DE2110232B2 - Aktive Filterschaltung fur Impulsfolgen - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung eines Abtastfilters, insbesondere zur Impulsentzerrung,
die mindestens eine Verzögerungsleitung mit äquidistanten Anzapfungen sowie eine Einrichtung
zur Bewertung der Impulse und eine die bewerteten Impulse zusammenfassende Summierschaltung
aufweist, wobei die Bewertungseinrichtung fest vorgegebene oder selbsttätig einstellbare Bewertungskoeffizienten
realisiert.
Derartige Filterschaltungen sind seit langem bekannt. Es gibt zwei hauptsächliche Anwendungsbereiche
dafür, nämlich die Verwendung als Entzerrer für amplitudenmodulierte äquidistante Impulsfolgen
oder als Digitalfilter. Während im ersten Fall die Bewertungsglieder in ihrer Größe variiert werden können
und in besonders vorteilhafter Weise selbsttätig einstellbar ausgebildet sind, um eine Adaptierung an
wechselnde-Verzerrungsverhältnisse zu ermöglichen, sind bei der Anwendung als Digitalfilter die Bewertungsglieder fest vorgegeben. Die Bezeichnung Digitalfilter
ist in der Literatur nicht eindeutig; es seien darunter auch die sogenannten Abtastfilter verstanden,
die durchaus amplitudenmodulierte Impulsfolgen verarbeiten können, also nach dem Analogprinzip
arbeiten.
Fig. 1 zeigt schematisch eine bekannte Entzerrerschaltung,
die nach den eingangs erwähnten Grundsätzen aufgebaut ist. Die Verzögerungsleitung ist
durch eine Folge von Einzelgliedern der Laufzeit T realisiert; die Bewertungsglieder tragen die Bezeichnung
b_N-bn. Die Summierschaltung ist durch das
Σ-Zeichen gekennzeichnet. Besonders bei Verzögerungsleitungen,
die z. B. als Schieberegister mit einer großen Stufenz&hl ausgebildet sind, ist die erforderliche
Anzahl an Bewertungsgliedern erheblich. Die Bewertungsglieder ihrerseits sind verhältnismäßig
schwierig zu realisierende Bauteile, insbesondere dann, wenn sie im Rahmen einer selbsttätig adaptierenden
Entzerrerschaltung eingesetzt werden, wie beispielsweise der Dissertation BroderWendland,
»Abtastsysteme zur Entzerrung von Datenkanälen«, Techn. Universität Berlin, 1969, zu entnehmen ist.
Fig. 2 zeigt eine Möglichkeit vier Realisierung, wie
sie in der genannten Dissertation beschrieben ist. Es sei hier nur auf den unmittelbaren Aufbau der Bewertungsglieder
br bzw. bn eingegangen. Jedes Bewertungsglied
besteht aus einem Multiplikator, der die Ausgangsgröße der zugehörigen Anzapfung und die
Ausgangsgröße eines Integrators multiplikativ verknüpft. Der Integrator seinerseits ist einem weiteren
Multiplikator nachgeschaltet, der wiederum die Ausgangsgröße der zugehörigen Anzapfung mit einer
Kenngröße Ay1 multiplikativ verknüpft. Der Integrator
- im allgemeinen als Gleichspannungsverstärker mit kapazitiver Rückkopplung ausgebildet - verändert
den Wert seiner Ausgangsgröße nur relativ langsam, was sich dadurch auswirkt, daß sein Rückkoppelkondensator
in seinem Spannungswert nur relativ geringe Veränderungen aufweist.
Aus Fig. 2 ergibt sich, daß für die erwähnten langen Verzögerungsleitungen wegen der großen Zahl der
erforderlichen Bewertungsgjif der der Aufwand an relativ
teuren Bausteinen wie Multiplikatoren und Integratoren erheblich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filterschaltung der eingangs beschriebenen Art zu
schaffen, bei der dieser Aufwand vermindert ist.
Die Erfindung besteht darin, daß nur ein Bewertungsglied vorgesehen ist, das in der Zeit vor dem Eintreffen
des jeweils nächsten Impulses nacheinander mit allen Anzapfungen verbunden wird und dabei in
seinem Bewertungskoeffizienten jedesmal derart abgeändert wird, wie es den vorgegebenen oder selbsttä-
tig eingestellten Bewertungskoeffizienten entspricht.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einiger bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Zuhilfenahme
weiterer Abbildungen näher erläutert.
Fig. 3 zeigt ein fünfstufiges Schieberegister 1 mit äquidistanten Anzapfungen, in das die Abtastwerte
x, von links eingeschoben zu denken sind. Den Anzapfungen ist eine Schalterbank 2 nachgeordnet, wobei
gerade der zweite Schalter von links geschlossen ist. Der Schalterbank ist nun über ein Abtasthalteglied
3 mit der Verzögerungszeit T/5 ein Bewertungsglied, wie in Fig. 2 beschrieben, nachgeordnet, das
aus einem Multiplikator 4 besteht, der die jeweils durch den geschlossenen Schalter der Schalterbank 2
ausgewählte Anzapfung mit der bereits erwähnten Kenngröße Ay1 verknüpft Dem Multiplikator 4 ist
ein Integrator5 nachgeschaltet, der in bekannter
Weise als über einen Kondensator rückgekoppelter Gleichspannungsverstärker ausgebildet ist. Mit einer
zu 2 synchron laufenden Schalterbank 2' wird der jeweils einem Koeffizienten bY zugeordnete Kondensator
eingechaltet. Wie bei der Schalterbank 2 ist auch hier gerade der zweite Schalter von links geschlossen.
Der Ausgang des Integrators S ist mit einem Eingang eines weiteren Multiplikators 6 verbunden. Dieser
Multiplikator 6 ist mit seinem zweiten Eingang mit dem Ausgang der Schalterbank 2 verbunden, so daß
er die Ausgangsgröße der jeweils eingeschalteten Anzapfung mit einem Faktor, hier dem Bewertungskoeffizienten
b0, multipliziert. Der Ausgang des Multiplikators
6 ist mit dem Eingang eines weiteren Integrators 7 verbunden, der als Summierschaltung
dient und nach jedem Umlauf in der Stellung (1) der Schalterbank 2 auf 0 gesetzt wird. Die Wirkungsweise
der Anordnung folgt mit Hilfe der Tabelle 1. Es sei angenommen, daß gerade der Schiebetakt mit der
Nummer / die Abtastwerte x^ in die Position gebracht
hat, wie sie im Register 1 nach Fig. 5 dargestellt ist. Lie Dauer des verfügbaren Zeitintervalls T
mit der Nummer i in der ersten Zeile der Tabelle 1 wird nun in der zweiten Zeile eingeteilt in m = 5 gleich
große Intervalle der Dauer 775. Während dieser Intervalle 775 werden nacheinander, wie geschildert, die
mit den Kanalnummern (1)... (5) bezeichneten Anzapfungen des Schieberegisters angeschlossen, so daß
nacheinander die in Zeile α nach Tabelle 1 eingetragenen
Abtastwerte jeweils für die Zeit T/m = 775 zur Verfügung stehen. Synchron mit der Schalterbank
2 läuft die Schaiierbank T für die Bewertungssteuerung der Koeffizienten by. Der Abfragezyklus
beginnt zur Kanalnummer 1 (nach Zeile / der Tabelle 1) mit der Übernahme des Wertes yi _, des Integrators
7 am Ende des Taktintervalles / — 1 in das Abtasthalteglied 8 und dem anschließenden Nullsetzen
des Integrators 7 (Zeile e). Der Wert y, _, liefert
in Differenz mit dem in 9 quantisierten Wert qi _,
das Fehlersignal 4y, „ das für das ganze nun folgende
Abtastintervall Γ mit der Nummer / konstant bleibt.
Nacheinander werden nun die Werte X1 _ y über den
Kanalschalter 2 abgefragt, über die Verzögerung 3 um T/m = T/5 verzögert (Zeile b) und mit y, _, multipliziert.
Die Produkte A br nach Zeile c stellen die zur Korrektur der gerade jeweils über die Schalterbank
2' angeschalteten Koeffizienten dar. So liefer' z.B. die gezeichnet Schalterstellung das Produkt
X1 _, · Ay1 _, = Ab0 als Korrektur für die über die
Schalterbank T eingestellte Steuergröße für den Koeffizienten
bQ, während gleichzeitig der Multiplikator 6 den angeschalteten Abtastwert x-t mit b0 bewertet
und das Produkt b^ (Zeile d) dem Integrator 7
zuführt.
s In dieser Weise werden nacheinander während eines Abtastintervalls alle Koeffizientenbewertunger.
durchgeführt und im Integrator 7 aufsummiert, während zugleich adaptiv die erforderlichen Koeffizientenkorrekturen
erfolgen.
■ο Durch die Betätigung der Schalter der Schalterbank
2 werden, wie geschildert, nacheinander sämtliche Anzapfungen an das Bewertungsglied angeschlossen.
Die Abfrage erfolgt so, daß bei einer in das Schieberegister 1 eingegangenen Impulsfolge in der
is Taktzeit Tdie Schalter jeweüs für die Zeit i · T geschlossen
werden, wenn m die Anzahl der Stufen ist (hier m = 5). Da nun aber die Bewertungskoeffizienten,
die den einzelnen Anzapfungen zugeordnet sind, verschieden groß sind, ist es erforderlich, das Bewer-
?n tungsglied diese verschiedenen V/erte annehmen zu
lassen. Am einfachsten wird dies durch die Anschaltung unterschiedlich geladener Kondensatoren über
die Schalterbank 2' an den Verstärker des Integrators 5 bewirkt. Es ist ein Kondensator weniger vorgesehen,
als Anzapfungen vorhanden sind. Der letzte Kondensator ist durch einen Kurzschluß ersetzt. Im
gezeichneten Zustand ist gerade der zweite Kondensator von links angeschlossen (entsprechend der zweiten
Anzapfung von links). Durch die Schalteröffnung wird erreicht, daß die Kondensatoren den zuletzt eingenommenen
Ladezustand bis zum Zeitpunkt des nächsten Anschlusses beibehalten und auf diese Weise
den Integrator auf den dann erforderlichen Wert seiner Ausgangsgröße einstellen.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß bei der Ausbildung der erfindungsgemäßen Filterschaltung
als nicht adaptierendes Digitalfilter die Kondensatoren durch fest eingestellte Spannungsteiler ersetzt
werden, die die Größe der Bewertungskoeffizienten festlegen.
Obwohl die beschriebene Ausbildung der erfindungsgemäßen Filterschaltung gegenüber den bekannten
Schaltungen die erwähnten Vo; teile bietet, ist doch der erforderliche Aufwand für die Schalterbänke
erheblich. Vorteilhaften Weiterbildungen der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diesen
Aufwand weiter herabzusetzen. Fig. 4 zeigt eine Möglichkeit, die Schalterbank 2 einzusparen. Dies
wird dadurch ermöglicht, daß das Schieberegister 1
so eine Rückkopplung auf seinen Eingang aufweist. Diese Rückkopplung ist über einen Schalter 10 geführt,
der wahlweise die Rückkoppelleitung oder die Eingangsleitung mit dem Eingang des Schieberegisters
verbindet. Zusätzlich ist noch ein Quanticierer 9 vorgesehen, der eine systemstabilisiereude Wirkung
hat, wie beispielsweise der deutschen Auslegeschrift DOS 1791173 zu entnehmen ist.
Der Schalter 10 wird nun in der Weise betätigt, daß er zunächst die Eingangsleitung mit dem Schieberegister
verbindet, und zwar so lange, bis ein Impuls in die erste Stufe des Schieberegisters 1 eingelesen ist.
Sodann wird der Schalter 10 umgelegt. Mit einer Taktfrequenz, die m-mal höher ist als die Impulsfolgefrequenz
auf <>,r Eingangsleitung, wird nun der
Schieberegisterinhalt mit HiIfR der Rückkoppelleitung zyklisch verschoben (m ist wieder die Stufenzahl
des Schieberegisters 1). N' h m Takten ist der Inhalt
einmal umgelaufen. Sodann wird der Schalter 7 um-
felegt, so daß der nächste Impuls von der Eingangsleiteng
in das Schieberegister eingeschoben werden kann. Mit der ersten (oder einer anderen) Stufe des
* Schieberegisters ist nun wieder das variable Bewertungsglied aus den Bauteilen 3, 4, 5, 6, 7 und 8 verbunden,
wie es im Zusammenhang mit Fig. 3 besenrieben worden ist. Durch die i."yklische Verschiebung
des Schieberegisterinhalts wird erreicht, daß der Inhalt jeder Stufe des Schieberegisters einmal das Bcwertungsglied
durchlaufen hat. Wird der Integrator 5 so ausgebildet, wie es im Zusammenhang mit Fig. 3
beschrieben ist, so muß naturgemäß dafür Sorge getragen werden, daß die Kondensatoren in der richtigen
Weise mit dem Verstärker verbunden werden.
Mme weitere Ausgestaltung der Erfindung eeht von
dem Wunsch aus, auch die erforderlichen Schalter zur Auswahl der jeweils richtigen Kondensatoren für den
Integrator 5 einzusparen. Da es sich um die Anschaltung verschieden geladener Kondensatoren handelt,
ist es möglich, diese Anordnung durch Analogschieberegister zu ersetzen, die ebenfalls Kondensatoren
mit zugeordneten Schaltern aufweisen.
Es kann erwartet werden, daß derartige analoge Schieberegister in integrierter Form einmal verhältnismäßig
preisgünstig komplett zu beziehen sind, so daß sich hier ein Kostenvorteil gegenüber der zunächst
geschilderten Lösung ergibt.
Unter Umständen noch günstiger ist der Übergang auf digitale Schieberegister, die in diesem Fall allerdings
den Einsatz von Analogdigital-Digitalanalog-Wandlern nötig machen. Hierbei handelt es sich um
ebenfalls fertig zu beziehende Bauelemente verhältnismäßig niedrigen Preises. Fig. 5 zeigt ein Beispiel
für die Realisierung des Integrators 5 in digitaler Bauweise. Dem Multiplikator 4 ist zunächst ein Analogdigitalwandler
11 nachgeschaltet. Dieser arbeitet auf einen schematisch dargestellten digitalen Addierer 12,
der den rückgekoppelten Verstärker des Integrators 5 ersetzt. Je nach der zu verarbeitenden Bitzahl sind
dem Addierer 12 rückgekoppelte digitale Schieberegister 13 zugeordnet, die parallel zueinander geschaltet
sind und deren Anzahl der erforderlichen Bitzahl entspricht. Die Anzahl der Schieberegister ist gleich
der höchst zu verarbeitenden Bitzahl. Die Länge der Schieberegister 13 ist gleich der Länge des Schieberegisters
1. Dem Addierer 12 ist ein Digitalanalogwandler 14 nachgeschaltet, der mit dem Multiplikator
6 entsprechend Fig. 3 verbunden ist. Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist die folgende. Die
Ausgangsgröße des Analogdigitalwandlers 11, die als parallel anstehende Bitfolge zu denken ist, wird im
Addierer 12 zu dem ebenfalls als parallele Bitfolge anstehenden Wert addiert, der aus den Schieberegistern
13 gerade herausgeschoben worden ist. Der neue Wert wird parallel wieder in die Schieberegister eingegeben
und läuft nun wieder in diesen um. Da der Umlauf in den Schieberegistern 13 ebenfalls mit der
n-fachen Frequenz der Impulsfrequenz auf der Eingangsleitung des Schieberegisters 1 erfolgt, ist der
Synchronismus zwischen dem jeweils gerade aus dem Schieberegister 13 herausgeschobenen Inhalt und der
Abfrage der einzelnen Stufen des Schieberegisters 1 gewährleistet. Bei einer hinreichend großen Bitzahl
ist die Addition im Addierer 12 der Integration im Integrator5 gleichwertig. Im übrigen ist durch die
Auslesung des jeweiligen Inhalts des Addierers 12 und die nachfolgende Digitalanalogwandlung 14 die
zweite Ansteuergröße für den Multiplikator 6 gegeben.
Wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, ist die Realisierung der erfindungsgemäßen Filterschaltung und
ihrer Ausgestaltungen keineswegs auf analoge oder digitale Bauelemente beschränkt. Vielmehr sind beliebige
Mischformen ausführbar.
Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß der Hauptvorteil der zuletzt geschilderten vorteilhaften
Weiterbildungen darin zu sehen ist, daß diskrete Bauelemente, wie Schalter und Kondensatoren, durch
leicht verfügbare und preiswerte Gesamtbausteine wie Schieberegister, Addierer und Digitalanalog- bzw.
Anaiogdigitaiwandler ersetzt werden. ·
Der Vollständigkeit halber sei anhand der Fig. 6
ι ι erläutert, wie auch das Schieberegister 1 aus digitalen
Bauelementen aufgebaut werden kann. Die Eingangsgröße wird zunächst in einem Analogdigitalwandler
15 in eine parallel anstehende Bitfolge umgesetzt, die in eine entsprechende Anzahl zueinander
2(i parallel geschalteter digitaler Schieberegister 16 eingeschoben
wird, wobei jedes dieser Schieberegister wiederum m Stufen aufweise (dargestellt sind der
Einfachheit halber lediglich zwei Schieberegister). In die Verbindungsleitung zwischen dem Analogdigital-
2~> wandler iS und den Schieberegistern 16 ist pro Schieberegister
eine erste UND-Schaltung 19 eingeschaltet; die UND-Schaltungen sind mit einem Taktgenerator
17 verbunden, der einen Takt angibt, der mit dem Impulstakt auf der Eingangsleitung überein-
in stimmt. Dadurch ist gewährleistet, daß jeder neu einlaufende
Impuls nach seiner Umsetzung im Analogdigitalwandler 15 über die ODER-Gatter 21 in die
Schieberegister 14 eingeschoben wird. Pro Schieberegister sind je ein weiteres UND-Gatter 20 vorgesehen,
<-. die in die Rückkoppelleitungen der Schieberegister 16 eingeschaltet sind. Beide UND-Gatter 20 sind gemeinsam
an einem weiteren Taktgenerator 18 angeschlossen, dessen Taktfrequenz das /n-fache der
Taktfrequenz des Taktgenerators 17 ist (die Taktgeneratoren 17 und 18 können durch einen einzigen
Taktgenerator mit entsprechenden frequenzteilenden oder vervielfachenden Mitteln ersetzt werden). Die
Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 6 ist die folgende. Dadurch, daß immer dann, wenn ein neuer Im-
puls vom Eingang her ansteht, dieser in die Schieberegister 16 übernommen wird, und daß andererseits
nach dem Einlaufen dieses Impulses die Verbindung zur Eingangsleitung her unterdrückt wird (Sperrung
der UND-Gatter 19 und gleichzeitiges öffnen der
so UND-Gatter 20), ist der gleiche Umlauf des Inhalts
des Schieberegisters 16 gewährleistet, wie es im Zusammenhang mit Fig. 4 bereits beschrieben worden
ist. Die Ausgangsgröße der angezapften Stufe des Schieberegisters 16 kann entweder digital weiter ver-
arbeitet werden (entsprechend Fig. 5) oder nach einer
Digitalanalogwandlung, so wie im Zusammenhang mit Fig. 4 beschrieben, analog.
Die bisherigen Ausführungen betreffen Filterschaltungen für eine Eingangsgröße. Die vorstehend
beschriebenen Überlegungen lassen sich aber auch zum einen für anders strukturierte Filterschaltungen,
z. B. rekursive Entzerrer, anwenden; fernerhin auch für Schaltungen mit mehreren Eingangsgrößen, wie
sie beispielsweise aus der DOS 1791174 bekannt
es sind.
Der Vollständigkeit halber sei abschließend anhand der Fig. 7 eine Entzerrerschaltung beschrieben, bei
der ein um einen rekursiven Teil ergänztes Transver-
salfilter für einen Kanal realisiert wiird. Alle Bewertungsglieder
sollen konstante Bewertungskoeffizienten by aufweisen. Die Eingangsgröße lauft entsprechend
Fig. 4 über einen Schalter 10 und einen O^antisierer 9 in das //i-stufige Schieberegister 1 ein,
d'js wiederum rückgekoppelt ist. Der ersten .Stufe des
Schieberegisters ist der Multiplikator 6 nachgeschaltet. Da in diesen Fällen mit konstpnten Bewertungskoeffi'ienten
by gearbeitet wird, wird abweichend von
den bisher geschilderten Schaltungen nicht mehr auf die Größe A V1, die ein MaB für die restliche Verzerrung
darstellt. Bezug genommen. Somit entfallen die für eine automatische Einstellung der Bewertungskoeffizientcn
erforderlichen Bauteile 3. 4 und 5. Dem Multiplikator 6 werden vielmehr die erforderlichen
Eingangsgrößen />. unmittelbar zugeführt. Diese Eingangsgrößen
by sind in einem Schieberegister 23 der Stellenzahl 2/;/ gespeichert, das über einen weiteren
Uuantisicrcr 22 rückgekoppelt ist. Der Ansteuertakt ist in diesem Falle um den Faktor 2m schneller als
der Takt auf der Eingangsleitung. Die ersten m der 2m Bewertungskoeffizienten by des Schieberegisters
sind dem rekursiven Teil des Entzerrers zugeordnet, die zweiten m dem transversalen. Demzufolge ist ein
Schalter 25 vorgesehen, der jeweils nach m Takten umschaltet und den Ausgang des Integrators 6 abwechselnd
mit dem für rekursive Entzerrer erforderlichen in die Eingangsleitung eingeschalteten Addierer
24 und mit dem Ausgang /1 verbindet.
[tine Schaltung, die äußerlich eine gewisse Ähnlichkeit mit der vorliegenden Erfindung aufweist, ist
aus der DOS 1 909657. insbesondere fig. 4, bekannt. Diese bekannte Schaltung unterscheitlet sich jedoch
von der vorliegenden Erfindung darin, daß für jeden neu eingelesenen Wed die Filterfunktion mit geänderten
Größen mehrfach ausgenutzt wird, während sie hei eier vnrlirgrniliMi I: rf inching lediglich pinmal
benutzt wird. Zum zweiten ist die bekannte Schaltung auf digitale Eingangssignal beschränkt. Drittens
schließlich ist das dort verwendete digitale Filter von mindestens zweiter Ordnung, eine Einschränkung, die
auf die vorliegende Erfindung nicht zutrifft.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung eines Abtastfilters, insbesondere zur Impulsentzerrung, die mindestens
eine Verzögerungsleitung mit äquidistanten Anzapfungen sowie eine Einrichtung zur Bewertung
der Impulse und eine die bewerteten Impulse zusammenfassende Summierschaltung aufweist,
wobei die Bewertungseinrichtung fest vorgegebene oder selbsttätig einstellbare Bewertungskoeffizienten
realisiert, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Bewertungsglied vorgesehen ist,
das in der Zeit vor dem Eintreffen des jeweils nächsten Impulses nacheinander mit allen Anzapfungen
verbunden wird und dabei in seinem Bewertungskoeffizienten jedesmal derart abgeändert
wird, wie es den vorgegebenen oder selbsttätig eingestefitin Bewertungskoeffizienten entspricht.
2. Filterschaltung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ihre Anwendung bei einer an sich
bekannten adaptiven Entzerrerschaltung, deren Bewertungsglieder als Multiplikatoren ausgebildet
sind, die Integratoren nachgeschaltet sind, welche ihre Ausgangsgröße relativ langsam verändem,
in der Weise, daß die Kondensatoren, die in allen Integratoren die Rückkopplung des Verstärkers
bewirken, einzeln nur jeweils dann mit dem Verstärker des einen Bewertungsgliedes verbunden
sinu, wenn das Bewertungsglied mit der Anzapfung verbunden ist, r ·. der der Kondensator
gehört.
3. Filterschaltung nach .* nspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kondensatoren als an sich bekanntes rückgekoppeltes analoges Schieberegister
ausgebildet sind, in dem die unterschiedlichen Ladungen für die Kondensatoren zyklisch umlaufen.
4. Abänderung der Filterschaltung nach Anspruch 2 in der Weise, daß die Kondensatoren und
der Verstärker des Integrators in dem einen Fewertungsglied durch einen Analogdigitalwandler,
dem ein Paralleladdierer nachgeschaltet ist, ersetzt sind, und daß jeder Stufe des Paralleladdierers ein
digitales Schieberegister in der Weise nachgeschaltet ist, daß die Bitfolgen, die den Paralleladdierer
durchlaufen, in den Schieberegistern parallel zueinander zyklisch umlaufen.
5. Filteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß dann,
wenn mehrere Sätze von Bewertungsgliedern erforderlich wären, ein Bewertungsglied entsprechend
häufiger in seinem Bewertungskoeffizienten abgeändert wird, und daß die Anschaltung des
Bewertungsgliedes an die Anzapfungen bzw. der -,■-. Umlauf der Impulsfolge im Schieberegister entsprechend
öfter erfolgt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2110232A DE2110232B2 (de) | 1971-03-04 | 1971-03-04 | Aktive Filterschaltung fur Impulsfolgen |
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| DE2110232A1 DE2110232A1 (de) | 1972-09-14 |
| DE2110232B2 true DE2110232B2 (de) | 1980-01-10 |
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| DE2110232A Withdrawn DE2110232B2 (de) | 1971-03-04 | 1971-03-04 | Aktive Filterschaltung fur Impulsfolgen |
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|---|---|
| DE (1) | DE2110232B2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3643185A1 (de) * | 1986-12-18 | 1988-06-30 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Schaltungsanordnung zur bildung der spannungs-zeit-flaeche eines sehr kurzen impulses |
| DE3721212A1 (de) * | 1987-06-26 | 1989-01-05 | Vega Grieshaber Gmbh & Co | Fuellstandsmessgeraet mit ultraschallwandler |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3335088A1 (de) * | 1983-09-28 | 1985-04-11 | ANT Nachrichtentechnik GmbH, 7150 Backnang | Zustandsvariablenfilter |
-
1971
- 1971-03-04 DE DE2110232A patent/DE2110232B2/de not_active Withdrawn
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| DE3643185A1 (de) * | 1986-12-18 | 1988-06-30 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Schaltungsanordnung zur bildung der spannungs-zeit-flaeche eines sehr kurzen impulses |
| DE3721212A1 (de) * | 1987-06-26 | 1989-01-05 | Vega Grieshaber Gmbh & Co | Fuellstandsmessgeraet mit ultraschallwandler |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2110232A1 (de) | 1972-09-14 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| 8230 | Patent withdrawn |