführt sind, d a d u r c h g e k e n n-z £ e i c h n e t , daß dem Ausgang (8) des Differenzverstärkers (7) eine Verzögerungsleitung (29) nachgeschaltet ist, deren Ausgang (36) mit den ersten Eingängen (38) mehrerer Multiplizierer verbunden ist, daß der Ausgang (6) der Entscheidungsschaltung (5) über einen Vorzeichenbewerter (80) mit einem digitalen Schieberegister (10 bis 13) verbunden ist, das Abgriffe (90 bis 94) in Abständen entsprechend einer Verzögerungszeit T aufweist, daß diese Abgriffe (90 bis 94) mit den zweiten Eingängen (95 bis 99) der Multiplizierer verbunden sind, daß jedem Multiplizierer ein Integrierer nachgeschaltet ist, und daß der Ausgang eines jeden Integrierers derart (60 bis 65) mit einem ihm zugeordneten Einstellglied (50 bis 55) des Verzweigungsnetzwerkes verbunden ist, daß eine adaptive Einstellung des Entzerrers erfolgt. (Fig.2,3)
  2. 2. Adaptiver Entzerrer nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß der Ausgang (36) der Verzögerungsleitung (29) einerseits direkt und andererseits über einen Umkehrverstärker (28) mit den ersten Eingängen (38,38') der Multiplizierer verbunden ist.
  3. 3. Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale, bestehend aus einem Verzweigungsnetzwerk, das Verzögerungsglieder, Summierer und gesteuerte Einstellglieder enthält, und an dessen Ausgang eine Entscheidungsschaltung nachgeschaltet ist, deren Eingang und Ausgang den Eingangen eines- Differenzverstärkers zugeführt sind, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t daß dem Ausgang (8) des Differenzverstärkes (7) ein Vorzeichenbewerter (80')-- nachgeschaltet ist, dessen Ausgang mit dem Eingang ei-nee digitalen Schieberegisters (29') verbunden ist, daß der Ausgang (6) der Entscheidungsschaltung (5) mit einer Verzögerungsleitung (10' bis 13') verbunden ist, die Abgriffe (90' bis 93') in Abständen entsprechend einer Verzögerungszeit T aufweist, daß diese abgriffe (90' bis 92') mit den ersten.
    Eingängen (135 bis%l38Y mehrerer Multiplizierer verbunden sind daß der Ausgang des Schieberegisters (29') mit den zweiten Eingängen (36') der Multiplizierer verbunden ist, daß jedem Multiplizierer ein Integrierer nachgeschaltet ist, und daß der Ausgang eines .jeden Integrierers derart (60 bis 65) mit einem ihm zugeordneten Einstellglied (50 bis 55) des Verzweigungsnetzwerkes verbunden ist, das eine adaptive Einstellung des.
    Entzerrers erfolgt. (Fig.1,- 4)
  4. 4. Adaptiver Entzerrer nach-Anspruch 3, d a d u r .c h g e k e n n z e i c h n e t , daß jeder der Abgriffe (135 bis 138) des- zweiten Schieberegisters (10' bis 13') einerseits direkt (138) und andererseits über einen Umkehrverstärker (28') mit den ersten Eingängen der Multiplizierer verbunden sind (Fig. 1 , 4)-
  5. 5. Adaptiver Entzerrer nach Anspruch 3 oder 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Verzögerungsleitung (1-0.' -bis- 13') aus mehreren digitalen Schiebere-.
    gistern (11'', 11''', 12'', 12''') in Verbindung mit Digital-Analog-Wandlern (300) besteht.
  6. 6. Adaptiver Entzerrer nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n:z z e i c h-n e t , daß die Verzögerungs leitung aus mehreren digitalen Schieberegistern besteht, und daß die Multiplikation und die Integration in rein digitalen Schaltungen ausgeführt sind. (Fig.2,3)
DE19702013556 1970-03-20 Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale Expired DE2013556C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702013556 DE2013556C3 (de) 1970-03-20 Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702013556 DE2013556C3 (de) 1970-03-20 Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2013556A1 true DE2013556A1 (de) 1971-09-30
DE2013556B2 DE2013556B2 (de) 1976-07-08
DE2013556C3 DE2013556C3 (de) 1977-02-17

Family

ID=

Also Published As

Publication number Publication date
DE2013556B2 (de) 1976-07-08

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1226626B (de) Verfahren und Anordnung zur UEbertragung binaerer Daten
DE2027544C3 (de)
DE2256193A1 (de) Verfahren und schaltungsanordnungen zur signalentzerrung mit hoher einstellgeschwindigkeit
DE1762829A1 (de) Selbsteinstellender Analog-Digitalwandler
DE102004014448B4 (de) Vorwärtsentzerrer und Verfahren zum analogen Entzerren eines Datensignals
DE2155958A1 (de) Anordnung zur Entzerrung eines Signals
DE1812835A1 (de) Selbstabgleichender Entzerrer fuer einen sich zeitlich veraendernden UEbertragungskanal
DE2221276A1 (de) Verfahren zur Entzerrung elektrischer Signalfolgen und entsprechende Entzerrer
DE2224511C3 (de) Verfahren und Schaltungsanordnungen zum automatischen Entzerren von elektrischen Signalfolgen
DE2013556A1 (de) Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale
DE2013555C3 (de) Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale
DE2013556C3 (de) Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger PAM-Datensignale
DE2724561C2 (de) Adaptiver Entzerrer für breitbandige Signale
DE2020805A1 (de) Entzerrer zur Entzerrung von phasen- oder quadraturmodulierten Datensignalen
DE2156003A1 (de) Entzerrer und Verfahren zur Einstellung eines solchen
DE1791173B1 (de) Entzerrerschaltung fuer linear verzerrte impulsfolgen
EP0098588B1 (de) Adaptiver Entzerrer zur Entzerrung mehrstufiger Signale
DE1537626A1 (de) Verfahren zur selbsttaetigen frequenzabhaengigen Leitungs- und/oder Echoentzerrung von UEbertragungsleitungen der Nachrichtentechnik und Schaltungsanordnung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE2110232B2 (de) Aktive Filterschaltung fur Impulsfolgen
DE2040039C3 (de) Entzerrerschaltung zur Beseitigung der linearen Verzerrungen eines U bertragungssystems
DE1946851C3 (de) Adaptiv einstellbarer Entzerrer
DE1911476B2 (de) Anordnung zur adaptiven Entzerrung der in einem Kanal zur UEbertragung quantisierter Datensignale auftretenden linearen Verzerrungen
DE2261852C3 (de) Verfahren und Anordnung zur Unterdrückung des Nebensprechens in einem Nachrichtenübertragungssystem Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München
DE2040039A1 (de) Entzerrerschaltung zur Beseitung der linearen Verzerrungen
DE2626192A1 (de) Schnelle bestimmung der koeffizientenwerte eines transversalentzerrers

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
EHJ Ceased/non-payment of the annual fee