DE2012902C3 - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE2012902C3 DE2012902C3 DE2012902A DE2012902A DE2012902C3 DE 2012902 C3 DE2012902 C3 DE 2012902C3 DE 2012902 A DE2012902 A DE 2012902A DE 2012902 A DE2012902 A DE 2012902A DE 2012902 C3 DE2012902 C3 DE 2012902C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gel
- acid
- titanium
- granulated
- water content
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B34/00—Obtaining refractory metals
- C22B34/10—Obtaining titanium, zirconium or hafnium
- C22B34/12—Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08
- C22B34/1236—Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by wet processes, e.g. by leaching
- C22B34/1259—Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by wet processes, e.g. by leaching treatment or purification of titanium containing solutions or liquors or slurries
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B25/00—Phosphorus; Compounds thereof
- C01B25/16—Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B25/00—Phosphorus; Compounds thereof
- C01B25/16—Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
- C01B25/26—Phosphates
- C01B25/265—General methods for obtaining phosphates
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B25/00—Phosphorus; Compounds thereof
- C01B25/16—Oxyacids of phosphorus; Salts thereof
- C01B25/26—Phosphates
- C01B25/38—Condensed phosphates
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09C—TREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
- C09C1/00—Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
- C09C1/36—Compounds of titanium
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01P—INDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
- C01P2004/00—Particle morphology
- C01P2004/50—Agglomerated particles
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
- Y02P10/00—Technologies related to metal processing
- Y02P10/20—Recycling
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
- Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
- Detergent Compositions (AREA)
- Cosmetics (AREA)
Description
40
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von reinen Phosphorsauerstoffsäuresalzen der Metalle
der Gruppe IVa des Periodensystems, bei dem man eine Metallverbindung dieser Gruppe mit einer Phosphorsauerstoffsäure
oder einem reaktiven Derivat davon bei einem Molverhältnis MeO2: P2O5 von 1 :13 bis 1 :0,l,
wobei Me das Metall der Gruppe IVa bedeutet, in Anwesenheit von Wasser umsetzt, das sich bildende Gel
granuliert und das granulierte Gel zur Entfernung von Metallverunreinigungen mit einer Säure oder einem
Säuredampf in Gegenwart von Wasser extrahiert.
Nachstehend wird zur Vereinfachung der Erläuterungen zumeist nur auf Titan Bezug genommen, das
Verfahren kann jedoch in entsprechender Weise in Verbindung mit den anderen Metallen der Gruppe IVa,
d. h. Zirkon, Hafnium und Thorium, durchgeführt werden.
Titanphosphat und Titanoxyd stellen bekannte Weißpigmente dar. Der anzustrebende hohe Weißegrad
wird durch geringe Mengen an Metallverunreinigungen, m>
z. B. Fe, Mo, Co, V, Cr und Mn, erheblich beeinträchtigt. Bereits so geringe Mengen wie 0,0005%, insbesondere
von V, sind nachteilig.
Die weitgehende Entfernung derartiger Metallverunreinigungen nach herkömmlichen Arbeitsweisen, etwa
durch Eluieren eines Titanphosphathydrogels mit wäßrigen Säurelösungen und anschließender Filtration,
bereitet beträchtliche Schwierigkeiten, insbesondere wenn im Lauf der Behandlung die Mengen der noch
enthaltenen Metallverunreinigunge klein werden. Ferner treten Verluste an Titanphosphat, insbesondere der
Phosphorsäurekomponente, durch Auflösen in der Säure ein. Entsprechendes gilt für die Phosphorsauerstoffsäuresalze
von Zirkon, Hafnium und Thorium.
In dem Siteren deutschen Patent 15 92459 der
Anmelderin ist ein Verfahren zur Herstellung von Titansalzen von Phosphorsauerstoffsäuren, welche
praktisch frei von Metallverunreinigungen sind, wobei
a) eine Lösung einer Metallverunreinigungen enthaltenden Titanverbindung in eintr organischen Säure
oder einer von einer Phosphorsauerstoffsäure verschiedenen anorganischen Säure,
b) ein Metallverunreinigungen enthaltendes gasförmiges
oder flüssiges Titansalz oder
c) ein M?tallverunreinigungen enthaltendes amorphes Titandioxyd
mit einer Phosphorsauerstoffsäure oder einem Derivat
davon, das unter den Reaktionsbedingungen zur Freigabe von Anionen einer Phosphorsauerstoffsäure
befähigt ist, in Gegenwart von Wasser vermischt, das
flüssige Gemisch in ein Gel umgewandelt und aus dem Gel nach Auswaschen das Endprodukt erhalten wird,
vorgeschlagen worden, bei dem man die Titankomponente mit der Phosphorsauerstoffsäure oder deren
Derivat in einem solchen Verhältnis vermischt, daß 0,2 bis 6 Atomäquivalente Phosphor je Titanatom im
Gemisch vorhanden sind, wobei das Gemisch über die Durchgangsstufe eines beständigen Sols oder sofort
unter Bildung eines Breis oder einer zusammenhängenden Masse geliert wird, anschließend das Gel granuliert
und das granulierte Gel mit Wasser oder einem sauren wäßrigen Medium extrahiert.
Nach einer dort bevorzugten Ausführungsform wird bei Gelierung des Gemischs über die Durchgangsstufe
eines beständigen Sols das Sol während der voranschreitenden Gelierung durch Zuführung oder Einsprühen
in Form feiner Strahlen oder Tröpfchen in eine damit unvermischbare Flüssigkeit, eine erhitzte Gasatmosphäre
oder auf eine erhitzte Platte zu dem granulierten Gel geformt
Die Arbeitsweise des älteren Patents hat gegenüber den bis dahin üblichen Arbeitsweisen den Vorteil, daß
die Metallverunreinigungen durch Extraktion entfernt werden können, während das Titanphosphat in Form
kleiner, nicht zerfallender oder zerbröckelnder Granulat-Gelkörper vorliegt, die leicht zu handhaben sind und
deren Extraktion recht einfach durchzuführen ist Da jedoch die nach der Arbeitsweise des älteren Patents
erhaltenen kleinen Granulatteilchen praktisch noch alle Verunreinigungen und freien Säuren enthalten, die
durch die zur Titanphosphatherstellung verwendeten Ausgangsmaterialien eingeschleppt worden sind, ist
eine verhältnismäßige lange Zeitspanne zum vollständigen Herauslösen dieser Verunreinigungen erforderlich.
Weiterhin enthält das granulierte Gel noch große Mengen an Wasser und hat somit, auf Trockensubstanz
bezogen, ein verhältnismäßig großes Volumen, so daß für die Durchführung der Extraktion ein entsprechend
großer Behandlungsraum benötigt wird. Der Gehalt an Wasser und freien Säuren in dem granulierten Gel
bringt zuweilen durch Lösungsverluste bei der Extraktion eine Verringerung der Ausbeute an gereinigtem
Endprodukt mit sich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren dieser im Oberbegriff des Patentanspruchs
angegebenen Art zu schaffen, das bei Aufrechterhaitunjj
der Vorzüge der Arbeitsweise des alteren Patents gegenüber den bis dahin bekannten Arbeitsweisen die
vorstehend erläuterten Mangel der Arbeitsweise des älteren Patents vermeidet und dabei einfach und
wirtschaftlicher durchzuführen ist
Zur Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von reinen
Phosphorsauerstoffsäuresalzen der Metajle der Gruppe IVa des Periodensystems, bei dem man eine Metallver- ι ο
bindung dieser Gruppe mit einer Phosphorsauerstoffsäure oder einem reaktiven Derivat davon bei einem
Molverhältnis MeO2 : P2O5 von 1 :1,5 bis 1 :0,1 wobei
Me das Metall der Gruppe IVa bedeutet, in Anwesenheit von Wasser umsetzt, das sich bildende Gel is
granuliert und das granulierte Gel zur Entfernung von Metallverunreinigungen mit einer Säure oder einem
Säuredampf in Gegenwart von Wasser extrahiert, welches erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist,
daß man zunächst das sich bildende Gel durch Filtration von der Mutterlauge abtrennt und anschließend dzs
abgetrennte Gel zur Granulierung
entweder durch Scherungsbewegung oder -rührung in ein Sol umwandelt, das Sol in bekannter Weise in eine erhitzte Atmosphäre sprüht, wobei man ein granuliertes Gel mit einem Wassergehalt von weniger als 45°/) erhält,
entweder durch Scherungsbewegung oder -rührung in ein Sol umwandelt, das Sol in bekannter Weise in eine erhitzte Atmosphäre sprüht, wobei man ein granuliertes Gel mit einem Wassergehalt von weniger als 45°/) erhält,
oder bis zu einem Wassergehalt von weniger als 60°/) unter Beibehaltung seines thixotropen Vernaltens
trocknet, das getrocknete Gel granuliert und das granulierte Gel, falls sein Wassergehalt höher als 45%
ist, bis zu einem Wassergehalt von weniger als 45% trocknet,
wobei das auf beide Weisen erhaltene granulierte Gel, in einer Menge von 5 Gewichtsprozent zu einer wäßrigen
Schwefelsäurelösung mit einer Konzentration von 20 g pro 100 ml zugesetzt und 10 Minuten lang gekocht, eine
Löslichkeit von weniger als 0,5% aufweist.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird durch die Erzeugung des granulierten Gels nach den
vorgeschriebenen besonderen Arbeitsmaßnahmen da:s granulierte Gel in hervorragender Weise gegen
Lösungserscheinungen bei der Extrakttonsbehandlung stabilisiert, nämlich in einem solchen Ausmaß, daß bei
der scharfen Behandlung eines zehnminütigen Kochens einer Gelmenge von 5 Gewichtsprozent in einer
wäßrigen Schwefelsäurelösung mit einer Konzentration von 20 g pro 100 ml die Löslichkeit des granulierten
Gels weniger als 0,5% beträgt, das granulierte Gel also
praktisch unlöslich ist und als stabilisiertes Gel bezeichnet werden kann. Produktverluste bei der
Extraktionsbehandlung werden somit weitestgehend verhindert. Ferner wird bei der Extraktion mit einer
Säure oder einem Säuredampf in Gegenwart von Wasser die Beladung des Extraktionsmittels mit
extrahierten Verunreinigungen wesentlich geringer, da ein beträchtlicher Teil der Verunreinigungen zuvor bei
der Abtrennung des Gels von der Mutterlauge durch Filtration mit der Mutterlauge abgeführt wird. Infolge
der geringeren Beladung des Extraktionsmittels mit Verunreinigungen kann das Extraktionsmittel leichter
aufgearbeitet und wiederverwendet werden. Da das Volumen des granulierten Gels bei gleicher Menge an
enthaltenem Phosphorsauerstoffsäuresalz des Metalls der Gruppe IVa geringer ist, kann die Extraktion zur v>
Entfernung der Verunreinigungen mit einer Extraktionsvorrichtung geringer Größe bewerkstelligt werden.
Insbesondere kann die Extraktion unter Anwendung einer geringen Menge an Eittraktionsmittel
während eines kürzeren Zeitraums vollendet werden.
Im folgenden werden Merkmale und bevorzugte Ausführungsformen des Verfahrens näher erläutert
Als Ausgangsmaterialien für die Metallverbindungen der Gruppe IVa können jegliche Verbindungen
verwendet werden, die zur Umsetzung mit Phosphorsauerstoffsäuren in der Lage sind. Als Beispiele seien
Salze Erze, Oxyde und Hydroxyde von Metallen der Gruppe IVa, gewöhnlich Lösungen in anorganischen
oder organischen Säuren oder Wasser, genannt
Als Titanausgangsmaterialen können beispielsweise titanhaltige Erze, wie Ilmenit Eisensandschlacke oder
Rutil, titanreiche Schlacken, gasförmige oder flüssige Titansalze, z. B. Titantetrachlorid, säurelösliche Titansalze,
wie Titanylsulfat Titanhydroxyd und reaktive Titanoxyde benutzt werden.
Neben den Titanverbindungen enthalten insbesondere die Erze Eisen-, Silicat- und Calciumkomponenten
sowie Metallverunreinigungen, wie h'·v, V, Co, Cr und
Mn. Im Rahmen dieser Unterlagen soil dsr Ausdruck
»Metallverunreinigungen« zusammenfassend Komponenten bezeichnen, die unerwünschte Färbungen der
Produkte verursachen.
Das Tkanausgangsmaterial wird gewöhnlich mit einer organischen oder anorganischen Säure, zumeist in
wäßriger Lösung, behandelt, um eine saure Lösung der Titanverbindung zu bilden. Als Beispiele für brauchbare
Säuren seien Schwefelsäure, schweflige Säure, Salzsäure, Perchlorsäure, Chlorsäure, Salpetersäure, Oxalsäure,
Ameisensäure und Methansulfonsäure genannt Zweckmäßige Konzentrationen der Säure können leicht
empirisch festgestellt werden, je nach dem verwendeten Erz oder Titansalz. Wenn beispielsweise Schwefelsäure
zum Lösen von Eisensandschlacke benutzt wird, kann die Konzentration 5—98%, insbesondere 5—40%,
betragen, beim Lösen von Ilmenit, Rutil und titanreicher Schlacke 20—98%. Oxalsäure oder Methansulfoniäure
sind beispielsweise in 50—90%iger wäßriger Lösung für Eisensandschlacke oder Ilmenit brauchbar. Die Metallverunreinigungen
werden mit herausgelöst. Die Lösungen können direkt im anfallenden Zustand oder nach
einer Reinigung als Ausgangsmaterial verwendet werden.
Gasförmige oder flüssige Titansalze, z. B. Titantetrachlorid,
säurelösliche Titansalze, z. B. Titanylsulfat, sowie Titanhydroxyd oder amorphes Titanoxyd können
auch direkt als Ausgangsmaterial benutzt werden.
Als Zirkonausgangsmaterialien können z. B. saure Lösungen benutzt werden, die durch Auflösen von
Zirkonerzkonzentraten, z, B. Zirkonsand und Baddelyit in einer Mineralsäure, z. B. Schwefelsäure, Salzsäure
und Siiptrtersäure, erhalten worden sind. Zirkonchloride,
wie sie durch Erhitzen eines Zirkonerzes in Anwesenheit eines kohlenstoffhaltigen Materials und
Einblasen von Chlor erhalten werden, können direkt eingesetzt werden. Zirkonhydroxyde, wie sie durch
Hydrolysieren von sauren Zirkonerzextrakten erhalten werden, sind ebenfalls geeignet
Als Thoriumausgangsmaterialien können z, B, Lösungen
von Monazit-, Thorit- und Thorianit-Konyenttaten in Schwefel-, Salz- oder Salpetersäure, Thoriumoxalate,
Thoriumhydroxyde und Thoriumnitrate eingesetzt werden.
Geeignete Phosphorsauerstoffsäuren oder reaktive Derivate davon sind z. B. Orthophosphorsäure (H3PO4),
Metaphosphorsäure (HPO3), phosphorige Säure
(H3PO3), unterphosphorige Säure (H3PO2), Pyrophos-
phorsäure (H4P2O7), Hexametaphosphorsäure [(HPOj)«]
und Tripolyphosphorsäure (H5P3O10), Anhydride, z. B.
Phosphorpentoxyd, Halogenide und Oxyhalogenide von Phosphorsauerstoffsauren, Alkali-, Erdalkali-, Ammonium-,
Zink- und Aluminiumsalze von Phosphorsauerstoffsäuren. Bei diesen Phosphorsauerstoffsäuren bzw.
reaktiven Derivaten kann es sich um Rohsäuren mit Verunreinigungen, wie Fe, Al, Mg, Ca und V, handeln, da
letztere bei der Extraktion entfernbar sind. Es können auch wasserlösliche Salze und Phosphorerze verwendet
werden, wobei dann die Umsetzung mit den Verbindungen von Metallen der Gruppe IVa in Anwesenheit einer
freien Säure erfolgt.
Die Verbindung eines Metalls der Gruppe IVa wird mit der Phosphorsauerstoffsäure oder deren Derivat bei
einem Molverhältnis MeCh : P2Os (wobei Me das Metall
der Gruppe IVa bedeutet) von 1 :1,5 bis 1 :0,1 in Anwesenheit von Wasser umgesetzt. Wenn das
ivioiverhäitnis von P2O5 zu fvieO2 größer ais i,5 isi, neigi
die Phosphorsauerstoffsäurekomponente zur Entfernung bei der Extraktion, während bei einem P2O5/MO2-Molverhältnis
kleiner als 0.1 eine glatte Gelbildung beeinträchtigt und die Extraktion der Metallverunreinigungen
schwierig wird. Bevorzugt wird ein Molverhältnis MeO2: P2O5 von 1 : 1,2 bis 1 :0,2 durchzuführen.
Vorzugsweise beträgt bei der Umsetzung die Konzentration an MeO2 in dem Reaktionsgemisch
weniger als 10 Gewichtsprozent, insbesondere weniger als 4 Gewichtsprozent. Wenn ein Derivat einer
Phosphorsauerstoffsäure benutzt wird, sollte eine freie Säure in dem Reaktionsgemisch anwesend sein, wobei
Mengen von etwa 30% nicht zu Schwierigkeiten führen. Die Reaktionstemperatur beträgt vorzugsweise
30—8O0C, insbesondere 50—7O0C. Unter den vorgenannten
Reaktionsbedingungen fällt das Phosphorsauerstoffsäuresalz des Metalls der Gruppe IVa in Form
eines Gels aus, das leicht von der Mutterlauge durch Filtration abgetrennt werden kann.
Der abgetrennte Filterkuchen kann mit Wasser gewaschen werden, um freie Säure und anhaftende
Verunreinigungen zu entfernen. Der Filterkuchen
ζ Ä^O/^ Waccpr
10
Vorzugsweise wird die Menge an freier Säure in dem Gel auf weniger als 20%, insbesondere weniger als 10%,
bezogen auf den Wassergehalt des Gels, gebracht, und zwar durch Waschen des Filterkuchens mit Wasser oder
Neutralisieren des Filterkuchens mit einer Base, z. B. Ammoniak, Harnstoff, Alkalihydroxyden, Alkalicarbonaten
oder Erdalkalihydroxyden.
Das erhaltene Gel des Phosphorsauerstoffsäuresalzes 5<i
eines Metalls d.T Gruppe IVa wird zur Granulierung entweder
(i) durch Scherungsbewegung oder -rührung in ein fließfähiges Sol umgewandelt und das Sol dann in
bekannter Weise in eine erhitzte Atmosphäre " gesprüht, wobei man ein granuliertes Gel mit einem
Wassergehalt von weniger als 45%, vorzugsweise weniger als 35%, erhält, oder
(ii) bis zu einem Wassergehalt von weniger als 60%,
vorzugsweise weniger als 55%, unteV Beibehaltung seines thixotropen Verhaltens getrocknet, das
getrocknete Gel granuliert und das granulierte Gel, wenn sein Wassergehalt mehr als 45% beträgt, bis
zu einem Wassergehalt von weniger als 45% getrocknet.
Das auf beide Weisen erhaltene granulierte Gel ist gegenüber Säureeinwirkung in einem solchen Ausmaß
stabilisiert, daß — wenn es in einer Menge von 5 Gew.-% in einer wäßrigen Schwefelsäurelösung mit
einer Konzentration von 20 g pro 100 ml 10 Minuten lang gekocht wird — seine Löslichkeit weniger als 0,5%
beträgt. Weiterhin neigt das erhaltene granulierte Gel bei der nachfolgenden Extraktion der Metallverunreinigungen
kaum oder überhaupt nicht zum Zerfallen oder Zerbröckeln.
Zur Umwandlung des Gels in ein fließfähiges Sol unter Scherungsbewegung kann der Filterkuchen z. B.
in einen Mischer eingeführt werden, der mit Drehflügeln o. dgl. ausgestattet ist, die mit 1000—4000 U/min
umlaufen. Es bildet sich ein gut fließfähiges homogenes Sol. Wenn dieses Sol in eine erhitzte Atmosphäre von
100-5000C. vorzugsweise 140-2500C, gesprüht wird,
bildet sich ein körniges Gel mit einem Wassergehalt von weniger als 45%, vorzugsweise weniger als 35%.
Bei der anderen Ausführungsform wird das Gel in einem soIcmcü Ausmaß getrocknet, ds" der Wassergehalt
des getrockneten Gels weniger als 60% und vorzugsweise weniger als 55% beträgt aber noch hoch
genug ist, daß das getrocknete Gel noch ein thixotropes Verhalten behält, d. h. im allgemeinen mindestens 35%
und vorzugsweise mindestens 40%. Dann wird das getrocknete Gel z. B. in einer Granuliermaschine oder
einem Knetgranulator granuliert. Gewöhnlich wird das granulierte Gel dann bei 30—500°C weiter getrocknet,
um hrudurch den Wassergehalt auf 18—45%, vorzugsweise
20 bis 35%, einzustellen.
Das in dieser Weise erhaltene granulierte Gel wird dann zur Entfernung der Metaüverunreinigungen mit
einer Säure oder einem Säuredampf in Anwesenheit von Wasser extrahiert. Hierzu können organische und
anorganische Säuren verwendet werden, z. B. Salzsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure, Oxalsäure, Essigsäure,
Ameisensäure, organische Sulfonsäuren oder organische Phosphonsäuren. Zusammen mit der Säure kann
ein Komplexbildner, der keine löslichen Komplexe mit dem Metall der Gruppe IVa aber lösliche Komplexe mit
den Metallverunreinigungen bildet, verwendet werden, z. B. Tributylphosphat, Äthylendiamintetraessigsäure,
Oyycarhnnsäuren. Thioelycolsäure und Nitrilotriessigsäure.
Gegebenenfalls kann die Extraktionswirksamkeit durch Anwendung eines Oxydations- oder Reduktionsmittels
in Kombination mit der Säure erhöht werden. Es können stark konzentrierte Säuren verwendet werden,
z. B. 2n bis 13,3n Salzsäure oder Schwefelsäure einer Konzentration von 10—50 g/100 ml.
Die Extraktionstemperatur richtet sich nach dem Phosphorsauerstoffsäuresalz und der Säure. Vorzugsweise
werden im Falle von Salzsäure Temperaturen von mindestens 400C, insbesondere 50—150°C und im Falle
von Schwefelsäure Raumtemperatur bis 900C angewendet
Für die Extraktionsbehandlung kann irgendeine bekannte Extraktionseinrichtung benutzt werden, beispielsweise
ein Misch-Absetzgerät, ein mit festem oder sich bewegendem Bett arbeitender Flüssigkeits/Feststoff-Extraktionsapparat
mit gepackter Schicht, ein kontinuierlich arbeitender waagerecht rotierender Extraktionsapparat
oder eine filterpressenartige Dialysiervorrichtung.
Eine Ausführungsform des Verfahrens wird nachstehend
anhand des Fließbildes der Zeichnung weiter erläutert
Aus eine Titan-Ausgangsmaterial wie Eisensandschlacke
oder Ilmenit, aus einem Behälter 1 und Schwefelsäure aus einem Behälter 2 wird in einem
Lösebehälter 4 eine rohe Titansulfatlösung gebildet. Weiter wird aus einem Ausgangsmaterial für Phosphorsäure,
z. B. einer» Phosphatgestein, aus einem Behälter 3 und Schwefelsäure aus dem Behälter 2 in einem
Behälter 5 eine rohe Phosphorsäurelösung bereitet. Die beiden Lösungen fließen in einen kontinuierlich
arbeitenden Reaktionsbehälter 6. Der sich ergebende Brei dtts Titanphosphatgels wird aus dem Reaktionsbehälter
6 einem Vakuumfilter 7 zugeführt, wo das Titanphosphatgel von der Mutterlauge getrennt wird.
Letztere enthält Schwefelsäure, Siliciumdioxydsol, Eisensalze, Magnesiumsalze usw. und fließt in einen
Filtratbehälter 8. Das abgetrennte Gel wird je nach Erfordernis mit Wasser gewaschen. Der Titanphosphatgel-Filterkuchen
wird in einem Trockner 9 in einem solchen Ausmaß getrocknet, daß das getrocknete Gel
einen Wassergehalt von weniger als 45% hat aber noch ein thixotropes Verhalten behält. Dann wird das
getrocknete Gel in einer Granuliereinrichtung 10 zu Teilchen mit einer Größe von 0,5—7 mm granuliert.
Das granulierte Titanphosphatgel wird in einem Extraktionsgefäß 16, das am Boden eine Lochplatte
aufweist, mit wäßriger Salzsäure einer Konzentration von 10—25% behandelt. Die Extraktionslauge wird
unterhalb der Lochplatte durch eine Leitung 11 abgezogen und einem Behälter 18 zur Konzentrierung
der verbrauchten Salzsäure zugeführt. Salzsäuredämpfe, die in dem Konzentrierbehälter 18 gebildet werden,
fließen durch eine Leitung 12 zu dem Extraktionsgefäß zurück und werden in die Salzsäurelösung des
Extraktionsgefäßes eingeblasen, wodurch die Temperatur der Salzsäure in der Extraktionsgefäße bei
80— 110°C gehalten und die Salzsäure in reiner Form zu
dem Extraktionsgefäß zurückgeführt wird. Die in der Extraktionslauge enthaltenen Metallverunreinigungen
reichern sich in dem Konzentrierbehälter alimählich an.
Wenn die Extraktion der Metallverunreinigungen abgeschlossen ist, wird die Salzsäurezufuhr durch die
Leitung 12 abgesperrt und Heißluft aus einem Heißlufterzeuger 20 durch eine Leitung 13 in das
Extraktionsgefäß 16 geleitet. Hierdurch wird die
durch eine Leitung 14 zur Kondensation in einen Reinsalzsäurebehälter.
In dieser Weise werden die Metall verunreinigungen praktisch vollständig entfernt und es wird ein reines
Titanphosphatgel frei von Salzsäure erhalten. Das Gel kann z. B. durch eine pneumatische Förderung in einen
Calcinierofen 19 übergeführt und dort 0,5—5 Stunden bei 200— 1000°C calciniert und dann zerkleinert oder
gemahlen werden, z. B. in einer Mühle 21. Das erzeugte Titanphosphat geht in einen Endproduktbehälter 23.
In dem Konzentrierbehälter 18 wird die Abfallauge angereichert, bis die Konzentration an Metallverunreinigungen
10—20% beträgt Die Lauge fließt dann durch eine Leitung 15 zu einem Behälter 22 zur Lagerung oder
weiteren Anreicherung. Aus dieser Abfaliauge können dann verwertbare Metallkomponenten, wie Vanadium
und Aluminium, nach bekannten Methoden gewonnen werden.
Die Titan- oder Zirkonsalze von Phosphorsauerstoffsäuren werden bei dem Verfahren der Erfindung
praktisch frei von färbenden Verunreinigungen erhalten und weisen insbesondere hervorragende Eigenschaften
hinsichtlich des Reflexionsvennögens für Lichtstrahlen,
insbesondere Ultraviolettstrahlen, auf. Demgemäß sind sie vorteilhafte Weißpigmente und Füllstoffe. Ferner
eignen sie sich z.B. als rostverhindernde Pigmente,
flammenbeständige Füllstoffe, anorganische Ionenaustauscher,
Katalysatoren oder Katalysatorträger sowie als Ausgangsmaterialien für reine Titanoxyde, Zirkonoxyde,
Titanhalogenide, Zirkonhalogenide und organische Titan- oder Zirkonverbindungen.
Die Thoriumsalze von Phosphorsauerstoffsäuren
können z. B. vorteilhaft als keramische Materialien und Brennstoffe für Kernreaktoren benutzt werden.
Dieses Beispiel erläutert die Herstellung von reinem Titanphosphat aus rohen Ausgangsmaterialien.
A) Als Titan-Ausgangsmaterial wurde eine schwefelsaure
Titansalzlösung verwendet, die durch Behandlung von pulverförmigem Ilmenit mit Schwefelsäure bereitet
wurde.
Die Zusammensetzung des eingesetzten Ilnienitpulvers
ist nachstehend aufgeführt:
fi'.n. vciuani|/ii, aic incut
| TiO2 | 51,6Gew.-% |
| V2O5 | 0,18Gew.-% |
| FeO | 41,4Gew.-% |
| Fe2O3 | t,i.2Gew.-% |
| AI2O3 | 0,70Gew.-% |
| MgO | 3,20 Gew.-% |
| SiO2 | 0,56 Gew.-% |
| CaO | 0,50 Gew.-% |
Es wurde 1 kg Ilmenitpulver mit 500 ml Wasser zu einem Brei vermischt. Dann wurden 1,2 kg konzentrierte
Schwefelsäure zu dem Brei zugegeben und das Gemisch 2 Stunden bei einer Maximaltemperatur von
140°C erhitzt. Danach wurde die gebildete Titansulfatlösung reduziert und gekühlt, um Eisen in Form von
kristallinem FeSÜ4 · 7 H2O abzutrennen. Die sich
ergebende schwefelsaure Titansalzlösung hatte folger
de Zusammensetzung:
TiO2
V2O5
FeO
AI2O3
MgO
Freie Schwefelsäure
25,2 g/100 ml
0,85 g/100 ml
0,85 g/100 ml
12,4 g/100 ml
0,32 g/100 ml
1,4 g/100 ml
0,32 g/100 ml
1,4 g/100 ml
18,4 g/100 ml
Als Ausgangsmaterial wurde ferner eine rohe Dhosphorsäure verwendet, die durch Behandlung von
pulverförmigem Phosphatgestein mit Schwefelsäure bereitet worden war.
Das Phosphatgesteinpulver hatte folgende Zusammensetzung:
| P2O5 | 38,7 Gew.-o/o |
| CaO | 51,4 Gew.-% |
| Fe2C-HAI2O3 | 0,43 Gew.-% |
| Na2O-I-Al2O3 | 0,29 Gew.-% |
| SiO2 | 1,02 Gew.-% |
| F | 336 Gew.-% |
Das pulverförmige Phosphatgestein wurde mit Schwefelsäure nach dem herkömmlichen Naßverfahren
gelöst, es fiel eine rohe Phosphorsäure mit einem spezifischen Gewicht von 1,72 bei 200C und der
folgenden Zusammensetzung an:
P2O5
CaO
MgO
Fe2Oj
Al2O3
SiO2
Na2O+ K2O
Freie Schwefelsäure
58,5 Gew.-%
0,15Gew.-%
0,50 Gew.-%
l,05Gew.-%
0,65 Gew.-%
0,35 Gew.-%
0,05 Gew.-%
l,40Gew.-%
4,5 Gew.-%
0,15Gew.-%
0,50 Gew.-%
l,05Gew.-%
0,65 Gew.-%
0,35 Gew.-%
0,05 Gew.-%
l,40Gew.-%
4,5 Gew.-%
Zur Bereitung des Titanphosphatgels wurde ein 5-Liter-Becher mit 3 Liter Wasser gefüllt und bei 6O0C
gehalten. Zunächst wurden 230 ml der rohen Phosphorsäure zugesetzt und dann wurden 1,5 Liter der
schwefelsauren Titansalzlösung in einem Zeitraum von 30 Minuten zugegeben. Anschließend wurde das
Gemisch erhitzt und gerührt, um die Bildung des Titanphosphatgelniederschlags zu vollenden. Das
TiO2: P2U5-fvioiverhäitnis betrug 3 : i. Der Tiianpnusphatgelniederschlag
wurde in einem Vakuumfilter abfiltriert und viermal mit warmem Wasser von 800C
auf dem Vakuumfilter gewaschen. Es fiel ein plattenartiger Filterkuchen an, dessen Wassergehalt 69,0% und
dessen TiO2: P2Os-Molverhältnis 3 :1 betrug. Die
Analyse der Mutterlauge zeigte, daß sie die Titankomponente in einer Menge von nur 0,005%, berechnet als
TiO2, und die Phosphorsäurekomponente in einer Menge von 0,01%, berechnet als P2O5, enthielt. Es sind
also praktisch die gesamten Titan- und Phosphorsäureanteile der Ausgangsmaterialien in Form des Titanphosphatgel-Filterkuchens
gebunden worden.
B) Der Titanphosphatgel-Filterkuchen wurde ohne Zusatz von Wasser mit einem schnellaufenden Drehrührer
(2000 U/min) gerührt und hierdurch in ein fluides Sol von mayonnaisenariiger Konsistenz umgewandelt.
Das Titanphosphatsol wurde in eine zylindrische Gegenstromsprühtrocknerkolonne eingeführt, an deren
Oberende heiße Luft von 2000C eingeblasen wurde. In dieser Weise wurde ein stabilisiertes granuliertes Gel
gebildet.
Die Löslichkeit des granulierten Titanphosphatgels
C) Wenngleich bereits erhebliche Anteile der Metallverunreinigungen des eingesetzten llmenits und
Phosphatgesteins bei den Maßnahmen gemäß Abschnitt (A) entfernt worden sind, enthält das stabilisierte
granulierte Titanphosphatgel noch Metallverunreinigungen in Mengen, die den Farbwert des Titanphosphats
beeinträchtigen oder unbrauchbar machen. Demgemäß hat das granulierte stabilisierte Titanphosphatgel
eine grünlich-braune Färbung, und wenn es in dem anfallenden Zustand calciniert wird, ergibt sich ein
schmutzig aussehendes Produkt von bräunlich-gelber Farbe.
Zur Entfernung der Metallverunreinigungen wurde eine Extraktion mit 6n wäßriger Salzsäurelösung von
800C als Extraktionsmittel durchgeführt. Als Extraktionsvorrichtung
wurde ein Glaszylinder von 4 cm Innendurchmesser und 15 cm Länge verwendet, in dessen unterem Abschnitt eine Lochplatte angeordnet
war. Diese Exiraktionskoloiine wies einen AuGetitiianiei
zur Erwärmung mittels Warmwasser auf. Im oberen Abschnitt der Extraktionskolonne befanden sich eine
Heizeinrichtung und eine Zuführungseinrichtung zum Erhitzen und Einführen des Extraktionsmittels in
vorbestimmter Menge/Zeit. Im unteren Abschnitt war eine Einrichtung zum Kühlen und Abziehen der
Extraktlauge vorgesehen.
Es wurden 50 g des grünlich-braunen stabilisierten Titanphosphatgels in die Extraktionskolonne eingefüllt
und die Außenwandung der Extraktionskolonne wurde mit Warmwasser von 90—95°C erwärmt. In der
Heizeinrichtung wurde das Extraktionsmittel auf 95°C
erhitzt und dann in einer Menge von 5 ml/min eingeführt. Die am Anfang anfallende Extraktionslauge
(150 ml) enthielt Eisen- und Vanadiumkomponenten als extrahierte Hauptbestandteile. Der danach aufgefangene
zweite Extraktlaugenanteil von 150 ml enthielt überwiegend Eisenverbindungen. In dem danach anfallenden
dritten Anteil von 150 ml konnten Metallverunreinigungen, insbesondere Vanadium und Eisen, nicht
mehr festgestellt werden. Es lagen nunmehr reinweiße kleine Titanphosphatgelkörper vor, so daß di. Extrak
lösung einer Konzentration von 20 g/100 ml das Titanphosphatgel in einer Menge von 5 Gew.-%,
bezogen auf die Lösung, eingebracht, das Gemisch 10 Minuten gekocht und dann die Menge der Titankomponente,
berechnet als TiO2, die in der überstehenden Flüssigkeit enthalten ist, bestimmt wurde. Bei allen
diesbezüglichen Angaben der vorliegenden Unterlagen wurde der Löslichkeitstest nach dieser Methode
durchgeführt. Zum Vergleich wurde auch die Löslichkeit des nicht-stabilisierten Titanphosphatgels gemäß vorstehendem
Abschnitt (A) bestimmt Ferner wurden nach dieser Testmethode die Löslichkeitswerte (%) der
Phosphorsäurekomponente sowohl für das stabilisierte granulierte Titanphosphatgel als auch für das nichtstabilisierte
Gel gemäß Abschnitt (A) ermittelt Die Ergebnisse sind in der Tabelle II zusammengestellt Aus
den Ergebnissen ist ersichtlich, daß bei der Versprühung des Titanphosphatsols in trockene Heißluft von 2000C
das Titanphosphatgel hochgradig stabilisiert und in konzentrierter Säure unlöslich gemacht wird, und daß
insbesondere auch der Verlust an Phosphorsäurekomponente in dem stabilisierten Titanphosphatgel sehr
gering ist im Vergleich zu dem nicht-stabilisierten Gel gemäß Abschnitt (A).
Der Wassergehalt des stabilisierten granulierten Titanphosphatgels betrug 24,0%.
Anschließend wurden die Kühl- und die Abzugseinrichtung abgebaut, dafür wurde ein Heißlufterzeuger an
4) die Extraktionskolonne angeschlossen. Es wurde Heißluft
von 150—2500C von unten in die Extraktionskolonne
eingeblasen und durch das extrahierte Titanphosphatgel geleitet. Die ausgetriebene Salzsäure wurde
vom oberen Abschnitt der Extraktionskolonne zusam-
>o men mit der Heißluft abgezogen und gewonnen. Es
wurde ein getrocknetes weißes Titanphosphatgel, das frei von Metallverunreinigungen war, in Form eines
Granulats, dessen weitere Handhabung sehr einfach und bequem ist, gewonnen.
Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß bei dem Verfahren der Erfindung umständliche Arbeitsmaßnahmen
nicht erforderlich sind und überhaupt kein Abwasser, das irgendwelche Schwierigkeiten hinsichtlich
Wasser- oder Luftverschmutzung mit sich bringen könnte, anfällt
Sowohl die Titankomponente als auch die Phosphorsäurekomponente
wurden bei der Extraktion mit 6n Salzsäurelösung nur in sehr geringer Menge gelöst Der
Verlustanteil beider Komponenten beträgt weniger als
h5 5,4%. Es wird also ein von Metallverunreinigungen
freies Titanphosphatgel in sehr hoher Ausbeute gewonnen.
D) Emissionsspektroanalytische Untersuchungen des
in dieser Weise hergestellten Titanphosphatgels zeigten,
daß das Produkt praktisch frei von Metallverunrei- -igungen, wie Vanadium, Eisen, Mangan und Chrom,
war und aus reinem Titanphosphat bestand.
Das Titanphosphatgel wurde bei 8000C calciniert und
gemahlen, dann wurde seine Weiße durch Messung des Reflexionsvermöjrens nach der Pulvermethode unter
Verwendung einer Aluminiumoxydplatte (AI2O3) als Vergleichssubstanz bestimmt. Die Ergebnisse sind in der
Tabelle I aufgeführt
| Löslichkeit, % | nasses Titan | |
| stabilisiertes | phosphatgel | |
| granuliertes | vor der Gra | |
| Titanphosphatgel | nulierung | |
| 1.85 | ||
| Titankomponente | 0,001 | |
| (als TiO2) | 1,25 | |
| Phosphorsäurekom | 0,02 | |
| ponente (als P2O5) | ||
| Wellenlänge, nm | Reflexionsvermögen, | im Handel |
| calciniertes TiLn- | erhältliches | |
| phosphat dieses | Rutil-Titan | |
| Beispiels | dioxyd | |
70,0
101,0
103,0
103,5
101,0
103,0
103,5
6,5
36,5
95,5
95,5
36,5
95,5
95,5
Die vorstehenden Angaben zeigen, daß nach dem Verfahren der Erfindung reines Titanphosphat in
einfacher Weise mit hoher Ausbeute aus Ilmenit und Phosphatgestein als Ausgangsmaterialien hergestellt
werden kann.
Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung von Titanphosphat aus Eisensandschlacke.
A) Es wurde eine schwefelsaure Titansalzlösung durch Behandlung von pulverförmiger Eisensandschlakke
mit Schwefelsäure gebildet
Das Eisensandschlackenpulver, erzeugt durch Behandlung von Eisensana in einem Elektroofen, Mahlen
der sich ergebenden und von dem Eisen abgetrennten Eisensandschlacke und Durchleiten der Schlacke durch
ein Sieb, hatte folgende Zusammensetzung:
| TiO2 | 33,2 Gew.-% |
| V2O5 | 0,12 Gew.-% |
| SiO2 | 30,3 Gew.-% |
| CaO | 20,2 Gew.-% |
| Fe2O3 | 4,2 Gew.-% |
| Al2O3 | 8,2 Gew.-% |
| MgO | 6,1 Gew.-% |
| Cr2O3 | 0,06 Gew.-% |
Wasser vermischt und das Gemisch erhitzt und gekocht. Die Umsetzung wurde 1 Stunde im Siedezustand
fortgesetzt. Dann wurde das Reaktionsgemisch gekühlt und mit einer kleinen Menge Wasser verdünnt, worauf
Gips, gebildetes Siliciumdioxydgei und der nicht
umgesetzte Rückstand durch Filtraf'on abgetrennt wurden. Es wurde eine schwefelsaure Titansalzlösung
mit einem spezifischen Gewicht von 1,40 bei 200C als Filtrat gewonnen. Ihre Zusammensetzung ist nachstehend
aufgeführt:
TiO;
Ti2O3
V2O5
Fe2O,
Al2O3
MgO
Cr2O3
Freie Schwefelsäure
8,75 g/100 ml
0,15 g/100 ml
0,032 g/100 ml
1,45 g/100 ml
3,20g/100ml
1,32 g/100 ml
0,002 g/100 ml
1,55 g/100 ml
0,15 g/100 ml
0,032 g/100 ml
1,45 g/100 ml
3,20g/100ml
1,32 g/100 ml
0,002 g/100 ml
1,55 g/100 ml
Es wurden 1 kg der pulverförmigen Eisensandschlakke mit 1 Liter konzentrierter Schwefelsäure und 2 Liter
Als Ausgangsmaterial für die Phosphorsäurekomponente wurde die gleiche rohe Phosphorsäure wie im
Abschnitt (A) des Beispiels 1 benutzt.
Es wurden 3 Liter Wasser in einen 5-Liter-Becher gegeben und 1 Liter der schwefelsauren Titansalzlösung
sowie 60 ml der rohen Phosphorsäure, P2Os Gehalt 58,5
Gewichtsprozent, bei einer Temperatur von 60—700C
zugesetzt. Das TiO2: P2Os-Molverhältnis in dem Gemisch
betrug 3:1. Die Bildung des Niederschlags aus Titanphosphatgel war bei Rührung nach 30 Minuten
vollständig.
Das Titanphosphatgel wurde in einem Vakuumfilter abfiltriert. Die ablaufende Mutterlauge enthielt als
Hauptkomponenten Schwefelsäure, Eisensulfat, Magnesiumsulfat, Siliciumdioxydsol und andere Verunreinigungen.
Sie kann nach Abtrennung des Siliciumdioxydsols und störender Verunreinigungen, z. B. Eisensulfat
und Magnesiumsulfat, für das Lösen wiederverwendet werden.
Der Filterkuchen wurde vier Mal mit warmem Wasser von 70—80cC gewaschen. Sein Wassergehalt
betrug danach 71 °/o, sein TiO2: P2O5-Molverhältnis 3:1.
Die in der Mutterlauge anwesenden Mengen an Titan und Phosphorsäure beliefen sich auf 0,005%, berechnet
als TiO2 bzw. 0,01%, berechnet als P2O5, der in den
Ausgangsmateria'ien enthaltenen Mengen. Es sind also praktisch die Gesamtmengen der in den Ausgangsmaterialien
enthaltenen Titan- und Phosphorsäurekomponenten in dem Titanphosphatgel gebunden worden.
Das Titanphosphatgel mit einem Wassergehalt von 71% wurde auf einen Wassergehalt von 60 bis 58%
getrocknet und dann unter Knetung in einer Granuliereinrichtur.g
zu kleinen Säulen von 1,5 mm Durchmesser und 2—7 mm Länge granuliert
Das granulierte Titanphosphatgel wurde in Luft bis zu einem Wassergehalt von 28—25% getrocknet Es
wurden nicht-klebrige säulenförmige Titanphosphatgelteilchen erhalten.
Aufgrund der Anwesenheit von Metallverunreinigungen hatte das Gel eine grünlich-braune Färbung. Es
nahm eine schmutzige bräunliche-gelbe Farbe an, wenn
es in diesem Zustand calciniert wurde.
Der Löslichkeitstest ergab eine Löslichkeit der Titankomponente von nur 0,001 %.
B) Das grünlich-braune granulierte Titanphosphatgel wurde zur Entfernung von Metallverunreinigungen mit
90—1050C warmer wäßriger Salzsäure einer Konzentration
von 20 Gewichtsprozent extrahiert Es wurde ein granuliertes Gel aus reinem Titanphosphat erhalten.
C) Die Emissionsspektroanalyse des erhaltenen Titanphosphatgels zeigte, daß das Produkt praktisch
frei von Metallverunreinigungen, wie Vanadium, Eisen, Mangan und Chrom, war und aus reinem Titanphosphat
bestand.
Das Produkt wurde bei 800° C i.alciniert und
gemahlen, worauf die Weiße durch Messung des Reflexionsvermögens bestimmt wurde. Die Meßergebnisse sind in der Tabelle II angegeben:
IO
Reflexionsvermögen
nm
350
400
450
500
72,0 101.0 103,0 103,5
Es wurde somit Titanphosphat ausgezeichneter Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich des Reflexionsvermögens für Ultraviolettstrahlen, in hoher Ausbeute
erhalten.
JO
Weise wie im Abschnitt (A) des Beispiels 2 getrocknet
Dann wurde das getrocknete Gel unter gleichzeitigem Kneten in einer Granuliereinrichtung zu kleinen Säulen
von 1,5 mm Durchmesser und 2—7 mm Länge granuliert
Das granulierte Titanphosphatgel wurde auf einen Wassergehalt von 23—21% in Luft getrocknet Es
wurden nicht-klebrige stabilisierte 'iitanphosphatgelteilchen erhalten. Der Löslichkeitstest ergab eine
Löslichkeit der Titankomponente von nur 0,001 %.
C) Zur Entfernung der Metallverunreinigungen wurde das granulierte Titanphosphatgel mit 6n wäßriger Salzsäurelösung von 80° C in der gleichen Weise wie
im Abschnitt (C) des Beispiels 1 extrahiert Danach wurden in der gleichen Weise wie im Abschnitt (C) des
Beispiels 1 mit Heißluft Salzsäure und Wasser getrieben. Es wurde ein weißes Titanphosphatgel frei von
Metallverunreinigungen erhalten. Der Verlust an Titanphosphat bei der Extraktion betrug weniger als
0,2%.
D) Die Emissionsspektroanalyse des Titanphosphatgels ergab, daß das Produkt praktisch frei von
Metallverunreinigungen, die die Weiße beeinträchtigen, z. B. Vanadium, Eisen, Chrom und Mangan, war.
Das Produkt wurde bei 8000C calciniert und dann
gemahlen. Die Weiße des gemahlenen Produkts wurde durch Messung des Reflexionsvermögens bestimmt, die
Ergebnisse sind in der Tabelle III angegeben.
Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung von Titanphosphat aus Phosphorsäure und amorphem
wasserhaltigen Titanoxyd.
A) Eine gemäß Beispiel 1 Abschnitt (A), hergestellte J5
schwefelsaure Titansalzlösung mit einem TiOrGehalt von 25,2 g/100 ml wurde als Titansalzausgangslösung
aus Ilmenit und Schwefelsäure benutzt.
Es wurde 1 Liter dieser schwefelsauren Titansalzlösung bei 120° C in einem Autoklaven zur Hydrolyse des
Titansalzes erhitzt. Das Titan fiel in Form eines wasserhaltigen Oxyds aus.
Die Mutterlauge wurde von dem Niederschlag durch Filtration abgetrennt und der Rückstand wurde mit
Wasser gewaschen. Es wurde Titanoxyd mit einem Wassergehalt von 30,0% erhalten. Die Röntgenstrahlenbeugung zeigte, daß das Oxyd amorph war.
B) Das amorphe Titanoxyd mit einem Wassergehalt von 30% wurde in einer Menge von 350 g in einen
5-Liter-Becher,der 3 Liter Wasser enthielt, gegeben und durch Rühren dispergiert, bei gleichzeitiger Erhitzung
auf 60—700C. Dann wurden 150 ml der rohen
Phosphorsäure gemäß Beispiel 1 mit einer PjOs-Konzentration von 58,5% allmählich zugegeben und das
Gemisch 1 Stunde bei 60-70°C gehalten. V5
Der gebildete Titanphosphatgelniederschlag wurde von der Mutterlauge auf einem Vakuumfilter abgetrennt und in der gleichen Weise wie im Beispiel 1
ausgewaschen.
Der Wassergehalt des erhaltenen Filterkuchens m>
betrug 67%, das TiOrPjOyMolverhältnis betrug 3 :1.
Die Anteile an Titan- und Phosphorsäurekomponenten in der Mutterlauge betrugen 0,005%, berechnet als TiO2,
bzw. 0,01%, berechnet als P2O5. Es sind also praktisch
die Gesamtmengen der Titan- und Phosphorsäurekomponenten in dem Titanphosphatgel gebunden worden.
Der Titanphosphatgelfilterkuchen wurde zur Verringerung seines Wassergehalts auf 45% in der gleichen
Reflexionsvermögen
nm
| 350 | 71,0 |
| 400 | 101,0 |
| 450 | 103,0 |
| 500 | 103,0 |
Es wurde somit Titanphosphat ausgezeichneter Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich des Reflexionsvermögens für Ultraviolettstrahlen, in hoher Ausbeute
erhalten.
Dieses Beispiel veranschaulicht Einflösse des Wassergehalts des Titanphosphatgels.
Titanphosphatgel mit einem Wassergehalt von 7t% und einem T1O2: PjOs-Molverhältnis von 3 :1 wurde
aus Eisensandschlacke und roher Phosphorsäure gemäß Abschnitt (A) des Beispiels 2 hergestellt Das Gel wurde
zunächst auf einen Wassergehalt von 60,0% getrocknet und dann in einer Granuliereinrichtung zu kleinen
Säulen von 1,5 mm Durchmesser und 2 bis 7 mm Länge granuliert.
Proben des granulierten Gels wurden dann zur Stabilisierung bei Temperaturen von 200C, 700C, 1000C,
150° C, 200° C und 2500C mit einer Behandlungsdauer
von 30 bzw. 60 Minuten weiter getrocknet Somit wurden 10 verschiedene Titanphosphatgele, deren
Wassergehalte in der Tabelle IV zusammengestellt sind, erhalten.
worfen, die Ergebnisse sind ebenfalls in der Tabelle IV Salzsäure in der gleichen Weise wie im Abschnitt (C) des
aufgeführt Beispiels 1 zur Entfernung von Metallverunreinigungen
| Temperatur | Behandlungs | Wassergehalt | Löslich |
| dauer | des Titan | keit | |
| phosphatgels | |||
| "C | Minuten | % | % |
| 20 | 30 | 59,5 | 1,5 |
| 70 | 30 | 55,8 | 1,2 |
| 100 | 30 | 51,5 | 0,6 |
| 150 | 30 | 32,9 | 0,005 |
| 200 | 30 | 19,2 | < 0,001 |
| 250 | 30 | 0,42 | <0,001 |
| 20 | 60 | 59,0 | 1,1 |
| 50 | 60 | 45,0 | 0,4 |
| 70 | 60 | 37,5 | 0,01 |
| 100 | 60 | 30,2 | 0,005 |
Die vorstehenden Ergebnisse zeigen, daß Titanphosphatgele, die gegen Säureeinwirkung stabilisiert sind,
unabhängig von der Temperatur der Trocknungsatmosphäre nur bei Verringerung des Wassergehalts auf
weniger als 45% erhalten werden. Aus den stabilisierten Titanphosphatgelen wurden durch Extraktion der
Metallverunreinigungen in der gleichen Weise wie im Abschnitt (C) des Beispiels 1 reine Titanphosphatgele
emalten, in denen eine Anwesenheit von Metallverunreinigungen durch Emissionsspektroanalyse nicht mehr
feststellbar war.
Dieses Beispiel veranschaulicht die Verwendung von verschiedenen Phosphorsauerstoffsäuren und Metallen
der Gruppe IVa.
A) Als Ausgangsmaterialien für die Metallkomponenten wurden folgende vier Säurelösungen verwendet:
(a) eine schwefelsaure Titansalzlösung, hergestellt gemäß Abschnitt (A) des Beispiels 1 aus llmenit und
Schwefelsäure;
(b) eine schwefelsaure Zirkonsalzlösung, hergestellt aus Zirkonsand;
(c) eine Lösung von im Handel erhältlichem Zirkonoxychlorid (ZrOCb · 8 H2O) in 1 η Salzsäure, bei
der die Zirkonkonzentration, berechnet als ZrO2, 3,7 g/100 ml betrug;
(d) eine Lösung von im Handel erhältlichem Thoriumnitrat [Th(NOj)4 · 4H2O] in In Salpetersäure, in
der die Thoriumkonzentration, berechnet als ThO?, 7,92 g/100 ml betrug.
Als Phosphorsauerstoffsäuren bzw. reaktive Derivate davon wurden die nachstehend aufgeführten Verbindungen verwendet:
(a) Orthophosphorsäure (HjPO4);
(b) Metaphosphorsäure (HPOi):
(c) phosphorige Säure (HjPOj);
(d) unterphosphorige Säure (H3PO2);
(c) Pyrophosphorsäure (H4P2O7):
(f) Ammoniumorthophosphal [(NH4)2HPO4];
30
35
(g) Natriumorthophosphat (Na2HPO4 · 12 H2O);
(h) Calciumorthophosphat [Ca3J 71O4J2];
(i) Aluminiumphosphat(AIPO4 · nH20);
(j) Zinkphosphat [Zn3(PO4J2 · 4 H2O];
(k) Natriummetaphosphat (NaPO3);
(I) Natriumpyrophosphat (Na4P2O?);
(m) Natriumtripolyphosphat(NasP3Oio);
(n) Natriumphosphit (Na2HPO3);
(o) gereinigtes Phosphatgestein mit einer Zusammensetzung von 38,50 Gew.-% P2O5, 50,79 Gew.-%
CaO, 0,09 Gew.-% Fe2O3, 03 Gew.-% F und 0,2
Gew.-% SiO2 als Hauptbestandteile.
Die Umsetzungen zur Bildung von Gelen der Phosphorsauerstoffsäuresalze der Metalle der Gruppe
IVa wurden in der gleichen Weise wie im Abschnitt (A) des Beispiels 2 durchgeführt. Das Molverhältnis von
Metallkomponente zu Phosphorsauerstoffsäurekomponente betrug jeweils 3:1. Bei Verwendung der
Phosphorsauerstoffsäurederivate erfolgte die Gelbil
dung in Anwesenheit einer Säure in einer Menge
mindestens äquivalent dem Salz.
Jedes der erhaltenen Gele wurde von der Mutterlauge abgetrennt, mit warmem Wasser gewaschen, mit
Heißluft von 150-2000C bis zu einem Wassergehalt
von 30—25% getrocknet und dann zu kleinen Säulen
von 14 mm Durchmesser und 2—7 mm Länge granuliert. Jedes granulierte Gel wurde dem Löslichkeitstest
unterworfen, die Ergebnisse sind in der Tabelle V aufgeführt. Bei allen Gelen betrug die Löslichkeit
weniger als 0,5%. Dies zeigt, daß sämtliche Gele hinreichend gegen Säureinwirkung stabilisiert waren.
B) Die Extraktion von Metallverunreinigungen aus den granulierten Gelen erfolgte mit warmer 6n
Salzsäure in der gleichen Weise wie im Abschnitt (C) des
bo Beispiels 1. Nach der Extraktion wurden die Gele mit
Heißluft trocken geblasen. In allen Fällen wurde ein trockenes weißes Phosphorsauersoffsäuresalz des Metalls der Gruppe IVa erhalten. Emissionsspektroanalytische Untersuchungen sämtlicher Produkte zeigten, daß
jedes der Produkte frei von Metallverunreinigungen war. In allen Fällen wurde also das Phosphorsauerstoffsäuresalz des Metalls der Gruppe IVa in reiner Form
und hoher Ausbeute erhallen.
17
18
Ausgangsmaterialien
Metallkoniponente der Gruppe IVa Phosphorsäurekomponente
Löslichkeit in %
a) Schwefelsaure Titansalzlösung, hergestellt aus Ilmenit
b) Schwefelsaure Zirkonsalz-Iösung,
hergestellt aus Zirkonsand
c) Lösung von Zirkonoxychlorid
d) Lösung von Thoriumnitrat Orthophosphorsäure
Metaphosphorsäure
phosphorige Säure
unterphosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Ammoniumorthophosphat
Natriumorthophosphat
Calciumorthophosphat
Aluminiumphosphat
Zinkphosphat
Natriummetaphosphat
Natriumpyrophosphat
Natriumtripolyphosphat
Natriumphosphit
gereinigtes Phosphatgestein
Orthophosphorsäure
Metaphosphorsäure
phosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Natriumorthophosphat
gereinigtes Phosphatgestein
Metaphosphorsäure
phosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Natriumorthophosphat
gereinigtes Phosphatgestein
Orthophosphorsäure
Metaphosphorsäure
phosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Metaphosphorsäure
phosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Orthophosphorsäure
M etaphosphorsäure
phosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Natriumorthophosphat
Aluminiumphosphat
gereinigtes Phosphatgestein
M etaphosphorsäure
phosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Natriumorthophosphat
Aluminiumphosphat
gereinigtes Phosphatgestein
0,001 0,001 0,005 0,005 0,001 0,002 0,002 0,001 0,001
0,001 0,002 0,002 0,002 0,005 0,001
0,0001 0,0001 0,0005 0,0001 0,0002 0,0002
0,0001 0,0001 0,0005 0,0001
0,002 0,002 0,005 0,002 0,002 0,002 0,005
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von reinen Phosphorsauerstoffsäuresalzen der Metalle der Gruppe IVa s des Periodensystems, bei dem man eine Metallverbindung dieser Gruppe mit einer Phosphorsauerstoffsäure oder einem reaktiven Derivat davon bei einem Molverhältnis MeO2 : P2O5 von 1 :1,5 bis 1 :0,l, wobei Me das Metall der Gruppe IVa bedeutet, in Anwesenheit von Wasser umsetzt, das sich bildende Gel granuliert und das granulierte Gel zur Entfernung von Metallverunreinigungen mit einer Säure oder einem Säuredampf in Gegenwart von Wasser extrahiert, dadurch gekenn- is zeichnet,daß man zunächst das sich bildende Gel durch Filtration von der Mutterlauge abtrennt und anschließend cus abgetrennte Gel zur Granulierung entweder durch Scherungsbewegung oder -rührung in ein Sol umwandelt, das SoI in bekannter Weise in eine erhitzte Atmosphäre sprüht, wobei man ein granuliertes Gel mit einem Wassergehalt von weniger als 45% erhält,oder bis zu einem Wassergehalt von weniger als 60% unter Beibehaltung seines thixotropen Verhaltens trocknet das getrocknete Gel granuliert und das granulierte Gel, falls sein Wassergehalt höher als 45% ist, bis zu einem Wassergehalt von weniger als 45% trocknet, wobei das auf beide Weisen erhaltene granulierte Gel, in einer Menge von i> Gewichtsprozent zu einer wäßrigen Schwefelsäurelösuiig mit einer Konzentration von 20 g pro 100 ml zugesetzt und 10 Minuten lang gekocht, eine Löslichkeit von weniger als 0,5% aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2021469A JPS4919520B1 (de) | 1969-03-18 | 1969-03-18 | |
| JP1552770A JPS492000B1 (de) | 1970-02-25 | 1970-02-25 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2012902A1 DE2012902A1 (de) | 1970-10-15 |
| DE2012902B2 DE2012902B2 (de) | 1980-04-17 |
| DE2012902C3 true DE2012902C3 (de) | 1980-12-11 |
Family
ID=26351703
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2012902A Granted DE2012902B2 (de) | 1969-03-18 | 1970-03-18 | Verfahren zur Herstellung von reinen Phosphorsauerstoffsäuresalzen der Metalle der Gruppe IVa des Periodensystems |
Country Status (9)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3914381A (de) |
| BE (1) | BE747563A (de) |
| CA (1) | CA924077A (de) |
| DE (1) | DE2012902B2 (de) |
| FR (1) | FR2035052A1 (de) |
| GB (1) | GB1298718A (de) |
| NL (1) | NL150756B (de) |
| NO (1) | NO131069C (de) |
| SE (1) | SE359281B (de) |
Families Citing this family (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3996332A (en) * | 1975-12-02 | 1976-12-07 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Interior | Synthesis of rutile from titaniferous slags |
| US4414187A (en) * | 1982-05-19 | 1983-11-08 | The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy | Preparation of metal phosphates by a reaction using boron phosphate |
| US6635796B2 (en) | 1990-03-16 | 2003-10-21 | Sevenson Environmental Services, Inc. | Reduction of leachability and solubility of radionuclides and radioactive substances in contaminated soils and materials |
| US5732367A (en) * | 1990-03-16 | 1998-03-24 | Sevenson Environmental Services, Inc. | Reduction of leachability and solubility of radionuclides and radioactive substances in contaminated soils and materials |
| JPH04342419A (ja) * | 1990-10-26 | 1992-11-27 | Westinghouse Electric Corp <We> | Ivb族金属塩化物類の加水分解方法 |
| US20030213771A1 (en) * | 2000-03-31 | 2003-11-20 | Kenichirou Ohshita | Surface treatment method for magnesium alloys and magnesium alloy members thus treated |
| SE527166C2 (sv) * | 2003-08-21 | 2006-01-10 | Kerttu Eriksson | Förfarande och anordning för avfuktning |
| DE102008047533A1 (de) * | 2008-09-16 | 2010-04-15 | Sachtleben Chemie Gmbh | Verfahren zur Herstellung von Titan-IV-phosphat |
| US11345596B2 (en) | 2017-03-30 | 2022-05-31 | Fujimi Incorporated | Titanium phosphate powder, production method therefor, and white pigment for cosmetics |
| US11638681B2 (en) | 2018-09-20 | 2023-05-02 | Fujimi Incorporated | White pigment for cosmetics, and cosmetic |
| CN112317745B (zh) * | 2020-09-22 | 2022-05-10 | 成都飞机工业(集团)有限责任公司 | 一种自动化增材制造粉末存储装置及存储方法 |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3471252A (en) * | 1966-01-22 | 1969-10-07 | Mizusawa Industrial Chem | Process for the preparation of titanium compounds which are substantially free from metallic impurities |
| US3492085A (en) * | 1967-01-10 | 1970-01-27 | Mizusawa Industrial Chem | Process for preparing titanium halides |
| US3582275A (en) * | 1967-06-03 | 1971-06-01 | Mizusawa Industrial Chem | Process for the preparation of titanium oxide |
-
1970
- 1970-03-16 US US1975170 patent/US3914381A/en not_active Expired - Lifetime
- 1970-03-17 NO NO96670A patent/NO131069C/no unknown
- 1970-03-18 CA CA077782A patent/CA924077A/en not_active Expired
- 1970-03-18 DE DE2012902A patent/DE2012902B2/de active Granted
- 1970-03-18 GB GB1316670A patent/GB1298718A/en not_active Expired
- 1970-03-18 BE BE747563D patent/BE747563A/xx unknown
- 1970-03-18 NL NL7003874A patent/NL150756B/xx not_active IP Right Cessation
- 1970-03-18 FR FR7009723A patent/FR2035052A1/fr not_active Withdrawn
- 1970-03-18 SE SE363170A patent/SE359281B/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NO131069B (de) | 1974-12-23 |
| DE2012902B2 (de) | 1980-04-17 |
| NO131069C (de) | 1975-04-02 |
| NL150756B (nl) | 1976-09-15 |
| FR2035052A1 (de) | 1970-12-18 |
| SE359281B (de) | 1973-08-27 |
| CA924077A (en) | 1973-04-10 |
| US3914381A (en) | 1975-10-21 |
| NL7003874A (de) | 1970-09-22 |
| BE747563A (fr) | 1970-08-31 |
| DE2012902A1 (de) | 1970-10-15 |
| GB1298718A (en) | 1972-12-06 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2951805A1 (de) | Metallphosphat-beschichtete titandioxid-pigmente, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung | |
| DE2012902C3 (de) | ||
| DE1667627B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von aktivem Ton oder feinteihger Kie sei saure | |
| DE2906646A1 (de) | Verfahren zur herstellung von reinem aluminiumoxid | |
| DE1940500A1 (de) | Verfahren zur Trennung eines Titan- oder Zirkoniumsalzes einer Phosphoroxysaeure in deren Komponenten | |
| DE2647259B2 (de) | Verfahren zum Entfernen von Verunreinigungen aus einer nach dem Bayer-Verfahren gewonnenen alkalischen Natriumaluminatlösung | |
| DE1592459C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Titansalzen von Phosphorsauerstoffsäuren | |
| DE2619309A1 (de) | Verfahren zur behandlung von rohmaterialien bzw. ausgangsmaterialien, die bestandteile von metallen der gruppe ivb des periodischen systems enthalten | |
| DE1767645C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Titandioxyd aus einem Titansalz einer Phosphorsauerstoffsäure | |
| DE3541666A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines kristallinen, quellfaehigen schichtsilikats vom saponit-typ | |
| DE2633570A1 (de) | Verfahren zur ausnuetzung von abfaellen der chromsaeureanhydrid-herstellung | |
| DE1202422B (de) | Titandioxydpigmente | |
| DE1592061A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eisenfreier Aluminiumnitratloesungen | |
| DE3002278C2 (de) | Verfahren zur Synthese von Zeolithen 4A | |
| DE3711371A1 (de) | Verfahren zur gewinnung von v(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)o(pfeil abwaerts)5(pfeil abwaerts) | |
| DE1567745B1 (de) | Verfahren zur herstellung von natrium kalium polyphosphaten | |
| DE3045796C2 (de) | ||
| DE1911141C3 (de) | Verfahren zur Extraktion des Berylliumgehalts aus Erzen | |
| DE2849555C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem Aluminiumoxid | |
| DE1592159B2 (de) | Verfahren zum klaeren von technischen natriumaluminatloesungen aus dem alkalischen aufschluss von bauxiten | |
| CH670625A5 (de) | ||
| DE2932058C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von hochreinem Kryolith | |
| EP0100870A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Calciummonohydrogenphosphatdihydrat | |
| DE2933430C2 (de) | ||
| DE1567582C (de) | Verfahren zur Herstellung von Dina tnumphosphat |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |