DE2040039C3 - Entzerrerschaltung zur Beseitigung der linearen Verzerrungen eines U bertragungssystems - Google Patents
Entzerrerschaltung zur Beseitigung der linearen Verzerrungen eines U bertragungssystemsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Entzerrerschaltung zur Beseitigung der linearen Verzerrungen in den beiden
Kanälen eines Systems zur Übertragung amplitudenmodulierter äquidistanter Impulsfolgen mit zwei orthogonalen
Kanälen und zur Beseitigung der Übersprechverzerrung zwischen beiden Kanälen eines
solchen Systems unter Verwendung eines getakteten Schieberegisters mit mehreren Stufen, an deren Ausgängen
die dem Schieberegister zugeführte Eingangsfunktion jeweils um ganze Vielfache der Periodendauer
des Schiebetaktes verzögert auftritt, sowie unter Verwendung von Bewertungsgliedern, die an den
Ausgängen der Schieberegisterstufen liegen und deren Ausgänge gruppenweise in Summierschaltungen
zusammengefaßt werden, mit einer Schaltvorrichtung mit zwei Schaltstellungen, die mit der Frequenz des
Schiebetaktes den Eingang des Schieberegisters abwechselnd mit jeweils einer von zwei Einrichtungen
verbindet, an deren Ausgängen jeweils die Abtasthaltwerte der verzerrten Impulsfolge des betreffenden
Kanals zui Verfugung stehen, durch zwei Gruppen von Bewertungsgliedern, deren Ausgänge jeweils in
einer Summierschaltung zusammengefaßt sind, wobei der Eingang jedes Bewertungsgliedes der einen
Gruppe jeweils an den Ausgang einer jeweils anderen der ungeradzahligen Schieberegisterstufen und der
Eingang dieses Bewertungsgliedes der anderen Gru{ pe jeweils an den Ausgang einer jeweils anderen
der geradzahligen Schieberegisterstufen geführt ist, mit einer Additionsschaltung, an deren einem Eingang
der Ausgang der einen Summierschaltung liegt, an deren zweiten Eingang über eine zweite Schaltvorrichtung
alternierend das Ausgangssignal der zweiten Summierschaltung und das invertierte und um zwei
Perioden des Schiebetaktes verzögerte Ausgangssignal der zweiten Summierschaltung gelegt wird, und
mit einer dritten Schaltvorrichtung, in die die Ausgangsspannung der Additionsschaltung alternierend
an zwei Ausgangsleitungen liegt, auf denen damit die entzerrten Impulsfolgen zur Verfugung stehen, nach
Patent 1791174.
Das Hauptpatent gibt eine besonders günstige Ausgestaltung der an sich bekannten Entzerrerschaltung
an, wie sie beispielsweise der deutschen Patentschrift 1157677 entnommen werden kann. Der wesentliche
Gedanke, der dem Hauptpatent zugrunde liegt, besteht darin, daß dann, wenn ein Nachrichtenübertragungssystem
zwei orthogonale Kanäle aufweist, die linearen Verzerrungen der beiden Kanäle einander
gleich groß und die Übersprechverzerrungen von jeweils einem Kanal auf den anderen Kanal bis auf das
Vorzeichen gleich groß sind. Infolgedessen genügt es zur Entzerrung, gesonderte Entzerrungsmittel, im
vorliegenden Fall also Sätze von Liewertungsgliedern,
lediglich für die Beseitigung der linearen Verzerrungen einerseits und für die Beseitigung der Übersprechverzerrungen
andererseits vorzusehen, wobei im letzteren Falle naturgemäß die Berücksichtigung
des Vorzeichens erforderlich ist.
Das Hauptpatent weist allerdings Bewertungsglieder
auf, die in ihrem einmal festgelegten Wert konstL'
it gehalten werden, so daß eine Anpassung der Bewertungsfaktoren
an sich ändernde Verzerrungsverhältnisse nur mühsam, beispielsweise durch Betätigung
von Hand, möglich ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Gedanken des Hauptpatents dahingehend
zu erweitern, daß eine Entzerrerschaltung angegeben wird, die sich an sich ändernde Verzerrungen
selbsttätig anpaßt. Verzerrungen, die Änderungen unterliegen, treten beispielsweise bei Fernsprechnetzen
auf, wenn die Übertragungskanäle entweder selbst im Laufe der Zeit in ihren Übertragungseigenschaften
Veränderungen unterliegen, oder wenn durch den Aufbau neuer Verbindungen schlagartig ganz andere
Verzerrungseigenschaften berücksichtigt werden müssen.
Die Erfindung besteht darin, daß alle Bcwertungsglieder
zur Erzielung einer selbständigen Adaptierung an sich ändernde Verzerrungen in der Weise als Multiplikatoren
ausgebildet sind, daß die Multiplikatoren jeweils mit einem ihrer Eingänge mit dem Ausgang
einer Stufe des Schieberegisters und mit dem anderen Eingang mit einer Hilfsschaltung verbunden ist. die
ein von der Größe der Verzerrung abhängiges Kriterium abgibt.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand von einigen bevorzugten Ausführungsbeispielen unter Zuhilfenahme
von Figuren näher erläutert. Dabei wird uer Einfachheit der Darstellung halber zunächst ein Entzerrer
angenommen, der lediglich auf einen einzigen Kanal wirkt.
Fig. 1 zeigt einen derartigen Entzerrer, der als Transversalfilter ausgebildet ist, wie es schon seit längerem
bekannt ist Im folgenden wird mit N die Zahl der Vorläufer und mit η die Zahl der Schleppimpulse
bezeichnet, die infolge der aufgetretenen Entzerrungen den eigentlichen Impuls begleiten.
Es ist nun eine Verzögerungsleitung 1 vorgesehen, die im Normalfall beispielsweise als getaktetes Schieberegister
ausgebildet ist. In diese Verzögerungsleitung laufen die Abiastwerte X1 ein, und im dargestellten
Zustand sind alle Werte xt_n bis xi^N_l in der
Verzögerungsleitung enthalten, während der letzte Wert X1+ N gerade eingeschoben wird. Den einzelnen
Stufen der Verzögerungsleitung 1 sind Bewertungsglieder bn bis b_v nachgeordnet, die wiederum in einer
Summierschaltung 2 zusammengefaßt werden. Der Einfachheit halber sind in der Darstellung die Bcwertungsglieder
und die Summierschaltung zusammengefaßt gezeichnet. Wenn die Bewertungsglieder b
passend eingestellt sind, ergibt sich als Ausgangsgröße der Summierschaltung 2 ein annähernd entzerrter
Impuls yt. Wird nun mit quantisiert gestuften Impulsen
gearbeitet, so läßt sich mit Hilfe eines Quantisierers 3, der eine Ausgangsgröße q{ abgibt, durch Vergleich
dieser Größe q{ mit der Größe y, eine Größe Δν, feststellen,
die ein Maß für die Restverzerrung bildet.
Einzelheiten über die zugrunde liegenden Zusammenhänge
sind beispielsweise der Dissertation von Broder Wendiand, 'Abtastsysteme zur Entzerrung
von Datenkanälen«, Techn. Universität Berlin, IW).
zu entnehmen. Dieser Dissertation kann auch entnommen werden, wie aus der erwähnten GmIx- Av
ein geeignetes Kriterium für die Nachstellung der Bewertungsglieder gewonnen werden kann.
Dies wird so bewirkt, daß die Größe Ay1 in einem
Multiplikator 4 mit der Ausgangsgröße einer Stufe der Verzögerungsleitung 1 multipliziert wird. Das entstehende
Produkt wird einem Integrator 5 zugeführt, der über den Zeitraum / integriert. Die Ausgangsgröße
dieses Integrators wird nun, wie weiter unten dargestellt, unmittelbar zur Steuerung des Bewertungsglie-
<Jes ausgenutzt.
Zeigt Fig. la die Gewinnung des Kriteriums an Hand eines als Transversalfilter ausgebildeten Entzerrers,
so sind in den Fig. 1 b und 1 c ein ebenfalls bekannter rekursiver Entzerrer und ein Entzerrer mit
quantisierter Rückführung dargestellt; der Entzerrer
'5 mit quantisierter Rückführung nach Fig. Ic ist
beispielsweise der deutschen Offenlegungsschritt 1791173.8 zu entnehmen.
Fig. 2 zeigt, wiederum aus Gründen der vereinfachten Darstellung für den einkanaligen Fall, einen
adaptierenden impulsentzerrer, der als Kombination
aus einem Transversalfilter und einem rekursiven Entzerrer gemäß Fig. 1 a und 1 b aufgebaut ist, im übrigen
aber die einstellbaren Bewertungsglieder aufweist. Wie sich aus Fig. 2 ergibt, steuert die Ausgangsgröße
der Integratoren 5 mit dem Index der zugehörigen Stufe der Verzögerungsleitung weitere
Multiplikatoren, die die erwähnte Ausgangsgröße der Integratoren mit der Ausgangsgröße der zugehörigen
Stufe der Verzögerungsleitung verknüpfen. Die- Wirkungsweise ist dabei die folgende, daß nämlich, je großer
die Größe Δ\, ist, d.h. je unvollständiger die Entzerrung
ist, das jeweilige Bewertungsglied auf einen um so größeren Wert eingestellt wird so lange, bis
die Entzerrung möglichst vollkommen ist. Es sei noch darauf hingewiesen,daß im Falle Fig. 2 die Integratoren
mit einem nachgeschalteten Inverter ausgestattet sind, was durch das Minuszeichen angedeutet ist, um
zum jeweils richtigen Vorzeichen /u gelangen, was sich leicht zeigen läßt.
Fig. 3 zeigt nun die erfindungsgemäße Entzerrerschaltung für zwei orthogonale Kanäle mit einstellbaren
Bewertungsgliedern. Da es sich dabei um eine Ausgestaltung der Schaltung entsprechend Fig. 5 des
Hauptpatents handelt, die lediglich durch die vorgeschriebenen adaptierenden Bewcrtungsglieder ergänzt
ist. erübrigt sich eine nähere Erläuterung.
Fig. 4 zeigt noch eine Entzerrerschaltung mit quantisierter Rückführung, die auf Grund des oben
Gesagten ohne weiteres verständlich ist. Es muß nur darauf hingewiesen werden, daß für die Einstellung
der Bewertungsglieder b' die Tatsache berücksichtigt werden muß, daß zwischen den Anschlüssen der zugehörigen
Stufen der Verzögerungsleitungen jeweils zwei Zeittakte zu berücksichtigen sind, was auch in
dem Vorhandensein entsprechender Verzögerungsglieder 2 7 seinen Ausdruck findet. Entsprechend ist
es, wie sich !eicht zeigen läßt, notwendig, die Kriterien für die Einstellung der die Bewertungsglieder verkörpernden
Multiplikatoren jeweils von einer um zwei
6() Zi 'ttakte weiter liegenden Stufe der Verzögerungsleitung
abzugreifen, als die Eingangsgröße für den Multiplikator selbst Um keine Mißverständnisse aufkommen
zu lassen, muß darauf hingewiesen werdi.;i. daß
die Laufrichtung der linken Verzögerungsleitung von iinks nach rechts, die der rechten von rechts nach links
ist
Hierzu 4 Blatt Zeichnunccn
Claims (3)
- Patentansprüche:1 Entzerrerschaltung zur Beseitigung der linearen Verzerrungen in den beiden Kanälen eines Systems zur Übertragung amplitudenmodulierter äquidistanter Impulsfolgen mit zwei orthogonalen Kanälen und zur Beseitigung der Übersprechverzerrung zwischen beiden Kanälen eines solchen Systems unter Verwendung eines getakteten Schieberegisters mit mehreren Stufen, an deren Ausgängen die dem Schieberegister zugeführte Eingangsfunktion jeweils um ganze Vielfache der Periodendauer des Schiebetaktes verzögert auftritt, sowie unter Verwendung von Bewertungs- '5 gliedern, die an den Ausgängen der Schieberegisterstufen liegen und deren Ausgänge gruppenweise in Summierschaltungen zusammengefaßt werden, mit einer Schaltvorrichtung mit zwei Schaltstellen, die mit der Frequenz des Schiebetaktes den Eingang des Schieberegisters abwechselnd mit jeweils einer von zwei Einrichtungen verbindet, an deren Ausgängen jeweils die Abtasthaltewerte der verzerrten Impulsfolge des betreffenden Kanals zur Verfügung stehen, durch zwei Gruppen von Bewertungsgliedern, deren Ausgänge jeweils in einer Summierschaltung zusammengefaßt sind, wobei der Eingang jedes Bewertungsglieds der einen Gruppe jeweils an den Ausgang einer jeweils anderen der ungeradzahligen Schieberegisterstufen und dor Eingang dieses Bewertangsglieds der anderen Gruppe jeweils an den Ausgang einer jeweils anderen der geradzahligen Schieberegisterstuien geführt ist, mit einer Additionsschaltung, an deren einem Eingang der Ausgang der einen Summierschaltung liegt, an deren zweiten Eingang über eine zweite Schaltvorrichtung alternierend das Ausgangssignal der zweiten Summierschaltung und das invertierte und um zwei Perioden des Schiebetaktes verzögerte Ausgangssignal der zweiten Summierschaitung gelegt wird, und mit einer dritten Schaltvorrichtung, in die die Ausgangsspannung der Additionsschaltung an zwei Ausgangsleitungen liegt, auf denen damit die entzerrten Impulsfolgen zur Verfugung stehen, nach Patent 1791174, dadurch gekennzeichnet, daß alle Bewertungsglieder zur Erzielung einer selbständigen Adnptierung an aich ändernde Verzerrungen in der Weise als Multiplikatoren ausgebildet sind, daß die Multiplikatoren jeweils mit einem ihrer Eingänge mii dem Ausgang einer Stufe des Schieberegisters und mit dem anderen Eingang mit einer Hilfsschaltung verbunden ist, die ein von der Größe der Verzerrung abhängiges Kriterium abgibt.
- 2. Entzerrerschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsschaltung als Netzwerk mit einem Subtrahicrer, der die Differenz zwischen dem vor der Adaptierung annuhemd entzerrten Signal und einer vorgegebenen Vergleichsgröße feststellt, sowie tür jede Stufe der Verzögcrungsleitung(en) aus einem Multiplikator, der die Ausgangsgröße des Subtrahierers mit der Ausgangsgröße der Stufe verknüpft, sowie einem dem Multiplikator nachgeschaltcten Integrator aufgebaut ist.
- 3. Entzerrerschaltung nach Anspruch 1 oder 2,gekennzeichnet durch ihre Ausbildung als Transversalfilter, als rekursiver Entzerrer, als Entzerrer mit quantisierter Rückführung oder als aus diesen kombinierte Schaltung.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702040039 DE2040039C3 (de) | 1970-08-12 | Entzerrerschaltung zur Beseitigung der linearen Verzerrungen eines U bertragungssystems |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1791174 | 1968-09-26 | ||
| DE19702040039 DE2040039C3 (de) | 1970-08-12 | Entzerrerschaltung zur Beseitigung der linearen Verzerrungen eines U bertragungssystems |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2040039A1 DE2040039A1 (de) | 1972-02-17 |
| DE2040039B2 DE2040039B2 (de) | 1976-09-16 |
| DE2040039C3 true DE2040039C3 (de) | 1977-04-28 |
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